Schreinpriester

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Schreinpriester

Im Zusammenhang mit dem shintōistischen Klerus bevorzuge ich die Bezeichnung „Priester“, um eine einfache terminologische Unterscheidung zu buddhistischen Mönchen zu ermöglichen. Shintō-Priester leben zumeist mit ihrer Familie innerhalb einer lokalen Gemeinschaft. Im Unterschied zu christlichen Priestern besteht ihre wichtigste Aufgabe aber nicht im Predigen bzw. in moralischer Erbauung der Gemeinde, sondern im Abhalten von religiösen Zeremonien. Darunter befinden sich natürlich Zeremonien zu bestimmten Festtagen des jeweiligen Schreins, an dem ein Priester tätig ist, in der Mehrzahl handelt es sich aber um Segnungen (harae) von einzelnen Personen oder Gegenständen, die individuell in Auftrag gegeben werden (s.u.). Shintō-Priester sind also in erster Linie Ritualisten.

Meiji prozession2.jpg
Im weitläufigen parkartigen Gelände des Meiji Schreins kann man Prozessionen von Schreinpriestern (kannushi) relativ häufig erleben. Bei Regen fügen die traditionellen Schirme aus imprägnierten Papier den Roben der Priester einen weiteren pittoresken Aspekt hinzu. 2003
Autor und Quelle unbekannt

Die allgemeine japanische Bezeichnung für Shintō- oder Schrein-Priester ist shinshoku, ein generischer Terminus für alle, die ein religiöses Amt des kami-Gottesdienstes innehaben. In der Umgangssprache vertrauter ist jedoch kannushi (wtl. kami-Herr). Bezeichnungen wie gūji oder negi beziehen sich auf leitende Priesterränge (etwa „Oberpriester“). Eine Bezeichnung, die nur auf Frauen angewandt wird, ist miko (in etwa „Schreindienerin“).

Priestergewand

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Oberpriester.
Sugiyama Jinja
2 Oberpriester
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Schreindienerinnen (miko) des Aso Schreins in Kyūshū.
Shiges Wallpapers
3 Miko Schreindienerinnen
Heiantate.jpg
Der tate-eboshi war einst allgemeine Tracht und ist heute Teil des Ornats der Schreinpriester.
Bildquelle: unbekannt
tate-eboshi
Kanmuri.jpg
Einst Teil der höfischen Tracht ist kanmuri-Krone heute auf die Verwendung bei Schreinzeremonien beschränkt.
kanmuri
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Asagutsu sind spezielle Schuhe für den Gebrauch von Shintō-Priestern. Wie andere Elemente der Priesterkleidung gehen auch diese Schuhe, die bei feierlichen Zeremonien getragen werden, auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.
Yoshida Shōsoku-ten
asagutsu
Kariginu.jpg
Feierliches Obergewand (kariginu), das mit einem Gürtel hochgebunden wird. Geht auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.
Gabow
kariginu
Hakama miko.jpg
Rockhose für Schreindienerinnen (miko). Die Zuordnung ist anhand der Farbe zu erkennen, Männer tragen ähnliche Hosen in anderen Farben. Ursprünglich waren die Hosenbeine so lang, dass sie wie eine Schleppe nachgeschleift wurden. Das ist heute nicht mehr der Fall.
Tōkyō National Museum
hakama (miko)

Das Zeremonialgewand eines Shintō-Priesters geht auf eine Adelstracht der Heian-Zeit zurück, das sog. „Jagdgewand“ (kariginu, für die Jagd allerdings kaum geeignet). Als Kopfbedeckung dient ein Hut aus Papier, tate-eboshi, oder bei besonders feierlichen Anlässen die sog. kanmuri-Krone (s. Abbildung rechts). Auch die schwarz-lackierten Holzschuhe (asagutsu) trug man bereits am Heian-zeitlichen Hof. Ein weiteres Zeichen des Priesteramtes ist eine Art Zepter (shaku), wie es auch auf kami-Statuen zu sehen ist. Es war ursprünglich ein Emblem der weltlichen Herrscher des Altertums. Die Grundfarbe des Priestergewandes ist weiß, je höherrangiger der Priester und je wichtiger die Zeremonie, umso mehr prächtig gefärbte Seidenstoffe kommen zum Einsatz. Die Details variieren je nach Priesterrang, Anlass und Schreintradition.

Fujinomiya kannushi.jpg
Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (kayu) gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.
Kawagoe Kankō Blog, 2012/1/15
4 Beginn eines Rituals (Fujinomiya Schrein, Kawagoe, Saitama-ken)

Auf dem obigen Bild sind die wichtigsten Elemente des Priestergewandes sehr schön zu erkennen: Mütze (tate-eboshi), Robe (kariginu); Schuhe (asagutsu) und Szepter (shaku).

Priesterinnen im Shintō

In der japanischen Frühgeschichte scheint es eine Art geschlechtsspezifischer Teilung von religiöser und weltlicher Autorität gegeben zu haben: Der Dienst für die Götter lag grundsätzlich eher bei den Frauen, während Männer die weltliche Autorität inne hatten. Im Laufe der Geschichte hat sich dieses Verhältnis jedoch stark zugunsten der Männer verschoben. Zwar ist es in heutigen Schreinen grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass Frauen ähnliche Positionen besetzen wie Männer, doch sind Frauen in führenden Priesterrollen sehr selten. Dagegen gibt es in jedem größeren Schrein miko, die vor allem für den Verkauf von Glücksbringern und als Assistentinnen bei diversen Zeremonien eingesetzt werden.

Miko kamigamo.jpg
Schreindienerin (miko) im priesterlichen Alltagsgewand.
Sou, flickr, 2010
5 Kamigamo Schrein
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Zwei festlich geschmückte Schreindienerinnen (miko) des Dazaifu Tenman-gū während einer Hochzeitsfeier.
Andrew Marston, 2010
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Schreindienerin (miko) während der Vorbereitungen zu den Neujahrsfeiern im Meiji Schrein.
Tom Bodley, (Pbase) 2004/12/31
Miko in typischer Tracht

Bis auf das Geschlecht erinnern miko (was ihre Aufgaben, ihr Alter, und sogar die Kleidung betrifft) ein wenig an katholische Ministranten. Eine spezifische Qualifikation ist grundsätzlich nicht notwendig, um miko zu werden. In früherer Zeit waren miko hingegen auf konkrete priesterliche Funktionen spezialisiert. Sie dienten vor allem bei verschiedensten Formen von Wahrsage- und Besessenheitsritualen als Medien, von denen man sich göttliche Botschaften erhoffte. Als mythologisches Rollenvorbild diente ihnen die tanzende Göttin Ame no Uzume. Miko werden daher auch manchmal als „Shamaninnen“ bezeichnet. Solche shamanistischen Funktionen wurden aber im Jahr 1873 per Gesetz verboten,1 was den Status der miko deutlich abwertete.

Zu den shamanistischen Riten, die ehemals in großem Umfang von miko durchgeführt wurden, zählt das Herbeirufen von Totenseelen (kuchiyose), das von den blinden itako-Priesterinnen in Nord-Japan auch heute noch praktiziert wird.

Das Grundgewand der miko unterscheidet sich eigentlich nur in der Farbe von dem männlicher Priester: es ist durch besonders weite, hellrote Rockhosen (hakama) charakterisiert. Diese Hosen werden wie im Fall der männlichen Priester über einem weißen Untergewand getragen. Bei feierlichen Anlässen tragen die miko außerdem meist ein weitärmeliges, weißes Übergewand (chihaya), das mit für den jeweiligen Schrein spezifischen Mustern versehen sein kann. Zusätzlich können miko mit kranzartigen Kopfzierden ausgestattet sein.

Riten

Zu den elementarsten rituellen Handlungen eines Shintō-Priesters zählt das harae (oder harai), wtl. Fegen oder Reinigen. Es handelt sich also um ein Purifikationsritual. Priester benützen dazu ein Instrument, das man haraegushi nennt. Es besteht aus einem Stab, an den Papierstreifen und Bast- oder Hanffäden gebunden sind. Dieses schwingt der Priester über Objekte oder Personen, die rituell gereinigt werden sollen. Die entsprechenden Gebete, die er spricht, nennt man norito. Derartige Reinigungsriten werden zumeist für die Segnung von Kindern, für Hochzeiten, sowie für die Einweihung von Geräten (z.B. Autos) in Anspruch genommen. Der vielleicht häufigste Ritus, für den Shintō-Priester in Anspruch genommen werden, ist jedoch das jichinsai, die Weihe des Bodens, bevor ein neues Haus gebaut wird. Sie markiert gewohnheitsmäßig den Baubeginn. Niemandem würde einfallen, darauf zu verzichten.

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Einweihung des Baugrunds (jichinsai) nach der Ebnung des Bodens. Ein Priester (kannushi) mit shaku spricht Gebete vor einem improvisierten Altar auf dem Speise-Opfergaben aufgestellt sind. Der Altar befindet sich innerhalb eines himorogi, bestehend aus vier Bambusstämmchen verbunden durch dünne shimenawa-Seile, an denen gohei, also weiße Papierstreifen, aufgehängt sind. All dies sind typische Elemente von Shintō-Zeremonien. Die anderen Teilnehmer der Zeremonie sind wohl Mitglieder der Baufirma und die Bauherren. Vor 2004
Bildquelle: unbekannt
8 Segnung eines Baugrunds (jichinsai)
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Purifikationsinstrument (haraegushi).
Wikimedia Commons, Frank J. Gualtieri Jr., 2005
9 haraegushi
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Segnung (harae) beim Shichigosan-Fest der Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren durch einen Shintō-Priester (kannushi).
unbekannt
10 Segnung von Kindern
Carharai.jpg
Segnung (harae) eines Autos durch einen Shintō-Priester (kannushi).
Wikimedia Commons, 663highland, 2009
11 Segnung eines Autos

Andere typische Schreinriten sind kagura, Gesänge und Tänze für die Götter, die auch den Charakter von theatralischen Aufführung annehmen können und meist von speziellen Tanzgruppen aufgeführt werden.

Weitere Bilder

Ema hachimangu.jpg
Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.
Angus McIntyre, 1998
12 Junge Priester beim Einsammeln von Votivbildern (ema)
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Abgesandte des kaiserlichen Hofes beim Besuch des Kashihara Schreins, in dem Jinmu Tennō, der erste (mythologische) Tennō verehrt wird. Die Feiern finden jährlich am 11. Februar, dem angeblichen Gründungstag des japanischen Kaiserreichs statt. Der Schrein selbst wurde erst 1889 nahe des vermuteten Grabes des Jinmu Tennō errichtet und ist damit ein typisches Produkt des modernen Staatsshintō.
VikingSlav, (flickr) 2009/2/11
13 Priester des Kaiserhofes
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Führender Priester (gūji) des Iwashimizu Hachiman Schreins in priesterlicher Alltagskleidung.
Bernhard Scheid, 2013/10/6
14 Priester im Alltagsgewand
Wedding meijijingu.jpg
Ein häufiges Bild im Meiji-Schrein: Zwei kannushi (Shintō-Priester) und zwei miko (Schreindienerinnen) führen eine Hochzeitsprozession an. Dahinter das Brautpaar in tradionalistischem Outfit. Der Meiji-Schrein ist eine der gefragtesten (und teuersten) Locations, wenn es um eine Hochzeit im Shintō-Stil geht. 2013
Suitcase and Heels, (Blog) 2013/2/17
15 Shintōistische Hochzeit


Verweise

Fußnoten

  1. Miko (Wikipedia[jp]) und „Miko-Gesetz“ (Wikisource)

Internetquellen


Letzte Überprüfung der Linkadressen: Jul. 2020

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. ^ 
    Meiji prozession2.jpg

    Im weitläufigen parkartigen Gelände des Meiji Schreins kann man Prozessionen von Schreinpriestern (kannushi) relativ häufig erleben. Bei Regen fügen die traditionellen Schirme aus imprägnierten Papier den Roben der Priester einen weiteren pittoresken Aspekt hinzu. 2003
    Autor und Quelle unbekannt

  2. ^ 
    Guji sugiyamajinja.jpg

    Oberpriester.
    Sugiyama Jinja

  3. ^ 
    Miko shige wallpaper.jpg

    Schreindienerinnen (miko) des Aso Schreins in Kyūshū.
    Shiges Wallpapers

  4. ^ 
    Fujinomiya kannushi.jpg

    Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (kayu) gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.
    Kawagoe Kankō Blog, 2012/1/15

  5. ^ 
    Miko kamigamo.jpg

    Schreindienerin (miko) im priesterlichen Alltagsgewand.
    Sou, flickr, 2010

  6. ^ 
    Miko.jpg

    Zwei festlich geschmückte Schreindienerinnen (miko) des Dazaifu Tenman-gū während einer Hochzeitsfeier.
    Andrew Marston, 2010

  7. ^ 
    Miko schnee.jpg

    Schreindienerin (miko) während der Vorbereitungen zu den Neujahrsfeiern im Meiji Schrein.
    Tom Bodley, (Pbase) 2004/12/31

  8. ^ 
    Jichinsai.jpg

    Einweihung des Baugrunds (jichinsai) nach der Ebnung des Bodens. Ein Priester (kannushi) mit shaku spricht Gebete vor einem improvisierten Altar auf dem Speise-Opfergaben aufgestellt sind. Der Altar befindet sich innerhalb eines himorogi, bestehend aus vier Bambusstämmchen verbunden durch dünne shimenawa-Seile, an denen gohei, also weiße Papierstreifen, aufgehängt sind. All dies sind typische Elemente von Shintō-Zeremonien. Die anderen Teilnehmer der Zeremonie sind wohl Mitglieder der Baufirma und die Bauherren. Vor 2004
    Bildquelle: unbekannt

  1. ^ 
    Haraegushi nikko.jpg

    Purifikationsinstrument (haraegushi).
    Wikimedia Commons, Frank J. Gualtieri Jr., 2005

  2. ^ 
    753 kannushi.jpg

    Segnung (harae) beim Shichigosan-Fest der Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren durch einen Shintō-Priester (kannushi).
    unbekannt

  3. ^ 
    Carharai.jpg

    Segnung (harae) eines Autos durch einen Shintō-Priester (kannushi).
    Wikimedia Commons, 663highland, 2009

  4. ^ 
    Ema hachimangu.jpg

    Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.
    Angus McIntyre, 1998

  5. ^ 
    Kaiserliche boten.jpg

    Abgesandte des kaiserlichen Hofes beim Besuch des Kashihara Schreins, in dem Jinmu Tennō, der erste (mythologische) Tennō verehrt wird. Die Feiern finden jährlich am 11. Februar, dem angeblichen Gründungstag des japanischen Kaiserreichs statt. Der Schrein selbst wurde erst 1889 nahe des vermuteten Grabes des Jinmu Tennō errichtet und ist damit ein typisches Produkt des modernen Staatsshintō.
    VikingSlav, (flickr) 2009/2/11

  6. ^ 
    Guji iwashimizu.jpg

    Führender Priester (gūji) des Iwashimizu Hachiman Schreins in priesterlicher Alltagskleidung.
    Bernhard Scheid, 2013/10/6

  7. ^ 
    Wedding meijijingu.jpg

    Ein häufiges Bild im Meiji-Schrein: Zwei kannushi (Shintō-Priester) und zwei miko (Schreindienerinnen) führen eine Hochzeitsprozession an. Dahinter das Brautpaar in tradionalistischem Outfit. Der Meiji-Schrein ist eine der gefragtesten (und teuersten) Locations, wenn es um eine Hochzeit im Shintō-Stil geht. 2013
    Suitcase and Heels, (Blog) 2013/2/17


Glossar

Namen und Fachbegriffe auf dieser Seite:

  • Ame no Uzume 天鈿女/天宇受賣 ^ mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
  • asagutsu 浅沓 ^ Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester aus schwarz lackiertem Holz; ehem. Adelstracht
  • gūji 宮司 ^ höherrangiger Shintō-Priester
  • hakama ^ Rockhosen mit weitgeschnittenen Beinen, traditionelles japanisches Obergewand
  • harae ^ Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus
  • haraegushi 祓串 ^ Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shintō
  • Heian 平安 ^ auch Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • itako イタコ ^ blinde Priesterin oder Shamanin; früher auch ichiko 市子
  • jichinsai 地鎮祭 ^ shintōistische Zeremonie; rituelle Reinigung eines Baugrunds vor Baubeginn, um übelwollende Geister zu vertreiben
  • kagura 神楽 ^ rituelle Tänze und Gesänge
  • kami ^ Gottheit; im engeren Sinne einheimische oder lokale japanische Gottheit, Schreingottheit (s. jinja), Gottheit des Shintō
  • kanmuri ^ Kanmuri, wtl. „Krone“; Kopfbedeckung von hochrangigen Shintō-Priestern
  • kannushi 神主 ^ Shintō-Priester; wtl. „Meister der Götter“
  • kariginu 狩衣 ^ Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“
  • kuchiyose 口寄せ ^ Geisterbeschwörung, wtl. „Herbeirufung des Mundes“
  • miko 巫女 ^ Miko, kami-Priesterin, Schreindienerin; auch: weibliche Shamanin; andere Schreibungen 神子 (Gott-Kind) oder 御子 (erhabenes Kind)
  • negi 禰宜 ^ hochrangiger Schrein-Priester
  • norito 祝詞 ^ Shintō-Gebet
  • shaku ^ Zeremonielles Zepter der Schreinpriester; trad. Emblem von Herrschern und Götterstatuen
  • shinshoku 神職 ^ allg. Bez. für Shintō-Priester
  • tate-eboshi 立烏帽子 ^ Hut der Höflings- und Priestertracht
Religion in JapanAlltagSchreinpriester
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Religion in JapanInhaltsübersicht

Diese Seite:

„Schreinpriester.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001