Auf den Bildern dieser Seite sind Schreine in verschiedenen Größen und Lagen zu sehen, wie sie einem im heutigen Japan auf Schritt und Tritt begegnen. Trotz aller Verschiedenheit ist fast auf jedem Bild ein torii zu sehen, das oft den großartigsten Teil der Schreinanlage darstellt. Die Bilder zeigen auch, dass Schreine nicht unbedingt mit allzu großer Achtung behandelt werden. Sie gehören ganz einfach zum „normalen“ Japan dazu, egal ob in der modernen Großstadt oder in der entlegenen Natur.
Ein Nebenschrein mit dem typischen Ensemble von torii, Miniaturschrein (hokora), komainu und Steinlaterne (tōrō) am Rande einer größeren Schreinanlage. (Bildquelle: unbekannt)
Torii und Steinlaternen am Aufgang zum Mitsumine Schrein (jinja) in den Bergen westlich von Tōkyō. Der Schrein war bis zur Meiji-Zeit ein buddhistischer Tempel. ( Bernhard Scheid, 2007)
Edo-zeitliche Dorfschreine sind uns vor allem durch die berühmten Landschaftsansichten des Utagawa Hiroshige heute noch zugänglich. Diese Schreine liegen üblicherweise in einem kleinen Wäldchen am Rand eines Dorfes oder Weilers.
Dieses Bild bezieht seinen besonderen Reiz aus der Tatsache, dass der Übergang von Wasser und Land kaum auszumachen ist. Auf einer kleinen Halbinsel ist hier ein kleiner Weiler und der Eingang zu einer Schreinanlage zu sehen. Ein Schwarm von Gänsen scheint hier Station machen zu wollen; was wohl auch als Anspielung an den Namen des Ortes, Haneda (wtl. Feder-Feld) zu verstehen ist.
Es handelt sich um den Tamagawa Benten Schrein in der Bucht von Edo (nahe der Mündung des Tamagawa im Süden des heutigen Tōkyō), den Hiroshige auch in einem späteren Werk verewigt hat. In der einstmals idyllischen Gegend befindet sich heute der Inlandsflughafen Tōkyōs. Man möchte fast meinen, dass die auf diesem Bild dargestellten Vögel die Stadtväter einst auf diese Idee gebracht haben. Werk von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit ( National Diet Library, Tōkyō)
Poststation Midono, aus einer Serie von Utagawa Hiroshige zur Kiso-Überlandstraße zwischen Edo und Kyōto. Zu sehen sind ein Bauer bei der Feldarbeit im Frühling, ein Reisender und eine Frau mit Kind, die Tee (zur Poststation?) transportiert. Im Hintergund torii eines lokalen Schreins auf einem Hügel, darunter Bauernhäuser. Werk von Utagawa Hiroshige (1797–1858). ( Metropolitan Museum of Art, New York)
Schrein am Stadtrand von Edo (heute Tōkyō, Bezirk Sumida). Der Schrein ist in einem Wäldchen nahe der Straße verborgen, ein torii markiert den Zugang. Nächtliche Regenlandschaften zählen zu den besonderen Stärken des berühmten Landschaftsdarstellers Hiroshige. Werk von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit ( Brooklyn Museum, New York)
Das Bild zeigt die uralte, von zahlreichen Stangen gestützte Pinie von Karasaki, welche in der Edo-Zeit als eine der „acht Sehenswürdigkeiten“ des Biwa Sees galt. Die Pinie befindet sich auf einem bereits damals befestigten Felsvorsprung am Seeufer. Ein torii und ein Miniaturschrein (hokora) identifizieren den Baum als shinboku (heiliger Baum). Dem Bild sind Gedichte eingeschrieben, die auf den Ort Bezug nehmen, angefangen von „Tröste dich im Vertrauen auf die Bucht von Shiga“, einem Zitat aus dem Heian-zeitlichen Torikaebaya monogatari. Werk von Kubo Shunman (1757–1820). 19. Jh. ( Metropolitan Museum of Art, New York)
^Ein Nebenschrein mit dem typischen Ensemble von torii, Miniaturschrein (hokora), komainu und Steinlaterne (tōrō) am Rande einer größeren Schreinanlage. (Bildquelle: unbekannt)
^Torii und Steinlaternen am Aufgang zum Mitsumine Schrein (jinja) in den Bergen westlich von Tōkyō. Der Schrein war bis zur Meiji-Zeit ein buddhistischer Tempel.. Bernhard Scheid, 2007.
^Dieses Bild bezieht seinen besonderen Reiz aus der Tatsache, dass der Übergang von Wasser und Land kaum auszumachen ist. Auf einer kleinen Halbinsel ist hier ein kleiner Weiler und der Eingang zu einer Schreinanlage zu sehen. Ein Schwarm von Gänsen scheint hier Station machen zu wollen; was wohl auch als Anspielung an den Namen des Ortes, Haneda (wtl. Feder-Feld) zu verstehen ist.
Es handelt sich um den Tamagawa Benten Schrein in der Bucht von Edo (nahe der Mündung des Tamagawa im Süden des heutigen Tōkyō), den Hiroshige auch in einem späteren Werk verewigt hat. In der einstmals idyllischen Gegend befindet sich heute der Inlandsflughafen Tōkyōs. Man möchte fast meinen, dass die auf diesem Bild dargestellten Vögel die Stadtväter einst auf diese Idee gebracht haben. Werk von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit ( National Diet Library, Tōkyō)
^Poststation Midono, aus einer Serie von Utagawa Hiroshige zur Kiso-Überlandstraße zwischen Edo und Kyōto. Zu sehen sind ein Bauer bei der Feldarbeit im Frühling, ein Reisender und eine Frau mit Kind, die Tee (zur Poststation?) transportiert. Im Hintergund torii eines lokalen Schreins auf einem Hügel, darunter Bauernhäuser. Werk von Utagawa Hiroshige (1797–1858). ( Metropolitan Museum of Art, New York)
^Schrein am Stadtrand von Edo (heute Tōkyō, Bezirk Sumida). Der Schrein ist in einem Wäldchen nahe der Straße verborgen, ein torii markiert den Zugang. Nächtliche Regenlandschaften zählen zu den besonderen Stärken des berühmten Landschaftsdarstellers Hiroshige. Werk von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit ( Brooklyn Museum, New York)
^Das Bild zeigt die uralte, von zahlreichen Stangen gestützte Pinie von Karasaki, welche in der Edo-Zeit als eine der „acht Sehenswürdigkeiten“ des Biwa Sees galt. Die Pinie befindet sich auf einem bereits damals befestigten Felsvorsprung am Seeufer. Ein torii und ein Miniaturschrein (hokora) identifizieren den Baum als shinboku (heiliger Baum). Dem Bild sind Gedichte eingeschrieben, die auf den Ort Bezug nehmen, angefangen von „Tröste dich im Vertrauen auf die Bucht von Shiga“, einem Zitat aus dem Heian-zeitlichen Torikaebaya monogatari. Werk von Kubo Shunman (1757–1820). 19. Jh. ( Metropolitan Museum of Art, New York)