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Version vom 10. März 2025, 17:59 Uhr

Fachbegriffe-Glossar
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2.228 Einträge
A
Abe Nikken (jap), 1922–2019; 67. Oberhaupt der Nichiren Shōshū (1979–2005)
Abe no Seimei (jap), 921?–1005; Yin Yang-Meister des 10. Jh.s
Abe no Yasuna (jap), Heian-zeitlicher Höfling; laut einer Legende Vater des Abe no Seimei
Abe no Yasunari (jap), Yin Yang-Meister der Heian-Zeit; semi-fiktionale Persönlichkeit (auch: Abe no Yasuchika)
Abe Shinzō (jap), 1954–2022; japanischer Premierminister 2006–2007 und 2012–2020
Abe Yasurō (jap), 1953–; Spezialist für die buddhistische Literatur des japanischen Mittelalters, Universität Nagoya
Acala (skt), „Unbeweglich“, Beinamen des in Japan wichtigsten Mantra-Königs (jap. Fudō 不動)
Ainu (jap), indigenes Volk Japans, dessen historischer Siedlungsraum den Norden Japans und Teile Russlands umfasst. Untersuchungen legen nahe, dass es sich bei den Ainu um Nachfahren der prähistorischen Jōmon-Kultur handelt. Ihre Sprache und Religion werden heute kaum noch praktiziert.
Aizawa Seishisai (jap), 1782–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
Aizen Myōō (jap), wtl. Mantra-König der Liebe; einer der bekanntesten myōō Japans
Aizu-han (jap), Edo-zeitliches Daimyat in Nord-Japan, im Westen der heutigen Präfektur Fukushima
Ajatashatru (skt), König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.) (jap. Ajase 阿闍世)
Akechi Mitsuhide (jap), 1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
Akiba Gongen (jap), Gottheit des Berges Akiha, ein Shugendō-Zentrum im heutigen Shizuoka; hat die Gestalt eines tengu
Akizuki (jap), ehem. Burgstadt in der Präfektur Fukuoka, Kyūshū
Alchi (skt), buddhistisches Kloster in Ladakh, Indien
Aleph (jap), jap. Neureligion (shinshūkyō), Nachfolgerin der Aum Sekte
Amakusa (jap), Insel in Kyūshū (Präf. Kumamoto) mit christlicher Tradition; von 1591–1597 befand sich hier ein Jesuitenkolleg, 1637–1638 Schauplatz der sog. Shimabara (oder Shimabara-Amakusa) Rebellion
Ama no murokumo no tsurugi (jap), legendäres jap. Schwert und Teil der drei Insignien der Tennō-Dynastie; auch Kusanagi no Tsurugi
Amaterasu (jap), Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts; Hauptgottheit von Ise
Ame no Hohi (jap), mythol. Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu und Susanoo
Ame-no-iwato (jap), wtl. Felsentor des Himmels; Höhle, in die sich Amaterasu zurückzieht
Ame no Koyane (jap), mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der Fujiwara
Ame no Oshihomimi (jap), mythol. Gottheit; Sohn von Amaterasu und Susanoo, Vater von Ninigi
Ame no Uzume (jap), mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
Amida (jap), Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)
Amida Nyorai (jap), Amida Buddha; skt. Buddha Amitabha
Amitabha (skt), „Unermesslicher Glanz“ (jap. Amida 阿弥陀)
Amoghavajra (skt), 705–774; buddh. Mönch aus Samarkand, Autor und Übersetzer zahlreicher Schriften des esoterischen Buddhismus aus dem Sanskrit ins Chinesische; chin. Bukong Jingang (jap. Fukū Kongō 不空金剛)
Anahobe no Hashihito (jap), ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
Anan (jap), Schüler des Buddha (skt. Ananda)
Anavatapta (skt), buddhistischer Drache, bzw. Wohnort eines Drachens
An Lushan (chin), 703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
Anraku-ji (jap), ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
Ansei (jap), jap. Äranamen, 1855–1860, bekannt für besonders strenge Verfolgung von Oppositionellen (Ansei-Säuberungen, 1858–1859)
An Shigao (chin), 2. Jh. u.Z.; buddhistische Missionar und früher Übersetzer indischer Texte ins Chinesische; stammte möglicherweise aus dem Partherreich
Antoku Tennō (jap), 1178–1185; Kindkaiser und Enkel des Taira no Kiyomori, starb in der Seeschlacht von Dan-no-ura, die die Niederlage der Taira besiegelte
Klaus Antoni (west), 1953–; deutscher Japanologe und Kulturwissenschaftler an der Universität Tübingen
Anxi (chin), wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
Arai Yoshiaki (jap), 1902–1963; Schöpfer eines unvollendeten Riesenbuddhas (daibutsu) in Fukushima, bekannt als „Hundertfuß-Kannon“ (hyakushaku Kannon)
Arakida (jap), Priester des Inneren Schreins von Ise (Naikū)
Arhat (skt), buddhistische Heiligenfigur; höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf (jap. rakan)
Arima (jap), Ort in Kyūshū, Präfektur Nagasaki, im späten 16. Jh. Zentrum des christlichen Daimyats Arima
Arima Harunobu (jap), 1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
Asahara Shōkō (jap), 1955–2018; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt und 2018 hingerichtet
Asai Ryōi (jap), 1612–1691; Samurai und Schriftsteller in der frühen Edo-Zeit
Asakura Tōgo (jap), männlicher Rachegeist der Edo-zeitl. Populärkultur und des Kabuki; basiert vermutlich auf einem realen Dorfvorsteher aus dem 17.Jh. namens Sakura Sōgorō 佐倉惣五郎
Asakusa-dera (jap), Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
Asakusa Jinja (jap), Schrein im Bereich der Tempelanlage von Asakusa. Geweiht den drei Fischern, die den Tempel der Legende nach gründeten.
Ashikaga (jap), Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
Ashikaga Tadayoshi (jap), 1306–1352; Feldherr in der Muromachi-Zeit; jüngerer Bruder von Ashikaga Takauji (erster Ashikaga Shōgun)
Ashikaga Takauji (jap), 1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358; älterer Bruder von Ashikaga Tadayoshi
Ashikaga Yoshimitsu (jap), 1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des -Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
Ashoka (skt), „Der Unbesorgte“, 304?–232 v.u.Z., König von Nord-Indien (jap. Muu 無憂 oder Aikuō 阿育王)
Ashura-ō (jap), König (Anführer) der ashura; im Gegensatz zu diesen kriegerischen Geistern zumeist positiv dargestellt
Jan Assmann (west), 1938–; deutscher Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler
William George Aston (west), 1841–1911; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie; Übersetzer des Nihon shoki
Asuka (jap), Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga no uji befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
Asuka-dera (jap), erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
Atsuta Jingū (jap), wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
Atsuta no Enneme (jap), auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
Avalokiteshvara (skt), „Herr, der [die Welt] unten wahrnimmt“, Bodhisattva (jap. Kannon 観音 oder Kanzeon 観世音)
Awa Kenzō (jap), 1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
Azuchi (jap), Burgstadt und Hauptquartier Oda Nobunagas am Biwa-See, östlich von Kyōto; 1576 errichtet, 1582 im Zuge von Kampfhandlungen abgebrannt
Azuchi-Momoyama Jidai (jap), Zeit der Reichseinigung durch Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi, 1573–1600
B
Baekje (kor), Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
Karl Baier (west), 1954–; österr. Religionswissenschaftler an der Universität Wien
Bamiyan (west), Einstmals buddhistisches Zentrum im heutigen Afghanistan, berühmt für seine Felsenbuddhas
Bassui Tokushō (jap), 1327–1387; Zen Mönch der Rinzai Schule;
Batō Kannon (jap), Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation Kannons
Felice Beato (west), 1832–1909; ital.-brit. Photograph, dokumentierte erstmals das Leben in Ostasien, Japanaufenthalt in den 1860er und 1870er Jahren
Benkei (jap), ?–1189; legendärer Kriegermönch (sōhei) des Genpei-Krieges
James Benn (west), Sinologe und Religionshistoriker des Buddhism an der McMaster University, Kanada
Benten (jap), Glücksgöttin; Kurzform von Benzaiten
Benzaiten (jap), Glücksgöttin im Ensemble der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
Bidatsu Tennō (jap), 538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585); eig. Herrschername Nunakura-futotama-shiki 渟中倉太珠敷
Bimbisara (skt), bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha (jap. Binbasara 頻婆娑羅)
Binzuru (jap), Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja); prototypischer arhat
Birushana (jap), Buddha Vairocana; ältere jap. Namensform von Dainichi
Bishamon-ten (jap), Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, vaishravana
Biwa-ko (jap), Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
Carmen Blacker (west), 1924–2009; britische Japanologin und Kulturanthropologin, lehrte in Cambridge
Bodhgaya (skt), „Ort der Erleuchtung“, Ort, an dem Buddha seine Erleuchtungserfahrung hatte (jap. Buddagaya 仏陀伽邪)
Bodhidharma (skt), legendärer buddh. Mönch aus Indien, in China aktiv; gilt als Begründer des Chan (Zen) Buddhismus (jap. Daruma 達磨 oder Bodaidaruma 菩提達磨)
Bodhisattva (skt), „Erleuchtetes Wesen“, Vorstufe zur vollkommenen Buddhaschaft (jap. bosatsu 菩薩)
Bodhisena (skt), 704–760, indischer Mönch, Begründer der japanischen Kegon-Schule (jap. Bodaisena 菩提僊那)
William Bodiford (west), 1955–; Buddhismushistoriker und Japanologe an der University of California, Los Angeles
Hermann Bohner (west), 1884–1963; deutscher Japanologe; ab dem Ersten Weltkrieg in Japan tätig
Bon (jap), Bon-Fest (Ahnenfest); in der Alltagssprache meist O-bon
Bonten (jap), Skt. brahma; als indische deva-Gottheit und oberster Gott der Brahmanen wurde er auch in den Buddhismus integriert
Borobudur (skt), größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandala
Hieronymus Bosch (west), 1450–1516; niederländischer Maler, bekannt für seine apokalyptischen Höllendarstellungen
Bōshin Sensō (jap), Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
Bōsō-hantō (jap), Halbinsel zwischen der Bucht von Tōkyō und dem Pazifik; Präfektur Chiba
Boyi (chin), legendäre Figur aus der chinesischen Frühzeit (frühe Zhou-Dynastie, 11. Jh. v.u.Z.); zusammen mit seinem Bruder Shuqi ein Inbegriff von Loyalität und Selbstaufopferung
Brahma (skt), einer der drei hinduistischen Hauptgottheiten, auch Brahman; davon abgeleitet: Brahmanen (Priester) (jap. Bonten 梵天)
Bertolt Brecht (west), 1898–1956; deutscher Schriftsteller und Dramatiker, dem Ostasien, ohne dass er es näher kannte, häufig zur Inspiration seiner „Lehrstücke“ diente
Budai (chin), chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
Buddha (skt), „Der Erleuchtete“ (jap. butsu, hotoke 仏 oder Budda 仏陀)
Budō (jap), Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste; wtl. Weg des Krieges
Bunraku (jap), Traditionelle, japanische Form des Puppentheaters, 1684 in Ōsaka entstanden; viele Stücke des Kabuki wurden ursprünglich für Bunraku geschrieben
Bunshi Genshō (jap), 1555–1620; Mönch der Rinzai-Schule
Bushidō (jap), Verhaltenskodex bzw. Philosophie des japanischen Militäradels; wtl. Der Weg des Kriegers
Butoh (jap), wtl. Stampftanz; zeitgenössische Tanzform des 20. Jhs. (auch butō)
Byakko (jap), wtl. Weißer Tiger; Richtungstier des Westens in der ostasiatischen Kosmologie
Byakue Kannon (jap), Kannon im weißen Gewand
Byōdō-in (jap), Amida-Tempel, errichtet 998, zunächst als adelige Residenz. Zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans.
C
Cao Yuanzhong (chin), r. 944–974; regierte zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche (907–960) als quasi unabhängiger Herrscher die Garnisonsstadt Dunhuang am nordwestlichen Ende der chinesischen Einflusssphäre
Giuseppe Castiglione (west), 1688-1766; ital. Maler und Jesuit; war am chinesischen Hof tätig; verschmolz chinesische und westliche Maltechniken zum sogenannten Qing-Hofstil
Basil Hall Chamberlain (west), 1850–1935, brit. Pionier der Japanforschung
Chan (chin), jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
Changan (chin), chin. Hauptstadt, u.a. in der Tang-Dynastie; wtl. „Langer Friede“; heute Xian
Chen Shou (chin), 233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt als Chengzuo 承祚
Chijiwa Miguel (jap), 1569?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshou-Gesandtschaft, später Apostat und Gegner des Christentums; japanischer Eigenname Seizaemon 清左衛門
Chikamatsu Monzaemon (jap), 1653–1725; berühmtester Autor des Bunraku- und Kabuki-Theaters
Chikubushima (jap), kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
Chinrei-sha (jap), Seelenbesänftigungsschrein; Seitenschrein des Yasukuni Jinja
Chion-in (jap), Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
Edoardo Chiossone (west), 1833–1898; italienischer Graphiker und Drucker, der ab 1872 bis zu seinem Tod in Japan tätig war
Chōgen (jap), 1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
Chōshū (jap), auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
Michael Como (west), amerikanischer Shintō-Forscher an der Columbia University, New York
Thomas Conlan (west), Japanologe und Historiker an der Princeton University.
Edward Conze (west), 1904–1979; deutsch-britischer Buddhismusforscher
Michael Cooper (west), 1930–2018; Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert, lehrte an der Sophia Universität, Tōkyō
D
Daian-ji (jap), einer der Sieben Große Tempel von Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
Daigo-ji (jap), Buddhistischer Tempel in Kyōto
Daigo Tennō (jap), 60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
Daiitoku Myōō (jap), skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō
Daijō-kan (jap), oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
Daikashō (jap), Schüler Buddhas (skt. Mahakashyapa)
Daikoku (jap), Gott des Reichtums und Stellvertreter der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); skt. mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten
Daikoku Jōze (jap), traditioneller Ehrenname des Oberhaupts der Silberkontrolleure innerhalb der „Silbergilde“ (ginza), die für die Silberwährung der Edo-Zeit zuständig war
Daikoku-ten (jap), voller, buddhistischer Name des Glücksgottes Daikoku (skt. mahakala)
Daimyō (jap), Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
Daimyōjin (jap), kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
Dainichi (jap), Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
Dainichi-kyō sho (jap), Kommentar zum Dainichi-kyō erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727); T1796
Dainichi Nyorai (jap), Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
Daisen Kofun (jap), Japans größtes Hügelgrab (kofun), in Sakai, Ōsaka; der Legende nach Grabmahl des Nintoku Tennō
Daitsū-ji (jap), Tempel in der Präfektur Aichi, nahe der ehem. Burg Nagashino
Dakini (jap), weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
Dan-no-ura (jap), Ort in der Meerenge von Shimonoseki (West-Japan), der vor allem für eine Seeschlacht im Jahr 1185 bekannt ist, welche die Niederlage der Taira im Genpei-Krieg besiegelte
Darel (shina), Seitental des Indus im Norden Pakistans, in dem das antike Reich Tuoli vermutet wird, wo sich nach dem Reisebericht Faxians eine fast 20m hohe Statue des maitreya befunden haben soll
Daruma (jap), Spitzname des Mönchs Bodhidharma; Bezeichnung der daruma-Puppe als Glücksbringer
Date (jap), Kriegerfamilie; ab der Edo-Zeit mächtige Daimyō-Dynastie in Nord-Japan
Date Masamune (jap), 1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
Datsueba (jap), wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt; Dämonin des Totenreichs
Ronald Davidson (west), amerikanischer Indologe und Religionswissenschaftler an der Fairfield University in Connecticut
Dayanta (chin), „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
Dazaifu (jap), Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
Dazaifu Tenman-gū (jap), Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
Deguchi Nao (jap), 1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
Deguchi Onisaburō (jap), 1871–1948; Mitbegründer der neurel. Bewegung Ōmoto
Dejima (jap), künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
Dengyō Daishi (jap), Posthumer Ehrentitel des Mönchs Saichō
Devadatta (skt), „Gottesgeschenk“, Cousin und Gegenspieler des Buddha (jap. Daibadatta 提婆達多)
Dhamek (skt), Stupa in Sarnath bei Benares, wo Buddha seine erste Rede hielt; Fundamente stammen aus der Zeit König Ashokas (3. Jh. v.u.Z.)
Dharma (skt), Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) (jap. 法)
Dharmakara (skt), „Gesetzesmacher“, Bodhisattva-Namen des Amida (jap. Hōzō Bosatsu 宝蔵菩薩)
Di Shun (chin), Kaiser Shun; legendärer chinesischer Herrscher, lebte laut Überlieferung zw. 2294 und 2184 v.u.Z; zusammen mit seinem Vorgänger Yao Inbegriff eines weisen und gerechten Herrschers
Lucia Dolce (west), Expertin für japanische Religionsgeschichte mit Schwerpunkt auf dem esoterischen Buddhismus; lehrt an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London
Dōgen Kigen (jap), 1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
Dōjō-ji (jap), Tendai-Tempel in der Präfektur Wakayama, südl. von Nara, der seine Gründung bis ins Jahr 701 zurückführt; neben zahlreichen Kunstschätzen berühmt für die Legende der Kiyohime, die sich hier ereignet haben soll.
Dōkyō (jap), 700?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
Dōkyō (jap), Daoismus, wtl. Lehre des Weges, chin. Daojiao; philosophisch-rel. Strömung Chinas; s.a.
Dōzō (jap), koreanischer Mönch aus Baekje, spätes 6. Jh.; im Nihon shoki als Experte des Regenmachens erwähnt
Doyōsei (jap), wtl. Erdplanet, Saturn
Dschingis Khan (chin), ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
Karlfried Dürckheim (west), 1896–1988; Psychologe und Zen-Lehrer, in der Zwischenkriegszeit im Dienst des Nationalsozialismus in Japan tätig
Albrecht Dürer (west), 1471–1528; deutscher Maler und Graphiker der Renaissance
Dunhuang (chin), Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
E
Ebisu (jap), Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“
Ebisu Saburō (jap), Beiname des Glücksgottes Ebisu
Echi (jap), wtl. Weisheit vermitteln; Ort in der Präfektur Kanagawa, wo Nichiren eine Offenbarung erfuhr
Edo (jap), Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
Eizon (jap), 1201–1290; Shingon-Mönch; Abt des Saidai-ji in Nara
Mircea Eliade (west), 1907–1986, rumänischer Religionswissenschaftler und Ethnologe, lehrte an der Universität Chicago
Jurgis Elisonas (west), 1937–; litauisch-amerikanischer Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert; publizierte auch als George Elison oder J.S.A. Elisonas
Emishi (jap), Volksgruppe im Nordwesten Japans, die im Laufe des japanischen Altertums aus Honshū verdrängt bzw. unterworfen und assimiliert wurde; die Zeichen werden auch Ezo oder Ebisu gelesen
Enami Nobukuni (jap), 1859–1929; japanischer Photopionier der Meiji-Zeit; wies sich häufig auch als „T.Enami“ aus
Enbudai (jap), skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
Endō Shūsaku (jap), 1923–1996; japanischer Schriftsteller, der in zahlreichen Romanen zumeist das Christentum in Japan thematisierte
Enma (jap), skt. Yama; König oder Richter der Unterwelt; auch Enra; meist als Enma-ten oder Enma-ō angesprochen
Ennin (jap), 794–864; Mönch des Tendai Buddhismus, Schüler Saichōs
En no Gyōja (jap), Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
En no Ozuno (jap), Asket des Altertums, auch En no Ozunu; besser bekannt als En no Gyōja
Enoshima (jap), Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
Enryaku-ji (jap), Haupttempel des Hiei Klosterbergs
Entsū-ji (jap), Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
Bernard Faure (west), 1948–; französisch-amerikanischer Religionshistoriker an der Columbia University
Faxian (chin), früher chin. Pilgermönch (337?–422?), Autor eines Reiseberichts
Ernest Fellonosa (west), 1853–1908; lehrte in jungen Jahren in Japan Philosophie, entwickelte sich aber bald zu einem Connaisseur japanischer Kunst und stellte im Auftrag der Meiji-Regierung die erste Liste japanischer „Nationalschätze“ zusammen. Seine Kunstsammlung bildet den Grundstock der Japonica im Museum of Fine Arts, Boston.
Feng Shui (chin), chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig
Cristóvão Ferreira (west), 1580?–1650; portugiesischer Jesuitenmissionar in Japan, der nach Verhaftung und Folter 1633 zur anti-christlichen Inquisition überwechselte
Karl Florenz (west), 1865–1939; Pionier der deutschen Japanforschung
Francisco de Xavier (west), 1506–1552; spanischer Mönch und Missionar, Mitbegründer des Jesuitenordens, zuständig für die Missionierung Ostasiens; auch als der Heilige Franz Xaver bekannt
Luís Fróis (west), 1532—1597; portugiesischer Missionar des Jesuitenordens und bekannter Chronist der japanischen Mission
Fudaraku (jap), paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
Fudō Myōō (jap), prominentester japanischer myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“
Fugen (jap), Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
Fugen Bosatsu (jap), Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
Fujieda Akira (jap), 1911–1998; Sinologe an der Universität Tōkyō, vor allem als Dunhuang-Historiker bekannt
Fuji-san (jap), Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (veraltete Bezeichnung: Fuji-yama)
Fujita Tōko (jap), 1806–1855; Gelehrter der Mito-Schule
Fujiwara (jap), mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
Fujiwara no Hirotsugu (jap), ?–740; Adeliger aus dem Haus der Fujiwara, der 740 die größte Rebellion des 8. Jahrhunderts anführte
Fujiwara no Michinori (jap), 1106–1160; Staatsmann und wichtiger Verbündeter des Taira no Kiyomori in der Heiji-Rebellion (1159–1160); auch bekannt als Shinzei 信西
Fujiwara no Nakamaro (jap), 706–764; Staatsmann, Kanzler in der Nara-Zeit; Eigenname Emi no Oshikatsu
Fujiwara no Senshi (jap), 962-1002; Mutter des Ichijō Tennō; Nonnenweihe 991
Fujiwara no Tokihira (jap), 871–909; japanischer Staatsman, Hofbeamter und Politiker der Heian-Zeit
Fujiwara no Yasuhira (jap), 1155–1189; Oberhaupt des Fujiwara-Clans in der Zeit des Genpei-Krieges
Fujiwara no Yoshifusa (jap), 804–872; Staatsmann, Begründer der Fujiwara-Hagemonie
Fujiwara Seika (jap), 1561–1619; Gelehrter und Philosoph des Neo-Konfuzianismus
Fujiwara Tetsuzō (jap), 1876–1966; Töpfermeister in Shigaraki
Fujufuse-ha (jap), Edo-zeitl. Fraktion des Nichiren Buddhismus, die Andersgläubigen „nichts nehmen und nichts geben“ (fujufuse) wollte. Ähnlich wie die japanischen Christen stand auch die Fujufuse-ha auf der Liste verbotener Religionen der Edo-Zeit.
Fukami Tōshū (jap), 1951–; Gründer der Shintō-nahen Neureligion WorldMate; auch bekannt als Handa Haruhisa und Fukami Seizan
Fukuba Bisei (jap), 1831–1907; Gelehrter und Vasall des Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen; Universitätsgründer
Fukurokuju (jap), Glücksgott, Gott des Langen Lebens
Fu-lu-shou (chin), wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.
Fushimi Inari Taisha (jap), Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyōtos
Futami Okitama Jinja (jap), Schrein in der Bucht von Ise, nahe dem Ise Jingū, v.a. für seine pittoresken „vermählten Felsen“ (meoto-iwa) bekannt
Futarasan Jinja (jap), ursp. Schrein des Tempel-Schrein Komplexes von Nikkō (Tochigi-ken)
Futsunushi (jap), Mythologischer Schwertgott
Fūjin (jap), Windgott; auch Fū-ten; kann sowohl buddhistisch als auch shintōistisch verehrt werden
Fuxi (chin), Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi
G
Gandhara (skt), Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunst
Gangō-ji (jap), Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
Ganzan Daishi (jap), wtl. Meister des Dritten Ersten; respektvoller Beinamen des Ryōgen mit Bezug auf dessen Sterbedatum
Ganzan Daishi-dō (jap), Halle des Ganzan Daishi (Ryōgen) im Tempelbezirk Yokawa auf Berg Hiei; offiziell Shikidō 四季堂, Halle der vier Jahreszeiten
Garuda (skt), Vogelmensch (jap. karura 迦楼羅)
Gautama (skt), Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama (jap. Kudon 瞿曇)
Gautama Siddhartha (skt), Eigennamen des historischen Buddha (jap. Kudon Shiddatta 瞿曇 悉達多)
Geisha (jap), japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet; wtl. „Person der Künste“; der Begriff war urspr. geschlechtsneutral, wurde also auch auf Männer angewendet
Gekū (jap), Äußerer Schrein von Ise, der Göttin Toyouke geweiht
Genbō (jap), ?–746; führender Mönch der Hossō-shū; Diplomat und religiöser Berater des Shōmu Tennō
Genbu (jap), wtl. „Dunkler Krieger“; Richtungstier des Nordens in der ostasiat. Kosmologie, zumeist als Schildkröte in Kombination mit einer Schlange dargestellt
Gennō Shinshō (jap), 1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden
Genpei Gassen (jap), Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185
Genroku (jap), Äranamen, 1688–1704; Blütezeit der Edo-zeitl. Stadtkultur
Genshin (jap), Tendai-Mönch (942–1017); auch bekannt als Eshin; Autor des Ōjō yōshū; Wegbereiter der Jōdo-shū
Ginkaku-ji (jap), Silberner Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto
Gion Matsuri (jap), Gion Fest; größtes matsuri Kyōtos; ursprünglich zur Abwehr zürnender Geister, später zur Besänftigung der Seuchengottheit Gozu Tennō abgehalten
Goa (west), 1510–1961 portugiesische Kolonie in Indien, heute kleinster Teilstaat indiens
Geoffrey Goble (west), Buddhismusforscher; Professor der Religionswissenschaft der University of Oklahoma
Ulrich Goch (west), Japanologe und Historiker an der Ruhr Universität Bochum
Go-Daigo (jap), 1288–1339 (r. 1318–1339); Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.
Godai Myōō (jap), die Fünf Großen Myōō
Godō Tenrin-ō (jap), „König, der das Rad der Fünf Wege dreht“; letzter der Zehn Könige der Totenwelt (Jūō)
Goguryeo (kor), frühgesch. koreanisches Königreich (–668) auf dem Gebiet des heutigen Nord-Korea und der südl. Mandschurei
Gohyaku Rakan-ji (jap), Tempel der Fünfhundert Rakan (Buddha-Schüler); früher in Honjo, heute in Meguro, Tōkyō
Gaspar Gonçalves (west), 1540–1590, portugiesischer Theologe des Jesuiten Ordens
Gongen-sama (jap), volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shōgun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
Go-Reizei Tennō (jap), 1025–1068 (r. 1045–1068), 70. Kaiser von Japan
Goryeo (kor), ehemaliges Königreich in Korea, 918–1392
Goryō Jinja (jap), Schrein in Kyōto, der sich auf eine Seuche unter Kanmu Tennō (737–806) zurückführt, die wiederum dem „Erhabenen [Rache-] Geist“ (goryō) eines im Exil verstorbenen Konkurrenten des Tennō zugeschrieben wurde. Besteht aus zwei räumlich getrennten Anlagen, dem Oberen (Kami-) und dem Unteren (Shimo-) Goryō Schrein. Zahlreiche Zweigschreine sind in ganz Japan zu finden.
Go-Sakuramachi (jap), 1740–1813; 117. Tennō; (r. 1762–1771); bislang letzte weibliche Tennō Japans
Go-Sanjō Tennō (jap), 1034–1073 (r. 1068–1073), 71. Kaiser von Japan
Go-Shirakawa Tennō (jap), 1127–1192; 77. Kaiser von Japan (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo dar
Go-Uda (jap), 1267–1324; 91. Tennō; Regierungszeit 1274–1287
Gōma Daishi (jap), „Dämonenbezwingender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
Gōzanze Myōō (jap), skt. Trailokyavijaya, einer der Fünf Großen Myōō
Gozu Tennō (jap), „Ochsenköpfiger Himmelskönig“, Seuchengott; wird manchmal mit Susanoo identifiziert
Luis de Granada (west), 1504–1588; spanischer Dominikanermönch und erfolgreicher theologischer Publizist; Autor zahlreicher populärer Lehrschriften
Marcel Granet (west), 1884–1940; französischer Sinologe und Soziologe
Allan Grapard (west), 1944–; franko-amerikanischer Japanologe und Shintō-Experte, lehrte u.a. an der University of California, St. Barbara
Grdhrakuta (skt), „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte (jap. Ryōjusen 霊鷲山)
Gregor XIII (west), 1502–1585, Papst (1572–1585); geb. als Ugo Boncompagni; machte sich durch eine Kalenderreform 1582 (Gregorianischer Kalender) einen Namen; empfing kurz vor seinem Tod die sog. Tenshō Mission (Tenshō ken'ō shisetsu) aus Japan
Gerald Groemer (west), 1959–; amerikanischer Musikethnologe mit Forschungsschwerpunkt Japan, lehrt an der Universität Yamanashi
Guanxiu (chin), buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
Guanyin (chin), chin. Namen von Avalokiteśvara; jap. Kannon
Gundari Myōō (jap), skt. Kundali, einer der Fünf Großen Myōō
Guze Kannon (jap), wtl. Kannon, der Weltenretter; Hauptheiligtum in der Halle der Träume (Yumedono) im Hōryū-ji
Gyokusen-ji (jap), „Tempel der Juwelenquelle“; Tendai-Tempel am Biwa-See; gegründet um 980 von Ryōgen, der hier geboren wurde und auch den Hauptverehrungsgegenstand des Tempels darstellt
Gyōki (jap), 668–749; Nara-zeitlicher Mönch, Popularisierer des Buddhismus
Gyōkyō (jap), Mönch der frühen Heian-Zeit im Daian-ji (Nara); Gründer des Iwashimizu Hachiman Schreins
H
Hachiman (jap), Shintō-Gottheit, Ahnengottheit des Tennō und des Kriegeradels; auch „Yawata“ ausgesprochen
Haguro-san (jap), Berg Haguro; religiöses Zentrum des Shugendō in der Präfektur Yamagata, Nord-Japan
Haji no Manakachi (jap), legendärer Gründer des Sensō-ji in Tōkyō bzw. Gottheit des dortigen Asakusa Jinja
Hakata (jap), alte Hafenstadt in Nord-Kyūshū, 1889 mit Fukuoka zusammengeschlossen
Hakuin Ekaku (jap), 1685–1768; Zen-Mönch und Reformer der Rinzai-shū; Maler
Han (chin), chin. Han-Dynastie (207 v.u.Z.–220 u.Z.)
Hanabusa Itchō (jap), 1652–1724; Maler und Literat; wtl. „der glorreiche Schmetterling“
Hangzhou (chin), Stadt in Südchina; Hauptstadt der südl. Song-Dynastie, 1132–1276
Hara Martinho (jap), 1568?—1629; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später Übersetzer christlicher Texte
Townsend Harris (west), 1804–1878; erster Konsul der Vereinigten Staaten in Japan
Hase-dera (jap), Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
Hasekura Tsunenaga (jap), 1571–1622; Vasall des Date Masamune und Führer einer diplomatischen Mission nach Spanien und Italien in den Jahren 1613 bis 1620
Hashihaka (jap), wtl. Essstäbchen-Grab; Hügelgrab aus dem 4. Jh. nahe Berg Miwa
Hata no Irogu (jap), Nara-zeitlicher Vertreter des koreanisch-stämmigen Hata-Klans
Hata-uji (jap), Familienklan des japanischen Altertums mit kontinentalen Wurzeln; der Name schreibt sich mit den gleichen Zeichen wie die chinesische Qin Dynastie (778–207 v.u.Z.) und war von jeher sowohl in China als auch in Korea ein häufiger Familiennamen
Hayagriva (skt), „Der Pferdeköpfige“ (jap. Batō 馬頭)
Hayashi Gahō (jap), 1618–1680; neo-konfuzianischer Gelehrter und Hof-Konfuzianer des Tokugawa Shōgunats; Sohn von Hayashi Razan
Hayashi Razan (jap), 1583–1657; neo-konfuzianischer Gelehrter
Heian (jap), auch Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
Heian Jingū (jap), Shintō-Schrein in Kyōto; zu Ehren des Kanmu Tennō im Jahr 1895 errichtet; die historisierende Bauweise ist der Palastarchitektur der Heian-Zeit nachempfunden
Heian-kyō (jap), urspr. Name der Stadt Kyōto; wtl. Stadt des Friedens; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
Heijō-kyō (jap), urspr. Name der Stadt Nara; wtl. Stadt der Friedensburg
Karl Heim (west), 1874–1958; deutscher evangelischer Theologe
Heisei (jap), Äranamen von Kaiser Akihito; Heisei-Zeit (1989–2019)
James Curtis Hepburn (west), 1815–1911; amerikanischer Missionar und Pionier der Japanforschung; entwickelte die heute noch gebräuchliche Hepburn-Umschrift des Japanischen
Herakles (west), auch Herkules, Held des antiken Griechenlands, bekannt für seine außergewöhnliche Kraft
Herodot (west), ca. 484–425 v.u.Z.; antiker griechischer Geschichtsschreiber
Eugen Herrigel (west), 1884–1955; deutscher Philosoph und Autor des Bestsellers Zen und die Kunst des Bogenschießens
Hetsumiya (jap), Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Göttin Ichikishima-hime geweiht; auf dem „Festland“ von Kyūshū situiert ist Hetsumiya (auch Hetsugū, wtl Uferschrein) der Hauptrepräsentant von Munakata, während sich die anderen Schreine auf vorgelagerten kleinen Inseln befinden.
Hidari Jingorō (jap), sagenumwobener Meisterbildhauer der frühen Edo-Zeit, der Statuen so naturgetreu anfertigte, dass sie zum Leben erwachten
Hiei-zan (jap), Klosterberg Hiei bei Kyōto, traditionelles Zentrum des Tendai Buddhismus
Hie Taisha (jap), Schutzschrein des Tendai-Tempelkomplexes von Berg Hiei bei Kyōto; auch bekannt als Hiyoshi Taisha oder Sannō Schrein
Higashi Hongan-ji (jap), Östlicher Hongan-Tempel in Kyōto; Haupttempel der Ōtani-Linie des Jōdo-Shin Buddhismus; s.a. Westlicher Hongan-Tempel (Nishi Hongan-ji)
Higashiyama (jap), „östlicher Bergbezirk“; einer der 11 Stadtbezirke (ku) von Kyōto
Higurashi-mon (jap), wtl. „Tor des Tage Verbringens“; Beinamen des Yōmei-mon in Nikkō
Hiko Hohodemi (jap), auch Hoori; mythologischer Vorfahre der Tennō Dynastie und Held des Mythos von Bergglück und Meerglück
Himegami (jap), wtl. „göttliche Gemahlin oder Tochter“; oft anonymes weibl. Gegenstück zu einer männl. Schreingottheit
Himeji-jō (jap), Burg Himeji in der Präfektur Hyōgo
Himiko (jap), ca. 170–248; frühgeschichtliche Priesterkönigin; auch Pimiko (wahrscheinliche Bedeutung: „Kind der Sonne“); chin. Pei-mi-hu
Hina Matsuri (jap), „Puppenfest“; jahreszeitliches Fest am 3.3.
Hinayana (skt), „Kleines Fahrzeug“, buddhistische Richtung (jap. Shōjō 小乗)
Hinokuma no Hamanari (jap), Fischer, legendärer Gründer des Sensō-ji und eine von drei Gottheiten des Asakusa Jinja in Tōkyō
Hinokuma no Takenari (jap), Fischer und Begründer des Sensō-ji in Tōkyō; als Gottheit im dortigen Asakusa Jinja verehrt
Hirado-shi (jap), Stadt in der Präfektur Nagasaki
Hirata Atsutane (jap), 1776–1843; kokugaku-Gelehrter
Hirata Kanetane (jap), 1799–1880; Kokugaku-Gelehrter
Hirefuri no mine (jap), „Hügel des Schalwinkens“; Ort wo Matsura Sayohime sich von ihrem nach Korea segelnden Mann verabschiedet haben soll, bis sie sich in Stein verwandelte
Hirose Kazutoshi (jap), 1931–; Oberpriester des Mitsumine Jinja Schreins westlich von Tōkyō
Hiru-ko (jap), wtl. Blutegel-Kind; erstes (missratenes) Kind von Izanagi und Izanami
Hitachi (jap), Provinz Hitachi; eine der historischen Provinzen Japans, heute die Präfektur Ibaraki
Hitokotonushi (jap), mytholog. Gottheit des Berges Katsuragi-san; wtl. Meister des einen Wortes
Hizen (jap), Name einer alten Provinz im Nordwesten von Kyūshū; heute Saga-ken und Nagasaki-ken
Hokke-shū (jap), Andere Bez. des Nichiren Buddhismus
Daniel Clarence Holtom (west), 1884–1962; christlicher Missionar, Theologe und Japanologe mit besonderem Schwerpunkt auf Shintō
Hongan-ji (jap), Tempel in Kyōto; Haupttempel der Jōdo Shinshū; seit der Aufspaltung dieser Richtung im 17. Jh. gibt es eigentlich zwei, einen östlichen (Higashi Hongan-ji, Ōtani-ha) und einen westlichen (Nishi Hongan-ji, Honganji-ha)
Victor Sōgen Hori (west), 1940–; kanadischer Zen-Lehrer und Religions-Historiker
Hoshina Masayuki (jap), 1611–1673; Daimyō von Aizu-han, Regent von Shōgun Tokugawa Ietsuna, konfuzianischer Gelehrter
Hosokawa Tama (jap), 1563—1600; prominente japanische Christin aus dem Kriegeradel, besser bekannt als Hosokawa Gracia
Hossō-shū (jap), Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Hotei (jap), Glücksgott; Manifestation von Bodhisattva Maitreya; chin. Budai
Hōjō (jap), Regentenfamilie des Shōgunats von Kamakura; pol. Machthaber der Kamakura-Zeit
Hōjō Kashima (jap), Schreininsel vor dem Hafen Hōjō in Ehime-ken, Shikoku; westlich der Insel befinden sich pittoreske Felsformationen (Iyo Futami), die jedes Jahr mit einem 45m langen shimenawa geschmückt werden
Hōjō Masako (jap), 1157–1225; Tochter des ersten Regenten im Kamakura-Shōgunat und Frau des ersten Shōgun Minamoto no Yoritomo
Hōkō-ji (jap), Tempel in Kyōto, erbaut 1586-95 als Ahnentempel des Toyotomi Hideyoshi. Einstmals im Besitz der größten Buddha Statue Japans
Hōkō-ji (jap), ältester Tempel Japans, Gründung vor 600 in der Asuka-Region, Nara; besser bekannt als Asuka-dera; 718 unter der Bezeichnung Gangō-ji in die neue Hauptstadt Heijō-kyō (Nara) verlegt
Hōmyō Dōji (jap), wtl. Knabe des Wunderbaren Dharma; Held einer in Indien angesiedelten buddhistischen Legende aus dem japanischen Mittelalter
Hōnen (jap), 1133–1212; Gründer der Jōdo-shū, der Schule vom Reinen Land
Hōon-ji (jap), Tempel der Sōtō-shū in Morioka, Präf. Iwate-ken (Nordjapan); errichtet 1394
Hōrai (jap), daoistische Insel der Unsterblichkeit; chin. Penglai
Hōryū-ji (jap), Tempel in Ikaruga bei Nara, gegr. 607; wtl. „Tempel des prosperierenden [Buddha]-Gesetzes“
Hōzan-ji (jap), Tempel in Ikoma
Hōzō Bosatsu (jap), skt. Dharmākara; Bodhisattva-Namen des Buddha Amida
Huangdi (chin), „Gelber Kaiser“; legendäre Regierungsdaten 2698–2598; Kulturheroe und mytholog. Reichsgründer Chinas
Huiguo (chin), 746–806; ältere Schreibung Hui-kuo; chin. Lehrer Kūkais
Huike (chin), 487–593; chin. Chan Patriarch; ältere Umschrift: Hui k‘o
Hyōgo Daibutsu (jap), 11 m hohe Statue des Dainichi Nyorai im Tempel Nōfuku-ji in Kōbe, err. 1891
I
Ibaraki Dōji (jap), in der Heian-Zeit angesiedelte oni-Gestalt, dem Namen nach ein „Knabe“ (dōji), in bildlichen Darstellungen aber meist weiblich konnotiert; Dämonin des Rajō-mon
Ichijō Tennō (jap), 980-1011; 66. Kaiser von Japan; (r. 986-1011)
Ichikishima-hime (jap), Meeresgöttin; urspr. im Munakata Taisha, später auch im Itsukushima Schrein (Miyajima) verehrt; eine von drei weiblichen Gottheiten, die aus einem mythologischen Wettstreit zwischen Amaterasu und Susanoo entstanden
Ichi-no-miya (jap), „Erster Schrein“; oberste Shintō-Schreine der früheren Provinzen Japans
Ihara Saikaku (jap), 1642–1693; Schriftsteller der Edo-Zeit, verfasste zahlreiche erotische Romane
Ii Naosuke (jap), 1800–1860; Staatsmann des Bakufu; wegen pro-amerikanischer Politik ermordet
Ikaruga-chō (jap), Stadt im Norden der Präfektur Nara; Die Residenz des Shōtoku Taishi befand sich hier, an der Stelle wo heute der Hōryū-ji steht
Ikebana (jap), Die traditionelle japanische Kunst des Blumenarrangierens.
Ikeda Daisaku (jap), 1928–2023; Publizist, buddh. Laien-Prediger, dritter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
Ikeda Mitsumasa (jap), 1609–1682; Daimyō von Okayama-han; Konfuzianist, religiöser Reformer
Iki (jap),  Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan
Ikkō-shū (jap), Ikkō Sekte, eine Fraktion des Buddhismus vom Reinen Land ( Jōdo-shū)
Ikkyū Sōjun (jap), 1394–1481; Zen-Mönch und Dichter
Ikō Myōan (jap), 1480–1567; Sprachgelehrter
Imamiya Ebisu Jinja (jap), Ebisu Schrein in Ōsaka
Imjin Waeran (kor), Imjin-Krieg, 1592–1598; wtl. Japanische Invasion des Imjin-Jahres (Wasser-Drache 壬辰/임진 = 1592); International übliche Bezeichnung für die Invasion Koreas unter Toyotomi Hideyoshi
Inaba (jap), alte jap. Provinz in Zentraljapan
Inari (jap), Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern (myōbu) bewacht
Inariyama Tekken (jap), Eisenlangschwert aus der kofun-Zeit (471?), 1968 im Inariyama Kofun (Saitama-ken) ausgegraben; Nationalschatz; Länge 73,5 cm
Inasa (jap), Strand in der Bucht von Izumo; Ort des Aufeinandertreffens zwischen der mythologischen Gottheit Ōkuninushi und Gottheiten aus anderen Sphären
Indra (skt), hohe indische Gottheit, vergleichbar mit Zeus/Jupiter (jap. Taishaku-ten 帝釋天)
Inoue Enryō (jap), 1858-1919; buddhistischer Philosoph; verfasste u.a. das Werk Tengu-ron
Inoue Tetsujirō (jap), 1856–1944; führender Philosoph und Intellektueller der Meiji-Zeit
Inoue Tomokatsu (jap), 1967–; japanischer Religionshistoriker an der Universität Saitama
Ippen (jap), 1239–1289; Amida-Mönch und Gründer der Ji-shū
Isawa-gawa (jap), Alter Name eines Abschnitts des Flusses Fuefuki-gawa in Yamanashi-ken.
Ise (jap), vormoderne Provinz Ise (heute Präfektur Mie); Stadt Ise; Kurzbezeichnung für die Schreinanlage von Ise Ise Jingū
Ise Jingū (jap), kaiserlicher Ahnenschrein (wtl. Götterpalast) von Ise, Präfektur Mie, bestehend aus den Anlagen Gekū und Naikū
Ishibashiyama no Tatakai (jap), Schlacht von Ishibashiyama, 1180; Teil des Genpei-Kriegs
Itami Jūzō (jap), 1933–1997; japanischer Filmregisseur; bekannt für Komödien wie Osōshiki (1984), Tampopo (1985) oder die Steuerfahnderin (1987)
Itō Chūta (jap), 1867–1954; Star-Architekt des frühen 20. Jh., der traditionelle japanische Architektur mit Elementen aus Asien und Europa verband
Itō Hirobumi (jap), 1841–1909; Staatsmann; Premierminister der Meiji-Zeit
Itō Jakuchū (jap), 1716–1800; Edo-zeitl. Maler und Literat aus Kyōto; kein Mönch, aber dem Zen-Buddhismus nahe stehend
Itō Mancio (jap), 1569?—1612; jugendlicher Leiter der Tenshō-Gesandtschaft, später christlicher Priester in Kyūshū; jap. Eigenname Sukemasu 祐益
Itsukushima (jap), auch Miyajima, Schrein bei Hiroshima; der Name bedeutet wtl. „Tabu-Insel“ und dürfte sich von der weiblichen Meeresgottheit Ichikishima-hime herleiten
Itsuse (jap), mythologischer Herrscher, Bruder des Jinmu Tennō; mit vollem Namen Hiko Itsuse no Mikoto 彦五瀬命
Iwakura Shisetsudan (jap), Iwakura-Mission; diplomatische Delegation unter Führung von Iwakura Tomomi, die im Rahmen einer Weltreise von 1871 bis 1873 Amerika sowie mehrere Länder Europas besuchte
Iwakura Tomomi (jap), 1825–1883; Staatsmann der Meiji-Zeit; Leiter der Iwakura Mission Iwakura Shisetsudan, 1871–1873)
Iwanaga-hime (jap), wtl. Prinzessin Felsenlang; mythol. Gottheit, Schwester der Konohana Sakuya-hime
Iwashimizu Hachiman-gū (jap), Iwashimizu Hachiman Schrein (bei Kyōto), einer der Hauptschreine der Gottheit Hachiman
Iyanaga Nobumi (jap), 1948–; Spezialist für kulturelle Beziehungen innerhalb der buddhistischen Welt; verfasste u.a. eine Studie zu den indischen Wurzeln des japanischen Daikoku
Iyo Futami (jap), Felsformation vor der Schreininsel Hōjō Kashima in der Präfektur Ehime, Shikoku (einstmals Iyo); Futami ist eine Anspielung auf die „vermählten Felsen“ des Futami Okitama Jinja in der Bucht von Ise
I-yü (chin), 235–?; Tochter der japanischen Königin Himiko (da der Name nur aus chin. Chroniken bekannt ist, ist die jap. Aussprache unklar)
Izanagi (jap), Göttervater; auch Izanaki (ki hier männliche Endung); Bruder und Mann von Izanami
Izanami (jap), Göttermutter, Göttin der Unterwelt (mi hier weibliche Endung); Schwester und Frau des Izanagi
Izumi Shikibu (jap), 978?–1033?; Hofdame und Dichterin der Heian-Zeit
Izumo (jap), alter Namen der Präfektur Shimane in West-Japan; auch kurz für Izumo Taisha
Izumo Taisha (jap), Großschrein von Izumo (Präfektur Shimane)
Izuna Gongen (jap), Gottheit in tengu-Gestalt
J
Jambhala (skt), Reichtumsgottheit; identisch oder eng verwandt mit Vaishravana (Kubera)
Jambudvipa (skt), „Rosenapfelland“, in der trad. indischen Kosmologie: Kontinent der irdischen Welt südlich des Weltenbergs Sumeru (jap. Enbudai 閻浮提)
Jiangong Shenshe (chin), jap. Kenkō Jinja; Schrein zur Verehrung von jap. Kriegshelden in Taipei, welcher 1928, in der Zeit der japanischen Besatzung (1895–1945) errichtet wurde; Entwurf von Ide Kaoru (1879–1944); das Gebäude wurde nach dem Krieg in die staatl. Zentralbibliothek Taiwan umgewandelt
Jie Daishi (jap), posthumer Ehrentitel des Tendai-Mönchs Ryōgen
Jigen Daishi (jap), Ehrentitel des Tendai-Abts Tenkai
Jikoku-ten (jap), Der Hüter des Ostens der Shi-Tennō, wtl. „der, der das Reich aufrecht erhält“; skt. Dhritarashtra
Jin (chin), chin. Herrschaftsdynastie; 1115–1234
Jina (skt), „Der Siegreiche“, Ehrenname des Mahavira, Begründer des nach ihm benannten Jainismus, soll ein Zeitgenosse Buddhas gewesen sein
Jingi-kan (jap), Götteramt, wtl. Amt für Götter des Himmels und der Erde
Jingi-shō (jap), „Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872; s.a. Jingi-kan
Jingo-ji (jap), Tempel nordwestlich von Kyōto, gegr. um 800; wtl. Tempel des göttlichen Schutzes
Jingū Kōgō (jap), mytholog. Herrscherin; Witwe des 14. Tennō, Chūai, und Mutter des Ōjin Tennō
Jinja Taishō (jap), wtl. Wüstengeneral; dämonische Erscheinungsform Bishamon-tens
Jinmu Tennō (jap), wtl. „göttlicher Krieger“; gemäß den japanischen Mythen der erste menschliche Herrscher (Tennō) Japans; eigentlicher Name: Kami Yamato Iware-hiko no Sumera Mikoto 神日本磐余彦天皇 (Nihon shoki)
Jishu Jinja (jap), Schrein des Ōkuninushi beim Kiyomizu Tempel in Kyōto; Ōkuninushi wird hier als enmusubi no kami, als Gottheit für Liebende oder Liebesuchende, verehrt
Ji-shū (jap), Amida-Schulrichtung aus der Kamakura-Zeit, gegründet von Ippen
Jiten (jap), Göttin der Erde
Jitō Tennō (jap), 645–703, r. 686–697; 41. japanische Kaiserin
Jiyū Minshu-tō (jap), japanische Liberal Demokratische Partei (LDP)
Jizō (jap), wtl. Schatzhaus/Mutterleib der Erde; skr. Kṣitigarbha; populäre Bodhisattva Figur
Jizō Bosatsu (jap), Bodhisattva (Bosatsu); skr. Kṣitigarbha, „Speicher oder Mutterleib der Erde“ (vgl. Jizō)
Pia Jolliffe (west), Japanologin
Joseon Wangjo (kor), koreanisches Herrschergeschlecht; herrschte über das Kaiserreich Korea von 1392–1910
Jōchō (jap), ?–1057; buddhistischer Bildhauer der Heian-Zeit; perfektionierte die yosegi-zukuri-Technik (zusammengesetzte Statuen) und bereitete damit den dynamischen Stil der Kamakura-zeitlichen buddhistischen Plastiken vor
Jōdo Shinshū (jap), Shin-Buddhismus, bzw. Jōdo Shin-Buddhismus; wtl. „Wahre Schule des Reinen Landes“
Jōdo-shū (jap), Schule des Amida-Buddhismus
Jōjin (jap), 1011–1081; Mönch der Tendai-shū, u.a. für seinen Reisebericht aus China (1072) bekannt; erhielt vom chin. Kaiser nach einem erfolgreichen Regenbittritus den Ehrennamen Zenne Daishi 善慧大師 und blieb bis zu seinem Tod in China
Jōjitsu-shū (jap), Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Jōkō-in (jap), 1570–1633; Ehefrau von Kyōgoku Takatsugu; wurde nach seinem Tod zur Nonne und gründete ein Kloster
Jōmon (jap), Jōmon-Zeit (bis ca. 300 v.u.Z.), jap. Urgeschichte; wtl. „Schnurmuster“, was sich auf die charakteristischen keramischen Ornamente dieser Zeit bezieht
Juhō-sen (jap), Geierberg; Ort in Indien, wo Buddha seine wichtigsten Predigten abgehalten haben soll; , skt. Grdhrakuta; jap. auch Ryōju-sen (vgl. Ryōzen Jōdo)
Jurakudai (jap), Residenz von Toyotomi Hideyoshi in Kyōto, 1587–1595
Jurōjin (jap), Glücksgott, Gott des Langen Lebens
Jūichimen Kannon (jap), „Kannon mit den Elf Gesichtern“; geläufige Erscheinungsform von Kannon Bosatsu
Jūni Shinshō (jap), Die Zwölf Göttlichen Generäle
Jūō (jap), Die Zehn Könige oder Richter der Totenwelt
Jūsan-mairi (jap), festlicher Tempelbesuch dreizehnjähriger Kinder am 13. 3.
K
Kabuki (jap), „Gesang- und Tanzkunst“; Anfang des 17. Jh. aus Musik, Schauspiel und Tanz entwickeltes Theater-Genre
Kada Azumamaro (jap), 1669–1736; kokugaku-Gelehrter
Kadenokōji Kanenaka (jap), 1244–1308; auch Hirobashi Kanenaka; Höfling aus der Fujiwara Linie; Chronist
Kadoya Atsushi (jap), 1958–; japanischer Shintō-Experte, lehrt unter anderem an der Iwaki Meisei Universität
Engelbert Kaempfer (west), 1651–1716; deutscher Arzt und Naturforscher, Japanreisender (1790–1792); Autor einer detaillierten Japanbeschreibung
Kain und Abel (west), Brüderpaar des alten Testaments, Söhne der ersten Menschen, Adam und Eva; Kain, der Ackerbauer, erschlägt seinen jüngeren Bruder Abel, den Hirten
Kakuda-hama (jap), Strand in der Nähe von Niigata, von wo Nichiren ins Exil nach Sado aufbrach.
Kakumei (jap), buddhistischer Mönch der späten Heian-Zeit
Kamadhatu (skt), „Welt der Begierden“, Bereich der Wiedergeburten (samsara) im buddhistischen Modell des Universums
Kamakura (jap), Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shōgunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)
Kamei Koremi (jap), 1825–1885; Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen
Kamiaritsuki (jap), Monat der anwesenden Götter (Oktober in Izumo)
Kaminari-mon (jap), Kaminari-mon, wtl. Donnertor; Haupttor des Sensō-ji in Tōkyō
Kamo Jinja (jap), Bezeichnung für einen Schreinkomplex in Kyōto, der aus dem Kamigamo und Shimogamo Schrein besteht; das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, wird aber im 6.-7. Jhdt. vermutet
Kamo no Chōmei (jap), 1153?–1216; japanischer Poet und Autor, der nach buddh. Lehren als Eremit lebte; auch bekannt unter seinem buddh. Namen Ren’in 蓮胤
Kamo no Mabuchi (jap), 1697–1769; kokugaku-Gelehrter
Kanamara Matsuri (jap), Phallus-matsuri des Kanayama Jinja; Fest des Eisenpenis (kanamara)
Kanayama Jinja (jap), wtl. „Schrein des Eisenberges“; Schrein in Yokohama, berühmt für sein „Fest des Eisenpenis“, Kanamara Matsuri
Kanda Jinja (jap), Kanda Schrein, einer der bekanntesten Schreine in Tōkyō
Kanda Myōjin (jap), Generelle Bezeichnung für die Gottheiten des Kanda Schreins in Tōkyō bzw. Bezeichnung für den Schrein selbst
Kan’ei-ji (jap), Tendai-Tempel in Tōkyō; in der Edo-Zeit Zentrum des Tendai Buddhismus in der Kantō Region, gegr. 1625 (Kan’ei 2)
Kangan Giin (jap), 1217–1300; Mönch des Zen Buddhismus
Kanishka (skt), ca. 127–163 u.Z., Regent des Kushana Reichs, dessen Zentrum sich in Gandhara im heutigen Pakistan befand. Er spielte eine große Rolle bei der Entwicklung der Seidenstraße und der Übertragung des Buddhismus aus seinem Reich nach China
Kanmu Tennō (jap), 737–806; 50. japanischer Tennō; (r. 781–806); verantwortlich für Verlegung der Hauptstadt nach Heian (Kyōto)
Kanname-sai (jap), wtl. Fest des göttlichen Kostens [des ersten Reises]; kaiserl. Erntedankfest im zehnten Monat, das parallel am Kaiserpalast und im Ise Schrein durchgeführt wird
Kannazuki (jap), „Monat ohne Götter“; volkstümlicher Beiname des 10. Monats, in dem sich die Götter Japans alle nach Izumo begeben sollen
Kannon (jap), auch Kanzeon 観世音, wtl. der den Klang der Welt erhört; skt. Avalokiteśvara; chin. Guanyin; als Bodhisattva des Mitleids bekannt
Kannon Bosatsu (jap), Bodhisattva Avalokiteshvara, wtl. „der den Klang der Welt erhört“; „Bodhisattva des Mitleids“; s.a. Kannon, Guanyin;
Kanō Mitsunobu (jap), 1565?–1608?; Hofmaler von Toyotomi Hideyoshi; Vater von Kanō Sadanobu
Kanō Sadanobu (jap), 1597–1623; jap. Maler; Sohn von Kanō Mitsunobu
Kanō Tan'yū (jap), 1602–1674; Hofmaler der Tokugawa Shōgune
Kanō Tsunenobu (jap), 1636–1713; Künstler der Kanō-Schule
Kanzeon (jap), voller Name von Kannon
Kara-mon (jap), wtl. chinesisches Tor; Tor mit wellenförmig aufgewölbter Dachkante (meist über dem Eingang); trotz seines Namens ist dieser Baustil spezifisch für die japanische Holzarchitektur; das bekannteste karamon in Nikkō ist darüber hinaus auch tatsächlich mit chinesischen Motiven geschmückt
Kariba Myōjin (jap), Schutzgottheit des Kosterbergs Kōya-san; männliche Gottheit in Jägergestalt
Karma (skt), „Tat“, auch „konsequente Folge“; moralische Bilanz der gesetzten Handlungen (jap. 業)
Otto Karow (west), 1813–1992; linguistisch ausgerichteter Japanologe und Sinologe
Kashihara (jap), Ort im Nara-Becken, wo der legendäre erste japanische Kaiser, Jinmu Tennō, seinen Palast errichtet haben soll
Kashihara Jingū (jap), Schrein von Kashihara, gegründet 1890 zu Ehren des Jinmu Tennō
Kashima Daimyōjin (jap), Gottheit des Kashima Schreins (Präfektur Ibaraki, n.-östl. von Tokyo); identisch mit dem Schwertgott Takemikazuchi; Ahnengottheit der Fujiwara
Kashima Jingū (jap), Shintō-Schrein in Kashima, Präfektur Ibaraki
Kashyapa (skt), Schüler des Buddha, s. Mahakashyapa
Kasuga Taisha (jap), Kasuga Schrein, Nara; ehemals Ahnenschrein der Fujiwara
Kataoka (jap), Ort aus der Legende des Shōtoku Taishi, wo der Prinz einem Bettler half, der eigentlich ein Buddha war
Katsuragake Jinja (jap), Schrein in Ikenoue, Gifu-ken
Katsuragi-san (jap), Heiliger Berg der yamabushi, südwestl. von Nara; auch Yamato Katsuragi-san
Katsura Rikyū (jap), kaiserlicher Nebenpalast und -garten aus dem 17. Jahrhundert im Westen Kyōtos
Katsushika Hokusai (jap), 1760–1849; Maler und Zeichner. Bekanntester Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts
Katsushika Isai (jap), 1821–1880; ukiyo-e-Künstler; Schüler von Katsushika Hokusai
Kawanabe Kyōsai (jap), 1831–1889; Künstler und Karikaturist Ende Edo-, Anfang Meiji-Zeit
Kawazoe Noboru (jap), 1926–2015; japanischer Architekturkritiker
Kayō Fujin (jap), Dame Kayō; legendäre Kaisergemahlin, die eigentlich am Hof der chinesischen Qin-Dynastie (3. Jh. v.u.Z.) lebte, in der Literatur aber in eine indische Gestalt umgedeutet wurde; in jedem Fall soll sie eine Füchsin gewesen sein, die den Herrscher verhexte;
Kegon-shū (jap), Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Kehi Jingū (jap), alter und prestigereichster Schrein der Provinz Echizen, heute Fukui-ken
Keian Genju (jap), 1427–1508; Zen-Mönch aus West-Honshū, der nach Aufenthalt in China den konfuzianischen Philosophen Zhu Xi in Japan bekannt machte und die japanischen Standards zur Lesung chinesischer Texte reformierte
Keichū (jap), 1640–1701; philologischer Gelehrter, Vorläufer der kokugaku
Kei-ha (jap), Buddh. Bildhauerschule des japanischen Mittelalters; benannt nach ihren berühmtesten Vertretern Unkei und Kaikei
Keikō Tennō (jap), mythol. Herrscher, offiziell der 12. japanische Tennō, Sohn von Suinin Tennō, Vater von Yamato Takeru; mythol. Daten 71–130 u.Z.
Kenchō-ji (jap), Zen-Tempel in Kamakura
Kenkoku Kinen no Hi (jap), wtl. Tag zum Gedenken an die Gründungen des Landes; japanischer Nationalfeiertag am 11. Februar
Kennin-ji (jap), Bekannter Zen-Tempel in Kyōto, Gründung 1202
Kenrō Jishin (jap), indo-buddhistische Erdgöttin, auch jiten 地天; skt. Prthvi
Kentsū-ji (jap), nur durch Legenden belegter Name eines Tempels der Asuka-Zeit
Khotan (khotan), buddhistisches Königreich rund um die gleichnamige Oasenstadt im südl. Tarim-Becken, 56–1006 u.Z.; Knotenpunkt der Seidenstraße; chin. Yutian 于闐, heute Hetian (Hotan) 和田
Kichijō-ten (jap), Hindu-buddhistische Göttin des Glücks; wtl. „Gottheit des Guten Omens“; auch: Kisshōten; skt. Lakshmi
Jonathan Edward Kidder (west), 1922–2014; Japanologe und Archäologe an der International Christian University, Tōkyō
Kido Takayoshi (jap), 1833–1877; Staatsmann der Meiji-Zeit
Kifune Jinja (jap), alter Schrein für eine Wassergottheit im Norden Kyotos; Kifune bedeutet wörtlich „edles Schiff“
Kigensetsu (jap), ab 1873 Nationalfeiertag bzw. Reichsgründungstag Japans am 11. Februar; seit 1966 Kenkoku Kinen no Hi
Kii Hantō (jap), Halbinsel Kii, Wakayama-ken
R. Keller Kimbrough (west), 1968–; Japanologe an der University of Colorado
Kimono (jap), allg. Bez. für traditionelle jap. Kleidung
Kinai (jap), Region rund um die ehem. Hauptstadt Kyōto, bestehend aus den alten Provinzen Yamato, Yamashiro, Settsu, Izumi und Kawachi
Kinkaku-ji (jap), Goldener Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto, ursp. ein weltliches Teehaus
Kinmei Tennō (jap), 509–571; 29. Tennō Japans; r. 540?–571; Kinmei Tennō ist ein posthumer Name; sein eig. Herrschername lautete Amekuni-oshihiraki-hironiwa 天国排開広庭
Ki no Tsurayuki (jap), 872–945; Hofdichter, Herausgeber des Kokinshū
Kinpusen-ji (jap), Tempel in der Bergregion Yoshino, Nara-ken; wichtiger Tempel des Shugendō
Kinpusen (jap), Heiliger Gipfel in den Bergen von Yoshino, südl. von Nara
Kinryū no mai (jap), Schreinfest, wtl. Tanz des Goldenen Drachens; 1958 anlässlich des Wiederaufbaus der Haupthalle des Sensō-ji gegründet;
Kitabatake Chikafusa (jap), 1293–1354; Krieger und Gelehrter
Kitagawa Utamaro (jap), 1753–1806; ukiyo-e-Meister, vor allem für seine Frauenportraits berühmt
Kita-in (jap), Tendai-Tempel in Kawagoe in der Präfektur Saitama, 830 errichtet
Kitano Tenman-gū (jap), Kitano Tenman Schrein (Kyōto); einer der beiden Hauptschreine des Sugawara no Michizane, gegr. 947
Kita Reikichi (jap), 1885–1961; Philosoph und Politiker
Kita Sadakichi (jap), 1871–1939; regime-treuer Historiker und Archäologe der Zwischenkriegszeit
Ki-uji (jap), Haus Ki; höfische Adelsfamilie des japanischen Altertums
Kiyohime (jap), Heldin einer berühmten Legende aus der Heian-Zeit (10. Jh.); Sinnbild rasender Eifersucht
Kiyomizu-dera (jap), Tempel in Kyōto; der Name des Tempels leitet sich vom wunderwirkenden Wasserfall her (kiyomizu 清水 = „Reines Wasser“)
Kizuki no Ōyashiro (jap), Ursprünger Name des Izumo Taisha; kizuki bedeutet in etwa „festes Fundament“
Kobayakawa Hideaki (jap), 1577-1602; kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) später an Tokugawa Ieyasus Seite und verriet infolgedessen seinen Verbündeten Ōtani Yoshitsugu; Neffe von Toyotomi Hideyoshi
Kobayashi Eitaku (jap), 1843–1890; Meiji-zeitlicher Maler; auch Sensai Eitaku
Kodomo-no-hi (jap), Kinder- bzw. Knabenfest am 5.5.
Kohada Koheiji (jap), Figur des Kabuki-Theaters; Totengeist eines betrogenen Ehemannes
Koizumi Jun'ichirō (jap), 1942–; japanischer Premierminister; (r. 2001–2006)
Kokugakuin Daigaku (jap), Privatuniversität in Tokyo; Gründung als Ausbildungsstätte für Shintō-Priester 1882
Kokura (jap), Burgstadt und Zentrum der christlichen Mission in der Provinz Buzen, heute Stadtteil von Kitakyūshū
Kokūzō Bosatsu (jap), Bodhisattva des esoterischen Buddhismus, wtl. „Bodhisattva des [unermesslichen] Raumes“; skt. Bodhisattva Ākāśagarbha
Gerald Koll (west), 1966–; deutscher Kulturjournalist, Autor und Regisseur
Komachiya Sōzō (jap), 1893–1979; japanischer Anwalt und Kollege bzw. Dolmetscher von Eugen Herrigel
Komatsubara (jap), Ort, an dem Nichiren auf wundersame Weise einem Anschlag auf sein Leben entkam; heute befindet sich hier ein Nichiren Tempel
Konchi-in Sūden (jap), 1569–1633; Zen-Abt und religiöser Berater von Tokugawa Ieyasu; Verfasser des ant-christlichen Edikts von 1614 (Hai kirishitan bun) und von diversen Gesetzen zur Neuordnung religiöser Gruppierungen
Kongōbu-ji (jap), Haupttempel auf Berg Kōya, zentrales Heiligtum des Shingon Buddhismus
Kongōkai (jap), Vajra-Welt, Diamant-Welt; Welt der absoluten Erkenntnis des Dainichi Nyorai; s.a. Taizōkai
Kongōrin-ji (jap), Tendai Tempel in der Präfektur Shiga, östl. des Biwa-Sees; laut Gründungslegende bereits in der Nara-Zeit von Gyōki gegründet, später vom Tendai-Mönch Ennin ausgebaut.
Kongōyasha Myōō (jap), skt. Vajrayaksha, einer der Fünf Großen Myōō
Kong Zi (chin), verm. 551–479 v.u.Z.; chin. Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie; der latinisierte Name „Konfuzius“ (eine Kreation der Jesuiten des 16. Jh.s) leitet sich ab von Kong Fu Zi 孔夫子 (wtl. Lehrmeister Kong); auch bekannt unter seinem Geburtsnamen Kong Qiu 孔丘
Konoe Tennō (jap), 1139–1155, r. 1142–1155; 76. jap. Kaiser (Heian-Zeit)
Konohana Sakuya-hime (jap), Prinzessin der aufblühenden Baumblüten; Ehefrau des Ninigi; später auch als Gottheit des Berges Fuji angesehen.
Konpira-san (jap), vor allem für Seeleute wichtige, gemischt-rel. Kultstätte in Shikoku; seit der Meiji-Zeit offiziell ein Schrein namens Kotohira-gū, doch haben sich sowohl die buddhistischen Elemente als auch die alte Bezeichnung „Konpira“ bis heute gehalten
Konsei-sama (jap), phallische, als Gottheit verehrte Steinformationen in Nord-Japan
Kosala (skt), Geburtsland des Buddha Shakyamuni
Reinhart Koselleck (west), 1923–2006; deutscher Historiker des 20. Jahrhundert
Kotoshiro-nushi (jap), mythol. Gottheit; Sohn und Thronfolger des Ōkuninushi; in etwa „Meister des Wortwissens“
Kōbō Daishi (jap), Ehrentitel von Kūkai
Kōdai-ji (jap), Tempel der Rinzai-Schule des Zen Buddhismus in Kyōto, 1606 errichtet
Kōdōkan (jap), Akademie der konfuzianischen Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki
Kōfuku-ji (jap), Tempel des Hossō-Buddhismus; einer der Sieben Großen Tempel von Nara
Kōgyoku Tennō (jap), 594–661; weibliche Tennō, r. 642–645; herrschte ein weiteres Mal unter dem Namen Saimei, 655–661
Kōken Tennō (jap), 718–770; japanische Kaiserin; r. 749–758 und 764–770 unter dem Namen Shōtoku 称徳
Kōmei Tennō (jap), 1831–1867; 121. Tennō Japans; (r. 1846–1867); letzter Tennō der Edo-Zeit, Vorgänger und Vater des Meiji Tennō
Kōmeitō (jap), „Partei der öffentlichen Sauberkeit“, buddhistisch orientierte politische Parlamentspartei
Kōmoku-ten (jap), Wächter des Westens der Shi-Tennō, wtl. „Der, der alles sieht“; skt. Virūpākṣa
Kōno Michinobu (jap), 1156–1223, Kriegsherr der Kamakura-Zeit; Großvater des Religionsgründers Ippen
Kōya-san (jap), Klosterberg südl. von Nara; sprituelles Zentrum des Shingon Buddhismus
Kōyō Taishi (jap), ikonographisches Motiv des „pietätvoll opfernden Prinzen“ Shōtoku Taishi
Koyasu Kannon (jap), Kannon als Beschützer der Kinder
Josko Kozic (west), deutscher Japanologe
Johannes Kraus (west), 1892–1946; Jesuit und erster Chefredakteur der Monumenta Nipponica
Kshitigarbha (skt), „Schatzhaus/Mutterleib der Erde“, populärer Bodhisattva (jap. Jizō 地蔵)
Kubilai Khan (chin), 1215–1294; Großkhan der Mongolen; Kaiser von China; Begründer der Yuan-Dynastie
Kubira-ten (jap), Anführer der Zwölf Göttlichen Generäle; auch als Konpira 金比羅, Wächtergottheit der Seefahrer und Fischer, bekannt
Kubota Mantarō (jap), 1889–1963, japanischer Schriftsteller
Kuiji (chin), 632–682; auch Ji 基; posthumer Ehrenname Cien Dashi 慈恩大師 (jap. Jion Daishi); chinesischer Mönch und Schüler von Xuanzang; gilt als Begründer der Schulrichtung Faxiang (jap. Hossō-shū)
Kujaku Myōō (jap), Pfauen-Weisheitskönig; myōō mit milden, bodhisattva-ähnlichen Zügen, der auf einem Pfau reitend dargestellt wird; abgeleitet von einer weiblichen indischen Gottheit namens Mahāmāyūrī
Kumagai Naozane (jap), 1141–1208; berühmter Soldat in Diensten des Minamoto-Clans, der im Genpei-Krieg kämpfte
Kumano (jap), Region im Süden der Halbinsel Kii (Wakayama-ken), bekannt für ihre alten Pilgerzentren (s. Kumano Sanzan)
Kumano Sanzan (jap), „Drei Berge von Kumano“ oder auch drei Klöster von Kumano; zusammenfassende Bez. für drei Pilgerstätten auf der Halbinsel Kii: Kumano Hongū, Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha, die allerdings erst seit 1868 als Shintō-Schreine klassifiziert werden; Zentren des Shugendō
Kumarajiva (skt), 344–413; buddh. Gelehrter und Übersetzer (jap. Kumaraju 鳩摩羅什)
Kumazawa Banzan (jap), 1616–1691; neo-konfuzianischer Gelehrter der frühen Edo-Zeit
Kume Kunitake (jap), 1839–1931, japanischer Gelehrter der Meiji-Zeit; als junger Mann Sekretär der Iwakura Mission (1871–73), später Professor für Geschichte an der Kaiserlichen Universität Tōkyō
Kundali (skt), „Geringelt, schlangenhaft“, Beinamen eines der Fünf Großen Myōō (jap. Gundari 軍荼利)
Kung-fu (chin), wtl. Aufwand, Geschick (etwas durch Anstrengung Erreichtes); heutzutage übliche Bezeichnung für die meisten chin. Kampfsportarten; Pinyin: gongfu
Kuni no Tokotachi (jap), mythologische Urgottheit des Shintō
Kunisaki-hantō (jap), Halbinsel Kunisaki, Präfektur Ōita, Kyūshū; Region im Hinterland des Usa Hachiman-gū, bekannt für ihre zahlreichen Tempel und Steinskulpturen
Kunō-zan (jap), erste Begräbnisstätte und Schrein für Tokugawa Ieyasu; Ieyasu wurde hier unmittelbar nach seinem Tod beigesetzt, nach dem Transfer seiner sterblichen Überreste nach Nikkō wurde hier ein Zweigschrein des Tōshō-gū errichtet
Kurama-dera (jap), Tempel im Norden Kyōtos, wo unter anderem Bishamon-ten, der Hüter des Nordens, als Beschützer der Hauptstadt verehrt wurde.
Kurita Hiroshi (jap), 1835–1899; japanischer Historiker aus dem Fürstentum Mito, brachte die „Große Geschichte Japans“ (Dai Nihon-shi) zum Abschluss
Kuroda Toshio (jap), 1923–1993; Historiker und Religionswissenschaftler
Kurosawa Akira (jap), 1910–1998; zählt zu den bekanntesten japanischen Filmregisseuren; v.a. bekannt für Historiendramen wie Rashomon (1950), Die Sieben Samurai (1954) oder Ran (1985).
Kusanagi no Tsurugi (jap), wtl. Grasmähe-Schwert; auch Ama no murokumo no tsurugi; mythol. Schwert, das Susanoo im Schwanz der Schlange Yamata no Orochi fand und das später Teil der Throninsignien (sanshu no jingi) des Tennō-Geschlechts wurde
Kusha-shū (jap), Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Kushinada-hime (jap), Ehefrau Susanoos, Mutter bzw. Ahnin Ōkuninushis
Kushinagara (skt), Ort von Buddhas Ableben (jap. Kushinagara 拘尸那愒羅)
Kusunoki Masashige (jap), 1294?–1336; Feldherr und loyaler Gefolgsmann von Go-Daigo Tennō
Kūkai (jap), 774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishi
Kūya (jap), Wanderprediger des 10. Jh.s
Kuzunoha (jap), Fuchsgeist in Frauengestalt, wtl. „Rankenblatt“; angebl. Mutter des Magiers Abe no Seimei
Kyōbu-shō (jap), Ministerium für religiöse Angelegenheiten, 1872–1877
Kyōgoku Takatsugu (jap), 1563–1609; Daimyō und Gründer des Kyōgoku-Clans
Kyōkai (jap), buddhistischer Mönch des Yakushi-ji 薬師寺 (ein Tempel der Hossō-Schule) zur Nara-Zeit
Kyōto (jap), von 894 bis 1869 Sitz des Tennō und damit offizielle Hauptstadt Japans. Im Lauf der Zeit unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, u.a. Heian-kyō
Kyūshū (jap), „Neun Provinzen“; süd-westliche der vier japanischen Hauptinseln, drittgrößte und zweitbevölkerungsreichste Insel; heute bestehend aus acht Präfekturen
L
William LaFleur (west), 1936–2010; amerikanischer Japanologe und Buddhismusforscher; lehrte u.a. in Princeton
Lakshmi (skt), hindu-buddhistische Göttin der Anmut und der Liebe; Begleiterin Vishnus (jap. Kichijō-ten 吉祥天)
Laozi (chin), trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; wtl. „alter Knabe“; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus
Leshan (chin), wtl. Berg der Freude; Ort in Sichuan, China, mit großem Felsenbuddha aus dem 8. Jh.
Liang Wu Di (chin), 464–549; auch: Kaiser Wu, r. 502–549; Gründer der kurzlebigen Liang-Dynastie (502–557/587) und bedeutender Förderer des chinesischen Buddhismus
Li Ji (chin), schlangentötende Heldin aus der Geschichtensammlung Soushenji 搜神記 („Geistersuche“, 4. Jh.) von Gan Bao 干寶.
Li Longmian (chin), 1049–1106; chinesischer Maler-Mönch der Song-Zeit; jap. Ri Ryūmin
Lingyin Si (chin), Chan Tempel in Hangzhou, südwestl. von Shanghai; gegr. 328; wtl. Tempel des ruhenden Geistes; u.a. bekannt für zahlreiche Felsskulpturen
Linji (chin), ?–866; chin. Chan-Patriarch; jap. Rinzai
Rob Linrothe (west), 1951–; amerikanischer Kunsthistoriker und Professor an der Northwestern University in Evanston, Illinois
Li Shengtian (chin), r. 912–966; auch bekannt als Visa Sambhava; König von Khotan, einer Oase an der Seidenstraße am südlichen Rand des Tarim-Beckens
Longmen (chin), Ort in Henan, China, bekannt für eine eindrucksvollen Gruppe von Felsengrotten und Nischen, in denen zehntausende buddhistische Statuen aus dem Felsen herausgeschlagen sind. Die meisten Statuen stammen aus der Wei (220–265) und Tang-Dynastie, also in etwa aus der Zeit von 400 bis 750, die bedeutendsten aus der Zeit der Kaserin Wu Zetian (r. 690–705).
Jorge de Loyola (west), 1562?–1589; japanischer Mönch (iruman) des Jesuitenordens, Begleiter der Tenshō-Mission
Lumbini (skt), Geburtsort des Gautama Siddhartha (Buddha Shakyamuni). (jap. Ranbini 藍毘尼)
Martin Luther (west), 1483–1546; christlicher Priester und Theologe; bedeutendster Vertreter der protestantischen Reformation im deutschspr. Raum
M
Macau (west), 1557–1999 portugiesischer Handelsstützpunkt in Südchina, heute Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China
Magadha (skt), Nordostindisches Königreich das im 6. bis 4. Jh. v.u.Z. seine Blütezeit erreichte
Mahakala (skt), „Großer Schwarzer“, esoterische Gottheit (jap. Makakara 摩訶迦羅 oder Daikoku 大黒)
Mahakashyapa (skt), Schüler Buddhas (jap. Daikashō 大迦葉)
Mahavairocana (skt), „Große Sonne, Großes Licht“, auch Vairocana (jap. Dainichi 大日)
Mahayana (skt), „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung (jap. daijō bukkyō 大乗)
Maheshvara (skt), „Großer Herr/Gott“, Beinamen des Shiva (jap. Daijizai-ten 大自在天)
Maitreya (skt), „Der Freundliche, der Liebevolle“, Buddha der Zukunft (jap. Miroku 弥勒)
Makakara (jap), skt. Mahakala, „Großer Schwarzer“; alternativer Name des Glücksgotts Daikoku
Makakara-ten (jap), Synonym von Daikoku-ten, skt. Mahakara
Makiguchi Tsunesaburō (jap), 1871–1944; Gründer der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
Makimuku (jap), Region im Nara-Becken, wo die frühesten Hügelgräber (kofun) des Yamato-Reichs verortet werden
Malananda (skt), buddhistischer Mönch des vierten Jahrhunderts, der 384 am Hof des koreanischen Reichs Baekje gelehrt haben soll
Mame Daishi (jap), „Dämonenvernichtender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
Manga (jap), wtl. „zehntausend Bilder“; ehemals eine Art von Infotainment, heute japanische Comics
Mangan Zenji (jap), „Meditations-Meister Mangan“; buddhistischer Mönch der Nara-Zeit
Manjushri (skt), Bodhisattva der Weisheit (jap. Monju 文殊)
Manpuku-ji (jap), Haupttempel des Ōbaku-Zen in Kyōto
Mara (skt), Dämon des Bösen, eine Art Äquivalent des Satans im Buddhismus (jap. Mara 魔羅)
Marco Polo (west), 1254–1324; venezianischer Händler, der durch seine Reiseberichte über China bekannt wurde
Maruyama Masao (jap), 1914–1996; jap. Politikwissenschaftler und Historiker
Maruyama Ōkyo (jap), 1733-1795; jap. Maler
Mathura (skt), Stadt in Nordindien, zur Zeit der Kushana Dynastie (2.–3. Jh. u.Z.), wichtiges buddhistisches Zentrum; gilt auch als Geburtsstätte Krishnas
Matsudaira Naomasa (jap), 1601–1666; Daimyō von Izumo
Matsunoo Taisha (jap), Matsunoo Schrein (auch: Matsuo Schrein), Kyōto; Hauptgottheiten: Ōyamakui und Nakatsushima-hime
Matsura (jap), alter Regionalbezirk in Nord-Kyūshū, heute Matsuura; auch Familienname dortiger Fürsten
Matsura Sayohime (jap), legendäre Figur eines jungen Mädchens, das als Menschenopfer für eine Schlangengottheit ausersehen ist, diese aber Kraft ihrer Tugend aus dem Schlangendasein erlöst
Maudgalyayana (skt), Schüler des Buddha; mit übersinnlichen Fähigkeiten begabt, war es ihm möglich, die Unterwelt zu besuchen; in ostasiatischen Versionen seiner Legende errettet er dort seine Mutter (jap. Mokuren 目連)
Maya (skt), Mutter des Buddha shakyamuni
Levi McLaughlin (west), amerikanischer Japanologe und Religionswissenschaftler an der North Carolina State University
Neil McMullin (west), 1940–; kanadischer Japanologe und Religionshistoriker, Prof. emer. der Universität Toronto
Meiji (jap), posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benannt
Meiji Ishin (jap), Meiji Restauration, wtl. Meiji-Erneuerung, umfasst den politischen Umsturz 1867–68 und die nachfolgende Konsolidierung Japans als moderner Nationalstaat
Meiji Jingū (jap), Schrein des Meiji Tennō in Tōkyō, err. 1920
Meiji Tennō (jap), 1852–1912; 122. japanischer Kaiser (r. 1867–1912); Namensgeber und politische Symbolfigur der Meiji-Zeit; Eigenname: Mutsuhito
Meister Eckart (west), 1260?–1328?; christlicher Theologe und Mystiker aus Gotha, Thüringen; eig. Eckhart von Hochheim
Menander I. (west), r. 165?–130? v.u.Z.; indo-griechischer König, auch König Menandros, skt. Mirinda
Tommi Mendel (west), 1970–; Schweizer Ethnologe und Religionswissenschaftler
Diogo de Mesquita (west), 1553–1614; Missionar des Jesuitenordens in Japan, Begleiter der Tenshō-Gesandtschaft, Pädagoge
Mii-dera (jap), Tendai-Tempel am Biwa-See in Shiga-ken; wtl. Drei-Quellen-Tempel
Mikasa-yama (jap), Heiliger Berg östlich von Nara, an dessen Fuß der Kasuga Taisha errichtet wurde; auch Kasuga-yama
Mimana (jap), Gebiet auf der koreanischen Halbinsel, das bis 562 mit Japan alliiert war und früher sogar als „japanische Kolonie“ bezeichnet wurde; koreanische Aussprache: Imna (임나); auch bekannt als Gaya oder Kaya (가야)
Mimuro (jap), anderer Name für Berg Miwa in der heutigen Präfektur Nara
Minamoto (jap), Kriegerfamilie, die 1185 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Kamakura Shōgunat, 1185–1333
Minamoto no Tametomo (jap), 1139–1170; auch als Chinzei Hachirō Tametomo bekannt; legendärer Bogenschütze der späten Heian-Zeit aus dem Haus der Minamoto; wurde auf der Halbinsel Izu als Gott verehrt; gilt auch als legendärer Begründer der Herrscherdynastie von Okinawa
Minamoto no Yorimitsu (jap), 948–1021, auch Minamoto Raikō; Krieger aus der Dynastie der Minamoto; zusammen mit seinen vier Vasallen, die auch als Shi-Tennō bezeichnet werden, ist er Held zahlreicher Legenden
Minamoto no Yoritomo (jap), 1147–1199; Feldherr, Staatsmann, Begründer des Minamoto Shōgunats
Minamoto no Yoriyoshi (jap), 998–1076; Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte in den Kämpfen gegen Rebellen aus dem Norden in den Jahren 1051–1063; unter Yoriyoshi und seinem Sohn Yoshiie etablierten sich die Minamoto als Kriegsherrn in Ostjapan und setzten damit den Grundstein für das spätere Kamakura-Shōgunat
Minamoto no Yoshinaka (jap), 1154–1184; General im Genpei Krieg; Cousin und Rivale des Minamoto no Yoritomo
Minamoto no Yoshitsune (jap), 1159–1189; japanischer Feldherr und Halbbruder von Minamoto no Yoritomo
Ming (chin), chin. Herrschaftsdynastie, 1368–1644
Minobu-san (jap), Berg bzw. Tempelanlage in Yamanashi-ken, unweit des Fuji-san; Pilgerzentrum des Nichiren Buddhismus
Miroku (jap), Bodhisattva Maitreya, „Buddha der Zukunft“
Mitama Matsuri (jap), Ahnenfest (wtl. Seelen-Fest) am Yasukuni Jinja in Tōkyō; wurde 1947 in Anlehnung an das Bon-Fest entwickelt
Mito (jap), Fürstentum bzw. Stadt im Nordosten der Kantō-Ebene, heute Teil von Ibaraki-ken.
Mito-gaku (jap), Mito-Schule; konfuzianisch und Tennō-loyalistisch ausgerichtete Gelehrtentradition der Edo-Zeit mit Zentrum in Mito (heute Teil von Ibaraki-ken, nw. von Tōkyō)
Mitsumine Jinja (jap), Schrein in den Bergen von Chichibu, westlich von Tōkyō
Miwa (jap), Ort im südl. Nara-Becken; wtl. „drei Ringe“; Kurzbez. für den Ōmiwa Jinja
Miwa Jinja (jap), Miwa (auch Ōmiwa) Schrein, nahe Nara
Miwa-yama (jap), Berg Miwa im Süden von Nara
Miyajima (jap), Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schrein
Miyaji Naokazu (jap), 1886–1949; japanischer Shintō Historiker
Miyazaki Hayao (jap), 1941–; Regisseur, Autor und Zeichner von Manga und Anime wie Nausicaä, Totoro oder Chihiros Reise ins Zauberland
Mizuki Shigeru (jap), 1922–2015; Manga-Zeichner, u.a. bekannt für seine Gespensterdarstellungen (yōkai)
Mizuno Morinobu (jap), 1577–1637; Staatsbeamter der frühen Edo-Zeit, 1626–28 Verwalter von Nagasaki (Nagasaki bugyō); für die Einführung von fumie verantwortlich
Arthur Moeller van den Bruck (west), 1876–1925; nationalistischer deutscher Kulturhistoriker und Autor
Mokuren (jap), Schüler des Buddha; skt. Maudgalyayana; errettet seine Mutter aus der Hölle
Mongaku (jap), 1139–1203; politisch einflussreicher Shingon-Mönch des japanischen Frühmittelalters
Monju (jap), Manjushri, Bodhisattva der Weisheit
Monju Bosatsu (jap), Bodhisattva Manjushri; Schüler des historischen Buddha
Monmu Tennō (jap), 683–707; 42. Tennō Japans (r. 697–707), Enkel des Tenmu Tennō
Mononobe (jap), wtl. „Sippe der Dinge“; altjap. Klan, der gegen den Buddhismus eingestellt war
Mononobe no Moriya (jap), ?–587; Staatsmann und Oberhaupt des Mononobe-Clans
Christian Morgenstern (west), 1871–1914; deutscher Dichter, u.a. bekannt für seine Galgenlieder
Mori Sosen (jap), 1747-1821; jap. Maler; gilt als Meister der Affendarstellung
Mori Yoshirō (jap), 1937–; konservativer japanischer Politiker und Premierminister, 2000–2001
Motoori Norinaga (jap), 1730–1801; Shintō-Gelehrter der „nationalen Schule“ (kokugaku)
Mōri-shi (jap), einflussreicher Daimyō-Klan seit der Sengoku Jidai, in der Edo-Zeit Daimyō von Chōshū im Westen von Honshū
Mucilinda (skt), Name eines Drachens, der Buddha Shakyamuni während seiner Meditation vor Regen schützte
Mugaku (jap), 1226–1286; aus China stammender Zen-Mönch der Kamakura-Zeit
Mujū Ichien (jap), 1226–1312; buddh. Mönch und Autor essayistischer und anekdotischer Werke
Munakata Taisha (jap), Großschrein von Munakata, Kyūshū; besteht aus drei isolierten Teil-Schreinen — Hetsumiya, Nakatsumiya und Okitsumiya — von denen sich die beiden letzteren auf kleinen Inseln befinden; alle drei sind einem Ensemble von weiblichen Meeresgöttinnen geweiht
Mungo (west), kleines Raubtier aus der Familie der Mangusten; häufig dargestellt mit indischen Göttern des Reichtums; in Japan nicht heimisch und daher auch als Maus oder Ratte interpretiert
Muromachi (jap), Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
Murō-ji (jap), alter Shingon-Tempel südöstlich von Nara, ehem. bekannt für seine Regenriten (amagoi)
Myōan Yōsai (jap), 1141–1215; Zen-Möch, Begründer des jap. Rinzai Zen. Auch Eisai.
Myōhō-ji (jap), Tempel der Nichiren-shū in der Präfektur Yamanashi.
Myōjin (jap), Titel für eine Schreingottheit (kami), z.B. Kanda Myōjin
Myōshin-ji (jap), Zen Tempel in Kyōto, dem Yakushi Nyorai geweiht
N
Nachi no Taki (jap), größter frei fallender Wasserfall Japans (133m) in der Region Kumano; rel. Kultstätte, an der sich auch der Großschrein von Nachi (Nachi Taisha) befindet
Nagarjuna (skt), 2.–3.Jh. u.Z.; legendenumwobener buddhistischer Denker, der als richtungsweisender Philosoph des Mahayana-Buddhismus angesehen wird und Konzepte wie „Leerheit“ oder „Zwei Wahrheiten“ systematisierte (jap. Ryūju 龍樹)
Nagashino (jap), Burg der Sengoku-Zeit
Nagasune-hiko (jap), Stammesführer im alten Yamato und „Endgegner“ im mythologischen Feldzug des Jinmu Tennō; auch Tomi no Nagasune-biko 登美能那賀須泥毘古 (Kojiki)
Nagatsune-hiko (jap), mythologischer Heerführer; Gegner des Jinmu Tennō
Naikū (jap), Innerer Schrein von Ise, Amaterasu geweiht
Nakamise (jap), Zugangsweg und Einkaufsstraße des Tempels Sensō-ji (Asakusa-dera, Tōkyō)
Nakamura Hajime (jap), 1912–1999; japanischer Philosoph und Buddhologe; Erforscher von vedischen, hinduistischen und buddhistischen Schriften
Nakasone Yasuhiro (jap), 1918–2019; japanischer Premierminister, r. 1982–1987
Nakatomi (jap), Adelsgeschlecht der Antike
Nakatomi no Kamatari (jap), 614–669; Staatsmann und Ahnherr der Fujiwara
Nakatsumiya (jap), Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Göttin Tagitsu-hime geweiht; wtl. „Mittel-Schrein“, auf einer Insel unweit des „Festlands“ von Kyūshū situiert
Nakaura Julian (jap), 1568?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später katholischer Priester und Märtyrer
Nakayama Miki (jap), 1798–1887; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Tenrikyō, 1838
Nanbokuchō (jap), Zeit der Nord- und Süd-Dynastie, 1336–1392
Nandaimon (jap), Südliches Haupttor einer Tempelanlage; v.a. Haupttor des Tōdaiji in Nara
Naniwa (jap), antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba)
Nantai-san (jap), Berg in der Präfektur Tochigi; eines der drei Hauptheiligtümer des Futarasan Jinja
Nanzen-ji (jap), Haupttempel der Nanzen-Schule in Kyōto; 1291 errichtet
Nara (jap), Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō
Nara-bonchi (jap), Becken im Norden der Präfektur Nara in welchem auch die Stadt Nara liegt
Nasuno (jap), „Nasu-Ebene“; in der Präfektur Tochigi, westlich der Stadt Nasu
Nelly Naumann (west), 1922–2000; deutsche Japanologin und Mythenforscherin
Nebukadnezar (west), ca. 640–562 v.u.Z.; Nebukadnezar II. war König des Neubabylonischen Reiches; ihm werden die Zerstörung des Tempels von Jerusalem und die Errichtung der Babylonischen Gärten zugeschrieben; r. 634–562
Liam Neeson (west), 1952–; irischer Filmschauspieler, der in einem Spielfilm vom Martin Scorsese den Jesuiten Cristóvão Ferreira verkörperte; dieser wurde im Japan des 17. Jh. zur Apostasie gezwungen und half Japanern bei der Verfolgung anderer Christen
Ne no Kuni (jap), wtl. Wurzelland, auch Ne no Katasukuni 根之堅州國; Unterwelt
Nichiren (jap), 1222–1282; Begründer des Nichiren Buddhismus
Nichiren Shōshū (jap), wtl. „wahre Schule des Nichiren“; Untergruppe des Nichiren Buddhismus, gegr. 1912
Nichiren-shū (jap), Nichiren Schule; Sammelnamen für Schulen in der Tradition Nichirens, aber auch Namen einer bestimmten Schule innerhalb des heutigen Nichiren Buddhismus; nicht zu verwechseln mit der 1912 gegr. Nichiren Shōshū
Nichiro Sensō (jap), Russo-japanischer Krieg, Feb. 1904 – Sept. 1905, um Einfluss über Korea und die Mandschurei; gilt als erster Sieg einer asiat. Nation über eine europ. Großmacht
Nichizō (jap), 1269-1342; Mönch der Nichiren Schule
Nigihayahi (jap), mythologische Gottheit; Urahn des Klans der Mononobe
Nihon/Nippon (jap), Japan; wtl. Sonnenursprungs[land]
Nihon-ji (jap), wtl. „Japan-Tempel“; Tempel auf der Halbinsel Bōso, im Südosten Tōkyōs
Nikkō (jap), Tempel-Schreinanlage im Norden der Kantō-Ebene, Präf. Tochigi; beherbergt u.a. den Tōshō-gū Schrein
Ninigi (jap), mytholog. Gottheit, Enkel Amaterasus
Ninna-ji (jap), Großer, buddhistischer Tempelkomplex der Shingon-shū in Kyōto; 888 errichtet
Ninshō Ryōkan (jap), 1217–1303; Shingon-Abt in Kamakura
Nintoku Tennō (jap), eig. Ōsazaki; semi-historischer Tennō der Frühzeit, der als Inbegriff des weisen, gerechten Herrschers gilt
Nirvana (skt), „Erloschen, ausgelöscht“, Ort der Erlösung von allem Leid, absolutes Jenseits (jap. Nehan 涅槃)
Nishi Hongan-ji (jap), Westlicher Hongan-Tempel in Kyōto; Haupttempel der Honganji-Linie des Jōdo-Shin Buddhismus; s.a. Östlicher Hongan-Tempel (Higashi Hongan-ji)
Nishikawa Sukenobu (jap), 1697?–1756; früher ukiyo-e Meister
Nishinomiya Jinja (jap), Ebisu Schrein in der Stadt Nishinomiya, Hyōgo-ken, bei Ōsaka
Nishizaka (jap), im 17. Jh. Hinrichtungsstätte der Stadt Nagasaki, wo vor allem zahlreiche Christen ihr Ende fanden
Nitchō (jap), 1441–1510; Mönch der Nichiren-shū und Verfasser einer Biographie Nichirens
Niukawakami Jinja (jap), alter Schrein für eine Wassergottheit im Süden von Nara;
Niu Myōjin (jap), weibliche Shintō-Gottheit, die laut Legende Kūkai erlaubte seinen Tempel auf Berg Kōya zu errichten
Niu-tsu-hime Jinja (jap), ehem. Hauptschrein der Provinz Kii (heute Wakayama-ken) und Schutzschrein des Tempelbergs Kōya; auch als Amano Niu Schrein bekannt
(jap), traditionelles jap. Theater mit charakterstischem Tanz, Gesang und Masken; entwickelte sich im 14. Jh. aus dem volkstümlichen dengaku (Feld- oder Bauern-Theater) und avancierte zur repräsentativen Theaterform der Kriegerelite (bushi)
Nōfuku-ji (jap), Buddhistischer Tempel in Kita Sakasegawa, Kōbe; im Jahr 805 vom Mönch Saichō gegründet.
Nōin (jap), 988-1051?; buddhistischer Dichtermönch
Nüwa (chin), Schöpfergottheit aus der chinesischen Mythologie; Ehefrau von Fuxi
Nyoho-san (jap), Berg in der Präfektur Tochigi und eines der drei Hauptheiligtümer des Futarasan Jinja
Nyoirin Kannon (jap), Kannon mit Wunscherfüllungs-Perle (nyoi no tama)
O
O-bon (jap), Fest der Ahnen; Bon-Fest
Oda Nobunaga (jap), 1534–1582, Kriegsfürst, Reichseiniger
Odysseus (west), griechische Sagenfigur, bekannt durch seine Rolle im Kampf um Troja (Illias) und seine Irrfahrten (Odyssee)
Ogata Kōrin (jap), 1658–1716; Edo-zeitlicher Maler
Ohara Koson (jap), 1877-1945; jap. Maler des modernen ukiyo-e-Stils; auch als Shōson 祥邨 oder Hōson 豊屯 bekannt
Oiwa (jap), weiblicher Totengeist der Edo-Zeit; „Lampiongespenst“
Okame (jap), Volkstümliche Glücksgöttin, auch Otafuku; wird mit der mythologischen Göttin Ame no Uzume gleichgesetzt
Okayama-han (jap), Daimyat Okayama (Edo-Zeit); heute Präfektur Okayama im Westen der Hauptinsel Honshū
Okiku (jap), weiblicher Totengeist aus der Edo-Zeit; „Tellergespenst“
Okinawa (jap), südlichste Präfektur Japans; umfasst eine Inselkette, die bis Mitte des 19. Jh.s ein eigenes Königreich, Ryūkyū, darstellte; noch heute sind deutliche sprachliche und kulturelle Unterschiede zur japanischen Mehrheitskultur feststellbar
Oki-no-shima (jap), Schreininsel mit dem Schrein Okitsumiya, einem Teilschrein des Munakata Taisha, 60km von der Küste entfernt
Okitsumiya (jap), Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Meeresgöttin Tagori-hime geweiht; wtl. „Meeres-Schrein“, auf einer kleinen Insel 60 km nördlich des „Festlands“ von Kyūshū situiert; die Insel dürfte im japanischen Altertums einen wichtigen Stützpunkt für die Seefahrt dargestellt haben;
Oku-no-in (jap), wtl. Innerste [Tempel-] Halle; oft auch Mausoleum
Ondake Jinja (jap), Schrein auf der Insel Iki, Kyūshū
Onjō-ji (jap), auch Mii-dera 三井寺; Tendai-Tempel am Biwa-See, unweit des Hiei-zan; Haupttempel der sogenannten Tempel-Fraktion (jimon 寺門) des Tendai Buddhismus
Onmyōdō (jap), Weg von Yin und Yang; Disziplin der Divination und der magischen Heilkunst; auch on’yōdō oder in’yōdō
Onogoroshima (jap), Mythologischer Ursprungsort Japans; die „von selbst geronnene Insel“
Ono no Komachi (jap), 825?–900?; Heian-zeitliche Dichterin und Hofdame
Ono no Takamura (jap), 802–853; jap. Dichter und Gelehrter
Herman Ooms (west), 1937–2023; belgisch-amerikanischer Japanologe, lehrte u.a. an der University of California, Los Angeles
Origuchi Shinobu (jap), 1887–1953, jap. Volkskundler und Religionswissenschaftler
O-shōgatsu (jap), Neujahr, Neujahrsfest; auch Shōgatsu
Osore-zan (jap), „Angst-Berg“; rel. Zentrum in Aomori-ken (Nordjapan), das als Abbild der Totenwelt gilt
Otafuku (jap), komödiantische weibliche Glücksgottheit, wtl. „Großes Glück“; auch Oto-goze, Okame; andere Schreibungen 阿多福
Oto-goze (jap), Nonne Oto; komödiantische weibliche Maske des kyōgenTheaters; Glücksgottheit
Otoko-yama (jap), Hügel im SW Kyotos, auf dem sich der einst mächtige Iwashimizu Hachiman-gū befindet
Otowa-no-taki (jap), Wasserfall bzw. namensgebender Quellfluss des Kiyomizu-dera (Tempel des klaren Wassers) in Kyōto
Owari (jap), historische Provinz auf dem Gebiet der heutigen Präfektur Aichi; auch Edo-zeitliches Daimyat
P
Pali (skt), mittelindische Sprache, eng verwandt mit dem Sanskit; Sprache der frühesten kanonischen Texte des Buddhismus
Pangu (chin), Urtümlicher Riese in der chinesischen Mythologie
Parvati (skt), weibl. indische Gottheit; Gemahlin/Gespielin des indischen Gottes shiva; auch Umā
Ulrich Pauly (west), geb. 1948; Japanologe und Publizist
Pei Songzhi (chin), 372–451; chinesischer Historiker der Liu Song-Dynastie (420–479); bekannt für seine Überarbeitung der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi) von Chen Shou
Penglai (chin), daoistische Insel (Berg) der Unsterblichkeit, im Osten gedacht, daher manchmal mit Japan identifiziert; jap. Hōrai
Matthew Perry (west), 1794–1858; amerikanischer Admiral (Commodore), der 1853–1854 die Öffnung der japanischen Häfen für amerikanische Schiffe erwirkte
Pindola (skt), bekannter Vertreter der arhats (buddhistischer Heiliger) (jap. Binzuru 賓頭盧)
Pindola Bharadvaja (skt), bekanntester Vertreter der arhats, besser bekannt als pindola (jap. Binzuru 賓頭盧 oder Bindora Baradaja 賓度羅跋羅惰闍)
Potalaka (skt), imaginärer Berg bzw. Insel, Wohnort des Avalokiteshvara (jap. Fudaraku 補陀落)
Prajapati (skt), Tante und Ziehmutter des Buddha shakyamuni; zugl. Name einer vedischen Gottheit
Prthivi (skt), Göttin der Erde (jap. Jiten 地天)
Q
Qianlong (chin), 1711–1799; vierter Kaiser der Qing-Dynastie (r. 1735–1796); gilt als mächtigster und bedeutendster Kaiser seiner Dynastie
Qici (chin), chin. Bettelmönch aus dem 10. Jh., besser bekannt unter seinem Spitznamen Budai, „Jutesack“ (jap. Hotei)
Qing (chin), chin. Herrschaftsdynastie (Mandschu-Herrschaft), 1644–1911
R
Rahula (skt), Sohn des Buddha; einer gängigen Auslegung zufolge bedeutet der Name „Fessel“, „Hindernis“ (jap. Ragora 羅睺羅)
Raigō (jap), 1002–1084; Tendai-Mönch des Mii-dera; Protagonist einer schaurigen Legende
Raijin (jap), Donnergott; auch Rai-ten
Rajagrha (skt), Hauptstadt von Magadha und Ort des ersten buddhistischen Konzils, kurz nach dem Ableben Buddhas; heute Rajgir
Rajō-mon (jap), südl. Haupttor einer klassischen Stadtanlage; insbes. Haupttor von Heian-kyō (heute Kyōto), 980 zerstört
Fabio Rambelli (west), Japanologe und Religionshistoriker an der University of California, St. Barbara
Ian Reader (west), britischer Religionsanthropologe, Prof. emer. Manchester
Rennyo (jap), 1415–1499; Mönch der Jōdo Shin-Schule
Rinnō-ji (jap), buddh. Tempel in der rel. Anlage von Nikkō
Rinzai (jap), chin. Linji; chin. Chan Patriarch und Namensgeber der japanischen Rinzai-shū
Rinzai-shū (jap), Rinzai-Schule des jap. Zen Buddhismus
Risshū (jap), „Schule der Ordensregeln“ (skt. Vinaya); Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen;
João Rodrigues (west), 1561/62–1633; portugiesischer Missionar der Jesuiten in Japan; betreute die Entstehung von Nippo jisho und Arte da lingoa de Iapam
Roku Kannon (jap), Sechs (Erscheinungsformen von) Kannon, entsprechend den Sechs Wegen
Rozan-ji (jap), Tendai-Tempel, gegründet 938 von Ryōgen für den Bedarf der kaiserlichen Familie, später u.a. von Murasaki Shikibu, der Autorin des Genji monogatari, bewohnt
Brian Ruppert (west), Japanologe und Religionshistoriker, Universität Kanagawa, Yokohama
Ryōan-ji (jap), wtl. Tempel des friedlichen Drachens; Zen-Tempel (Teil des Myōshin-ji) mit bekanntem Steingarten in Kyōto
Ryōbu Shintō (jap), Shintō-Interpretation des Mittelalters; wtl. „Shintō der beiden Teile“
Ryōgen (jap), 912–985; 18. Abt (zasu) der Tendai-Schule; unter Namen wie Jie Daishi, Ganzan Daishi, Tsuno Daishi oder Mame Daishi auch als Schutzheiliger populär
Ryōhen (jap), buddh. Mönch des 15. Jh.s; Shintō-Theoretiker
Ryōzen (jap), Maler-Mönch des Tōfuku-ji, Kyoto, aktiv 14. Jh.
Ryōzen-ga-saki (jap), Ort, wo Nichiren im Jahr 1271 Regen erwirkt haben soll; wird üblicherweise mit Inamura-ga-saki, einem Felsenriff bei Kamakura, identifiziert
Ryōzen Jōdo (jap), Reines Land im Nichiren Buddhismus; Ryōzen, wtl. mystischer Berg, stellt einen Anspielung auf den Geierberg (auch: Ryōjū-sen 霊鷲山, Berg des mystischen Geiers) dar, wo Buddha u.a. das Lotos Sutra vorgetragen haben soll (s.a. Juhō-sen, Grdhrakuta)
Ryūgū (jap), Drachenpalast; mythologischer Ort am Meeresgrund
Ryūju (jap), skt. Nagarjuna, buddh. Mönch, 2. Jh.; wtl. Bed. „Drachenbaum“
S
Sado (jap), Insel im Nordosten Japans, die von vormodernen Regierungen gern als Verbannungsort politischer Gegner genützt wurde
Saga Tennō (jap), 786–842; 52. japanischer Kaiser; (r. 809–823)
Saichō (jap), 767–822; Gründer des Tendai-Buddhismus; auch bekannt als Dengyō Daishi
Saidai-ji (jap), Buddhistischer Tempel in Nara, err. 765, Haupttempel der Shingon Risshū Schule
Saigyō (jap), 1118–1190; eigentlich: Satō Norikiyo; japanischer Mönch und Dichter
Sai no Kawara (jap), Ufer des Flusses der Unterwelt
Saitama-ken (jap), Präfektur in der Kantō-Region Japans, nördlich von Tōkyō
Sakai Tadakatsu (jap), 1587–1662; Staatsbeamter und Daimyō; 1624–1638 Mitglied des obersten Regierungsrats (rōjū)
Sake (jap), Reiswein
Sakuma Shōzan (jap), 1811–1864; Gelehrter des Konfuzianismus, des Militärwesens und der Rangaku (westliche Wissenschaften)
Sakurai (jap), Ort in der Asuka Region, wo der erste buddhistische Tempel, der Asuka-dera (später Gangō-ji) entstand
Samguk (kor), Drei Reiche von Korea; Bezeichnung für die Zeit vom 1 Jh. v.u.Z. bis zum 7 Jh. u.Z. in der die drei Reiche Silla, Baekje und Goguryeo die koreanische Halbinsel unter sich aufteilten
Samsara (skt), „Beständiger Fluss“, Kreislauf der Wiedergeburten, Diesseits (jap. Rinne 輪廻)
Samurai (jap), im Westen übliche Bezeichnung eines Mitgliedes der Krieger-Klasse des vorindustriellen Japans; in Japan schriftspr. bushi
Sanchi (skt), Ortschaft im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh, bekannt für ihre buddhistischen Grabmonumente (stupa)
Sanja Matsuri (jap), Fest der Drei Schrein (Götter) (Sanja-sama) des Asakusa Jinja, Tōkyō
Sanja-sama (jap), wtl. Drei-Schrein-Gottheit; alltagsspr. Bezeichnung für Ensembles wie die drei Schrein von Kumano (auch Sansha-sama) oder die drei Schreingottheiten des Asakusa Jinja; s.a. Sanja Matsuri
Sanjō Sanetomi (jap), 1837–1891; Staatsmann der Meiji-Zeit und Unterstützer der Meiji-Restauration
Sanjūsangen-dō (jap), 33 Klafter Halle; Kannon-Tempelhalle in Kyōto; offizieller buddhistischer Tempelname: Rengeō-in
Sanjūsanshin Kannon (jap), 33 (Erscheinungsformen von) Kannon
Sanmen Daikoku (jap), Daikoku mit drei Gesichtern bzw. Köpfen. Vom esoterischen Buddhismus beeinflusste Variante der Daikoku-Ikonographie.
Sannō (jap), Wtl. „Bergkönig“; Schutzgott des Tendai-Klosters auf Berg Hiei
Sannō Gongen (jap), Gottheit des Sannō Schreins
Sanron-shū (jap), Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Santō Kyōden (jap), 1761–1816; Edo-zeitlicher Schriftsteller und Maler
Sanzu no Kawa (jap), wtl. Fluss der Drei Furten; Fluss zwischen den Welten der Lebenden und der Toten
Sao Ching Cha (thai), „Große Schaukel“, traditionelles Wahrzeichen der thailändischen Hauptstadt Bangkok
Sarasvati (skt), indischer Fluss; Flussgöttin der Beredsamkeit, der Musik und der Gelehrsamkeit (jap. Benzaiten 弁才天)
Sarnath (skt), Stadt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, 10 km nördlich von Benares (Varanasi), bekannt für den dhamek Stupa, eines der ältesten buddhistischen Grabmonumente
Sarutahiko (jap), Mythologische Gottheit in tengu-ähnlicher Gestalt
Satō Hiroo (jap), 1953–; japanischer Religionshistoriker an der Universität Tōhoku, Sendai
Ernest Satow (west), 1843–1929; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie
Satsuma (jap), alte Provinz im Süden der Insel Kyūshū, in der Edo-Zeit Fürstentum (Daimyat), das sich weitgehend mit der heutigen Präfektur Kagoshima deckte.
Arno Schmidt (west), 1914–1979; deutscher Schriftsteller
Martin Scorsese (west), 1942–; amerik. Filmregisseur, drehte u.a. den Spielfilm Silence (2016) über japanische Christenverfolgungen im 17. Jh. nach einem Roman von Endō Shūsaku
Dietrich Seckel (west), 1920–2007; Japanologe und Kunsthistoriker an der Universität Heidelberg
Seichō-no-ie (jap), wtl. „Haus des Wachstums“, eine Neureligion, gegründet 1930
Seiryū (jap), wtl. Blauer Drache; Richtungstier des Ostens in der ostasiat. Kosmologie
Seishi (jap), Bodhisattva Mahasthamaprapta
Seishi Bosatsu (jap), Bodhisattva Mahasthamaprapta; Begleiter Amidas
Seiwa Tennō (jap), 850–881; regierte als erster Kindkaiser Japans 858–876
Sekigahara (jap), Ort in der Präfektur Gifu, wo Tokugawa Ieyasu im Jahr 1600 eine Entscheidungsschlacht gewann
Sekisō Soen (jap), 986–1039; chin. Shishuang Chuyuan 石霜楚圓, Chan Patriarch
Sendai Daikannon (jap), 100 m hohe Kannon Statue in der Stadt Sendai, Präfektur Miyagi, errichtet 1991
Senge (jap), Priestergeschlecht des Großschreins von Izumo
Sengoku Jidai (jap), Zeit der kämpfenden Länder, 1467–1568; beginnt mit dem Ōnin-Krieg und endet nach dieser Definition mit dem Beginn der nationalen Einigung unter Oda Nobunaga; nach anderen Definitionen mit der Ausrottung der Toyotomi durch Tokugawa Ieyasu im Jahr 1615
Senju Kannon (jap), Kannon mit den Tausend Händen; typische Darstellung des Bodhisattva avalokiteshvara
Sensō-ji (jap), bekannter Tempel in Tōkyō; auch: Asakusa-dera
Seokguram (kor), wtl. Felsenklause; buddhistisches Heiligtum der Silla-Zeit (645–935) aus dem 8. Jh.; künstliche Felsengrotte rund um eine Steinskulptur des Budhha Shakyamuni; Teil der Bulguksa Tempelanlage auf Berg Tohamsan in Gyeongju in Südkorea
Seon (kor), koreanische Variante des Zen (Chin. Chan) Buddhismus
Seong Wang (kor), ?–554; König Seong von Baekje (heute Teil Koreas), r. 523–554; auch Seongmyeong Wang 聖明王/성명왕
Sesshōseki (jap), „Todesstein“; Stein, der giftige Dämpfe aussendet
Shaka (jap), Buddha Shakyamuni, der historische Buddha; auch Shaka Nyorai
Shaka Nyorai (jap), jap. Name des historischen Buddha, Shakyamuni
Shao Fan (chin), 1964–; chinesischer Maler und Designer
Shaolin Si (chin), Ursprungskloster des Shaolin-Ordens am Berg Song; Geburtsstätte des Chan Buddhismus
Shiba Kōkan (jap), 1747–1818; Maler und Gelehrter, Spezialist für „Holland-Wissenschaften“ (rangaku); experimentierte auch mit westl. Ölmalerei
Shichi Fukujin (jap), Sieben Glücksgötter; populäres Ensemble von Glücksgöttern verschiedener Herkunft
Shichigosan (jap), Shichigosan-Fest für Kinder von drei, fünf, und sieben Jahren
Shichimen Daimyōjin (jap), Berggottheit des Minobu-san, als Schutzgottheit des Lotos Sutras (Hoke-kyō) in der Nichiren-shū verehrt
Shigaraki-chō (jap), Kleinstadt in der Nähe von Kyōto, bekannt für keramisches Kunsthandwerk
Shikoku (jap), kleinste der vier jap. Hauptinseln; wtl. Vier-Land, da es seit dem Altertum aus vier Provinzen besteht
Shimabara (jap), Halbinsel in der Präfektur Nagasaki; bekannt für den Aufstand japanischer Bauern 1637–1638 (Shimabara-Rebellion), bei dem 37.000 überwiegend christliche Aufständische getötet wurden
Shimazono Susumu (jap), 1948–; japanischer Religionshistoriker, lehrte an der Universität Tōkyō
Shimazu-shi (jap), einflussreicher Daimyō-Klan in Satsuma, Kyūshū (heute Kagoshima-ken)
Shimotsuke (jap), Provinz Shimotsuke; eine der historischen Provinzen Japans in der Kantō-Region, weitgehend identisch mit der heutigen Präfektur Tochigi
Shingon-shū (jap), Shingon-Schule, wtl. Schule des Wahren Wortes; wichtigste Vertreterin des esoterischen Buddhismus (mikkyō) in Japan
Shinkansen (jap), japanischer Hochgeschwindigkeitszug, 1964 eingeführt
Shinkō-ō (jap), erster der Zehn Könige (Jūō) der Totenwelt
Shinobazu no ike (jap), Berühmter Teich im Ueno-Park in Tōkyō
Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja (jap), „Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsaka
Shinran (jap), 1173–1262; Gründer der Jōdo Shin-Schule
Shinsen’en (jap), „Garten der göttlichen Quelle“, im Süden des ehem. Kaiserpalastes in Kyōto gelegen;
Shinshū Ōtani-ha (jap), japanische buddhistische Richtung; Teil der Jōdo Shinshū; Haupttempel ist der Higashi Hongan-ji in Kyōto
Shintō (jap), Shintō; wtl. Weg der Götter, Weg der kami
Shirakawa-ke (jap), Priesterfamilie, die traditionellerweise das oberste Amt (haku) des höfischen Götteramts (Jingi-kan) innehatte und in der Edo-Zeit zusammen mit den konkurrierenden Yoshida die oberste Instanz der Shinto-Priester darstellte
Shirakawa Tennō (jap), 1053–1129; 72. Kaiser von Japan; (r. 1073–1087); übte ab 1087 als Ex-Kaiser im geistlichen Stand (daijō hōō) reale Macht aus und begründete damit die Regierung der Klosterkaiser (insei)
Shiratori Jinja (jap), wtl. Weißvogel Schrein; in vielen Landesteilen Japans vorkommende Schreine; meist Yamato Takeru geweiht, der sich nach seinem Tod in einen weißen Vogel verwandelt haben soll
Shiratori Misasagi (jap), Hügelgrab des mythol. Helden Yamato Takeru
Shi-Tennō (jap), wtl. Vier Himmelskönige, die aber eher als Himmelswächter auftreten und jeweils eine Himmelsrichtung beschützen; angeführt von Bishamon-ten, dem Wächter des Nordens; der Ausdruck wird auch für diverse Gruppen von vier Kriegern angewendet
Shitennō-ji (jap), buddh. Tempel im heutigen Ōsaka; zählt zusammen mit dem Asuka-dera zu den beiden ältesten Tempeln Japans (Gründung 593)
Shokō-ō (jap), zweiter der Zehn Könige Jūō der Totenwelt, der „König des ersten Flusses“
Shōdō (jap), 735–817; buddhistischer Mönch aus Ost-Japan, in erster Linie als Gründer des religiösen Zentrums von Nikkō bekannt
Shōgatsu (jap), Neujahr, Neujahrsfest; in der Alltagssprache meist O-shōgatsu
Shōgun (jap), Shōgun; Titel der Militärherrscher aus dem Kriegeradel (bushi, Samurai)
Shōhondō (jap), Spirituelles Zentrum der Sōka Gakkai (bis 1998)
Shōkai (jap), 1206–?; kaiserlicher Prinz und Shingon-Abt
Shō Kannon (jap), Heilige(r) Kannon
Shōki (jap), legendärer chin. Dämonen-Töter; eigentlich ein Dämon (oni), der selbst Dämonen tötet; wird auf eine Figur aus der Tang-Zeit zurückgeführt; chin. Zhongkui
Shōkon-sha (jap), wtl. „Schrein zur Herbeirufung der [Helden]seelen“; Schrein zum Gedenken an gefallene Sodaten, ab der Meiji-Zeit in Gebrauch; berühmtester Vertreter ist der Yasukuni Jinja in Tōkyō
Shōmen Kongō (jap), wtl. „grüngesichtiger Vajra“, dämonische Gottheit
Shōmu Tennō (jap), 701–56; 45. japanischer Kaiser; (r. 724–49); Förderer des Buddhismus
Shōten (jap), Gottheit in Elefantenform; auch Kanki-ten oder Kangi-ten; abgeleitet vom indischen Gott Ganesha
Shōtoku Taishi (jap), 574–622; Prinz Shōtoku; kaiserlicher Regent
Shōun Genkei (jap), 1648–1710; Edo-zeitlicher Bildhauer-Mönch der Ōbaku-shū, v.a. für seine fünfhundert rakan bekannt
Shōwa (jap), Regierungszeit des Tennō Hirohito (1926–1989)
Shōwa Tennō (jap), 1901–1989; 124. Kaiser Japans; (r. 1926–1989); Eigenname: Hirohito.
Shugendō (jap), gemischt-rel. Bergkult, Orden der yamabushi
Shukongō-jin (jap), skt. Vajrapani. Buddhistische Wächterfigur
Shumisen (jap), Buddhistischer Weltenberg; skt. Meru oder Sumeru;
Shuqi (chin), legendäre Figur aus der chinesischen Frühzeit (frühe Zhou-Dynastie, 11. Jh. v.u.Z.); zusammen mit seinem Bruder Boyi Held einer konfuzianischen Erzählung über Loyalität und Opferbereitschaft
Shusse Daikoku (jap), wtl. „Karriere“-Daikoku; geläufiger Beinamen des Glücksgottes Daikoku
Shuten Dōji (jap), wtl. etwa Sauf-Knabe; berüchtigter Dämon (oni) der Heian-Zeit
Siddhartha (skt), Eigennamen des historischen Buddha, shakyamuni (jap. Shiddatta 悉達多)
Philipp Franz von Siebold (west), 1796–1866; deutscher Arzt, Naturforscher, Japanreisender und Sammler; Pionier der Japanforschung
Silla (kor), frühes koreanisches Reich, das die Halbinsel von 668 bis 935 beherrschte
Sima Qian (chin), 145?–86? v.u.Z.; Han-zeitlicher Historiker, Begründer der chinesischen Historiographie
Sindhu (skt), Indus; Fluss im heutigen Pakistan (Quellgebiet im tibetischen Himalaya), der lange die Grenze zwischen persischer und indischer Einflusssphäre darstellte
Sixtus V (west), 1521–1590, Pontifikat 1585–1590; Nachfolger von Papst Gregor XIII, empfing wie dieser die japanische Tenshō-Mission in Rom
Soga no Emishi (jap), 587–645; Staatsmann (oberster Minister) in der Asuka-Zeit
Soga no Iname (jap), 506–570; japanischer Staatsmann unter Kinmei Tennō; festigte durch die Verheiratung seiner Töchter mit dem Kaiserhaus die dominierende Stellung seiner Familie im 6. und 7. Jh.
Soga no uji (jap), Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
Soga no Umako (jap), 551?–626; Staatsmann; Sohn des Soga no Iname
Somin Shōrai (jap), Figur aus einer Legende, die auf das Bingo fudoki (Lokalchronik des 8. Jh.) zurückgeht; Glücksbringer
Song (chin), chin. Herrschaftsdynastie, 960–1279
Songshan (chin), Berg Song, Gebirge in Zentralchina, 1500m; zählt trad. zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus;
Sotoba Komachi (jap), „Komachi am Grab“; Motiv aus dem Leben der Dichterin Ono no Komachi, dramatisiert in , Kabuki oder ukiyo-e
Sōfuku-ji (jap), Buddhistischer Tempel in Nagasaki; 1629 errichtet
Sōjōbō (jap), wtl. in etwa „Erzabt“; der buddhistische Titel ist aber in erster Line als Eigennamen eines tengu-Königs bekannt; Minamoto no Yoshitsune soll von diesem tengu die Kunst des Schwertkampfes erlernt haben
Sōka Gakkai (jap), wtl. in etwa „Organisation zum Studium vermehrter Werte“; neu-religiöse buddhistische Laienorganisation, gegr. 1930
Sōni-ryō (jap), "Bestimmungen für Mönche und Nonnen"; gesetzliche Bestimmungen über das Verhalten von Mönchen und Nonnen
Sōtō-shū (jap), Schule des Zen-Buddhismus
Matthew Starvos (west), amerikanischer Japanologe und Historiker, lehrt an der Universität Sidney
Ernst Steinkellner (west), 1937–; Indologe, Tibetologe und Buddhismusforscher an der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
John Strong (west), 1948-; US-amerikanischer Indologe und Buddhismuskundler
Subhuti (skt), einer der Zehn Schüler des Buddha; Fragensteller im Diamant Sutra (jap. Shubodai 須菩提 oder Gekū Daiichi 解空第一)
Sueki Fumihiko (jap), 1949–; Spezialist für japanische Buddhismusgeschichte, Professor emeritus der Universität Tokyo.
Sugahara Shinkai (jap), 1925–2018; japanischer Religionshistoriker an der Waseda Universität; leitender Ordensvertreter (daisōjō) des Tendai-Buddhismus
Sugawara no Michizane (jap), 845–903, Heian-zeitl. Staatsmann und Gelehrter; posthum als Tenman Tenjin vergöttlicht, heute Gott der Gelehrsamkeit
Sui (chin), chin. Herrschaftsdynastie, 581–618
Suigetsu Kannon (jap), Wassermond Kannon; Motiv Kannons an mondbeleuchtetem Meer
Suiko Tennō (jap), 554–628; Kaiserin(!) Suiko; 33. Tennō Japans (r. 593–628)
Suinin Tennō (jap), 11. kaiserl. Herrscher Japans, leg. Regiergungszeit 29 v.–70 n.u.Z.
Sujata (skt), „Die Wohlgeborene“, Magd, die Buddha eine Schale Milchreis darbrachte
Sujin Tennō (jap), 97–30 v.u.Z. (mythol. Regierungszeit); 10. japanischer Kaiser
Sukhavati (skt), „Reines Land“, buddhistisches Paradies (jap. jōdo 浄土)
Sukunabikona (jap), winzige Gottheit, Gefährte oder alter ego von Ōkuninushi, auch: Sukunahikona
Sumeru (skt), Weltenberg des indisch-buddhistischen Universums, üblicherweise sanduhrförmig dargestellt; auch: Meru (jap. Shumisen 須弥山)
Sumō (jap), japanischer Ringkampf
Sun Wukong (chin), Held in Affengestalt des chinesischen Klassikers Reise in den Westen (Xi you ji 西遊記, 16. Jh.); jap. Songokū
Susanoo (jap), mytholog. Gottheit; Trickster-Gott, Sturmgott, Mondgott; Bruder der Amaterasu
Suseri-hime (jap), Tochter Susanoos, Ehefrau Ōkuninushis
Sushun Tennō (jap), 553?–592; 32. Tennō, r. 587–592; Bruder von Yōmei Tennō und Suiko Tennō
Suwa Taisha (jap), traditionsreicher Schrein in der Präfektur Nagano
Suzaku (jap), Richtungstier des Südens; wtl. Roter Vogel
Suzuki Daisetsu (jap), 1870–1966; japanischer Intellektueller und Publizist, der durch englischsprachige Werke den Zen-Buddhismus im Westen bekannt machte; publizierte als Daisetz T. Suzuki
Suzuki Harunobu (jap), 1725?–1770; führender ukiyo-e Künstler der mittleren Edo-Zeit
Swayambhunatha (skt), Tempel in Kathmandu, Nepal, mit einem der ältesten buddhistischen stupas; auch als „Affentempel“ bekannt
T
Tachibana Morikuni (jap), 1679–1748; Edo-zeitlicher Künstler und Buchillustrator der Kanō-Schule
Tado Taisha (jap), Shintō-Schrein in der Stadt Kuwana in der Präfektur Mie
Tagata Jinja (jap), Schrein bei Nagoya, bekannt für seine (männlich konnotierten) Fruchtbarkeitsriten (hōnen matsuri)
Tagitsu-hime (jap), mittlere der drei Gottheiten von Munakata Taisha, zuständig für die Schifffahrt; entstanden aus dem Wettstreit zwischen Amaterasu und Susanoo
Tagori-hime (jap), dritte der drei Gottheiten von Munakata Taisha, zuständig für die Schifffahrt; entstanden aus dem Wettstreit zwischen Amaterasu und Susanoo; urspr. wohl Takiri-hime 田霧姫 (Nihon shoki), in etwa „Nebel-Mädchen“
Taika (jap), wtl. „großer Wandel“; Jahresdevise 645–650; 645 erfolgte in der Tat eine umfassende Reform des Rechts-, Verwaltungs- und Kalenderwesens und eine Neuordnung des Adels
Taira (jap), Kriegerfamilie, die im 12. Jh. um die pol. Vorherrschaft in Japan kämpfte; auch Heike
Taira no Kiyomori (jap), 1118–1181; Feldherr und Diktator am Ende der Heian-Zeit; unterlag im Genpei-Krieg den Minamoto
Taira no Masakado (jap), Heian-zeitlicher Rebel, ?–940
Taira no Tomomori (jap), 1152–1185; Heerführer des Taira-Klans, Sohn des Taira no Kiyomori; starb in der Seeschlacht von Dan-no-ura
Taiseki-ji (jap), spirituelles Zentrum der Nichiren-shū und ehemaliges Zentrum der Sōka Gakkai
Taishaku-ten (jap), Skt. Indra, eine der wichtigsten Gottheiten (deva) der indischen Mythologie. In Japan meist mit Brahma (jap. Bonten) in einem Atemzug genannt
Taishan (chin), höchster Berg in der chin. Provinz Shandong und traditionelles rituelles Zentrum; gilt als einer von fünf heiligen Bergen Chinas
Taishō (jap), 1879–1926; zweiter Tennō des modernen Japan, Sohn des Meiji Tennō; seine Amtszeit (1912–1926) wird als Taishō-Zeit bezeichnet
Taishō Tennō (jap), 1879–1926 (r. 1912–26); Sohn des Meiji Tennō; persönlicher Namen Yoshihito
Taiyū-in (jap), Mausoleum des 3. Tokugawa Shōguns, Iemitsu, err. 1652–53
Taizan-ō (jap), Siebenter König bzw. Richter des buddhistischen Totengerichts; abgeleitet vom chinesischen Berg Taishan, einem der heiligen Berge Chinas
Taizōkai (jap), Mutterschoß-Welt; Welt der sichtbaren Dinge des Dainichi Nyorai; s.a. Kongōkai
Takachiho (jap), Hochland im heutigen Kyūshū, wo der Himmelsenkel Ninigi herabgestiegen sein soll
Takai Ranzan (jap), 1762–1838; Romanautor der Edo-Zeit
Takama-no-hara (jap), wtl. „Die Hohen Himmelsgefilde“, mythol. Bez. für das Reich der Himmlischen Götter; auch Takama-ga-hara
Takamimusubi (jap), einer der „drei Kami der Schöpfung“, Himmelsgottheit
Takaoka Daibutsu (jap), ca. 16m hohe Buddha Statue in der Stadt Takaoka, Präfektur Toyama
Takao-san (jap), Berg Takao, rel. Zentrum im Westen Tōkyōs
Takashima (jap), Insel in der Präfektur Nagasaki in der Bucht vor der Stadt Matsuura
Takeda (jap), Familie von mächtigen Kriegsherren der Sengoku-Zeit; bekanntester Vertreter Takeda Shingen
Takeda Shingen (jap), 1521–1573; Feudalfürst und Kriegsherr
Takemikazuchi (jap), Mythologischer Schwertgott (wtl. Gewittergott); Ahnengottheit der Fujiwara; u.a. in den Schreinen Kashima und Kasuga verehrt
Takezaki Suenaga (jap), 1246 – 1314; kämpfte während der Mongoleninvasion Japans; gab die Mōkō shūrai ekotoba in Auftrag
Takuhata-hime (jap), Tochter des semi-historischen Herrschers Yūryaku und Kult-Prinzessin in Ise; wtl. Prinzessin Maulbeer-Webstuhl
Takuki Yoshimitsu (jap), 1955–; japanischer Musiker, Autor und komainu-Forscher
Tamamo no Mae (jap), legendäre Hofdame und Kurtisane des Toba Tennō; Fuchsgeist
Tamayori-hime (jap), Meeresgottheit; Tochter des Meereskönigs Watatsumi
Tamon-ten (jap), Synonym von Bishamon-ten, Himmelswächter des Nordens (skt. Vaishravana)
Tamukeyama Hachiman-gū (jap), gegr. 749 als Schutzschrein des Großen Buddha (daibutsu) von Nara, erster Zweig- oder Filialschrein des Usa Hachiman-gū (Kyūshū)
Tamura Hachidaiyū (jap), Oberhaupt einer shamanistischen Gilde während der Edo-Zeit mit Sitz in Asakusa; der Begriff war zunächst eine Art Eigenname und entwickelte sich dann zum Titel
Tanabata (jap), Tanabata-Fest am 7. 7., das sogenannte „Sternenfest“: zwei Sterne (Wega und Altair, in Ostasien Ochsenknecht und Himmelsprinzessin), die einst Liebende auf Erden waren, kommen sich einmal im Jahr am Himmel wieder nahe
Tanaka Chigaku (jap), 1861–1939; ausgeb. buddh. Mönch und Schriftsteller; Begründer des Nichirenismus (nichiren shugi), einer ultra-nationalistischen Auslegung des Nichiren Buddhismus
Tang (chin), chin. Herrschaftsdynastie, 618–907
Tange Kenzō (jap), 1913–2005; japanischer Architekt und Städteplaner
Tanuma Okitsugu (jap), 1719–1788; Berater des Tokugawa-Shōgunats; arbeitete sich vom niederen Samurai in die Regierungsspitze hoch und initiierte eine Währungsreform
Tanzan Jinja (jap), Schrein in den Bergen südlich von Nara, wo u.a. Nakatomi no Kamatari verehrt wird; vor der Meiji-Restauration gemischt-religiöse Kultstätte, die unter dem Namen Tōnomine bekannt war; daher gibt es hier auch eine (eigentlich buddhistische) dreizehnstöckige Pagode
Tarō-san (jap), Berg und eines der drei Hauptheiligtümer des Futarasan Jinja
Tatsu-no-guchi (jap), wtl. Drachenmaul; Mündung des Sakaigawa in Katase-Enoshima; einst Hinrichtungsstätte, heute Ort des Nichiren Tempels Ryūkō-ji (Drachenmaul-Tempel)
Bruno Taut (west), 1880–1938; deutscher Architekt der Zwischenkriegszeit, der unter dem Nationalsozialismus (1933–1936) in Japan Asyl fand
Mark Teeuwen (west), 1966–; niederländischer Japanologe und Shintō-Experte, lehrt an der Universität Oslo
Teimei Kōgō (jap), 1884–1951; Frau des Taishō Tennō, persönlicher Name Sadako
Teisai Hokuba (jap), 1771–1844; Künstler und Schüler des Katsushika Hokusai
Tendai-shū (jap), Tendai-Schule, chin. Tiantai
Tenjin (jap), wtl. „Himmelsgott“, s.a. Tenman Tenjin
Tenji Tennō (jap), 626–672; 38. Kaiser Japans; (r. 661–672); Eigenname: Naka-no-Ōe
Tenkai (jap), 1536?–1634; Abt und Reformer des Tendai Buddhismus, religiöser Berater des Tokugawa Shōgunats; auch: Nankōbō Tenkai; Jigen Daishi
Tenkawa Daibenzaiten-sha (jap), Schrein der Göttin Benzaiten in der Präfektur Nara
Tenman Tenjin (jap), Shintō-Gott, Apotheose des Sugawara no Michizane
Tenmu Tennō (jap), 631?–686; 40. japanischer Kaiser; (r. 673–686)
Tennō (jap), jap. „Kaiser“-Titel, wtl. Herrscher des Himmels
Tenri-kyō (jap), „Schule des Himmlischen Prinzips“; neureligiöse Gruppierung, gegr. 1838
Tenshō (jap), Japanischer Ära-Namen, 1573–1592; Zeit der militärischen Einigung Japans unter Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi
Tenshō Daijin (jap), sinojap. Lesung von Amaterasu Ōmikami
Tenshō ken'ō shisetsu (jap), Tenshō-Mission oder Tenshō-Gesandtschaft; Besuch einer Delegation junger japanischer Adeliger in Europa, 1582–1590 (Tenshō-Ära)
Tentei (jap), Daoist. Gottheit des Polarsterns, wtl. Himmelsherrscher
Tenteko Matsuri (jap), Fruchtbarkeitsfest in Nishio, Nagoya, bei dem aus Rettichen geschnitzte Phallus-Attrappen zum Einsatz kommen
Teppōzu Inari Jinja (jap), Inari Schrein in Tōkyō
Theravada (pali), „Schule der Ordensälteren“, buddhistische Richtung (hier in Pali angegeben; skt: Sthaviravada) (jap. jōzabu bukkyō 上座部仏教)
Tiantai (chin), chin. Vorläufer des Tendai Buddhismus; urspr. Name eines chin. Klosterbergs (Tiantai-shan)
Tiantai-shan (chin), Berg Tiantai; Zentrum des chin. Tiantai Buddhismus, aus dem der japanische Tendai Buddhismus hervorging
Tiantan (chin), Tempel des Himmels oder wtl. Altar des Himmels in Beijing; Anlage für kaiserliche Riten der Ming- und Qing-Zeit; Unesco Weltkulturerbe
Toba Tennō (jap), 1103–1156, r. 1107–1123; 74. jap. Kaiser (Heian-Zeit); regierte nach seinem Rücktritt als „Klosterkaiser“
Tobatsu Bishamon-ten (jap), wtl. Bishamon-ten aus Turfan bzw. Zentralasien
Toda Jōsei (jap), 1900–1958; Mitbegründer und zweiter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
Togakushi-yama (jap), Berg und religiöses Zentrum in der Provinz Nagano
Tokoyo (jap), Land der Unsterblichkeit, Land der Unvergänglichkeit
Tokudō (jap), Mönch der frühen Nara-Zeit; Begründer des Hase-dera, dessen Hauptheiligtum, ein 10m hoher elfköpfiger Kannon, er selbst geschnitzt haben soll
Tokugawa (jap), Kriegerdynastie, die während der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1603–1867) das Amt des Militärmachthabers (Shōgun) inne hatte.
Tokugawa Hidetada (jap), 1579–16323; r. 1605–1623; zweiter Shōgun der Tokugawa-Dynastie
Tokugawa Iemitsu (jap), 3. Tokugawa Shōgun (1604–1651), r. 1623–1651
Tokugawa Ietsuna (jap), 1641–1680; vierter Shōgun und erster minderjähriger Machtinhaber der Tokugawa-Dynastie (r. 1651–1680)
Tokugawa Ieyasu (jap), 1543–1616; Begründer des Tokugawa Shogunats; Reichseiniger
Tokugawa Mitsukuni (jap), 1628–1701; Daimyō von Mito, konfuzianischer Gelehrter und Historiker
Tokugawa Nariaki (jap), 1800–1860; Daimyō von Mito; Staatsmann; Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
Tokugawa Tsunaeda (jap), 1656–1718; dritter Daimyō von Mito; Neffe und Adoptivsohn seines Vorgängers Tokugawa Mitsukuni
Tokugawa Tsunayoshi (jap), 1646–1709; fünfter Shōgun der Tokugawa Dynastie, wegen seiner Tierliebe auch als dog shōgun bezeichnet
Tokugawa Yoshinao (jap), 1601–1650; Sohn von Tokugawa Ieyasu und erster Tokugawa-Daimyō von Owari
Tokugawa Yoshinobu (jap), 1837–1913; letzter Tokugawa-Shōgun aus der Linie der Mito Tokugawa; (r. 1866–1867); auch Tokugawa Keiki
Tokuitsu (jap), 760?–835?; buddhistischer Mönch der Hossō-Schule
Tonokōri (jap), Stammsitz des Hauses Itō 伊東 in der Provinz Hyūga (heute Saito, Präf. Miyazaki)
Tori Busshi (jap), tätig um 600; wtl. Buddhameister Tori; Bildhauer aus der Familie Kuratsukuri-be, einer Sippe von Sattelmachern mit koreanischen Wurzeln
Toriyama Sekien (jap), 1712–1788; Künstler und Gelehrter; vor allem bekannt für seine illustrierten Gespenster-Enzyklopädien
Tosa (jap), ehem. Provinz auf der Insel Shikoku, heute Kōchi-ken
Tōdaiji (jap), Tempel des Großen Buddha von Nara; wtl. Großer Ost-Tempel
Tōdō Takatora (jap), 1556–1630; Daimyō der Azuchi-Momoyama- und frühen Edo-Zeit
Tōfuku-ji (jap), Zen-Tempel in Kyōto; 1236 errichtet
Tōji (jap), Ost-Tempel in Kyōto, eig. Kyōō Gokoku-ji (Tempel des Königs der Lehre zum Schutz des Landes)
Tōjō Hideki (jap), 1884–1948; General und Premierminister während des 2. WKs; verurteilter Kriegsverbrecher; kami des Yasukuni Schreins
Tōka Ebisu (jap), wtl. Ebisu des 10. Tages; wichtiges Schreinfest des Ebisu am 10 Januar
Tōnomine (jap), Heiliger Berg südlich von Nara, wo u.a. der Ahnherr der Fujiwara Nakatomi no Kamatari im Tanzan Schrein verehrt wird
Tōshō Daigongen (jap), wtl. „Große göttl. Manifestation, die den Osten erleuchtet“; Götternamen des Tokugawa Ieyasu
Tōshō-gū (jap), Tōshō Schrein, Mausoleum des Tokugawa Ieyasu in Nikkō, Präf. Tochigi
Toyokawa Inari (jap), Inari Kultstätte in Toyokawa, Aichi-ken; eig. ein buddh. Tempel, Myōgon-ji
Toyokuni Daimyōjin (jap), posthumer Name des vergöttlichten Toyotomi Hideyoshi; Gottheit des Toyokuni Jinja; alternative Lesung: Hōkoku Daimyōjin
Toyokuni Jinja (jap), Schrein in Kyōto; Sitz des vergöttlichten Toyotomi Hideyoshi
Toyota Hokkei (jap), 1780–1850; ukiyo-e-Künstler der Edo-Zeit, erster Schüler des Katsushika Hokusai; auch bekannt unter den Künstlernamen Aiogazono 葵園, Aoigaoka 葵岡 and Kyōsai 拱斎
Toyotama-hime (jap), „Prinzessin Juwelenreich“; Tochter des Meereskönigs und Frau des Hiko Hohodemi
Toyotomi Hideyori (jap), 1593–1615; Sohn und entmachteter Nachfolger des Kriegsherren und Reichseinigers Toyotomi Hideyoshi
Toyotomi Hideyoshi (jap), 1537–1598, Feldherr, militärischer Machthaber; bekannt als der zweite von drei Reichseinigern am Ende der „Zeit der kämpfenden Länder“ (Sengoku Jidai)
Toyouke (jap), Nahrungsgottheit des Äußeren Schreins von Ise
Trailokyavijaya (skt), „Bezwinger der drei Welten“, einer der Fünf Großen Myōō (jap. Gōzanze 降三世)
Tsongkhapa (tibet), 1357–1419; tibetischer Mönchsgelehrter, Begründer der Gelug-Schule, der heute dominanten Richtung des tibetischen Buddhismus
Tsuda Sōkichi (jap), 1873–1961; jap. Historiker und Religionswissenschaftler, in der Kriegszeit wegen kritischer Geschichtsauffassung unter Berufsverbot, später rehabilitiert
Tsukioka Yoshitoshi (jap), 1839–1892; Maler; ukiyo-e-Küstler
Tsukuyomi (jap), Mondgottheit, Bruder der Sonnengöttin Amaterasu; wtl. Mondleser oder Monatszähler; auch Tsukiyomi gelesen
Tsuno Daishi (jap), wtl. „gehörnter Großmeister“; Beinamen des Mönchs Ryōgen in seiner Gestalt als Dämon
Tsurugaoka Hachiman-gū (jap), repräsentativster Schrein des ehemaligen Shōgunats in Kamakura; Gründung durch die Familie Minamoto, die Hachiman als Ahnengottheit verehrten
Tsushima (jap), Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan. Obwohl näher zu Korea gelegen (50 km) wird Tsushima traditionellerweise Japan zugerechnet.
Tsuwano (jap), Fürstentum bzw. Stadt im Westen der Hauptinsel Honshū, heute Teil von Shimane-ken.
Tushita (skt), höchster Himmel im indisch-buddhistischen Pantheon (jap. Tosotsu-ten 兜率天)
U
Uda (jap), Region östlich des Nara-Beckens
Uda Tennō (jap), 867–931; 59. Tennō Japans, r. 887–897
Ueda Akinari (jap), 1734–1809; Schriftsteller und Gelehrter
Ueno Daibutsu (jap), Einstiger Riesenbuddha (daibutsu) im Ueno Park in Tōkyō, von dem heute nur noch das Gesicht übrig geblieben ist.
Ugajin (jap), Schlangengottheit, häufig mit Benzai-ten assoziiert
Ugayafukiaezu no Mikoto (jap), im vollen Namen Hiko Nagisatake Ugayafukiaezu no Mikoto (彦波瀲武鸕鶿草葺不合尊), Vater des 1. legendären tennōs Jinmu Tennō, Sohn von Toyotama-hime und Hiko Hohodemi
Uhō Dōji (jap), shintō-buddhistische Gottheit in Gestalt eines Jünglings, der als Erscheinungsform Amaterasus galt
Uji-kawa (jap), Uji-Fluss; verbindet den Biwa See mit der japanischen Inlandsee und war einst eine wichtige Verkehrsader; an ihm liegt der Byōdō-in
Uka-no-mitama (jap), Weibliche Nahrungsgottheit, die v.a. im Fushimi Inari Schrein verehrt wird.
Unkei (jap), ca.1150–1223; berühmtester Bildhauer-Mönch der sog. Kei-Schule (Kei-ha), bekannt für einen besonders realistischen und zugleich dynamischen Stil
Paul Unschuld (west), 1943–; deutscher Sinologe und Medizin-Historiker an der Universität München
Urabe (jap), Priester und Orakelleser des Tennō-Hofs
Urabe no Suetake (jap), 950?–1022; Heian-zeitlicher Krieger (Vasall des Minamoto no Yorimitsu) und Held zahlreicher Legenden
Urashima Tarō (jap), Held einer berühmten Sage; heiratet eine Meeresprinzessin, verbringt mit ihr drei Jahre im Meerespalast, kehrt nach Hause zurück und stellt fest, dass nicht drei, sondern dreihundert Jahre seit seinem Fortgang vergangen sind.
Usa (jap), Region im Norden der Insel Kyūshū, bekannt für den Usa Hachiman Schrein.
Usa Hachiman-gū (jap), Usa Hachiman Schrein (Usa, Kyūshū)
Ushiku Daibutsu (jap), Rund 100m hohe Statue des Buddha Amida in der Präfektur Ibaraki, fertiggestellt 1995
Usuki (jap), Stadt in Kyūshū mit eindrucksvollen buddhistischen Felsskulpturen und Resten europäischer Architektur aus der Zeit der christlichen Missionierung (16. Jh.)
Utagawa Hiroshige (jap), 1797–1858; einer der stilbildenden Meister des japanischen ukiyo-e-Farbholzschnitts Ende der Edo-Zeit
Utagawa Kunisada (jap), 1786–1865; Edo-zeitlicher ukiyo-e Meister
Utagawa Kuniyoshi (jap), 1798–1861; Maler und Zeichner. Bekannter Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts
Utagawa Yoshitora (jap), aktiv 1836–1882, ukiyoe-Künstler, Schüler des Utagawa Kuniyoshi
V
Vairocana (skt), „Sonne, sonnenhaft“, Buddha-Name (jap. Birushana/Rushana 毘盧舎那/盧舎那 oder Dainichi 大日)
Vaishali (skt), Ort des 2. buddhistischen Konzils; Ort eines berühmten buddhistischen Grabmonuments (stupa)
Vaishravana (skt), „Sohn des Gerühmten“, Himmelswächter des Nordens, aka. Kubera (jap. Bishamon-ten 毘沙門天 oder Tamon-ten 多聞天)
Vajrapani (skt), „Vajrahand“, Vajraträger (jap. Kongōshu 金剛手)
Vajrayaksa (skt), „Vajra General“, einer der Fünf Großen Myōō (jap. Kongōyasha 金剛夜叉)
Vajrayana (skt), „Vajra-Fahrzeug“, Tantrismus, esoterischer Buddhismus (jap. mikkyō 密教 oder Kongō-jō 金剛乗)
Vajrayogini (skt), weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; auch: menschenfressende Dämonin
Alessandro Valignano (west), 1539–1606; italienischer Jesuit; als „Visitator“ übte er großen Einfluss auf die Mission in China und Japan aus
Varanasi (skt), auch Benares; indische Stadt am Ganges, Ort der ersten Predigt des Buddha
Vidisha (skt), Stadt im Herzen Indiens, 10 km von Sanchi entfernt
Vimalakirti (skt), „Glänzender Ruhm“, Reicher Kaufmann und Laienanhänger, Held eines eigenen Sutras (jap. Yuima 維摩)
Vishnu (skt), indische (vedische) Gottheit; gilt im Vishnuismus als Manifestation des höchsten Seins
Klaus Vollmer (west), Deutscher Japanologe an der Universität München
W
Wa (jap), Frühe Bezeichnung für Japan bzw. die Japaner; urspr. wählten die Chinesen ein Zeichen mit der Grundbedeutung „Zwerg“ 倭, das später in Japan durch ein Zeichen mit der Bedeutung „Harmonie“ 和 ersetzt wurde.
Michael Wachutka (west), (geb. 1974), deutscher Japanologe
Haruko Wakabayashi (west), Japanisch-amerikanische Japanologin mit Schwerpunkt auf dem japanischen Mittelalter
Wakamiya Jinja (jap), wtl. „Junger Schrein“; bedeutendster Nebenschrein des Kasuga Taisha, gegr. 1135; später entstandene Schreine dieses Namens finden sich in ganz Japan
Wake no Kiyomaro (jap), Nara-zeitlicher Hofbeamter und Staatsmann, 733–799
Waseda Daigaku (jap), zweitälteste Privatuniversität Japans, Gründung 1882 in Tōkyō
Watanabe no Tsuna (jap), 953–1025; Krieger der Heian-Zeit; Vasall des Minamoto no Yorimitsu; Held zahlreicher Sagen und Legenden
Watarai (jap), Priester des Äußeren Schreins von Ise
Watarai Shintō (jap), Shintō-Lehre des Äußeren Schreins von Ise
Watatsumi (jap), Gott oder König des Meeres, oft in Drachengestalt imaginiert
Don Weiss (west), amerikanischer Autor, beschrieb seine Erfahrungen auf dem Shikoku Pilgerweg in seinem Buch Echoes of Incense
Weonjong (kor), 1259–1274; König von Korea, r. 1259–1274
WorldMate (west), Shintō-basierte japanische Neureligion, gegründet von Fukami Tōshū
Wu Zetian (chin), 625–705; hielt nach dem Tod ihres Mannes, Kaiser Gaozong (628–683), die politischen Fäden Tang-Chinas in der Hand und trat 690 selbst die Herrschaft als Kaiserin an; Förderin des Buddhismus
X
Xuanzang (chin), 602–664; berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter; Autor eines einflussreichen Reiseberichts über das buddhistische Indien, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurde
Xuanzong (chin), 685–772; Tang-zeitl. Herrscher (r. 712–756); repräsentiert Glanzzeit und beginnenden Verfall der Tang-Dynastie
Y
Yaegaki Jinja (jap), Schrein in Matsue, Präfektur Shimane
Yakuō Bosatsu (jap), Bodhisattva Medizinkönig; Bodhisattva im Lotos Sutra
Yakuō-in (jap), Shingon-Tempel am Takao-san bei Tōkyō, Zentrum des Shugendō; er ist dem „Medizin-König“ Yakuō Bosatsu geweiht, einer Figur aus dem Lotus Sūtra.
Yakushi-ji (jap), Tempel des Yakushi Nyorai in Nara
Yakushi Nyorai (jap), Buddha der Medizin; skt. Bhaisajyaguru
Yakuza (jap), Sammelbezeichnung für organisierte Banden der jap. Unterwelt, vergleichbar mit der Mafia, aber als Organistion in Japan nicht verboten; der Name wird auch mit den Zahlen acht (ya), neun (ku), drei (sa[n]) geschrieben, eine aus einem Glücksspiel abgeleitete Kombination
Yama (skt), Gottheit der Unterwelt und des Todes (jap. Enma 閻魔)
Yamada (jap), Ehemals Stadt vor dem Äußeren Schrein von Ise (Gekū), heute Teil der Stadt Ise.
Yamada Shōji (jap), 1963–; japanischer Kultur- und Medienwissenschaftler am International Research Center for Japanese Culture (Nichibunken), Kyōto, und budōka
Yamantaka (skt), „Bezwinger des Todes (Yama)“, einer der Fünf Großen Myōō (jap. Daiitoku Myōō 大威徳明王)
Yamatai (jap), Reich der Königin Himiko im Japan des dritten Jhdts; in der chin. Chronik Weizhi beschrieben
Yamata no Orochi (jap), Mythologische Schlange (Drache) mit acht Köpfen; wtl. „achtfach gegabelte Schlange“; wird von Susanoo besiegt
Yamato (jap), Kernland der Tennō-Dynastie in Zentraljapan (Präfektur Nara); archaischer Name für Japan
Yamato-hime (jap), Mytholog. Priesterin der Amaterasu, Tochter von Suinin Tennō
Yamato Takeru (jap), Mythologischer Prinz, Sohn des Keikō Tennō; wtl. der Held/der Tapfere von Yamato
Yamato Totohi Momoso-hime (jap), mythol. Priesterin des Ōmiwa Jinja; Gemahlin des Gottes Ōmononushi; auch Yamato Toto-hime
Yamauba (jap), Berghexe, wtl. alte Frau der Berge; traditionelle weibliche oni-Figur; auch Yamanba
Yamazaki Ansai (jap), 1618–1682; Neo-Konfuzianist und Shintō-Theologe
Yamazumi Jinja (jap), mit dem Berg- und Wolfsglauben assozierter Schrein in Shizuoka
Yanagita Kunio (jap), 1875–1962; Begründer der jap. Volkskunde
Yangtsekiang (chin), Außerhalb Chinas geläufiger Name des Jangjiang 長江 („langer Fluss“), drittlängster Fluss der Welt
Yanlou (chin), abgeleitet von skt. Yama Raja, König Yama; jap. Enra oder Enma; König oder Richter der Unterwelt
Yasaka Jinja (jap), Yasaka Schrein (Kyōto), ehemals als Gion Schrein bezeichnet
Yasakani no Magatama (jap), Halskette aus Krummjuwelen (magatama); Teil der mythol. Throninsignien (sanshu no jingi) Japans
Yashima Gakutei (jap), 1786-1868; jap. Dichter und Künstler; lernte bei Katsushika Hokusai und Toyota Hokkei
Yashodhara (skt), „Die den Ruhm erhält“, Ehefrau von Siddhartha Gautama (jap. Yashodhara 耶輸陀羅)
Yasui Konpira-gū (jap), Schrein in Kyōto, welcher 1695 errichtet wurde.
Yasukuni Jinja (jap), Yasukuni Schrein, Tōkyō; Schrein zum Gedenken an Kriegsgefallene
Yatagarasu (jap), wtl. Achthand-Krähe, wahrscheinlich in der Bedeutung „Riesen-Krähe“; wird zumeist als dreibeinig dargestellt, was einem chinesischen Sonnensymbol entspricht; mythologische Gottheit, die v.a. in Kumano verehrt wird
Yata no Kagami (jap), Spiegel; Teil der drei Throninsignien Japans
Yayoi (jap), Yayoi-Zeit (ca. 300 v.u.Z. – 300 u.Z.); Zeit der Entwicklung des Reisanbaus
Yijing (chin), 635–713; chin. Pilgermönch, Übersetzer und „Indologe“; jap. Gijō
Yin Yang (chin), Dualistisches Prinzip der chin. Naturphilosophie
Yinyuan Longqi (chin), 1592–1673; jap. Ingen Ryūki; Begründer des Ōbaku-Zen
Yixing (chin), 683–727; chin. Astronom, Erfinder und Mönch des esoterischen Buddhismus (mijiao), vor allem als Übersetzer des Mahāvairocana Sutra (Dainichi-kyō) und Autor des zugehörigen Kommentars (Dainichi-kyō sho) bekannt
Yokawa (jap), trad. Tempelbezirk des Hiei-zan im Nordosten der Anlage
Yokohama-shi (jap), Großstadt in der Präfektur Kanagawa
Yokoyama Kimio (jap), 1924–2010; Architekt, Anhänger der Nichiren Shōshū
Yomi (jap), mytholog. Unterwelt; geschrieben mit den Zeichen „Gelbe Quellen“, eine chinesische Bezeichnung für die Unterwelt
Yoshida Jinja (jap), Yoshida Schrein, Kyōto; 859 als Zweigschrein des Kasuga Taisha gegründet; ursprünglich Ahnenschrein der Fujiwara; später Zentrum des Yoshida Shintō
Yoshida Kanetomo (jap), 1435–1511; Shintō-Priester und Theologe; Begründer des Yoshida Shintō (auch Yuiitsu Shintō), Autor des Yuiitsu shintō myōbō yōshū
Yoshida Kazuhiko (jap), 1955–; japanischer Historiker und Religionswissenschaftler an der Nagoya City University
Yoshida-ke (jap), höfische Priesterfamilie (urspr. Urabe), die über Jahrhunderte im Götteramt (Jingi-kan) tätig war und Ende des Mittelalters durch eine neue Theologie (Yoshida Shintō) großen Einfluss in der Welt des Shintō gewann
Yoshida Kenkō (jap), 1283?–1350?; japanischer Dichter und Hofbeamter, Autor des Tsurezuregusa; zu seiner Zeit wahrscheinlich als Urabe Kaneyoshi bekannt
Yoshida Shintō (jap), mittelalterl. Shintō-Richtung, begründet von Yoshida Kanetomo
Yoshida Shōin (jap), 1830–1859; Gelehrter der westlichen Wissenschaften; Aktivist der sonnō jōi-Ideologie
Yoshida Urabe (jap), höfische Priester Familie; genau genommen die Yoshida-Linie der Urabe Priesterdynastie
Yoshikawa Koretaru (jap), 1616–1695; Shintō-Gelehrter und Theologe der frühen Edo-Zeit; Begründer des Yoshikawa Shintō
Yoshino (jap), Bergregion im Süden des Nara-Beckens mit mehreren Zentren der Bergasketen (yamabushi); wichtige Pilgerstätte der Heian-Zeit
Yoshiwara (jap), Freudenviertel des Edo-zeitlichen Tōkyō
Yōmei-mon (jap), „Tor der Sonnenklarheit“; ursprünglich Name des östlichen Tores im Kaiserpalast von Kyōto, später auch in Nikkō errichtet
Yōmei Tennō (jap), 540–587; 31. Kaiser Japans (r. 585–587); Vater von Shōtoku Taishi
Yuan (chin), chin. Herrschaftsdynastie, Mongolenherrschaft, 1279–1368
Yuiitsu Shintō (jap), mittelalt. Shintō-Richtung (= Yoshida Shintō)
Yuima (jap), skt. Vimalakirti; reicher Kaufmann und gelehrter Laienschüler des buddha, Held eines eigenen Sutras
Yumedono (jap), Halle der Träume; Seitentempel des Hōryū-ji
Yungang (chin), Ort einer Gruppe von buddhistischen Felsstatuen aus der Nördlichen Wei Dynastie (385–535)
Yūki Hideyasu (jap), 1574-1607, Samurai, unehelicher Sohn von Tokugawa Ieyasu, später wurde er von Toyotomi Hideyoshi adoptiert, 'Hideyasu' setzt sich aus den Namen seiner Väter zusammen
Yūryaku Tennō (jap), 418–479; semi-historischer 21. Kaiser Japans; (r. 456–479); andere Namen: Ōhatsuse Wakatake; Wakatakeru no Ōkimi
Yūtoku Inari Jinja (jap), Inari Schrein in Kyūshū, zählt zu den „Drei Großen Inari“ Japans
Z
Zaō Gongen (jap), synkretistische Gottheit der yamabushi
Zegai-bō (jap), diabolischer tengu
Zen (jap), chin. Chan, wtl. Meditation; Zen Buddhismus
Zeniarai Benten (jap), Schrein der Geldwaschenden Benten in Kamakura, mit vollem Namen Zeniarai Benzaiten Ugafuku Jinja 銭洗弁財天宇賀福神社
Zenkō-ji (jap), Tempel in Nagano
Zennishi Dōji (jap), Sohn und Bote des Bishamon-ten
Zennyo Ryūō (jap), Drachen- bzw. naga-König aus der buddhistischen Mythologie
Zhiyi (chin), 538–597; chin. Mönch und Gründer des chinesischen Tiantai Buddhismus; ältere Schreibung: Chih-i
Zhongkui (chin), legendärer chin. Dämonen-Töter in Gestalt eines chin. Beamten; eigentlich ein Dämon, der selbst Dämonen tötet; wird auf eine Figur aus der Tang-Zeit zurückgeführt; jap. Shōki
Zhou (chin), chin. Zhou-Dynastie (1122?–256 v.u.Z.); eingeteilt in Westliche Zhou-Dynastie, Zongzhou 西周 (770–256 v.u.Z.) und Östliche Zhou-Dynastie, Dongzhou 東周 (770 v. Chr. bis 256 v.u.Z.)
Zhu Xi (chin), 1130–1200; chin. Philosoph; Begründer des Neo-Konfuzianismus
Zōga (jap), 917–1003; Mönch der Tendai-Schule
Zōjō-ji (jap), Jōdo-Tempel in Tōkyō, einst Ahnentempel der Tokugawa, gegr. 1393
Zōjō-ten (jap), Wächter des Südens der Shi-Tennō,wtl. „der Wachstumsmehrer“; skt. Virūdhaka