Die Eins steht für Einheit, Ganzheit, Vollkommenheit.
China
Ursprüngliches Chaos, in dem sich die Urmaterie Qi 氣 oder Taiji 太極 bildet.
Japan
verschiedenste Konnotationen mit der Zahl eins (ichi 一) in der japanischen Sprache, zum Beispiel bedeutet ichiban 一番 soviel wie „am meisten“ oder ishhin 一新 „brandneu“[1]
Zwei
Die Zahl Zwei steht für duale Gegensätze. Diese sind in Ostasien häufig mit Yin und Yang konnotiert.
China
Auch in der Yin und Yang Lehre gibt es die Vorstellung eines ursprünglichen Chaos, in dem die Urmaterie Qi 氣 oder Taiji 太極 vermischt ist (s.o.). Diese teilt sich in ein helles, leichtes Qi (Yang) und ein dunkles, schweres Qi (Yin). Während Yang nach oben steigt, sinkt Yin nach unten. So bilden sich Himmel und Erde, sowie alle anderen dualen Gegensätze (männlich-weiblich, Sonne und Mond, Leben und Tod).
Japanische Mythologie
Zahlreiche Beispiele finden sich im Zusammenhang mit Mythen von der Erschaffung der Welt:
Kojiki 古事記: Am Anfang gab es nur das Chaos. Alles war ineinander vermischt. Dann teilte sich das Chaos in Himmel und Erde [...]. Die passive und aktive Essenz bildeten sich und die zwei Seelen wurden die Vorfahren aller Dinge.[2]
Nihon shoki日本書紀: Am Anfang waren Himmel und Erde und Yin und Yang nicht geteilt. Sie formten eine chaotische Masse in der Form eines Eies. Die puren und klaren Bestandteile [...] formten den Himmel, die schwereren und groben Bestandteile formten die Erde.[3]
die Götter, die aus dem Schilf-Schößling entstehen und als die „sieben göttlichen Generationen“ beschrieben werden,[4] treten seit der dritten Generation im Kojiki und seit der vierten Generation im Haupttext des Nihon shoki immer als Paare auf. In einer der Varianten des Nihon shoki werden alle sieben Generation der himmlischen Götter in Paaren geboren (siehe Tabelle unten).
Mittelalterlicher Shinto
Angeregt durch den Esoterischen Buddhismus (Mikkyō 密教) verbinden die ersten Theologen des Shinto den Dualismus von Yin und Yang mit dem Dualismus von Offen-Geheim. Jihen, ein Shinto- Autor des Mittelalters, identifiziert im Kuji hongi gengi 旧事本紀玄義 eindeutig offen mit Yang und Geheim mit Yin.[5]
„Yin und Yang sind ursprünglich eins. Das eine Qi verwandelte sich in die Dinge. Schon als es sich in Himmel und Erde teilte, gab es das Verborgene und das Offene. Verborgen, das ist der Tod. Er wandelt das Yang und führt es zum Yin zurück. Offen, das ist das Leben. Es wandelt das Yin und läßt es als Yang erscheinen. […]“[6]
Somit gehen zwei Reihen von Entsprechungen hervor: Yang-Offen-Leben und Yin-Verborgen-Tod.[7]
Geschwisterpaare
Ein mythologisches Motiv im Zusammenhang mit der Zahl Zwei, stellen Geschwisterpaare, die sich bekämpfen, dar. Hierzu zählen unter anderem:
Zahl der Wiederholungen zur Affirmation in Mythologie und Spiritualität.
Dreiteilung der Welt in Himmel, Erde, Ozean
Bibel
Zahl Gottes und Zahl der Trinität/ Dreifaltigkeit im Christentum
Drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe [8]
Japanische Mythologie
Im Izumo fudoki 出雲風土記 wird der Gott Omizunu 八束水臣津野 durch das kunihiki 国引き („Heranziehen des Landes“) als Erschaffer des Bezirkes Ou 意宇 genannt (näheres dazu unter Omizunu). Das Heranziehen des Landes erfolgt in vier identischen Schritten. Dreimal wiederholt er dabei die Worte „Komm Land, komm hierher!“[9]
Das Seil, mit dem er das Land herbeizieht, ist „dreischichtig“ (three-ply rope).[10]
drei japanischen Throninsignien, die Sanshu no jingi 三種の神器: die Halskette Yasakani no magatama 八尺瓊の勾玉, den Spiegel Yata no kagami 八咫鏡 und das Schwert Kusanagi 草薙剣
Als die Welt aus dem ursprünglichem Chaos erschaffen wird, bilden sich sowohl im Kojiki wie auch im Nihon shoki zuerst drei Himmelsgötter – Ame no Minakanushi 天之御中主神/天御中主神, Takamimusubi 高御産巣日/高皇産霊 und Kamimusubi 神産巣日. Diese drei Himmelsgottheiten werden auch als die „drei kami 神 der Schöpfung“ (zōka no sanshin 造化三神) bezeichnet.
Jinmu Tennōs 神武天皇 Schwert hat im Kojiki drei Namen und seine zweite Frau gebärt drei Kinder.
Die Zahl Drei im Buddhismus
sangō 三業 „Drei Handlungen“ des esoterischen Buddhismus, bzw. den drei Kategorien rituellen Handelns. Hierbei sind die rituellen Übungen des Körpers, des Mundes und des Geistes gemeint.[11]
sanbō 三宝 drei Kleinodien des Buddhismus – Buddha, Dharma und Sangha.[12]
drei Furten, Sanzu 三途, die auf dem Weg zur Unterwelt überschritten werden müssen (siehe dazu yomi).[13]
drei Körbe des Pāli-Kanon. Der Pāli-Kanon ist der Korpus des frühen, orthodoxeren Buddhismus, zumeist als Therāvada bezeichnet. Er ist in drei große Teile gegliedert die als „Körbe“ bezeichnet werden.[14]
shinbutsu shūgō 神仏習合 Assoziierung von Kamis und Buddhas/Bodhisattvas, Synkretismus von Shintoismus und Buddhismus [15]
Drei Fahrzeuge/ Schulen des Buddhismus: Hinayana („kleines Fahrzeug“), Mahayana („großes Fahrzeug“) und Vajrayana („Diamantfahrzeug“)[16]
Die Zahl Drei im Yoshida Shintō
Im Yoshida Shinto (entstanden im 15. Jh.) wird auf triadische Kategorien besonderer Wert gelegt. Diese sind meist anderen Traditionen entnommen, aber neu zusammengesetzt. Z.B.:
sangen 三元 „Drei Uranfänge“: Hiermit sind die drei Daseinsformen Himmel, Erde und Mensch gemeint.[17]
sanmyō 三妙 „Drei Wunder“: Darunter kann man am ehesten gewisse metaphysische oder paranormale, spirituelle Kräfte verstehen. Diese werden im Einzelnen als „Göttliche Verwandlungen“ (shinpen 神変), „göttliche Durchdringungen“ (jinzū 神通) und Göttliche Kräfte (shinriki 神力) bezeichnet.[18]
sanygō 三行 „Drei Taten“: Die Drei Taten werden als die religiöse Praxis der Drei Wunder angesehen.[19]
Vier
Vier Himmelsrichtungen
Vier Jahreszeiten, Jahreszyklus
Vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft
Japan
Vier-Stände-System 士農工商 der Edo-Zeit: shi (Samurai), nō (Landbauern), kō (Handwerker) und shō (Kaufleute)
In Japan gilt die Vier als eine Unglückszahl, dies beruht auf der Ähnlichkeit von shi 四 (vier) und shi 死, dieses Schriftzeichen bedeutet nämlich „Tod“. Deswegen gibt es in manchen Hotels und Spitälern keine Stockwerke und Räume mit der Nummer 4.[20]
Buddhismus
Vier Himmelskönige (Shi-tennō 四天王): Bishamon-ten 毘沙門天, Kōmoku-ten 広目天, Zōjō-ten 増長天 und Jikoku-ten 持国天. Bei ihnen handelt es sich um Wächterfiguren von buddhistischen Tempeln, die die vier Himmelsrichtungen repräsentieren und somit in alle Richtungen für Schutz von Geistern sorgen.[21]
Hexagramm: wird u.a. im Buddhismus und Hinduismus als Symbol verwendet [25]
Japan
In Japan gilt die Sechs als eine Unglückszahl. Die Aussprache der Zählnummer muttsu 六つ erinnert an das mu 無, was „nichts“ bedeutet. Die Zahl wird daher zum Beispiel bei Bahnsteigen vermieden.[26]
China
Sechziger Zyklus: traditionelles chinesisches System zur Messung der Jahre
Im Einleitungsteil der Bibel zum Beispiel wird folgendes geschrieben: Nachdem Gott sechs Tage lang das Universum erschaffen hatte, teilte er am siebten Tag mit, sein Werk zur Vollendung gebracht zu haben. Gott hat diesen siebten Tag gesegnet und ihn zu einem heiligen Tag erklärt. Ab dieser Einleitung wird die Zahl 7 in den folgenden Kapiteln der Bibel hindurch als etwas Besonderes dargestellt und es zeigt sich, dass die 7 oft mit einer symbolischen Bedeutung behaftet ist. Vor allem in der Offenbarung Johannes kommt die symbolische 7 54 Mal vor.[28] In Johannes' Brief an sieben Gemeinden wird die Apokalypse vorhergesagt, im Buch mit sieben Siegeln wird die Sieben 54 mal genannt. Die „sieben Posaunen“ läuten jeweils eine weitere Endzeit-Erscheinung ein, es gibt sieben Schalen, sieben Plagen, ein siebenköpfiges Tier (Wikipedia/Die 7 im Christentum). Der Pilger besuchte an einem einzigen Tag alle sieben römische Pilgerkirchen für einen besonderen Sündenablass. Außerdem kommt in dieser Offenbarung auch die sogenannte Menora vor, also eine Leuchte mit 7 Armen. Diese 7 Arme sollen die vorhin genannten Gemeinden symbolisieren, an die Johannes schreibt (Wikipedia/Siebenarmiger Leuchter)
Weitere Elemente mit der Zahl 7 in der Bibel oder im Christentum sind beispielsweise:
Überlieferung von sieben letzten Worten, die Jesus am Kreuz gesagt hat
bei der Brotvermehrung sind es fünf Brote und zwei Fische, die sich auf wundersame Art und Weise vermehren
sieben Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung)
sieben Laster/Todsünden (Stolz, Geiz, Wollust, Neid, Völlerei, Zorn, Trägheit)
sieben Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung)
sieben Gaben des Heiligen Geistes (Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit, Gottesfurcht)
Die Zahl 7 scheint in der Bibel mit Vollendung, Erfüllung und Perfektion gleichgesetzt zu werden. Sie ist die Addition von 3 und 4. In der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters steht die 3 für die nach dem Bild des dreifaltigen Gottes geschaffene Seele und alle geistigen Dinge. Die 4 ist die Zahl der Elemente und steht damit symbolisch für die materiellen Dinge, die nach antiker Anschauung alle aus der Kombination der vier Elemente hervorgehen.
Neben der 7 als die Zahl der Perfektion in der Bibel gibt es beispielsweise noch die 7 Töne in der westlichen Tonleiter und die 7 Weisen aus dem antiken Griechenland.[29]
Tragödie von Aischylos aus dem Jahr 467 v. Chr., die die Schlacht zwischen Eteokles und der Armee Thebens gegen Polyneikes und seine Unterstützer, Feinde Thebens, erzählt. Es ist der letzte Teil in der Ödipus-Trilogie des Aischylos.[30]
Sieben Weise
Bei Platon sind die Sieben Weisen erstmals ausdrücklich erwähnt. In seinem Dialog Protagoras (343a) zählt er sie auf:
Thales von Milet (Sei nicht faul, selbst wenn du Geld hast.)
Pittakos von Mytilene (Was du vorhast, sage nicht; denn gelingt's dir nicht, wirst du verlacht.)
Bias von Priene (Gewinne durch Überredung, nicht durch Gewalt.)
Solon von Athen (Lerne zu gehorchen und du wirst zu herrschen wissen.)
Kleobulos von Lindos (Im Glück nicht stolz, im Unglück nicht niedrig sein.)
Myson von Chenai (Schimpfe so, dass du schnell wieder Freund werden kannst.)
Chilon von Sparta (Beweg nicht beim Reden die Hand; das sieht aus, als wärst du verrückt.)[31]
Westliche Begriffe und Redewendungen
Schneewittchen und die 7 Zwerge
Siebenmeilenstiefeln
Der Wolf und die 7 Geislein
Die 7 Weltwunder
Das blue-seven Phänomen
7 Öffnungen der menschlichen Wahrnehmungsorgane
man packt seine 7 Sachen
ein Buch mit 7 Siegeln
auf Wolke 7 schweben
im 7ten Himmel sein
das verflixte 7te Jahr
Sieben freie Künste: Grammatik, Rhetorik, Dialektik und Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik
Volksweisheit: „Wenn der Siebenschläfertag (27. Juni) ein Regentag ist, regnet es sieben Wochen lang.“
Die Zahl Acht oder ihr Vielfaches stellen in den japanischen Mythen ein Synonym für „viel“, „groß“, „bedeutsam“ dar.
Japanische Mythologie
Weltursprung
Acht-Klafter-Halle (Kojiki), welche von dem Urgötterpaar Izanagi und Izanami um den sich in der Mitte der Welt befindenden Himmelspfeiler (der Insel Onogoro) errichtet worden ist. Vermutlich ist der Großschrein von Kizuki (der Izumo Schrein) der Acht-Klafter-Halle nachempfunden, oder vielmehr mit ihr identisch.
Izanagi 伊邪那岐命 und Izanami 伊邪那美命 zeugen die acht großen Inseln Japans
nachdem Izanami in die Unterwelt versetzt wird, bewohnen sie acht Donner-Gottheiten
Amaterasu
die Achtzig-Myriaden Götter versammelten sich am Ufer des achtströmigen Flusses des Himmels, weil Amaterasu sich in der Felsenhöhle versteckte
Susanoo
achtköpfige, achtschwänzige Schlange Yamata no orochi 八又の大蛇, ein Ungetüm, welches von Susanoo erschlagen wurde.
Yamata no orochis Länge betrug acht Täler und acht Berge
Ashinazuchi 足名椎 und Tenazuchi 手名椎 bereiteten auf den Befehl Susanoos achtfach gebrauten Sake
Yamata no orochi trank acht Fässer Sake
Ashinazuchi 足名椎 und Tenazuchi 手名椎 haben insgesamt acht Töchter (sieben davon werden von Yamata no orochi verspeist, die achte Tochter ist Kushinada-hime 奇稲田姫/櫛名田比売)
der Tod des Gottes Ame-waka-hiko wurde acht Tage und acht Nächte betrauert
acht Trigramme: Symbole, die zur Weissagung dienen. Sie bilden die Grundlage des altchinesischen I Ging (yí jīng 易經, Buch der Wandlungen).[34]
Neun
Neun Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto (gilt nicht mehr als Planet)
Japan
In Japan gilt die Neun als eine Unglückszahl. Das kommt daher, dass die Aussprache der Zahl ku/ kyuu 九 klingt wie ku 苦 (Leid).[35]
Buddhismus
Neun Überschüttungen durch Maras Dämonenherr in der Legende zur Buddhawerdung Gautamas: Wind, Regen, Steinregen, Waffenregen, Kohlenregen, Aschenregen, Sandregen, Schmutzregen und Finsternis.[36]
Neun yanas/ Fahrzeuge der Nyingma-Tradition, die älteste Tradition des tibetischen Buddhismus. Diese umfassen die Lehransätze Buddhas.[37]
Zehn
Steht für Vollkommenheit und Perfektion.
China
Zehn Himmelsstämme: Bestandteil des chinesischen Kalenders (siehe Sechziger Zyklus)
Bibel
Zehn Gebote
Zehn Plagen
Buddhismus
Zehn Stufen der Buddhaschaft: Stufen, die man durchlaufen muss um Erlösung zu erlangen
Zehn Welten des buddhistischen Jenseits (jikkai 十界)
Zehn Könige des buddhistischen Totenreichs im chinesischen Buddhismus (jūō 十 王). Diese Vorstellung stammt vor allem aus dem Sutra der Zehn Könige.[38]
Japan
Zehn Throninsignien des Nigihayai (Bruder von Ninigi)
Elf
In der Esoterik/ Spiritualität wird die Elf, oft als Doppelnummer 11:11 als eine mächtige Botschaft der Engel beziehungsweise anderer spiritueller Wegweiser angesehen.[39]
Jūniten十二天 (Die Gottheiten der zwölf Himmelsrichtungen im esoterischen Buddhismus)
Japanische Mythologie
Es entstehen aus acht Gegenständen zwölf Gottheiten, als Izanami diese bei der Flucht von Izanagi, wegwirft (siehe Metamorphosen).
Dreizehn
Die Dreizehn wird oft als Unglückszahl angesehen. Dies rührt daher, dass Judas, der Jesus verriet, der 13. in der Runde des letzten Abendmahls war.[42]
Beispiele:
Die Zahl 33 taucht in Japan v.a. im Zusammenhang mit Kannon auf, der 33 Formen der Manifestation besitzen soll. Folglich bestehen auch Pilgerrouten für diesen Bodhisattva oft aus 33 Stationen.
Die Zahl leitet sich jedoch wahrscheinlich von der buddhistischen bzw. vedischen Kosmologie her. Im Mittelpunkt des Universums befindet sich demnach Berg Sumeru, der an seiner Spitze eine quadratische Plattform besitzt. An jeder Ecke dieser Plattform wohnen acht himmlische Wesen (deva, Jap. ten), während ihr Zentrum von einer zentralen Gottheit, Indra (Taishaku-ten), bewohnt wird. Zusammen ergeben sie 33 Gottheiten.
Buddhismus
dreizehn Buddhas (Japan), sie kommen vor allem in der Shingon Schule 真言宗 des Buddhismus vor. Es gibt unter anderem Izumo (heute Shimane) und Kamakura Tempelanlagen, bestehend aus dreizehn Tempeln, die diese Buddhas repräsentieren sollen.[44]
Records of wind and earth: A translation of fudoki with introduction and commentaries. (Monographs of the Association for Asian Studies, Bd. 53.) Ann Arbor, Mich.: Association for Asian Studies 1997.
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In der griechischen Antike bezeichneten die Sieben Weisen eine Gruppe von bis zu 22 legendären griechischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. Durch ihr Denken, Leben und Wirken galten sie als Vorbilder für die Menschen der damaligen Zeit. Die überlieferten Listen nennen teilweise verschiedene Personen. Die sieben Weisen waren insbesondere durch ihre Weisheitssprüche bekannt. Die meisten von ihnen waren Staatsmänner; als solche genossen sie hohes Ansehen. Sie gehörten der Epoche der vorsokratischen Philosophie an, waren aber großenteils nicht oder nicht in erster Linie Philosophen im engeren Sinne des Begriffs („Sieben Weisen von Griechenland“, Anabell.de (Stand: 2021/09/04)). Die 7 war auch für den Apollokult in Europa von großer Bedeutung, denn sie war diesem Gott geweiht.