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2205 Treffer

A
  • Abe Nikken 阿部日顕 (jap.)
    1922–2019; 67. Oberhaupt der Nichiren Shōshū (1979–2005)
  • Abe no Seimei 安部清明 (jap.)
    921?–1005; Yin Yang-Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名 (jap.)
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成 (jap.)
    Yin Yang-Meister der Heian-Zeit; semi-fiktionale Persönlichkeit (auch: Abe no Yasuchika)
  • Abe Shinzō 安倍晋三 (jap.)
    1954–2022; japanischer Premierminister 2006–2007 und 2012–2020
  • Abe Yasurō 阿部泰郎 (jap.)
    1953–; Spezialist für die buddhistische Literatur des japanischen Mittelalters, Universität Nagoya
  • Abhidharma अभिधर्म (skt.)
    Kommentarwerke des buddh. Kanons (jap. Abidatsuma 阿毘達磨)
  • Acala अचल (skt.)
    „Unbeweglich“, Beinamen des in Japan wichtigsten Mantra-Königs (jap. Fudō 不動)
  • A-gyō 阿形 (jap.)
    Bez. für einen Typ von Wächtergottheit (niō) mit geöffnetem Mund; wtl. „A-Form“ (Figur, die ein „A“ ausspricht); Gegenstück von UN-gyō; im Fall von menschlichen Figuren zumeist mit einer aufbrausenden Geste (mudra) verbunden.
  • Ainu アイヌ (jap.)
    indigenes Volk Japans, dessen historischer Siedlungsraum den Norden Japans und Teile Russlands umfasst. Untersuchungen legen nahe, dass es sich bei den Ainu um Nachfahren der prähistorischen Jōmon-Kultur handelt. Ihre Sprache und Religion werden heute kaum noch praktiziert.
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎 (jap.)
    1782–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Aizen Myōō 愛染明王 (jap.)
    wtl. Mantra-König der Liebe; einer der bekanntesten myōō Japans
  • Aizu-han 会津藩 (jap.)
    Edo-zeitliches Daimyat in Nord-Japan, im Westen der heutigen Präfektur Fukushima
  • Ajātaśatru अजातशत्रु (skt.)
    König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.) (jap. Ajase 阿闍世)
  • aka-e 赤絵 (jap.)
    „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀 (jap.)
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • Akiba Gongen 秋葉権現 (jap.)
    Gottheit des Berges Akiha, ein Shugendō-Zentrum im heutigen Shizuoka; hat die Gestalt eines tengu
  • Akizuki 秋月 (jap.)
    ehem. Burgstadt in der Präfektur Fukuoka, Kyūshū
  • akusō 悪僧 (jap.)
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • Alchi अल्ची (skt.)
    buddhistisches Kloster in Ladakh, Indien
  • Aleph アレフ (jap.)
    jap. Neureligion (shinshūkyō), Nachfolgerin der Aum Sekte
  • ama 海女 (jap.)
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • amagoi 雨乞い (jap.)
    Regenmachen durch rituelles Gebet und Zauber; Regenbitte; s.a. shōu, kiu
  • Amagoi Komachi 雨乞小町 (jap.)
    „Komachis Bitte um Regen“; Motiv aus dem Leben der Dichterin Ono no Komachi in , Kabuki oder ukiyo-e
  • Amakusa 天草 (jap.)
    Insel in Kyūshū (Präf. Kumamoto) mit christlicher Tradition; von 1591–1597 befand sich hier ein Jesuitenkolleg, 1637–1638 Schauplatz der sog. Shimabara (oder Shimabara-Amakusa) Rebellion
  • Amano 天野 (jap.)
  • ama no jaku 天邪鬼 (jap.)
    buddhistischer Dämon, wtl. „böser Himmelsgeist“
  • Ama no murokumo no tsurugi 天叢雲剣 (jap.)
    legendäres jap. Schwert und Teil der drei Insignien der Tennō-Dynastie; auch Kusanagi no Tsurugi
  • Amaterasu 天照 (jap.)
    Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts; Hauptgottheit von Ise
  • ama-tsu-kami 天津神 (jap.)
    Götter des Himmels; mytholog. Gottheiten
  • ame no hito 雨の人 (jap.)
    „Regenmensch“; jemand, der immer Schlechtwetter mitbringt
  • Ame no Hohi 天穂日 (jap.)
    mythol. Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu und Susanoo
  • Ame-no-iwato 天岩戸 (jap.)
    wtl. Felsentor des Himmels; Höhle, in die sich Amaterasu zurückzieht
  • Ame no Koyane 天児屋/天児屋根 (jap.)
    mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der Fujiwara
  • Ame no Oshihomimi 天忍穂耳 (jap.)
    mythol. Gottheit; Sohn von Amaterasu und Susanoo, Vater von Ninigi
  • Ame no Uzume 天鈿女/天宇受賣 (jap.)
    mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
  • Amida 阿弥陀 (jap.)
    Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)
  • Amida-kyō 阿弥陀経 (jap.)
    Kleines Amida Sutra; wichtiger Text des Jōdo Buddhismus
  • Amida Nyorai 阿弥陀如来 (jap.)
    Amida Buddha; skt. Buddha Amitabha
  • Amitābha अमिताभ (skt.)
    „Unermesslicher Glanz“ (jap. Amida 阿弥陀)
  • Amoghavajra अमोघवज्र (skt.)
    705–774; buddh. Mönch aus Samarkand, Autor und Übersetzer zahlreicher Schriften des esoterischen Buddhismus aus dem Sanskrit ins Chinesische; chin. Bukong Jingang (jap. Fukū Kongō 不空金剛)
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人 (jap.)
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Anan 阿難 (jap.)
    Schüler des Buddha (skt. Ananda)
  • Ānanda आनन्द (skt.)
    „Freude“, Schüler des Buddha (jap. Anan 阿難)
  • anatsurushi 穴吊るし (jap.)
    wtl. Grubenhängung; Foltermethode, bei der Delinquenten kopfüber in eine Grube gehängt wurden
  • Anavatapta अन्-वतप्त (skt.)
    buddhistischer Drache, bzw. Wohnort eines Drachens
  • An Lushan 安禄山 (chin.)
    703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
  • anoyo あの世 (jap.)
    wtl. die Welt drüben; Jenseits
  • Anraku-ji 安楽時 (jap.)
    ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
  • Ansei 安政 (jap.)
    jap. Äranamen, 1855–1860, bekannt für besonders strenge Verfolgung von Oppositionellen (Ansei-Säuberungen, 1858–1859)
  • An Shigao 安世高 (chin.)
    2. Jh. u.Z.; buddhistische Missionar und früher Übersetzer indischer Texte ins Chinesische; stammte möglicherweise aus dem Partherreich
  • Antoku Tennō 安徳天皇 (jap.)
    1178–1185; Kindkaiser und Enkel des Taira no Kiyomori, starb in der Seeschlacht von Dan-no-ura, die die Niederlage der Taira besiegelte
  • Antoni, Klaus (west.)
    1953–; deutscher Japanologe und Kulturwissenschaftler an der Universität Tübingen
  • Anxi 安西 (chin.)
    wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
  • aoi 青い (jap.)
    blau
  • arahitogami 現人神 (jap.)
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • Arai Yoshiaki 荒嘉明 (jap.)
    1902–1963; Schöpfer eines unvollendeten Riesenbuddhas (daibutsu) in Fukushima, bekannt als „Hundertfuß-Kannon“ (hyakushaku Kannon)
  • arakan 阿羅漢 (jap.)
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • Arakida 荒木田 (jap.)
    Priester des Inneren Schreins von Ise (Naikū)
  • aramitama 荒魂 (jap.)
    wtl. rauer (wilder) Geist; gewalttätige Natur (mitama) einer Gottheit (im Ggs. zu nigimitama, milder Geist)
  • Arhat अर्हत् (skt.)
    buddhistische Heiligenfigur; höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf (jap. rakan)
  • Arima 有馬 (jap.)
    Ort in Kyūshū, Präfektur Nagasaki, im späten 16. Jh. Zentrum des christlichen Daimyats Arima
  • Arima Harunobu 有馬晴信 (jap.)
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • Arte da lingoa de Iapam (west.)
    Japanisches Grammatikbuch in portugiesischer Sprache, 1604 unter der Leitung des portugiesischen Missionars João Rodrigues in Japan fertiggestellt
  • āryāṣṭāṅga mārga (skt.)
    „Der heilige achtfache Pfad“, Kürzel für die richtige buddhistische Praxis, die sich aus den Vier Wahrheiten (catvari aryasatyani) ableitet
  • asagutsu 浅沓 (jap.)
    Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester aus schwarz lackiertem Holz; ehem. Adelstracht
  • Asahara Shōkō 麻原彰晃 (jap.)
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Asai Ryōi 浅井了意 (jap.)
    1612–1691; Samurai und Schriftsteller in der frühen Edo-Zeit
  • Asakura Tōgo 浅倉当吾 (jap.)
    männlicher Rachegeist der Edo-zeitl. Populärkultur und des Kabuki; basiert vermutlich auf einem realen Dorfvorsteher aus dem 17.Jh. namens Sakura Sōgorō 佐倉惣五郎
  • Asakusa-dera 浅草寺 (jap.)
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社 (jap.)
    Schrein im Bereich der Tempelanlage von Asakusa. Geweiht den drei Fischern, die den Tempel der Legende nach gründeten.
  • Ashikaga 足利 (jap.)
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Tadayoshi 足利直義 (jap.)
    1306–1352; Feldherr in der Muromachi-Zeit; jüngerer Bruder von Ashikaga Takauji (erster Ashikaga Shōgun)
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏 (jap.)
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358; älterer Bruder von Ashikaga Tadayoshi
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満 (jap.)
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des -Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • Aśoka अशोक (skt.)
    „Der Unbesorgte“, 304?–232 v.u.Z., König von Nord-Indien (jap. Muu 無憂 oder Aikuō 阿育王)
  • ashura 阿修羅 (jap.)
    kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura; auch shura
  • Ashura-ō 阿修羅王 (jap.)
    König (Anführer) der ashura; im Gegensatz zu diesen kriegerischen Geistern zumeist positiv dargestellt
  • Assmann, Jan (west.)
    1938–; deutscher Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler
  • Aston, William George (west.)
    1841–1911; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie; Übersetzer des Nihon shoki
  • Asuka 飛鳥 (jap.)
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga no uji befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺 (jap.)
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • asura असुर (skt.)
    kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt (jap. ashura 阿修羅)
  • Atsuta Jingū 熱田神宮 (jap.)
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女 (jap.)
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Avalokiteśvara अवलोकितेश्वर (skt.)
    „Herr, der [die Welt] unten wahrnimmt“, Bodhisattva (jap. Kannon 観音 oder Kanzeon 観世音)
  • Avataṃsakasūtra अवतंसकसूत्र (skt.)
    „Blütenkranz Sutra“, erste Übersetzung ins Chinesische um 420 (jap. Kegon-kyō 華厳経)
  • Awa Kenzō 阿波研造 (jap.)
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • Āyurveda आयुर्वेद (skt.)
    traditionelle indische Heilkunde; Teil des indischen Wissenskanons, Veda
  • Azuchi 安土 (jap.)
    Burgstadt und Hauptquartier Oda Nobunagas am Biwa-See, östlich von Kyōto; 1576 errichtet, 1582 im Zuge von Kampfhandlungen abgebrannt
  • Azuchi-Momoyama Jidai 安土桃山時代 (jap.)
    Zeit der Reichseinigung durch Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi, 1573–1600
  • Azuma kagami 吾妻鏡/東鑑 (jap.)
    historische Chronik (ca. 1300), die Ereignisse des Kamakura- Shōgunats verzeichnet
  • azusa 梓 (jap.)
    Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen
  • azusa miko 梓神子 (jap.)
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
B
  • Baekje 百濟/백제 (kor.)
    Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
  • Baier, Karl (west.)
    1954–; österr. Religionswissenschaftler an der Universität Wien
  • bakemono (jap.)
    Gespenst, Geist; wtl. verwandeltes Wesen
  • baku 獏 (jap.)
    Baku, elefantenartiges legendäres Tier, das Träume frisst; auch: Tapir
  • bakufu 幕府 (jap.)
    wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shōgunat
  • bakumatsu 幕末 (jap.)
    Ende des Tokugawa-Shōgunats, 1853–1867; wtl. Ende der Zeltregierung (bakufu)
  • Bamiyan (west.)
    Einstmals buddhistisches Zentrum im heutigen Afghanistan, berühmt für seine Felsenbuddhas
  • Banchō sarayashiki 番町皿屋敷 (jap.)
    „Das Tellerhaus in Banchō“; Kabuki-Drama und bekannte Horrorgeschichte (kaidan) über das Tellergespenst Okiku
  • Bassui Tokushō 抜隊得勝 (jap.)
    1327–1387; Zen Mönch der Rinzai Schule;
  • bateren 伴天連 (jap.)
    christlicher Priester; Missionar
  • Bateren tsuihōrei 伴天連追放令 (jap.)
    erste japanische Verordnung zur Vertreibung der christlichen Missionare durch Toyotomi Hideyoshi, 1587/7/24
  • Batō Kannon 馬頭観音 (jap.)
    Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation Kannons
  • Beato, Felice (west.)
    1832–1909; ital.-brit. Photograph, dokumentierte erstmals das Leben in Ostasien, Japanaufenthalt in den 1860er und 1870er Jahren
  • Bencao gangmu 本草綱目 (chin.)
    „Kompendium von [medizinischen] Pflanzen“; chin. naturwissenschaftl. Enzyklopädie von Li Shizhen, 1578; jap. Honzō kōmoku
  • Benkei 弁慶 (jap.)
     ?–1189; legendärer Kriegermönch (sōhei) des Genpei-Krieges
  • Benn, James (west.)
    Sinologe und Religionshistoriker des Buddhism an der McMaster University, Kanada
  • Benten 弁天 (jap.)
    Glücksgöttin; Kurzform von Benzaiten
  • Benzaiten 弁才天/弁財天 (jap.)
    Glücksgöttin im Ensemble der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇 (jap.)
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585); eig. Herrschername Nunakura-futotama-shiki 渟中倉太珠敷
  • bīja बीज (skt.)
    „Samen“, im übertragenen Sinn: ursprüngliches Zeichen, Symbol (jap. shuji 種子)
  • Bimbisāra बिम्बिसार (skt.)
    bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha (jap. Binbasara 頻婆娑羅)
  • Binzuru 賓頭盧 (jap.)
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja); prototypischer arhat
  • Birushana 毘盧遮那 (jap.)
    Buddha Vairocana; ältere jap. Namensform von Dainichi
  • Bishamon-ten 毘沙門天 (jap.)
    Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana
  • biwa 琵琶 (jap.)
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • biwa hōshi 琵琶法師 (jap.)
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Biwa-ko 琵琶湖 (jap.)
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Blacker, Carmen (west.)
    1924–2009; britische Japanologin und Kulturanthropologin, lehrte in Cambridge
  • Bodhgayā बोध्गया (skt.)
    „Ort der Erleuchtung“, Ort, an dem Buddha seine Erleuchtungserfahrung hatte (jap. Buddagaya 仏陀伽邪)
  • bodhi बोधि (skt.)
    „Erwachen, Erleuchtung“ (jap. bodai 菩提)
  • Bodhidharma बोधिधर्म (skt.)
    legendärer buddh. Mönch aus Indien, in China aktiv; gilt als Begründer des Chan (Zen) Buddhismus (jap. Daruma 達磨 oder Bodaidaruma 菩提達磨)
  • Bodhisattva बोधिसत्त्व (skt.)
    „Erleuchtetes Wesen“, Vorstufe zur vollkommenen Buddhaschaft (jap. bosatsu 菩薩)
  • Bodhisena बोधिसेन (skt.)
    704–760, indischer Mönch, Begründer der japanischen Kegon-Schule (jap. Bodaisena 菩提僊那)
  • Bodiford, William (west.)
    1955–; Buddhismushistoriker und Japanologe an der University of California, Los Angeles
  • Bohner, Hermann (west.)
    1884–1963; deutscher Japanologe; ab dem Ersten Weltkrieg in Japan tätig
  • Bon 盆 (jap.)
    Bon-Fest (Ahnenfest); in der Alltagssprache meist O-bon
  • Bonmō-kyō 梵網經 (jap.)
    Brahma-Netz Sūtra; nur in chin. Version (406) bekannt; gilt als apokrypher Text, der aber wichtig zur Standardisierung der buddhistischen Gebote (Vinaya) in Ostasien war
  • bon'odori 盆踊 (jap.)
    Bon-Tänze
  • Bonten 梵天 (jap.)
    Skt. Brahma; als indische deva-Gottheit und oberster Gott der Brahmanen wurde er auch in den Buddhismus integriert
  • Borobudur (skt.)
    größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandala
  • bosatsu 菩薩 (jap.)
    Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt
  • Bosch, Hieronymus (west.)
    1450–1516; niederländischer Maler, bekannt für seine apokalyptischen Höllendarstellungen
  • bōnenkai 忘年会 (jap.)
    wtl. Jahr-Vergessen-Feier; Feste zu Jahresende, meist mit feucht-fröhlichem Charakter
  • Bōshin Sensō 戊辰戦争 (jap.)
    Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
  • Boyi 伯夷 (chin.)
    legendäre Figur aus der chinesischen Frühzeit (frühe Zhou-Dynastie, 11. Jh. v.u.Z.); zusammen mit seinem Bruder Shuqi ein Inbegriff von Loyalität und Selbstaufopferung
  • Brahmā ब्रह्मा (skt.)
    einer der drei hinduistischen Hauptgottheiten, auch Brahman; davon abgeleitet: Brahmanen (Priester) (jap. Bonten 梵天)
  • brāhmaṇa ब्राह्मण (skt.)
    Angehöriger der obersten indischen Priesterkaste; Brahmane, Brahmin (jap. baramon 婆羅門)
  • Brecht, Bertolt (west.)
    1898–1956; deutscher Schriftsteller und Dramatiker, dem Ostasien, ohne dass er es näher kannte, häufig zur Inspiration seiner „Lehrstücke“ diente
  • Budai 布袋 (chin.)
    chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
  • Buddha बुद्ध (skt.)
    „Der Erleuchtete“ (jap. butsu, hotoke 仏 oder Budda 仏陀)
  • Buddhacarita बुद्धचरितम (skt.)
    „Taten des Buddha“, Lebensbeschreibung des historischen Buddha von Ashvaghosha aus dem 2. Jh. u.Z.
  • Budō 武道 (jap.)
    Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste; wtl. Weg des Krieges
  • buke 武家 (jap.)
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • bukkyō 仏教 (jap.)
    Lehre des Buddha, Buddhismus
  • Bunbuku chagama 分福茶釜 (jap.)
    Märchen über einen tanuki der die Gestalt eines Teekessels annimmt, um sich von seinem Retter aus Dank verkaufen zu lassen
  • bunmei kaika 文明開化 (jap.)
    „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s
  • Bunraku 文楽 (jap.)
    Traditionelle, japanische Form des Puppentheaters, 1684 in Ōsaka entstanden; viele Stücke des Kabuki wurden ursprünglich für Bunraku geschrieben
  • bunrei 分霊 (jap.)
    wtl. Teilseele; im Kontext von Schreingottheiten bezeichnet der Ausdruck die Gottheit eines Zweig- oder Filialschreins, die sozusagen von einer Hauptgottheit abgespalten wurde
  • Bunshi Genshō 文之玄昌 (jap.)
    1555–1620; Mönch der Rinzai-Schule
  • bushi 武士 (jap.)
    Krieger, Samurai
  • Bushidō 武士道 (jap.)
    Verhaltenskodex bzw. Philosophie des japanischen Militäradels; wtl. Der Weg des Kriegers
  • Butoh 舞踏 (jap.)
    wtl. Stampftanz; zeitgenössische Tanzform des 20. Jhs. (auch butō)
  • butsudan 仏壇 (jap.)
    buddh. Hausaltar
  • Butsuzō zui 仏像図彙 (jap.)
    buddh. Bildenzyklopädie von Tosa Hidenobu, 1783.
  • Byakko 白虎 (jap.)
    wtl. Weißer Tiger; Richtungstier des Westens in der ostasiatischen Kosmologie
  • Byakue Kannon 白衣観音 (jap.)
    Kannon im weißen Gewand
  • byōbu 屏風 (jap.)
    Wand- bzw. Stellschirme, traditionellerweise sowohl als Raumtrenner als auch als Unterlage wertvoller Malerei genutzt
  • Byōdō-in 平等院 (jap.)
    Amida-Tempel, errichtet 998, zunächst als adelige Residenz. Zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans.
C
  • Cao Yuanzhong 曹元忠 (chin.)
    r. 944–974; regierte zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche (907–960) als quasi unabhängiger Herrscher die Garnisonsstadt Dunhuang am nordwestlichen Ende der chinesischen Einflusssphäre
  • Castiglione, Giuseppe (west.)
    1688-1766; ital. Maler und Jesuit; war am chinesischen Hof tätig; verschmolz chinesische und westliche Maltechniken zum sogenannten Qing-Hofstil
  • catvāri āryasatyāni चत्वारिआर्यसत्यानि (skt.)
    „Die Vier Edlen Wahrheiten“, Grunddogmen der buddhistischen Lehre
  • chadō 茶道 (jap.)
    wtl. „Teeweg“; Teezeremonie; auch sadō, sa no yu; Ritual um den Konsum von Tee, das aus der buddhistischen Klosterkultur (v.a. Zen-Klöster) stammt und im späten Mittelalter in die Kultur der Eliten übernommen wurde
  • Chamberlain, Basil Hall (west.)
    1850–1935, brit. Pionier der Japanforschung
C (Fortsetzung)
  • Chan 禅 (chin.)
    jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
  • Changan 長安 (chin.)
    chin. Hauptstadt, u.a. in der Tang-Dynastie; wtl. „Langer Friede“; heute Xian
  • Chen Shou 陳壽 (chin.)
    233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt als Chengzuo 承祚
  • chigaya 千萱/チガヤ (jap.)
    Imperata cylindrica; eine Art Schilfgras, aus dem u.a. chinowa hergestellt werden, s.a. susuki
  • chigi 千木 (jap.)
    ornamentale Dachsparren
  • chihaya 千早 (jap.)
    weitärmeliges, weißes Übergewand für Shintō-Priester, v.a. miko
  • Chijiwa Miguel 千々石弥解瑠/ミゲル (jap.)
    1569?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshou-Gesandtschaft, später Apostat und Gegner des Christentums; japanischer Eigenname Seizaemon 清左衛門
  • chiken-in 智拳印 (jap.)
    Mudrā der Weisheitsfaust
  • Chikubushima 竹生島 (jap.)
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chikushō 畜生 (jap.)
    Welt der Tiere (im Schema der Wiedergeburten); in der heutigen Umgangssprache häufig verwendeter Fluch („Verdammt!“, „Scheiße!“)
  • chinkonsai 鎮魂祭 (jap.)
    Zeremonie zur Beruhigung der Totengeister
  • chi no ike 血の池 (jap.)
    Blutsee; für Frauen vorbehaltener Bereich der buddhistischen Hölle
  • chinowa 茅の輪 (jap.)
    wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung
  • chinowa kuguri 茅の輪くぐり (jap.)
    Ritual, bei welchem man mehrmals durch einen Schilfgraskranz steigt, um Körper und Seele von Unreinheit und Krankheit zu befreien; wtl. Durchschreiten des Schilfgraskranzes
  • Chinrei-sha 鎮霊社 (jap.)
    Seelenbesänftigungsschrein; Seitenschrein des Yasukuni Jinja
  • Chion-in 知恩院 (jap.)
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chiossone, Edoardo (west.)
    1833–1898; italienischer Graphiker und Drucker, der ab 1872 bis zu seinem Tod in Japan tätig war
  • chitose-ame 千歳飴 (jap.)
    „Tausend-Jahr-Bonbons“, rot-weiße Zuckerstange die Kinder beim Shichigosan-Fest geschenkt bekommen
  • Chokugo engi 勅語衍義 (jap.)
    „Kommentar zum Kaiserlichen Erziehungserlass“; Traktat von Inoue Tetsujirō, 1891
  • Chōgen 重源 (jap.)
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Chōshū 長州 (jap.)
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰 (jap.)
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
  • chūmon 中門 (jap.)
    wtl. Mitteltor; Tor im Inneren einer (religiösen) Anlage
  • chūsei 中世 (jap.)
    japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
  • Chūzenji-ko 中禅寺湖 (jap.)
    See im Nikkō-Nationalpark in der Präfektur Tochigi
  • Civitates orbis terrarum (west.)
    Mehrbändiges Werk mit Illustrationen und Beschreibungen der mächtigsten Städte der Welt im Zeitalter der Entdeckungen (16. Jh.), hg. von Georg Braun, illustriert von Franz Hogenberg, Köln
  • Como, Michael (west.)
    amerikanischer Shintō-Forscher an der Columbia University, New York
  • Conze, Edward (west.)
    1904–1979; deutsch-britischer Buddhismusforscher
  • Cooper, Michael (west.)
    1930–2018; Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert, lehrte an der Sophia Universität, Tōkyō
D
  • Da bore boluomidou jing 大般若波羅蜜經 (chin.)
    „Sutra der vollkommenen Weiheit“; jap. Hannyaharamitta-kyō
  • Daian-ji 大安寺 (jap.)
    einer der Sieben Große Tempel von Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • daibutsu 大仏 (jap.)
    wtl. „Großer Buddha“; monumentale Buddha-Statue
  • daibutsu-yō 大仏様 (jap.)
    Stil buddhistischer Tempeltore; wtl. Stil des großen Buddha (daibutsu) [von Nara]
  • Daigo-ji 醍醐寺 (jap.)
    Buddhistischer Tempel in Kyōto
  • Daigo Tennō 醍醐天皇 (jap.)
    60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
  • Daiitoku Myōō 大威徳明王 (jap.)
    skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō
  • daijō bukkyō 大乗仏教 (jap.)
    Mahayana Buddhismus, wtl. „Lehre des Großen Fahrzeugs“
  • Daijō-kan 太政官 (jap.)
    oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
  • daijōsai 大嘗祭 (jap.)
    wtl. Fest des großen Kostens [des neuen Reises]; shintōistische Zeremonie; zeremonieller Höhepunkt der Thronbesteigungsriten eines Tenno, abgeleitet von einem Erntedankritus
  • Daikashō 大迦葉 (jap.)
    Schüler Buddhas (skt. Mahakashyapa)
  • Daikoku 大黒 (jap.)
    Gott des Reichtums und Stellvertreter der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikokuten
  • Daikoku Jōze 大黒常是 (jap.)
    traditioneller Ehrenname des Oberhaupts der Silberkontrolleure innerhalb der „Silbergilde“ (ginza), die für die Silberwährung der Edo-Zeit zuständig war
  • Daikoku-ten 大黒天 (jap.)
    voller, buddhistischer Name des Glücksgottes Daikoku (skt. Mahakala)
  • daimoku 題目 (jap.)
    wtl. „Titel [des Lotos Sutras]“; Gebetspraxis des Nichiren Buddhismus
  • dai-monji 大文字 (jap.)
    Das Zeichen „Groß“, das beim Bon-Fest in Kyōto mit Feuer gebildet wird
  • Daimyō 大名 (jap.)
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • Daimyōjin 大明神 (jap.)
    kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
  • Dainichi 大日 (jap.)
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainichi-kyō 大日経 (jap.)
    Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh.
  • Dainichi-kyō sho 大日経疏 (jap.)
    Kommentar zum Dainichi-kyō erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727); T1796
  • Dainichi Nyorai 大日如来 (jap.)
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainihonkoku hokke genki 大日本国法華験記 (jap.)
    „Berichte von den Wundern des Lotos Sutras im Großen Reich Japan“; buddh. Legendensammlung (setsuwa) von Chingen 鎮源, 11. Jh.; behandelt in erster Linie Hagiographien
  • Dai Nihon-shi 大日本史 (jap.)
    Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906
  • Daisen Kofun 大仙古墳 (jap.)
    Japans größtes Hügelgrab (kofun), in Sakai, Ōsaka; der Legende nach Grabmahl des Nintoku Tennō
  • daisōjō 大僧正 (jap.)
    „Kardinal“; höchstes Amt in der landesweiten Klosterverwaltung (sōgō)
  • daisōzu 大僧都 (jap.)
    „Erzbischof“; führendes Amt in der landesweiten Klosterverwaltung (sōgō)
  • daitengu 大天狗 (jap.)
    wtl. Groß-tengu; tengu in Menschengestalt mit langer Nase
  • Daitsū-ji 大通寺 (jap.)
    Tempel in der Präfektur Aichi, nahe der ehem. Burg Nagashino
  • Dakini 荼枳尼 (jap.)
    weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
  • Ḍākinī डाकिनी (skt.)
    „Himmelstänzerin“, indische Dämonin (jap. Dakini 荼枳尼)
  • dan 段 (jap.)
    „Stufe“, „Rang“; Bezeichnung der Fortgeschrittenen- bzw. Meistergrade in den Kampfsportarten, Budō
  • danka seido 檀家制度 (jap.)
    System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
  • danna 旦那 (jap.)
    Gönner, Patron oder einfach Gemeindemitglied eines buddhistischen Tempels, auch danka; davon abgeleitet: Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha); Ehemann
  • Dan-no-ura 壇ノ浦 (jap.)
    Ort in der Meerenge von Shimonoseki (West-Japan), der vor allem für eine Seeschlacht im Jahr 1185 bekannt ist, welche die Niederlage der Taira im Genpei-Krieg besiegelte
  • Darel (shina)
    Seitental des Indus im Norden Pakistans, in dem das antike Reich Tuoli vermutet wird, wo sich nach dem Reisebericht Faxians eine fast 20m hohe Statue des Maitreya befunden haben soll
  • Daruma 達磨 (jap.)
    Spitzname des Mönchs Bodhidharma; Bezeichnung der daruma-Puppe als Glücksbringer
  • daruma だるま (jap.)
    Glücksbringer aus Pappmaché, der dem Zen-Patriarchen Daruma (skt. Bodhidharma) nachempfunden ist
  • daruma ichi 達磨市 (jap.)
    spezielle Tempel-Märkte, die daruma-Figuren zum Kauf anbieten
  • daruma onna だるま女 (jap.)
    wtl. Daruma-Frau; abschätziger Ausdruck für „Freudenmädchen"; bezog sich im 19. und 20. Jh. zumeist auf illegale, inoffizielle oder billige Formen der Prostitution; nicht zu Verwechseln mit onna daruma
  • dashi 山車 (jap.)
    Prozessionswagen bei Schreinfesten
  • Date 伊達 (jap.)
    Kriegerfamilie; ab der Edo-Zeit mächtige Daimyō-Dynastie in Nord-Japan
  • Date Masamune 伊達政宗 (jap.)
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
  • Datsueba 奪衣婆 (jap.)
    wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt; Dämonin des Totenreichs
  • Davidson, Ronald (west.)
    amerikanischer Indologe und Religionswissenschaftler an der Fairfield University in Connecticut
  • Dayanta 大雁塔 (chin.)
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dayun jing 大雲經 (chin.)
    Großes Wolken-Sutra; skt. Mahāmegha sūtra, jap. Daiun-kyō; die früheste Übersetzung ins Chinesische wurde von Dharmakṣema zwischen 414 and 421 angefertigt (DDB, s.v. Dafangdeng wuxiang jing 大方等無想經)
  • Dazaifu 太宰府 (jap.)
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮 (jap.)
    Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
  • Deguchi Nao 出口なお (jap.)
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Deguchi Onisaburō 出口鬼三郎 (jap.)
    1871–1948; Mitbegründer der neurel. Bewegung Ōmoto
  • Dejima 出島 (jap.)
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • dengaku 田楽 (jap.)
    wtl. Feldmusik; traditioneller Volkstanz, Vorläufer des -Theaters
  • Dengyō Daishi 伝教大師 (jap.)
    Posthumer Ehrentitel des Mönchs Saichō
  • dentō 伝燈 (jap.)
    Mönchstitel, wtl. „Übertragen der Lampe“; Weiterführen der Lehre [eines buddhistischen Meisters]; wurde 860 zu einem Ehrentitel in vier (später fünf) Abstufungen; implizierte eine Auszeichnung für Mönche außerhalb der staatlichen Mönchsverwaltung (sōgō), die sich um die Ausbreitung der buddhistischen Lehre verdient gemacht hatten
  • deva देव (skt.)
    „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter (jap. -ten 天 oder tenbu 天部)
  • Devadatta देवदत्त (skt.)
    „Gottesgeschenk“, Cousin und Gegenspieler des Buddha (jap. Daibadatta 提婆達多)
  • Dhāmek धामेक् (skt.)
    Stupa in Sarnath bei Benares, wo Buddha seine erste Rede hielt; Fundamente stammen aus der Zeit König Ashokas (3. Jh. v.u.Z.)
  • dhāraṇī धारणी (skt.)
    (magische) Gebetsformel, ähnlich wie, aber meist länger als Mantra (jap. darani 陀羅尼 oder ju 呪)
  • Dhāraṇīsamuccayasūtra धारणीसमुच्चयसूत्र (skt.)
    esoterisches Sutra, chin. Fassung aus 654 (jap. Darani-kyō 陀羅尼經 oder Darani-jikkyō 陀羅尼集經)
  • Dharma धर्म (skt.)
    Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) (jap. 法)
  • dharmacakra धर्मचक्र (skt.)
    „Rad der Lehre“, Symbol des Buddhismus (jap. hōrin 法輪)
  • Dharmakāra धर्मकार (skt.)
    „Gesetzesmacher“, Bodhisattva-Namen des Amida (jap. Hōzō Bosatsu 宝蔵菩薩)
  • dhoṭī धोटी (skt.)
    traditionelles Beinkleid der indischen Männer
  • dhyāna ध्यान (skt.)
    „Meditation, Konzentration“ (jap. Zen 禅)
  • Di Shun 帝舜 (chin.)
    Kaiser Shun; legendärer chinesischer Herrscher, lebte laut Überlieferung zw. 2294 und 2184 v.u.Z; zusammen mit seinem Vorgänger Yao Inbegriff eines weisen und gerechten Herrschers
  • 道 (jap.)
    Weg, Lehre, im erweiterten Sinne auch „Religion“; s.a. Dōkyō (Daoismus)
  • Dōgen 道元 (jap.)
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄 (jap.)
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子 (jap.)
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōjō-ji 道成寺 (jap.)
    Tendai-Tempel in der Präfektur Wakayama, südl. von Nara, der seine Gründung bis ins Jahr 701 zurückführt; neben zahlreichen Kunstschätzen berühmt für die Legende der Kiyohime, die sich hier ereignet haben soll.
  • Dōkyō 道鏡 (jap.)
    700?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōkyō 道教 (jap.)
    Daoismus, wtl. Lehre des Weges, chin. Daojiao; philosophisch-rel. Strömung Chinas; s.a.
  • dōsojin 道祖神 (jap.)
    Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Form
  • Dōzō 道蔵 (jap.)
    koreanischer Mönch aus Baekje, spätes 6. Jh.; im Nihon shoki als Experte des Regenmachens erwähnt
  • Doyōsei 土曜星 (jap.)
    wtl. Erdplanet, Saturn
  • Dschingis Khan 成吉思汗 (chin.)
    ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
  • Dürckheim, Karlfried Graf (west.)
    1896–1988; Psychologe und Zen-Lehrer, in der Zwischenkriegszeit im Dienst des Nationalsozialismus in Japan tätig
  • Dürer, Albrecht (west.)
    1471–1528; deutscher Maler und Graphiker der Renaissance
  • duḥkha दुःख (skt.)
    „Leiden“ (jap. ku 苦)
  • Dunhuang 敦煌 (chin.)
    Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
E
  • Ebisu 恵比寿 (jap.)
    Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“
  • ebisu kaki 夷かき (jap.)
    Bezeichnung für Schausteller, die früher vom Nishinomiya Jinja aus mit Puppen durch die Lande zogen
  • Ebisu Saburō 夷三郎 (jap.)
    Beiname des Glücksgottes Ebisu
  • eboshi 烏帽子 (jap.)
    von Priestern in einfacher Robe getragene Kopfbedeckung; aus schwarz gelacktem Papier
  • Edo 江戸 (jap.)
    Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
  • ee ja nai ka ええじゃないか (jap.)
    Dialektform von ii ja nai ka, „ist doch in Ordnung so“; Refrain von Liedern, nach denen millienniaristische Bewegungen um 1867 benannt wurden
  • Ehon sankoku yōfuden 繪本三國妖婦傳 (jap.)
    „Bilderbuch der Gespensterfrauen aus Drei Ländern“; illustrierter Roman von Takai Ranzan
  • eirei 英霊 (jap.)
    „Heldenseele“; bezeichnet v.a. die im Yasukuni Schrein verehrten Kriegshelden
  • Eisai 榮西 (jap.)
    s. Myōan Yōsai
  • Eizon 叡尊 (jap.)
    1201–1290; Shingon-Mönch; Abt des Saidai-ji in Nara
  • Eliade, Mircea (west.)
    1907–1986, rumänischer Religionswissenschaftler und Ethnologe, lehrte an der Universität Chicago
  • Elisonas, Jurgis (west.)
    1937–; litauisch-amerikanischer Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert; publizierte auch als George Elison oder J.S.A. Elisonas
  • ema 絵馬 (jap.)
    Votivbild; wtl. Bild-Pferd
  • emaki 絵巻 (jap.)
    Bildrolle, illuminierte Querbildrolle
  • Emishi 蝦夷 (jap.)
    Volksgruppe im Nordwesten Japans, die im Laufe des japanischen Altertums aus Honshū verdrängt bzw. unterworfen und assimiliert wurde; die Zeichen werden auch Ezo oder Ebisu gelesen
  • Enami Nobukuni 江南信國 (jap.)
    1859–1929; japanischer Photopionier der Meiji-Zeit; wies sich häufig auch als „T.Enami“ aus
  • Enbudai 閻浮提 (jap.)
    skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
  • Endō Shūsaku 遠藤周作 (jap.)
    1923–1996; japanischer Schriftsteller, der in zahlreichen Romanen zumeist das Christentum in Japan thematisierte
  • engi 縁起 (jap.)
    Tempel- oder Schrein-Chronik
  • engimono 縁起物 (jap.)
    Glücksbringer
  • Engishiki 延喜式 (jap.)
    „Bestimmungen der Engi Ära“; Gesetzeswerk mit zahlreichen religionspol. Bestimmungen, v.a. zum Schreinzeremoniell, aus dem 10. Jh.
  • Enma 閻魔 (jap.)
    skt. Yama; König oder Richter der Unterwelt; auch Enra; meist als Enma-ten oder Enma-ō angesprochen
  • enmusubi 縁結び (jap.)
    wtl. „Bande knüpfen“, einen „Liebesbund“ schließen (heiraten) oder stiften (Heiratsvermittlung); Aufgabengebiet der Glücksgötter (fukujin)
  • enmusubi no kami 縁結びの神 (jap.)
    wtl. „Gottheit, die Verbindungen knüpft“; Gottheit für Verliebte, japanischer Amor
  • Ennin 円仁 (jap.)
    794–864; Mönch des Tendai Buddhismus, Schüler Saichōs
  • En no Gyōja 役行者 (jap.)
    Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
  • En no Ozuno 役小角 (jap.)
    Asket des Altertums, auch En no Ozunu; besser bekannt als En no Gyōja
  • Enoshima 江ノ島 (jap.)
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Enryaku-ji 延暦寺 (jap.)
    Haupttempel des Hiei Klosterbergs
  • Entsū-ji 円通寺 (jap.)
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
  • Faure, Bernard (west.)
    1948–; französisch-amerikanischer Religionshistoriker an der Columbia University
  • Faxian 法顯 (chin.)
    früher chin. Pilgermönch (337?–422?), Autor eines Reiseberichts
  • Fazhuji 法住記 (chin.)
    buddh. Text, 654 übersetzt von Xuanzang; „Bericht von der Fortdauer des Dharmas“; jap. Hōjūki
  • Fellonosa, Ernest (west.)
    1853–1908; lehrte in jungen Jahren in Japan Philosophie, entwickelte sich aber bald zu einem Connaisseur japanischer Kunst und stellte im Auftrag der Meiji-Regierung die erste Liste japanischer „Nationalschätze“ zusammen. Seine Kunstsammlung bildet den Grundstock der Japonica im Museum of Fine Arts, Boston.
  • fenghuang 鳳凰 (chin.)
    mythologisches Vogelwesen aus China; im Westen auch als chin. Phönix bezeichnet; jap. hōō
  • Feng Shui 風水 (chin.)
    chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig
  • Ferreira, Cristóvão (west.)
    1580?–1650; portugiesischer Jesuitenmissionar in Japan, der nach Verhaftung und Folter 1633 zur anti-christlichen Inquisition überwechselte
  • Florenz, Karl (west.)
    1865–1939; Pionier der deutschen Japanforschung
  • Francisco de Xavier (west.)
    1506–1552; spanischer Mönch und Missionar, Mitbegründer des Jesuitenordens, zuständig für die Missionierung Ostasiens; auch als der Heilige Franz Xaver bekannt
  • Fróis, Luís (west.)
    1532—1597; portugiesischer Missionar des Jesuitenordens und bekannter Chronist der japanischen Mission
  • Fudaraku 補陀落 (jap.)
    paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
  • Fudaraku tokai 補陀落渡海 (jap.)
    „Überfahrt nach Fudaraku“ (Paradies des Bodhisattva Kannon); buddhistische Form des rituellen Selbstmords
  • fudoki 風土記 (jap.)
    Lokalchronik
  • Fudō Myōō 不動明王 (jap.)
    prominentester japanischer myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“
  • Fugen 普賢 (jap.)
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fugen Bosatsu 普賢菩薩 (jap.)
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fujieda Akira 藤枝晃 (jap.)
    1911–1998; Sinologe an der Universität Tōkyō, vor allem als Dunhuang-Historiker bekannt
  • Fuji-san 富士山 (jap.)
    Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (veraltete Bezeichnung: Fuji-yama)
  • Fujita Tōko 藤田東湖 (jap.)
    1806–1855; Gelehrter der Mito-Schule
  • Fujiwara 藤原 (jap.)
    mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
  • Fujiwara no Hirotsugu 藤原広嗣 (jap.)
     ?–740; Adeliger aus dem Haus der Fujiwara, der 740 die größte Rebellion des 8. Jahrhunderts anführte
  • Fujiwara no Michinori 藤原通憲 (jap.)
    1106–1160; Staatsmann und wichtiger Verbündeter des Taira no Kiyomori in der Heiji-Rebellion (1159–1160); auch bekannt als Shinzei 信西
  • Fujiwara no Nakamaro 藤原仲麻呂 (jap.)
    706–764; Staatsmann, Kanzler in der Nara-Zeit; Eigenname Emi no Oshikatsu
  • Fujiwara no Senshi 藤原詮子 (jap.)
    962-1002; Mutter des Ichijō Tennō; Nonnenweihe 991
  • Fujiwara no Tokihira 藤原時平 (jap.)
    871–909; japanischer Staatsman, Hofbeamter und Politiker der Heian-Zeit
  • Fujiwara no Yasuhira 藤原泰衡 (jap.)
    1155–1189; Oberhaupt des Fujiwara-Clans in der Zeit des Genpei-Krieges
  • Fujiwara no Yoshifusa 藤原良房 (jap.)
    804–872; Staatsmann, Begründer der Fujiwara-Hagemonie
F (Fortsetzung)
  • Fujiwara Seika 藤原惺窩 (jap.)
    1561–1619; Gelehrter und Philosoph des Neo-Konfuzianismus
  • Fujiwara Tetsuzō 藤原銕造 (jap.)
    1876–1966; Töpfermeister in Shigaraki
  • fujufuse 不受不施 (jap.)
    wtl. „nichts nehmen, nichts geben“, d.h. weder Opfergaben empfangen, noch religiöse Dienstleistungen erfüllen; Prinzip der radikalen Abschottung von Nichiren-Anhängern gegenüber potentiellen Gönnern, die nicht den exklusiven Glauben an das Lotos Sutra teilten
  • Fujufuse-ha 不受不施派 (jap.)
    Edo-zeitl. Fraktion des Nichiren Buddhismus, die Andersgläubigen „nichts nehmen und nichts geben“ (fujufuse) wollte. Ähnlich wie die japanischen Christen stand auch die Fujufuse-ha auf der Liste verbotener Religionen der Edo-Zeit.
  • Fukami Tōshū 深見東州 (jap.)
    1951–; Gründer der Shintō-nahen Neureligion WorldMate; auch bekannt als Handa Haruhisa und Fukami Seizan
  • fukko shintō 復古神道 (jap.)
    „Restauration des antiken Shintō“; Restaurations-Shintō
  • fukoku kyōhei 富国強兵 (jap.)
    „reiches Land, starkes Heer“; politischer Slogan des 19. Jh.s
  • Fukuba Bisei 福羽美静 (jap.)
    1831–1907; Gelehrter und Vasall des Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen; Universitätsgründer
  • fukujin 福神 (jap.)
    Glücksgottheit; Gottheit, die für spezifische Formen des irdischen Glücks (Reichtum, Gesundheit, Kinder, ...) angebetet wird; s.a. Shichi Fukujin
  • Fukurokuju 福禄寿 (jap.)
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • Fu-lu-shou 福禄寿 (chin.)
    wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.
  • fumie 踏み絵 (jap.)
    „Bildertreten“; Zwangsmaßnahme zur Entlarvung von Christen
  • fundoshi 褌 (jap.)
    traditionelle, japanische Unterwäsche für Männer
  • funnu-son 憤怒尊 (jap.)
    zornvolle Gottheit; Beschützerfigur des esoterischen Buddhismus; Sanskrit: krodha
  • funzōe 糞掃衣 (jap.)
    Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“
  • furigana 振り仮名 (jap.)
    Lesehilfe für Kanji in Silbenschrift (kana)
  • Fushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社 (jap.)
    Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyōtos
  • Fusō ryakki 扶桑略記 (jap.)
    Geschichtswerk aus der späten Heian-Zeit mit Schwerpunkt auf dem jap. Buddhismus, das allg. als sehr zuverlässig eingestuft wird, obwohl Autor und genaue Umstände der Entstehung umstritten sind.
  • fusuma 襖 (jap.)
    Schiebewand, Schiebetür oder Wandpaneele in der traditionellen jap. Architektur
  • Futami Okitama Jinja 二見興玉神社 (jap.)
    Schrein in der Bucht von Ise, nahe dem Ise Jingū, v.a. für seine pittoresken „vermählten Felsen“ (meoto-iwa) bekannt
  • Futarasan Jinja 二荒山神社 (jap.)
    ursp. Schrein des Tempel-Schrein Komplexes von Nikkō (Tochigi-ken)
  • futaribashi 二人箸 (jap.)
    wtl. Zwei-Personen-Stäbchen; gemeinsames Benutzen von Essstäbchen (im Alltag tabu)
  • Futsunushi 経津主 (jap.)
    Mythologischer Schwertgott
  • Fūjin 風神 (jap.)
    Windgott; auch Fū-ten; kann sowohl buddhistisch als auch shintōistisch verehrt werden
  • Fuxi 伏羲 (chin.)
    Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi
G
  • gagaku 雅楽 (jap.)
    Hofmusik
  • gaki 餓鬼 (jap.)
    Hungergeist; skt. preta
  • Gaki zōshi 餓鬼草紙 (jap.)
    Illustrierte Querbildrollen der Hungergeister
  • gakuryo 学侶 (jap.)
    Mönchsgelehrter
  • gakuzuka 額束 (jap.)
    Schrifttafel eines torii (Schreintors)
  • Gandhāra गन्धार (skt.)
    Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunst
  • Gangō-ji 元興寺 (jap.)
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • Gangō-ji engi 元興寺縁起 (jap.)
    Kurzbezeichnung für Gangō-ji garan engi narabini ruki shizaichō 元興寺伽藍縁起幷流記資財帳 (Gründung des Tempels Gangō-ji und Verzeichnis seiner Schätze); Tempelchronik des ersten japanischen Tempels Gangō-ji bzw. Asuka-dera
  • Ganzan Daishi 元三大師 (jap.)
    wtl. Meister des Dritten Ersten; respektvoller Beinamen des Ryōgen mit Bezug auf dessen Sterbedatum
  • Ganzan Daishi-dō 元三大師堂 (jap.)
    Halle des Ganzan Daishi (Ryōgen) im Tempelbezirk Yokawa auf Berg Hiei; offiziell Shikidō 四季堂, Halle der vier Jahreszeiten
  • Ganzan Daishi engi emaki 元三大師縁起絵巻 (jap.)
    Illustrierte Erzählung des Ganzan Daishi (Ryōgen); Edo-zeitliche Bildrolle von Sumiyoshi Gukei (1631–1705)
  • Gaoseng zhuan 高僧伝 (chin.)
    Überlieferungen ehrwürdiger Mönche; Sammlung von etwa 500 Biographien (die Hälfte ausführlich, andere kürzer) von Huijiao (519 u.Z.); alle Biographien handeln von chinesischen Mönchen zwischen 57 und 519 u.Z.
  • Garuḍa गरुड (skt.)
    Vogelmensch (jap. karura 迦楼羅)
  • gasshō-in 合掌印 (jap.)
    Mudrā des Händefaltens
  • Gautama गौतम (skt.)
    Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama (jap. Kudon 瞿曇)
  • Gautama Siddhārtha गौतम सिद्धार्थ (skt.)
    Eigennamen des historischen Buddha (jap. Kudon Shiddatta 瞿曇 悉達多)
  • Gazu hyakki yagyō 画図百鬼夜行 (jap.)
    „Illustrierte Nacht-Parade der hundert Geister“; Bild-Enzyklopädie von Toriyama Sekien, 1776
  • Geisha 芸者 (jap.)
    japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet; wtl. „Person der Künste“; der Begriff war urspr. geschlechtsneutral, wurde also auch auf Männer angewendet
  • Gekū 外宮 (jap.)
    Äußerer Schrein von Ise, der Göttin Toyouke geweiht
  • Genbō 玄昉 (jap.)
     ?–746; führender Mönch der Hossō-shū; Diplomat und religiöser Berater des Shōmu Tennō
  • Genbu 玄武 (jap.)
    wtl. „Dunkler Krieger“; Richtungstier des Nordens in der ostasiat. Kosmologie, zumeist als Schildkröte in Kombination mit einer Schlange dargestellt
  • gendai 現代 (jap.)
    geschichtliche Gegenwart (ab WK 2)
  • Genji monogatari 源氏物語 (jap.)
    Das Genji monogatari (dt. Die Geschichte vom Prinzen Genji) wird der Hofdame Murasaki Shikibu (ca. 978–ca. 1014) zugeschrieben und ist der erste psychologische Roman der japanischen Literaturgeschichte.
  • Gennō Shinshō 源翁心昭 (jap.)
    1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden
  • Genpei Gassen 源平合戦 (jap.)
    Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185
  • Genpei jōsuiki 源平盛衰記 (jap.)
    auch Genpei seisuiki; „Aufstieg und Fall der Minamoto und der Taira“; Kriegerepos, erweiterte (späte) Version des Heike monogatari, 13.–14. Jh.
  • genpuku 元服 (jap.)
    Traditionelle, japanische Mannbarkeitszeremonie, deren Entstehung bis ins japanische Altertum (7./8. Jh.) zurückgeht
  • Genroku 元禄 (jap.)
    Äranamen, 1688–1704; Blütezeit der Edo-zeitl. Stadtkultur
  • Genshin 源信 (jap.)
    Tendai-Mönch (942–1017); auch bekannt als Eshin; Autor des Ōjō yōshū; Wegbereiter der Jōdo-shū
  • genze riyaku 現世利益 (jap.)
    (religiöse) Belohnung in diesem Leben
  • geta 下駄 (jap.)
    Japanische Holzsandalen
  • gigaku 伎楽 (jap.)
    Masken/Tanz-Theater, das im 7. Jh. aus China über Korea nach Japan gelangte
  • Ginkaku-ji 銀閣寺 (jap.)
    Silberner Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto
  • ginza 銀座 (jap.)
    „Silbergilde“; in der Edo-Zeit Amt für die Silberwährung; heute Stadtteil in Tōkyō
  • Gion Matsuri 祇園祭 (jap.)
    Gion Fest; größtes matsuri Kyōtos; ursprünglich zur Abwehr zürnender Geister, später zur Besänftigung der Seuchengottheit Gozu Tennō abgehalten
  • Goa (west.)
    1510–1961 portugiesische Kolonie in Indien, heute kleinster Teilstaat indiens
  • Goble, Geoffrey (west.)
    Buddhismusforscher; Professor der Religionswissenschaft der University of Oklahoma
  • Goch, Ulrich (west.)
    Japanologe und Historiker an der Ruhr Universität Bochum
  • Go-Daigo 後醍醐 (jap.)
    1288–1339 (r. 1318–1339); Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.
  • Godai Myōō 五大明王 (jap.)
    die Fünf Großen Myōō
  • Godō Tenrin-ō 五道転輪王 (jap.)
    „König, der das Rad der Fünf Wege dreht“; letzter der Zehn Könige der Totenwelt (Jūō)
  • gogo 午後 (jap.)
    Nachmittag; wtl. „nach der Stunde des Pferdes“
  • Goguryeo 高句麗/고구려 (kor.)
    frühgesch. koreanisches Königreich (–668) auf dem Gebiet des heutigen Nord-Korea und der südl. Mandschurei
  • gogyō 五行 (jap.)
    Fünf Wandlungsphasen; Prinzip der chin. Naturphilosophie
  • gohei 御幣 (jap.)
    Papieropfergabe, Zickzack-Papier
  • gohonzon 御本尊 (jap.)
    Hauptgegenstand der Verehrung im Tempel
  • Gohyaku Rakan-ji 五百羅漢寺 (jap.)
    Tempel der Fünfhundert Rakan (Buddha-Schüler); früher in Honjo, heute in Meguro, Tōkyō
  • gojōgesa 五条袈裟 (jap.)
    Mönchsumhang (kesa) aus fünf Stoffbahnen
  • gojū-tō 五重塔 (jap.)
    fünfstöckige Pagode
  • Gokajō no go-seimon 五箇条の御誓文 (jap.)
    „5-Artikel-Eid“; erste Grundsatzerklärung der Meiji-Regierung; 6. April 1868
  • gokuraku 極楽 (jap.)
    wtl. höchstes Glück; Paradies; identisch mit dem Reinen Land (jōdo)
  • gokusotsu 獄卒 (jap.)
    Folterknechte der buddhistischen Hölle
  • goma 護摩 (jap.)
    buddh. Feuerritus, skt. Homa
  • goma gyōji 護摩行事 (jap.)
    buddh. Feuerritus, skt. Homa
  • Go-Momozono 後桃園 (jap.)
    1758-1779; 118. Tennō; (r. 1771–1779)
  • gon 権 (jap.)
    vorläufig, provisorisch (im Ggs. zu jitsu, „wirklich“)
  • Gonçalves, Gaspar (west.)
    1540–1590, portugiesischer Theologe des Jesuiten Ordens
  • gongen 権現 (jap.)
    wtl. „vorläufige Erscheinung“ (vgl. gon); buddh. Titel für kami
  • Gongen-sama 権現様 (jap.)
    volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shōgun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
  • gongen-zukuri 権現造 (jap.)
    Architekturstil des Tōshō-gū in Nikkō, abgeleitet von Tōshō Daigongen, dem vergöttlichten Tokugawa Ieyasu; der Stil findet sich allerdings auch bei vielen anderen bedeutenden Schreinen der Edo-Zeit
  • goningumi 五人組 (jap.)
    Nachbarschaftsgruppe; wtl. „Fünfergruppe“
  • go-on 呉音 (jap.)
    wtl. „Lesung [nach dem Chinesisch] der Wu [Dynastie]“; alte chin. Lesung; bes. häufig bei buddh. Begriffen
  • Go-Reizei Tennō 後冷泉天皇 (jap.)
    1025–1068 (r. 1045–1068), 70. Kaiser von Japan
  • gorintō 五輪塔 (jap.)
    Grabsteinform; „Stupa der Fünf Elemente“
  • Goryeo 高麗/고려 (kor.)
    ehemaliges Königreich in Korea, 918–1392
  • goryō 御霊 (jap.)
    „erhabener“ [Rache]Geist
  • goryō-e 御霊会 (jap.)
    Zeremonie zur Geisterbesänftigung
  • Goryō Jinja 御霊神社 (jap.)
    Schrein in Kyōto, der sich auf eine Seuche unter Kanmu Tennō (737–806) zurückführt, die wiederum dem „Erhabenen [Rache-] Geist“ (goryō) eines im Exil verstorbenen Konkurrenten des Tennō zugeschrieben wurde. Besteht aus zwei räumlich getrennten Anlagen, dem Oberen (Kami-) und dem Unteren (Shimo-) Goryō Schrein. Zahlreiche Zweigschreine sind in ganz Japan zu finden.
  • goryō shinkō 御霊信仰 (jap.)
    Glaube an Totengeister
  • Go-Sakuramachi 後桜町 (jap.)
    1740–1813; 117. Tennō; (r. 1762–1771); regierte als letzte von acht Kaiserinnen; Vorgänger des Go-Momozono Tennōs
  • Go-Sanjō Tennō 後三条天皇 (jap.)
    1034–1073 (r. 1068–1073), 71. Kaiser von Japan
  • gosanke 御三家 (jap.)
    wtl. drei ehrbare Häuser; Sammelbegriff für die drei wichtigsten Seitenlinien der Tokugawa-Dynastie
  • Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇 (jap.)
    1127–1192; 77. Kaiser von Japan (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo dar
  • Go-Uda 後宇多天皇 (jap.)
    1267–1324; 91. Tennō; Regierungszeit 1274–1287
  • Gōma Daishi 降魔大師 (jap.)
    „Dämonenbezwingender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
  • gōma-men 降魔面 (jap.)
    dämonenbezwingende Maske
  • gōzanze-in 降三世印 (jap.)
    Mudrā des zornvollen Gōzanze Myōō
  • Gōzanze Myōō 降三世明王 (jap.)
    skt. Trailokyavijaya, einer der Fünf Großen Myōō
  • gozan 五山 (jap.)
    wtl. „Fünf Berge“; Klosterorganisation des Zen Buddhismus
  • goze 瞽女 (jap.)
    blinde Musikerinnen, die sich zu Gilden zusammen schlossen und einen eigenen Rezitationsstil pflegten; bis ins 20. Jh. verbreitet
  • gozen 午前 (jap.)
    Vormittag; wtl. „vor der Stunde des Pferdes“
  • gozu 牛頭 (jap.)
    ochsenköpfige Dämonen in der buddhistischen Totenwelt bzw. Hölle (jigoku), meist im Tandem mit pferdeköpfigen Dämonen (mezu)
  • Gozu Tennō 牛頭天王 (jap.)
    „Ochsenköpfiger Himmelskönig“, Seuchengott; wird manchmal mit Susanoo identifiziert
  • Granada, Luis de (west.)
    1504–1588; spanischer Dominikanermönch und erfolgreicher theologischer Publizist; Autor zahlreicher populärer Lehrschriften
  • Granet, Marcel (west.)
    1884–1940; französischer Sinologe und Soziologe
  • Grapard, Allan G. (west.)
    1944–; franko-amerikanischer Japanologe und Shintō-Experte, lehrte u.a. an der University of California, St. Barbara
  • Gṛdhrakūṭa गृध्रकूट (skt.)
    „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte (jap. Ryōjusen 霊鷲山)
  • Gregor XIII (west.)
    1502–1585, Papst (1572–1585); geb. als Ugo Boncompagni; machte sich durch eine Kalenderreform 1582 (Gregorianischer Kalender) einen Namen; empfing kurz vor seinem Tod die sog. Tenshō Mission (Tenshō ken'ō shisetsu) aus Japan
  • Groemer, Gerald (west.)
    1959–; amerikanischer Musikethnologe mit Forschungsschwerpunkt Japan, lehrt an der Universität Yamanashi
  • Guanxiu 貫休 (chin.)
    buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
  • Guanyin 観音 (chin.)
    chin. Namen von Avalokiteśvara; jap. Kannon
  • guhuo niao 姑獲鳥 (chin.)
    wtl. Vogel der stehlenden Schwiegermutter; chin. Geisterwesen; jap. ubume
  • Guía de Pecadores (west.)
    „Leitfaden für Sünder“; Buch von Luis de Granada, veröffentlicht 1555; 1599 von Hara Martinho ins Japanische übertragen
  • Gundari Myōō 軍荼利明王 (jap.)
    skt. Kundali, einer der Fünf Großen Myōō
  • -gū 宮 (jap.)
    Shintō-Schrein, andere Lesung: miya
  • gūji 宮司 (jap.)
    höherrangiger Shintō-Priester
  • Guze Kannon 救世観音 (jap.)
    wtl. Kannon, der Weltenretter; Hauptheiligtum in der Halle der Träume (Yumedono) im Hōryū-ji
  • Gyokusen-ji 玉泉寺 (jap.)
    „Tempel der Juwelenquelle“; Tendai-Tempel am Biwa-See; gegründet um 980 von Ryōgen, der hier geboren wurde und auch den Hauptverehrungsgegenstand des Tempels darstellt
  • Gyōki 行基 (jap.)
    668–749; Nara-zeitlicher Mönch, Popularisierer des Buddhismus
  • Gyōkyō 行教 (jap.)
    Mönch der frühen Heian-Zeit im Daian-ji (Nara); Gründer des Iwashimizu Hachiman Schreins
H
  • Hachiman 八幡 (jap.)
    Shintō-Gottheit, Ahnengottheit des Tennō und des Kriegeradels; auch „Yawata“ ausgesprochen
  • Hachiman gudōkun 八幡愚童訓 (jap.)
    wtl. Lehren des Hachiman für törichte Kinder; zweiteilige Shintō-Schrift, entstanden zw. 1282? und 1300?
  • hachiman-zukuri 八幡造り (jap.)
    Baustil für Schreine mit zwei parallel-liegenden Giebeln
  • hadaka matsuri 裸祭 (jap.)
    wtl. Nackt-Fest; religiöses Fest
  • haetae 해태/獬豸 (kor.)
    imaginäres Tier in Korea, löwenähnlich, ähnlich den japanischen komainu; schützt vor Feuer; geht auf ein chinesisches Fabelwesen (xiezhi) zurück, das als Inbegriff der Gerechtigkeit aufgefasst wurde
  • hafuri 祝/祝部 (jap.)
    kami-Priester der Frühzeit
  • hagoita 羽子板 (jap.)
    Federball-Schläger
  • Haguro-san 羽黒山 (jap.)
    Berg Haguro; religiöses Zentrum des Shugendō in der Präfektur Yamagata, Nord-Japan
  • haibutsu kishaku 廃仏毀釈 (jap.)
    wtl. Abschaffung von Buddha, Zerstörung von Shaka; Bezeichnung für anti-buddhistische Ausschreitungen der frühen Meiji-Zeit
  • haiden 拝殿 (jap.)
    Zeremonienhalle eines Schreins
  • Hai kirishitan bun 排吉利支丹文 (jap.)
    Verordnung gegen das Christentum, 1614 (Keichō 18/12), im Namen von Shōgun Hidetada angeordnet von seinem Vater, Tokugawa Ieyasu, verfasst von Konchi-in Sūden
  • Haji no Manakachi 土師真中知 (jap.)
    legendärer Gründer des Sensō-ji in Tōkyō bzw. Gottheit des dortigen Asakusa Jinja
  • haka 墓 (jap.)
    Grab
  • hakama 袴 (jap.)
    Rockhosen mit weitgeschnittenen Beinen, traditionelles japanisches Obergewand
  • hakamagi 袴着 (jap.)
    erstes Anlegen der hakama; trad. Feier für Knaben zwischen drei und sieben Jahren
  • (o)haka mairi (お)墓参り (jap.)
    Grab- oder Friedhofsbesuch
  • Hakata 博多 (jap.)
    alte Hafenstadt in Nord-Kyūshū, 1889 mit Fukuoka zusammengeschlossen
  • Hakuin Ekaku 白隠慧鶴 (jap.)
    1685–1768; Zen-Mönch und Reformer der Rinzai-shū; Maler
  • hamaya 破魔矢 (jap.)
    Glückspfeil, wtl. Dämonentöter-Pfeil
  • hamayumi 破魔弓 (jap.)
    Glücksbogen, wtl. Dämonentöter-Bogen
  • han 藩 (jap.)
    lokales Feudalfürstentum, Spätmittelalter bis Edo-Zeit; auch Daimyat (Lehen eines Daimyō)
  • han 韓/한 (kor.)
    älteste chin. Bez. für Koreaner bzw. koreanische Reiche (Drei Han), heute Selbstbezeichnung Südkoreas (Hanguk 韓国/한국)
  • Han 漢 (chin.)
    chin. Han-Dynastie (207 v.u.Z.–220 u.Z.)
  • hanabi 花火 (jap.)
    Feuerwerk; wtl. Feuer-Blumen
  • Hanabusa Itchō 英一蝶 (jap.)
    1652–1724; Maler und Literat; wtl. „der glorreiche Schmetterling“
  • Hangzhou 杭州 (chin.)
    Stadt in Südchina; Hauptstadt der südl. Song-Dynastie, 1132–1276
  • haniwa 埴輪 (jap.)
    frühgeschichtliche Grabbeigaben aus Ton, meist in Form einfacher Skulpturen
  • hannya 般若 (jap.)
    „Weisheit“, abgeleitet von skt. prajna; auch: Hannya-Maske (Dämonin)
  • hannyaharamitta 般若波羅蜜多 (jap.)
    „vollkommene Weisheit“, abgeleitet von skt. prajnaparamita
  • Hannyaharamitta-kyō 般若波羅蜜多経 (jap.)
    „Sutra der vollkommenen Weiheit“
  • Hannya shingyō 般若心経 (jap.)
    „Herz Sutra der vollkommenen Weisheit“
  • hanryō shintō 藩領神道 (jap.)
    Fachbegriff für lokale, Shintō-zentrierte Reformen der Frühen Neuzeit (Edo-Zeit)
  • hansatsu 藩札 (jap.)
    lokales Papiergeld der Edo-Zeit, zumeist auf einzelne Daimyate (han) beschränkt
  • harae 祓 (jap.)
    Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus
  • haraegushi 祓串 (jap.)
    Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shintō
  • Hara Martinho 原丸知野/マルチノ (jap.)
    1568?—1629; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später Übersetzer christlicher Texte
  • hare no hito 晴れの人 (jap.)
    „Schönwettermensch“; jemand, der immer Schönwetter mitbringt
  • Harris, Townsend (west.)
    1804–1878; erster Konsul der Vereinigten Staaten in Japan
  • Hase-dera 長谷寺 (jap.)
    Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
  • Hasekura Tsunenaga 支倉常長 (jap.)
    1571–1622; Vasall des Date Masamune und Führer einer diplomatischen Mission nach Spanien und Italien in den Jahren 1613 bis 1620
  • Hashihaka 箸墓 (jap.)
    wtl. Essstäbchen-Grab; Hügelgrab aus dem 4. Jh. nahe Berg Miwa
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