Mutsu 陸奥 (heute: Aomori, Iwate, Miyagi, Fukushima und ein Teil der Präf. Akita)
Die Barbaren von Azuma
Im Hitachi fudoki ist an mehreren Stellen von den "Barbaren von Azuma" (東の夷 azuma no emishi[2]) die Rede. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für die zu der Zeit im Nordosten lebenden Volksstämme die sich in ihrer materiellen Kultur und eventuell auch ethnischen Zugehörigkeit von dem Yamato-Reich unterscheiden. Für diese "Barbaren" wurden im Fudoki verschiedene Bezeichnungen verwendet:
Dem Archäologen Fujimoto Tsuyoshi zufolge sind diese Volksstämme vertreter der Epi-Jōmon-/Satsumon-Kultur, welche sich aus der Jōmon-Kultur bildete, im Gegensatz zum Reich Yamato, dessen Kulturbereich aufgrund von Einflüssen aus dem asiatischen Kontinent entstand.[3] Aufgrund der militärischen Expansion des Yamato-Reiches wurde der Kulturbereich der Azuma no emishi immer weiter in den Norden gedrängt, und verbleibende Stämme in das Reich integriert.[4] Beispiele dieser Expansion sind auch im Hitachi fudoki anzufinden.
Im Hitachi fudoki steht, dass Kôtoku Tennôs Takamuku no Omi 高向臣 als Generalgouverneur von Azuma und Nakatomi Hataorita no Muraji 中臣幡識田連等 als Vizegeneralgouverneur von Azuma ernannte.[5]
Records of wind and earth: A translation of fudoki with introduction and commentaries (Monographs of the Association for Asian Studies, Bd. 53). Ann Arbor, Mich.: Association for Asian Studies 1997.