Nintoku Tennō

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16 Nintoku-Tennō.jpg
Nintoku Tennō[Abb. 1]
Seiten-Infobox
Themengruppe Personen (Einzelpersonen, Familien, Gruppen)
Name Nintoku Tennō 仁徳天皇
Lebenszeit geb. 257, gest. 399 (mythologische Lebensdaten)
Titel Tennō 天皇
Sonstige Namen Ohosazaki/Ōsazaki 大雀, Naniwa Tennō 難波天皇
Verwandtschaft Sohn von Ōjin Tennō 応神天皇 und Nakatsu-hime 仲姫
Funktion, Amt 16. Tennō, reg. 313-399 (Nihon shoki), 395-427 (Fudoki)
Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.


Nintoku Tennō 仁徳天皇, auch Ohosazaki/Ōsazaki 大雀 oder Naniwa Tennō 難波天皇 (Manyōshū 萬葉集), gilt als 16. japanischer Tennō in der traditionellen Thronfolge. Nintoku ist Sohn von Ōjin Tennō 応神天皇 und Nakatsuhime 仲姫. Das Geburtsjahr Nintokus ist nicht bekannt. Regierungszeit: 313–399 (Nihon shoki日本書紀), 395–427 (Fudoki 風土記). Laut Nihon shoki war seine Herrschaft eine „gütige Herrschaft“, daher wurde ihm in der Nara Zeit der posthume Name Nintoku (= „Tugend der Wohltätigkeit“) verliehen.

Er war auch bekannt als Prinz Takatsu 高津, Takatsu no Miya 高津宮, und Takatsu no Sumera Mikoto 高津聖帝. Takatsu no Miya 高津宮 war der Palast des Kaisers Nintoku und der Kaiser selbst. Sein Palast lag in Naniwa (Ōsaka), und deshalb ist er auch Naniwa no Sumera Mikoto 難波高津宮 genannt. Der Palast befindet sich im Zentrum von der Stadt Osaka.

Heute wird Nintoku unter anderem im Wakamiya Hachiman-sha 若宮八幡社 verehrt.[1]

Regierungszeit

Nintoku Tennō baute seine Hauptstadt im heutigen Ōsaka[2] Eine Legende besagt, dass er dort sah, dass kein Rauch (vom Kochen) aus den Wohnhäusern stieg und er wurde sich dadurch der Armut der Bevölkerung bewusst. Kurzerhand entschied er sich, die Steuern dem Volk drei Jahre lang zu erlassen. Danach sah er Rauch aus den Häusern steigen.[3]

Seine Regierungsführung war stark und so führte er erfolgreiche Eroberungszüge durch[4] Außerdem wollte er das Land stärken und ließ in jedem Gebiet Straßen erbauen, um die Wirtschaftskraft zu fördern.[5]

Ereignisse während seiner Regierung laut Nihon shoki:

  • Errichtung des Dornfeld Schutzwalls, Namba no Horie, um die Überflutungen im Kawachi Flachland 河内国 zu verhindern. Man glaubt, dass es sich um Japans erstes Großprojekt der Ingenieurskunst handelt.
  • Er hat das Dornfeld Grundstück gegründet, das direkt unter der Kontrolle des kaiserlichen Hofes war (まむたのみやけ).
  • Er hat den Yokono Schutzwall gebaut (Ikuno-ku 生野区, Osaka-shi).

Grabhügel

Grabhügel [Abb. 2]

Nintoku Tennō „was buried in Japan's largest and most impressive tomb“.[6] Man glaubt, dass Daisen-Kofun 大仙古墳 in Sakai 堺市, Osaka (der größte Grabhügel in Japan) könnte die Grabstätte Kaisers Nintoku sein. Die Grabstätte der Prinzgemahlin Iwa-no hime no Mikoto 磐之媛命 soll sich angeblich in Saki-cho in der Stadt Nara befinden. Beide Grabhügeln haben eine Schlüssellochform.

Namensbedeutungen: Ohosazaki vs. Ohosasagi

Nintoku ist bekannt als

  • Ohosazaki no Mikoto 大雀命 (Kojiki)
  • Ohosazaki no Mikoto 大鷦鷯尊 und Ohosazaki no Sumera Mikoto 大鷦鷯聖帝 (Nihon shoki)

Die Schriftzeichen 大雀 bedeuten „großer Spatz“ bzw. „Zaunkönig“, in alter Lesung ohosazaki. Akimoto und Inoue Mitsusada lesen die Zeichen jedoch als ohosasagi, was „Großes Hügelgrab“ bedeutet. Siehe dazu auch Aston, Nihongi, Teil 1, 277–278.

Galerie

Verweise

Literatur

  • Michiko Yamaguchi Aoki (Ü.) 1997
    Records of wind and earth: A translation of fudoki with introduction and commentaries. (Monographs of the Association for Asian Studies, Bd. 53.) Ann Arbor, Mich.: Association for Asian Studies 1997.
  • William George Aston (Ü.) 1896
    Nihongi: Chronicles of Japan from the earliest times to a.d. 697. London: Kegan Paul 1896. (Zahlreiche Neuauflagen, JHTI Onlineversion, Onlineversion (Wiki-Source).)
  • Basil Hall Chamberlain (Ü.) 1932
    Kojiki: Records of ancient matters. Kobe: J. L. Thompson & Co 1932. (Erste Auflage 1919, JHTI Onlineversion, Onlineversion.)
  • John Whitey Hall, Marius B. Jansen, Kanai Madoka, Denis Twitchett (Hg.) 1993
    The Cambridge history of Japan. Cambridge: Cambridge University Press 1993.
  • Eishi Kan 1978
    Nihon jinbutsu jiten. Tōkyō: Rekishi Hyakka 1978.
  • Nobuo Ōhashi 1980
    Kōshitsu jiten. Tōkyō: Tōkyō Dō Shuppan 1980.

Internetquellen

Letzte Überprüfung der Linkadressen: 2021/08/20

Fußnoten

  1. Siehe dazu Wakamiya Hachiman-sha 若宮八幡社 (Zugriff über Internet Archive, Stand: 2021/08/12)
  2. Kan 1978
  3. Ōhashi 1980
  4. Hall 1993, S. 29
  5. Kan 1978
  6. Hall 1993, S. 29

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. 16 Nintoku-Tennō.jpg
    Nintoku Tennō Person; 100,3 x 40,0 cm
    Bild © Livedoor. (Letzter Zugriff: 2021/9/8)
  2. NintokuTomb.jpg
    Nintoku Grabmal Grabmal. Prähistorie, 5. Jh.; Sakai, Ōsaka; Länge: 486m, Breite an der Basis: 305m, Durchmesser: 245m
    Bild © GFDL. (Letzter Zugriff: 2021/8/23)
  3. Kaiser Nintoku.jpg
    Kaiser Nintoku blickt auf die Häuser seiner Untertanen Blockdruck (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō 尾形 月耕 (1859–1920). Meiji-Zeit, 1896; 35,5 x 24 cm
    Bild © Ukiyo-e. (Letzter Zugriff: 2021/8/23)
  4. Nintoku-tennō.jpg
    Nintoku Tennō Blockdruck, nishiki-e (Papier, Farbe) von Toyohara Chikanobu 豊原 周延 (1838–1912). Meiji-Zeit, 1886
    Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2014/8/26)
    Nintoku Tennō beobachtet sein Volk.