Konohana Sakuya-hime

Aus Kamigraphie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Seiten-Infobox
Themengruppe Gottheiten (Götter, numinose Erscheinungen)
Name Konohana Sakuya-hime 許乃波奈佐久夜比賣 („Prinzessin der aufblühenden Baumblüten“)
Religiöse Titel no Mikoto
Rel. Zugehörigkeiten Shinto
Herkunft Japan
Funktion, Wirkkraft Gottheit, welche die Blätter und Blüten erblühen lässt
Bemerkung Ehefrau von Ninigi
Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.


Konohana Sakuya-hime no Mikoto 許乃波奈佐久夜比賣命 ist eine Gottheit, welche die Blätter und Blüten erblühen lässt. Sie ist laut dem Kokushi Daijiten 国史大辞典 die Tochter von Ōyamatsumi 大山祇神. Sie ist wunderschön und wurde von Ninigi 邇邇芸 schwanger. Ihr Vater wollte seine zweite Tochter Iwanagahime 姉磐長姫 mit Ninigi verheiraten, doch da sie so hässlich war, entschied sich Ninigi für Konohana Sakuya-hime. Sie gebar Honosusori no Mikoto 火闌降命 und Hikohohodemi Mikoto 日子穂穂手見命.[1]

Laut Klaus Antoni erscheint Konohana Sakuya-hime als Sakatoke no Mikoto 酒解命 (Sakemitsume no kami 酒彌豆女神). Sakemitsume no kami wird neben Sakemitsuwo no kami 酒彌豆男神 als Götter vom kaiserlichen Brauamt Miki-tsukasa 神酒司 veerehrt. Die tiefe Verbindung beider Gottheiten ist mythologisch fundiert, erscheint die junge Göttin doch als Tochter des Ōyamazumi no kami.[2]

Im Harima fudoki

Im Harima fudoki 播磨国風土記 erscheint Konohana Sakuya-hime no Mikoto als Frau von Iwa no Ōkami 伊和大神. Sie meinte, dass die Gegend um Uruka in Harima so wunderschön (uruha 美鹿) sei, woraufhin ihr Mann Iwa no Ōkami 伊和大神 die Gegend Uruka nannte.[3]

Verweise

Literatur

  • Kichirō Akimoto (Hg.) 1971
    Fudoki. (Nihon koten bungaku taikei 日本古典文学大系 2.) Tōkyō: Iwanami Shoten 1971. (Erste Auflage 1958.)
  • Klaus Antoni 1988
    Miwa - Der heilige Trank: Zur Geschichte und religiösen Bedeutung des alkoholischen Getränkes (sake) in Japan. Wiesbaden: Steiner 1988.
  • Kokushi Daijiten dai jū kai. (Kokushi Daijiten.) Tōkyō: Yoshikawa Kōbunkan 1989.

Fußnoten

  1. Kokushi Daijiten 1990, S. 953
  2. Antoni 1988, S. 176–177
  3. Akimoto 1971, S. 323