Miwa - Heiliger Trank

Aus Kamigraphie
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Themengruppe Objekte (Gegenstände, Skulpturen, Bilder)
Name Miwa 神酒 („heiliger Trank“)
Sonstige Namen Sake 酒
Typus aus Reis hergestelltes alkoholisches Getränk
Funktion ritueller Gebrauch zur Kontaktaufnahme mit den kami
Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.


Miwa 神酒 bzw. Sake 酒 wird laut Klaus Antoni als „heiliger Trank“ bezeichnet. Der Trank dient der Kommunion zwischen Mensch und Gott.[1]

Schreine

Drei Shinto Schreine beanspruchen die Ehre „bedeutendster Schrein bezüglich Sake“ zu sein:[2]

  • Matsunō Schrein 松尾大社[3]
  • Umenomiya Schrein 梅宮大社[4]
  • Ōmiwa Schrein 大神神社

Zusammenhang mit dem Ōmiwa Schrein in Nara

Der Ōmiwa Schrein ist nicht nur der älteste Sake-Schrein, sondern auch der älteste Schrein des Landes. Der Schrein befindet sich auf dem heiligen Berg Miwa 三輪山 (467,1 Meter). Der Schrein liegt in der Präfektur Nara 奈良県, Stadt Sakurai, Ortsteil Miwa neben dem „Pfad entlang des Berges“ 山之辺の道 Yama no be no michi.[5]

Im Harima fudoki

Das Dorf Iwa

Ursprünglich wurde das Dorf Iwa (no Mura) 伊和の村 Miwa 神酒 genannt. Iwa no Ōkami 伊和大神 braute Sake (酒 miwa) in diesem Dorf, daher der Name Miwa. Das Dorf wurde später auch Owa 於和 genannt, da Iwa no Ōkami nachdem er das Reich gegründet hatte, meinte, es wäre vollendet und dieses Dorf wäre der Ort, wo er begraben werden sollte. So wird Iwa auch der Sitz des Iwa no Ōkamis genannt, wo sich der Iwa Schrein befindet.[6]

Verweise

Literatur

  • Kichirō Akimoto (Hg.) 1971
    Fudoki. (Nihon koten bungaku taikei 日本古典文学大系 2.) Tōkyō: Iwanami Shoten 1971. (Erste Auflage 1958.)
  • Klaus Antoni 1988
    Miwa - Der heilige Trank: Zur Geschichte und religiösen Bedeutung des alkoholischen Getränkes (sake) in Japan. Wiesbaden: Steiner 1988.

Internetquellen

Letzte Überprüfung der Linkadressen: 2021/08/19

Fußnoten

  1. Antoni 1988, S. 201
  2. Antoni 1988, S. 66
  3. Matsunoo-Schrein“, Wikipedia[de] (Stand: 2021/08/19)
  4. Umenomiya Shrine“, Wikipedia[en] (Stand: 2021/08/19)
  5. Antoni 1988, S. 66–67
  6. Akimoto 1977, S. 325