Wildschweinjagd

Aus Kamigraphie
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Themengruppe Sonstige Themen
Schlagworte Fudoki 風土記
Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.

Die Wildschweinjagd galt im japanischen Altertum als eine gefährliche, heldenhafte Tätigkeit und tritt als solche u.a. in der Chronik des Yūryaku Tennō 雄略天皇 prominent in Erscheinung. In den fudoki 風土記 werden häufig Ortnamen mit der Jagd nach Wildschweinen in Verbindung gebracht.

Izumo fudoki

Die Gemeinde Shishiji (Bezirk Ou)

Im südlichen Teil der Gemeinde Shishiji 宍道 (Bezirk Ou 意宇) gibt es zwei Statuen von Wildschweinen auf einem Hügel. Man sagt, dass es eine Abbildung der Wildschweine ist, die von dem Herrn des großen Landes gejagt wurden. Es gibt auch eine Statue des Jagdhundes. Alle diese Statuen sind natürliche Gesteinsformationen und die Jagdhundstatue ist von den Wildschweinen nicht zu unterscheiden. Alle diese Statuen sind immer noch vorhanden. Deshalb heißt dieser Ort Shishiji, was Wildschweinsgang bedeutet.

Die Gemeinde Ōno (Bezirk Aika)

Waka Futsunushi 和加布都奴志命 (der junge Herr des Seelenschwertes) hat einmal in der Gemeinde Ōno (Bezirk Aika 秋鹿) gejagt. Er hat seinen Männern befohlen, in der Gemeinde zu warten, während er das Wildschwein verfolgt. Er hat das Wildschwein aus den Augen verloren und er hat gesagt, dass es natürlich ist. Deshalb wurde das Gebiet Uchina genannt, was „ein verlorenes Feld“ bedeutet. Man nennt es heute fälschlicherweise „Ohono“.

Harima fudoki

Iya Woka

Iya Woka wurde benannt durch den Befehl des Prinzen Homuda. Einer von seinen Jagdhunden (Manashiro) wurde verletzt, als er ein Wildschwein gejagt hatte. Der Prinz hat das gesehen, und er hat seinen Männern den Befehl gegeben, das Wildschwein zu schießen. Deshalb heisst der Hügel I ya (= Pfeile schießen). Der Hund ist aufgrund der Verletzung durch das Wildschwein gestorben, und sein Grab befindet sich auf der westlichen Seite. Afu Yama wurde nach der Stange benannt, auf der man das Fleisch von dem Wildschwein trug. Takase wurde nach der Sichtigkeit des Flusses in dem Gebiet benannt. Masaki wurde nach dem Jagdhund benannt. Das Wildschwein hatte seine Augen verletzt und masaki bedeutet Augenzerdrücken. Atakano wurde nach dem verletzten Wildschwein benannt. Während der Jagd hat der Prinz Homuda das Stöhnen des verletzten Wildschweins gehört, das mit dem Pfeil erschossen wurde. Atakano bedeutet „das stöhnende Feld“.

Ikahino

Ikahino wurde nach dem Wildschwein, das in diesem Gebiet gelebt hat, benannt. Während der Regierungszeit des Prinzen Takatsu 高津 hat ein Mensch von der Kumahito 熊人 Gruppe aus Himuka auf das Schiff, wo die Göttin Amaterasu konsekriert wurde, ein Wildschwein mitgebracht. Asabe no Kimi fragte den Prinzen, wo er das Wildschwein halten soll (als Erinnerung an die Göttin Amaterasu) und der Prinz hat ihm einen Platz geschenkt. Das Wildschwein lebte dann auf diesem Hügel und deshalb heißt es Ikahino (= Wildschwein halten).

Das Dorf Urumi

Der Wassergott dieses Dorfes benutzte Blut von einem Wildschwein um Reis zu pflanzen.

Verweise

Literatur

  • Michiko Yamaguchi Aoki (Ü.) 1997
    Records of wind and earth: A translation of fudoki with introduction and commentaries. (Monographs of the Association for Asian Studies, Bd. 53.) Ann Arbor, Mich.: Association for Asian Studies 1997.