Shō Kannon-kyō

Aus Kamigraphie
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Themengruppe Primärquellen
Werktitel Shō Kannon-kyō 請観音経 („Sutra der Anrufung Kannons“)
Alternative Titel Shō kanzeon bosatsu shōbukudokugai darani ju-kyō 請観世音菩薩消伏毒害陀羅尼呪経
Autor unbekannt
Entstehungszeit 3. bis 5. Jahrhundert
Originaltext T 1043.20.34-38
Bemerkung Das Ritual yanagi no okaji 柳のお加持 des Sanjūsangen-dō 三十三間堂 geht auf dieses Sutra zurück.
Diese Seite entstand im Kontext des Seminars Kamigraphie:Krankheiten.


Das Sutra Shō Kannon-kyō 請観音経, dessen offizieller Name in etwa „Sutra der Mantras und Dharanis zur Anrufung Avalokiteshvaras um Unheil zu besiegen“ (Shō Kanzeon bosatsu shōbukudokugai darani ju-kyō 請観世音菩薩消伏毒害陀羅尼呪経) lautet, handelt von einer Seuche, die von Kannon 觀音 bezwungen wurde.

Shō Kannon-kyō besteht aus den folgenden vier Teilen.

  1. Über die Heilung von Krankheiten in Vaishali.
  2. Über den Namen des Kannon, seine Tugenden und die Erlösung von verschiedenen Hindernissen durch ihn.
  3. Über das „Große Mantra der sechs Zeichen“ (Rokuji daimyōju 六字大明呪 = Om mani padme hum).
  4. Erzählung über den Mönch Upasena.

Das Shō kannon-kyō wird aufgrund seines Inhalts der Zeit zwischen dem dritten und Mitte des fünften Jahrhunderts zugeschrieben, allerdings konnten die Originaltexte in Sanskrit und Übersetzungen in die tibetische Sprache bis heute nicht gefunden werden, sodass nur die chinesischen Übersetzungen aus dem 5. Jh. existieren. Dieses Sutra entstand in der formativen Periode des esoterischen Buddhismus, der unter anderem durch die Verwendung von Mantras (Kurzformeln) gekennzeichnet ist. Später entstandene Sutras dieser Richtung entwickelten nach und nach ausgeprägtere esoterische Charakteristika.

Verweise

Literatur

  • Haruo Kurata 2011
    „Zenkō-ji sōken setsuwa to Shō Kannon-kyō: Vaisharī chibyō setswa o chūshin ni.“ Shinshū Daigaku Jinbun Shakai Kagaku Kenkyū 5 信州大学人文社会科学研究 (2011), S. 62-78. (Exzerpt.)
  • Nobuo Ōtsuka 2008
    „Shō kanzeon bosatsu shōbuku dokugai darani ju-kyō ni okeru shoki mikkyō no tokuchō- upasēna biku setsuwa o chūshin to shite.“ Kōyasan Daigaku Mikkyō Bunka Kenkyū-jo kiyō 21 高野山大学密教文化研究所紀要 (2008), S. 162—188.

Internetquellen

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Stand: 2021/08/22