Amida

Aus Kamigraphie
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Amida Buddha.jpg
Amida Buddha in Kamakura[Abb. 1]
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Themengruppe Gottheiten (Götter, numinose Erscheinungen)
Name Amida 阿弥
Religiöse Titel Butsu 仏, Nyorai 如来
Sonstige Namen skr. Amitābha अमिताभ, Amitāyus;
Rel. Zugehörigkeiten Buddhismus
Ikonographie häufig sitzend, mit Meditationsgeste
Bemerkung Herrscht über das Reine Land im Westen
Diese Seite entstand im Kontext des Seminars Nihon Ryo-Wiki.


Amida ist einer der populärsten Buddha Figuren Japans. Im japanischen lauten sein voller Name Amida Butsu 阿弥陀仏 oder Amida Nyorai 阿弥陀如来. Der Name leitet sich von skr. Amitābha अमिताभ („Buddha des unermesslichen Lichtglanzes“) oder Amitāyus („unendliches Leben“) ab.[1]

Allgemeine Charakteristika

Amitābha ist Herr der Buddhas der Lotusfamilie und thront im reinen Land, skt. Sukhāvatī. Dank seines reinen Landes ist Amitābha in vielen ostasiatischen Regionen, vor allem aber in Japan, zu einem der populärsten Buddhas aufgestiegen und drängte dabei insbesondere den historischen Buddha Shakyamuni in den Hintergrund. Daher sind Amida-Darstellungen in Japan besonders häufig.[2] Die sich auf Buddha Amitābha berufende Schule wird auch Amidismus oder Amitābha-Buddhismus oder Schule vom reinen Land (Jōdo-shū) genannt.

In seiner Rolle als Buddha der umfassenden Liebe lebt Amitābha in der Ruhe (Darstellung als meditierender Buddha) und arbeitet für die Erleuchtung aller Wesen (Darstellung als segnender Buddha). Seine wichtigste Erleuchtungstechnik ist die Visualisierung der umgebenden Welt als Paradies. Wer seine Welt als Paradies begreift, erweckt dadurch die Erleuchtungsenergie in sich. Seine Welt als Paradies sehen kann man durch einen entsprechenden positiven Gedanken (Erleuchtungsgedanke), oder indem man allen Wesen Licht sendet (alle Wesen glücklich wünscht). Nach der Amitābha-Lehre steigt man bei seinem Tod ins Paradies auf (in das Reine Land Amitābhas), wenn man seinen Namen als Mantra denkt und als Seele durch das Scheitelchakra den Körper verlässt.

Das Reine Land

Das Reine Land Sukhāvatî des Buddha Amitābha stellt im buddhistischen Lehrgebäude keine Einzelerscheinung dar. Vielmehr gibt es nach der Tradition des Mahāyāna unendlich viele Bereiche, über die jeweils ein Buddha herrscht. Es bildet einen idealen Projektionsort für die Wünsche der Menschen und bietet eine Fluchtmöglichkeit vor den Widrigkeiten und Ängsten des täglichen Lebens. Insofern stellt es auch einen Gegenentwurf zu den Gegebenheiten der erlebten Welt dar. Das Sukhāvatī bietet nicht nur beste Lebensverhältnisse, sondern auch ideale Bedingungen für dessen Bewohner, sich auf das Studium des buddhistischen Dharma zu konzentrieren und somit hin zur Buddhaschaft geführt zu werden.[3]

Darstellung von Amitābha

Amitābha wird in der Regel auf einem Lotosthron oder einer Lotosblüte sitzend in Meditationshaltung dargestellt. Seine Hände ruhen in der Meditationsgeste in seinem Schoß. Amitābha wird oft auch in dunkelroter Farbe versehen mit dem Attribut der Lotusblüte, die die Geburt im reinen Land symbolisiert, dargestellt. Das ihm zugehörige Tier ist der Pfau, der in Asien den Ruf genießt, gegen jedes Gift bzw. schädlichen Einfluss immun zu sein. Die ihm zugeordnete Himmelsrichtung ist der Westen. In China und Japan wird Amitābha oft stehend, mit erhobener rechter Hand in der Ermutigungsgeste (skr. abhayamudrā) und herunterhängender linker Hand in der Geste der Wunschgewährung (skr. varadamudrā), in goldener Farbe dargestellt.[4]

Verweise

Literatur

  • Dardo Leßmann 1999
    Die Schule des Reinen Landes als eine Antwort auf ihre Zeit: Kontextuelle und perspektivische Betrachtung einer Schulgründung im Buddhismus.. Bonn: Friedrich-Wilhelms-Universität 1999. (Magisterarbeit.)

Internetquellen

Letzte Überprüfung der Linkadressen: 2021/09/05

Fußnoten

  1. Amitabha“, Wikipedia[de] (Stand: 2021/08/14)
  2. Amida Nyorai und sein Reines Land“, Religion in Japan (Stand: 2021/08/14)
  3. Leßmann 1999:26
  4. Leßmann 1999:25

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. Amida Buddha.jpg

    Amida Buddha Statue
    Bild © Quelle unbekannt