Sendai Shirō

Aus Kamigraphie
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Sendai Shirō .jpg
Sendai Shirō[Abb. 1]
Seiten-Infobox
Themengruppe Gottheiten (Götter, numinose Erscheinungen)
Name Sendai Shirō 仙台 四郎
Sonstige Namen Shirō-san
Herkunft Sendai 仙台市, Tōhoku-Region 東北地方, Japan
Ikonographie lächelnd, mit halb geschlossenen Augen, verschränkte Arme, in seiza 正座 sitzend[1], Kimono mit Streifenmuster
Funktion, Wirkkraft Glücksgott für den Handel
Bemerkung basiert auf einer realen Person die zwischen dem Ende der Edo-Zeit 江戸時代 (1600–1868) und den Beginn der Meiji-Zeit 明治時代 (1868–1912) gelebt hat
Diese Seite entstand im Kontext des Seminars Kamigraphie:Glücksgötter.

Awano Kunio schreibt in seinem Werk „Das Rätsel um den Glücksgott Sendai Shirō, der die Rezession vertrieb“[2] (不況を吹き飛ばすという福の神仙台四郎のなぞ).[3], dass die Figur des Sendai Shirō auf eine reale Person zurückgeht. Er soll der vierte Sohn einer reichen Unternehmerfamilie gewesen sein und vom Ende der Bakumatsu-Zeit, bis zum Jahre Meiji 35 (1902) gelebt haben.[4] Er starb im Alter von 47 Jahren in Sukagawa, in der Präfektur Fukushima.[5]

Die ersten drei Jahre seines Lebens wurde er als Mädchen aufgezogen, erst danach als Junge. Im Alter von fünf Jahren galt er kurze Zeit als vermisst. Mit sieben Jahren ist er in einem Fluss beinahe ertrunken und verlor kurze Zeit das Bewusstsein. Sein Verstand hatte dadurch womöglich einen Schaden erlitten, da er ab diesem Zeitpunkt ziellos in der Stadt umherirrte und nicht mehr richtig sprechen konnte.[6]

Man war allgemein der Meinung, dass er ein Glücksgott sei, da jene Geschäfte, die er besuchte, bzw. in denen die Menschen freundlich zu ihm waren, kurz darauf erfolgreich wurden. Jedoch jene, an denen er vorbeiging, bzw. in denen sich die Menschen über ihn lustig machten, gingen bald Pleite.[7][8] Deshalb war er für die Händler als Glücksgott des Handels sehr wichtig.[9]

Nach seinem Tod entwickelte sich eine Art Glaube an Sendai Shirō als Glücksgott und ein Foto von ihm schmückte fortan die Häuser.[10] Auch eine Tonfigur wird aufgestellt, die für die Erfüllung eines Wunsches, häusliche Sicherheit und gute Geschäfte stehen soll.[11]

Tonglocke in Form von Sendai Shirō [Abb. 2]

Verweise

Literatur

Internetquellen

Letzte Überprüfung der Linkadressen: 2021/08/21

Fußnoten

  1. traditionelle japanische Sitzhaltung. Man sitzt kniend auf den Fersen, die rechte große Zehe ist über der linken großen Zehe und der Rücken wird dabei gerade gehalten. „Seiza“, Wikipedia[de] (Stand: 2021/08/21)
  2. Übersetzt von der Verfasserin
  3. Tokyo: Seiunsha, 1993
  4. Miyata 1998, S. 31
  5. siehe auch: „Fuku no kami – Sendai Shirō-san 福の神~仙台四郎“, Nobi World Networks (Zugriff über Internet Archive, Stand: 2021/08/12)
  6. Miyata 1998, S. 31–32
  7. Miyata 1998, S. 32
  8. Siehe auch: „Chihō no fukujin – Sendai Shirō-san 地方の福神・仙台四郎さん“, Kawano Akimasa no kenkyūshitsu (Stand: 2021/08/21)
  9. siehe auch: „Fuku no kami – Sendai Shirō-san 福の神~仙台四郎“, Nobi World Networks (Zugriff über Internet Archive, Stand: 2021/08/12)
  10. Miyata 1998, S. 32
  11. siehe auch: „Fuku no kami – Sendai Shirō-san 福の神~仙台四郎“, Nobi World Networks (Zugriff über Internet Archive, Stand: 2021/08/12)

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. Sendai Shirō .jpg
    Sendai Shirō Photographie. Meiji-Zeit, 1902
    Bild © Rakuten Group. (Letzter Zugriff: 2021/8/24)
    Bild des Sendai Shirō vor seinem Tod 1902.
  2. Sendai shiro2.jpg
    Sendai Shirō Figur Objekt
    Bild © Wikimedia Commons, ジダネ. (Letzter Zugriff: 2021/8/24)
    Tonglocke in Form von Sendai Shirō