Ishin Sūden 金地院崇伝 war ein wichtiger religiöser Berater der Shōgun zu Beginn der Tokugawa-Zeit 徳川時代. In seinem Leben als Berater am Hof verließen sich Tokugawa Ieyasu 徳川家康, und dessen Nachfolger Hidetada 秀忠 und Iemitsu 家光 auf seinen Rat. Sūden war aber nicht nur Berater bei religiösen Fragen, sondern genoss auch Ieyasus Vertrauen, was außenpolitische Angelegenheiten betraf. So spielte er zur damaligen Zeit auch eine bedeutende Rolle in den japanischen Beziehungen zu China und Korea. Außerdem war Sūden der Verfasser jenes Edikts, das das Verbot des Christentums in Japan besiegelte.
Frühes Leben
Ishin Sūden wurde im Jahre Eiroku 12 (1569) als zweiter Sohn des Isshiki Hidekatsu 一色秀勝, Dienstmann des 13. Ashikaga-Shōgun Yoshiteru 足利義輝, in Kyōto geboren. Durch seine hohe Herkunft sollte ihm ursprünglich eine Position als enger Verbündeter des Shogunats sicher sein, aber Genki 4 (1573) wurde Ashikaga Yoshiaki 足利義昭 von Oda Nobunaga 織田信長 verbannt und das Muromachi-Shogunat 室町幕府 zerschlagen. Aus diesem Grund trat er in den prestigeträchtigen Nanzen-ji 南禅寺 der Rinzai-Schule ein. Er lernte im Konchi-in 金地院 in Takagamine und des Weiteren im Daigo-ji 醍醐寺. Im elften Monat des Jahres Bunroku 2 (1593) wurde er im Alter von 24 Jahren oberster Priester des Zenkō-ji 禅興寺. Seine Karriere setzte sich fort, als er Keichō 10 (1605) mit 37 Jahren in die 270. Generation der obersten Priester des Nanzen-ji befördert wurde.
A history of christianity in Japan: Roman Catholic, Greek Orthodox, and protestant missions. Rutland, Tokyo: Charles E. Tuttle Company, Inc. of Rutland, Vermont & Tokyo, Japan 1976.