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Fachbegriffe zum Thema „Geschichte“
58 Treffer
A
- anatsurushi 穴吊るし (jap.)
wtl. Grubenhängung; Foltermethode, bei der Delinquenten kopfüber in eine Grube gehängt wurden
B
- bakumatsu 幕末 (jap.)
Ende des Tokugawa-Shōgunats, 1853–1867; wtl. Ende der Zeltregierung (bakufu) - Bōshin Sensō 戊辰戦争 (jap.)
Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868 - buke 武家 (jap.)
Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
C
- chūsei 中世 (jap.)
japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
D
- Dai Nihon-shi 大日本史 (jap.)
Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906 - danka seido 檀家制度 (jap.)
System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
G
- Gokajō no go-seimon 五箇条の御誓文 (jap.)
„5-Artikel-Eid“; erste Grundsatzerklärung der Meiji-Regierung; 6. April 1868 - gosanke 御三家 (jap.)
wtl. drei ehrbare Häuser; Sammelbegriff für die drei wichtigsten Seitenlinien der Tokugawa-Dynastie
H
- han 韓/한 (kor.)
älteste chin. Bez. für Koreaner bzw. koreanische Reiche (Drei Han), heute Selbstbezeichnung Südkoreas (Hanguk 韓国/한국) - hanryō shintō 藩領神道 (jap.)
Fachbegriff für lokale, Shintō-zentrierte Reformen der Frühen Neuzeit (Edo-Zeit)
I
- iemoto 家元 (jap.)
traditionelles System von Handwerkern und Künstlern als hierarchisch organisierte, quasi-familiäre Betriebe - ikkō ikki 一向一揆 (jap.)
Aufstände der Ikkō Anhänger; 15. und 16. Jh. - Imjin Waeran 壬辰倭亂/임진왜란 (kor.)
Imjin-Krieg, 1592–1598; wtl. Japanische Invasion des Imjin-Jahres (Wasser-Drache 壬辰/임진 = 1592); International übliche Bezeichnung für die Invasion Koreas unter Toyotomi Hideyoshi - insei 院政 (jap.)
Regierung der „Klosterkaiser“ (späte Heian-Zeit)
J
- Jingi-shō 神祇省 (jap.)
„Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872; s.a. Jingi-kan - Joseon Wangjo 朝鮮王朝/조선왕조 (kor.)
koreanisches Herrschergeschlecht; herrschte über das Kaiserreich Korea von 1392–1910
K
- kamikaze 神風 (jap.)
Götterwind; urspr. ein poetischer Beinamen der Provinz Ise, wird der Begriff seit den Mongolenangriffen des 13. Jh.s mit göttlichem Schutz im Krieg assoziiert und daher auch mit den Selbstmord-Piloten des 2. Weltkriegs in Verbindung gebracht - kawaraban 瓦版 (jap.)
Printmedien der Edo-Zeit, in denen aktuelle Ereignisse angekündigt wurden; Vorläufer der Zeitung in Japan - Kigensetsu 紀元節 (jap.)
ab 1873 Nationalfeiertag bzw. Reichsgründungstag Japans am 11. Februar; seit 1966 Kenkoku Kinen no Hi
K (Fortsetzung)
- kofun 古墳 (jap.)
Hügelgrab der japanischen Frühzeit (ca. 300–700), wtl. „altes Grab“ - kokka shintō 国家神道 (jap.)
Staatsshintō, staatliche Ideologie der Moderne vor dem 2. WK - kuniyuzuri 国譲り (jap.)
wtl. Landübergabe, Inbesitznahme des Landes (Japan) durch die Nachfahren des Sonnengeschlechts - kuratsukuri 鞍作 (jap.)
Sattelmacher; alt-jap. Berufsgruppe - kurobune 黒舟 (jap.)
„Schwarze Schiffe“; volkstümliche Bezeichnung für die amerikanischen Kanonenboote, die 1853 die Öffnung Japans erzwangen - Kyōiku chokugo 教育勅語 (jap.)
Kaiserlicher Erziehungserlass; erlassen am 30. Oktober 1890 durch Meiji Tennō
M
- Mimana 任那 (jap.)
Gebiet auf der koreanischen Halbinsel, das bis 562 mit Japan alliiert war und früher sogar als „japanische Kolonie“ bezeichnet wurde; koreanische Aussprache: Imna (임나); auch bekannt als Gaya oder Kaya (가야) - Muromachi 室町 (jap.)
Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
N
- Naniwa 難波 (jap.)
antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba) - Nara 奈良 (jap.)
Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō - Nishizaka 西坂 (jap.)
im 17. Jh. Hinrichtungsstätte der Stadt Nagasaki, wo vor allem zahlreiche Christen ihr Ende fanden
O
- Okayama-han 岡山藩 (jap.)
Daimyat Okayama (Edo-Zeit); heute Präfektur Okayama im Westen der Hauptinsel Honshū
R
- ritsuryō 律令 (jap.)
wtl. Strafen und Verordnungen; Gesetzessammlung des Altertums nach dem Vorbild der chin. Tang-Dynastie
S
- Samurai 侍 (jap.)
im Westen übliche Bezeichnung eines Mitgliedes der Krieger-Klasse des vorindustriellen Japans; in Japan schriftspr. bushi - san'eiketsu 三英傑 (jap.)
wtl. „drei ruhmreiche Helden“; ehrenhafte Sammelbezeichnung für die „Reichseiniger“ Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu - san meikun 三名君 (jap.)
wtl. drei namhafte [Landes]herren; in der jap. Geschichtsschreibung Kennzeichnung für energische, reformfreudige Daimyō der Edo-Zeit - shakubuku daikōshin 折伏大行進 (jap.)
Missionierungskampagne der Sōka Gakkai, „Großer Marsch des Brechens und Unterwerfens“ - shinbutsu bunri no rei 神仏分離令 (jap.)
Verordnungen zur Trennung von kami-[Schreinen] und Buddha-[Tempeln] (ab 1868) - shinshūkyō 新宗教 (jap.)
wtl. neue Religion oder Neureligion, wobei die ältesten der sog. Neureligionen im 19. Jh. entstanden - shintō-uke 神道請 (jap.)
Glaubensüberprüfung durch Shintō-Schreine; Sonderform des terauke-Systems in der Edo-Zeit
S (Fortsetzung)
- Shirakawa-ke 白川家 (jap.)
Priesterfamilie, die traditionellerweise das oberste Amt (haku) des höfischen Götteramts (Jingi-kan) innehatte und in der Edo-Zeit zusammen mit den konkurrierenden Yoshida die oberste Instanz der Shinto-Priester darstellte - shūmon aratame 宗門改 (jap.)
„Glaubensüberprüfung“; religiöse Kontrolle in der Edo-Zeit - shūshin 修身 (jap.)
Moral- bzw. Ethikunterricht im ehemaligen jap. Schulsystem - Soga no uji 蘇我氏 (jap.)
Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
T
- Taika no Kaishin 大化改新 (jap.)
„Reformen des großen Wandels“; politischer Umschwung unter Kaiser Kōtoku im Jahre 646; Zentralisierung des Landes und Sinisierung des Staatssystems - taikyō senpu undō 大教宣布運動 (jap.)
Kampagne des Großen Lernens oder auch Große Indoktrinierungs-Kampagne, 1870–1884; staatl. Initiative der frühen Meiji-Zeit zur Verbreitung der Ideale des Tennō-Loyalismus - Taira 平 (jap.)
Kriegerfamilie, die im 12. Jh. um die pol. Vorherrschaft in Japan kämpfte; auch Heike - terauke 寺請 (jap.)
obligatorische Bestätigung der Mitgliedschaft bei einem buddhistischen Tempel; diente in der Edo-Zeit zum Nachweis des nicht-christlichen Status - Tokugawa 徳川 (jap.)
Kriegerdynastie, die während der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1603–1867) das Amt des Militärmachthabers (Shōgun) inne hatte. - tozama daimyō 外様大名 (jap.)
Gruppe von Daimyō die erst nach der Schlacht von Sekigahara zu Vasallen von Tokugawa Ieyasu wurden; ehemalige Gegner der Tokugawa Shōgune
U
- ujizoku bukkyō 氏族仏教 (jap.)
Klan-Buddhismus; Buddhismus der Adelsfamilien des jap. Altertums
W
- Wa 和/倭 (jap.)
Frühe Bezeichnung für Japan bzw. die Japaner; urspr. wählten die Chinesen ein Zeichen mit der Grundbedeutung „Zwerg“ 倭, das später in Japan durch ein Zeichen mit der Bedeutung „Harmonie“ 和 ersetzt wurde.
Y
- Yamada 山田 (jap.)
Ehemals Stadt vor dem Äußeren Schrein von Ise (Gekū), heute Teil der Stadt Ise. - Yamatai 邪馬台 (jap.)
Reich der Königin Himiko im Japan des dritten Jhdts; in der chin. Chronik Weizhi beschrieben - Yamato 大和/倭 (jap.)
Kernland der Tennō-Dynastie in Zentraljapan (Präfektur Nara); archaischer Name für Japan - Yoshida-ke 吉田家 (jap.)
höfische Priesterfamilie (urspr. Urabe), die über Jahrhunderte im Götteramt (Jingi-kan) tätig war und Ende des Mittelalters durch eine neue Theologie (Yoshida Shintō) großen Einfluss in der Welt des Shintō gewann - Yoshida Urabe 吉田卜部 (jap.)
höfische Priester Familie; genau genommen die Yoshida-Linie der Urabe Priesterdynastie - Yoshiwara 吉原 (jap.)
Freudenviertel des Edo-zeitlichen Tōkyō