Grundbegriffe/Buddhismus/Buddhas Leben: Unterschied zwischen den Versionen

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Buddha wurde als Prinz geboren. Sein Vater, König {{s|Shuddhodana}}, und seine Mutter, Königin {{s|Maya}}, waren bereits seit zwanzig Jahren kinderlos, als die Königin im Traum einen weißen Elefanten sah, der vom Himmel herab in ihren Körper fuhr. Daraufhin wurde sie schwanger. Die brahmanischen Berater des Königs deuteten den Traum als Vorzeichen eines großen Königs oder eines Buddha.<ref>„Wenn dieser [Sohn] das häusliche Leben wählen wird, wird er ein König werden, ein Weltherrscher; wenn er aber das Haus verlassen und die Weltflucht betätigen wird, wird er ein Buddha werden, der in der Welt alles Dunkel vertreibt.“ [http://www.palikanon.com/khuddaka/jataka/j000.htm#B2 Jātaka], Übersetzung Julius Dutoit, 1908.</ref>   
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Buddha wurde als Prinz geboren. Sein Vater, König {{s|Shuddhodana}}, und seine Mutter, Königin {{s|Maya}}, waren bereits seit zwanzig Jahren kinderlos, als die Königin im Traum einen weißen Elefanten sah, der vom Himmel herab in ihren Körper fuhr. Daraufhin wurde sie schwanger. Die brahmanischen{{q|skt. brahmanen? [[Benutzer:TheresaH|TheresaH]] 16:54, 22. Aug. 2022 (CEST)}} Berater des Königs deuteten den Traum als Vorzeichen eines großen Königs oder eines Buddha.<ref>„Wenn dieser [Sohn] das häusliche Leben wählen wird, wird er ein König werden, ein Weltherrscher; wenn er aber das Haus verlassen und die Weltflucht betätigen wird, wird er ein Buddha werden, der in der Welt alles Dunkel vertreibt.“ [http://www.palikanon.com/khuddaka/jataka/j000.htm#B2 Jātaka], Übersetzung Julius Dutoit, 1908.</ref>   
 
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Auf sich alleine gestellt fasste der Bodhisattva den Entschluss, so lange zu meditieren, bis er die Erkenntnis der Überwindung von Krankheit, Alter und Tod erlangt habe. Unter dem berühmten Pappelfeigenbaum (Banyan [''ficus religiosa''], auch als {{s|Bodhi}}-Baum bekannt) in {{s|bodhgaya}} sitzend begann er seine 49-tägige Meditation, die ihn zur endgültigen Erleuchtung führen sollte. Davor musste er sich aber mit einem Dämon (oder Gott) namens {{s|mara}} herumschlagen, der  auf verschiedene Weise versuchte, die meditative Kontemplation des Bodhisattva zu stören. Zum einen entsandte er furchterregende Geister, zum anderen seine eigenen verführerischen Töchter, um schließlich selbst den Status eines Erleuchteten für sich zu beanspruchen. Der Bodhisattva aber berührte bloß mit den Fingerspitzen den Boden, zum Zeichen, dass die Erde Zeugin seiner karmischen Verdienste sei ({{s|Mudra}} der Erdberührung). Schließlich erhielt er eine höhere Einsicht in seine eigenen früheren Existenzen, erkannte den Zyklus von Leben und Tod, in den alle Wesen verstrickt sind, und befreite sich von den gefühlsmäßigen Bindungen an ebendiesen Zyklus. So wurde er am 8. Tag des Zwölften Monats, in seinem 35. Lebensjahr, zum Buddha, zum Erleuchteten.
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Auf sich alleine gestellt fasste der Bodhisattva den Entschluss, so lange zu meditieren, bis er die Erkenntnis der Überwindung von Krankheit, Alter und Tod erlangt habe. Unter dem berühmten Pappelfeigenbaum (Banyan{{q|skt. banyan? [[Benutzer:TheresaH|TheresaH]] 17:03, 22. Aug. 2022 (CEST)}} [''ficus religiosa''], auch als {{s|Bodhi}}-Baum bekannt) in {{s|bodhgaya}} sitzend begann er seine 49-tägige Meditation, die ihn zur endgültigen Erleuchtung führen sollte. Davor musste er sich aber mit einem Dämon (oder Gott) namens {{s|mara}} herumschlagen, der  auf verschiedene Weise versuchte, die meditative Kontemplation des Bodhisattva zu stören. Zum einen entsandte er furchterregende Geister, zum anderen seine eigenen verführerischen Töchter, um schließlich selbst den Status eines Erleuchteten für sich zu beanspruchen. Der Bodhisattva aber berührte bloß mit den Fingerspitzen den Boden, zum Zeichen, dass die Erde Zeugin seiner karmischen Verdienste sei ({{s|Mudra}} der Erdberührung). Schließlich erhielt er eine höhere Einsicht in seine eigenen früheren Existenzen, erkannte den Zyklus von Leben und Tod, in den alle Wesen verstrickt sind, und befreite sich von den gefühlsmäßigen Bindungen an ebendiesen Zyklus. So wurde er am 8. Tag des Zwölften Monats, in seinem 35. Lebensjahr, zum Buddha, zum Erleuchteten.
  
 
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Im 80. Lebensjahr erkrankte der Buddha, nachdem er wissentlich ein vergiftetes Mahl zu sich genommen hatte, und sah voraus, dass er nun ins {{s|nirvana}} eingehen werde.<ref>In anderen Versionen stirbt er an einer Art Durchfallerkrankung, aber stets spielen bestimmte Speisen eine entscheidende Rolle (Tournier, Strong 2019, S. 18).</ref> Im Wald des Schlosses von {{s|Kushinagara}}, im Schatten zwei großer Shala-Bäume, hielt er seine letzte Predigt und hauchte dann sein irdisches Leben im Kreise seiner Schüler aus. Buddhas Leichnam wurde nach seinem Tod eingeäschert. Zwischen dem König von Kushinagara und den umliegenden Herrschern entstand ein Disput, wer die Asche des heiligen Mannes in Besitz nehmen dürfte. Schlussendlich einigte man sich, sie aufzuteilen, und so wurde der Buddha an acht Orten beigesetzt, an denen jeweils Grabmonumente ({{s|Stupa}}) errichtet wurden (s. {{showTitel|Bauten/Tempel/Stupa}}).  
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Im 80. Lebensjahr erkrankte der Buddha, nachdem er wissentlich ein vergiftetes Mahl zu sich genommen hatte, und sah voraus, dass er nun ins {{s|nirvana}} eingehen werde.<ref>In anderen Versionen stirbt er an einer Art Durchfallerkrankung, aber stets spielen bestimmte Speisen eine entscheidende Rolle (Tournier, Strong 2019, S. 18).</ref> Im Wald des Schlosses von {{s|Kushinagara}}, im Schatten zwei großer {{g|salsoju|Shala-Bäume}}, hielt er seine letzte Predigt und hauchte dann sein irdisches Leben im Kreise seiner Schüler aus. Buddhas Leichnam wurde nach seinem Tod eingeäschert. Zwischen dem König von Kushinagara und den umliegenden Herrschern entstand ein Disput, wer die Asche des heiligen Mannes in Besitz nehmen dürfte. Schlussendlich einigte man sich, sie aufzuteilen, und so wurde der Buddha an acht Orten beigesetzt, an denen jeweils Grabmonumente ({{s|Stupa}}) errichtet wurden (s. {{showTitel|Bauten/Tempel/Stupa}}).  
 
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* {{s|Shariputra}}, Hauptschüler des Buddha, von dem im {{s|Theravada}}-Buddhismus viele eigene Predigten überliefert werden. Älter als der Buddha selbst, starb er noch zu dessen Lebzeiten und ging ins {{s|Nirvana}} ein. Im {{s|Mahayana}} Buddhismus weniger prominent, taucht er z.B. im {{g|hannyashingyou| Herz Sutra}} als Dialogpartner von Bodhisattva {{s|Avalokiteshvara}} ({{g|Kannon}}) auf.
 
* {{s|Shariputra}}, Hauptschüler des Buddha, von dem im {{s|Theravada}}-Buddhismus viele eigene Predigten überliefert werden. Älter als der Buddha selbst, starb er noch zu dessen Lebzeiten und ging ins {{s|Nirvana}} ein. Im {{s|Mahayana}} Buddhismus weniger prominent, taucht er z.B. im {{g|hannyashingyou| Herz Sutra}} als Dialogpartner von Bodhisattva {{s|Avalokiteshvara}} ({{g|Kannon}}) auf.
 
* {{s|Maudgalyayana}} (jap. {{g|Mokuren}}), ein enger Freund Shariputras. Ihm werden diverse übernatürliche Eigenschaften zugeschrieben. Auch er starb noch vor dem Buddha eines gewaltsamen Todes, den der Buddha mit seinem schlechten {{s|Karma}} aus früheren Existenzen erklärte. In Japan ist Maudgalyayana/Mokuren vor allem dafür bekannt, dass er durch Gebete seine verstorbene Mutter aus der Hölle, bzw. aus ihrer Existenz als [[Mythen/Hoellen/Hungergeister | Hungergeist]] befreite.
 
* {{s|Maudgalyayana}} (jap. {{g|Mokuren}}), ein enger Freund Shariputras. Ihm werden diverse übernatürliche Eigenschaften zugeschrieben. Auch er starb noch vor dem Buddha eines gewaltsamen Todes, den der Buddha mit seinem schlechten {{s|Karma}} aus früheren Existenzen erklärte. In Japan ist Maudgalyayana/Mokuren vor allem dafür bekannt, dass er durch Gebete seine verstorbene Mutter aus der Hölle, bzw. aus ihrer Existenz als [[Mythen/Hoellen/Hungergeister | Hungergeist]] befreite.
*{{s|Mahakashyapa}} (jap. Daikashō), der Organisator des ersten Konzils in Rajagrha. Vor allem der {{g|Chan}} bzw. [[Geschichte/Zen|Zen]]-Buddhismus sieht in Mahakashyapa seinen ersten Patriarchen. Laut dieser Tradition trat der Buddha einmal vor die versammelten Mönche und tat nicht mehr, als eine Lotosblume schweigend in der Hand zu drehen. Alle Mönche waren ratlos, nur Mahakashyapa lächelte geheimnisvoll. Buddha verkündete daraufhin, dass all seine Weisheit und sein Geist auf Mahakashyapa übergegangen seien.
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*{{s|Mahakashyapa}} (jap. {{g|Daikashou}}), der Organisator des ersten Konzils in Rajagrha. Vor allem der {{g|Chan}} bzw. [[Geschichte/Zen|Zen]]-Buddhismus sieht in Mahakashyapa seinen ersten Patriarchen. Laut dieser Tradition trat der Buddha einmal vor die versammelten Mönche und tat nicht mehr, als eine Lotosblume schweigend in der Hand zu drehen. Alle Mönche waren ratlos, nur Mahakashyapa lächelte geheimnisvoll. Buddha verkündete daraufhin, dass all seine Weisheit und sein Geist auf Mahakashyapa übergegangen seien.
* {{s|ananda|Ānanda}} (jap. Anan), der jüngere Bruder des abtrünnigen Devadatta (s.o.), beide Cousins des Buddha. Bekannt für sein gutes Gedächtnis soll er beim ersten Konzil des Buddhismus die Lehrreden des Buddha auswendig vorgetragen haben. Er war also so etwas wie ein Evangelist des Buddhismus, aus dessen mündlicher Überlieferung die Sutren hervorgingen. Manche Interpretationen sagen Ānanda nach, er habe erst kurz vor dem Konzil selbst die Erleuchtung (bzw. {{s|Arhat|Arhat}}-schaft) erlangt. Er habe Buddhas Worte im Grund nie verstanden und sie deshalb wortwörtlich auswendig gelernt. Diese Beschränktheit habe ihn zum idealen Chronisten der Worte des Buddha werden lassen.   
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* {{s|ananda|Ānanda}} (jap. {{g|Anan}}), der jüngere Bruder des abtrünnigen Devadatta (s.o.), beide Cousins des Buddha. Bekannt für sein gutes Gedächtnis soll er beim ersten Konzil des Buddhismus die Lehrreden des Buddha auswendig vorgetragen haben. Er war also so etwas wie ein Evangelist des Buddhismus, aus dessen mündlicher Überlieferung die Sutren hervorgingen. Manche Interpretationen sagen Ānanda nach, er habe erst kurz vor dem Konzil selbst die Erleuchtung (bzw. {{s|Arhat|Arhat}}-schaft) erlangt. Er habe Buddhas Worte im Grund nie verstanden und sie deshalb wortwörtlich auswendig gelernt. Diese Beschränktheit habe ihn zum idealen Chronisten der Worte des Buddha werden lassen.   
* {{s|Vimalakirti}} (jap. Yuima), ein reicher Kaufmann und Laienanhänger, der erst im Mahayana auftaucht, hier aber der Held eines eigenen Sutras ist. An seinem Beispiel wird gezeigt, dass der Buddhismus auch für „Haus-Halter“, also für Leute, die im weltlichen Leben stehen, die richtige Option ist.
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* {{s|Vimalakirti}} (jap. {{g|Yuima}}), ein reicher Kaufmann und Laienanhänger, der erst im Mahayana auftaucht, hier aber der Held eines eigenen Sutras ist. An seinem Beispiel wird gezeigt, dass der Buddhismus auch für „Haus-Halter“, also für Leute, die im weltlichen Leben stehen, die richtige Option ist.
  
 
== Buddha-Bilder in verschiedenen Kulturen ==
 
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Die folgendenen Abbildungen stammen aus Alchi, einem buddhistischen Klosterkomplex im westlichen, indischen Teil des Himalaya (Ladakh). Alle Detailbilder aus Buddhas Leben sind auf dem Hüfttuch ({{s|dhoti}}) einer knapp 5m hohen Skulptur des Bodhisattva {{s|Maitreya}}, des „Buddhas der Zukunft“, zu finden. Die Bilder entstammen dem Web-Projekt [http://www.luczanits.net/pictures/AlchiMaitreya/index.html Indian and Tibetan Buddhist Art] von Christian Luczanits & Jaroslav Poncar  und wurden mit freundlicher Genehmigung der Autoren hier reproduziert.
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Die folgendenen Abbildungen stammen aus Alchi{{q|glossar alchi? [[Benutzer:TheresaH|TheresaH]] 17:07, 22. Aug. 2022 (CEST)}}, einem buddhistischen Klosterkomplex im westlichen, indischen Teil des Himalaya (Ladakh{{q|glossar ladakh? [[Benutzer:TheresaH|TheresaH]] 17:07, 22. Aug. 2022 (CEST)}}). Alle Detailbilder aus Buddhas Leben sind auf dem Hüfttuch ({{s|dhoti}}) einer knapp 5m hohen Skulptur des Bodhisattva {{s|Maitreya}}, des „Buddhas der Zukunft“, zu finden. Die Bilder entstammen dem Web-Projekt [http://www.luczanits.net/pictures/AlchiMaitreya/index.html Indian and Tibetan Buddhist Art] von Christian Luczanits & Jaroslav Poncar  und wurden mit freundlicher Genehmigung der Autoren hier reproduziert.
 
Luczanits schreibt in der Einleitung zur Bilderserie von Buddhas Leben:
 
Luczanits schreibt in der Einleitung zur Bilderserie von Buddhas Leben:
 
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* [http://www.buddhanet.net/e-learning/buddhism/lifebuddha/index.htm Life of the Buddha]<br/>Ausführliche Biographie auf ''[http://www.buddhanet.net/sitemap.htm BuddhaNet]''.
 
* [http://www.buddhanet.net/e-learning/buddhism/lifebuddha/index.htm Life of the Buddha]<br/>Ausführliche Biographie auf ''[http://www.buddhanet.net/sitemap.htm BuddhaNet]''.
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_Gautama Siddhartha Gautama]<br/> Eintrag auf ''Wikipedia.de''
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_Gautama Siddhartha Gautama]<br/> Eintrag auf ''Wikipedia.de''
* [http://www.luczanits.net/pictures/AlchiMaitreya/index.html Indian and Tibetan Buddhist Art], Christian Luczanits (Universität Wien)
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* [http://www.luczanits.net/pictures/AlchiMaitreya/index.html Indian and Tibetan Buddhist Art], Christian Luczanits (Universität Wien)  
 
* [http://www.palikanon.com/khuddaka/jataka/j00.htm Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten]<br/>Digitalisierte Version einer Übersetzung der Jātaka des Pali-Kanons durch Julius Dutoit, 1906.
 
* [http://www.palikanon.com/khuddaka/jataka/j00.htm Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten]<br/>Digitalisierte Version einer Übersetzung der Jātaka des Pali-Kanons durch Julius Dutoit, 1906.
 
* [http://www.photodharma.net/index.htm Photo Dharma] <br>Photo-Dokumentation berühmter buddhistischer Monumente in Südasien  von Bhante Anandajoti.
 
* [http://www.photodharma.net/index.htm Photo Dharma] <br>Photo-Dokumentation berühmter buddhistischer Monumente in Südasien  von Bhante Anandajoti.
 
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Aktuelle Version vom 22. August 2022, 17:07 Uhr

Buddhas Leben nach der buddhistischen Überlieferung

Der Buddhismus führt sich auf einen Gründer zurück, der gemeinhin schlicht als „Buddha“ bezeichnet wird. Er wurde als Königssohn geboren, legte aber alle Ämter und Würden ab und endete nach einer Reihe von Askesen und Meditationen als religiöser Lehrer. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Episoden aus Buddhas Leben kurz zusammengefasst: Geburt, Vier Ausfahrten, Askese und Erleuchtung, Verbreitung der Lehre und Ableben.

Buddha palast.jpg
Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
Nara National Museum
1 Der jugendliche Buddha als Prinz, umgeben von seinen Gespielinnen (Nara-Zeit)

Eckdaten und Quellen

Neueren Forschungen zufolge lebte und wirkte der historische Buddha wahrscheinlich von etwa 450 bis 370 vor unserer Zeit.1 Er entstammte dem Geschlecht der Shakyas im Königreich Kosala im heutigen Nepal, daher sein Beiname Shakyamuni (= der Weise aus dem Shakyageschlecht). Sein Eigenname war Siddhartha, sein Familienname Gautama, weshalb er auch oft Gautama Buddha genannt wird. Die Legenden aus seinem Leben verdichteten sich im Laufe der Zeit zu einer Standardbiographie, die u.a. im sogenannten Pali-Kanon enthalten ist.2 Für Ostasien maßgeblicher sind die Biographien des Buddha in der Buddhacarita (2.Jh. u.Z.) sowie im Sutra von Ursache und Wirkung (jap. Inga-kyō). Das letztere Werk ist heute nur noch in chin. Übersetzung (5. Jahrhundert) bekannt und wurde in Ostasien häufig illustriert. Die ältesten erhaltenen Bildbeispiele stammen aus dem Japan der Nara-Zeit (8. Jh.) und markieren den Beginn der japanischen Buchmalerei. Beispiele davon sind auf dieser Seite zu sehen.

Geburt

Buddha wurde als Prinz geboren. Sein Vater, König Shuddhodana, und seine Mutter, Königin Maya, waren bereits seit zwanzig Jahren kinderlos, als die Königin im Traum einen weißen Elefanten sah, der vom Himmel herab in ihren Körper fuhr. Daraufhin wurde sie schwanger. Die brahmanischen Berater des Königs deuteten den Traum als Vorzeichen eines großen Königs oder eines Buddha.3

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Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat. Muromachi-Zeit, 15. Jh.
Metropolitan Museum of Art, New York
2 Buddha wird aus der rechten Seite seiner Mutter geboren

Den Bräuchen des Landes folgend sollte die Geburt im Elternhaus der Königin, im benachbarten Königreich stattfinden. Das Kind kam allerdings bereits auf dem Weg dorthin im Blumengarten von Lumbini zur Welt. Der Neugeborene war gänzlich frei von jeder Unreinheit, was sich auch darin ausdrückte, dass er aus der rechten Seite seiner Mutter austrat. (Auf vielen bildlichen Abbildungen dieser Szene ist deutlich zu erkennen, wie sich die Königin während der Geburt an einem Ast festhält.) Buddha machte gleich nach der Entbindung sieben Schritte, unter denen jeweils eine Lotosblüte aus dem Boden wuchs, und verkündete: „Das ist meine letzte Geburt, ich werde nie mehr in einem Mutterleib weilen.“4 Dies geschah am 8. Tag des Vierten Monats. Das Kind wurde Siddhartha genannt, was in etwa „der sein Ziel erreicht“ bedeutet. Sieben Tage nach seiner Geburt starb Königin Maya. Siddhartha wurde daher von seiner Tante, Prajapati, aufgezogen, die nun die Stellung ihrer Schwester als Königin übernahm.

Die Vier Ausfahrten

Mit 16 heiratete Siddhartha seine Cousine Yashodhara und lebte fortan in unbeschwertem Luxus. Manche Biographien berichten auch davon, dass er sich in zahlreichen adeligen Sportarten, etwa Bogenschießen, besonders auszeichnete. In anderen Versionen heißt es, dass er einen Harem von 60.000 Frauen besaß.5 Auf diese Weise trachtete König Shuddhodana, seinen Sohn vor der Welt außerhalb des Palastes abzuschirmen und so die durch Wahrsager bereits angedeutete Weltabkehr des Buddha (und damit seinen Verzicht auf die weltliche Nachfolge seines Vaters) zu verhindern. In seinem 29. Jahr aber drängte es Siddhartha, die reale Welt kennen zu lernen und er unternahm die legendären Vier Ausfahrten. Dabei gewahrte er Vier Ansichten, die ihm bisher verborgen geblieben waren. Er sah erstmals einen Greis (das Alter), einen Fieberkranken (die Krankheit), einen Leichnam (den Tod), und schließlich einen Asketen (die Religion).

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Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
Bunka Isan
3 Siddhartha verlässt erstmals den königlichen Palast
Asket ingakyo.jpg
Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
Nara National Museum
4 Begegnung mit einem Asketen

Diese Erlebnisse veranlassten Siddhartha, sein Haus zu verlassen, sich das Haupt zu scheren und sich auf die Suche nach einem Weg zu machen, um Alter, Krankheit und Tod zu überwinden. Zu diesem Zeitpunkt war Siddharta ein Sohn geboren worden, was ihn aber nicht von seinem Vorhaben abhielt, sondern im Gegenteil anspornte. Der Sohn erhielt den Namen Rahula: „Fessel“.6

Askese und Erleuchtung

Der weltflüchtige Bodhisattva7 suchte zunächst einige berühmte Lehrer auf, zog sich aber bald mit fünf weiteren Asketen ganz aus dem alltäglichen Leben zurück. In seinen asketischen Übungen übertraf Siddhartha seine Mitbrüder. Er magerte ab bis auf die Knochen, kleidete sich in die Lumpen von Toten und meditierte des Nachts unter wilden Tieren und auf Friedhöfen. Nach sechs Jahren erkannte er jedoch, dass auch dieser Weg ihn zu sehr an das Diesseits band. Er nahm eine Schale Milchreis an, die ihm die fromme Sujata darbrachte (Akzeptieren eines Genusses), und wusch sich in einem Fluss (Akzeptieren kultureller Bräuche). Von da an beschritt er den Mittleren Weg zwischen Askese und Überfluss. Seine fünf Mitbrüder aber wandten sich empört von ihm ab.

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Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
Museum of Fine Art, Boston
5 Siddhartha als Asket
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Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen, während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
Museum of Fine Arts, Boston
6 Buddha in Meditation

Auf sich alleine gestellt fasste der Bodhisattva den Entschluss, so lange zu meditieren, bis er die Erkenntnis der Überwindung von Krankheit, Alter und Tod erlangt habe. Unter dem berühmten Pappelfeigenbaum (Banyan [ficus religiosa], auch als bodhi-Baum bekannt) in Bodhgaya sitzend begann er seine 49-tägige Meditation, die ihn zur endgültigen Erleuchtung führen sollte. Davor musste er sich aber mit einem Dämon (oder Gott) namens Mara herumschlagen, der auf verschiedene Weise versuchte, die meditative Kontemplation des Bodhisattva zu stören. Zum einen entsandte er furchterregende Geister, zum anderen seine eigenen verführerischen Töchter, um schließlich selbst den Status eines Erleuchteten für sich zu beanspruchen. Der Bodhisattva aber berührte bloß mit den Fingerspitzen den Boden, zum Zeichen, dass die Erde Zeugin seiner karmischen Verdienste sei (mudra der Erdberührung). Schließlich erhielt er eine höhere Einsicht in seine eigenen früheren Existenzen, erkannte den Zyklus von Leben und Tod, in den alle Wesen verstrickt sind, und befreite sich von den gefühlsmäßigen Bindungen an ebendiesen Zyklus. So wurde er am 8. Tag des Zwölften Monats, in seinem 35. Lebensjahr, zum Buddha, zum Erleuchteten.

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Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
Metropolitan Museum of Art
7 Diverse Dämonen versuchen den Buddha aus seiner Meditation zu reißen.

Buddha als Lehrer

Der Buddha begab sich nun in die Nähe der Stadt Benares, in den Hirschpark von Sarnath, wo er seine fünf Mitbrüder wieder traf und ihnen in seiner ersten Predigt als Erleuchteter Vier Noble Wahrheiten erläuterte. Diese Predigt ist auch als das „Erste Drehen des Rades der Lehre“ bekannt. Seine Mitbrüder bekehrten sich zu seiner Lehre und wurden zu Arhats (= Höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf). Der Hirschpark von Sarnath ist somit der Ort, an dem sich die erste buddhistische Mönchsgemeinde (sangha) konstituierte.

In den folgenden 45 Jahren führte der Buddha das Leben eines besitzlosen Bettelmönchs und zog mit einer Schar von Jüngern predigend durch Indien, vornehmlich durch das nordindische Reich Magadha. Er setzte sich dabei über alle existierenden Kastenschranken hinweg und war sowohl bei den Ärmsten als auch in vielen Herrscherhäusern gern gesehener Gast. Im Besonderen genoss Buddha das Vertrauen von Magadhas König Bimbisara, der Siddharta schon vor dessen Buddhawerdung angeboten hatte, sein Nachfolger zu werden. Bimbisara trat nun selbst als Laienanhänger in den Buddhismus ein und stiftete das erste Kloster. Unweit von Bimbisaras Hauptstadt Rajagrha befindet sich zudem der sogenannte „Geierberg“ (Grdhrakuta). Viele Sutras, u.a. das Lotos Sutra, führen sich auf Predigten zurück, die der Buddha hier verkündet haben soll. Nachdem es dem Buddha gelang, mächtige deva-Gottheiten, angeführt von Indra, zu seiner Lehre zu bekehren, stattete er sogar selbst dem Himmel der devas einen vorübergehenden Besuch ab, um hier vor seiner inzwischen zur Göttin avancierten Mutter zu predigen. Seine Rückkehr zur Erde gestaltete sich als Triumphzug, der von den Gottheiten Brahma und Indra angeführt wurde.8

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Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien. Nara-Zeit, 8. Jh.
Metropolitan Museum of Art
8 Predigt des Buddha

Devadatta, der Gegenspieler des Buddha

Trotz seines Erfolges wurde Buddha auch angezweifelt oder gar attackiert. Selbst innerhalb seiner Mönchsgemeinde gab es eine Abspaltung, die von Buddhas eigenem Cousin, Devadatta, angeführt wurde. Spätere Legenden stilisierten Devadatta zum Inbegriff des Bösen hoch: Er versuchte nicht nur, dem Buddha seine Gefolgschaft abspenstig zu machen, er unternahm auch Anschläge auf Buddhas Leben. Einmal ließ er zum Beispiel einen Elefanten auf Buddha hetzen, der aber angesichts des Erleuchteten sofort ehrfurchtsvoll niederkniete (dieser kniende Elefant ist häufig Gegenstand hagiografischer Darstellungen). Im bereits erwähnten Reich Magadha zettelte Devadatta aus Eifersucht einen Staatsstreich durch den Sohn des Königs, Ajatashatru an, der nach manchen Versionen dieser Geschichte den eigenen Vater Bimbisara bei dieser Gelegenheit tötete. Die Bekehrung des reumütigen Ajatashatru und seine Aufnahme in Buddhas Gefolgschaft stellt eine wichtige Episode dar, die die Großmut des Buddha unterstreicht. Devadatta aber soll aufgrund seiner Vergehen schließlich lebendigen Leibes in die Hölle gefallen sein. Manche Erzählungen reichen auch in die gemeinsame Jugend von Shakyamuni und Devadatta zurück, als beide um die schöne Yashodhara warben und diese schließlich den Buddha erwählte. Devadatta ist somit ein Double des Buddha, das aufgrund seiner Unvollkommenheit schließlich zu seinem Antagonisten wird. Er findet aber auch in der Figur des Judas eine christliche Entsprechung.

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Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt Buddha, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin Devadatta, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“ Werk von Katsushika Hokusai. Edo-Zeit
Waseda University Library
9 Devadattas Höllenfahrt

Der historische Kern der Devadatta-Erzählungen dürfte darin bestehen, dass es in der frühen buddhistischen Gemeinde tatsächlich zu einem Schisma kam. Devadatta und seine Anhänger scheinen sich gegen den „Mittleren Weg“ zwischen Askese und Genuss und für strengere Formen der Weltabkehr eingesetzt zu haben. Den frühesten Berichten chinesischer Mönche aus Indien ist zu entnehmen, dass es in den ersten Jahrhunderten u.Z. noch praktizierende Anhänger des Devadatta-Buddhismus gegeben haben muss. Die Dämonisierung Devadattas kann somit als Ausdruck einer Strategie gegen abtrünnige Mitbrüder angesehen werden.

Ableben

Im 80. Lebensjahr erkrankte der Buddha, nachdem er wissentlich ein vergiftetes Mahl zu sich genommen hatte, und sah voraus, dass er nun ins Nirvana eingehen werde.9 Im Wald des Schlosses von Kushinagara, im Schatten zwei großer Shala-Bäume, hielt er seine letzte Predigt und hauchte dann sein irdisches Leben im Kreise seiner Schüler aus. Buddhas Leichnam wurde nach seinem Tod eingeäschert. Zwischen dem König von Kushinagara und den umliegenden Herrschern entstand ein Disput, wer die Asche des heiligen Mannes in Besitz nehmen dürfte. Schlussendlich einigte man sich, sie aufzuteilen, und so wurde der Buddha an acht Orten beigesetzt, an denen jeweils Grabmonumente (stupa) errichtet wurden (s. Bekannte Pagoden und Stupas außerhalb Japans).

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Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins Nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten. Kamakura-Zeit, 14. Jh.
Metropolitan Museum of Art, New York
10 Wehklagen beim Ableben des Buddha

Verbreitung der Lehre

Im Jahr nach Buddhas Tod wurden seine Lehren auf dem „ersten buddhistischen Konzil“ in Rajagrha kodifiziert und damit der Grundstein für den buddhistischen Kanon (Tripitaka) gelegt. Hundert Jahre nach Buddhas Ableben fand das zweite „Konzil“ in Vaishali statt, auf dem vor allem die Mönchsregeln neu festgelegt wurden. Weitere Konzile folgten. Im Zusammenhang mit diesen Versammlungen (deren Einzelheiten sich der historischen Überprüfung natürlich entziehen) tauchen auch die Namen der Schüler des Buddha auf, die ähnlich wie die Apostel des Christentums aus Buddhas Worten erst jenes Lehrgebäude schufen, das wir heute Buddhismus nennen. Zu den bekanntesten Schülern zählen:

  • Shariputra, Hauptschüler des Buddha, von dem im Theravada-Buddhismus viele eigene Predigten überliefert werden. Älter als der Buddha selbst, starb er noch zu dessen Lebzeiten und ging ins Nirvana ein. Im Mahayana Buddhismus weniger prominent, taucht er z.B. im Herz Sutra als Dialogpartner von Bodhisattva Avalokiteshvara (Kannon) auf.
  • Maudgalyayana (jap. Mokuren), ein enger Freund Shariputras. Ihm werden diverse übernatürliche Eigenschaften zugeschrieben. Auch er starb noch vor dem Buddha eines gewaltsamen Todes, den der Buddha mit seinem schlechten karma aus früheren Existenzen erklärte. In Japan ist Maudgalyayana/Mokuren vor allem dafür bekannt, dass er durch Gebete seine verstorbene Mutter aus der Hölle, bzw. aus ihrer Existenz als Hungergeist befreite.
  • Mahakashyapa (jap. Daikashō), der Organisator des ersten Konzils in Rajagrha. Vor allem der Chan bzw. Zen-Buddhismus sieht in Mahakashyapa seinen ersten Patriarchen. Laut dieser Tradition trat der Buddha einmal vor die versammelten Mönche und tat nicht mehr, als eine Lotosblume schweigend in der Hand zu drehen. Alle Mönche waren ratlos, nur Mahakashyapa lächelte geheimnisvoll. Buddha verkündete daraufhin, dass all seine Weisheit und sein Geist auf Mahakashyapa übergegangen seien.
  • Ānanda (jap. Anan), der jüngere Bruder des abtrünnigen Devadatta (s.o.), beide Cousins des Buddha. Bekannt für sein gutes Gedächtnis soll er beim ersten Konzil des Buddhismus die Lehrreden des Buddha auswendig vorgetragen haben. Er war also so etwas wie ein Evangelist des Buddhismus, aus dessen mündlicher Überlieferung die Sutren hervorgingen. Manche Interpretationen sagen Ānanda nach, er habe erst kurz vor dem Konzil selbst die Erleuchtung (bzw. Arhat-schaft) erlangt. Er habe Buddhas Worte im Grund nie verstanden und sie deshalb wortwörtlich auswendig gelernt. Diese Beschränktheit habe ihn zum idealen Chronisten der Worte des Buddha werden lassen.
  • Vimalakirti (jap. Yuima), ein reicher Kaufmann und Laienanhänger, der erst im Mahayana auftaucht, hier aber der Held eines eigenen Sutras ist. An seinem Beispiel wird gezeigt, dass der Buddhismus auch für „Haus-Halter“, also für Leute, die im weltlichen Leben stehen, die richtige Option ist.

Buddha-Bilder in verschiedenen Kulturen

Gandhara

In Gandhara, einer Region im heutigen Pakistan, kam der Buddhismus mit dem Hellenismus10 in Berührung und entwickelte erstmals eine ausgeprägte naturalistische Ikonographie. Obwohl die griechische Formensprache dieser Figuren bald von anderen Stilen abgelöst wurde, blieben die meisten Motive aus dieser Zeit erhalten und lassen sich auch in späteren ostasiatischen Darstellungen erkennen.

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Der zukünftige Buddha wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.
The British Museum, 2016
11 Geburt des Buddha
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Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht. Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.
Bildquelle: Pinterest
12 Ausfahrt des Buddha
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Buddhas erste Predigt im sog. Hirschpark von Sarnath. Als nackter, Herkules-artiger Leibwächter (mit Knüppel) ist Vajrapani hinter dem Buddha zu sehen. Diese graeco-romanische Figur ist typisch für die frühe buddhistische Ikonographie. Das Rad in Buddhas rechter Hand symbolisiert die Lehre des Buddhismus. Kushan Periode, 3. Jh.
Metropolitan Museum of Art
13 Predigt des Buddha
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Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.) Kushan-Periode, Gandhara, 2. Jh. u.Z.
Alain Truong
14 Ableben des Buddha

Alchi, Ladakh

Alchi maitreya.jpg
Auf dem Hüfttuch (dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
15 Maitreya, Alchi

Die folgendenen Abbildungen stammen aus Alchi, einem buddhistischen Klosterkomplex im westlichen, indischen Teil des Himalaya (Ladakh). Alle Detailbilder aus Buddhas Leben sind auf dem Hüfttuch (dhoti) einer knapp 5m hohen Skulptur des Bodhisattva Maitreya, des „Buddhas der Zukunft“, zu finden. Die Bilder entstammen dem Web-Projekt Indian and Tibetan Buddhist Art von Christian Luczanits & Jaroslav Poncar und wurden mit freundlicher Genehmigung der Autoren hier reproduziert. Luczanits schreibt in der Einleitung zur Bilderserie von Buddhas Leben:

The depiction of the legend on Maitreya’s dhoti is a unique interpretation of the Buddha’s life that not only incorporates the different authoritative traditions but also successfully hints towards the true nature of the Buddha in Mahayana. The life of a Buddha is nothing else than the marvellous dress of a super-human, namely Maitreya, who is himself an emanation of the true nature of a Buddha represented as Vairocana in his crown.11

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Königin Maya hält sich während der Geburt des Buddha an den Zweigen eines Baumes fest. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
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Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
(li.) Geburt Buddhas; (re.) Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
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Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
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Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
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Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden. Indien
Christian Luczanits & Jaroslav Poncar
Askese, Meditation und Predigt des Buddha

Borobudur

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Stupa-Berg von Borobudur, dem weltweit größten Mandala auf der Insel Java. 8.–9.Jh.
Jorge de la Torriente, flickr, 2011
21 Borobudur

Borobudur gilt als das größte buddhistische Monument weltweit (s. Bekannte Pagoden und Stupas außerhalb Japans). Es befindet sich auf der Insel Java, die einst ein wichtiges Bindeglied auf dem Seeweg von Indien nach China darstellte. Java wurde im 8. und 9. Jh. von der buddhistischen Shailendra Dynastie beherrscht, die für die Errichtung des Monuments verantwortlich ist. Es handelt sich um ein begehbares, dreidimensionales Mandala, ein Berg aus Skulpturen, der die buddhistische Welt als Ganzes repräsentiert. Jede Fläche des Monuments ist mit Reliefs dekoriert, die u.a. das Leben des historischen Buddha zum Inhalt haben.

Borobudur beginn der askese.jpg
Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti
22 Beginn der Askese des Buddha
Borobudur verfuehrung.jpg
Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti
23 Meditation und Verführung des Buddha
Borobudur erste predigt.jpg
Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti
24 Erste Predigt des Buddha

Dunhuang

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Reste der höhlenartigen buddhistischen Tempelanlage Mogao bei der Oase Dunhuang im Norwesten Chinas. Die meisten Höhlen sind innen mit prächtigen Fresken geschmückt.
Silk History and Uses
25 Dunhuang

Die Wüstenoase Dunhuang stellte für lange Zeit einen wichtigen Knotenpunkt dar, an dem die internationale Handelsroute, die heute als „Seidenstraße“ bekannt ist, in den chinesischen Kulturraum überging. Angeregt durch den Handel entwickelte sich Dunhuang zu einem politischen und kulturellen Zentrum, von dem auch ein wichtiger Impuls der buddhistischen Missionierung Chinas ausging. Von der buddhistischen Kultur Dunhuangs, die während der Tang-Zeit ihren Höhepunkt erlebte, zeugen unter anderem die zahlreichen Felsentempel, die sog. Tausend-Buddha-Höhlen. Sie waren Jahrhunderte lang vergessen und wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts von westlichen und japanischen Archäologen wiederentdeckt. Die in Dunhuang erhaltenen Texte und Bilder stellen auch für den japanischen Buddhismus wichtige Quellen dar.

Im British Museum befinden sich u.a. diverse Tang-zeitlich Stoffbanner aus Dunhuang, auf denen das Leben Buddhas dargestellt ist. Die Tausend-Buddha-Höhlen enthalten ebenfalls Darstellungen der Buddha-Vita als Wandmalerei oder Skulptur.

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Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind. Tang-Zeit, 9. Jh.
The British Museum
26 Buddhas Geburt
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Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben. Tang-Zeit
The British Museum
27 Buddhas Ausfahrten
Paranirvana dunhuang.jpg
Detail aus der einer Höhlenmalerei in Dunhuang: Bodhisattvas und arhats (vorne) betrauern den Tod Buddhas. Dieser liegt als überdimensionale Statue im Vordergrund, während die Nebenfiguren auf die Wand gemalt sind. 8. Jh.
Huntington Archive, #58784
28 Ableben Buddhas

Verweise

Verwandte Themen

Fußnoten

  1. Der Indologe Heinz Bechert, der sich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt hat, erachtet eine in den ältesten Texten belegte Erklärung, laut der Buddha hundert Jahre vor der Krönung König Ashokas (268 v.u.Z.) starb, als zwar ungenaue aber von der Größenordnung her wahrscheinliche Angabe (Bechert 2013, Kap. 11). Andere Schätzungen gehen davon aus, dass Buddha 30 bis 50 Jahre vor dem Indienfeldzug Alexanders des Großen (327–325 v.) verstarb. Da die buddhistische Hagiographie Buddha außerdem einhellig ein Alter von achtzig Jahren zuschreibt, erhält man die Lebensdaten 450–370 v.u.Z. (Michaels 2011, S. 21–22). Innerhalb des Buddhismus selbst gibt es sehr unterschiedliche Angaben, heute herrscht jedoch die Datierung 624–544 v.u.Z. vor.
  2. Der Pali-Kanon, eine der ältesten Schriftensammlungen des Buddhismus, enthält u.a. eine Sammlung von über 500 Erzählungen zu Buddhas Leben, deren Hauptakzent auf Buddhas Leben in früheren Existenzen liegt. Diese Erzählungen werden als Jātaka (Wiedergeburtsgeschichten) bezeichnet. Oftmals spielen hier Tiere eine tragende Rolle, denn der Buddha hatte in früheren Existenzen ja auch nicht-menschliche Formen der Wiedergeburt durchlaufen. Die Biographie des historischen Buddhas ist jedoch auch in den Jātakas enthalten und zwar in der Einleitenden Erzählung der Wiedergeburtsgeschichten (Übersetzung J. Dutoit 1906, Digitalisierung: Volker Junge).
  3. „Wenn dieser [Sohn] das häusliche Leben wählen wird, wird er ein König werden, ein Weltherrscher; wenn er aber das Haus verlassen und die Weltflucht betätigen wird, wird er ein Buddha werden, der in der Welt alles Dunkel vertreibt.“ Jātaka, Übersetzung Julius Dutoit, 1908.
  4. Zitiert nach der Buddha-Vita in der Legende des Königs Ashoka (Tournier, Strong 2019, S. 5).
  5. Tournier, Strong 2019, S. 8.
  6. Der Gerechtigkeit halber muss erwähnt werden, dass Rahula schlussendlich auch in die buddhistische Ordensgemeinschaft aufgenommen wurde. Dennoch ist Buddhas kaltes Verhältnis zu seinem Sohn als Beispiel der sogenannten „Hauslosigkeit“, also der bewussten Abkehr von Haus und Familie des idealen buddhistischen Mönchs anzusehen.
  7. In den meisten Traditionen wird Siddhartha ab dieser Episode, als zukünftiger Buddha, Bodhisattva, bezeichnet.
  8. Dieser Triumphzug unter Führung von Brahma und Indra wird in Japan auch in weltlichen Texten zu einem narrativen Stereotyp, wenn es darum geht, das buddhistische Pantheon zu beschreiben.
  9. In anderen Versionen stirbt er an einer Art Durchfallerkrankung, aber stets spielen bestimmte Speisen eine entscheidende Rolle (Tournier, Strong 2019, S. 18).
  10. Als Hellenismus bezeichnet man die Ausbreitung der griechischen Kultur in weiten Teilen Asiens im Anschluss an die Eroberungen Alexanders des Großen (4. Jh. v.u.Z).
  11. Christian Luczanits, Homepage (Okt. 2016).

Internetquellen


Letzte Überprüfung der Linkadressen: Jul. 2020

Literatur

Heinz Bechert 2013
Der Buddhismus in Süd- und Südostasien: Geschichte und Gegenwart. Stuttgart: Kohlhammer 2013. [Hg. Ernst Steinkellner.]
Axel Michaels 2011
Buddha: Leben, Lehre, Legende. München: C. H. Beck 2011.
Vincent Tournier, John Strong 2019
„Shakyamuni: South Asia.“ In: Jonathan Silk, Richard Bowring, Vincent Eltschinger, Michael Radich (Hg.), Brill's Encyclopedia of Buddhism, Vol. 2, Lives. Leiden: Brill 2019, S. 3–38.

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. ^ 
    Buddha palast.jpg
    Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen.

    Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
    Nara National Museum

  2. ^ 
    Buddha geburt.jpg

    Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat. Muromachi-Zeit, 15. Jh.
    Metropolitan Museum of Art, New York

  3. ^ 
    Ausfahrt ingakyo.jpg
    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden.

    Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
    Bunka Isan

  4. ^ 
    Asket ingakyo.jpg
    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden.

    Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit. Nara-Zeit, 8. Jh.
    Nara National Museum

  5. ^ 
    Askese ingakyo.jpg

    Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
    Museum of Fine Art, Boston

  6. ^ 
    Ingakyo meditation.jpg

    Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen, während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
    Museum of Fine Arts, Boston

  7. ^ 
    Versuchungen ingakyo.jpg

    Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt. Kamakura-Zeit, 13. Jh.
    Metropolitan Museum of Art

  8. ^ 
    Buddha predigt ingakyo.jpg

    Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien. Nara-Zeit, 8. Jh.
    Metropolitan Museum of Art

  9. ^ 
    Devadatta hokusai.jpg

    Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt Buddha, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin Devadatta, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“ Werk von Katsushika Hokusai. Edo-Zeit
    Waseda University Library

  10. ^ 
    Nehanzu.jpg

    Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins Nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten. Kamakura-Zeit, 14. Jh.
    Metropolitan Museum of Art, New York

  11. ^ 
    Birth buddha gandhara.jpg

    Der zukünftige Buddha wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.
    The British Museum, 2016

  12. ^ 
    Ausfahrt gandhara.jpg

    Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht. Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.
    Bildquelle: Pinterest

  13. ^ 
    Sarnath kushan metny.jpg

    Buddhas erste Predigt im sog. Hirschpark von Sarnath. Als nackter, Herkules-artiger Leibwächter (mit Knüppel) ist Vajrapani hinter dem Buddha zu sehen. Diese graeco-romanische Figur ist typisch für die frühe buddhistische Ikonographie. Das Rad in Buddhas rechter Hand symbolisiert die Lehre des Buddhismus. Kushan Periode, 3. Jh.
    Metropolitan Museum of Art

  14. ^ 
    Parinirvana gandhara.jpg

    Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.) Kushan-Periode, Gandhara, 2. Jh. u.Z.
    Alain Truong

  1. ^ 
    Alchi maitreya.jpg

    Auf dem Hüfttuch (dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  2. ^ 
    Alchi buddha birth.jpg

    Königin Maya hält sich während der Geburt des Buddha an den Zweigen eines Baumes fest. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  3. ^ 
    Alchi buddha excursion.jpg

    Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  4. ^ 
    Alchi buddha ascetism.jpg

    Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  5. ^ 
    Alchi buddha seduction.jpg

    Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  6. ^ 
    Alchi buddha predigt.jpg

    Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden. Indien
    Christian Luczanits & Jaroslav Poncar

  7. ^ 
    Borobudur10.jpg

    Stupa-Berg von Borobudur, dem weltweit größten Mandala auf der Insel Java. 8.–9.Jh.
    Jorge de la Torriente, flickr, 2011

  8. ^ 
    Borobudur beginn der askese.jpg

    Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
    The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti

  9. ^ 
    Borobudur verfuehrung.jpg

    Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
    The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti

  10. ^ 
    Borobudur erste predigt.jpg

    Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur. 9. Jh.
    The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti

  11. ^ 
    Mogao caves.jpg

    Reste der höhlenartigen buddhistischen Tempelanlage Mogao bei der Oase Dunhuang im Norwesten Chinas. Die meisten Höhlen sind innen mit prächtigen Fresken geschmückt.
    Silk History and Uses

  12. ^ 
    Buddha geburt dunhuang.jpg

    Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind. Tang-Zeit, 9. Jh.
    The British Museum

  13. ^ 
    Departure dunhuang.jpg

    Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben. Tang-Zeit
    The British Museum

  14. ^ 
    Paranirvana dunhuang.jpg

    Detail aus der einer Höhlenmalerei in Dunhuang: Bodhisattvas und arhats (vorne) betrauern den Tod Buddhas. Dieser liegt als überdimensionale Statue im Vordergrund, während die Nebenfiguren auf die Wand gemalt sind. 8. Jh.
    Huntington Archive, #58784


Glossar

Namen und Fachbegriffe auf dieser Seite:

  • Ajātaśatru (skt.) अजातशत्रु ^ König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.) (jap. Ajase 阿闍世)
  • Anan 阿難 ^ Schüler des Buddha (skt. Ananda)
  • Ānanda (skt.) आनन्द ^ „Freude“, Schüler des Buddha (jap. Anan 阿難)
  • arhat (skt.) अर्हत् ^ höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf (jap. rakan 羅漢)
  • Avalokiteśvara (skt.) अवलोकितेश्वर ^ „Herr, der [die Welt] unten wahrnimmt“, Bodhisattva (jap. Kannon 観音 oder Kanzeon 観世音)
  • Bimbisāra (skt.) बिम्बिसार ^ bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha (jap. Binbasara 頻婆娑羅)
  • Bodhgayā (skt.) बोध्गया ^ „Ort der Erleuchtung“, Ort, an dem Buddha seine Erleuchtungserfahrung hatte (jap. Buddagaya 仏陀伽邪)
  • bodhi (skt.) बोधि ^ „Erwachen, Erleuchtung“ (jap. bodai 菩提)
  • Bodhisattva (skt.) बोधिसत्त्व ^ „Erleuchtetes Wesen“, Vorstufe zur vollkommenen Buddhaschaft (jap. bosatsu 菩薩)
  • Borobudur (skt.) ^ größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandala
  • Brahmā (skt.) ब्रह्मा ^ einer der drei hinduistischen Hauptgottheiten, auch Brahman; davon abgeleitet: Brahmanen (Priester) (jap. Bonten 梵天)
  • Buddha (skt.) बुद्ध ^ „Der Erleuchtete“ (jap. butsu, hotoke 仏 oder Budda 仏陀)
  • Buddhacarita (skt.) बुद्धचरितम ^ „Taten des Buddha“, Lebensbeschreibung des historischen Buddha von Ashvaghosha aus dem 2. Jh. u.Z.
  • Chan (chin.) ^ jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
  • Daikashō 大迦葉 ^ Schüler Buddhas (skt. Mahakashyapa)
  • deva (skt.) देव ^ „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter (jap. -ten 天 oder tenbu 天部)
  • Devadatta (skt.) देवदत्त ^ „Gottesgeschenk“, Cousin und Gegenspieler des Buddha (jap. Daibadatta 提婆達多)
  • dhoṭī (skt.) धोटी ^ traditionelles Beinkleid der indischen Männer
  • Dunhuang (chin.) 敦煌 ^ Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
  • Gandhāra (skt.) गन्धार ^ Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunst
  • Gautama (skt.) गौतम ^ Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama (jap. Kudon 瞿曇)
  • Gṛdhrakūṭa (skt.) गृध्रकूट ^ „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte (jap. Ryōjusen 霊鷲山)
  • Hannya shingyō 般若心経 ^ „Herz Sutra der vollkommenen Weisheit“
  • Hoke-kyō 法華経 ^ Lotos Sutra; skt. Saddharma pundarika sutra; jap. auch Hokkekyō oder Myōhō renge kyō; zählt zu den einflussreichsten Texten des Mahayana-Buddhismus, älteste Fassungen dürften im ersten Jh. v.u.Z. entstanden sein.
  • Indra (skt.) इन्द्र ^ hohe indische Gottheit, vergleichbar mit Zeus/Jupiter (jap. Taishaku-ten 帝釋天)
  • Inga-kyō 因果経 ^ „Sutra von Ursache und Wirkung (=Karma)“; eig. Kako genzai inga-kyō 過去現在因果経 (Sutra von Ursache und Wirkung in Vergangenheit und Gegenwart, chin. Guoqu xian zaiyin guo jing) oft auch E-ingakyō 絵因果経 (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung); Lebensbeschreibung des historischen Buddha; erstmals greifbar in chin. Übersetzung durch Gunabhadra, Mitte 5. Jh.
  • Kannon 観音 ^ auch Kanzeon 観世音, wtl. der den Klang der Welt erhört; skt. Avalokiteśvara; chin. Guanyin; als Bodhisattva des Mitleids bekannt
  • karma (skt.) कर्म ^ „Tat“, auch „konsequente Folge“; moralische Bilanz der gesetzten Handlungen (jap. 業)
  • Kosala (skt.) कोसल ^ Geburtsland des Buddha Shakyamuni
  • Kuśīnagara (skt.) कुशीनगर ^ Ort von Buddhas Ableben (jap. Kushinagara 拘尸那愒羅)
  • Lumbinī (skt.) लुम्बिनी ^ Geburtsort des Gautama Siddhartha (Buddha Shakyamuni). (jap. Ranbini 藍毘尼)
  • Magadha (skt.) मगध ^ Nordostindisches Königreich das im 6. bis 4. Jh. v.u.Z. seine Blütezeit erreichte
  • Mahākāśyapa (skt.) महाकाश्यप ^ Schüler Buddhas (jap. Daikashō 大迦葉)
  • Mahāyāna (skt.) महायान ^ „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung (jap. daijō bukkyō 大乗)
  • Maitreya (skt.) मैत्रेय ^ „Der Freundliche, der Liebevolle“, Buddha der Zukunft (jap. Miroku 弥勒)
  • maṇḍala (skt.) मण्डल ^ „Kreis“, schematische Darstellung der kosmischen Ordnung (jap. mandara 曼荼羅)
  • Māra (skt.) मार ^ Dämon des Bösen, eine Art Äquivalent des Satans im Buddhismus (jap. Mara 魔羅)
  • Maudgalyāyana (skt.) मौद्गल्यायन ^ Schüler des Buddha; mit übersinnlichen Fähigkeiten begabt, war es ihm möglich, die Unterwelt zu besuchen; in ostasiatischen Versionen seiner Legende errettet er dort seine Mutter (jap. Mokuren 目連)
  • Māyā (skt.) माया ^ Mutter des Buddha Shakyamuni
  • Mokuren 目連 ^ Schüler des Buddha; skt. Maudgalyayana; errettet seine Mutter aus der Hölle
  • mudrā (skt.) मुद्रा ^ „Siegel“, Gebetsgeste (jap. inzō 印相)
  • Nara 奈良 ^ Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō
  • Nirvāṇa (skt.) निर्वाण ^ „Erloschen, ausgelöscht“, Ort der Erlösung von allem Leid, absolutes Jenseits (jap. Nehan 涅槃)
  • Pāḷi (skt.) पाळि ^ mittelindische Sprache, eng verwandt mit dem Sanskit; Sprache der frühesten kanonischen Texte des Buddhismus
  • Prajapatī (skt.) प्रजापती ^ Tante und Ziehmutter des Buddha Shakyamuni; zugl. Name einer vedischen Gottheit
  • Rāhula (skt.) राहुल ^ Sohn des Buddha; einer gängigen Auslegung zufolge bedeutet der Name „Fessel“, „Hindernis“ (jap. Ragora 羅睺羅)
  • Rājagṛha (skt.) कोसल ^ Hauptstadt von Magadha und Ort des ersten buddhistischen Konzils, kurz nach dem Ableben Buddhas; heute Rajgir
  • sal soju 沙羅双樹 ^ Shala-Baum; Shorea robusta
  • saṃgha (skt.) संघ ^ „(Mönchs-)Gemeinde“ (jap. 僧 oder sōgya 僧伽)
  • Sārnāth (skt.) सार्नाथ् ^ Stadt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, 10 km nördlich von Benares (Varanasi), bekannt für den Dhamek Stupa, eines der ältesten buddhistischen Grabmonumente
  • Śailēndra (skt.) शैलेंद्र ^ „Indra der Berge“, Name einer buddhistischen Königsdynastie der Insel Java, 8.–9. Jh.
  • Śākyamuni (skt.) शाक्यमुनि ^ „Der Weise des Shakya-Klans“, buddhistischer Name des historischen Buddha (Gautama Siddhartha) (jap. Shaka 釈迦 oder Shakamuni 釈迦牟尼)
  • Śāriputra (skt.) शारिपुत्र ^ Hauptschüler des Buddha (jap. Sharihotsu 舎利佛)
  • Śuddhodana (skt.) शुद्धोदन ^ Vater von Buddha Shakyamuni, König in Nord-Indien (jap. Jōbon-ō 浄飯王)
  • Siddhārtha (skt.) सिद्धार्थ ^ Eigennamen des historischen Buddha, Shakyamuni (jap. Shiddatta 悉達多)
  • stūpa (skt.) स्तूप ^ „Hügel“, Grabmonument (jap. 塔 oder sotoba 卒塔婆)
  • Sujātā (skt.) सुजाता ^ „Die Wohlgeborene“, Magd, die Buddha eine Schale Milchreis darbrachte
  • Tang (chin.) ^ chin. Herrschaftsdynastie, 618–907
  • Theravāda (pali) थेरवाद ^ „Schule der Ordensälteren“, buddhistische Richtung (hier in Pali angegeben; skt: Sthaviravada) (jap. jōzabu bukkyō 上座部仏教)
  • Tripiṭaka (skt.) त्रिपिटक ^ „Drei Körbe“, kanonische Schriften des Buddhismus (jap. Sanzō 三蔵)
  • Vaiśālī (skt.) वैशाली ^ Ort des 2. buddhistischen Konzils; Ort eines berühmten buddhistischen Grabmonuments (stupa)
  • Vimalakīrti (skt.) विमलकीर्ति ^ „Glänzender Ruhm“, Reicher Kaufmann und Laienanhänger, Held eines eigenen Sutras (jap. Yuima 維摩)
  • Yaśodharā (skt.) यसोधरा ^ „Die den Ruhm erhält“, Ehefrau von Siddhartha Gautama (jap. Yashodara 耶輸陀羅)
  • Yuima 維摩 ^ Reicher Kaufmann und Laienanhänger, Held eines eigenen Sutras (skt. Vimalakirti)