Sōka Gakkai: Produktion von religiösem Mehrwert

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Sōka Gakkai Produktion von religiösem Mehrwert

Die Sōka Gakkai („Gesellschaft zum Studium vermehrter Werte“) ist in vieler Hinsicht die erfolgreichste Neureligion Japans. Sie hat derzeit nach eigenen Angaben weltweit über zwölf Millionen Mitglieder, davon mehr als eine Million außerhalb Japans. Außenstehende Experten bezweifeln diese Angaben zwar und gehen von zwei bis fünf Millionen registrierter Mitglieder innerhalb Japans aus, doch ist das immer noch eine höhere Mitgliederzahl als irgend eine andere Neureligion in Japan vorweisen kann.

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Das Hauptheiligtum (gohonzon) der Sōka Gakkai.
Wikimedia Commons.
gohonzon

Die Sōka Gakkai präsentiert sich als Mischung von Tradition und Moderne, die auf den ersten Blick erstaunlich, tatsächlich aber für die meisten japanischen Neureligionen charakteristisch ist. Die „traditionelle“ Praxis umfasst Elemente aus dem Nichiren Buddhismus, etwa das tägliche Rezitieren ausgewählter Passagen aus dem Lotos Sutra bzw. die Anrufung des Titels des Lotos Sutras (daimoku), sowie die Verehrung von Nichirens kalligraphischer Darstellung dieses Titels, die als Hauptheiligtum (gohonzon) bezeichnet wird.

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Die Flagge der Sōka Gakkai mit Lotos-Symbol.
Flagge mit Lotossymbol

Andererseits trägt die Organisation viele Züge, die eher an einen modernen Staat als an eine Religionsgemeinschaft erinnern: Sie wird von einem „Präsidenten“ angeführt, verfügt über eine eigene Flagge und über eigene Hymnen. Sie betreibt darüber hinaus eigene wirtschaftliche Unternehmen und Vertriebsstrukturen, eigene Zeitungen und Verlage, Museen, Konzerthäuser und Veranstaltungsräume. Der internationale Zweig der Sōka Gakkai ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte NGO, die sich für die Erhaltung des Weltfriedens einsetzt. Ehemals unterhielt die Sōka Gakkai sogar eine eigene politische Partei, die Kōmeitō, von der sie sich allerdings — aufgrund der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Trennung von Religion und Politik — formal getrennt hat. Der amerikanische Japanologe und Religionswissenschaftler Levi McLaughlin bezeichnet die Sōka Gakkai daher als adjunct state, also als Bei- oder Nebenstaat.1

Die Sōka Gakkai wurde in ihrer bisherigen Geschichte von drei aufeinanderfolgenden charismatischen Führern („Präsidenten“) geprägt, die jeweils für eine bestimmte Entwicklungsphase verantwortlich sind.

Makiguchi Tsunesaburō: politischer Widerstand und Sektengründung

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Portrait von Makiguchi Tsunesaburō (1871–1944), Gründer der Sōka Gakkai. 1930er Jahre (?)
Bildquelle: Deep Roots, über Internet Archive.
1 Makiguchi Tsunesaburō

Der Gründer der Sōka Gakkai, Makiguchi Tsunesaburō (1871–1944), arbeitete als Volksschullehrer in Hokkaidō, bevor er 1913 nach Tōkyō zog. Dort war er neben seinem Lehrberuf auch als Publizist tätig und setzte sich für Reformen des japanischen Erziehungssystems ein, die von europäischen aufklärerischen Idealen bestimmt waren. Damit stand er im Widerspruch zur offiziellen Bildungspolitik, die die staatsshintōistische Verehrung des Tennō und zunehmend auch die Propaganda für Japans Eroberungskriege vor allem über die Schulen in der Bevölkerung zu verbreiten suchte. Im Zuge der zunehmenden Repressionen scheint Makiguchi einen immer stärkeren Halt im Nichiren Buddhismus gefunden zu haben. Genauer gesagt fand er seine spirituelle Heimat in der Nichiren Shōshū, einer Untergruppe des Nichiren Buddhismus, die sich 1912 abspaltete und bis zum Bruch mit Ikeda Daisaku (s.u.) die religiöse Mutterorganisation der Gakkai darstellte.

Die offizielle Gründung der Sōka Gakkai fällt in das Jahr 1930, als die „Wertmehrungsgesellschaft“ noch in erster Linie eine pädagogische Reformbewegung war.2 Unter dem Einfluss des Nichiren Buddhismus nahm die Bewegung aber immer mehr neureligiöse Züge an und schrieb sich Nichirens fundamentalistische Missionierungsstrategie unter dem Schlagwort shakubuku („brechen und unterwerfen“) auf die Fahnen. Zum endgültigen Bruch mit den staatlichen Autoritäten kam es jedoch erst in der Kriegszeit, im Jahr 1943, als Makiguchi sich weigerte, die o-fuda des Ise Schreins zu verehren, wie es allen religiösen Gruppierungen per Gesetz ab 1940 vorgeschrieben war.

Diese Rebellion gegen religiöse Bevormundung wurde durch das Vorbild Nichirens sicherlich gestärkt. Auch Nichiren plädierte in der Zeit der drohenden Mongoleneinfälle für eine vermehrte Konzentration auf wahre Werte (in erster Linie die Botschaft das Lotos Sutra), erregte damit aber Anstoß bei den Shōgunen der Kamakura-Zeit und musste harte Repressionen über sich ergehen lassen. Dies führte in der Nichiren-Schule zu einem ausgeprägten Märtyrerkult, der anderen Richtungen des japanischen Buddhismus fremd ist. Ähnlich wie Nichiren identifizierte sich Makiguchi zwar mit den politischen Zielen des Staates (war also keineswegs ein Kriegsgegner), sah aber nur die eigene religiöse Überzeugung und Praxis als geeignetes Mittel zur Durchsetzung dieser Ziele an und lehnte aus diesem Grund auch die Verehrung der kaiserlichen Ahnengottheit Amaterasu ab. Diese Weigerung führte zu seiner Inhaftierung. Der betagte Führer der jungen religiösen Bewegung überlebte die harten Haftbedingungen nicht und starb im November 1944 an Unterernährung. Die Sōka Gakkai zählte zu diesem Zeitpunkt ein paar tausend Anhänger, die sich nach Makiguchis Verhaftung nicht mehr öffentlich zu Wort meldeten.

Toda Jōsei: Massenmobilisierung

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Toda Jōsei (1900–1958) zum Zeitpunkt seiner Angelobung als 2. Präsident der Sōka Gakkai, 1951. 1951
Josei Toda.
2 Toda Jōsei, 1951

Toda Jōsei (1900–1958) ist die Entwicklung der Sōka Gakkai zu einer Massenbewegung zu verdanken. Ebenfalls ein Lehrer, stand er Makiguchi von Anfang an zur Seite und wurde zusammen mit ihm verhaftet, überlebte allerdings die Kriegszeit. Während seiner Inhaftierung soll er sich besonders intensiv mit dem Lotos Sutra auseinander gesetzt haben. Nach dem Krieg gelang es ihm, die Sōka Gakkai neu zu formieren und 1951 eine großangelegte Missionierungskampagne zu starten, die als shakubuku daikōshin, „Großer Marsch des Brechens und Unterwerfens“, bekannt wurde. Er reduzierte seine Botschaften auf simple karmische Versprechungen, die offenbar dem Geist der Zeit entsprachen: Armut sei eine Folge schlechten Karmas, aber durch die Praxis des Lotus Sutras sei es möglich, im nächsten Leben „fünf Cadillacs“ zu besitzen.3 Zugleich widmete sich Toda einer streng hierarchischen inneren Organisation seiner Bewegung, in der vor allem der Jugend eine wichtige Rolle bei der Missionierung zukam. Ziel war nichts weniger als die Bekehrung der gesamten Bevölkerung zur Lehre Nichirens, die laut Toda in der Sōka Gakkai am reinsten vertreten war.

Wie der Name der shakubuku-Kampagne andeutet, propagierte Toda eine äußerst aggressive Missionierungsstrategie, die auch vor Einschüchterung und physischer Gewalt nicht zurückscheute. Während er damit den Grundstein für das nachhaltig negative Image der Bewegung bei nicht-Mitgliedern setzte, war ihm zunächst mehr Erfolg beschieden, als er selbst zu träumen gewagt hatte: 1958, in Todas Todesjahr, zählte die Sōka Gakkai bereits ca. eine Million Anhänger.4 Diese setzten sich vor allem aus einfacheren Schichten der Bevölkerung zusammen, denen Todas spezifische Mischung aus traditionell-religiösem Gedankengut mit modernen sozialen Versprechungen offenbar besonders zusagte.

Ikeda Daisaku: Konsolidierung auf internationalem Niveau

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Ikeda Daisaku (*1928), Präsident der Sōka Gakkai.
Bildquelle: Great Thoughts Treasury.
3 Ikeda Daisaku

Ikeda Daisaku (*1928) geriet schon als Schüler unter den Einfluss Todas und verbrachte sein gesamtes Erwachsenenleben im Dienst der Sōka Gakkai. Nach Übernahme der „Präsidentschaft“ im Jahr 1960 engagierte er sich vor allem für den Einfluss der Sōka Gakkai außerhalb Japans, was unter anderem zur Anerkennung als internationale Friedensorganisation führte. Gleichzeitig kam es unter Ikeda zur Gründung der Kōmei-tō (1964), dem politischen Arm der Bewegung. Kurze Zeit später gelang auf der Grundlage einer beispiellosen Spendenaktion der Bau eines neuen spirituellen Zentrums, der Shōhondō, in dem das Hauptheiligtum von Sōka Gakkai und Nichiren Shōshū, eine Kalligraphie Nichirens namens Dai-Gohonzon, ausgestellt wurde. Diese Halle befand sich im Taiseki-ji, dem Haupttempel der Nichiren Shōshū am Fuße des Berges Fuji. Im modernen Ausbau des Taiseki-ji, der 1972 fertig gestellt wurde, manifestiert sich eine im Nichiren Buddhismus lange gehegte Utopie, ein nationales Heiligtum für ganz Japan zu errichten.

Ikedas Erfolge in den 1960er Jahren führten gegen Ende des Jahrzehnts auch zu massiver Kritik durch linksgerichtete Intelektuelle, welche die Sōka Gakkai ihrerseits mit repressiven Mitteln zu unterdrücken suchte. Als diese Machenschaften ans Licht der Öffentlichkeit gelangten, verstärkte dies die Kritik, was Ikeda zu einigen Reformen, etwa der formalen Trennung von der Kōmeitō (1970), veranlasste. Auch die Missionierung wurde von nun an mit subtileren Mitteln betrieben. Dennoch stagnierte die Anzahl der Mitglieder in Japan von da an.

Schisma von 1991

Auch intern taten sich Konflikte auf, vor allem mit der religiösen Mutterorganisation Nichiren Shōshū. Während diese nach außen hin durch die Sōka Gakkai gestärkt wurde, kam es zwischen Ikeda Daisaku als oberster Autorität der Laien und Abe Nikken, dem höchsten Abt der Nichiren Shōshū, zu unüberbrückbaren persönlichen Machtkämpfen. 1991 eskalierte der Konflikt schließlich dergestalt, dass die gesamte Laienorganisation von der Nichiren Shōshū „exkommuniziert“ wurde. Es bedarf kaum der Erwähnung, dass dieser Akt der Selbstzerfleischung in beiden Organisationen zu einem Mitgliederschwund führte.

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Die Shōhondō wurde als modernes Zentrum Nichiren-Glaubens von Architekt Yokoyama Kimio am Fuße des Berges Fuji errichtet und maßgeblich durch eine Spendenaktion der Sōka Gakkai finanziert. Das Gebäude, das Ähnlichkeiten mit dem Tōkyōter Olympia Stadium aufweist, galt als Meilenstein der modernen japanischen Architektur. In der Folge eines Zerwürfnisses zwischen Sōka Gakkai und der orthodoxen Nichiren-Fraktion Nichiren Shōshū wurde das Gebäude jedoch 1998 wieder abgerissen. Werk von Yokoyama Kimio. 1972
Bildquelle: Peter Cresswell, (Blog).
4 Shōhondō

Das sichtbarste Zeichen dieses Zerwürfnisses ist das Schicksal der erwähnten Shōhondō, die nicht nur als Haupthalle der Nichiren Shōshū, sondern als nationales Heiligtum, dem früher oder später alle Japaner huldigen sollten, geplant war.5 Der architektonisch kühne Entwurf stammte von Yokoyama Kimio, selbst ein Anhänger der Shōshū, und orientierte sich in vieler Hinsicht am gefeierten Olympiastadion von Tange Kenzō, das für die Spiele von 1964 errichtet worden war. Äußerlich glich es eher einem griechischen Tempel oder einem Kolosseum als einem traditionellen japanischen Gebäude, was vielleicht ein Grund dafür gewesen sein mag, dass sich die spirituellen Autoritäten nicht wirklich damit anfreunden konnten. Die zeitgenössische Architekturszene überhäufte das Gebäude jedoch mit Lob und Auszeichnungen.

Nach dem Schisma verblieb die Shōhondō zwar bei den Nichiren Shōshū-Mönchen, erinnerte aber gleichzeitig an den enormen finanziellen Beitrag, den Anhänger der Sōka Gakkai für die Ausgestaltung des spirituellen Zentrums geleistet hatten. 1998 verlautbarte die Shōshū schließlich, dass das Gebäude nicht erdbebensicher sei und daher abgerissen werden müsse, was mit erheblichem finanziellen Aufwand auch in die Tat umgesetzt wurde. An seiner Stelle steht heute ein Gebäude namens Hōandō, eine uninspirierte Stahlbetonkonstruktion, die optisch an den Tōdaiji in Nara gemahnt.

Ikeda selbst scheint sich nach diesen Ereignissen auch ideologisch nicht nur von der Nichiren Shōshū, sondern auch von Nichiren selbst etwas entfernt zu haben und bezieht sich in seinen Schriften vermehrt auf westliche Geistesgrößen. Auch seine organisatorischen Tätigkeiten konzentrieren sich auf Sōka Gakkai International (SGI), formal eine von der Sōka Gakkai getrennte Institution. Dennoch fungiert er nach wie vor als charismatische Vaterfigur der gesamten Bewegung. Die Gakkai selbst entwickelte notgedrungen auch einen eigenen buddhistischen Klerus, der v.a. für Begräbnisse von Mitgliedern zuständig ist.

Verweise

Fußnoten

  1. McLaughlin 2012. Der vorliegende Artikel ist vor allem diesem Beitrag zum Handbook of Contemporary Japanese Religions (2012) verpflichtet.
  2. Laut McLaughlin (2012, S. 281) kam es allerdings erst ab 1937 zu regelmäßigen Treffen.
  3. Nach McLaughlin, S. 288.
  4. Bei seiner Wahl zum zweiten Präsidenten im Jahr 1951 stellte Toda sein ehrgeiziges Ziel vor, mindestens 750.000 zu bekehren. Sollte ihm das zu Lebzeiten nicht gelingen, wolle er auf alle buddhistischen Bestattungsriten verzichten (McLaughlin, S. 289).
  5. Die Halle kann auch als Honmon no Kaidan, als Wahrer Initiations-Altar, angesehen werden. Es handelt sich dabei um ein utopisches Ziel Nichirens, dessen Realisierung bereits von Toda ins Auge gefasst wurde.

Literatur

Levi McLaughlin 2012
„Sōka Gakkai in Japan.“ In: John Nelson, Inken Prohl (Hg.), Handbook of Contemporary Japanese Religions. Leiden: Brill 2012, S. 269–307.

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

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    Makiguchi.jpg

    Portrait von Makiguchi Tsunesaburō (1871–1944), Gründer der Sōka Gakkai. 1930er Jahre (?)
    Bildquelle: Deep Roots, über Internet Archive.

  2. ^ 
    Toda Josei.jpg

    Toda Jōsei (1900–1958) zum Zeitpunkt seiner Angelobung als 2. Präsident der Sōka Gakkai, 1951. 1951
    Josei Toda.

  1. ^ 
    Ikeda Daisaku.jpg

    Ikeda Daisaku (*1928), Präsident der Sōka Gakkai.
    Bildquelle: Great Thoughts Treasury.

  2. ^ 
    Shohondo.jpg

    Die Shōhondō wurde als modernes Zentrum Nichiren-Glaubens von Architekt Yokoyama Kimio am Fuße des Berges Fuji errichtet und maßgeblich durch eine Spendenaktion der Sōka Gakkai finanziert. Das Gebäude, das Ähnlichkeiten mit dem Tōkyōter Olympia Stadium aufweist, galt als Meilenstein der modernen japanischen Architektur. In der Folge eines Zerwürfnisses zwischen Sōka Gakkai und der orthodoxen Nichiren-Fraktion Nichiren Shōshū wurde das Gebäude jedoch 1998 wieder abgerissen. Werk von Yokoyama Kimio. 1972
    Bildquelle: Peter Cresswell, (Blog).


Glossar

Namen und Fachbegriffe auf dieser Seite:

  • Amaterasu 天照 ^ Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts; Hauptgottheit von Ise
  • daimoku 題目 ^ wtl. „Titel [des Lotos Sutras]“; Gebetspraxis des Nichiren Buddhismus
  • gohonzon 御本尊 ^ Hauptgegenstand der Verehrung im Tempel
  • Hoke-kyō 法華経 ^ Lotos Sutra; skt. Saddharma pundarika sutra; jap. auch Hokkekyō oder Myōhō renge kyō; zählt zu den einflussreichsten Texten des Mahayana-Buddhismus, älteste Fassungen dürften im ersten Jh. v.u.Z. entstanden sein.
  • Ikeda Daisaku 池田大作 ^ geb. 1928; Publizist, buddh. Laien-Prediger, dritter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Ise Jingū 伊勢神宮 ^ kaiserlicher Ahnenschrein (wtl. Götterpalast) von Ise, Präfektur Mie
  • Kōmeitō 公明党 ^ „Partei der öffentlichen Sauberkeit“, buddhistisch orientierte politische Parlamentspartei
  • Makiguchi Tsunesaburō 牧口常三郎 ^ 1871–1944; Gründer der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Nichiren 日蓮 ^ 1222–1282; Begründer des Nichiren Buddhismus
  • Nichiren Shōshū 日蓮正宗 ^ wtl. „wahre Schule des Nichiren“; Untergruppe des Nichiren Buddhismus, gegr. 1912
  • o-fuda お札 ^ Amulett oder Talisman in Gestalt eines symbolischen Zeichens, meist aus Papier; auch shinsatsu; das Zeichen 札 kann auch „Geldschein“ bedeuten, wird dann aber sinojap. satsu ausgesprochen;
  • shakubuku 折伏 ^ „brechen und unterwerfen“; Motto des Schulgrüders Nichiren
  • Sōka Gakkai 創価学会 ^ wtl. in etwa „Organisation zum Studium vermehrter Werte“; neu-religiöse buddhistische Laienorganisation, gegr. 1930
  • Tange Kenzō 丹下健三 ^ 1913–2005; japanischer Architekt und Städteplaner
  • Toda Jōsei 戸田城聖 ^ 1900–1958; Mitbegründer und zweiter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Tōdaiji 東大寺 ^ Tempel des Großen Buddha von Nara; wtl. Großer Ost-Tempel
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„Sōka Gakkai: Produktion von religiösem Mehrwert.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001