Attribut:Hat bildbeschreibung

Version vom 24. Januar 2022, 14:55 Uhr von Bescheid (Kommentar | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Datentyp::Text“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Unterhalb werden 20 Seiten angezeigt, auf denen für dieses Attribut ein Datenwert gespeichert wurde.
0
Ein buddhistischer Mönch zerwühlt eine Schriftrolle, deren Schriftzeichen sich in eine Horde von Ratten ([[glossar:ne|''ne'']]) verwandeln. Es handelt sich um [[glossar:Raigou|Raigō]] (1002–1084) aus dem Tempel [[glossar:Miidera|Mii-dera]], der die Sutren des Klosterbergs [[glossar:Hieizan|Hiei]] mithilfe von Ratten vernichtet (nach einer anderen Version verwandelt er sich dabei selbst in eine Ratte), um sich an Kaiser und Konkurrenten zu rächen. Im Vordergrund der Gelehrte [[glossar:ooenomasafusa|Ōe no Masafusa]].  +
Eine zwielichtige Gestalt betrachtet selbstzufrieden ihr Spiegelbild in einem nächtlichen Weiher. Es ist der Bandit Kidō Maru, der dem Helden [[glossar:Minamotonoyorimitsu|Minamoto Raikō]] auflauert. Er verbirgt sich dabei unter der Haut eines (hier schwer erkennbaren) Wasserbüffels ([[glossar:ushi|''ushi'']]), den er zuvor getötet hat. Die Geschichte stammt aus der mittelalterlichen Legendensammlung ''Kokon chōmonjū''.  +
In einer gebirgigen Schneelandschaft kommt es zu einem tödlichen Duell zwischen einem Krieger und einem Tiger ([[glossar:tora|''tora'']]). Der Krieger ist Kashiwade no Omi, ein Held aus der mythologischen Chronik [[glossar:nihonshoki|''Nihon shoki'']] zur Zeit des Kaisers [[glossar:kinmeitennou|Kinmei]] (509–571). Auf einer diplomatischen Mission nach Korea wird Kashiwades Sohn von dem Tiger gefressen, worauf er das Tier eigenhändig zur Strecke bringt. Das Motiv wurde von Kuniyoshi mehrfach illustriert.  +
Ein ältlicher Krieger hält einen gehäuteten Hasen ([[glossar:u1|''u'']]) in der linken und ein großes Küchenmesser in der rechten Hand. Die Szene findet unter einem Baldachin mit buddhistischer Svastika, also in einem Tempel statt. Das Bild zeigt Iga Jutarō, einen Krieger der späteren [[glossar:Heian|Heian]]-Zeit, bei einem Hasenopfer, welches in einem buddhistischen Tempel ein Sakrileg darstellt.  +
Ein bloßfüßiger Krieger mit offenem Haar und gezücktem Schwert steht nächtens auf einer Klippe und blickt konzentriert in die Wellen des Meeres, wo undeutlich die Gestalt eines [[Drachen]]s ([[glossar:tatsu|''tatsu'']]) sichtbar wird. Der Krieger ist der mythologische Gott [[glossar:susanoo|Susanoo]], der sich anschickt, die Menschheit vom menschenfressenden Ungeheuer [[glossar:Yamatanoorochi|Yamata no Orochi]] (in den Mythen als „Schlange“ bezeichnet) zu befreien.  +
Ein Krieger stößt im Licht seiner Fackel auf einige Schlangen ([[glossar:mi|''mi'']]), während eine weibliche Gottheit, die auf einer Schlange reitet, ihn zu beschützen scheint. Es handelt sich um den Krieger Nitta Tadatsune, einen Vasallen von [[glossar:minamotonoyoritomo|Minamoto no Yoritomo]], der eine Höhle des Berges Fuji erkundet. Er trifft auf die Göttin des Bergs ([[glossar:Konohanasakuyahime|Konohana Sakuya-hime]]), die hier das Aussehen von Bodhisattva [[Kannon]] angenommen hat (Kannon reitet seinerseits bisweilen auf einem Drachen.) Das Motiv von Nittas unerschrockenem Gang durch die Höhle findet sich häufig auf [[glossar:ukiyoe|''ukiyo-e'']].  +
Ein entschlossener Held auf einem kraftvollen, sich aufbäumenden Pferd ([[glossar:uma|''uma'']]): Im Wissen um die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens macht sich Soga Gorō, der jüngere der beiden unglücklichen Soga-Brüder, auf, um den Tod seines Vaters zu rächen. Seine Rache gilt dem ersten Minomoto Shōgung, [[glossar:minamotonoyoritomo|Minamoto no Yoritomo]] (1146–1199), und wird scheitern. Doch selbst Yoritomo ist beeindruckt von der kindlichen Pietät der jugendlichen Helden. Das Motiv hängt eng mit dem vorigen Bild der gleichen Serie zusammen, auf dem Nitta zu sehen ist, der den älteren Soga Bruder im Auftrag Yoritomos zur Strecke brachte.  +
In mondheller Nacht nippt ein imponierender Mann, den man aufgrund seines langen dreigeteilten Bartes als Chinesen identifizieren kann, versonnen aus einem Becher, während eine kleine Ziege ([[glossar:hitsuji|''hitsuji'']]) zu seinen Füßen im Gras äst. Guan Yu (jap. Kan'u, gest. 219), ein chinesischer General, war maßgeblich am Aufbau der Sui Dynastie beteiligt. Er wurde Gegenstand zahlreicher Legenden und in China sogar religiös verehrt. Vor allem durch den chinesischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ (''Sanguo Yanyi'', 16. Jh.) wurde er auch in Japan ein Inbegriff von Kriegskunst, Kaltblütigkeit und Loyalität. Das Motiv mit Becher und Ziege findet sich auch auf einem anderen Druck Kuniyoshis, der Zusammenhang ist mir jedoch unklar.  +
Ein Affe ([[glossar:saru|''saru'']]) mit Hosen aus Tigerfell erzeugt eine Armee von Schattenkriegern, die er auf ein Schwein hetzt, das sich mit einem Rechen verteidigt. Son Gokū (chin. [[glossar:sunwukong|Sun Wukong]]) ist ein legendäre Affe, der zur Strafe für seinen Hochmut an der Seite des buddhistischen Mönchs [[glossar:xuanzang|Xuanzang]] (602–664) für die Verbreitung des Buddhismus in China sorgen sollte. Das auf dem Bild dargestellte Schwein ist ebenfalls ein Begleiter des Mönchs, mit dem Affen aber in permanentem Clinch. Beide besitzen phantastische magische Kräfte. So jedenfalls erzählt es die „Reise nach Westen“, ein klassischer chinesischer Roman aus dem 16. Jh., der u.a. zur Vorlage der Manga- und Anime-Serie ''Dragonball Z'' wurde.  +
1
Ein kerniger nackter Bub betrachtet mit intensiver Neugier den Kampf zwischen einem Hahn ([[glossar:tori|''tori'']]) und einem winzigen [[glossar:Tengu|''tengu'']]. Kaidō Maru (Maru, das Gespensterkind), besser bekannt als Kintarō, lebt mit seiner Mutter, der wilden Berggöttin Yamauba, in der freien Natur und vergnügt sich mit den Tieren des Waldes. Später wird er unter dem Namen Sakata Kintoki zu einem der vier Getreuen des Heian-zeitl. Kriegers [[glossar:Minamotonoyorimitsu|Minamoto no Yorimitsu]] werden, über deren Abenteuer u.a. das [[glossar:konjakumonogatari|''Konjaku monogatari'']] (späte [[glossar:heian|Heian]]-Zeit) berichtet. Kintarōs Sagen sind sozusagen das ''prequel'' dieser Heldengeschichten und stellen ein beliebtes [[glossar:ukiyoe|''ukiyo-e'']]-Motiv dar.  +
Hier wird der Gerichtshof im buddhistischen Jenseits in vielen Einzelheiten gemäß dem Tang-zeitlichen ''Sutra der Zehn Könige'' ([[glossar:juuoukyou|''Jūō-kyō'']]) dargestellt. Hier die Szene vor dem Zweiten König. Die Totenseelen werden durch einen Fluss getrieben. Die hölzernen Joche zeigen die Totenseelen gemäß der vormodernen chinesischen Rechtspraxis als Delinquenten.  +
Ein stämmiger Krieger, der neben Schwert und Lanze auch Zimmermannsgeräte mit sich trägt, äugt misstrauisch nach hinten, an der Leine einen Hund ([[glossar:inu|''inu'']]), der in die selbe Richtung blickt. Im Hintergrund die Banner eines (feindlichen?) Heeres. Hata Rokurōzaemon (auch Hata Tokoyoshi, ?–1342) war ein General der Nanboku-Zeit und wird im Heldenepos [[glossar:Taiheiki|''Taiheiki'']] als loyaler Vasall der Ashikaga Shogune geschildert. Auch sein Hund findet dort Erwähnung.  +
In einer gebirgigen Landschaft versetzt ein Mann in höfischer Tracht einem strauchelnden Eber ([[glossar:i1|''i'']]) einen Tritt ins Genick. Es ist ein japanischer Herrscher des 5. Jahrhunderts, Yūryaku Tennō, der auf diese Weise ein Tier zur Strecke bringt, vor dem sein gesamtes Jagdgefolge Reißaus genommen hat. In der Folge droht er seine gesamte Entourage hinrichten zu lassen, doch dank der Fürbitte seiner Gemahlin besinnt er sich eines Besseren. Es ist dies eine der eindrucksvollsten Episoden des [[glossar:nihonshoki|''Nihon shoki'']] aus der Regierungszeit Yūryakus, in der die brutale Entschlossenheit dieses semi-historischen Herrschers anschaulich zum Ausdruck kommt.  +
2
Flugblatt zur der Heiligsprechung der Märtyrer von Nagasaki, 1627. Der begleitende Text besagt: : Drey Seelige Martyrer der Societet Jesu, Welche in Japon neben andern 23. den Namen Christi mit jhrem blut bezeugt, und deßhalben am Creutz jhr Leben standthafftig geendet haben, im Jahr 1597. den 5. Febr. [...] Die besonders hervorgehobenen drei Märtyrer waren, wie der Text weiter erklärt, japanische Jesuiten, die zusammen mit ihren europäischen Lehrern den Tod fanden.  +
3
Großes [[glossar:ema|''ema'']] des Chichibu Schreins im NW Tōkyōs. Parodie auf die Drei Weisen Affen, die nicht hören, sehen und sprechen wollen. Hier heißt es „Schauen wir, hören wir, sprechen wir! - Die lebensfrohen Drei Affen“. [[Mythen/Symboltiere/Drei_Affen| Mehr dazu...]]  +
So etwa könnten die Insignien des [[glossar:tennou|Tennō]] aussehen, die allerdings bis heute den Blicken der Allgemeinheit entzogen sind.  +
4
[[glossar:bishamonten|Bishamon-ten]] (auch [[glossar:Tamonten|Tamon-ten]]), Himmelskönig des Nordens und zugleich Anführer aller Himmelswächter ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]), in einer klassischen Darstellung. Auf seiner offenen Handfläche sollte eigentlich eine Pagode stehen. Das Gesicht trägt die Farbe des Nordens, schwarz (bzw. dunkelblau).  +
[[glossar:jikokuten|Jikoku-ten]], der Himmelskönig des Ostens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]), zählt zur Kategorie der [[glossar:tenbu|''tenbu'']].  +
[[glossar:zoujouten|Zōjō-ten]], der Himmelskönig des Südens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]) des Tempels [[glossar:yakushiji|Yakushi-ji]] in Nara.  +
[[glossar:Koumokuten|Kōmoku-ten]], Himmelskönig des Westens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]) des Tempels [[glossar:yakushiji|Yakushi-ji]] in Nara.  +