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Ein buddhistischer Mönch zerwühlt eine Schriftrolle, deren Schriftzeichen sich in eine Horde von Ratten ([[glossar:ne|''ne'']]) verwandeln. Es handelt sich um [[glossar:Raigou|Raigō]] (1002–1084) aus dem Tempel [[glossar:Miidera|Mii-dera]], der die Sutren des Klosterbergs [[glossar:Hieizan|Hiei]] mithilfe von Ratten vernichtet (nach einer anderen Version verwandelt er sich dabei selbst in eine Ratte), um sich an Kaiser und Konkurrenten zu rächen. Im Vordergrund der Gelehrte [[glossar:ooenomasafusa|Ōe no Masafusa]].  +
Eine zwielichtige Gestalt betrachtet selbstzufrieden ihr Spiegelbild in einem nächtlichen Weiher. Es ist der Bandit Kidō Maru, der dem Helden [[glossar:Minamotonoyorimitsu|Minamoto Raikō]] auflauert. Er verbirgt sich dabei unter der Haut eines (hier schwer erkennbaren) Wasserbüffels ([[glossar:ushi|''ushi'']]), den er zuvor getötet hat. Die Geschichte stammt aus der mittelalterlichen Legendensammlung ''Kokon chōmonjū''.  +
In einer gebirgigen Schneelandschaft kommt es zu einem tödlichen Duell zwischen einem Krieger und einem Tiger ([[glossar:tora|''tora'']]). Der Krieger ist Kashiwade no Omi, ein Held aus der mythologischen Chronik [[glossar:nihonshoki|''Nihon shoki'']] zur Zeit des Kaisers [[glossar:kinmeitennou|Kinmei]] (509–571). Auf einer diplomatischen Mission nach Korea wird Kashiwades Sohn von dem Tiger gefressen, worauf er das Tier eigenhändig zur Strecke bringt. Das Motiv wurde von Kuniyoshi mehrfach illustriert.  +
Ein ältlicher Krieger hält einen gehäuteten Hasen ([[glossar:u1|''u'']]) in der linken und ein großes Küchenmesser in der rechten Hand. Die Szene findet unter einem Baldachin mit buddhistischer Svastika, also in einem Tempel statt. Das Bild zeigt Iga Jutarō, einen Krieger der späteren [[glossar:Heian|Heian]]-Zeit, bei einem Hasenopfer, welches in einem buddhistischen Tempel ein Sakrileg darstellt.  +
Ein bloßfüßiger Krieger mit offenem Haar und gezücktem Schwert steht nächtens auf einer Klippe und blickt konzentriert in die Wellen des Meeres, wo undeutlich die Gestalt eines [[Drachen]]s ([[glossar:tatsu|''tatsu'']]) sichtbar wird. Der Krieger ist der mythologische Gott [[glossar:susanoo|Susanoo]], der sich anschickt, die Menschheit vom menschenfressenden Ungeheuer [[glossar:Yamatanoorochi|Yamata no Orochi]] (in den Mythen als „Schlange“ bezeichnet) zu befreien.  +
Ein Krieger stößt im Licht seiner Fackel auf einige Schlangen ([[glossar:mi|''mi'']]), während eine weibliche Gottheit, die auf einer Schlange reitet, ihn zu beschützen scheint. Es handelt sich um den Krieger Nitta Tadatsune, einen Vasallen von [[glossar:minamotonoyoritomo|Minamoto no Yoritomo]], der eine Höhle des Berges Fuji erkundet. Er trifft auf die Göttin des Bergs ([[glossar:Konohanasakuyahime|Konohana Sakuya-hime]]), die hier das Aussehen von Bodhisattva [[Kannon]] angenommen hat (Kannon reitet seinerseits bisweilen auf einem Drachen.) Das Motiv von Nittas unerschrockenem Gang durch die Höhle findet sich häufig auf [[glossar:ukiyoe|''ukiyo-e'']].  +
Ein entschlossener Held auf einem kraftvollen, sich aufbäumenden Pferd ([[glossar:uma|''uma'']]): Im Wissen um die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens macht sich Soga Gorō, der jüngere der beiden unglücklichen Soga-Brüder, auf, um den Tod seines Vaters zu rächen. Seine Rache gilt dem ersten Minomoto Shōgung, [[glossar:minamotonoyoritomo|Minamoto no Yoritomo]] (1146–1199), und wird scheitern. Doch selbst Yoritomo ist beeindruckt von der kindlichen Pietät der jugendlichen Helden. Das Motiv hängt eng mit dem vorigen Bild der gleichen Serie zusammen, auf dem Nitta zu sehen ist, der den älteren Soga Bruder im Auftrag Yoritomos zur Strecke brachte.  +
In mondheller Nacht nippt ein imponierender Mann, den man aufgrund seines langen dreigeteilten Bartes als Chinesen identifizieren kann, versonnen aus einem Becher, während eine kleine Ziege ([[glossar:hitsuji|''hitsuji'']]) zu seinen Füßen im Gras äst. Guan Yu (jap. Kan'u, gest. 219), ein chinesischer General, war maßgeblich am Aufbau der Sui Dynastie beteiligt. Er wurde Gegenstand zahlreicher Legenden und in China sogar religiös verehrt. Vor allem durch den chinesischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ (''Sanguo Yanyi'', 16. Jh.) wurde er auch in Japan ein Inbegriff von Kriegskunst, Kaltblütigkeit und Loyalität. Das Motiv mit Becher und Ziege findet sich auch auf einem anderen Druck Kuniyoshis, der Zusammenhang ist mir jedoch unklar.  +
Ein Affe ([[glossar:saru|''saru'']]) mit Hosen aus Tigerfell erzeugt eine Armee von Schattenkriegern, die er auf ein Schwein hetzt, das sich mit einem Rechen verteidigt. Son Gokū (chin. [[glossar:sunwukong|Sun Wukong]]) ist ein legendäre Affe, der zur Strafe für seinen Hochmut an der Seite des buddhistischen Mönchs [[glossar:xuanzang|Xuanzang]] (602–664) für die Verbreitung des Buddhismus in China sorgen sollte. Das auf dem Bild dargestellte Schwein ist ebenfalls ein Begleiter des Mönchs, mit dem Affen aber in permanentem Clinch. Beide besitzen phantastische magische Kräfte. So jedenfalls erzählt es die „Reise nach Westen“, ein klassischer chinesischer Roman aus dem 16. Jh., der u.a. zur Vorlage der Manga- und Anime-Serie ''Dragonball Z'' wurde.  +
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Ein kerniger nackter Bub betrachtet mit intensiver Neugier den Kampf zwischen einem Hahn ([[glossar:tori|''tori'']]) und einem winzigen [[glossar:Tengu|''tengu'']]. Kaidō Maru (Maru, das Gespensterkind), besser bekannt als Kintarō, lebt mit seiner Mutter, der wilden Berggöttin Yamauba, in der freien Natur und vergnügt sich mit den Tieren des Waldes. Später wird er unter dem Namen Sakata Kintoki zu einem der vier Getreuen des Heian-zeitl. Kriegers [[glossar:Minamotonoyorimitsu|Minamoto no Yorimitsu]] werden, über deren Abenteuer u.a. das [[glossar:konjakumonogatari|''Konjaku monogatari'']] (späte [[glossar:heian|Heian]]-Zeit) berichtet. Kintarōs Sagen sind sozusagen das ''prequel'' dieser Heldengeschichten und stellen ein beliebtes [[glossar:ukiyoe|''ukiyo-e'']]-Motiv dar.  +
Hier wird der Gerichtshof im buddhistischen Jenseits in vielen Einzelheiten gemäß dem Tang-zeitlichen ''Sutra der Zehn Könige'' ([[glossar:juuoukyou|''Jūō-kyō'']]) dargestellt. Hier die Szene vor dem Zweiten König. Die Totenseelen werden durch einen Fluss getrieben. Die hölzernen Joche zeigen die Totenseelen gemäß der vormodernen chinesischen Rechtspraxis als Delinquenten.  +
Ein stämmiger Krieger, der neben Schwert und Lanze auch Zimmermannsgeräte mit sich trägt, äugt misstrauisch nach hinten, an der Leine einen Hund ([[glossar:inu|''inu'']]), der in die selbe Richtung blickt. Im Hintergrund die Banner eines (feindlichen?) Heeres. Hata Rokurōzaemon (auch Hata Tokoyoshi, ?–1342) war ein General der Nanboku-Zeit und wird im Heldenepos [[glossar:Taiheiki|''Taiheiki'']] als loyaler Vasall der Ashikaga Shogune geschildert. Auch sein Hund findet dort Erwähnung.  +
In einer gebirgigen Landschaft versetzt ein Mann in höfischer Tracht einem strauchelnden Eber ([[glossar:i1|''i'']]) einen Tritt ins Genick. Es ist ein japanischer Herrscher des 5. Jahrhunderts, Yūryaku Tennō, der auf diese Weise ein Tier zur Strecke bringt, vor dem sein gesamtes Jagdgefolge Reißaus genommen hat. In der Folge droht er seine gesamte Entourage hinrichten zu lassen, doch dank der Fürbitte seiner Gemahlin besinnt er sich eines Besseren. Es ist dies eine der eindrucksvollsten Episoden des [[glossar:nihonshoki|''Nihon shoki'']] aus der Regierungszeit Yūryakus, in der die brutale Entschlossenheit dieses semi-historischen Herrschers anschaulich zum Ausdruck kommt.  +
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Flugblatt zur der Heiligsprechung der Märtyrer von Nagasaki, 1627. Der begleitende Text besagt: : Drey Seelige Martyrer der Societet Jesu, Welche in Japon neben andern 23. den Namen Christi mit jhrem blut bezeugt, und deßhalben am Creutz jhr Leben standthafftig geendet haben, im Jahr 1597. den 5. Febr. [...] Die besonders hervorgehobenen drei Märtyrer waren, wie der Text weiter erklärt, japanische Jesuiten, die zusammen mit ihren europäischen Lehrern den Tod fanden.  +
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Großes [[glossar:ema|''ema'']] des Chichibu Schreins im NW Tōkyōs. Parodie auf die Drei Weisen Affen, die nicht hören, sehen und sprechen wollen. Hier heißt es „Schauen wir, hören wir, sprechen wir! - Die lebensfrohen Drei Affen“. [[Mythen/Symboltiere/Drei_Affen| Mehr dazu...]]  +
So etwa könnten die Insignien des [[glossar:tennou|Tennō]] aussehen, die allerdings bis heute den Blicken der Allgemeinheit entzogen sind.  +
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[[glossar:bishamonten|Bishamon-ten]] (auch [[glossar:Tamonten|Tamon-ten]]), Himmelskönig des Nordens und zugleich Anführer aller Himmelswächter ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]), in einer klassischen Darstellung. Auf seiner offenen Handfläche sollte eigentlich eine Pagode stehen. Das Gesicht trägt die Farbe des Nordens, schwarz (bzw. dunkelblau).  +
[[glossar:jikokuten|Jikoku-ten]], der Himmelskönig des Ostens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]), zählt zur Kategorie der [[glossar:tenbu|''tenbu'']].  +
[[glossar:zoujouten|Zōjō-ten]], der Himmelskönig des Südens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]) des Tempels [[glossar:yakushiji|Yakushi-ji]] in Nara.  +
[[glossar:Koumokuten|Kōmoku-ten]], Himmelskönig des Westens. Einer der vier Himmelskönige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]) des Tempels [[glossar:yakushiji|Yakushi-ji]] in Nara.  +
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Die Hauptrolle beim [[glossar:shichigosan|Shichigosan]]-Fest spielen eindeutig Mädchen in ihren farbenprächtigen Kimonos.  +
Hier sieht man den besonderen Andrang beim [[glossar:shichigosan|Shichigosan]]-Fest, der an diesem Tag im [[glossar:tsurugaokahachimanguu|Tsurugaoka Hachiman-gū]] von Kamakura herrscht.  +
Kleine Buben bessern ihre Performance beim [[glossar:shichigosan|Shichigosan]]-Fest, wie hier im [[glossar:tsurugaokahachimanguu|Tsurugaoka Hachiman-gū]], gerne mit Ultraman Masken auf.  +
[[glossar:Shichigosan|Shichigosan]]-Prinzessin  +
[[glossar:Shichigosan|Shichigosan]]-Kimonos im Schaufenster  +
Betendes Mädchen im festlichen Kimono bei der [[glossar:Shichigosan|Shichigosan]]-Feier.  +
Segnung ([[glossar:harae|''harae'']]) beim [[glossar:Shichigosan|Shichigosan]]-Fest der Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren durch einen Shintō-Priester ([[glossar:kannushi|''kannushi'']]).  +
Dreijähriges Mädchen beim [[glossar:shichigosan|Shichigosan]]-Fest in Sendai. Im Hintergrund ein Gestell für Glückslose ([[glossar:omikuji|''o-mikuji'']]).  +
Moderne Darstellung der [[glossar:shichifukujin|Shichi Fukujin]].  +
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Abt des [[glossar:Zen|Zen]]-Tempels Daitoku-ji (Kyōto) mit taschenförmigem ''gojō-gesa''.  +
Besuch des Langzeit-Premiers [[glossar:Abeshinzou|Abe Shinzō]] (2006–2007 und 2012–2020) im [[glossar:Yasukunijinja|Yasukuni Jinja]], ein Jahr nach seinem zweiten Amtsantritt. Der Besuche löste, wie erwartet, große Empörung in China und Korea aus.  +
Tibetische Abbildung des [[skt:Acala|Acala]], jap. [[glossar:fudoumyouou|Fudō Myōō]].  +
Laut Beschreibung auf ''Himalayan Art'' stammt dieses Bild des [[skt:Acala|Acala]] aus dem chinesischen Vasallenstaat Xi Xia (Tangutien) im Grenzgebiet zwischen China und Tibet, das seit Dschingis Khan zu China gehört.  +
Das berühmte Monogramm [[glossar:Duereralbrecht|Albrecht Dürer]]s, dessen A einem [[glossar:torii|''torii'']] ähnelt. Hier auf dem Titelblatt eines Lehrbuchs zu den menschlichen Proportionen. Der volle Titel des Buches lautet: „Hierin sind begriffen vier bücher von menschlicher Proportion, durch Albrechten Dürer von Nürnberg erfunden und beschriben zu nutz allen denen, so zu diser kunst lieb tragen.“ Natürlich ist ein direkter Zusammenhang zwischen Dürers A und dem ''torii'' auszuschließen.  +
[[glossar:Morisosen|Mori Sosen]] gilt als Meister der Affendarstellung; hier eine Darstellung eines sich lausenden [[glossar:nihonzaru|''nihon-zaru'']].  +
Die Drei Weisen Affen ([[glossar:saru|''saru'']]), welche ihren Ursprung im [[glossar:koushin|''kōshin'']]-Glauben haben, sind die vielleicht berühmteste Figurengruppe innerhalb der reich ornamentierten Anlage des [[glossar:Toushouguu|Tōshō-gū]] Schreins. Sie befinden sich an einem Nebengebäude, das einstmals als Stall diente, denn angeblich sollen Affen gut für die Gesundheit von Pferden sein. Die Affen repräsentieren das Prinzip „Nicht sehen, nicht hören, nicht reden“ ([[glossar:Mizaruiwazarukikazaru|''mizaru, iwazaru, kikazaru'']]).  +
Maske in Form eines Affen ([[glossar:saru|''saru'']]).  +
Der [[glossar:Mitogaku|Mito-Gelehrte]] [[glossar:Aizawaseishisai|Aizawa Seishisai]], 1782–1863.  +
[[glossar:Aizenmyouou|Aizen Myōō]] (skr. Rāgarāja), der Mantrakönig ([[glossar:myouou|''myōō'']]) der Liebe, mit feuerroter Haut, zu Berge flammendem Haar, Raubtierzähnen, einem dritten Auge und einer Kappe mit Löwenkopf. Die Statue enthält eine Inschrift, laut der der Bildhauer Kaijō die Figur aus einem halbverbrannten Holzpfeiler schnitzte, der ehemals Teil der Halle des Großen Buddha des [[glossar:Toudaiji|Tōdai-ji]] (zerstört 1180, wiedererrichtet ab 1195) gewesen war.  +
[[glossar:aizenmyouou|Aizen Myōō]] als zentrale Gestalt im ältesten erhaltenen Aizen [[skt:Mandala|''mandala'']] aus dem Jahr 1107. Obwohl Aizen vor allem im [[glossar:shingonshuu|Shingon]] Buddhismus hochgehalten wird, entstammt die Vorlage zu diesem Mandala der [[glossar:tendaishuu|Tendai-shū]].  +
Drei Augen, sechs Arme, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, thront [[glossar:aizenmyouou|Aizen Myōō]] hier auf einer Lotosblüte, umrahmt von einer roten Mondscheibe. Die Ikonographie beruht auf dem ''Yugi-kyō'', einem wahrscheinlich in China entstandenen Sutra des [[glossar:Mikkyou|esoterischen Buddhismus]], das Aizen ein eigenes Kapitel widmet.  +
[[glossar:akibagongen|Akiba Gongen]] ist ebenso wie [[glossar:Izunagongen|Izuna Gongen]] mit dem Schwert und dem Seil des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] ausgestattet und reitet auf einem Fuchs.  +
[[glossar:Tengu|Tengu]]-Party nahe dem Schreintempel von Berg Akiba. Ein hochrangiger Langnasen-''tengu'' wird von Krähen-''tengu'' bedient und unterhalten. Auf diesem Berg in der Präfektur Shizuoka wird auch die Gottheit [[glossar:Akibagongen|Akiba Gongen]] in ''tengu''-Gestalt verehrt.  +
[[skt:Siddhartha|Siddhartha]] treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert.  +
[[skt:Maya|Königin Maya]] hält sich während der Geburt des [[skt:buddha|Buddha]] an den Zweigen eines Baumes fest.  +
[[skt:siddhartha|Siddhartha]], der historische Buddha (auch [[skt:shakyamuni|Shakyamuni]]; jap. [[glossar:shakanyorai|Shaka Nyorai]]), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen.  +
Der historische Buddha [[skt:shakyamuni|Shakyamuni]] hält seinen Schülern Lehrreden.  +
[[skt:siddhartha|Siddhartha]] ist während der Meditation unter dem [[skt:Bodhi|''bodhi'']]-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt.  +
Auf dem Hüfttuch ([[skt:dhoti|''dhoti'']]) dieser Statue des [[skt:Maitreya|Maitreya]] ([[glossar:Miroku|Miroku]]) ist die gesamte Heiligenlegende des [[Ikonographie/Shaka|historischen Buddha]] abgebildet.  +
Die Dichterin [[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]] präsentiert ein Gedicht mit der Bitte um Regen ([[glossar:amagoi|''amagoi'']]) im Garten der Göttlichen Quelle [[glossar:shinsenen|Shinsen’en]]. Die Szene ist zwar historisch nicht belegt, zählte aber in der Edo-Zeit zu den allseits bekannten sieben Episoden der Heian-zeitlichen Dichterin.  +
Die Regenbitte ([[glossar:amagoi|''amagoi'']]) der Dichterin [[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]], in die Edo-Zeit versetzt. Das Schiffchen in Komachis Hand symbolisiert das Gedicht, das sie ins Wasser geworfen haben soll, um dadurch Regen zu erwirken. Ins Bild eingeschrieben ist ein Regen-Gedicht, das ihr zugeschrieben wurde.  +
Die Regenbitte ([[glossar:amagoi|''amagoi'']]) der Dichterin [[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]], in die Edo-Zeit versetzt. Das Schiffchen in Komachis Hand symbolisiert das Gedicht, das sie ins Wasser geworfen haben soll, um dadurch Regen zu erwirken.  +
Ein junges Mädchen in Begleitung einer Freundin (oder Zofe) setzt ein Schiffchen ins Wasser. Das eingeschriebene Gedicht lautet: <div class="zitat"> Es ist in der Tat so / wenn dies der Sonnengrund ist / muss sie erstrahlen// Doch spricht man nicht ebenso / vom Reich unterm Regenhimmel? </div> Daraus ergibt sich, dass es sich um eine Anspielung auf den Regenritus und das Regenbitt-Gedicht ([[glossar:amagoi|''amagoi'']]) der Heian-zeitlichen Dichterin [[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]] handelt.  +
Die Dichterin [[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]] führt während einer Dürre einen Regenbittritus ([[glossar:amagoi|''amagoi'']]) durch, indem sie ein Regengedicht als Opfergabe für die Götter darbringt.  +
[[glossar:Amanojaku|''Ama no jaku'']] sind Kobolde, die böswillig allerlei Verdrehungen bewirken, also „perverse“ Geister im wörtlichen Sinne.  +
Die Sonnengöttin [[glossar:Amaterasu|Amaterasu]] kommt aus ihrer Höhle. Zuvor hatte sie sich dort versteckt, nachdem ihr Bruder [[glossar:susanoo|Susanoo]] — dem sie Zugang zu ihrem Reich gewährte — sie durch verschiedene Untaten zutiefst verletzt hatte. Die anderen Götter veranstalten schließlich ein ausgelassenes Fest, bei welchem die Göttin [[glossar:amenouzume|Ame no Uzume]] eine Art Striptease vorführt, woraufhin alle Götter schallend zu Lachen beginnen. Amaterasu, neugierig ob des Gelächters, öffnet die Höhle einen spaltbreit. Sie erblickt ihr eigenes Abbild in einem Spiegel, den man ihr vorhält und verlässt verwundert darob ihr Versteck.  +
[[glossar:Amaterasu|Amaterasu]] in einer Darstellung der späten Edo-Zeit. [[glossar:yashimagakutei|Gakutei]] imaginiert die Ahnengöttin des Kaiserhauses als [[glossar:heian|Heian]]-zeitliche Hofdame mit aufgemalten Augenbrauen. Ihre Funktion als Sonnengottheit ist durch den Strahlenkranz symbolisiert, der dunkle Bildhintergrund gemahnt an die Höhle, in die sich Amaterasu zurückzieht.  +
Die Darstellung stammt aus einem Tryptichon mit dem Titel „Ursprung des Tanzes vor der Felsenhöhle“ (''Iwato kagura no kigen''). Dieser Tanz stellt die mythologische Szene nach, in der [[glossar:Amaterasu|Amaterasu]] durch den Tanz von [[glossar:Amenouzume|Ame no Uzume]] aus ihrer Felsenhöhle gelockt wird. Solche [[glossar:Kagura|''kagura'']]-Tänze werden auch heute noch häufig aufgeführt. In der Darstellung ist deutlich die [[glossar:Kabuki|Kabuki]]-artige Schminke der Darsteller zu erkennen. (Siehe auch [[:Bild:iwado kagura2.jpg|Amaterasu tritt aus der Felsenhöhle]].)  +
Ein [[glossar:ofuda|''o-fuda'']], das die Gottheit [[glossar:amaterasu|Amaterasu]] repräsentiert.  +
In Suhara, einem Ort an der Inlandsroute zwischen Edo und Kyōto (dem Kisokaidō), werden Reisende von einem plötzlichen Sommergewitter überrascht. Unter dem Dach eines kleinen Tempels hat auch eine Gruppe Pilger Unterschlupf gefunden. Ein Pilger nützt die Gelegenheit, um eine Botschaft an einen Pfosten zu pinseln — wahrscheinlich seinen Namen, ähnlich wie es heutige Pilger mit Hilfe einer „Visitenkarte“ ([[glossar:osamefuda|''osame-fuda'', ''nōsatsu'']]) tun. Die Figur mit dem korbartigen Hut ist ein ''komusō'', ein flötenspielender [[alltag/Moenche/Moenchstracht|Bettelmönch]], und gehört nicht zur Pilgergruppe. Zwei Bauern kommen herbeigelaufen, während im Hintergrund ein Reiter und sein Diener ihre Reise trotz des Regens fortsetzen. Das Motiv der vom Regen überraschten Reisenden findet sich häufig in den Motiven der [[glossar:Ukiyoe|''ukiyo-e'']]-Künstler. Für dieses Bild [[glossar:Utagawahiroshige|Hiroshiges]] gibt es ein unmittelbares Vorbild in der Bildersammlung ''Itchō gafū'' von Suzuki Rinshō (1732-1803), wo ebenfalls ein Pilger mit Reiseschreibgerät dargestellt ist.  +
Eine der berühmtesten [[glossar:Amida|Amida]]-Statuen Japans, im Tempel [[glossar:Byoudouin|Byōdō-in]], der zum Unesco Kulturerbe zählt. Der Tempel war einst Sommerresidenz der [[glossar:Fujiwara|Fujiwara]], die am Höhepunkt ihrer Macht auch diese Statue in Auftrag gaben. Zur Zeit ihrer Herstellung waren Zeitgenossen der Ansicht, dass dies die exakte Wiedergabe der wahren Natur eines Buddhas sei. Die Statue besteht aus mehreren Holzblöcken, die innen einen Hohlraum bilden ([[glossar:yosegizukuri|''yosegi-zukuri'']]-Technik). [[glossar:jouchou|Jōchō]], der diese Statue anfertigte, gilt als jener Bildhauer, der die ''yosegi''-Technik perfektionierte und damit die Grundlagen der [[glossar:keiha|Kei-Schule]] schuf. Die Außenseite ist mit einer dicken, mit Hanf verstärkten Lackschicht imprägniert, wodurch die Figur eine beinahe metallische Oberfläche erhält. Die Vergoldung wurde 1955 erneuert.  +
Abgebildet ist der Buddha [[glossar:amida|Amida]] mit der für ihn typischen Meditations-[[skt:mudra|''mudrā'']]. Sein Gewand besteht aus einem langem Tuch namens [[skt:kashaya|''kashaya'']] (jap. [[glossar:kesa|''kesa'']]), das um dem Körper gewickelt ist.  +
In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels [[glossar:houryuuji|Hōryū-ji]], Abbildung des [[glossar:Amida|Amida]] Buddha mit der [[skt:mudra|''mudra'']]-Geste des Predigens.  +
Buddha [[glossar:Amidanyorai|Amida Nyorai]] in seiner klassischen Haltung, sitzend und mit der [[skt:Mudra|''mudra'']] der Meditation. <br/> Die Abbildung geht auf das älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie zurück. Das Werk ist unter den Titeln ''Zuzōshō'' 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) oder Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) bekannt und wird wahlweise Byōdōbō Yōgon (1075–1151) oder Shōjōbō Ejū (1060–1144) zugeschrieben. In jedem Fall gehörte der Autor der Shingon-Schule an. Die Details der Darstellungen haben sich seit der ersten Abfassung des Werkes bemerkenswert wenig geändert. <br/> Die vorliegende Abbildung entstammt der Abschrift einer Abschrift des originalen ''Zuzōshō'' und wurde laut Kolophon 1702 (Genroku 15) angefertigt.  +
Buddha [[glossar:Amida|Amida]] mit seinen zwei Begleitern, [[glossar:kannon|Kannon]] und [[glossar:Seishi|Seishi]] (Mitte), sowie mit einem Gefolge von 25 weiteren [[skt:bodhisattva|Bodhisattvas]]. Der Strahl von seinem Stirnmal ist auf dieser Darstellung besonders deutlich abgebildet. Er richtet sich auf einen (hier nicht abgebildeten) Gläubigen auf dem Totenbett, den Amida ins Reine Land ([[glossar:joudo|''jōdo'']]) geleiten (''raigō'') wird.  +
Das Bild zeigt „[[glossar:Amida|Amida]], der die Berge überschreitet“. Er tut dies, um einem Sterbenden entgegenzugehen und ihn in sein Reines Land zu geleiten. Dieses Motiv ist in den Amida-Darstellungen der [[glossar:kamakura|Kamakura]]-Zeit besonders häufig anzutreffen.  +
Der esoterische Mönch [[skt:Amoghavajra|Amoghavajra]] (705–774), der vom [[glossar:Shingonshuu|Shingon]] Buddhismus als vierter Patriarch angesehen wird. Er spielte für die Popularisierung des esoterischen Buddhismus ([[glossar:mikkyou|''mikkyō'']]) in China eine entscheidende Rolle und schuf damit die Grundlage für die später von [[glossar:Kuukai|Kūkai]] in Japan entwickelten Lehren. Das Portrait beruht wahrscheinlich auf chinesischen Originalen. Die zentralasiatischen Züge des Mönchs (er stammt aus Samarkand im heutigen Usbekistan) sind nach wie vor zu erkennen.  +
Handgeste ([[skt:Mudra|Mudra]]) des [[glossar:Yakushinyorai|Yakushi Nyorai]].  +
Die Szene illustriert die Geschichte eines Kriegers der [[glossar:sengokujidai|''sengoku'']]-Zeit aus der Provinz Aki (Hiroshima) namens Ara-Gensaburō (auch Inoue Motoshige), der die Kraft von 70 Männern besaß. Hier sieht man ihn, wie er einen gewalttätigen [[glossar:kappa|Kappa]] namens Fushizaru (Schluchtaffe), der Frauen und Kinder verspeiste, unschädlich macht. (Quelle: [http://dl.ndl.go.jp/info:ndljp/pid/965869/311 Furuya Tomiyoshi], 1920.)  +
Skulptur eines veträumt dasitzenden [[skt:arhat|''arhat'']]  +
Skulptur eines fröhlichen [[skt:arhat|''arhat'']]s (jap. [[glossar:rakan|''rakan'']])  +
Eines der ältesten realistischen Mönchsportraits, das in Japan hergestellt wurde. Den Quellen des Tempels Okadera zufolge handelt es sich um den Tempelgründer Gien, einen Mönch der [[glossar:Hossoushuu|Hossō]] Schule. Historiker nehmen jedoch an, dass eigentlich der indische [[skt:Arhat|''arhat'']] [[skt:Pindola|Pindola]] (jap. [[glossar:Binzuru|Binzuru]]) dargestellt wurde, was unter anderem die exotischen Gesichtszüge der Figur erklären würde. In jedem Fall besteht zwischen dem Realismus der Mönchsportraits und der Arhat-Darstellungen eine enge kunsthistorische Verbindung.  +
[[skt:Arhat|''arhat'']] nach dem Vorbild von [[glossar:Guanxiu|Guanxiu]] in modernem Ambiente und ohne buddhistische Attribute aber mit den klassischen Körpermerkmalen, interpretiert vom zeitgenössischen Künstler [[glossar:Shaofan|Shao Fan]].  +
[[skt:arhat|Arhat]] mit knorrigem Bambusstock im halben Meditationssitz, auf einem Felsen, eine Art indischer Albert Einstein. Dieser Naturalismus deutet darauf hin, dass die Figur nach einem realen indischen Modell gemalt wurde. Das Bild wurde in China angefertigt und kam bald darauf nach Japan, wo es — laut Inschrift auf der Rückseite — 1346 von [[glossar:ashikagatadayoshi|Ashikaga Tadayoshi]] an das Kloster auf Berg [[glossar:Kouyasan|Kōya]] verschenkt wurde. „Wichtiges Kulturgut“.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Pindola Bharadvaja), eine Miniaturpagode mit Buddhafigur hochhaltend. Sitzt auf einem Felsen, im Hintergrund Meer.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Panthaka oder Vanavāsin). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. [[:Bild:Arhat10 ryozen.jpg|Arhat 10]] von Ryōzen.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Panthaka), nur mit einem [[glossar:Kesa|''kesa'']] bekleidet, mit Rauchopfergefäß. Ein Mönchsdiener platziert Blumen vor dem Arhat. (In einer ansonsten identischen Parallelserie ist dieser Arhat mit Arhat 14 vertauscht. S. [http://www.komazawa-u.ac.jp/cms/issatsu/issatsu_1101/ Komazawa University Library].)  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Rahūla), mit hochgezogenem Bein (Pose der Gelassenheit) auf einem Felsen sitzend; bekommt von einer Gemse (Hirsch?) eine Blume dargereicht. Vom Typus her entspricht dieser Arhat als einziger in dieser Serie einem Han-Chinesen, während er altersmäßig zu den jüngsten zählt.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Nāgasena), eine Schriftrolle lesend. Mit dunkler Haut, auch der Diener mit Kraushaar wirkt indisch oder afrikanisch. Im Hintergrund ein Bananenbaum.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Angaja) auf einem Felsen, mit aufgestelltem Bein (Haltung der Gelassenheit), sich einem weißen Löwen zuwendend. Im Hintergrund goldene Wolken. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von [[glossar:Ryouzen|Ryōzen]] in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Angaja) auf einem Felsen, mit aufgestelltem Bein (Haltung der Gelassenheit), sich einem weißen Löwen zuwendend. Im Hintergrund goldene Wolken.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Vanavāsin) als Wanderasket mit dunkler Haut und langen Fingernägeln, auf einen Stock gestützt. Zur Seite gedreht. Ein Diener rückt einen Schemel vor seinen Hocker. Daneben ein Tisch mit eingewickelter Bettelschale und Blumenvase.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Ajita) auf einem Felsen, mit Edelstein in der Hand. Ein betagter Verehrer in chinesischer Tracht hat ihm den Stein überreicht (oder ist bereit, ihn in Empfang zu nehmen). Im Hintergrund ein Baum.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Cūda Panthaka) mit Kapuze, in einer Höhle meditierend ([[skt:mudra|Meditationsmudra]]). Europide Gesichtszüge. Das Motiv erinnert an Darstellungen des [[glossar:zen|Zen]]-Patriarchen [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]].  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Kanakavatsa) mit Fliegenwedel ([[glossar:hossu|''hossu'']]), mit den Fingern schnippend. In Begleitung eines chinesischen weltlichen Würdenträgers.  +
[[skt:Arhat|Arhat]] (Kanaka Bharadvāja), mit Gebetskette auf dem Stuhl eines Klosterabts, begleitet von einem dreiäugigen [[Mythen/Oni und Kappa|Dämon]].  +
[[skt:Arhat|Arhat]] (Sobinda) mit [[skt:Vajra|''vajra'']] und Vajra-Glocke (in Ausübung eines esoterischen Rituals), in Begleitung eines Königs oder Generals in prunkvollem Gewand (Rüstung?). Der Begleiter ist von einem grünlichen Flammenkranz umgeben.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Nakula) als Asket mit Fächer, in Begleitung eines jungen Mönchs. Im Hintergrund Mandarinenten.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Bhadra), als greiser Klosterabt mit ringförmiger Gebetskette. Im Hintergrund Blumenvase und Gefäß für Räucherstäbchen. Eine von zwei Figuren der Serie ohne Begleiter.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Kālika) im halben Meditationssitz auf einem Felsen, einen gezähmten Tiger streichelnd. Im Hintergrund eine Kiefer.  +
[[skt:Arhat|Arhat]] (Vajraputra) als kräftiger Mann, einen zahmen Drachen streichelnd. Im Hintergrund Wolken.  +
[[skt:arhat|Arhat]] (Jivaka). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. [[:Bild:Arhat9 ryozen.jpg|Arhat 9]] von Ryōzen.  +
[[skt:arhat|Arhat]] Jīvaka, als Klosterabt mit Fliegenwedel ([[glossar:Hossu|''hossu'']]). Bekommt von einer himmlischen Schönheit Pfirsiche (ein daoistisches Symbol der Langlebigkeit) serviert.  +
Bei genauer Betrachtung erkennt man bei beiden [[skt:arhat|''arhat'']]-Figuren „Narben“ im Hals- und Brustbereich. Es sind Spuren der anti-buddhistischen Ausschreitungen in den ersten Jahren der [[glossar:meiji|Meiji]]-Zeit (ab 1868), in denen buddhistische Steinstatuen systematisch enthauptet wurden. Später wurden viele dieser Statuen wieder in Stand gesetzt.  +
Offiziell handelt es sich hier um ein Abbild des buddhistischen [[skt:bodhisattva|Bodhisattvas]] Kokūzō (skt. Akashagarbha), der häufig mit einem [[glossar:Nyoinotama|Wunschjuwel]], das er in Brusthöhe hält, dargestellt wird. Auf dieser Darstellung fällt allerdings auf, dass das „Wunschjuwel“ eher dem Weltenberg [[skt:Sumeru|Sumeru]] gleicht, auf dem jedoch ein Kreuz thront. Dies erinnert wiederum an das christliche Herrschaftssymbol von Reichsapfel mit Kreuz. Auch der Mantel des Dargestellten entspricht nicht der gängigen Bodhisattva Ikonographie. Schließlich sind in dem Gewand vier Gesichter versteckt, die ebenfalls Rätsel aufgeben. Die lange in einer Schachtel verwahrte Darstellung, deren Ursprung im Dunklen liegt, dürfte jedenfalls unter christlichem Einfluss entstanden sein. Laut dem Japanologen Detlev Schauwecker, einem Spezialisten des „christlichen Zeitalters“ in Japan, handelt es sich in der Tat um ein Portrait des christlichen Daimyōs [[glossar:Arimaharunobu|Arima Harunobu]] (1561?-1612). In den Jesuitendramen der Barockzeit tritt dieser unter dem Namen Protasio von Aryma als Idealtyp des japanischen „Christenfürsten“ auf. Tatsächlich wurde er auf Grund seines Glaubens unter Tokugawa Ieyasu verbannt und schließlich zum Tode verurteilt. Japanische Quellen deuten allerdings darauf hin, dass er dem Christentum zuvor abschwor. Sollte die vorliegende Darstellung tatsächlich Arima Harunobu abbilden, so zeigt sie ihn jedenfalls in einer perfekten Überblendung christlicher und buddhistischer Attribute. Eine andere Theorie sieht die Darstellung in der Tradition des chinesischen Nestorianismus, also einer frühen Abspaltung des Christentums, die sich schon vor der Missionierung im 16. Jh. bis China verbreitet hatte.  +
[[glossar:asagutsu|''Asagutsu'']] sind spezielle Schuhe für den Gebrauch von Shintō-Priestern. Wie andere Elemente der Priesterkleidung gehen auch diese Schuhe, die bei feierlichen Zeremonien getragen werden, auf die Heian-zeitliche Hoftracht zurück.  +
Der Führer der [[glossar:Oumushinrikyou|Aum-Sekte]], [[glossar:Asaharashoukou|Asahara Shōkō]], auf dem Titelblatt des Time Magazine, unmittelbar nach dem Giftgasanschlag in Tōkyō 1995.  +
Das Bild zeigt den Kabuki-Schauspieler Ichikawa Kodanji IV in der Rolle des Totengeist ([[glossar:yuurei|''yūrei'']]) Asakura Tōgo, im Stück ''Higashiyama sakura zoshi''. In dieser Darstellung ist die, für japanische Gespenster typische, schlaffe Handhaltung ganz besonders gut zu erkennen.  +
[[glossar:kaminarimon|Kaminari-mon]] des Tempels [[glossar:sensouji|Sensō-ji]] in Edo. Auf dieser Seitenansicht des Tors sind Torwächter, [[Ikonographie/Waechtergoetter/Wind_und_Donner|Wind-und Donnergott]], gut zu erkennen, dahinter — einst wie heute — die Souvenirläden der Nakamise- dōri. In der linken Bildhälfte bemüht sich der Künstler, die restlichen Hauptgebäude (Mitteltor, Pagode, Haupthalle) in etwas zusammengestauchter Form unterzubringen.  +
Tōkyōs bekanntester buddhistischer Tempel, [[glossar:Sensouji|Sensō-ji]], auch [[glossar:Asakusadera|Asakusa-dera]].  +
Seitenansicht der Haupthalle des [[glossar:Sensouji|Sensō-ji]]  +
Der dem [[glossar:sensouji|Sensō-ji]] Tempel zugeordnete [[glossar:asakusajinja|Asakusa Schrein]] überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt und ist eines der ältesten Bauwerke der Anlage.  +
Gedränge beim Fest des Goldenen Drachens ([[glossar:kinryuunomai|Kinryū no mai]]) des [[glossar:sensouji|Sensō-ji]].  +
Aufnahme des Fests des Goldenen Drachen ([[glossar:kinryuunomai|Kinryū no mai]]) des [[glossar:sensouji|Sensō-ji]].  +
Besucher fächeln sich den Rauch der geopferten Räucherstäbchen zu. Rauchbecken ([[glossar:okouro|''o-kōro'']]) des [[glossar:sensouji|Sensō-ji]] in Asakusa, Tōkyō.  +
Wie in allen großen Tempeln werden auch im [[glossar:Sensouji|Sensō-ji]] Rauchopfer in Form von Räucherstäbchen in einem großen, mit Asche gefüllten Bronzegefäß ([[glossar:okouro|''o-kōro'']]) dargebracht.  +
Die Pagode ([[glossar:tou|''tō'']]) befindet sich seit dem Wiederaufbau der Tempelanlage von [[glossar:asakusadera|Asakusa]] nach dem 2. Weltkrieg auf der anderen Seite des mittleren Tores.  +
Zugangsweg zum [[glossar:Asakusadera|Asakusa]] Tempel und älteste Shoppingmall Japans aus der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit.  +
Der berühmte [[glossar:Asakusadera|Asakusa-dera]] in Tōkyō besaß bis zum Zweiten Weltkrieg eine fünfstöckige Holzpagode ([[glossar:gojuutou|''gojū-tō'']]) aus dem Jahr 1648. Sie wurde 1945 zusammen mit den meisten anderen Gebäuden der Anlage zerstört. Die neue Pagode wurde von der rechten auf die linke Seite des Zugangswegs (Nakamise dōri) verlegt.  +
Umzug mit tragbarem Schrein ([[glossar:mikoshi|''mikoshi'']]) beim [[glossar:Asakusadera|Asakusa-dera]].  +
Geschäftiges Gedränge beim Verkauf von Neujahrsutensilien in Tōkyōs populärstem Tempel, dem [[glossar:sensouji|Sensō-ji]].  +
Verkauf von traditionellen Federballschlägern ([[glossar:hagoita|''hagoita'']]) im [[glossar:sensouji|Sensō-ji]].  +
Tattoo-Beschau beim [[glossar:Sanjamatsuri|Sanja Matsuri]] auf dem Gelände des [[glossar:asakusadera|Asakusa Tempels]].  +
Hier ist der [[glossar:asakusadera|Asakusa Tempel]] aus der Vogelperspektive inmitten des umgebenden Stadtviertels im frühen 19. Jh. zu sehen. Im Hintergrund der Fluss Sumidagawa und der Berg Tsukuba, im NO der Stadt.  +
[[glossar:Ashikagayoshimitsu |Ashikaga Yoshimitsu]] (1358–1408) in der Tracht eines Zen-Abtes. Yoshimitsu trat nach seinem Rücktritt vom Amt des [[glossar:shougun|Shōgun]]s (1394) in den Laienmönchstand ([[glossar:nyuudou|''nyūdō'']]) ein, dominierte aber weiterhin die Politik seiner Nachfolger. Er war auch ein besonderer Förderer des [[glossar:Nou|Nō]]-Theaters.  +
Löwen-Stele des Königs [[skt:ashoka|Ashoka]], des ersten mächtigen Förderers des Buddhismus. Die Löwen trugen ursprünglich ein „Rad der Lehre“ ([[skt:dharmacakra|''dharmacakra'']]), wie es auch unter ihren Füßen abgebildet ist. Es symbolisiert sowohl im Buddhismus als auch in anderen Religionen Indiens die Lehre selbst. Die Stele diente aber in erster Linie als Markierung der berühmten Edikte, die Ashoka ebenfalls in Stein eingravieren ließ. Sie wurde Anfang des 20. Jh. wiederentdeckt und ist heute ein nationales Emblem Indiens. Die Aufnahme aus dem Jahr 1905 zeigt die Statue am Ort ihrer Entdeckung.  +
Die Welt der kriegerischen Geister ([[glossar:ashura|''ashura'']]) auf einer spät-mittelalterlichen Querbildrolle. Die Geister gleichen verrückt gewordenen [[glossar:samurai|Samurai]], die sich beständig gegenseitig niedermetzeln und von herabfallenden Waffen zusätzlich verletzt werden. Die Abbildung stammt aus einer Darstellung der sechs Wege der Wiedergeburt ([[glossar:rokudou|''rokudō'']]).  +
Obwohl im Grunde ein kriegerischer Geist, wurde [[glossar:ashuraou|Ashura-ō]] vor allem in der Frühzeit des japanischen Buddhismus auch als Beschützer des Buddhismus verehrt und tritt als solcher in einer Gruppe von acht oder achtundzwanzig anderen Schutzgeistern auf. Neben Ashura zählen dazu auch der Vogelmensch [[skt:garuda|Garuda]] oder die Gottheiten von [[Ikonographie/Waechtergoetter/Wind und Donner|Wind und Donner]].  +
Darstellung des [[glossar:ashuraou|Ashura-ō]], König der kriegerischen Geister ([[glossar:ashura|''ashura'']])  +
Prinz [[skt:Siddhartha|Siddhartha]] übt sechs Jahre lang strengste Askese.  +
Prinz [[skt:Siddhartha|Siddhartha]], der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der [[skt:Buddha|Buddha]]-Vita aus der der Nara-Zeit.  +
Statue aus der Frühzeit der buddhistischen Plastik in Japan. Möglicherweise handelt es sich um [[skt:Maitreya|Maitreya]] (jap. [[glossar:Miroku|Miroku]]), den „Buddha der Zukunft“.  +
Mit 2,75m Sitzhöhe erreichte die Statue des [[glossar:Shakanyorai|Shaka Nyorai]] (skt. [[skt:Shakyamuni|Shakyamuni]]) für die damalige Zeit kollossale Ausmaße. Der Bildhauer [[glossar:toribusshi|Tori Busshi]] stammte aus einer koreanischen Einwandererfamilie. Der Stil des [[glossar:Daibutsu|''daibutsu'']] ist kontinental geprägt.  +
Der [[glossar:Kokugaku|''kokugaku'']]-Gelehrte [[glossar:hirataatsutane|Hirata Atsutane]], von einem Epigonen der Meiji-Zeit imaginiert.  +
Prinz [[skt:Siddhartha|Siddhartha]] verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht.  +
Prinz [[skt:Siddhartha|Siddhartha]], der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der [[skt:Buddha|Buddha]]-Vita aus der der Nara-Zeit.  +
[[glossar:Awakenzou|Awa Kenzō]], der Bogenschießmeister von [[Grundbegriffe/Stereotype/Herrigels_Zen|Eugen Herrigel]].  +
[[glossar:Kadaazumamaro|Kada Azumamaro]], einer der Begründer der [[glossar:kokugaku|''kokugaku'']].  +
Illustration eines Romans von [[glossar:Santoukyouden|Santō Kyōden]]. Eine blinde Geisterbeschwörerin ([[glossar:miko|''miko'']]) lässt durch ihren Mund die Geister der Verstorbenen sprechen. Dazu benützt sie einen kleinen Bogen ([[glossar:azusa|''azusa'']]), den man vor ihr sieht. Auch die Schale mit Blatt ist ein essenzieller Teil des Rituals. Die Bildinschrift besagt: „Die verstorbene Fujinami und einige andere Totenseelen werden durch den Katalpa-Bogen (''azusa no yumi'') herbeigelockt.“  +
B
Ein [[glossar:torii|''torii'']] in einer Hintergasse Tōkyōs.  +
Hokusais Illustration des legendären [[glossar:Baku|''baku'']].  +
Dachdekoration in Form eines [[glossar:baku|''baku'']]  +
Zwei imaginäre Elefanten am Giebel des Kamijinkō 上神庫 (Göttlicher Speicher) im [[glossar:Toushouguu|Tōshō-gū]] Schrein, Nikkō. Der Entwurf der Elefanten vom Hofmaler [[glossar:Kanoutanyuu|Kanō Tan'yū]] folgt weitgehend dem etablierten Bild des in Japan unbekannten Tieres. Der Unterschied zum Fabeltier [[glossar:Baku|''baku'']], das ebenfalls häufig im Tōshō-gū dargestellt ist, scheint ein fließender zu sein.  +
Aus einer Darstellung von Buddhas Ableben ([[glossar:nehanzu|''nehanzu'']]). In dieser Abbildung aus dem Altertum erscheinen [[glossar:Baku|''baku'']] und [[glossar:Shishi|''shishi'']] in der gleichen ikonographischen Gestalt, in der sie heute noch im Schnitzwerk von Tempeln zu bewundern sind.  +
Felsnische in [[glossar:Bamiyan|Bamiyan]], Afghanistan, in der sich eine 53m hohe Buddhastatue aus dem 6. Jh. u.Z. befand, die 2001 von den Taliban gesprengt wurde.  +
Sao Ching Cha, die Große Schaukel in Bangkok, welche erstaunliche Ähnlichkeit mit einem [[glossar:torii|''torii'']] aufweist.  +
Der hier dargestellte chinesische Mönch Baozhi (418–514) wurde als Manifestation des [[glossar:kannonbosatsu|Bodhisattva Kannon]] angesehen. Das Bild zeigt, wie sich der Bodhisattva in der Gestalt des Mönches direkt offenbart, indem er quasi aus dessen Innerstem heraustritt. Es handelt sich zwar nicht um die Darstellung eines [[glossar:kami|''kami'']], die Statue zeigt jedoch, wie konkret man sich die Manifestation eines Buddhas oder Bodhisattvas in einer anderen Daseinsform vorstellte.  +
[[glossar:ofuda|''O-fuda'']] mit [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]]-Motiv.  +
[[glossar:ofuda|''O-fuda'']] mit [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]]-Motiv.  +
[[glossar:ofuda|''O-fuda'']] mit [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]]-Motiv.  +
[[glossar:ofuda|''O-fuda'']] mit [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]]-Motiv.  +
Steinstatue des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]] mit undeutlichem Pferde-Kopfputz.  +
Volkstümliche Darstellung des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]] ([[glossar:Kannon|Kannon]] mit Pferdekopf).  +
Heian-zeitliche Darstellung des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]].  +
Steinstatue des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]].  +
Kannon in Form eines esoterischen [[glossar:myouou|''myōō'']] mit Pferdekopf ([[glossar:Batoukannon|Batō Kannon]]). Die Abbildung stammt aus einer Edo-zeitl. Kopie des ältesten japanischen Handbuchs der buddhistischen Ikonographie ([[glossar:Zuzoushou|''Zuzōshō'']] 図像抄, „Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“, 12. Jh.).  +
Im oberen Teil des Kopfes des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]] ist undeutlich ein Pferd zu erkennen.  +
Achtarmiger [[glossar:Batoukannon|Batō Kannon]] des Tempels [[glossar:rinnouji|Rinnō-ji]] in [[glossar:nikkou|Nikkō]], während der Restaurierungsarbeiten im Jahr 2015. Die Teile der Statue wurden einzeln behandelt und hier erneut wieder zusammengesetzt. Die Statue ist Teil einer Dreiergruppe, bestehend aus [[glossar:Amida|Amida]], [[glossar:Senjukannon|Senju Kannon]] und eben Batō Kannon.  +
Seltene Darstellung des [[glossar:batoukannon|Batō Kannon]] als Pferd in Mönchstracht.  +
Der Kriegermönch [[glossar:Benkei|Benkei]], der treueste Vasall des Helden [[glossar:Minamotonoyoshitsune|Minamoto no Yoshitsune]].  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] mit Schlangengottheit ([[glossar:Ugajin|Ugajin]])  +
Statue des [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]]-Heiligtums mit [[glossar:torii|''torii'']] als Kopfputz auf der Schreininsel Chikubushima im Biwa See, eine der „Drei Großen Benten“ Kultstätten Japans.  +
Die Serie portraitiert Geishas mit einigen typischen Merkmalen der einzelnen Glücksgötter. [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] ist durch ihre Laute ([[glossar:biwa|''biwa'']]) repräsentiert.  +
Liegt in der weitläufigen Anlage des [[glossar:Daigoji|Daigo-ji]] Tempels in Kyōto; hier eine Herbstansicht in klassischer Ahornröte.  +
Der Inokashira [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] Schrein, heute im westlichen Stadtgebiet Tōkyōs, galt in der Edo-Zeit als Ort besonderer Naturschönheit. Natürlich liegt auch dieser Schrein auf einer kleinen künstlichen Insel.  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] auf einem Drachen, wie sie dem Krieger und Staatsmann Hōjō Tokimasa erschienen sein soll. Als er im Schrein von [[glossar:Enoshima|Enoshima]] betete, prophezeihte die Göttin ihm und seiner Familie große Macht, was sich in der Folge bewahrheitete. Soweit eine der Legenden, die die Bedeutung des Schreins nahe der ehemaligen Hauptstadt Kamakura erklären.  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] als (offensichtlich männlicher) [[Bodhisattva]] mit feinem Bart. Die Darstellung erinnert stark an Abbildungen von Bodhisattva [[Kannon]] in seinem Reinen Land, symbolisiert durch einen Felsen im Meer. Spezifisch für Benzaiten ist jedoch die Laute ([[glossar:biwa|''biwa'']]). Interessant auch der Wasserfall im Hintergrund.  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] mit Laute ([[glossar:biwa|''biwa'']]), auf Felsen im Meer.  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] mit [[glossar:biwa|''biwa'']]-Laute, Mond und Wellen  +
Foto eines Bettelmönchs in Kyōto.  +
Foto eines Bettelmönchs mit Pilgerstab.  +
Foto eines Bettelmönchs mit [[glossar:juzu|''juzu'']] und Bettelschale.  +
Der berühmte [[glossar:Binzuru|Binzuru]] (Pindola) des Tōdaiji in Nara, ein überlebensgroßer [[skt:Arhat|''arhat'']], der als wundertätige Statue gilt und daher arg abgegriffen ist. Das Gewand, das in Japan allen volkstümlichen Heiligenfiguren angezogen wird, schützt ihn wohl auch vor weiterem Schaden.  +
Vom vielen Abreiben arg mitgenommener „Streichelbuddha“ (''[[glossar:nadebotoke|nadebotoke]]''). Stellt [[glossar:Binzuru|Binzuru]], einen Schüler Buddhas dar.  +
Der zukünftige [[skt:Buddha|Buddha]] wird aus der rechten Taille seiner Mutter [[skt:Maya|Maya]] geboren, die gerade im Garten von [[skt:Lumbini|Lumbini]] lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält.  +
Älteres [[glossar:ema|''ema'']] aus Shichigahama bei Sendai. Der abgebildete Tausendfüßler gilt als Botentier des [[Bishamon-ten]].  +
Die beiden Begleiter, Bishamons „Gattin“ [[glossar:Kichijouten|Kichijō-ten]] und ihrer beider Sohn [[glossar:Zennishidouji|Zennishi Dōji]], kehren [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]]s Eigenschaften als Gott des Reichtums hervor.  +
[[glossar:bishamonten|Bishamon]]-Statue aus der Kamakura Zeit. Gut erkennbar die eingelegten Glausaugen, zu dieser Zeit eine übliche Praxis, um der Statue zusätzliche Lebendigkeit zu verleihen. (S.a. [[:Bild:Bishamonten_guimet.jpg|Gesamtbild]] der Skulptur.)  +
In der linken unteren Ecke sieht man einen Mönch mit einer aufgeschlagenen Sutrenrolle. Wahrscheinlich handelt es sich um das [[glossar:Konkoumyoukyou|''Konkōmyō-kyō'']], den Haupttext der Bishamon-ten (oder Himmeslwächter) Verehrung. Der Rest des Bildes illustriert einen Aspekt dieses Sutras, nämlich die Wirkkraft Bishamon-tens im Kampf gegen Krankheiten. Die Krankheiten werden als [[Tengu]]-artige Dämonen dargestellt, die [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] mit Pfeil und Bogen erlegt. Das Bild ist Teil einer Querbildrolle, mit dem Namen ''hekija-e'', „Bilder von der Vernichtung des Übels“. Darin werden mehrere besonders effektive Gottheiten dargestellt. Stilistisch ist diese Querbildrolle mit den [[Mythen/Hoellen/Hoellenbilder|Höllen-Bildrollen]] (''jigoku zōshi''), die unter Ex-Kaiser [[glossar:Shirakawatennou|Shirakawa]] hergestellt wurden, verwandt. Anlass waren wohl nicht nur die Kriege des 12. Jahrhunderts, sondern auch die epidemischen Krankheiten, die in dieser Zeit das größte gesellschaftliche Problem darstellten.  +
[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] in klassischer Form, mit Pagode und Dreizack, auf einem Dämon stehend. Darstellung aus einer illustrierten Fassung des 25. Kapitels des Lotos Sutra ([[glossar:hokekyou|''Hoke-kyō'']]), in dem es um die Vorzüge von Bodhisattva [[glossar:kannon|Kannon]] geht. Obwohl Bishamon-ten zumeist als eigenständige Figur bzw. als Anführer der Vier Himmlischen Könige ([[glossar:shitennou|Shi-Tennō]]) auftritt, verrät das Lotos Sutra, dass auch Kannon imstande ist, die Form des Bishamon anzunehmen. Die Identitäten der buddhistischen Wesenheiten sind daher äußerst fließend.  +
[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] mit einem bunten Gefolge aus unterworfenen Dämonen und edlen Gestalten.  +
[[glossar:bishamonten|Bishamon-ten]] in Begleitung seines Sohnes [[glossar:zennishidouji|Zennishi Dōji]] und eines Dämonen, möglicherweise [[glossar:jinjataishou|Jinja Taishō]].  +
[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] in einer für die Skulptur der Heian-Zeit typischen, wuchtig-gedrungenen Gestalt. Seine Miene ist streng, drückt aber auch Sorge aus. Mit der Linken schützt er seinen Blick, der von Norden in Richtung Hauptstadt gerichtet ist, was seine Schutzfunktion unterstreicht (sein Tempel, der [[glossar:kuramadera|Kurama-dera]], liegt exakt im Norden Kyōtos). Allerdings soll diese Hand erst nachträglich so gestaltet worden sein, ursprünglich hielt dieser Bishamon, wie viele andere auch, wohl eine Pagode in der linken Hand. Flankiert wird die Statue von (hier nicht zu sehenden) zwei kleineren Figuren, die [[glossar:Kichijouten|Kichijō-ten]] und [[glossar:Zennishidouji|Zennishi Dōji]] darstellen, die als Frau und Sohn des Bishamon-ten aufgefasst werden. Von der Kichijō-ten Statue weiß man, dass sie 1172 errichtet wurde. Die Statue stellt das Hauptheiligtum des Kurama Tempels dar und ist im Tempel-eigenen Museum zu besichtigen. Sie galt jedoch früher als Geheimer Buddha ([[glossar:hibutsu|''hibutsu'']]), was auch ihren guten Erhaltungszustand erklärt.  +
[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]], der Hüter des Nordens. Ehemals bemalte Skulptur mit den für die Kamakura-Zeit typischen eingelegten Kristallaugen.  +
[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] mit vergleichsweise martialischem Gesichtsausdruck. Das Werk soll im Dunstkreis von Exkaiser [[glossar:Goshirakawatennou|Go-Shirakawa]], einer Schlüsselfigur des Genpei-Kriegs (1180–1185), entstanden sein sein.  +
Der Totengeist ([[glossar:ubume|''ubume'']]) hier satirisch als ''bobome'' („Mösen-Frau“) dargestellt. Blatt aus einem [[glossar:shunga|''shunga'']]-Album. Abgesehen von der sexuellen Konnotation entsprechen alle Details (inklusive [[glossar:nagarekanjou|''nagare kanjō'']] im Hintergrund) der gängigen Darstellung. Die Frau ruft einem Reisenden etwas flapsig zu: „Heh, kannst Du mir das Kind da halten?"  +
Koreanische Statue eines [[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]s, möglicherweise [[glossar:miroku|Bodhisattva Maitreya]], im Stil der Nördlichen Wei-Dynastie (385–535).  +
Mädchen im Sommerkimono ([[glossar:yukata|''yukata'']]) beim [[glossar:obon|Bon]]-Tanz.  +
Am Beginn seiner Askese schneidet sich [[skt:Siddhartha|Siddhartha]], der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus [[skt:Borobudur|Borobudur]].  +
[[skt:buddha|Buddha]]figur am [[skt:stupa|Stupa]]-Berg von Borobodur, Java.  +
Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus [[skt:Borobudur|Borobudur]].  +
[[skt:stupa|Stupas]] auf dem Stupa-Berg von [[skt:Borobudur|Borobudur]], Java.  +
Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen [[skt:Mara|Mara]], den zukünftigen [[skt:Buddha|Buddha]] zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus [[skt:Borobudur|Borobudur]].  +
[[skt:stupa|Stupa]]-Berg von [[skt:Borobudur|Borobudur]], Java.  +
[[skt:stupa|Stupa]]-Berg von [[skt:Borobudur|Borobudur]], dem weltweit größten [[skt:Mandala|Mandala]] auf der Insel Java.  +
In der hier dargestellten Geschichte geht es um eine verführerische Geisterfrau, die einen verwitweten Samurai in ein erotisches Liebesverhältnis verstrickt. Jede Nacht erscheint sie in Begleitung ihrer Dienerin mit einer Laterne in Form einer Pfingstrose (Päonie, jap. ''botan''). Als der Samurai entdeckt, dass seine Geliebte ein Totengeist ([[glossar:yuurei|''yūrei'']]) ist, beendet er die Beziehung mithilfe religiöser Spezialisten, wird aber rückfällig und endet selbst im Grab. Herkunft und Motivation der Geisterfrau bleiben in dieser Geschichte im Dunkeln. Die Erzählung stammt von [[glossar:Asairyoui|Asai Ryōi]] (1612–1691) und erschien erstmals 1666. Sie basiert auf einer chinesischen Vorlage.  +
Auf Portugiesisch verfasster Brief des [[glossar:nakaurajulian|Nakaura Julian]], einem Mitglied der [[glossar:Tenshoukenoushisetsu|Tenshō]]-Gesandtschaft, der schließlich als christlicher Märtyrer endete.  +
Dieser Spiegel wurde auf [[glossar:okinoshima|Oki-no-shima]], einer Schreininsel des [[glossar:Munakatataisha|Munakata Taisha]] in Kyūshū, gefunden. Auf der verzierten Außenseite des Spiegels befinden sich vier mythologische Tiere, die als Drachen (''daryū'' 鼉龍) gedeutet werden. (Siehe auch: [http://www.emuseum.jp/detail/100584 e-Kokuhō]).  +
Brunnen des [[glossar:Kiyomizudera|Kiyomizu-dera]], mit Drachen als Wasserspender.  +
Der Architekt, Stadtplaner und Architekturtheoretiker [[glossar:tautbruno|Bruno Taut]].  +
Vielleicht liegt eines der Geheimnisse von Angela Merkel in ihrem Lächeln, das ihr in guten Momenten eine gewisse Ähnlichkeit mit dem „Laughing Buddha“ [[glossar:budai|Budai]] (jap. [[glossar:Hotei|Hotei]]) verleiht.  +
Die berühmteste Statue der Feilaifeng-Felsskulpturen an einem der ältesten Tempel Chinas, dem [[glossar:Chan|Chan]] (Zen) Tempel der Ruhenden Seele (Lingyin Tempel). [[glossar:Budai|Budai]] (Maitreya, Buddha der Zukunft) ist hier inmitten der Sechzehn [[skt:Arhat|Arhats]] dargestellt (die bis zu seinem Erscheinen auf Erden nicht ins Nirvana eintreten dürfen). Die Statue belegt, dass die Ikonographie des Budai/ [[glossar:Hotei|Hotei]] schon seit dem 13. Jahrhundert mehr oder weniger gleichbleibend überliefert wird.  +
Zwei Szenen von [[skt:Buddha|Buddha]]s Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun ''[[skt:Naga|''naga'']]s'' überwacht, die hier als chinesische [[Drachen]] dargestellt sind.  +
Im Blumengarten von [[skt:Lumbini|Lumbini]] erblickt der zukünftige [[skt:Buddha|Buddha]] zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat.  +
[[skt:Siddhartha|Siddhartha]], der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der [[skt:Buddha|Buddha]]-Vita aus der Nara-Zeit.  +
Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt [[skt:Buddha|Buddha]] zu frommen Laien.  +
Standardisierte Darstellung vom Ableben des hist. [[glossar:shakanyorai|Buddha]] (skt. [[skt:shakyamuni|Shakyamuni]]): Umgeben von Bodhisattvas, Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. [[Ikonographie/Shaka/32 Merkmale|Traditionellen Vorstellungen]] gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut. Darstellungen dieser Art wurden für buddhistische Feiern zu Buddhas Todestag (15. 2.) angefertigt. Das vorliegende Bild ist das älteste und berühmteste Beispiel dieses Genres in Japan.  +
Ein buddhistischer Hausaltar ([[glossar:butsudan|''butsudan'']]) mit Kunstblumen und Speiseopfer.  +
Laut ''shingon.org'' sind folgende Gegenstände im Hausaltar ([[glossar:butsudan|''butsudan'']]) aufzustellen: 1.  Bild/Statue des [[glossar:Dainichinyorai|Dainichi Nyorai]]; 2.  Bild/Statue des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]; 3.  Bild/Statue des [[glossar:Kouboudaishi|Kōbō Daishi]]; 4. Opferschalen für Wasser (l.) und Reis (r.); 5. Totentäfelchen ([[glossar:ihai|''ihai'']]); 6. Frucht- oder Speiseopfer; 7. Verstorbenenregister; 8. Blumenopfergabe; 9.  Kerze; 10.  Rauchopferschale.  +
Ein relativ kleiner buddhistischer Hausaltar ([[glossar:butsudan|''butsudan'']]) in einem städtischen Haushalt.  +
Ein relativ kleiner buddhistischer Hausaltar ([[glossar:butsudan|''butsudan'']]) in einem städtischen Haushalt.  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 1, Batsuradaja Sonja (Pindola Bharadvāja), r., und 2, Kyadakabasha Sonja (Kanakavatsa)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 11, Ragora Sonja (Rāhula)r., und 12, Nagasaina Sonja (Nāgasena)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 13, Ingada Sonja (Angaja), r., und 14, Banabashi Sonja (Vanavāsin)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 15, Ajita Sonja (Ajita), r., und 16, Chūda Hantaka Sonja (Cūda-Panthaka)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 3, Dakabarida Sonja (Kanaka Bharadvāja), r., und 4, Sobinda Sonja (Subinda)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 5, Dakora Sonja (Nakula), r., und 6, Badara Sonja (Bhadra)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 7, Kari Sonja (Kālika), r., und 8, Butara Sonja (Vajraputra)  +
Darstellung der [[glossar:rakan|''rakan'']] 9, Jubaka Sonja (Jīvaka), r., und 10, Handaka Sonja (Panthaka)  +
Das chinesische Symboltier des Westens, dem die Farbe Weiß zugeordnet ist. Es handelt sich um keinen realistischen Tiger, da er mit flügelartigen Federn ausgestattet ist.  +
Frühes Beispiel eines monochromen Tuschebilds, wie es vor allem im [[Geschichte/Zen|Zen]] gepflegt wurde. Die dargestellte Szene zeigt [[glossar:Kannon|Kannon]] (skt. [[skt:avalokiteshvara|Avalokiteshvara]]; chin. [[glossar:guanyin|Guanyin]]) in meditativer Haltung, im Hintergrund deutet der Nimbus (Heiligenschein) des Bodhisattvas zugleich den Mond an. Der Felsen, auf dem Kannon auch auf anderen Darstellungen in meditativer Haltung thront, ist ein Zeichen, dass sich Kannon in seinem Reinen Land, [[glossar:Fudaraku|Fudaraku]] (skt. Potalaka), befindet. Die feminine weiße Gewandung entspricht dem damaligen chinesischen Zeitgeschmack, der zusammen mit dem Zen Buddhismus auch in Japan Eingang fand.  +
Der Tempel [[glossar:byoudouin|Byōdō-in]], errichtet 998. Er besitzt u.a. eine berühmte [[glossar:Amida|Amida]]-Statue von [[glossar:Jouchou|Jōchō]]. Die handkolorierte Photographie aus der [[glossar:Meiji|Meiji]]-Zeit von Saegusa Moritomi entstand im Zuge einer staatlich organisierten Inspektion und Dokumentation der wichtigsten Baudenkmäler des Landes, an der u.a. auch der italienische Graphiker [[glossar:chiossoneedoardo|Edoardo Chiossone]] beteiligt war.  +
C
Segnung ([[glossar:harae|''harae'']]) eines Autos durch einen Shintō-Priester ([[glossar:kannushi|''kannushi'']]).  +
[[glossar:Kuukai|Kūkai]] als frühkindliches Genie, betend auf einer Lotusblume. Ähnlich wie um Prinz Shōtoku ranken sich auch um Kūkai zahlreiche Legenden, die von seinen erstaunlichen frühen Begabungen erzählen. Die vorliegende Abbildung stützt sich auf einen Auszug aus Kūkais angebliches Testament (''Goyuigo''), der einer anderen Version des Bildes als Textteil eingeschrieben ist: :Long ago, when I was living in my parents' home, sometime between the age of five or six, I always had visions of myself in my dreams seated on an eight-petaled lotus conversing with the buddhas. However, I didn't tell anyone, not even my parents, much less anyone else. [...] :(Nach [[literatur:Guth 1987|Guth 1987]], S. 2.)  +
Geste des [[glossar:Dainichi|Dainichi]] Nyorai im ''Kongōkai-Mandala''. s.a. [[:Bild:Dainichi_unkei.jpg|Gesamtbild]].  +
[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] mit Schlangengottheit (Ugajin)  +
Das ringförmige Seil ([[glossar:chinowa|''chinowa'']]) dient zur Purifikation ([[glossar:harae|''harae'']]) und zur Abwehr von Krankheiten. Die kleinen Figuren am Scheitelpunkt des Seils sind sogenannte ''katashiro''. Sie dienen als eine Art Sündenbock, um die Verunreinigungen der Teilnehmer an einem Purifikationsritus in sich aufzunehmen. Solche Figuren werden am Ende einer Reinigungszeremonie im Wasser ausgesetzt.  +
Dieses Tor ([[glossar:mon|''mon'']]) des [[glossar:chionin|Chion-in]] gilt als das größte Tempeltor Japans. Zählt zum Typ [[glossar:sanmon|''sanmon'']] (wtl. „Dreitor“).  +
Portrait des buddhistischen Abts Shunjōbō [[glossar:Chougen|Chōgen]] (1121–1206), wahrscheinlich aus 1206, dem Jahr seines Todes mit 85 Jahren. Chōgen bemühte sich energisch um den Wiederaufbau des Tōdaiji und förderte in diesem Zusammenhang auch ganz besonders die Künstler der Kei-Schule ([[glossar:Unkei|Unkei]], Kaikei, u.a.), die dank seiner Unterstützung die japanische Bildhauerkunst zu einem ihrer Höhepunkte führten. Zu diesen Höhepunkten zählt auch das realistische Portrait ihres Mentors, Chōgen. Wie bei anderen Portraitskulpturen auch, besteht der Kopf aus zwei zusammengeleimten, innen ausgehöhlten Holzteilen, die wie ein Flaschenkorken in den Torso der Figur eingefügt sind. Das Holz wurde mit einer dünnen Schicht aus Hanf und weißem Ton grundiert und dann bemalt. Die Bemalung war wahrscheinlich recht einfach und einheitlich gehalten. Wie Rosenfield feststellt, hat sich der realistische Ausdruck des Portraits durch die natürliche Abnützung der Farbschicht verstärkt. Die Augen sind, im Gegensatz zu vielen anderen Skulpturen dieser Zeit, nicht aus Glas, sondern wurden lediglich geschnitzt und bemalt. (Rosenfield 2011, S. 83–85.)  +
Durch diesen [[glossar:Kyouikuchokugo|Erlass]] wurde der Schwerpunkt des japanischen Erziehungssystems zurück verlegt auf eine Bildung nach konfuzianischem Vorbild.  +
Eine Gruppe junger [[glossar:bushi|Samurai]] bei militärischer Lagebesprechung (1864?). Einige in traditioneller Kleidung, andere teilweise in westlichen Uniformjacken. Der Photograph, [[glossar:Beatofelice|Felice Beato]], eröffnete 1863 eines der ersten Photostudios in Japan und erhielt schon vor 1868 die Möglichkeit, außerhalb der Ausländerghettos zu photographieren.  +
Die Region Chūbu mit den Präfekturen: :15. Niigata :16. Toyama :17. Ishikawa :18. Fukui :19. Yamanashi :20. Nagano :21. Gifu :22. Shizuoka :23. Aichi  +
;Die Region Chūgoku mit den Präfekturen :31. Tottori :32. Shimane :33. Okayama :34. Hiroshima :35. Yamaguchi  +
Goldmünze aus der Zeit König [[skt:kanishka|Kanishkas]] (ca. 127–163 u.Z.). Kanishka regierte die „goldene Zeit“ des Kushana Reichs, einer Dynastie aus Nordchina. Das Zentrum des Kushana Reiches befand sich allerdings in [[skt:Gandhara|Gandhara]] im heutigen Pakistan und war stark vom Hellenismus geprägt. Das Kushana Reich war besonders wichtig für die Entwicklung der Seidenstraße, die China mit dem Mittelmeerraum verband. Zugleich war Kanishka ein großer Förderer des Buddhismus. Dies lässt sich auch an der vorliegenden Münze erkennnen. Auf einer Seite ist die Figur des Herrschers zu sehen, auf der anderen die Figur Buddhas. Die Münze ist in griechischen Buchstaben beschriftet, das Wort „Boddo“ (Buddha) ist deutlich zu erkennen.  +
D
Die [[glossar:daibutsu|''daibutsu'']]-Statue des [[glossar:Amida|Amida]] (skt. [[skt:amitabha|Amitabha]]) von hinten. Im Inneren befindet sich eine kleine Treppe, durch die geöffneten Fenster in Schulterblatthöhe dringt Licht und Frischluft in den Innenraum.  +
Die Schindeln der Schreinanlage von [[glossar:nikkou|Nikkō]] sind alle mit dem Familienwappen der Tokugawa (drei Malvenblätter, ''mitsuba aoi'') ausgestattet.  +
An dieser [[glossar:Daibutsu|''daibutsu'']]-Statue des [[glossar:Amida|Amida]] (skt. [[skt:Amitabha|Amitabha]]) lassen sich einige allgemeine Merkmale in der Darstellung von [[glossar:Nyorai|''nyorai'']]-Figuren sehr gut erkennen: : Gelocktes Haar, Schädelwölbung, Stirnmal, feiner Schnurrbart, langgezogene, durchlöcherte Ohrläppchen (Zeichen des abgelegten Schmucks), drei Halsfalten. s. dazu auch „[[Ikonographie/Shaka/32 Merkmale|Die 32 Merkmale eines Buddhas]]“.  +
Eine Skizze der [[glossar:Daibutsu|''daibutsu'']]-Statue von [[glossar:toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]].  +
Einmal im Jahr, am 7. August, findet eine rituelle Großreinigung des [[skt:Vairocana|Vairocana]] [[glossar:Daibutsu|''daibutsu'']] und seiner Halle statt. Wie man sieht, werden ausgeklügelte traditionelle Techniken angewendet, um jedes Fleckchen des Budda zu erreichen. Insgesamt nehmen etwa 200 Mönche, alle in weiß gekleidet, an der Putzaktion teil.  +
Die einzige bekannte Abbildung der Statue des [[glossar:Dainichi|Dainichi]] [[glossar:daibutsu|''daibutsu'']] ([[skt:Vairocana|Vairocana]]) vor der Zerstörung von 1181. Vor der Statue sind undeutlich menschliche Figuren zu erkennen. Es handelt sich um die Protagonistin der dargestellten Episode, die vor dem Buddha eine Nacht in Gebet und Meditation verbringt, um den Aufenthaltsort ihres Bruders geweissagt zu bekommen.  +
Nach einer Reihe von Katastrophen, die dem zürnenden Totengeist eines zu unrecht exilierten Höflings ([[Bauten/Bekannte Schreine/Tenjin|Sugawara no Michizane]]) zugeschrieben werden, tritt [[glossar:Daigotennou|Daigo Tennō]] (885–930) von seinem Amt zurück und lässt sich zum Mönch weihen. Zwei Mönche führen die Tonsur und begleitende Rituale aus, während einige Höflinge in Tränen ausbrechen.  +
Abschrift des Daihannya-kyō aus der Heian-Zeit. Das Titelblatt stellt Buddhas erste Predigt im Hirschpark von Sarnarth in Indien dar. Der [[skt:Buddha|Buddha]] und zwei [[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]s sitzen auf Lotos-Blüten, dahinter die fünf Asketen, mit denen Buddha ehemals gemeinsam praktizierte, sowie die friedlichen Hirsche. Das [[skt:sutra|''sutra'']] wurde auf Bestellung von Fujiwara Hidehira (–1187) angefertigt, um für die Seele seines verstorbenen Vaters Motohira (–1157) zu beten. Dieser Zweig der [[glossar:Fujiwara|Fujiwara]] begründete Ende der Heian-Zeit in Hiraizumi, Nordost-Japan ein florierendes geistig-religiöses Zentrum.  +
[[glossar:daiitokumyouou|Daiitoku]] (skt. [[skt:yamantaka|Yamantaka]]), ein [[glossar:Myouou|''myōō'']] mit sechs Köpfen, sechs Beinen und sechs Armen. Teil der Fünf Großen Myōō ([[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]]), dem Westen zugeordnet. Verkörpert den zornvollen Aspekt des Budda [[glossar:Amida|Amida]].  +
[[glossar:daiitokumyouou|Daiitoku Myōō]] aus der Gruppe der [[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]] des [[glossar:Touji|Tōji]] in Kyōto. Charakterisiert durch sein Reittier, den Stier. Dies verbindet ihn mit [[glossar:Enma|Enma]] (skt. [[skt:Yama|Yama]]), dem Herrn der Totenwelt.  +
[[glossar:daiitokumyouou|Daiitoku]] (skt. [[skt:yamantaka|Yamantaka]]), ein [[glossar:Myouou|''myōō'']] mit sechs Köpfen, sechs Beinen und sechs Armen.  +
[[glossar:Daikoku|Daikoku]] aus dem [[glossar:enryakuji|Enryaku-ji]] auf Berg Hiei, jenem Kloster, das wahrscheinlich den Ausgangspunkt des japanischen Daikoku Glaubens darstellt. Frühes Beispiel der klassischen Glücksgott-Ikonographie. Die Statue enthält eine Inschrift mit Datum (1301) und Namen des Stifters: Jakuson 寂尊.  +
Einer der ersten modernen Geldscheine Japans zeigt den Glücksgott [[glossar:daikoku|Daikoku]] auf zwei Reisballen, mit Sack, Hammer und Mäusen. Der italienische Graveur [[glossar:Chiossoneedoardo|Edoardo Chiossone]] entwarf auch andere Geldscheine und offizielle Dokumente für die junge japanische Meiji-Regierung.  +
Im Vordergrund [[glossar:Daikoku|Daikoku]] auf einem Ochsen, geführt von [[glossar:Otafuku|Otafuku]] ([[glossar:Amenouzume|Ame no Uzume]]). Im Hintergrund [[glossar:Juroujin|Jurōjin]], der sich mit seinem Reittier abmüht. Das Bild wurde laut Inschrift am zweiten Neujahrstag angefertigt. Die Glücksgötter waren und sind ein beliebtes Neujahrsmotiv. Auch die Kombination mit einem Ochsen als Reittier ist nicht ungewöhnlich. Interessant ist vor allem, dass als weibliche Begleiterin Daikokus nicht [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] in Erscheinung tritt, sondern die komödiantische Otafuku.  +
In einer Runde von Geishas schlüpft [[glossar:Daikoku|Daikoku]] in die Rolle seines Kollegen [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]]. Man beachte insbesonders, dass er dabei den Fuß auf das Gesäß der einen Geisha setzt, ähnlich wie Bishamon klassischerweise auf Dämonen bzw. auf einer Erdgöttin steht. Das Bild ist Teil einer sechsteiligen Serie, in der Daikoku auch alle anderen Glücksgötter parodiert.  +
[[glossar:ebisu|Ebisu]] und [[glossar:daikoku|Daikoku]], in klassischer Ausführung. Kopie eines Bildes, das auf 1551 datiert ist.  +
Figur des [[glossar:daikoku|Daikoku]], die als ''netsuke'' 根付 verwendet wurde. Ein ''netsuke'' stellt ein Gegengewicht zu verschiedenen ''sagemono'' („hängendes Behältnis“) dar, die am Gürtel (''obi'') des traditionellen Kimonos getragen werden.  +
Darstellung des [[glossar:daikoku|Daikoku]].  +
Leider wurde der Shusse [[glossar:daikoku|Daikoku]] des Kiyomizu Tempels mittlerweile ziemlich lieblos restauriert und verströmt nicht mehr die gleiche geheimnisvolle Aura wie auf diesem Bild.  +
Relativ frühes Beispiel eines „typischen“ [[glossar:daikoku|Daikoku]] mit Sack und Glückshammer, Barrett und den für die meisten Glücksgötter typischen riesigen Ohrläppchen. Die Statue befindet sich im Kojima-dera, einem sehr alten Tempel der [[glossar:Shingonshuu|Shingon-shū]].  +
Dies ist die angeblich älteste Darstellung des japanischen [[glossar:daikoku|Daikoku]] aus einem [[glossar:Tendaishuu|Tendai]]-Tempel in der Umgebung von [[glossar:Saichou|Saichō]]s Klosterberg Hiei. Die Rüstung und vor allem die langen Ohren offenbaren einen starken Einfluss der buddhistischen Ikonographie. Dennoch verleihen die Mütze und die gedrungene Statur diesem Daikoku eine gewisse Bodenständigkeit. Die Figur ist ein [[glossar:ichibokuzukuri|''ichiboku-zukuri'']], d.h. sie ist aus einem einzigen Holzblock herausgearbeitet. Das Motiv einer Figur, die im sogenannten „halben Lotossitz“ auf einem Felsen sitzt, erinnert an  [[Ikonographie/Kannon|Kannon]] oder [[Ikonographie/Gluecksgoetter/Benzaiten|Benzai-ten]], die dann jeweils auf ihrer eigenen Insel dargestellt sind. Im Falle Daikokus ist das Motiv jedoch äußerst selten und praktisch nur auf Tendai-Tempel beschränkt. (Iyanaga 2002, S. 300.)  +
Darstellung des [[glossar:daikoku|Daikoku]].  +
Auch ein weiteres Attribut des [[glossar:Daikoku|Daikoku]] ist dargestellt, der Rettich (''daikon''), der hier als Wagen dient.  +
Dreiköpfiger [[glossar:Daikoku|Daikoku]] mit den Zusatzgesichtern von [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] und [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]].  +
[[glossar:Daikoku|Daikoku]], wie er als einer der sieben Glücksgötter ([[glossar:shichifukujin|Shichi Fukujin]]) in modernen Souvenierläden zu finden ist.  +
Im Inneren dieser Statue des befanden sich Miniaturstatuen von [[glossar:daikoku|Daikoku]] und Benzai-ten, Sutrenfragmente und andere religiöse Gegenstände.  +
Abbildung des [[glossar:daikoku|Daikoku]] aus einer Kopie des [[glossar:zuzoushou|''Zuzōshō'']], dem ältesten Kompendium der buddhistischen Ikonographie Japans. Die vorliegende Kopie des Werks stammt aus dem Jahr 1702.  +
[[glossar:Daikoku|Daikoku]], leicht beschneit, auf einer der höchstgelegenen Fukujin-Routen Japans, auf dem Berg Tsurumitake in der Provinz Ōita, ca. 1300m. Die Gegend ist insgesamt berühmt für ihre religiösen Steinstatuen (''sekibutsu'').  +
[[glossar:Daikoku|Daikoku]] mit schwarzer Haut als privater Verehrungsgegenstand in einem Miniaturschrein (''zushi'').  +
Der Höhepunkt des [[glossar:obon|O-bon]]-Fests besteht darin, fünf riesige Lagerfeuer in Form von Schriftzeichen ([[glossar:kanji|''kanji'']], [[glossar:daimonji|''dai-monji'']] bedeutet wtl. große Schriftzeichen) auf den Bergen hinter Kyōto anzuzünden.  +
Darstellung des [[glossar:Dainichi|Dainichi]] Nyorai mit den Händen in der Haltung der Meditations-[[skt:mudra|''mudrā'']].  +
Buddha [[glossar:Dainichi|Dainichi]] in der Mitte des Sonshō Mandara, auf dem Dainichi von acht Bodhisattvas umgeben ist. Dainichi formt die für ihn typische [[skt:mudra|''mudra'']] der Weisheitsfaust. Das Mandala wurde in Riten zur Abwehr von Katastrophen, sicherer Geburt und Bitte um Regen eingesetzt.  +
Eines der frühesten erhaltenen Werke des Meisterbildhauers [[glossar:Unkei|Unkei]]. Dargestellt wird Buddha [[glossar:Dainichi|Dainichi]] mit der [[skt:mudra|''mudrā'']] der Weisheit.  +
Darstellung des Furuzono [[glossar:Dainichi|Dainichi]] aus Stein in der Stadt Usuki auf Kyūshū.  +
Einige Bände der [[glossar:Dainihonshi|''Dai Nihon-shi'']] im Format der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit.  +
Papiertalismane ([[glossar:ofuda|''o-fuda'']]) aus [[glossar:Yokawa|Yokawa]] am Berg [[glossar:Hieizan|Hiei]] mit Abbildungen von [[glossar:Mamedaishi|Mame Daishi]], [[glossar:Tsunodaishi|Tsuno Daishi]] und [[glossar:goumadaishi|Gōma Daishi]].  +
Tanzende [[glossar:Dakini|Dakini]] des indischen [[skt:tantra|Tantrismus]].  +
[[glossar:Dakini|Dakini]] auf einem weißen Fuchs ([[glossar:kitsune|''kitsune'']]).  +
Detail aus dem [[glossar:taizoukaimandara|''Taizōkai mandara'']], dem [[skt:Mandala|Mandala]] der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei [[skt:Dakini|Dakini]]s beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind.  +
Auf ihren Schultern trägt [[glossar:Dakini|Dakini]] Reisballen.  +
Das neunschwänzige Fuchsmonster manifestiert sich in China als die Hofdame Dakki.  +
Der spätere Zen-Patriarch [[glossar:Huike|Huike]] bietet [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] seinen abgehackten Arm als Zeichen seiner Ernsthaftigkeit dar.  +
Mönch beim Bemalen einer [[glossar:daruma|Daruma]]-Figur  +
[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] in der typischen, karikaturhaften Darstellung des Zen-Meisters [[glossar:Hakuinekaku|Hakuin]].  +
[[glossar:daruma|Daruma]] und Schöne im gleichen Boot: Daruma rasiert sich mit einer Pinzette und benützt dazu sein Spiegelbild im Wasser. Die junge Frau macht den Fährmann.  +
Junges Mädchen bietet [[glossar:daruma|Daruma]] eine Pfeife zum Rauchen an.  +
Entwurf für ein Riesenbild des [[skt:bodhidharma|Bodhidharma]], das [[glossar:katsushikahokusai|Hokusai]] 1817 in Nagoya als Werbeaktion für seine ''Hokusai Manga'' anfertigte. Im Bildtext sind die Maße des Plakats angegeben, die umgerechnet eine Fläche von 11 mal 18 Metern ergeben.  +
Der [[glossar:Zen|Zen]]-Patriarch [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] in einer frühen plastischen Darstellung, in der für ihn typischen Meditationshaltung. Seine exotischen Züge in späteren Darstellungen treten hier nicht hervor. An dieser Plastik lässt sich gut beobachten, dass Holzskulpturen in der [[glossar:kamakura|Kamakura]]-Zeit zunächst eine Grundierung aus Stoff erhielten, bevor sie mit Farbe und Blattgold behandelt wurden. Auch die Kristallaugen sind typisch für den aufwändigen realistischen Stil dieser Zeit.  +
Portrait des [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] von [[glossar:shibakoukan|Shiba Kōkan]]. Das bemerkenswerte dieser Darstellung ist die westliche Ölmaltechnik, die zu diesem Zeitpunkt in Japan nur Spezialisten der westlichen Wissenschaften ([[glossar:rangaku|''rangaku'']]) bekannt war. Die aus japanischer Sicht exotische, indische Physiognomie des Mönchs kommt durch diese Technik besonders deutlich zum Ausdruck.  +
Dieses Bild ziert das Deckblatt einer illustrierten Reportage über das Große Erdbeben in Edo, 1855 (Ansei 2). [[glossar:utagawakuniyoshi|Kuniyoshi]] hat diesem [[glossar:Daruma|Daruma]] nicht nur seine eigenen Gesichtszüge verliehen, er versetzt ihn auch aus seiner Höhle in ein von vom Erdbeben zerstörtes Haus. Außerdem erkennt man im Mönchsgewand ein Gesicht mit weit aufgerissenem Maul, das für den Eingeweihten eindeutig das Gesicht eines Welses ist. Es handelt sich also um den Erdbebenwels ([[glossar:namazu|''namazu'']]), eine legendäre Gestalt, die damals als Verursacher des Erdbebens angesehen und von den [[glossar:Ukiyoe|''ukiyo-e'']] Künstlern halb im Ernst, halb scherzhaft in jedem nur erdenklichen Kontext dargestellt wurde. Das Bild trägt ein Gedicht mit folgendem Inhalt: <blockquote>Erkenne, auch das ist die „Torlose Schranke“ des Zen: <br/>Wenn alles zusammenfällt, bleibt nichts mehr übrig.</blockquote> Angesichts der Katastrophe werden die Spekulationen über Erleuchtung und „Nichts“ aus dem Zen Klassiker „Torlose Schranke“ ([[glossar:wumenguan|''Mumonkan'']]) hier satirisch auf einen konkreten Nenner gebracht.  +
Portrait des [[glossar:chan|Chan]]-Patriarchen [[skt:bodhidharma|Bodhidharma]].  +
Eine prächtig gekleidete Dame, vielleicht ein Kurtisane, aber mit aufgelöstem Haar, putzt die Ohren des [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] (in Japan Zeichen zärtlicher Vertrautheit).  +
Portrait des [[glossar:chan|Chan]]-Patriarchen [[skt:bodhidharma|Bodhidharma]].  +
[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]] bei der Meditation. In der oberen Hälfte befindet sich ein Gedicht.  +
Dieses „Frühlingsbild“ ([[glossar:shunga|''shunga'']]) parodiert die Legende, nach der [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] auf einem Schilfhalm den Yangtse Fluss überquert haben soll. Nicht nur wird der Mönch durch eine junge Dame ersetzt, auch der Grashalm wird zu einem phallusförmigen Pilz.  +
Bodhidarma als Vulva; Verdeutlichung des Slang-Ausdrucks ''daruma onna'' ([[glossar:daruma|Daruma]]-Frau) für „billige Prostituierte“  +
[[glossar:Daruma|Daruma]] als äußerst gefräßiger Gast in einem ländlichen Nudelrestaurant.  +
[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]] ([[glossar:daruma|Daruma]]) befindet sich offenbar in einem Freudenhaus und sieht das Bild einer schönen Dame in seinem Spiegel.  +
Spielzeug, das Kinder besonders bei Krankheiten stärken soll, u.a. die [[glossar:daruma2|''daruma'']]-Puppe. Das Bild enthält auch eine Werbung für leichtes Gebäck (''karuyaki senbei''), die man bei Besuchen von kranken Kindern als Geschenk mitbrachte ([http://www.eisai.co.jp/museum/history/b1500/0600.html Kusuri no hakubutsukan]).  +
[[glossar:daruma2|''daruma'']]-Puppe.  +
[[glossar:Daruma|Daruma]] im Outfit und der typischen Haltung einer hochrangigen Kurtisane, allerdings mit etwas unsicherem Gesichtsausdruck. Der Kimono ist mit [[glossar:hossu|''hossu'']]-Wedeln, also buddhistischen Ritualgegenständen, verziert. Das Bild trägt eine Inschrift des [[glossar:edo|Edo]]-zeitlichen Literaten [[glossar:outananpou|Ōta Nanpō]] (1749–1823).  +
[[glossar:daruma|Daruma]] und Dame mit vertauschten Kleidern.  +
Eine etwas verwitterte [[glossar:daruma2|''daruma'']]-Figur neben einem Miniaturschrein ([[glossar:hokora|''hokora'']]). Die Figur hat nur ein Auge bemalt, was bedeutet, dass der an sie gerichtete Wunsch noch nicht in Erfüllung gegangen ist.  +
Das Bild entstammt einem Triptychon, auf dem [[glossar:minamotonoyorimitsu|Minamoto no Yorimitsu]] mit seinen Getreuen von einem Erdspinnerich umgarnt wird. Im Gefolge des Spinnenmonsters befinden sich die hier dargestellten [[glossar:youkai|''yōkai'']]-Gespenster, befehligt von einem [[glossar:daruma|Daruma]] (Figur in Rot).  +
Portrait von [[skt:bodhidharma|Bodhidharma]], blauäugig, respekteinflößend. Tatsächlich gibt es Quellen, laut denen Bodhidharma blaue Augen gehabt haben soll. Demnach könnte er nicht indischer, sondern zentralasiatischer Herkunft sein.  +
Neujahrskarte mit [[glossar:daruma|Daruma]]-Motiv.  +
Portrait des indisch-stämmigen Mönchs [[skt:bodhidharma|Bodhidharma]].  +
[[glossar:daruma2|''daruma'']]-Puppen als Glücksbringer.  +
Darstellung der „Alten, die die Kleider auszieht“ [[glossar:Datsueba|Datsueba]].  +
[[glossar:Datsueba|Datsueba]], hier als weiblicher [[glossar:Hannya|''hannya'']]-Dämon dargestellt, markiert die Handflächen der von ihr entkleideten Totensseelen mit ihren Klauen.  +
[[glossar:dayanta|Dayanta]], die “Große Wildgans-Pagode” der alten Hauptstadt Changan (Xian).  +
Verkauf von Glücksbringern ([[glossar:omamori|''o-mamori'']], [[glossar:ofuda|''o-fuda'']]) im [[glossar:dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]. Die zweite Abteilung von rechts trägt die Aufschrift „Examen bestehen, schulischer Erfolg“ (''juken gōkaku'', ''gakugyō jōtatsu'') und richtet sich speziell an Schüler und Studierende. Ihnen gewährt Tenjin-sama besonderen Schutz.  +
Auf der rechten Seite der Haupthalle ([[glossar:honden|''honden'']]) des [[glossar:dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]] ist der legendenumwobene Pflaumenbaum zu sehen.  +
Haupteingang des [[glossar:Dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]  +
[[glossar:Deguchinao|Deguchi Nao]] ist die Gründerin der neureligiösen Sekte [[glossar:oomoto|Ōmoto]]. Sie stammte aus einer verarmten Tischlerfamilie.  +
Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.  +
Skizze der künstlichen Insel [[glossar:Dejima|Dejima]] (oder Deshima) in der Bucht von Nagasaki, die den einzigen europäischen Handelsstützpunkt der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit darstellte. Die dort Ansässigen waren offiziell alles Holländer. Sie wurden streng kontrolliert und durften die Insel nur selten und in Begleitung verlassen, stellten aber für viele Japaner auch einen faszinierenden Anziehungspunkt dar. So auch für den Maler und Autor [[glossar:Shibakoukan|Shiba Kōkan]] (1747–1818), der Deshima besuchen durfte und hier unter anderem die westliche Ölmalerei erlernte. Das über Deshima nach Japan gebrachte Wissen wurde „Holland-Wissenschaft“ ([[glossar:rangaku|''rangaku'']]) genannt. Shiba Kōkan war auch als Gelehrter in dieser Wissenschaft aktiv und gilt als großer Popularisierer von westlicher Wissenschaft und Kunst im Edo-zeitlichen Japan. Im rechten Bildteil steht: „Die Holländer haben auf Deshima einen Kyūshū-Stützpunkt errichtet. Jedes Jahr bringen sie aus ihrem Land 55 [[glossar:kanme|''kanme'']] (ca. 200 kg) Silber nach Japan.“ Das bezieht sich möglicherweise auf die „Miete“, die die Holländer für Dejima zahlen mussten. Im linken Bildteil sind die Ausmaße der Insel verzeichnet. Demnach war die fächerförmige Insel 35 ''kan'' (ca. 63m) breit und maß an der Außenseite 180 ''kan'' (ca. 324m).  +
Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt [[skt:Buddha|Buddha]], umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin [[skt:Devadatta|Devadatta]], der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“  +
[[skt:Dhamek|Dhamek]] [[skt:stupa|Stupa]] in Sarnath, Indien, Tempelgründung unter König [[skt:Ashoka|Ashoka]].  +
Das buddhistische Rad der Lehre, [[skt:dharmacakra|''dharmacakra'']].  +
Das Bild zeigt den Mönch [[skt:Subhuti|Subhuti]] und Buddha [[skt:Shakyamuni|Shakyamuni]] im Dialog, wie er im Diamant Sutra wiedergegeben ist. Es handelt sich um die einzige Illustration in der ersten Druckversion dieses Textes aus dem Jahr 868. Dargestellt sind Subhuti und der wesentlich größere Buddha, umringt von seinen Hauptschülern (zu denen auch Subhuti zählt), zwei [[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]s, zwei Wächtern [[glossar:niou|''niō'']], zwei Löwenhunden ([[glossar:komainu|''komainu'']]), zwei Himmlischen Wesen, sowie einem weltlichen Herrscher mit Gefolge (unten rechts). Der Text gilt als das älteste gedruckte Buch der Welt. Er überdauerte Jahrhunderte in Vergessenheit in einer der Höhlen von [[glossar:Dunhuang|Dunhuang]], wo er vom Altösterreicher in britischen Diensten Sir Aurel Stein (1862–1943) in den Jahren 1906–1908 entdeckt wurde.  +
Zur Ikone gewordenes Portrait des Zen-Meisters [[glossar:Dougenkigen|Dōgen]] mit eingeschriebenem Gedicht. Beide sollen von Dōgens eigener Hand stammen. Es handelt sich bei der vorliegenden Abb. um eine Kopie, das Original befindet sich im Hōkei Tempel.  +
Die in eine Schlange verwandelte [[glossar:Kiyohime|Kiyohime]] bringt die Glocke, unter der sich ihr Liebhaber versteckt, zum Glühen. Es handelt sich um eine illustrierte Chronik des Tempels [[glossar:Doujouji|Dōjō-ji]], wo sich die Geschichte im Jahr 928 abgespielt haben soll.  +
Dieser Donnergott ([[glossar:Raijin|Raijin]]) befindet sich allein auf einem sechsteiligen Wandschirm. Er wirkt etwas wilder als das berühmte Wind- und Donner-Paar des gleichen Meisters, trägt aber ähnliche, fast comic-haft überzeichnete Züge.  +
Dieses Paar ist von einer charakteristischen Blütenform umrahmt, die als Vulva gedeutet werden kann.  +
Ein aus Stein gefertigter Wegegott ([[glossar:dousojin|''dōsojin'']]) aus Nordjapan, auf dem zwei Phalli als Paar abgebildet sind.  +
Der umgebende Stein ist hier deutlich in phallischer Form gehalten.  +
Ein Symbol ehelicher Verbundenheit.  +
Dieser Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) soll vom legendären Bildhauer [[glossar:Hidarijingorou|Hidari Jingorō]] geschaffen worden sein. Er ist auch als Schöpfer der „Schlafenden Katze“ ([[glossar:nemurineko|''nemuri neko'']]) von [[glossar:Nikkou|Nikkō]] bekannt.  +
Ein aufsteigender Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) gilt als besonders glücksverheißend, ebenso der [[glossar:fujisan|Berg Fuji]].  +
Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) mit geschlossenem Maul („UN-Form“; [[glossar:ungyou|''UN-gyō'']]). Das Pendant dieses Drachens ist mit offenem Maul („A-Form“) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern ([[glossar:Niou|Niō]]), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.  +
Drachenkopf mit offenem Maul („A-Form“; [[glossar:agyou|''A-gyō'']]). Das Pendant dieses Drachens ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) ist mit geschlossenem Maul („UN-Form“) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern ([[Ikonographie/Waechtergoetter/Nio|Niō]]), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.  +
Darstellung eines Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) in Form eines Wasserspenders im [[glossar:kiyomizudera|Kiyomizu-dera]].  +
Der Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']],) dessen eines Auge sich im Zentrum des Bildes befindet und den Betrachter überallhin zu verfolgen scheint, ist auch unter dem Spitznamen „Drache, der in acht Richtungen blickt“ bekannt.  +
Brunnenfigur eines Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) an einem der bekanntesten Sightseeing-Spots Japans.  +
Darstellung eines Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.  +
Detail aus einer der frühesten illustrierten Querbildrollen der Legenden rund um die Gottheit [[glossar:Hachiman|Hachiman]]. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin [[glossar:Jinguukougou|Jingū Kōgō]]. Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Die Drachen sind im Unterschied zu [[:Bild:Drachen_hakozaki_engi.jpg|späteren Darstellungen]] mit Rüsseln ausgestattet.  +
Detail aus einer Querbildrolle der Legenden rund um die Gottheit [[glossar:Hachiman|Hachiman]]. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin [[glossar:Jinguukougou|Jingū Kōgō]]. Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Ein Vergleich mit der gleichen Szene in einer [[:Bild:Drachen hachiman engi.jpg|Bildrolle aus der Muromachi-Zeit]] (1389) zeigt, dass die Drachen in der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit offenbar ihre langen, rüsselartigen Nasen verloren haben.  +
Absteigender Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) als Dachdekoration des [[glossar:houryuuji|Hōryū-ji]]. Während viele Gebäude des Hōryū-ji zu den ältesten Gebäuden der Welt zählen und angeblich aus dem 6. Jahrhundert stammen, dürfte dieses Schnitzwerk aus späterer Zeit, wahrscheinlich aus der Edo-Zeit stammen.  +
Der [[glossar:Kenninji|Kennin-ji]] ist der älteste Zen-Tempel Kyōtos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des [[glossar:Rinzaishuu|Rinzai Zen]] keine Halle mit Drachenbild ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800-jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.  +
Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) eines frühen Typus, bei dem die Oberlippe rüsselartig verlängert ist.  +
Drachenmotive im Gebälk des [[glossar:Youmeimon|Yōmei-mon]]  +
Darstellung eines Drachen ([[glossar:ryuu|''ryū'']]), auch bekannt als „brüllender Drache“ (''naki ryū''), weil das Echo in der Halle das Geräusch klatschender Hände verstärkt. Besonders in den [[Zen]]-Tempeln Kyōtos sind derartige Drachengemälde beliebt.  +
Drache ([[glossar:ryuu|''ryū'']]) und Schlange ([[glossar:hebi|''hebi'']]) auf einem Papierlampion, wahrscheinlich mit Bezug auf das Schlangenjahr der [[Denken/Yin_und_Yang/Tierkreis|Tierkreiszeichen]].  +
Der Drachenkönig ([[glossar:ryuuou|''ryūō'']]) präsentiert seine Juwelen, mit denen er Ebbe und Flut kontrolliert.  +
Der Chichibu Schrein stammt aus derselben Zeit wie der berühmte [[Bauten/Bekannte Schreine/Nikko|Tōshō-gū]] Schrein, wo die Drei Affen, die nichts sehen, nicht hören und nichts ausplaudern, zu sehen sind. Die Drei Affen des Chichibu Schreins scheinen wie ein ironischer Kommentar zu dieser Gruppe, indem sie ganz offensichtlich neugierig schauen, hören und den Mund weit aufreißen. Sie werden daher auch als die „lebenslustigen Drei Affen“ bezeichnet. Das Motiv findet sich auch auf den [[Alltag/Opfergaben/Ema|Votivbildern]] des Schreins.  +
E
Verwendung des Glücksgottes [[glossar:ebisu|Ebisu]] in der Werbung.  +
[[glossar:Ebisu|Ebisu]] und [[glossar:Daikoku|Daikoku]] behängen einen „Geldbaum“ (seine Blätter sind traditionelle Goldmünzen) mit Sinnsprüchen. Die Botschaft ist eindeutig: Nur wer redliche Grundsätze befolgt, erlangt Reichtum.  +
Werbeposter (''hikifuda'') eines Kaufhauses in Kotohira, Shikoku. Die [[glossar:shichifukujin|Sieben Glücksgötter]], inbesondere [[glossar:Ebisu|Ebisu]] und [[glossar:Daikoku|Daikoku]] waren die beliebtesten Werbesujets in der Pionierzeit kommerzieller Werbung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.  +
Schreinpriester Yoshii Sadatoshi demonstriert die Puppe des [[glossar:Ebisu|Ebisu]] Hachidaiyū.  +
[[glossar:Ebisu|Ebisu]] stellt ein beliebtes Motiv der ''netsuke'' (am Gürtel getragene traditionelle Ziergegenstände) dar. Hier scheint er einen Freudentanz auf einer riesigen Meerbrasse ([[glossar:tai|''tai'']]) zu vollführen.  +
Werbeposter (''hikifuda'') eines Fischhändlers aus Ōsaka, vielleicht als Neujahrsgeschenk gedacht. Im Hintergrund Berg [[glossar:fujisan|Fuji]], zusammen mit den Glücksgöttern (hier [[glossar:ebisu|Ebisu]]) ein beliebtes Neujahrsmotiv.  +
Eine Holztafel mit einer Verordnung aus dem Jahr 1682, durch welche die Belohnungen für die Überführung von Christen festgelegt wurde: <div class="zitat"> '''Verordnung''' Der christliche Glaube ([[glossar:kirishitanshuumon|''kirishitan shūmon'']]) ist seit langem verboten. Wer einen Verdächtigen entdeckt, muss ihn den Behörden melden. Als Belohnung gibt es :500 Sibermünzen für die Anzeige eines Priesters ([[glossar:bateren|''bateren'']]) :300 Silbermünzen für die Anzeige eines Mönchsbruders ([[glossar:iruman|''iruman'']]) :den gleichen Betrag für einen Rekonvertierten ([[glossar:tachikaerimono|''tachikaerimono'']]) :100 Silbermünzen für einen Laien. Auch wenn der Anzeigende selbst Christ ist, bekommt er 500 Silbermünzen oder den der Anzeige entsprechenden Betrag. Wenn jemand aber einen Priester oder Mönch versteckt, so wird auch der Vorsteher ([[glossar:nanushi|''nanushi'']]) seines Dorfes, die Nachbarschaftsgruppe ([[glossar:goningumi|''goningumi'']]) und die ganze Verwandtschaft bestraft. Im Jahr Tenna 2 (1682), 5. Monat ---- 定 切支丹宗門は累年御制禁たり自然不審成もの有之は申出へし御ほうびとして : はてれんの訴人 銀五百枚 : いるまんの訴人 銀三百枚 : 立かへり者の訴人 同断 : 同宿并宗門の訴人 銀百枚 右之通可被下之たとひ同宿并宗門之内たりといふとも訴人に出る品により銀五百枚可被下之隠置他所よりあらはるゝにおゐては其所之名主并五人組迄一類ともに 可被処厳科者也仍下知如件 天和二年五月日 </div>  +
Auch westliche Gesichter sind auf [[glossar:ema|''ema'']] zu finden. In diesem Fall handelt es sich um den amerikanischen Erfinder Thomas Edison. Bekanntermaßen schaffte Edison den Durchbruch zur Entwicklung der Glühbirne, als er Bambus als Glühfaden entdeckte. Eine großangelegte Suchaktion Ende der 1870er Jahre ergab schließlich, dass sich der berühmte Bambus des [[glossar:Iwashimizuhachimanguu|Iwashimizu Hachiman-gū]] bei Kyōto besonders gut für diesen Zweck eignete. Der Schrein fühlt sich daher für die Erfindung der Glühlampe mitverantwortlich und ehrt Edison auf seinen Votivbildern. In gewisser Weise zählt der amerikanische Erfinder also zu den im Iwashimizu Schrein verehrten Gottheiten.  +
Das Bild ist eigentlich ein Kalender, auf dem verschiedene Kalenderdaten für das Jahr Keiō 4 (1868) eingeschrieben sind. Dabei ließ sich der Künstler offenbar von den Umzügen inspirieren, die Ende 1867 in vielen Landesteilen im Anschluss an Erntedank-Feste ([[glossar:hounenodori|''hōnen odori'']]) spontan um sich griffen. Diese sind nach dem Refrain der Gesänge, die dabei gesungen wurden, als ''ee ja nai ka'' („ist doch gut so“ oder „was ist schon dabei“) Umzüge bekannt. Auslöser waren z.T. auch Gerüchte von mysteriösen Geldregen, die sich insbesondere während der Pilgerfahrten nach Ise ereigneten. Dass sich im kommenden Jahr 1868 ein politischer Umschwung ereignen würde, war dem Künstler natürlich nicht bewusst, doch deutet sich in dem hektischen Treiben die aufgeladene Stimmung unter der allgemeinen Bevölkerung dieser Zeit an. Diese scheint durch die Münzen hervorgerufen zu werden, die von der drachenreitenden Gestalt in der linken oberen Bildecke in die Menge geworfen werden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um [[glossar:amaterasu|Amaterasu]], die Hauptgottheit des Ise Schreins. Die zwölf tanzenden Figuren sind teilweise bekannte Glücksbringer, repräsentieren aber hier wohl auch die zwölf Monate, angedeutet durch die Zwölf Tierkreiszeichen ([[glossar:juunishi|''jūni shi'']]).  +
[[glossar:Myouanyousai|Myōan Yōsai]] war der Begründer des japanischen [[glossar:rinzaishuu|Rinzai]]-Zen und Abt des Kennin-ji. Die charakteristische Schädelform findet sich auf anderen Portraits von ihm. Yōsai sitzt auf dem traditionellen Abtsessel, in der Hand den Stock [[glossar:Linji|Linji]]s. Man beachte, dass Yōsai zwar auf einem erhöhten Stuhl sitzt, die Schuhe aber ausgezogen und die Beine überkreuzt hat. Diese Sitzweise ist auch auf vielen anderen Mönchsportraits zu beobachten.  +
Auf der Homepage von Wada Yoshio findet sich eine ausführliche Dokumentation des Festes des [[glossar:teppouzuinarijinja|Teppōzu Inari Jinja]] vom 9.1.2005.  +
Aufnahme des Eiswasserfestes des [[glossar:teppouzuinarijinja|Teppōzu Inari Jinja]].  +
[[glossar:katsushikahokusai|Hokusais]] Illustration der buddhistischen Parabel von den Blinden, die einen Elefanten beschreiben sollen. Jeder beschreibt ihn anders, keiner lügt, aber die Wahrheit geht über all diese Einzelbeschreibungen hinaus. Hokusais Elefant ist vergleichsweise realistisch, hat aber doch einige Ähnlichkeiten mit dem legendären [[glossar:Baku|''baku'']].  +
Die Beschriftung des [[glossar:ema|''ema'']] enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger [[Kannon]] oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. [http://tobifudo.jp/bonjisho/etc/index.html Tobi-Fudo]). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt. Das ''ema'' stammt aus der Region Tōno, die in der Edo-Zeit für die Pferdezucht bekannt war.  +
''Ema'' des [[glossar:Dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]  +
Wildschweinwächter und Riesen-[[glossar:ema|''ema'']] mit Wildschweinmotiv. Aufgenommen im Goō Jinja in Kyōto, in dessen Gründungslegende Wildschweine eine Rolle spielen.  +
Junge Priester entfernen [[glossar:ema|''ema'']]-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.  +
Bemalte [[glossar:ema|''ema'']] mit Füchsen ([[glossar:kitsune|''kitsune'']]) des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]  +
[[glossar:ema|''Ema'']] in einem [[glossar:fushimiinaritaisha|Inari]] Schrein. Zu sehen ist ein weißer Fuchs ([[glossar:kitsune|''kitsune'']]) vor einem Wunschjuwel ([[glossar:nyoinotama|''nyoi no tama'']]).  +
[[glossar:ema|''Ema'']] mit Tiger-Motiv in einem buddhistischen Tempel des [[glossar:bishamonten|Bishamon-ten]].  +
Dieses [[glossar:ema|''ema'']] zeigt eine Variation des Weise-Affen-Motivs im Dienst der Aidsprävention: „... transmit no evil, receive no evil.“ (Der erste Affe von links bedeckt sein Hinterteil, der zweite sein Geschlechtsteil.) Der [[glossar:kanayamajinja|Kanayama]] Schrein ist v.a. für sein „Fest des Eisenpenis“ ([[glossar:kanamaramatsuri|''kanamara matsuri'']]) bekannt, das auf eine etwas bizarre Legende zurückgeht. Er wird heute gern von Homosexuellen aufgesucht und ist u.a. für seine [[Alltag/Matsuri/Phalluskulte|Transvestiten Umzüge]] bekannt.  +
Das Votivbild ([[glossar:ema|''ema'']]) wurde für den Toyokuni Schrein des [[glossar:toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]] in Kyōto angefertigt.  +
Beschriftete und unbeschriftete [[glossar:ema|''ema'']] am [[glossar:Kasugataisha|Kasuga Taisha]].  +
Am [[glossar:Kiyomizudera|Kiyomizu-dera]] in Kyōto hinterlassen auch westliche Touristen gerne ihre Wünsche in Form von [[glossar:ema|''ema'']].  +
[[glossar:Ema|''Ema'']], welche auch Englisch beschriftet werden.  +
Votivbildchen ([[glossar:ema|''ema'']]) mit glücksbringenden Wölfen.  +
Älteres [[glossar:ema|''ema'']] für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.  +
Schrein-[[glossar:ema|''ema'']] mit dem klassischen Pferde-Motiv  +
Neben einer Maske sind auf diesem [[glossar:ema|''ema'']] auch die für [[glossar:Tengu|''tengu'']] typischen einstegigen [[glossar:Geta|''geta'']]-Sandalen zu erkennen.  +
Fünfeckiges Manga-[[glossar:Ema|''ema'']] vor einem traditionellen Ema-Motiv. Der Washinomiya Schrein, einer der ältesten Schreine der Kantō Region, erhielt neuen Zulauf, als er zum Spielort des populären Manga ''Lucky Star'' auserkoren wurde. Seither gibt es im Schrein auch Ema im Manga-Stil. Auf diesem ist zu lesen: „Ein Leben lang [[glossar:Otaku|''otaku'']]-krank.“  +
Yushima Seidō ist eine Art konfuzianischer Andachtsstätte, die einzige dieser Art in Tōkyō. Konfuzius wird hier als Gott der Gelehrsamkeit verehrt. Die [[glossar:ema|''ema'']] stammen zum Großteil von Schülern und Studenten und beinhalten die Bitte um Erfolg bei der nächsten Prüfung. Sie tragen die Aufschrift ''gōkaku'': „Bestanden“.  +
[[glossar:ema|''Ema'']]-Halle, wie man sie auch heute noch bei manchen großen Tempeln und Schreinen findet. Neben einigen großformatigen Bildern mit individuellen Motiven, sind kleinformatige, standardisierte Darstellungen zu sehen, einige davon mit Pferdemotiv. Diese Bilder wurden wahrscheinlich — ähnlich wie heute — direkt vor Ort gekauft und gespendet. Einige der Bilder entstanden bereits in der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit.  +
[[glossar:Enma|Enma]] in einer chinesischen Abbildung aus dem 13. Jh. aus einer Serie, die alle Zehn Könige darstellt. Im Vordergrund der verräterische Spiegel, davor ein Angeklagter. Außerdem ein rinderköpfiger Höllenknecht und andere Schergen von Enmas Gericht.  +
Im Hintergrund [[glossar:Enma|Enma]] und zwei weitere Richter, im Vordergrund der Urteilsverkünder und der Schreiber.  +
Satirische Darstellung von [[glossar:enma|Enmas]] Gerichtshof.  +
Oberster Richter bzw. König ([[glossar:enma|Enma]]) dieser Unterwelt.  +
[[glossar:Enma|Enma]] als [[skt:deva|''deva'']]-Gottheit auf einem Büffel, flankiert von einem roten Dämon und einem friedvollen Jüngling. Trotz der [[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]-ähnlichen Gestalt gemahnt der Stab mit dem Kopf (der Enma über die Taten der Verstorbenen berichtet) an Enmas Rolle als Richter der Totenwelt.  +
[[glossar:Enma|Enma]] als [[skt:Deva|''deva'']]-Gottheit. Am unteren Bildrand ist seine Rolle als Richter der Unterwelt dargestellt.  +
König [[glossar:Enma|Enma]] auf einem Büffel. Mandala-artige Komposition, die Enmas Funktionen als Richter der Unterwelt und als Wächter des Dharma vereint. Das Bild befindet sich auf der Rückwand eines Miniaturaltars (''zushi''), in dem eigentlich eine Statue des [[glossar:Aizenmyouou|Aizen Myōō]] im Zentrum steht.  +
Abbildung von [[glossar:Ennogyouja|En no Gyōja]].  +
Statue des [[glossar:ennogyouja|En no Gyōja]] aus dem 13. Jahrhundert.  +
[[glossar:Ennogyouja|En no Gyōja]] findet im Ōmine Gebirge ein Skelett, dass einen [[skt:Vajra|''vajra'']] fest umklammert. Abbildung aus einer illustrierten Ursprungslegende des Taima-dera, der unweit des Berges Katsuragi errichtet wurde, wo En seine spirituelle Basis errichtete. Der Legende nach soll En dem Bau des Tempels ausdrücklich zugestimmt haben.  +
Modernes Beispiel eines Gebäudes, das in Anspielung auf den Drachenpalast des Meeres entworfen wurde. Vor allem der Eingang ist nach dem Muster der traditionellen Drachenpalasttore gestaltet. Der Bahnhof wird heute in erster Linie von Strandtouristen genützt, unweit davon befindet sich aber auch die bekannte [[Ikonographie/Gluecksgoetter/Benzaiten|Schreininsel von Enoshima]], die ihren Ursprung von einer Drachensage herleitet.  +
Das Heiligtum der [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] in Enoshima gilt heute als Schrein für Verliebte. Neben den rosa Herzen finden sich auch Motive von Benten und den Glücksgöttern auf den Bildtafeln ([[glossar:ema|''ema'']]).  +
Wada Yoshio stellt auf seiner Homepage Bilder und eine ausführliche Dokumentation des [[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']] mit dem [[glossar:mikoshi|''mikoshi'']] vom 28.1.2006 zur Verfügung.  +
Wada Yoshio stellt auf seiner Homepage Bilder und eine ausführliche Dokumentation des Festes [[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']] mit dem [[glossar:mikoshi|''mikoshi'']] vom 28.1.2006 zur Verfügung.  +
Die Schreininsel [[glossar:Enoshima|Enoshima]] mit Berg [[glossar:fujisan|Fuji]] im Hintergrund, vom Meer aus gesehen. Auf der Insel findet eben das Fest der [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] statt. Die Höhlen auf der dem Meer zugewandten Seite sind wohl der Ausgangspunkt der mit der Insel verbundenen Legenden. Sie berichten von bösen Drachen, welche in diesen Höhlen hausten.  +
Die Insel [[glossar:Enoshima|Enoshima]] ist über eine Sandbank mit dem Festland verbunden (heute befindet sich hier eine Straße). Anlässlich der Zurschaustellung von Enoshimas [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]] Statuen, die in der Edo-Zeit nur einmal in sechs Jahren stattfand, herrscht festliches Gedränge.  +
Haupthalle des [[glossar:enryakuji|Enryaku-ji]], der wiederum den Haupttempel des Klosterberges [[glossar:hieizan|Hiei-zan]] darstellt. Das von hohen Bäumen bestattete Gebäude stammt aus der Edo-Zeit, nachdem die gesamte Anlage 1571 niedergebrannt wurde.  +
F
In diesem Fruchtbarkeitsritus ([[glossar:hounenmatsuri|''hōnen matsuri'']]) werden die menschlichen Geschlechtsorgane durch [[glossar:shimenawa|''shimenawa'']] dargestellt. In der Szene auf dem Bild ist es gerade zur Vereinigung von Mann und Frau gekommen.  +
[[glossar:franciscodexavier |Francisco de Xavier]] (1506–1552), der heilige Franz Xaver, war der Begründer der japanischen Jesuitenmission. Wie viele christliche Artefakte in Japan wurde auch dieses Bild, in Folge der Christenverfolgungen ab 1614, Jahrhunderte lang unter Verschluss gehalten und erst 1920 wieder entdeckt. Man nimmt an, dass das Bild von einem japanischen Maler stammt, der von den Jesuiten in europäischer Maltechnik ausgebildet wurde. Die Inschrift kennzeichnet Franz Xaver als Heiligen („S.“) und müsste demnach nach seiner Heiligsprechung (1622) entstanden sein, manche Experten sind allerdings der Meinung, dass die Jesuiten ihn schon vorzeitig als Heiligen titulierten und das Bild daher aus früherer Zeit stammt. Das Bild zeigt den Heiligen, dem sich Christus in einer Vision offenbart. Er soll darauf mit den Worten reagiert haben: „Satis est, domine, satis est“ (salopp ausgedrückt, „das reicht schon“). Die Worte werden als Ausdruck einer besonderen Bescheidenheit ausgelegt.  +
Detail einer der berühmtesten Tierdarstellungen Japans aus der späten [[glossar:Heian|Heian]]-Zeit. Auf einer Querbildrolle sind zahlreiche Tiere in humoristischen, menschenähnlichen Situationen dargestellt.  +
Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs ([[glossar:kitsune|''kitsune'']]) die Gestalt eines Mönchs annimmt.  +
Tänzer mit Fuchsmaske bei einem [[glossar:matsuri|''matsuri'']] in Ishioka, nördlich von Tōkyō.  +
Talisman ([[glossar:ofuda|''o-fuda'']]) des [[glossar:Mitsuminejinja|Mitsumine]] Schreins.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]); man erkennt hier gut den „verbissenen Typ“, der sich fest auf die Unterlippe beißt.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) mit eingelegten Glasaugen. Werk von Kaikei, einem Repräsentanten der [[glossar:Keiha|Kei]]-Schule.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]] als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji.  +
Der Heian-zeitliche Magier [[glossar:Abenoseimei|Abe no Seimei]] vollzieht ein Ritual, um mit Hilfe von Geistern die Krankheit eines alten Meisters auf dessen Schüler zu übertragen. Das Bild zeigt ihn beim Rezitieren eines rituellen Textes.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]] von Kaikei bzw. aus der Werkstatt der [[glossar:Keiha|Kei]]-Schule. Stilistisch eng verwandt mit dem berühmten [[:bild:fudo_daigoji2.jpg |Fudō des Daigo-ji]], der 1203 datiert ist. Besonders auffallend die hervorquellenden Augen, die aus Glas bestehen und innen in die Statue eingelegt wurden.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) auf einem stilisierten, sanduhrförmigen Felsen sitzend. Rote Haare, schwarzblaue Haut. Schwert und Seil. Im Flammennimbus deuten sich Vogelköpfe an. Frühes Beispiel des „assymetrischen Typs“ mit schiefem Mund, assymmtrischen Eckzähnen und einem halb geschlossenen Auge. Gemessen an anderen Beispielen milder Gesichtsausdruck.  +
Frühe Darstellung des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]).  +
Rezenter [[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]), mit assymetrischen Gesichtszügen.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]); „Asymmetrischer Typ“ mit schiefen Zähnen und asymmetrischen Augen. Dieser Typ ist heute der bekannteste.  +
Statue des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) des Saidai-ji in Nara.  +
In dieser Darstellung aus der späten Heian-Zeit ist der Charakter eines trotzigen Kindes, der ja auch in den klassischen Beschreibungen angedeutet wird, gut zu erkennen.  +
Statue des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) des Hanshū-in in Kyōto.  +
Älteste erhaltene Statue des [[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) Japans.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]] [[glossar:myouou|Myōō]] (skt. [[skt:Acala|Acala]]) vom Tempel #75 der [[glossar:Shikokuhachijuuhakkasho|Shikoku]]-Pilgerroute.  +
[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]] mit Schwert und Flammen-Nimbus. Kopie des verlorenen [[glossar:Zuzoushou|''Zuzōshō'']] (1239).  +
Figur des Windgottes ([[glossar:fuujin|Fūjin]]) aus dem Gefolge des tausendarmigen [[glossar:Kannon|Kannon]].  +
Darstellung des Windgottes [[glossar:Fuujin|Fūjin]] als Personifizierung des Trigramms „Wind“ (Xun 巽) aus dem [[glossar:Yijing|''Yijing'']]. Den acht [[Denken/Yin_und_Yang|Trigrammen]] sind unter anderem Elemente der Natur zugeordnet, z.B. Wind und Donner. Außerdem stehen die Trigramme auch für Himmelsrichtungen und werden auf verschiedene Weise mit den Zwölf Tierkreiszeichen in Verbindung gebracht. Der Tierbegleiter des Gottes ist hier der Hahn.  +
Abbildung des [[glossar:fuujin|Fūjin]] auf einem Seidenrollbild.  +
Abbildung des Windgottes ([[glossar:fuujin|Fūjin]]). Nach einer Vorlage von Sōtatsu (um 1600).  +
Wind- und Donnergott ([[glossar:Fuujin|Fūjin]] und [[glossar:Raijin|Raijin]]). Die Vorlage zu diesem Bild stammt von Tawaraya Sōtatsu.  +
Darstellung des [[glossar:fuujin|Fūjin]].  +
Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (''kayu'') gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.  +
Aufnahme des Fukagawa [[glossar:Matsuri|Matsuri]]  +
[[glossar:Fukurokuju|Fukurokuju]] und [[glossar:Daikoku|Daikoku]] scherzen mit einem „chinesischen Knaben“ (''karako'', ein häufiger Begleiter der Glücksgötter), während [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]] eher griesgrämig abseits sitzt.  +
Fukūkensaku [[glossar:Kannon|Kannon]] (wtl. Kannon mit dem niemals leeren [rettenden] Seil) ist eine Form Kannons, die erst mit dem esoterischen Buddhismus (ab dem 8. Jh.) aufkam. Als Begleiter des Bodhisattvas fungieren auf dieser Darstellung Shūkongō-jin ([[skt:Vajrapani|Vajrapani]]) und [[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]]. Die Darstellung des Shūkongo-jin erinnert stark an die gleichnamige Nara-zeitliche Statue aus dem Tōdaiji. Die Kombination dieser drei Gottheiten ist ungewöhnlich und beruht auf keiner textlichen Grundlage (vgl. British Museum).  +
Der Glücksgott [[glossar:fukurokuju|Fukurokuju]] mit einem Kranich als Tierbegleiter in der Edo-zeitlichen Bild-Enzyklopädie ''Kinmo zui''. In der Anmerkung wird erwähnt, dass er eine Manifestation des Südlichen Polarsterns (''tennan sei'' 天南星) sei.  +
Darstellung des [[glossar:fukurokuju|Fukurokuju]].  +
Marienmedaillon aus Bronze, wahrscheinlich in Europa hergestellt, aber in Japan in ein Holzbrett eingefasst, um als „Tretbild“ ([[glossar:fumie|''fumie'']]) zu fungieren. In der Edo-Zeit mussten Menschen, die im Verdacht standen Christen zu sein, auf solche Bilder treten, um zu beweisen, dass sie diese nicht in Ehren hielten. Das Medaillon trägt Spuren deutlicher Abnützung.  +
Medaillon aus Bronze mit Pieta-Motiv (Maria und Jesus), wahrscheinlich in Europa hergestellt, aber in Japan als „Tretbild“ ([[glossar:fumie|''fumie'']]) verwendet. In der Edo-Zeit mussten Menschen, die im Verdacht standen Christen zu sein, auf solche Bilder treten, um zu beweisen, dass sie dem Christentum abgeschworen hatten. Das Medaillon trägt Spuren deutlicher Abnützung.  +
Immer wieder zweigen Seitenpfade der [[glossar:torii|''torii'']]-Tunnel vom Hauptweg ab.  +
Zwei parallel geführte [[glossar:torii|''torii'']]-Tunnelwege am Beginn des Aufstiegs.  +
Diese [[glossar:torii|''torii'']] sind Spenden von frommen Gläubigen.  +
An der Rückseite der [[glossar:torii|''torii'']] des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]] sind die Namen der Spender und das Datum der Errichtung verzeichnet.  +
Foto-Motiv Nummer 1 im Fushimi Inari Schrein.  +
Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari]] Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten [[glossar:torii|''torii'']] bestückt sind.  +
[[glossar:Otsuka|''O-tsuka'']], welche von [[glossar:torii|''torii'']] in allen Größen umrahmt sind.  +
Es dauert mehrere Stunden, den ganzen Berg mit seinen [[glossar:torii|''torii'']]-Tunneln zu bewandern.  +
Noch nicht aufgestellte [[glossar:torii|''torii'']].  +
Eingang zur frisch gestrichenen Anlage des [[glossar:Fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]. Das Tor im Stil eines buddhistischen Tempeltores ([[glossar:roumon|''rōmon'']]) wurde von [[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]] aus Dank für die Genesung seiner Mutter gestiftet. Anstelle der im Buddhismus üblichen Torwächterfiguren ([[glossar:niou|''niō'']]) sind shintoistische Wächter ([[glossar:suijin|''suijin'']]) in Form realistischer Bogenschützen zu erkennen.  +
Übersichtsplan der [[glossar:fushimiinaritaisha|Schreinanlage]] auf einem Schild im unteren Schreinbereich. Dem Schild ist zu entnehmen, dass der Inari Berg eine Höhe von 233m hat, dass die Anlage ungefähr 900.000m² umfasst und der Rundgang in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Der höchste Punkt des Rundgangs befindet sich auf der Karte rechts oben.  +
[[glossar:torii|''Torii'']]-Tunnel des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]] in nächtlicher Beleuchtung.  +
Rechter Fuchswächter vor dem Haupttor des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]  +
Bemalung eines frisch errichteten [[glossar:torii|''torii'']] des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]. Das ''torii'' im Vordergrund erhält das Jahresdatum Heisei 29 (2017), das im Hintergrund stammt aus Heisei 5 (1993).  +
Die meisten [[glossar:torii|''torii'']] werden von Firmen gespendet. Namen und Adresse der Firmen sind an der Rückseite der ''torii'' eingraviert.  +
Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des [[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari]] Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten [[glossar:torii|''torii'']] bestückt sind.  +
Weibliche Hauptgottheit des Kumano Hayatama Schreins, eines der drei Schreine von [[glossar:Kumanosanzan|Kumano]]. Wird auch als Göttermutter [[glossar:Izanami|Izanami]] gedeutet.  +
Der mythologische Kaiser [[glossar:Fuxi|Fuxi]] und seine Schwester/Gemahlin [[glossar:Nuewa|Nüwa]]. Neben den Trigrammen erfand Fuxi auch das Winkelmaß, das er hier in der Hand hält.  +
G
Ausspeisung der Hungergeister ([[glossar:gaki|''gaki'']]) durch buddhistische Mönche.  +
Hungergeister ([[glossar:Gaki|''gaki'']]) streunen um die Gräber und teilen sich das Aas mit den Hunden.  +
Ein Hungergeist ([[glossar:gaki|''gaki'']]) beobachtet eine Geburt — zweifellos in der Hoffnung auf Nahrung.  +
Der Mönch [[glossar:mokuren|Mokuren]] begegnet seiner Mutter als Hungergeist ([[glossar:gaki|''gaki'']]) und erwirkt bei Buddha ihre Befreiung aus dieser leidvollen Existenz.  +
Die Hungergeister ([[glossar:gaki|''gaki'']]) warten geduldig, bis die Menschen ihre Notdurft verrichtet haben, um sich selbst daran zu laben. Das Bild ist auch für die Alltagsgeschichte der Heian-Zeit interessant, da es einerseits den Abort als öffentliche Fläche (wahrscheinlich in einer Hintergasse) darstellt und zugleich die Verwendung von sogenannten ''shit sticks'' (jap. ''chūgi'' 籌木) dokumentiert, also kleine Hölzchen, die ähnlich wie das heutige Klopapier verwendet wurden. Auch Stoff oder Papier ist im übrigen zu sehen.  +
Trankopfer für die Hungergeister ([[glossar:gaki|''gaki'']]) beim [[glossar:obon|O-bon]]-Fest.  +
Die ersten japanischen Tempel in der Zeit des [[glossar:Bidatsutennou|Bidatsu Tennō]] (685) werden aus Furcht vor der Bestrafung durch die [[glossar:kami|''kami'']] wieder zerstört. Illustration einer Kopie des [[glossar:Gangoujiengi|''Gangō-ji engi'']] aus der frühen [[glossar:edo|Edo]]-Zeit.  +
Waldweg zur Tempelhalle des [[glossar:Ganzandaishi|Ganzan Daishi]], Bezirk [[glossar:Yokawa|Yokawa]] auf dem Berg Hiei  +
Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen [[glossar:Gigaku|''gigaku'']]-Theaters, das bereits in der [[glossar:nara|Nara]]-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des [[glossar:Toudaiji|Großen Buddha]] in Nara (752) verwendet.  +
Eine Schöne in der Pose des [[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]], der einer berühmten Legende zufolge den Fluss Yangtse mit Hilfe eines Schilfhalms überquert haben soll. Obwohl nach der Mode der [[glossar:edo|Edo]]-Zeit gekleidet, spielen auch die rote Farbe der Kleidung und die Kapuzen-artige Kopfbedeckung auf die Figur des [[glossar:Daruma|Daruma]] an.  +
Das Dach des Äußeren Schreins ([[glossar:gekuu|Gekū]]) unterscheidet sich durch die Vertikale Abschrägung der Dachsparren ([[glossar:chigi|''chigi'']]) und die ungerade Zahl der Rundhölzer (9) vom Dach des Inneren Schreins.  +
Satellitenbild welches den Äußeren Schrein ([[glossar:gekuu|Gekū]]) von [[glossar:Ise|Ise]] zeigt.  +
Die Haupthalle des Äußeren Schreins ([[glossar:gekuu|Gekū]]) von [[glossar:Ise|Ise]] weicht nur in kaum merkbaren Details von der des Inneren Schreins ab. Unter anderem sind die verlängerten Dachsparren ([[glossar:chigi|''chigi'']]) hier vertikal und nicht horizontal abgeschrägt (vgl. [[:Bild:Naiku kokkayoho.jpg]]).  +
Das chinesische Symboltier des Nordens stellt eigentlich eine Kombination von Schlange und Schildkröte dar. Der Name bedeutet wörtlich „Dunkler Krieger“.  +
Der berühmte Silberne Pavillion ([[glossar:ginkakuji|Ginkaku-ji]]), dekorativ beschneit. Ebenso wie der Goldene Pavillion ([[glossar:Kinkakuji|Kinkaku-ji]]) war er ehemals ein Teehaus, das [[glossar:Ashikagayoshimitsu|Ashikaga Yoshimitsu]] als Alterssitz errichten ließ. Die Anlage ist auch für die abstrakte Kegelform im Garten des Tempels berühmt, die den Berg Fuji darstellt.  +
Das [[glossar:Gionmatsuri|Gion Matsuri]] in Kyōto ist eines der größten und bekanntesten religiösen Feste ([[glossar:matsuri|''matsuri'']]) Japans. Es hat buddhistische Wurzeln, wird heute aber von einem Shintō-Schrein veranstaltet.  +
Da die handgezogenen Wägen ([[glossar:dashi|''dashi'']]) des [[glossar:gionmatsuri|Gion Matsuri]], welches vom [[glossar:yasakajinja|Yasaka Jinja]] veranstaltet wird, keine lenkbaren Räder haben, ist das Kurvenfahren eine höchst aufwendige Angelegenheit.  +
Prozession der Schauwagen beim [[glossar:gionmatsuri|Gion Matsuri]] in Kyōto aus der Edo-Zeit. Die Schauwagen sehen ihren heutigen Nachfahren recht ähnlich, als Datum des Umzugs ist hier jedoch der 7. Tag des 6. Monats angegeben.  +
Tempelglocke des [[glossar:chionin|Chion-in]] in Kyōto, die größte Tempelglocke Japans. Die Herstellung fällt in die erste Blüte-Zeit der [[glossar:Tokugawa|Tokugawa]]-Dynastie. Ihr besonderes Ausmaß erklärt sich wohl aus der Tatsache, dass die Tokugawa selbst dem [[glossar:joudoshuu|Jōdo]] Buddhismus angehörten und daher den Chion-in, den Haupttempel dieser Richtung, besonders hervorheben wollten.  +
Mönche beim Anschlagen der Glocke des [[glossar:chionin|Chion-in]]. Sechzehn Mönche bewegen den über vier Meter langen Schlegel mit Seilen, einer sorgt für die Stabilität beim Anschlag. Die Aufnahme stammt von einer Übung für das Anschlagen der Glocke am letzten Tag des Jahres ([[glossar:oomisoka|''ōmisoka'']]).  +
Mönch des [[glossar:kouyasan|Kōya-san]] auf dem Weg zum Mausoleum [[glossar:Kuukai|Kūkai]]s ([[glossar:okunoin|Oku-no-in]]), das sich hinter der im Hintergrund sichtbaren Tempelhalle befindet.  +
Haupthalle des [[glossar:Higashihonganji|Higashi Hongan-ji]], Goei-dō, wtl. Halle des Erhabenen Bildes. Gemeint ist die Hauptstatue, die Ordensgründer [[glossar:shinran|Shinran]] darstellt. Mit einem Grundriss von 76 x 58 m gilt diese Halle als ausladenstes Holzgebäude der Welt. An Höhe wird sie allerdings von der Haupthalle des [[glossar:toudaiji|Tōdaiji]] übertroffen.  +
Die fünf Elemente Holz (grün), Feuer (rot), Erde (gelb), Metall (weiß) und Wasser (schwarz) in der Reihenfolge der Hervorbringung (durchgehende Linie) und Reihenfolge der Besiegung (gestrichelte Linie).  +
Zeremonielles Dekor für Shintō-Riten. Abgesehen von Papier in der charakteristischen Zickzack Form sind auch Bastfäden des Papiermaulbeerbaums zu erkennen. Diese dürften die ursprüngliche Form der [[glossar:gohei|''gohei'']] (auch ''heihaku'') dargestellt haben.  +
Das Hauptheiligtum ([[glossar:gohonzon|''gohonzon'']]) der Sōka Gakkai.  +
Fünfstöckige Pagode ([[glossar:gojuutou|''gojū-tō'']]) von [[glossar:itsukushima|Itsukushima]]; Teil des frisch angestrichenen UNESCO-Kulturerbes von [[glossar:Miyajima|Miyajima]].  +
Grab des [[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]] (1537-1598) im [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Stil (Meiji-zeitliche Rekonstruktion).  +
Bemooste Grabsteine im [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Stil in der berühmten Grabanlage auf Berg [[glossar:kouyasan|Kōya]].  +
Grabanlage der Familie Kuroda, die in der Edo-Zeit über das Daimyat Fukuoka, heute Teil der Präfektur Fukuoka im Norden Kyushus herrschten. Die Grabsteine sind im klassischen [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Stil gehalten. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Tempels Tōchō-ji, des ältesten [[glossar:Shingonshuu|Shingon]]-Tempels auf Kyushu. Der zentrale Grabstein birgt die Urne des zweiten Kuroda Daimyo, Tadayuki (1602–1654), der ein großer Förderer dieses Tempels war.  +
Grabanlage der Matsudaira von Shimabara, Kyūshū, im [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Stil.  +
Das Monument in Form eines [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Grabsteins ist mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen versehen, die die fünf Elemente der buddhistischen Naturlehre symbolisieren. Es befindet sich auf dem Mimizuka ("Ohrenhügel") in Kyōto, wo die Nasen und Ohren der koreanischen Kriegsgegner, die im Zuge von [[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]]s Korea-Invasion (1592–98) getötet wurden, beigesetzt sind. Zugleich ein Zeichen des Triumphes und der Bitte um Vergebung.  +
Schematische [[glossar:gorintou|''gorintō'']]-Darstellung.  +
Der Totengeist des [[glossar:Fujiwaranohirotsugu|Fujiwara no Hirotsugu]] nimmt Rache am Mönch ([[glossar:Genbou|Genbō]]). Fujiwara no Hirotsugu wurde bekannt durch eine missglückte Rebellion, die er 740 von Kyūshū aus gegen [[glossar:Shoumutennou|Shōmu Tennō]] richtete. Zu seinen Gegenern zählte auch einer der bedeutensten buddhistischen Mönche der Zeit, Genbō. Dass Genbō relativ bald nach dem Tod Hirotsugus selbst starb, wird bereits im [[glossar:shokunihongi|''Shoku Nihongi'']], der zweitältsten offiziellen Reichschronik, auf Machenschaften aus der Welt des Jenseits durch Hirotsugu zurückgeführt. Damit gilt Hirotsugui als der älteste literarisch belegte Fall des Glaubens an rächende Totengeister ([[glossar:goryou|''goryō'']] bzw. [[glossar:onryou|''onryō'']]). [[glossar:Katsushikahokusai|Hokusai]] imaginiert Hirotsugu als einen typischen dreiäugigen [[glossar:oni|''oni'']], der allerdings mit Resten eines höfischen Gewandes bekleidet ist.  +
[[glossar:gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]] — skt. [[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]], der „Bezwinger der Drei Welten“ — ist eine Erscheinungsform des [[skt:Vajrapani|Vajrapani]], der im esoterischen Buddhismus zumeist als zornvolle Gottheit dargestellt wird. Hier mit der [[skt:mudra|''mudra'']] [[glossar:gousanzein|''gōzanze-in'']].  +
[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]] (skt. [[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]) mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Statue aus der Gruppe der n der „Fünf Großen Myōō“ ([[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]]) des [[glossar:Touji|Tōji]] in Kyōto, die zusammen mit anderen Figuren des esoterischen Buddhismus im Auftrag von [[glossar:kuukai|Kūkai]] als dreidimensionales [[skt:Mandala|Mandala]] angelegt und 839 vollendet wurden. S.a. [http://www.touji-ennichi.com/ Tōji kōbō-ichi] (2011/10)  +
[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]] (skt. [[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]) mit der charakteristischen [[skt:mudra|''mudra'']] der Dämonenabwehr (''Gōsanze-in'').  +
''Goshūin'' (Bestätigung) des Zen-Tempels Kenchō-ji in Kamakura, wie sie in das Logbuch von Pilgern eingetragen wird. Die zentralen kalligraphierten Schriftzeichen besagen ''Namu Jizō-son'' (Ehre dem ehrwürdigen [[glossar:jizou|Jizō]]). Jizō ist der Haupt-Heilige des Tempels.  +
Ein Mönch des Tempelbergs [[glossar:Kouyasan|Kōya-san]] kalligraphiert eine Bestätigung in das Logbuch eines Pilgers.  +
Dargestellt sind [[glossar:shoutokutaishi|Shōtoku Taishi]] und [[glossar:kuukai|Kūkai]] zu Füßen des [[glossar:dainichinyorai|Dainichi Nyorai]].  +
Zwei Go-Spieler, Schnitzwerk des [[glossar:Youmeimon|Yōmei-mon]] in der Schreinanlage von [[glossar:Nikkou|Nikkō]]  +
[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]] (skt. [[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]), mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Kopie des verlorenen [[glossar:Zuzoushou|''Zuzōshō'']] (1239).  +
Blinde Sängerin ([[glossar:goze|''goze'']]) mit [[glossar:shamisen|''shamisen'']]-Laute.  +
Blinde Sängerinnen ([[glossar:goze|''goze'']]) in Niigata (N-Japan).  +
Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des [[glossar:Kitanotenmanguu|Kitano Schreins]] (''Kitano tenjin engi''), des Schreins von [[glossar:Sugawaranomichizane|Sugawara no Michizane]]. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs [[glossar:Nichizou|Nichizō]]. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen.  +
Typische traditionelle Familiengräber in Tōkyōs größtem Friedhof in Yanaka. Im Hintergrund der Sky Tree.  +
Grab ([[glossar:haka|''haka'']]) von [[glossar:Yuukihideyasu|Yūki Hideyasu]] (1574–1607), dem zweiten Sohn von [[glossar:Tokugawaieyasu|Tokugawa Ieyasu]].  +
Sung-zeitliche Darstellung der [[glossar:guanyin|Guanyin]] (jap. [[glossar:kannon|Kannon]]; skt. [[skt:avalokiteshvara|Avalokiteshvara]]).  +
Führender Priester (''gūji'') des [[glossar:iwashimizuhachimanguu|Iwashimizu Hachiman Schreins]] in priesterlicher Alltagskleidung.  +
[[glossar:gundarimyouou|Gundari Myōō]] aus der Gruppe der [[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]] des [[glossar:Touji|Tōji]] in Kyōto.  +
Statue von Kannon als Weltenretter ([[glossar:guzekannon|Guze Kannon]]), der angeblich die Züge von [[glossar:Shoutokutaishi|Shōtoku Taishi]] trägt; geheime Buddha-Statue ([[glossar:hibutsu|''hibutsu'']]) des [[glossar:Houryuuji|Hōryū-ji]].  +
H
Die Gottheit [[glossar:hachiman|Hachiman]] als weltlicher Herrscher in höfischer Tracht  +
Rustikales Stein-[[glossar:torii|''torii'']], das angeblich älteste seiner Art in Japan. Es stammt aus einer Zeit, als in dieser Gegend noch Kriege gegen die Ureinwohner des Nordens, die [[glossar:Emishi|Emishi]], geführt wurden.  +
Die Gottheit [[glossar:hachiman|Hachiman]] in Mönchstracht. Wie viele Statuen dieser Zeit ist auch diese Statue hohl. In ihrem Inneren birgt sie eine Liste von Künstlern und Sponsoren versehen, die zu ihrem Entstehen beigetragen haben. Die Statue diente lange als [[glossar:shintai|''shintai'']] des Tamukeyama Hachiman Schreins (Schutzschrein des [[glossar:toudaiji|Tōdaiji]]) und wurde nicht hergezeigt, daher ihr fast unnatürlich guter Erhaltungszustand. Das Gesicht ist einerseits extrem realistisch (Gesichtsfalten), andererseits aber streng symmetrisch, was an ältere Darstellungsweisen gemahnt. Obwohl als [[glossar:kami|''kami'']] verehrt, wird die buddhistische Natur des Dargestellten durch Symbole wie Lotos-Podest, Nimbus („Heiligenschein“) und Pilgerstab unmissverständlich hervorgehoben. Vorbild dieser Hachiman-Figur war ein Portrait, das von [[glossar:kuukai|Kūkai]] stammen soll.  +
Der Yasumigaoka Schrein befindet sich innerhalb des buddhistischen Tempels Yakushi-ji. [[glossar:Hachiman|Hachiman]] fungiert dort als Schutzgottheit (''chinjujin'') des Buddhismus.  +
Grundriss und dreidimensionale Skizze im [[glossar:hachimanzukuri|''hachiman-zukuri'']]. Bemerkenswert ist die Lage der Treppe an der Längsseite, da sich die Türe zum Schreininneren an der Giebelseite befindet. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass stets mehrere solcher Gebäude wie Reihenhäuser aneinander gefügt wurden.  +
Eine der „Drei Großen Benten Japans“. Offiziell heißt diese Statue Myôon [[glossar:Benzaiten|Benzaiten]], „Benzaiten des Wunderbaren Klanges“. Sie ist zweifellos die bekannteste, aber nicht die einzige Aktdarstellung Bentens (Hadaka Benten).  +
Das Kaga Tobi Fest ist eine moderne Mischung aus Brandschutzübung und Nacktfest ([[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]), das Anfang Jänner von der Feuerwehr der Stadt Kanazawa abgehalten wird. Abgesehen von der Selbstbesprühung mit Feuerwehrspritzen zählen auch akrobatische Übungen mit traditionellen Feuerwehrleitern zu dem Event. Das Fest beruht auf Edo-zeitlichen Vorläufern, die 2001 revitalisiert wurden.  +
Auszug aus der Bildrolle ''Saidai-ji engi'', welche das [[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']] des [[glossar:saidaiji|Saidai-ji]] zeigt.  +
Nach dem Bad drängen die Teilnehmer in den Tempel.  +
Kampf um ein Symbol des Glücks beim alljährlichen Nacktfest im [[glossar:saidaiji|Saidai-ji]] in Okayama.  +
Nach einem Bad in Eiswasser des [[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']] drängen knapp 10.000 mit Lendenschurz ([[glossar:fundoshi|''fundoshi'']]) bekleidete Männer in den Tempel des [[glossar:saidaiji|Saidai-ji]], wo um Mitternacht alle Lichter gelöscht werden und ein Kampf um das eine Glückslos, das in die Menge geworfen wird, beginnt.  +
Nur mit Lendenschurz ([[glossar:fundoshi|''fundoshi'']]) bekleidete Männer harren des Kampfes um das Glückslos beim [[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']] im [[glossar:saidaiji|Saidai-ji]].  +
In Korea bewachen Löwenwächter eher weltliche Paläste, sind aber von einer ähnlichen Komik geprägt wie die meisten [[glossar:komainu|''komainu'']], ihre japanischen Artgenossen.  +
Auch hier Löwenhunde, die eher drollig als gefährlich wirken.  +
Die Zähne koreanischer Haetae haben allerdings eine charakteristische Ausprägung, die man in Japan nicht findet.  +
Statue eines koreanischen Löwenhundes.  +
Stoffmuster mit Neujahrsmotiv: Federballschläger ([[glossar:hagoita|''hagoita'']]) und Ball. Die Schläger sind mit glücksbringenden Symbolen, Kranich und Pinie (Langes Leben), verziert.  +
Da diese Federballschläger ([[glossar:hagoita|''hagoita'']]) als Geschenk für Mädchen gedacht sind, herrschen [[glossar:Geisha|Geisha]]-Motive vor.  +