Attribut:Hat bildbeschreibung

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D
Junges Mädchen bietet <span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span> eine Pfeife zum Rauchen an.  +
Entwurf für ein Riesenbild des <span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span>, das <span class="glossarlink">[[glossar:katsushikahokusai|Hokusai]]</span> 1817 in Nagoya als Werbeaktion für seine ''Hokusai Manga'' anfertigte. Im Bildtext sind die Maße des Plakats angegeben, die umgerechnet eine Fläche von 11 mal 18 Metern ergeben.  +
Der <span class="glossarlink">[[glossar:Zen|Zen]]</span>-Patriarch <span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span> in einer frühen plastischen Darstellung, in der für ihn typischen Meditationshaltung. Seine exotischen Züge in späteren Darstellungen treten hier nicht hervor. An dieser Plastik lässt sich gut beobachten, dass Holzskulpturen in der <span class="glossarlink">[[glossar:kamakura|Kamakura]]</span>-Zeit zunächst eine Grundierung aus Stoff erhielten, bevor sie mit Farbe und Blattgold behandelt wurden. Auch die Kristallaugen sind typisch für den aufwändigen realistischen Stil dieser Zeit.  +
Portrait des <span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span> von <span class="glossarlink">[[glossar:shibakoukan|Shiba Kōkan]]</span>. Das bemerkenswerte dieser Darstellung ist die westliche Ölmaltechnik, die zu diesem Zeitpunkt in Japan nur Spezialisten der westlichen Wissenschaften (<span class="glossarlink">[[glossar:rangaku|''rangaku'']]</span>) bekannt war. Die aus japanischer Sicht exotische, indische Physiognomie des Mönchs kommt durch diese Technik besonders deutlich zum Ausdruck.  +
Dieses Bild ziert das Deckblatt einer illustrierten Reportage über das Große Erdbeben in Edo, 1855 (Ansei 2). <span class="glossarlink">[[glossar:utagawakuniyoshi|Kuniyoshi]]</span> hat diesem <span class="glossarlink">[[glossar:Daruma|Daruma]]</span> nicht nur seine eigenen Gesichtszüge verliehen, er versetzt ihn auch aus seiner Höhle in ein von vom Erdbeben zerstörtes Haus. Außerdem erkennt man im Mönchsgewand ein Gesicht mit weit aufgerissenem Maul, das für den Eingeweihten eindeutig das Gesicht eines Welses ist. Es handelt sich also um den Erdbebenwels (<span class="glossarlink">[[glossar:namazu|''namazu'']]</span>), eine legendäre Gestalt, die damals als Verursacher des Erdbebens angesehen und von den <span class="glossarlink">[[glossar:Ukiyoe|''ukiyo-e'']]</span> Künstlern halb im Ernst, halb scherzhaft in jedem nur erdenklichen Kontext dargestellt wurde. Das Bild trägt ein Gedicht mit folgendem Inhalt: <blockquote>Erkenne, auch das ist die „Torlose Schranke“ des Zen: <br/>Wenn alles zusammenfällt, bleibt nichts mehr übrig.</blockquote> Angesichts der Katastrophe werden die Spekulationen über Erleuchtung und „Nichts“ aus dem Zen Klassiker „Torlose Schranke“ (<span class="glossarlink">[[glossar:wumenguan|''Mumonkan'']]</span>) hier satirisch auf einen konkreten Nenner gebracht.  +
Portrait des <span class="glossarlink">[[glossar:chan|Chan]]</span>-Patriarchen <span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span>.  +
Eine prächtig gekleidete Dame, vielleicht ein Kurtisane, aber mit aufgelöstem Haar, putzt die Ohren des <span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span> (in Japan Zeichen zärtlicher Vertrautheit).  +
Portrait des <span class="glossarlink">[[glossar:chan|Chan]]</span>-Patriarchen <span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span> bei der Meditation. In der oberen Hälfte befindet sich ein Gedicht.  +
Dieses „Frühlingsbild“ (<span class="glossarlink">[[glossar:shunga|''shunga'']]</span>) parodiert die Legende, nach der <span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span> auf einem Schilfhalm den Yangtse Fluss überquert haben soll. Nicht nur wird der Mönch durch eine junge Dame ersetzt, auch der Grashalm wird zu einem phallusförmigen Pilz.  +
Bodhidarma als Vulva; Verdeutlichung des Slang-Ausdrucks ''daruma onna'' (<span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span>-Frau) für „billige Prostituierte“  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Daruma|Daruma]]</span> als äußerst gefräßiger Gast in einem ländlichen Nudelrestaurant.  +
<span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span> (<span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span>) befindet sich offenbar in einem Freudenhaus und sieht das Bild einer schönen Dame in seinem Spiegel.  +
Spielzeug, das Kinder besonders bei Krankheiten stärken soll, u.a. die <span class="glossarlink">[[glossar:daruma2|''daruma'']]</span>-Puppe. Das Bild enthält auch eine Werbung für leichtes Gebäck (''karuyaki senbei''), die man bei Besuchen von kranken Kindern als Geschenk mitbrachte ([http://www.eisai.co.jp/museum/history/b1500/0600.html Kusuri no hakubutsukan]).  +
<span class="glossarlink">[[glossar:daruma2|''daruma'']]</span>-Puppe.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Daruma|Daruma]]</span> im Outfit und der typischen Haltung einer hochrangigen Kurtisane, allerdings mit etwas unsicherem Gesichtsausdruck. Der Kimono ist mit <span class="glossarlink">[[glossar:hossu|''hossu'']]</span>-Wedeln, also buddhistischen Ritualgegenständen, verziert. Das Bild trägt eine Inschrift des <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-zeitlichen Literaten <span class="glossarlink">[[glossar:outananpou|Ōta Nanpō]]</span> (1749–1823).  +
<span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span> und Dame mit vertauschten Kleidern.  +
Eine etwas verwitterte <span class="glossarlink">[[glossar:daruma2|''daruma'']]</span>-Figur neben einem Miniaturschrein (<span class="glossarlink">[[glossar:hokora|''hokora'']]</span>). Die Figur hat nur ein Auge bemalt, was bedeutet, dass der an sie gerichtete Wunsch noch nicht in Erfüllung gegangen ist.  +
Das Bild entstammt einem Triptychon, auf dem <span class="glossarlink">[[glossar:minamotonoyorimitsu|Minamoto no Yorimitsu]]</span> mit seinen Getreuen von einem Erdspinnerich umgarnt wird. Im Gefolge des Spinnenmonsters befinden sich die hier dargestellten <span class="glossarlink">[[glossar:youkai|''yōkai'']]</span>-Gespenster, befehligt von einem <span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span> (Figur in Rot).  +
Portrait von <span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span>, blauäugig, respekteinflößend. Tatsächlich gibt es Quellen, laut denen Bodhidharma blaue Augen gehabt haben soll. Demnach könnte er nicht indischer, sondern zentralasiatischer Herkunft sein.  +
Neujahrskarte mit <span class="glossarlink">[[glossar:daruma|Daruma]]</span>-Motiv.  +
Portrait des indisch-stämmigen Mönchs <span class="glossarlink">[[skt:bodhidharma|Bodhidharma]]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:daruma2|''daruma'']]</span>-Puppen als Glücksbringer.  +
Darstellung der „Alten, die die Kleider auszieht“ <span class="glossarlink">[[glossar:Datsueba|Datsueba]]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Datsueba|Datsueba]]</span>, hier als weiblicher <span class="glossarlink">[[glossar:Hannya|''hannya'']]</span>-Dämon dargestellt, markiert die Handflächen der von ihr entkleideten Totensseelen mit ihren Klauen.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:dayanta|Dayanta]]</span>, die “Große Wildgans-Pagode” der alten Hauptstadt Changan (Xian).  +
Verkauf von Glücksbringern (<span class="glossarlink">[[glossar:omamori|''o-mamori'']]</span>, <span class="glossarlink">[[glossar:ofuda|''o-fuda'']]</span>) im <span class="glossarlink">[[glossar:dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]</span>. Die zweite Abteilung von rechts trägt die Aufschrift „Examen bestehen, schulischer Erfolg“ (''juken gōkaku'', ''gakugyō jōtatsu'') und richtet sich speziell an Schüler und Studierende. Ihnen gewährt Tenjin-sama besonderen Schutz.  +
Auf der rechten Seite der Haupthalle (<span class="glossarlink">[[glossar:honden|''honden'']]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]</span> ist der legendenumwobene Pflaumenbaum zu sehen.  +
Haupteingang des <span class="glossarlink">[[glossar:Dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]</span>  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Deguchinao|Deguchi Nao]]</span> ist die Gründerin der neureligiösen Sekte <span class="glossarlink">[[glossar:oomoto|Ōmoto]]</span>. Sie stammte aus einer verarmten Tischlerfamilie.  +
Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.  +
Skizze der künstlichen Insel <span class="glossarlink">[[glossar:Dejima|Dejima]]</span> (oder Deshima) in der Bucht von Nagasaki, die den einzigen europäischen Handelsstützpunkt der <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-Zeit darstellte. Die dort Ansässigen waren offiziell alles Holländer. Sie wurden streng kontrolliert und durften die Insel nur selten und in Begleitung verlassen, stellten aber für viele Japaner auch einen faszinierenden Anziehungspunkt dar. So auch für den Maler und Autor <span class="glossarlink">[[glossar:Shibakoukan|Shiba Kōkan]]</span> (1747–1818), der Deshima besuchen durfte und hier unter anderem die westliche Ölmalerei erlernte. Das über Deshima nach Japan gebrachte Wissen wurde „Holland-Wissenschaft“ (<span class="glossarlink">[[glossar:rangaku|''rangaku'']]</span>) genannt. Shiba Kōkan war auch als Gelehrter in dieser Wissenschaft aktiv und gilt als großer Popularisierer von westlicher Wissenschaft und Kunst im Edo-zeitlichen Japan. Im rechten Bildteil steht: „Die Holländer haben auf Deshima einen Kyūshū-Stützpunkt errichtet. Jedes Jahr bringen sie aus ihrem Land 55 <span class="glossarlink">[[glossar:kanme|''kanme'']]</span> (ca. 200 kg) Silber nach Japan.“ Das bezieht sich möglicherweise auf die „Miete“, die die Holländer für Dejima zahlen mussten. Im linken Bildteil sind die Ausmaße der Insel verzeichnet. Demnach war die fächerförmige Insel 35 ''kan'' (ca. 63m) breit und maß an der Außenseite 180 ''kan'' (ca. 324m).  +
Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt <span class="glossarlink">[[skt:Buddha|Buddha]]</span>, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin <span class="glossarlink">[[skt:Devadatta|Devadatta]]</span>, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“  +
<span class="glossarlink">[[skt:Dhamek|Dhamek]]</span> <span class="glossarlink">[[skt:stupa|Stupa]]</span> in Sarnath, Indien, Tempelgründung unter König <span class="glossarlink">[[skt:Ashoka|Ashoka]]</span>.  +
Das buddhistische Rad der Lehre, <span class="glossarlink">[[skt:dharmacakra|''dharmacakra'']]</span>.  +
Das Bild zeigt den Mönch <span class="glossarlink">[[skt:Subhuti|Subhuti]]</span> und Buddha <span class="glossarlink">[[skt:Shakyamuni|Shakyamuni]]</span> im Dialog, wie er im Diamant Sutra wiedergegeben ist. Es handelt sich um die einzige Illustration in der ersten Druckversion dieses Textes aus dem Jahr 868. Dargestellt sind Subhuti und der wesentlich größere Buddha, umringt von seinen Hauptschülern (zu denen auch Subhuti zählt), zwei <span class="glossarlink">[[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]</span>s, zwei Wächtern <span class="glossarlink">[[glossar:niou|''niō'']]</span>, zwei Löwenhunden (<span class="glossarlink">[[glossar:komainu|''komainu'']]</span>), zwei Himmlischen Wesen, sowie einem weltlichen Herrscher mit Gefolge (unten rechts). Der Text gilt als das älteste gedruckte Buch der Welt. Er überdauerte Jahrhunderte in Vergessenheit in einer der Höhlen von <span class="glossarlink">[[glossar:Dunhuang|Dunhuang]]</span>, wo er vom Altösterreicher in britischen Diensten Sir Aurel Stein (1862–1943) in den Jahren 1906–1908 entdeckt wurde.  +
Zur Ikone gewordenes Portrait des Zen-Meisters <span class="glossarlink">[[glossar:Dougenkigen|Dōgen]]</span> mit eingeschriebenem Gedicht. Beide sollen von Dōgens eigener Hand stammen. Es handelt sich bei der vorliegenden Abb. um eine Kopie, das Original befindet sich im Hōkei Tempel.  +
Die in eine Schlange verwandelte <span class="glossarlink">[[glossar:Kiyohime|Kiyohime]]</span> bringt die Glocke, unter der sich ihr Liebhaber versteckt, zum Glühen. Es handelt sich um eine illustrierte Chronik des Tempels <span class="glossarlink">[[glossar:Doujouji|Dōjō-ji]]</span>, wo sich die Geschichte im Jahr 928 abgespielt haben soll.  +
Dieser Donnergott (<span class="glossarlink">[[glossar:Raijin|Raijin]]</span>) befindet sich allein auf einem sechsteiligen Wandschirm. Er wirkt etwas wilder als das berühmte Wind- und Donner-Paar des gleichen Meisters, trägt aber ähnliche, fast comic-haft überzeichnete Züge.  +
Dieses Paar ist von einer charakteristischen Blütenform umrahmt, die als Vulva gedeutet werden kann.  +
Ein aus Stein gefertigter Wegegott (<span class="glossarlink">[[glossar:dousojin|''dōsojin'']]</span>) aus Nordjapan, auf dem zwei Phalli als Paar abgebildet sind.  +
Der umgebende Stein ist hier deutlich in phallischer Form gehalten.  +
Ein Symbol ehelicher Verbundenheit.  +
Dieser Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) soll vom legendären Bildhauer <span class="glossarlink">[[glossar:Hidarijingorou|Hidari Jingorō]]</span> geschaffen worden sein. Er ist auch als Schöpfer der „Schlafenden Katze“ (<span class="glossarlink">[[glossar:nemurineko|''nemuri neko'']]</span>) von <span class="glossarlink">[[glossar:Nikkou|Nikkō]]</span> bekannt.  +
Ein aufsteigender Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) gilt als besonders glücksverheißend, ebenso der <span class="glossarlink">[[glossar:fujisan|Berg Fuji]]</span>.  +
Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) mit geschlossenem Maul („UN-Form“; <span class="glossarlink">[[glossar:ungyou|''UN-gyō'']]</span>). Das Pendant dieses Drachens ist mit offenem Maul („A-Form“) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern (<span class="glossarlink">[[glossar:Niou|Niō]]</span>), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.  +
Drachenkopf mit offenem Maul („A-Form“; <span class="glossarlink">[[glossar:agyou|''A-gyō'']]</span>). Das Pendant dieses Drachens (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) ist mit geschlossenem Maul („UN-Form“) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern ([[Ikonographie/Waechtergoetter/Nio|Niō]]), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.  +
Darstellung eines Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) in Form eines Wasserspenders im <span class="glossarlink">[[glossar:kiyomizudera|Kiyomizu-dera]]</span>.  +
Der Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>,) dessen eines Auge sich im Zentrum des Bildes befindet und den Betrachter überallhin zu verfolgen scheint, ist auch unter dem Spitznamen „Drache, der in acht Richtungen blickt“ bekannt.  +
Brunnenfigur eines Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) an einem der bekanntesten Sightseeing-Spots Japans.  +
Darstellung eines Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.  +
Detail aus einer der frühesten illustrierten Querbildrollen der Legenden rund um die Gottheit <span class="glossarlink">[[glossar:Hachiman|Hachiman]]</span>. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin <span class="glossarlink">[[glossar:Jinguukougou|Jingū Kōgō]]</span>. Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Die Drachen sind im Unterschied zu [[:Bild:Drachen_hakozaki_engi.jpg|späteren Darstellungen]] mit Rüsseln ausgestattet.  +
Detail aus einer Querbildrolle der Legenden rund um die Gottheit <span class="glossarlink">[[glossar:Hachiman|Hachiman]]</span>. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin <span class="glossarlink">[[glossar:Jinguukougou|Jingū Kōgō]]</span>. Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Ein Vergleich mit der gleichen Szene in einer [[:Bild:Drachen hachiman engi.jpg|Bildrolle aus der Muromachi-Zeit]] (1389) zeigt, dass die Drachen in der <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-Zeit offenbar ihre langen, rüsselartigen Nasen verloren haben.  +
Absteigender Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) als Dachdekoration des <span class="glossarlink">[[glossar:houryuuji|Hōryū-ji]]</span>. Während viele Gebäude des Hōryū-ji zu den ältesten Gebäuden der Welt zählen und angeblich aus dem 6. Jahrhundert stammen, dürfte dieses Schnitzwerk aus späterer Zeit, wahrscheinlich aus der Edo-Zeit stammen.  +
Der <span class="glossarlink">[[glossar:Kenninji|Kennin-ji]]</span> ist der älteste Zen-Tempel Kyōtos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des <span class="glossarlink">[[glossar:Rinzaishuu|Rinzai Zen]]</span> keine Halle mit Drachenbild (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800-jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.  +
Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) eines frühen Typus, bei dem die Oberlippe rüsselartig verlängert ist.  +
Drachenmotive im Gebälk des <span class="glossarlink">[[glossar:Youmeimon|Yōmei-mon]]</span>  +
Darstellung eines Drachen (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>), auch bekannt als „brüllender Drache“ (''naki ryū''), weil das Echo in der Halle das Geräusch klatschender Hände verstärkt. Besonders in den [[Zen]]-Tempeln Kyōtos sind derartige Drachengemälde beliebt.  +
Drache (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuu|''ryū'']]</span>) und Schlange (<span class="glossarlink">[[glossar:hebi|''hebi'']]</span>) auf einem Papierlampion, wahrscheinlich mit Bezug auf das Schlangenjahr der [[Denken/Yin_und_Yang/Tierkreis|Tierkreiszeichen]].  +
Der Drachenkönig (<span class="glossarlink">[[glossar:ryuuou|''ryūō'']]</span>) präsentiert seine Juwelen, mit denen er Ebbe und Flut kontrolliert.  +
Der Chichibu Schrein stammt aus derselben Zeit wie der berühmte [[Bauten/Bekannte Schreine/Nikko|Tōshō-gū]] Schrein, wo die Drei Affen, die nichts sehen, nicht hören und nichts ausplaudern, zu sehen sind. Die Drei Affen des Chichibu Schreins scheinen wie ein ironischer Kommentar zu dieser Gruppe, indem sie ganz offensichtlich neugierig schauen, hören und den Mund weit aufreißen. Sie werden daher auch als die „lebenslustigen Drei Affen“ bezeichnet. Das Motiv findet sich auch auf den [[Alltag/Opfergaben/Ema|Votivbildern]] des Schreins.  +
E
Verwendung des Glücksgottes <span class="glossarlink">[[glossar:ebisu|Ebisu]]</span> in der Werbung.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Ebisu|Ebisu]]</span> und <span class="glossarlink">[[glossar:Daikoku|Daikoku]]</span> behängen einen „Geldbaum“ (seine Blätter sind traditionelle Goldmünzen) mit Sinnsprüchen. Die Botschaft ist eindeutig: Nur wer redliche Grundsätze befolgt, erlangt Reichtum.  +
Werbeposter (''hikifuda'') eines Kaufhauses in Kotohira, Shikoku. Die <span class="glossarlink">[[glossar:shichifukujin|Sieben Glücksgötter]]</span>, inbesondere <span class="glossarlink">[[glossar:Ebisu|Ebisu]]</span> und <span class="glossarlink">[[glossar:Daikoku|Daikoku]]</span> waren die beliebtesten Werbesujets in der Pionierzeit kommerzieller Werbung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.  +
Schreinpriester Yoshii Sadatoshi demonstriert die Puppe des <span class="glossarlink">[[glossar:Ebisu|Ebisu]]</span> Hachidaiyū.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Ebisu|Ebisu]]</span> stellt ein beliebtes Motiv der ''netsuke'' (am Gürtel getragene traditionelle Ziergegenstände) dar. Hier scheint er einen Freudentanz auf einer riesigen Meerbrasse (<span class="glossarlink">[[glossar:tai|''tai'']]</span>) zu vollführen.  +
Werbeposter (''hikifuda'') eines Fischhändlers aus Ōsaka, vielleicht als Neujahrsgeschenk gedacht. Im Hintergrund Berg <span class="glossarlink">[[glossar:fujisan|Fuji]]</span>, zusammen mit den Glücksgöttern (hier <span class="glossarlink">[[glossar:ebisu|Ebisu]]</span>) ein beliebtes Neujahrsmotiv.  +
Eine Holztafel mit einer Verordnung aus dem Jahr 1682, durch welche die Belohnungen für die Überführung von Christen festgelegt wurde: <div class="zitat"> '''Verordnung''' Der christliche Glaube (<span class="glossarlink">[[glossar:kirishitanshuumon|''kirishitan shūmon'']]</span>) ist seit langem verboten. Wer einen Verdächtigen entdeckt, muss ihn den Behörden melden. Als Belohnung gibt es :500 Sibermünzen für die Anzeige eines Priesters (<span class="glossarlink">[[glossar:bateren|''bateren'']]</span>) :300 Silbermünzen für die Anzeige eines Mönchsbruders (<span class="glossarlink">[[glossar:iruman|''iruman'']]</span>) :den gleichen Betrag für einen Rekonvertierten (<span class="glossarlink">[[glossar:tachikaerimono|''tachikaerimono'']]</span>) :100 Silbermünzen für einen Laien. Auch wenn der Anzeigende selbst Christ ist, bekommt er 500 Silbermünzen oder den der Anzeige entsprechenden Betrag. Wenn jemand aber einen Priester oder Mönch versteckt, so wird auch der Vorsteher (<span class="glossarlink">[[glossar:nanushi|''nanushi'']]</span>) seines Dorfes, die Nachbarschaftsgruppe (<span class="glossarlink">[[glossar:goningumi|''goningumi'']]</span>) und die ganze Verwandtschaft bestraft. Im Jahr Tenna 2 (1682), 5. Monat ---- 定 切支丹宗門は累年御制禁たり自然不審成もの有之は申出へし御ほうびとして : はてれんの訴人 銀五百枚 : いるまんの訴人 銀三百枚 : 立かへり者の訴人 同断 : 同宿并宗門の訴人 銀百枚 右之通可被下之たとひ同宿并宗門之内たりといふとも訴人に出る品により銀五百枚可被下之隠置他所よりあらはるゝにおゐては其所之名主并五人組迄一類ともに 可被処厳科者也仍下知如件 天和二年五月日 </div>  +
Auch westliche Gesichter sind auf <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> zu finden. In diesem Fall handelt es sich um den amerikanischen Erfinder Thomas Edison. Bekanntermaßen schaffte Edison den Durchbruch zur Entwicklung der Glühbirne, als er Bambus als Glühfaden entdeckte. Eine großangelegte Suchaktion Ende der 1870er Jahre ergab schließlich, dass sich der berühmte Bambus des <span class="glossarlink">[[glossar:Iwashimizuhachimanguu|Iwashimizu Hachiman-gū]]</span> bei Kyōto besonders gut für diesen Zweck eignete. Der Schrein fühlt sich daher für die Erfindung der Glühlampe mitverantwortlich und ehrt Edison auf seinen Votivbildern. In gewisser Weise zählt der amerikanische Erfinder also zu den im Iwashimizu Schrein verehrten Gottheiten.  +
Die im Titel angesprochenen Erntedank-Tänze (<span class="glossarlink">[[glossar:hounenodori|''hōnen odori'']]</span>) werden hier von Alltags-Figuren ausgeführt wie Bauern, Freudenmädchen oder fahrenden Nonnen, dazwischen mischen sich aber auch Götter wie <span class="glossarlink">[[glossar:ebisu|Ebisu]]</span>, <span class="glossarlink">[[glossar:shouki|Shōki]]</span> oder <span class="glossarlink">[[glossar:uhoudouji|Uhō Dōji]]</span>. Das Bild ist eigentlich ein Kalender, auf dem verschiedene Kalenderdaten für das Jahr Keiō 4 (1868) eingeschrieben sind. Die zwölf tanzenden Figuren sind wohl auch die zwölf Monate, angedeutet durch die Zwölf Tierkreiszeichen (<span class="glossarlink">[[glossar:juunishi|''jūni shi'']]</span>). Dabei ließ sich der Künstler offenbar von den Umzügen inspirieren, die ab Mitte 1867 in vielen Landesteilen spontan um sich griffen. Diese sind nach dem Refrain der Gesänge, die dabei gesungen wurden, als <span class="glossarlink">[[glossar:eejanaika|''ee ja nai ka'']]</span> („ist doch gut so“ oder „was ist schon dabei“) Umzüge bekannt. Auslöser waren z.T. auch Gerüchte von mysteriösen Geldregen, die sich insbesondere während der Pilgerfahrten nach <span class="glossarlink">[[glossar:Ise|Ise]]</span> ereigneten. Dass sich im kommenden Jahr 1868 ein politischer Umschwung ereignen würde, war dem Künstler natürlich nicht bewusst, doch deutet sich in dem hektischen Treiben die aufgeladene Stimmung unter der allgemeinen Bevölkerung in den Jahren 1867 und 1868 an. Diese Stimmung scheint auf dem Bild durch die Münzen hervorgerufen zu werden, die von der drachenreitenden Gestalt in der linken oberen Bildecke in die Menge geworfen werden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um <span class="glossarlink">[[glossar:amaterasu|Amaterasu]]</span>, die Hauptgottheit des Ise Schreins.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Myouanyousai|Myōan Yōsai]]</span> war der Begründer des japanischen <span class="glossarlink">[[glossar:rinzaishuu|Rinzai]]</span>-Zen und Abt des Kennin-ji. Die charakteristische Schädelform findet sich auf anderen Portraits von ihm. Yōsai sitzt auf dem traditionellen Abtsessel, in der Hand den Stock <span class="glossarlink">[[glossar:Linji|Linji]]</span>s. Man beachte, dass Yōsai zwar auf einem erhöhten Stuhl sitzt, die Schuhe aber ausgezogen und die Beine überkreuzt hat. Diese Sitzweise ist auch auf vielen anderen Mönchsportraits zu beobachten.  +
Auf der Homepage von Wada Yoshio findet sich eine ausführliche Dokumentation des Festes des <span class="glossarlink">[[glossar:teppouzuinarijinja|Teppōzu Inari Jinja]]</span> vom 9.1.2005.  +
Aufnahme des Eiswasserfestes des <span class="glossarlink">[[glossar:teppouzuinarijinja|Teppōzu Inari Jinja]]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:katsushikahokusai|Hokusais]]</span> Illustration der buddhistischen Parabel von den Blinden, die einen Elefanten beschreiben sollen. Jeder beschreibt ihn anders, keiner lügt, aber die Wahrheit geht über all diese Einzelbeschreibungen hinaus. Hokusais Elefant ist vergleichsweise realistisch, hat aber doch einige Ähnlichkeiten mit dem legendären <span class="glossarlink">[[glossar:Baku|''baku'']]</span>.  +
Die Beschriftung des <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger [[Kannon]] oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. [http://tobifudo.jp/bonjisho/etc/index.html Tobi-Fudo]). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt. Das ''ema'' stammt aus der Region Tōno, die in der Edo-Zeit für die Pferdezucht bekannt war.  +
''Ema'' des <span class="glossarlink">[[glossar:Dazaifutenmanguu|Dazaifu Tenman-gū]]</span>  +
Schrein-<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> mit dem klassischen Pferde-Motiv. Auftragswerk von Hayashi Tōi, besser bekannt als Ekin oder Hirose Kinzō.  +
Wildschweinwächter und Riesen-<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> mit Wildschweinmotiv. Aufgenommen im Goō Jinja in Kyōto, in dessen Gründungslegende Wildschweine eine Rolle spielen.  +
Junge Priester entfernen <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.  +
Bemalte <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> mit Füchsen (<span class="glossarlink">[[glossar:kitsune|''kitsune'']]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span>  +
<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''Ema'']]</span> in einem <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Inari]]</span> Schrein. Zu sehen ist ein weißer Fuchs (<span class="glossarlink">[[glossar:kitsune|''kitsune'']]</span>) vor einem Wunschjuwel (<span class="glossarlink">[[glossar:nyoinotama|''nyoi no tama'']]</span>).  +
<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''Ema'']]</span> mit Tiger-Motiv in einem buddhistischen Tempel des <span class="glossarlink">[[glossar:bishamonten|Bishamon-ten]]</span>.  +
Dieses <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> zeigt eine Variation des Weise-Affen-Motivs im Dienst der Aidsprävention: „... transmit no evil, receive no evil.“ (Der erste Affe von links bedeckt sein Hinterteil, der zweite sein Geschlechtsteil.) Der <span class="glossarlink">[[glossar:kanayamajinja|Kanayama]]</span> Schrein ist v.a. für sein „Fest des Eisenpenis“ (<span class="glossarlink">[[glossar:kanamaramatsuri|Kanamara Matsuri]]</span>) bekannt, das auf eine etwas bizarre Legende zurückgeht. Er wird heute gern von Homosexuellen aufgesucht und ist u.a. für seine [[Alltag/Matsuri/Phalluskulte|Transvestiten Umzüge]] bekannt.  +
Das Votivbild (<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>) wurde für den Toyokuni Schrein des <span class="glossarlink">[[glossar:toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]]</span> in Kyōto angefertigt.  +
Beschriftete und unbeschriftete <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> am <span class="glossarlink">[[glossar:Kasugataisha|Kasuga Taisha]]</span>.  +
Am <span class="glossarlink">[[glossar:Kiyomizudera|Kiyomizu-dera]]</span> in Kyōto hinterlassen auch westliche Touristen gerne ihre Wünsche in Form von <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Ema|''Ema'']]</span>, auch auf Englisch beschriftet.  +
Votivbildchen (<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>) mit glücksbringenden Wölfen.  +
Älteres <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.  +
Schrein-<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> mit dem klassischen Pferde-Motiv  +
Neben einer Maske sind auf diesem <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> auch die für <span class="glossarlink">[[glossar:Tengu|''tengu'']]</span> typischen einstegigen <span class="glossarlink">[[glossar:Geta|''geta'']]</span>-Sandalen zu erkennen.  +
Fünfeckiges Manga-<span class="glossarlink">[[glossar:Ema|''ema'']]</span> vor einem traditionellen Ema-Motiv. Der Washinomiya Schrein, einer der ältesten Schreine der Kantō Region, erhielt neuen Zulauf, als er zum Spielort des populären Manga ''Lucky Star'' auserkoren wurde. Seither gibt es im Schrein auch Ema im Manga-Stil. Auf diesem ist zu lesen: „Ein Leben lang <span class="glossarlink">[[glossar:Otaku|''otaku'']]</span>-krank.“  +
Yushima Seidō ist eine Art konfuzianischer Andachtsstätte, die einzige dieser Art in Tōkyō. Konfuzius wird hier als Gott der Gelehrsamkeit verehrt. Die <span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span> stammen zum Großteil von Schülern und Studenten und beinhalten die Bitte um Erfolg bei der nächsten Prüfung. Sie tragen die Aufschrift ''gōkaku'': „Bestanden“.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''Ema'']]</span>-Halle, wie man sie auch heute noch bei manchen großen Tempeln und Schreinen findet. Neben einigen großformatigen Bildern mit individuellen Motiven, sind kleinformatige, standardisierte Darstellungen zu sehen, einige davon mit Pferdemotiv. Diese Bilder wurden wahrscheinlich — ähnlich wie heute — direkt vor Ort gekauft und gespendet. Einige der Bilder entstanden bereits in der <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-Zeit.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Enma|Enma]]</span> in einer chinesischen Abbildung aus dem 13. Jh. aus einer Serie, die alle Zehn Könige darstellt. Im Vordergrund der verräterische Spiegel, davor ein Angeklagter. Außerdem ein rinderköpfiger Höllenknecht und andere Schergen von Enmas Gericht.  +
Im Hintergrund <span class="glossarlink">[[glossar:Enma|Enma]]</span> und zwei weitere Richter, im Vordergrund der Urteilsverkünder und der Schreiber.  +
Satirische Darstellung von <span class="glossarlink">[[glossar:enma|Enmas]]</span> Gerichtshof.  +
Oberster Richter bzw. König (<span class="glossarlink">[[glossar:enma|Enma]]</span>) dieser Unterwelt.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Enma|Enma]]</span> als <span class="glossarlink">[[skt:deva|''deva'']]</span>-Gottheit auf einem Büffel, flankiert von einem roten Dämon und einem friedvollen Jüngling. Trotz der <span class="glossarlink">[[skt:Bodhisattva|Bodhisattva]]</span>-ähnlichen Gestalt gemahnt der Stab mit dem Kopf (der Enma über die Taten der Verstorbenen berichtet) an Enmas Rolle als Richter der Totenwelt.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Enma|Enma]]</span> als <span class="glossarlink">[[skt:Deva|''deva'']]</span>-Gottheit. Am unteren Bildrand ist seine Rolle als Richter der Unterwelt dargestellt.  +
König <span class="glossarlink">[[glossar:Enma|Enma]]</span> auf einem Büffel. Mandala-artige Komposition, die Enmas Funktionen als Richter der Unterwelt und als Wächter des Dharma vereint. Das Bild befindet sich auf der Rückwand eines Miniaturaltars (''zushi''), in dem eigentlich eine Statue des <span class="glossarlink">[[glossar:Aizenmyouou|Aizen Myōō]]</span> im Zentrum steht.  +
Abbildung von <span class="glossarlink">[[glossar:Ennogyouja|En no Gyōja]]</span>.  +
Statue des <span class="glossarlink">[[glossar:ennogyouja|En no Gyōja]]</span> aus dem 13. Jahrhundert.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Ennogyouja|En no Gyōja]]</span> findet im Ōmine Gebirge ein Skelett, dass einen <span class="glossarlink">[[skt:Vajra|''vajra'']]</span> fest umklammert. Abbildung aus einer illustrierten Ursprungslegende des Taima-dera, der unweit des Berges Katsuragi errichtet wurde, wo En seine spirituelle Basis errichtete. Der Legende nach soll En dem Bau des Tempels ausdrücklich zugestimmt haben.  +
Modernes Beispiel eines Gebäudes, das in Anspielung auf den Drachenpalast des Meeres entworfen wurde. Vor allem der Eingang ist nach dem Muster der traditionellen Drachenpalasttore gestaltet. Der Bahnhof wird heute in erster Linie von Strandtouristen genützt, unweit davon befindet sich aber auch die bekannte [[Ikonographie/Gluecksgoetter/Benzaiten|Schreininsel von Enoshima]], die ihren Ursprung von einer Drachensage herleitet.  +
Das Heiligtum der <span class="glossarlink">[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]]</span> in Enoshima gilt heute als Schrein für Verliebte. Neben den rosa Herzen finden sich auch Motive von Benten und den Glücksgöttern auf den Bildtafeln (<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>).  +
Wada Yoshio stellt auf seiner Homepage Bilder und eine ausführliche Dokumentation des <span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span> mit dem <span class="glossarlink">[[glossar:mikoshi|''mikoshi'']]</span> vom 28.1.2006 zur Verfügung.  +
Wada Yoshio stellt auf seiner Homepage Bilder und eine ausführliche Dokumentation des Festes <span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span> mit dem <span class="glossarlink">[[glossar:mikoshi|''mikoshi'']]</span> vom 28.1.2006 zur Verfügung.  +
Die Schreininsel <span class="glossarlink">[[glossar:Enoshima|Enoshima]]</span> mit Berg <span class="glossarlink">[[glossar:fujisan|Fuji]]</span> im Hintergrund, vom Meer aus gesehen. Auf der Insel findet eben das Fest der <span class="glossarlink">[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]]</span> statt. Die Höhlen auf der dem Meer zugewandten Seite sind wohl der Ausgangspunkt der mit der Insel verbundenen Legenden. Sie berichten von bösen Drachen, welche in diesen Höhlen hausten.  +
Die Insel <span class="glossarlink">[[glossar:Enoshima|Enoshima]]</span> ist über eine Sandbank mit dem Festland verbunden (heute befindet sich hier eine Straße). Anlässlich der Zurschaustellung von Enoshimas <span class="glossarlink">[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]]</span> Statuen, die in der Edo-Zeit nur einmal in sechs Jahren stattfand, herrscht festliches Gedränge.  +
Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:enryakuji|Enryaku-ji]]</span>, der wiederum den Haupttempel des Klosterberges <span class="glossarlink">[[glossar:hieizan|Hiei-zan]]</span> darstellt. Das von hohen Bäumen bestattete Gebäude stammt aus der Edo-Zeit, nachdem die gesamte Anlage 1571 niedergebrannt wurde.  +
F
In diesem Fruchtbarkeitsritus (<span class="glossarlink">[[glossar:hounenmatsuri|''hōnen matsuri'']]</span>) werden die menschlichen Geschlechtsorgane durch <span class="glossarlink">[[glossar:shimenawa|''shimenawa'']]</span> dargestellt. In der Szene auf dem Bild ist es gerade zur Vereinigung von Mann und Frau gekommen.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:franciscodexavier |Francisco de Xavier]]</span> (1506–1552), der heilige Franz Xaver, war der Begründer der japanischen Jesuitenmission. Wie viele christliche Artefakte in Japan wurde auch dieses Bild, in Folge der Christenverfolgungen ab 1614, Jahrhunderte lang unter Verschluss gehalten und erst 1920 wieder entdeckt. Man nimmt an, dass das Bild von einem japanischen Maler stammt, der von den Jesuiten in europäischer Maltechnik ausgebildet wurde. Die Inschrift kennzeichnet Franz Xaver als Heiligen („S.“) und müsste demnach nach seiner Heiligsprechung (1622) entstanden sein, manche Experten sind allerdings der Meinung, dass die Jesuiten ihn schon vorzeitig als Heiligen titulierten und das Bild daher aus früherer Zeit stammt. Das Bild zeigt den Heiligen, dem sich Christus in einer Vision offenbart. Er soll darauf mit den Worten reagiert haben: „Satis est, domine, satis est“ (salopp ausgedrückt, „das reicht schon“). Die Worte werden als Ausdruck einer besonderen Bescheidenheit ausgelegt.  +
Detail einer der berühmtesten Tierdarstellungen Japans aus der späten <span class="glossarlink">[[glossar:Heian|Heian]]</span>-Zeit. Auf einer Querbildrolle sind zahlreiche Tiere in humoristischen, menschenähnlichen Situationen dargestellt.  +
Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs (<span class="glossarlink">[[glossar:kitsune|''kitsune'']]</span>) die Gestalt eines Mönchs annimmt.  +
Tänzer mit Fuchsmaske bei einem <span class="glossarlink">[[glossar:matsuri|''matsuri'']]</span> in Ishioka, nördlich von Tōkyō.  +
Talisman (<span class="glossarlink">[[glossar:ofuda|''o-fuda'']]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:Mitsuminejinja|Mitsumine]]</span> Schreins.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>); man erkennt hier gut den „verbissenen Typ“, der sich fest auf die Unterlippe beißt.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) mit eingelegten Glasaugen. Werk von Kaikei, einem Repräsentanten der <span class="glossarlink">[[glossar:Keiha|Kei]]</span>-Schule.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]</span> als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji.  +
Der Heian-zeitliche Magier <span class="glossarlink">[[glossar:Abenoseimei|Abe no Seimei]]</span> vollzieht ein Ritual, um mit Hilfe von Geistern die Krankheit eines alten Meisters auf dessen Schüler zu übertragen. Das Bild zeigt ihn beim Rezitieren eines rituellen Textes.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]</span> von Kaikei bzw. aus der Werkstatt der <span class="glossarlink">[[glossar:Keiha|Kei]]</span>-Schule. Stilistisch eng verwandt mit dem berühmten [[:bild:fudo_daigoji2.jpg |Fudō des Daigo-ji]], der 1203 datiert ist. Besonders auffallend die hervorquellenden Augen, die aus Glas bestehen und innen in die Statue eingelegt wurden.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) auf einem stilisierten, sanduhrförmigen Felsen sitzend. Rote Haare, schwarzblaue Haut. Schwert und Seil. Im Flammennimbus deuten sich Vogelköpfe an. Frühes Beispiel des „assymetrischen Typs“ mit schiefem Mund, assymmtrischen Eckzähnen und einem halb geschlossenen Auge. Gemessen an anderen Beispielen milder Gesichtsausdruck.  +
Frühe Darstellung des <span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>).  +
Rezenter <span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>), mit assymetrischen Gesichtszügen.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>); „Asymmetrischer Typ“ mit schiefen Zähnen und asymmetrischen Augen. Dieser Typ ist heute der bekannteste.  +
Statue des <span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) des Saidai-ji in Nara.  +
In dieser Darstellung aus der späten Heian-Zeit ist der Charakter eines trotzigen Kindes, der ja auch in den klassischen Beschreibungen angedeutet wird, gut zu erkennen.  +
Statue des <span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) des Hanshū-in in Kyōto.  +
Älteste erhaltene Statue des <span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) Japans.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō]]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:myouou|Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Acala|Acala]]</span>) vom Tempel #75 der <span class="glossarlink">[[glossar:Shikokuhachijuuhakkasho|Shikoku]]</span>-Pilgerroute.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fudoumyouou|Fudō Myōō]]</span> mit Schwert und Flammen-Nimbus. Kopie des verlorenen <span class="glossarlink">[[glossar:Zuzoushou|''Zuzōshō'']]</span> (1239).  +
Figur des Windgottes (<span class="glossarlink">[[glossar:fuujin|Fūjin]]</span>) aus dem Gefolge des tausendarmigen <span class="glossarlink">[[glossar:Kannon|Kannon]]</span>.  +
Darstellung des Windgottes <span class="glossarlink">[[glossar:Fuujin|Fūjin]]</span> als Personifizierung des Trigramms „Wind“ (Xun 巽) aus dem <span class="glossarlink">[[glossar:Yijing|''Yijing'']]</span>. Den acht [[Denken/Yin_und_Yang|Trigrammen]] sind unter anderem Elemente der Natur zugeordnet, z.B. Wind und Donner. Außerdem stehen die Trigramme auch für Himmelsrichtungen und werden auf verschiedene Weise mit den Zwölf Tierkreiszeichen in Verbindung gebracht. Der Tierbegleiter des Gottes ist hier der Hahn.  +
Abbildung des <span class="glossarlink">[[glossar:fuujin|Fūjin]]</span> auf einem Seidenrollbild.  +
Abbildung des Windgottes (<span class="glossarlink">[[glossar:fuujin|Fūjin]]</span>). Nach einer Vorlage von Sōtatsu (um 1600).  +
Wind- und Donnergott (<span class="glossarlink">[[glossar:Fuujin|Fūjin]]</span> und <span class="glossarlink">[[glossar:Raijin|Raijin]]</span>). Die Vorlage zu diesem Bild stammt von Tawaraya Sōtatsu.  +
Darstellung des <span class="glossarlink">[[glossar:fuujin|Fūjin]]</span>.  +
Ein höchst ungewöhnliches Ritual, das im betreffenden Schrein (Fujinomiya Jinja) jährlich am frühen Morgen des sog. „Kleinen Neujahrs“, dem 15. Januar, zur Vorhersage des Ernteglücks im kommenden Jahr durchgeführt wird. Der Priester verbeugt sich vor einem Kessel, in dem ein Reisbrei (''kayu'') gekocht wird, um danach die vor ihm liegenden Bambusröhrchen in den Brei zu tauchen. Die in den Röhrchen verbleibenden Reiskörner werden anschließend gezählt. Ihre Zahl gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Ernte.  +
Aufnahme des Fukagawa <span class="glossarlink">[[glossar:Matsuri|Matsuri]]</span>  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Fukurokuju|Fukurokuju]]</span> und <span class="glossarlink">[[glossar:Daikoku|Daikoku]]</span> scherzen mit einem „chinesischen Knaben“ (''karako'', ein häufiger Begleiter der Glücksgötter), während <span class="glossarlink">[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]]</span> eher griesgrämig abseits sitzt.  +
Fukūkensaku <span class="glossarlink">[[glossar:Kannon|Kannon]]</span> (wtl. Kannon mit dem niemals leeren [rettenden] Seil) ist eine Form Kannons, die erst mit dem esoterischen Buddhismus (ab dem 8. Jh.) aufkam. Als Begleiter des Bodhisattvas fungieren auf dieser Darstellung Shūkongō-jin (<span class="glossarlink">[[skt:Vajrapani|Vajrapani]]</span>) und <span class="glossarlink">[[glossar:Bishamonten|Bishamon-ten]]</span>. Die Darstellung des Shūkongo-jin erinnert stark an die gleichnamige Nara-zeitliche Statue aus dem Tōdaiji. Die Kombination dieser drei Gottheiten ist ungewöhnlich und beruht auf keiner textlichen Grundlage (vgl. British Museum).  +
Der Glücksgott <span class="glossarlink">[[glossar:fukurokuju|Fukurokuju]]</span> mit einem Kranich als Tierbegleiter in der Edo-zeitlichen Bild-Enzyklopädie ''Kinmo zui''. In der Anmerkung wird erwähnt, dass er eine Manifestation des Südlichen Polarsterns (''tennan sei'' 天南星) sei.  +
Darstellung des <span class="glossarlink">[[glossar:fukurokuju|Fukurokuju]]</span>.  +
Marienmedaillon aus Bronze, wahrscheinlich in Europa hergestellt, aber in Japan in ein Holzbrett eingefasst, um als „Tretbild“ (<span class="glossarlink">[[glossar:fumie|''fumie'']]</span>) zu fungieren. In der Edo-Zeit mussten Menschen, die im Verdacht standen Christen zu sein, auf solche Bilder treten, um zu beweisen, dass sie diese nicht in Ehren hielten. Das Medaillon trägt Spuren deutlicher Abnützung.  +
Medaillon aus Bronze mit Pieta-Motiv (Maria und Jesus), wahrscheinlich in Europa hergestellt, aber in Japan als „Tretbild“ (<span class="glossarlink">[[glossar:fumie|''fumie'']]</span>) verwendet. In der Edo-Zeit mussten Menschen, die im Verdacht standen Christen zu sein, auf solche Bilder treten, um zu beweisen, dass sie dem Christentum abgeschworen hatten. Das Medaillon trägt Spuren deutlicher Abnützung.  +
Immer wieder zweigen Seitenpfade der <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span>-Tunnel vom Hauptweg ab.  +
Zwei parallel geführte <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span>-Tunnelwege am Beginn des Aufstiegs.  +
Diese <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> sind Spenden von frommen Gläubigen.  +
An der Rückseite der <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span> sind die Namen der Spender und das Datum der Errichtung verzeichnet.  +
Foto-Motiv Nummer 1 im Fushimi Inari Schrein.  +
Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari]]</span> Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> bestückt sind.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Otsuka|''O-tsuka'']]</span>, welche von <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> in allen Größen umrahmt sind.  +
Es dauert mehrere Stunden, den ganzen Berg mit seinen <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span>-Tunneln zu bewandern.  +
Noch nicht aufgestellte <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span>.  +
Eingang zur frisch gestrichenen Anlage des <span class="glossarlink">[[glossar:Fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span>. Das Tor im Stil eines buddhistischen Tempeltores (<span class="glossarlink">[[glossar:roumon|''rōmon'']]</span>) wurde von <span class="glossarlink">[[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]]</span> aus Dank für die Genesung seiner Mutter gestiftet. Anstelle der im Buddhismus üblichen Torwächterfiguren (<span class="glossarlink">[[glossar:niou|''niō'']]</span>) sind shintoistische Wächter (<span class="glossarlink">[[glossar:suijin|''suijin'']]</span>) in Form realistischer Bogenschützen zu erkennen.  +
Übersichtsplan der <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Schreinanlage]]</span> auf einem Schild im unteren Schreinbereich. Dem Schild ist zu entnehmen, dass der Inari Berg eine Höhe von 233m hat, dass die Anlage ungefähr 900.000m² umfasst und der Rundgang in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Der höchste Punkt des Rundgangs befindet sich auf der Karte rechts oben.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:torii|''Torii'']]</span>-Tunnel des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span> in nächtlicher Beleuchtung.  +
Rechter Fuchswächter vor dem Haupttor des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span>  +
Bemalung eines frisch errichteten <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari Taisha]]</span>. Das ''torii'' im Vordergrund erhält das Jahresdatum Heisei 29 (2017), das im Hintergrund stammt aus Heisei 5 (1993).  +
Die meisten <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> werden von Firmen gespendet. Namen und Adresse der Firmen sind an der Rückseite der ''torii'' eingraviert.  +
Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:fushimiinaritaisha|Fushimi Inari]]</span> Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten <span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span> bestückt sind.  +
Weibliche Hauptgottheit des Kumano Hayatama Schreins, eines der drei Schreine von <span class="glossarlink">[[glossar:Kumanosanzan|Kumano]]</span>. Wird auch als Göttermutter <span class="glossarlink">[[glossar:Izanami|Izanami]]</span> gedeutet.  +
Der mythologische Kaiser <span class="glossarlink">[[glossar:Fuxi|Fuxi]]</span> und seine Schwester/Gemahlin <span class="glossarlink">[[glossar:Nuewa|Nüwa]]</span>. Neben den Trigrammen erfand Fuxi auch das Winkelmaß, das er hier in der Hand hält.  +
G
Ausspeisung der Hungergeister (<span class="glossarlink">[[glossar:gaki|''gaki'']]</span>) durch buddhistische Mönche.  +
Hungergeister (<span class="glossarlink">[[glossar:Gaki|''gaki'']]</span>) streunen um die Gräber und teilen sich das Aas mit den Hunden.  +
Ein Hungergeist (<span class="glossarlink">[[glossar:gaki|''gaki'']]</span>) beobachtet eine Geburt — zweifellos in der Hoffnung auf Nahrung.  +
Der Mönch <span class="glossarlink">[[glossar:mokuren|Mokuren]]</span> begegnet seiner Mutter als Hungergeist (<span class="glossarlink">[[glossar:gaki|''gaki'']]</span>) und erwirkt bei Buddha ihre Befreiung aus dieser leidvollen Existenz.  +
Die Hungergeister (<span class="glossarlink">[[glossar:gaki|''gaki'']]</span>) warten geduldig, bis die Menschen ihre Notdurft verrichtet haben, um sich selbst daran zu laben. Das Bild ist auch für die Alltagsgeschichte der Heian-Zeit interessant, da es einerseits den Abort als öffentliche Fläche (wahrscheinlich in einer Hintergasse) darstellt und zugleich die Verwendung von sogenannten ''shit sticks'' (jap. ''chūgi'' 籌木) dokumentiert, also kleine Hölzchen, die ähnlich wie das heutige Klopapier verwendet wurden. Auch Stoff oder Papier ist im übrigen zu sehen.  +
Trankopfer für die Hungergeister (<span class="glossarlink">[[glossar:gaki|''gaki'']]</span>) beim <span class="glossarlink">[[glossar:obon|O-bon]]</span>-Fest.  +
Die ersten japanischen Tempel in der Zeit des <span class="glossarlink">[[glossar:Bidatsutennou|Bidatsu Tennō]]</span> (685) werden aus Furcht vor der Bestrafung durch die <span class="glossarlink">[[glossar:kami|''kami'']]</span> wieder zerstört. Illustration einer Kopie des <span class="glossarlink">[[glossar:Gangoujiengi|''Gangō-ji engi'']]</span> aus der frühen <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-Zeit.  +
Waldweg zur Tempelhalle des <span class="glossarlink">[[glossar:Ganzandaishi|Ganzan Daishi]]</span>, Bezirk <span class="glossarlink">[[glossar:Yokawa|Yokawa]]</span> auf dem Berg Hiei  +
Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen <span class="glossarlink">[[glossar:Gigaku|''gigaku'']]</span>-Theaters, das bereits in der <span class="glossarlink">[[glossar:nara|Nara]]</span>-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des <span class="glossarlink">[[glossar:Toudaiji|Großen Buddha]]</span> in Nara (752) verwendet.  +
Eine Schöne in der Pose des <span class="glossarlink">[[skt:Bodhidharma|Bodhidharma]]</span>, der einer berühmten Legende zufolge den Fluss Yangtse mit Hilfe eines Schilfhalms überquert haben soll. Obwohl nach der Mode der <span class="glossarlink">[[glossar:edo|Edo]]</span>-Zeit gekleidet, spielen auch die rote Farbe der Kleidung und die Kapuzen-artige Kopfbedeckung auf die Figur des <span class="glossarlink">[[glossar:Daruma|Daruma]]</span> an.  +
Das Dach des Äußeren Schreins (<span class="glossarlink">[[glossar:gekuu|Gekū]]</span>) unterscheidet sich durch die Vertikale Abschrägung der Dachsparren (<span class="glossarlink">[[glossar:chigi|''chigi'']]</span>) und die ungerade Zahl der Rundhölzer (9) vom Dach des Inneren Schreins.  +
Satellitenbild welches den Äußeren Schrein (<span class="glossarlink">[[glossar:gekuu|Gekū]]</span>) von <span class="glossarlink">[[glossar:Ise|Ise]]</span> zeigt.  +
Die Haupthalle des Äußeren Schreins (<span class="glossarlink">[[glossar:gekuu|Gekū]]</span>) von <span class="glossarlink">[[glossar:Ise|Ise]]</span> weicht nur in kaum merkbaren Details von der des Inneren Schreins ab. Unter anderem sind die verlängerten Dachsparren (<span class="glossarlink">[[glossar:chigi|''chigi'']]</span>) hier vertikal und nicht horizontal abgeschrägt (vgl. [[:Bild:Naiku kokkayoho.jpg]]).  +
Das chinesische Symboltier des Nordens stellt eigentlich eine Kombination von Schlange und Schildkröte dar. Der Name bedeutet wörtlich „Dunkler Krieger“.  +
Der berühmte Silberne Pavillion (<span class="glossarlink">[[glossar:ginkakuji|Ginkaku-ji]]</span>), dekorativ beschneit. Ebenso wie der Goldene Pavillion (<span class="glossarlink">[[glossar:Kinkakuji|Kinkaku-ji]]</span>) war er ehemals ein Teehaus, das <span class="glossarlink">[[glossar:Ashikagayoshimitsu|Ashikaga Yoshimitsu]]</span> als Alterssitz errichten ließ. Die Anlage ist auch für die abstrakte Kegelform im Garten des Tempels berühmt, die den Berg Fuji darstellt.  +
Das <span class="glossarlink">[[glossar:Gionmatsuri|Gion Matsuri]]</span> in Kyōto ist eines der größten und bekanntesten religiösen Feste (<span class="glossarlink">[[glossar:matsuri|''matsuri'']]</span>) Japans. Es hat buddhistische Wurzeln, wird heute aber von einem Shintō-Schrein veranstaltet.  +
Da die handgezogenen Wägen (<span class="glossarlink">[[glossar:dashi|''dashi'']]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:gionmatsuri|Gion Matsuri]]</span>, welches vom <span class="glossarlink">[[glossar:yasakajinja|Yasaka Jinja]]</span> veranstaltet wird, keine lenkbaren Räder haben, ist das Kurvenfahren eine höchst aufwendige Angelegenheit.  +
Prozession der Schauwagen beim <span class="glossarlink">[[glossar:gionmatsuri|Gion Matsuri]]</span> in Kyōto aus der Edo-Zeit. Die Schauwagen sehen ihren heutigen Nachfahren recht ähnlich, als Datum des Umzugs ist hier jedoch der 7. Tag des 6. Monats angegeben.  +
Tempelglocke des <span class="glossarlink">[[glossar:chionin|Chion-in]]</span> in Kyōto, die größte Tempelglocke Japans. Die Herstellung fällt in die erste Blüte-Zeit der <span class="glossarlink">[[glossar:Tokugawa|Tokugawa]]</span>-Dynastie. Ihr besonderes Ausmaß erklärt sich wohl aus der Tatsache, dass die Tokugawa selbst dem <span class="glossarlink">[[glossar:joudoshuu|Jōdo]]</span> Buddhismus angehörten und daher den Chion-in, den Haupttempel dieser Richtung, besonders hervorheben wollten.  +
Mönche beim Anschlagen der Glocke des <span class="glossarlink">[[glossar:chionin|Chion-in]]</span>. Sechzehn Mönche bewegen den über vier Meter langen Schlegel mit Seilen, einer sorgt für die Stabilität beim Anschlag. Die Aufnahme stammt von einer Übung für das Anschlagen der Glocke am letzten Tag des Jahres (<span class="glossarlink">[[glossar:oomisoka|''ōmisoka'']]</span>).  +
Mönch des <span class="glossarlink">[[glossar:kouyasan|Kōya-san]]</span> auf dem Weg zum Mausoleum <span class="glossarlink">[[glossar:Kuukai|Kūkai]]</span>s (<span class="glossarlink">[[glossar:okunoin|Oku-no-in]]</span>), das sich hinter der im Hintergrund sichtbaren Tempelhalle befindet.  +
Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:Higashihonganji|Higashi Hongan-ji]]</span>, Goei-dō, wtl. Halle des Erhabenen Bildes. Gemeint ist die Hauptstatue, die Ordensgründer <span class="glossarlink">[[glossar:shinran|Shinran]]</span> darstellt. Mit einem Grundriss von 76 x 58 m gilt diese Halle als ausladenstes Holzgebäude der Welt. An Höhe wird sie allerdings von der Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:toudaiji|Tōdaiji]]</span> übertroffen.  +
Die fünf Elemente Holz (grün), Feuer (rot), Erde (gelb), Metall (weiß) und Wasser (schwarz) in der Reihenfolge der Hervorbringung (durchgehende Linie) und Reihenfolge der Besiegung (gestrichelte Linie).  +
Zeremonielles Dekor für Shintō-Riten. Abgesehen von Papier in der charakteristischen Zickzack Form sind auch Bastfäden des Papiermaulbeerbaums zu erkennen. Diese dürften die ursprüngliche Form der <span class="glossarlink">[[glossar:gohei|''gohei'']]</span> (auch ''heihaku'') dargestellt haben.  +
Das Hauptheiligtum (<span class="glossarlink">[[glossar:gohonzon|''gohonzon'']]</span>) der Sōka Gakkai.  +
Fünfstöckige Pagode (<span class="glossarlink">[[glossar:gojuutou|''gojū-tō'']]</span>) von <span class="glossarlink">[[glossar:itsukushima|Itsukushima]]</span>; Teil des frisch angestrichenen UNESCO-Kulturerbes von <span class="glossarlink">[[glossar:Miyajima|Miyajima]]</span>.  +
Grab des <span class="glossarlink">[[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]]</span> (1537-1598) im <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Stil (Meiji-zeitliche Rekonstruktion).  +
Bemooste Grabsteine im <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Stil in der berühmten Grabanlage auf Berg <span class="glossarlink">[[glossar:kouyasan|Kōya]]</span>.  +
Grabanlage der Familie Kuroda, die in der Edo-Zeit über das Daimyat Fukuoka, heute Teil der Präfektur Fukuoka im Norden Kyushus herrschten. Die Grabsteine sind im klassischen <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Stil gehalten. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Tempels Tōchō-ji, des ältesten <span class="glossarlink">[[glossar:Shingonshuu|Shingon]]</span>-Tempels auf Kyushu. Der zentrale Grabstein birgt die Urne des zweiten Kuroda Daimyo, Tadayuki (1602–1654), der ein großer Förderer dieses Tempels war.  +
Grabanlage der Matsudaira von Shimabara, Kyūshū, im <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Stil.  +
Das Monument in Form eines <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Grabsteins ist mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen versehen, die die fünf Elemente der buddhistischen Naturlehre symbolisieren. Es befindet sich auf dem Mimizuka ("Ohrenhügel") in Kyōto, wo die Nasen und Ohren der koreanischen Kriegsgegner, die im Zuge von <span class="glossarlink">[[glossar:Toyotomihideyoshi|Toyotomi Hideyoshi]]</span>s Korea-Invasion (1592–98) getötet wurden, beigesetzt sind. Zugleich ein Zeichen des Triumphes und der Bitte um Vergebung.  +
Schematische <span class="glossarlink">[[glossar:gorintou|''gorintō'']]</span>-Darstellung.  +
Der Totengeist des <span class="glossarlink">[[glossar:Fujiwaranohirotsugu|Fujiwara no Hirotsugu]]</span> nimmt Rache am Mönch (<span class="glossarlink">[[glossar:Genbou|Genbō]]</span>). Fujiwara no Hirotsugu wurde bekannt durch eine missglückte Rebellion, die er 740 von Kyūshū aus gegen <span class="glossarlink">[[glossar:Shoumutennou|Shōmu Tennō]]</span> richtete. Zu seinen Gegenern zählte auch einer der bedeutensten buddhistischen Mönche der Zeit, Genbō. Dass Genbō relativ bald nach dem Tod Hirotsugus selbst starb, wird bereits im <span class="glossarlink">[[glossar:shokunihongi|''Shoku Nihongi'']]</span>, der zweitältsten offiziellen Reichschronik, auf Machenschaften aus der Welt des Jenseits durch Hirotsugu zurückgeführt. Damit gilt Hirotsugui als der älteste literarisch belegte Fall des Glaubens an rächende Totengeister (<span class="glossarlink">[[glossar:goryou|''goryō'']]</span> bzw. <span class="glossarlink">[[glossar:onryou|''onryō'']]</span>). <span class="glossarlink">[[glossar:Katsushikahokusai|Hokusai]]</span> imaginiert Hirotsugu als einen typischen dreiäugigen <span class="glossarlink">[[glossar:oni|''oni'']]</span>, der allerdings mit Resten eines höfischen Gewandes bekleidet ist.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]]</span> — skt. <span class="glossarlink">[[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]</span>, der „Bezwinger der Drei Welten“ — ist eine Erscheinungsform des <span class="glossarlink">[[skt:Vajrapani|Vajrapani]]</span>, der im esoterischen Buddhismus zumeist als zornvolle Gottheit dargestellt wird. Hier mit der <span class="glossarlink">[[skt:mudra|''mudra'']]</span> <span class="glossarlink">[[glossar:gousanzein|''gōzanze-in'']]</span>.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]</span>) mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Statue aus der Gruppe der n der „Fünf Großen Myōō“ (<span class="glossarlink">[[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:Touji|Tōji]]</span> in Kyōto, die zusammen mit anderen Figuren des esoterischen Buddhismus im Auftrag von <span class="glossarlink">[[glossar:kuukai|Kūkai]]</span> als dreidimensionales <span class="glossarlink">[[skt:Mandala|Mandala]]</span> angelegt und 839 vollendet wurden. S.a. [http://www.touji-ennichi.com/ Tōji kōbō-ichi] (2011/10)  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]</span>) mit der charakteristischen <span class="glossarlink">[[skt:mudra|''mudra'']]</span> der Dämonenabwehr (''Gōsanze-in'').  +
''Goshūin'' (Bestätigung) des Zen-Tempels Kenchō-ji in Kamakura, wie sie in das Logbuch von Pilgern eingetragen wird. Die zentralen kalligraphierten Schriftzeichen besagen ''Namu Jizō-son'' (Ehre dem ehrwürdigen <span class="glossarlink">[[glossar:jizou|Jizō]]</span>). Jizō ist der Haupt-Heilige des Tempels.  +
Ein Mönch des Tempelbergs <span class="glossarlink">[[glossar:Kouyasan|Kōya-san]]</span> kalligraphiert eine Bestätigung in das Logbuch eines Pilgers.  +
Dargestellt sind <span class="glossarlink">[[glossar:shoutokutaishi|Shōtoku Taishi]]</span> und <span class="glossarlink">[[glossar:kuukai|Kūkai]]</span> zu Füßen des <span class="glossarlink">[[glossar:dainichinyorai|Dainichi Nyorai]]</span>.  +
Zwei Go-Spieler, Schnitzwerk des <span class="glossarlink">[[glossar:Youmeimon|Yōmei-mon]]</span> in der Schreinanlage von <span class="glossarlink">[[glossar:Nikkou|Nikkō]]</span>  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Gousanzemyouou|Gōzanze Myōō]]</span> (skt. <span class="glossarlink">[[skt:Trailokyavijaya|Trailokyavijaya]]</span>), mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Kopie des verlorenen <span class="glossarlink">[[glossar:Jikkanshou|''Jikkan-shō'']]</span> (1139; auch <span class="glossarlink">[[glossar:Zuzoushou|''Zuzōshō'']]</span>).  +
Blinde Sängerin (<span class="glossarlink">[[glossar:goze|''goze'']]</span>) mit <span class="glossarlink">[[glossar:shamisen|''shamisen'']]</span>-Laute.  +
Blinde Sängerinnen (<span class="glossarlink">[[glossar:goze|''goze'']]</span>) in Niigata (N-Japan).  +
Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des <span class="glossarlink">[[glossar:Kitanotenmanguu|Kitano Schreins]]</span> (''Kitano tenjin engi''), des Schreins von <span class="glossarlink">[[glossar:Sugawaranomichizane|Sugawara no Michizane]]</span>. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs <span class="glossarlink">[[glossar:Nichizou|Nichizō]]</span>. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen.  +
Typische traditionelle Familiengräber in Tōkyōs größtem Friedhof in Yanaka. Im Hintergrund der Sky Tree.  +
Grab (<span class="glossarlink">[[glossar:haka|''haka'']]</span>) von <span class="glossarlink">[[glossar:Yuukihideyasu|Yūki Hideyasu]]</span> (1574–1607), dem zweiten Sohn von <span class="glossarlink">[[glossar:Tokugawaieyasu|Tokugawa Ieyasu]]</span>.  +
Sung-zeitliche Darstellung der <span class="glossarlink">[[glossar:guanyin|Guanyin]]</span> (jap. <span class="glossarlink">[[glossar:kannon|Kannon]]</span>; skt. <span class="glossarlink">[[skt:avalokiteshvara|Avalokiteshvara]]</span>).  +
Führender Priester (''gūji'') des <span class="glossarlink">[[glossar:iwashimizuhachimanguu|Iwashimizu Hachiman Schreins]]</span> in priesterlicher Alltagskleidung.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:gundarimyouou|Gundari Myōō]]</span> aus der Gruppe der <span class="glossarlink">[[glossar:godaimyouou|Godai Myōō]]</span> des <span class="glossarlink">[[glossar:Touji|Tōji]]</span> in Kyōto.  +
Statue von Kannon als Weltenretter (<span class="glossarlink">[[glossar:guzekannon|Guze Kannon]]</span>), der angeblich die Züge von <span class="glossarlink">[[glossar:Shoutokutaishi|Shōtoku Taishi]]</span> trägt; geheime Buddha-Statue (<span class="glossarlink">[[glossar:hibutsu|''hibutsu'']]</span>) des <span class="glossarlink">[[glossar:Houryuuji|Hōryū-ji]]</span>.  +
H
Die Gottheit <span class="glossarlink">[[glossar:hachiman|Hachiman]]</span> als weltlicher Herrscher in höfischer Tracht  +
Rustikales Stein-<span class="glossarlink">[[glossar:torii|''torii'']]</span>, das angeblich älteste seiner Art in Japan. Es stammt aus einer Zeit, als in dieser Gegend noch Kriege gegen die Ureinwohner des Nordens, die <span class="glossarlink">[[glossar:Emishi|Emishi]]</span>, geführt wurden.  +
Die Gottheit <span class="glossarlink">[[glossar:hachiman|Hachiman]]</span> in Mönchstracht. Wie viele Statuen dieser Zeit ist auch diese Statue hohl. In ihrem Inneren birgt sie eine Liste von Künstlern und Sponsoren versehen, die zu ihrem Entstehen beigetragen haben. Die Statue diente lange als <span class="glossarlink">[[glossar:shintai|''shintai'']]</span> des Tamukeyama Hachiman Schreins (Schutzschrein des <span class="glossarlink">[[glossar:toudaiji|Tōdaiji]]</span>) und wurde nicht hergezeigt, daher ihr fast unnatürlich guter Erhaltungszustand. Das Gesicht ist einerseits extrem realistisch (Gesichtsfalten), andererseits aber streng symmetrisch, was an ältere Darstellungsweisen gemahnt. Obwohl als <span class="glossarlink">[[glossar:kami|''kami'']]</span> verehrt, wird die buddhistische Natur des Dargestellten durch Symbole wie Lotos-Podest, Nimbus („Heiligenschein“) und Pilgerstab unmissverständlich hervorgehoben. Vorbild dieser Hachiman-Figur war ein Portrait, das von <span class="glossarlink">[[glossar:kuukai|Kūkai]]</span> stammen soll.  +
Der Yasumigaoka Schrein befindet sich innerhalb des buddhistischen Tempels Yakushi-ji. <span class="glossarlink">[[glossar:Hachiman|Hachiman]]</span> fungiert dort als Schutzgottheit (''chinjujin'') des Buddhismus.  +
Grundriss und dreidimensionale Skizze im <span class="glossarlink">[[glossar:hachimanzukuri|''hachiman-zukuri'']]</span>. Bemerkenswert ist die Lage der Treppe an der Längsseite, da sich die Türe zum Schreininneren an der Giebelseite befindet. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass stets mehrere solcher Gebäude wie Reihenhäuser aneinander gefügt wurden.  +
Eine der „Drei Großen Benten Japans“. Offiziell heißt diese Statue Myôon <span class="glossarlink">[[glossar:Benzaiten|Benzaiten]]</span>, „Benzaiten des Wunderbaren Klanges“. Sie ist zweifellos die bekannteste, aber nicht die einzige Aktdarstellung Bentens (Hadaka Benten).  +
Das Kaga Tobi Fest ist eine moderne Mischung aus Brandschutzübung und Nacktfest (<span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span>), das Anfang Jänner von der Feuerwehr der Stadt Kanazawa abgehalten wird. Abgesehen von der Selbstbesprühung mit Feuerwehrspritzen zählen auch akrobatische Übungen mit traditionellen Feuerwehrleitern zu dem Event. Das Fest beruht auf Edo-zeitlichen Vorläufern, die 2001 revitalisiert wurden.  +
Auszug aus der Bildrolle ''Saidai-ji engi'', welche das <span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span> des <span class="glossarlink">[[glossar:saidaiji|Saidai-ji]]</span> zeigt.  +
Nach dem Bad drängen die Teilnehmer in den Tempel.  +
Kampf um ein Symbol des Glücks beim alljährlichen Nacktfest im <span class="glossarlink">[[glossar:saidaiji|Saidai-ji]]</span> in Okayama.  +
Nach einem Bad in Eiswasser des <span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span> drängen knapp 10.000 mit Lendenschurz (<span class="glossarlink">[[glossar:fundoshi|''fundoshi'']]</span>) bekleidete Männer in den Tempel des <span class="glossarlink">[[glossar:saidaiji|Saidai-ji]]</span>, wo um Mitternacht alle Lichter gelöscht werden und ein Kampf um das eine Glückslos, das in die Menge geworfen wird, beginnt.  +
Nur mit Lendenschurz (<span class="glossarlink">[[glossar:fundoshi|''fundoshi'']]</span>) bekleidete Männer harren des Kampfes um das Glückslos beim <span class="glossarlink">[[glossar:hadakamatsuri|''hadaka matsuri'']]</span> im <span class="glossarlink">[[glossar:saidaiji|Saidai-ji]]</span>.  +
In Korea bewachen Löwenwächter eher weltliche Paläste, sind aber von einer ähnlichen Komik geprägt wie die meisten <span class="glossarlink">[[glossar:komainu|''komainu'']]</span>, ihre japanischen Artgenossen.  +
Auch hier Löwenhunde, die eher drollig als gefährlich wirken.  +
Die Zähne koreanischer Haetae haben allerdings eine charakteristische Ausprägung, die man in Japan nicht findet.  +
Statue eines koreanischen Löwenhundes.  +
Stoffmuster mit Neujahrsmotiv: Federballschläger (<span class="glossarlink">[[glossar:hagoita|''hagoita'']]</span>) und Ball. Die Schläger sind mit glücksbringenden Symbolen, Kranich und Pinie (Langes Leben), verziert.  +
Da diese Federballschläger (<span class="glossarlink">[[glossar:hagoita|''hagoita'']]</span>) als Geschenk für Mädchen gedacht sind, herrschen <span class="glossarlink">[[glossar:Geisha|Geisha]]</span>-Motive vor.  +
Verkauf traditioneller Federballschläger (<span class="glossarlink">[[glossar:hagoita|''hagoita'']]</span>) zu Neujahr.  +
Zerstörung von Tempelglocken im Zuge anti-buddhistischer Maßnahmen (<span class="glossarlink">[[glossar:haibutsukishaku|''haibutsu kishaku'']]</span>) in Nishio-shi (Präfektur Aichi), 1871.  +
Rockhose für Schreindienerinnen (<span class="glossarlink">[[glossar:miko|''miko'']]</span>). Die Zuordnung ist anhand der Farbe zu erkennen, Männer tragen ähnliche Hosen in anderen Farben. Ursprünglich waren die Hosenbeine so lang, dass sie wie eine Schleppe nachgeschleift wurden. Das ist heute nicht mehr der Fall.  +
Der Zen-Abt <span class="glossarlink">[[glossar:Hakuinekaku|Hakuin Ekaku]]</span> auf einem karikaturhaft überzeichneten Selbstportrait.  +
Dämonen-Abwehrpfeil (<span class="glossarlink">[[glossar:hamaya|''hamaya'']]</span>), ein Glücksbringer zu Neujahr, mit beigefügtem Votivbild (<span class="glossarlink">[[glossar:ema|''ema'']]</span>), welches das Tierkreiszeichen des Büffels darstellt, in diesem Fall ein Hinweis auf 2009.  +
Verkauf traditioneller Pfeile (<span class="glossarlink">[[glossar:hamaya|''hamaya'']]</span>).  +
Glücksbringer in Form eines weiß gefiederten Pfeils (<span class="glossarlink">[[glossar:hamaya|''hamaya'']]</span>)  +
Die vier <span class="glossarlink">[[glossar:haniwa|''haniwa'']]</span>-Figuren stammen aus einem Hügelgrab in Kyūshū, dem Mukadezuke, das in der späten <span class="glossarlink">[[glossar:Kofun|Kofun]]</span>-Zeit errichtet wurde. Die beiden Figuren im Vordergrund tragen wahrscheinlich buddhistische Stolen (<span class="glossarlink">[[glossar:kesa|''kesa'']]</span>), die Figur mit dem Hut dürfte ein Mann sein. Die Figuren wurden an der Außenseite der Hügelgräber in Reihen nebeneinander aufgestellt.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:hannya|Hannya]]</span> Maske: Darstellung einer zum Dämon (<span class="glossarlink">[[glossar:oni|''oni'']]</span>) gewordenen Frau.  +
Japanische Abschrift des Herz-<span class="glossarlink">[[skt:sutra|''sutra'']]</span>.  +
Standard-Maske im <span class="glossarlink">[[glossar:Nou|Nō]]</span> für „wahnsinnige Frauen“ (<span class="glossarlink">[[glossar:hannya|''hannya'']]</span>).  +
Lokale Papierwährung (<span class="glossarlink">[[glossar:hansatsu|''hansatsu'']]</span>) im Wert von 1 ''monme'' Silber aus der Provinz Yamato (heute Nara-ken), mit <span class="glossarlink">[[glossar:Daikoku|Daikoku]]</span>-Motiv.  +
Lokale Papierwährung (<span class="glossarlink">[[glossar:hansatsu|''hansatsu'']]</span>) im Wert von 10 ''monme'' Silber aus dem Daimyat Toyooka, Provinz Tajima (heute Hyōgo-ken), mit <span class="glossarlink">[[glossar:Daikoku|Daikoku]]</span> und dem Schatzschiff (<span class="glossarlink">[[glossar:takarabune|''takarabune'']]</span>) der Sieben Glücksgötter, sowie mit Drachenmotiven.  +
Skulptur des japanischen <span class="glossarlink">[[glossar:Hotei|Hotei]]</span>  +
Purifikationsinstrument (<span class="glossarlink">[[glossar:haraegushi|''haraegushi'']]</span>).  +
Parodistische Darstellung der Dichterin <span class="glossarlink">[[glossar:ononokomachi|Ono no Komachi]]</span> als Reisigsammlerin mit einem Buben, der mit einem Stein auf eine Zikade zielt. Anspielung auf das Motiv der Sotoba-Komachi, eine Episode, in der die gealterte, verstoßene Dichterin auf einer hölzernen Grabbeigabe (<span class="glossarlink">[[glossar:sotoba|''sotoba'']]</span>) sitzt.  +
<span class="glossarlink">[[glossar:Hasekuratsunenaga|Hasekura Tsunenaga]]</span>, der Leiter einer japanischen Mission nach Spanien und Italien, als Christ. Das Bild wurde zur Zeit von Hasekuras Audienz bei Papst Paul V in Italien angefertigt.  +
Schreintafel am Eingang der Haupthalle des <span class="glossarlink">[[glossar:tsurugaokahachimanguu|Tsurugaoka Hachiman-gū]]</span> mit den Zeichen ''hachi-man-gū'': „Schrein des <span class="glossarlink">[[glossar:Hachiman|Hachiman]]</span>“. Das erste Zeichen ''hachi'' („Acht“) hat die Form von zwei Tauben, den Botentieren dieses Gottes.  +