Wang Zhi: Unterschied zwischen den Versionen

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== Anfänge ==
 
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Wang Zhi war zuerst ein Salzhändler, bis er aufgrund der Verschärfungen der ''hai jin'' - Beschränkungen und der Illegalität allen inoffiziellen Handels zur Piraterie griff.  
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Wang Zhi war zuerst ein Salzhändler, bis er aufgrund der Verschärfungen der ''hai jin'' - Beschränkungen und der Illegalität allen inoffiziellen Handels zur Piraterie griff. Obwohl Erwähnungen von ''wakō'' Raubzügen entlang der chinesischen Küste bis zur Periode der Mongolen zurückverfolgt werden können, wurden sie erst im frühen 16. Jahrhundert zu einem ernsten Problem.
  
 
In den 1530er Jahren widerstand Wang Zhi den Versuchen der Ming - Dynastie Salzsteuern einzutreiben und den Handel zu beschränken. Er verlegte daher seine Basis auf die Insel Shuangyu und begann seine Verbindungen nach Japan auszuweiten.  
 
In den 1530er Jahren widerstand Wang Zhi den Versuchen der Ming - Dynastie Salzsteuern einzutreiben und den Handel zu beschränken. Er verlegte daher seine Basis auf die Insel Shuangyu und begann seine Verbindungen nach Japan auszuweiten.  
  
 
Nachdem seine Schiffe von chinesischen Piraten angegriffen wurden, heuerte Wang Zhi japanische Piraten als Beschützer an und bald begann ein Kreislauf an Attacken und Vergeltungsschlägen der zur Entstehung einer neuen Ordnung beitrug. Wang Zhis Triumph als ein Art regionaler Anführer der Massen brachte ihm viele chinesische Anhänger. Er wurde als ein lokaler Held dafür gefeiert, Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu verbreiten. Allerdings lenkte dies erneut die Aufmerksamkeit der Ming auf ihn, und zwar in solch einem Ausmaß, dass Wang Zhi sich entschied 1545 in den Südwesten Japans umzusiedeln.<ref>Lane 2016: 164</ref>  
 
Nachdem seine Schiffe von chinesischen Piraten angegriffen wurden, heuerte Wang Zhi japanische Piraten als Beschützer an und bald begann ein Kreislauf an Attacken und Vergeltungsschlägen der zur Entstehung einer neuen Ordnung beitrug. Wang Zhis Triumph als ein Art regionaler Anführer der Massen brachte ihm viele chinesische Anhänger. Er wurde als ein lokaler Held dafür gefeiert, Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu verbreiten. Allerdings lenkte dies erneut die Aufmerksamkeit der Ming auf ihn, und zwar in solch einem Ausmaß, dass Wang Zhi sich entschied 1545 in den Südwesten Japans umzusiedeln.<ref>Lane 2016: 164</ref>  
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1540 reiste Wang Zhi gemeinsam mit Ye Zongman und weiteren Kollegen nach Guangdong, wo sie große Handelsschiffe für ihre Unternehmungen in Japan, Siam und anderen Ländern in Südostasien konstruierten.
 
   
 
   
 
== Beziehung zu Japan ==
 
== Beziehung zu Japan ==

Version vom 6. Juli 2016, 19:17 Uhr

Seiten-Infobox
Themengruppe Personen (Einzelpersonen, Familien, Gruppen)
Name Wang Zhi 王直 oder 汪直
Lebenszeit geb. unbekannt in Distrikt Huizhou, Stadt Huangshan, Provinz Anhui, gest. Dezember 1559 (Ming-China, 16. Jahrhundert)
Sonstige Namen Wu Feng 五峰
Funktion, Amt Händler, Schmuggler, Pirat, führende Figur der wakō

Beschreibung

Wang Zhi (王直) war ein chinesischer Pirat, Händler und Schmuggler zur Zeit Ming - Chinas im 16. Jahrhundert und eine der führenden Figuren der wakō.

Seine eigentümliche Karriere zeigt, wie einzelne Personen die Piraterie nutzten um sich an die komplexe und wechselnde politische Ökonomie an den Küstenregionen Ostasiens im 16. Jahrhundert anzupassen.

Er und seine Crew betreiben illegalen Handel. Zum Großteil importierten sie chinesische Seide nach Japan im Austausch für japanisches Silber. Da diese Handlungen einen Bruch der chinesischen hai jin - Beschränkungen darstellten, wurde Wang Zhi von den chinesischen Autoritäten als wakō bezeichnet.[1]

Anfänge

Wang Zhi war zuerst ein Salzhändler, bis er aufgrund der Verschärfungen der hai jin - Beschränkungen und der Illegalität allen inoffiziellen Handels zur Piraterie griff. Obwohl Erwähnungen von wakō Raubzügen entlang der chinesischen Küste bis zur Periode der Mongolen zurückverfolgt werden können, wurden sie erst im frühen 16. Jahrhundert zu einem ernsten Problem.

In den 1530er Jahren widerstand Wang Zhi den Versuchen der Ming - Dynastie Salzsteuern einzutreiben und den Handel zu beschränken. Er verlegte daher seine Basis auf die Insel Shuangyu und begann seine Verbindungen nach Japan auszuweiten.

Nachdem seine Schiffe von chinesischen Piraten angegriffen wurden, heuerte Wang Zhi japanische Piraten als Beschützer an und bald begann ein Kreislauf an Attacken und Vergeltungsschlägen der zur Entstehung einer neuen Ordnung beitrug. Wang Zhis Triumph als ein Art regionaler Anführer der Massen brachte ihm viele chinesische Anhänger. Er wurde als ein lokaler Held dafür gefeiert, Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu verbreiten. Allerdings lenkte dies erneut die Aufmerksamkeit der Ming auf ihn, und zwar in solch einem Ausmaß, dass Wang Zhi sich entschied 1545 in den Südwesten Japans umzusiedeln.[2]

1540 reiste Wang Zhi gemeinsam mit Ye Zongman und weiteren Kollegen nach Guangdong, wo sie große Handelsschiffe für ihre Unternehmungen in Japan, Siam und anderen Ländern in Südostasien konstruierten.

Beziehung zu Japan

Bronze Statue von Wang Zhi vor dem Matsura Historischem Museum

In den 1540ern segelte Wang Zhi hin und her zwischen Japan und seiner Basis auf Shuangyu. In den 1550ern wurde Wang einer der mächtigsten chinesischen Händler Anführer der „japanischen Piraten“ und ein begehrter Schirmherr für Seeherren. Obwohl er die meiste Zeit auf seinen Basen auf den Gotō Inseln und der Hafenstadt Hirado verbrachte, gewann Wang Zhi Inlandsee-Seeherren für seine Dienste durch die Schirmherrschaft von Schirmherren wie Ōuchi Yoshitaka (1507-1551) und Ōtomo Sōrin (1530-1587). Während er in Japan war, gab Wang Zhi sich nicht selbst als „Pirat“ aus. Stattdessen verlieh er sich selbst Titel und Symbole, die ihm Zugang zu einflussreichen Leuten gewähren und die Kriegsherr-Schirmherren und Seeherr-Klienten in Japan anlocken würden [3].

Der verbannte chinesische Händler und Pirat Whang Zhi, welcher regelmäßig die Schirmherren der Noshima Murakami wie die Ōuchi und die Ōtomo besuchte und angeblich Inland See Piraten für seine eigene Bande rekrutierte, ist auch die Herstellung von riesigen, mit Geschütztürmen versehenen Schiffen zuzuschreiben [4].

Anmerkungen

  1. Jansen 1992: 6-7
  2. Lane 2016: 164
  3. Shapinsky 2014: 219
  4. Shapinsky 2014: 135-136

Quellen

  • Marius Jansen 1992
    China in the Tokugawa World. Harvard University Press 1992.
  • Kris Lane 2016
    Pillaging the empire: Global piracy on the high seas, 1500 - 1750. New York: Routledge 2016. (Zweite Auflage. Auflage. Erste Auflage 1967.)
  • Peter D. Shapinsky 2014
    Lords of the sea: Pirates, violence, and commerce in late medieval Japan. Ann Arbor, Michigan: The Univ. of Michigan 2014. (S.a. Exzerpt.)