Kumano Ōkami

Aus Kamigraphie
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Themengruppe Gottheiten (Götter, numinose Erscheinungen)
Name Kumano 熊野
Religiöse Titel Ōkami 大神
Sonstige Namen Kumano no Kusubi no Mikoto, Kumano Kamuro 熊野加武呂命
Rel. Zugehörigkeiten Shinto
Herkunft Japan
Funktion, Wirkkraft Hauptgottheit des Kumano Schreins 熊野神社
Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.


Die Identität vom großen Gott von Kumano 熊野大神 ist nicht ganz geklärt: Er tritt unter verschiedenen Namen auf, so z.B. ist er im Kojiki 古事記 und Nihongi 日本書紀 auch als Kumano no Kusubi no Mikoto bekannt. Entstanden sei dieser beim Zwist zwischen Amaterasu 天照 und Susanoo 須佐之男 aus einem der Juwelen (magatama 勾玉) von Amaterasu. Er stellt zugleich auch die Hauptgottheit des Kumano Schreins 熊野神社 in der heutigen Präfektur Shimane dar.[1]

Allerdings gibt es auch die These, dass es sich bei Kumano Kamuro um einen alternativen Namen von Susanoo handelt, da auch dieser als Hauptgott des Schreins gilt.[2][3]

Kumano Ōkami im Izumo fudoki

Kumano Ōkami 熊野大神 findet im Izumo fudoki zunächst unter dem Namen Kumano Kamuro 熊野加武呂命 Erwähnung.[4] Hier wird er als geliebter Sohn Izanagis 伊邪那岐命 genannt, dem zusammen mit Ōkuninushi 大国主 ein Schrein im Bezirk Izumo 出雲 am Berg Kumano gewidmet wurde. Kumano Ōkami stellt die eigentliche Schrein-Gottheit dar, wobei Ōkuninushi hier ebenfalls verehrt wird, da er den Boden in der Gegend „mit 500 Hacken und Pflügen“ urbar machte.[5]

Weiters wird er im Zusammenhang mit der Gründung der Stadtgemeinde Asakumi 朝酌 im Bezirk Shimane 島根 genannt. Hier heisst es, Kumano Ōkami habe fünf Gruppen von Leuten angeordnet sich um sein heiliges Mahl zu kümmern. Als Ausgleich durften sie in der Stadt leben.[6]

Verweise

Literatur

  • Michiko Yamaguchi Aoki (Ü.) 1971
    Izumo fudoki. (Monumenta Nipponica Monograph.) Tokyo: Sophia University 1971.
  • Norman Havens, Nobutaka Inoue (Hg.) 2001
    Encyclopedia of Shintō: Volume one: kami. (Contemporary Papers on Japanese Religion, Bd. 4.) Tokyo: Institute for Japanese Culture and Classics, Kokugakuin University 2001.
  • Nelly Naumann 1988
    Die einheimische Religion Japans: Teil 1: Bis zum Ende der Heian-Zeit. Leiden: Brill 1988. (Exzerpt.)

Internetquellen

  • Wikipedia  ウィキペディア (Wikimedia Foundation, seit 2003).
Letzte Überprüfung der Linkadressen: 2021/08/19

Fußnoten

  1. Havens 2001, S. 45
  2. Havens 2001, S. 45
  3. Naumann 1988, S. 122, 173
  4. Izumo fudoki 出雲国風土記“, Wikipedia[ja] (Stand: 2021/08/19)
  5. Aoki 1997, S. 87
  6. Aoki 1997, S. 95