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Japanische Fachbegriffe (1577 Einträge)
J
  • jigoku 地獄 jap.
    wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle
  • Jigoku zōshi 地獄草紙 jap.
    Bildrollen der Hölle; im zwölften Jh. angefertigte Illustrationen von verschiedenen Bereichen der Hölle (jigoku), heute in zwei fragmentarischen Varianten bekannt
  • jiin 寺院 jap.
    buddhistischer Tempel, Kloster
  • jikkan 十干 jap.
    zehn Himmelsstämme; Kategorie der traditionellen Kalenderkunde
  • Jikkan-shō 十巻抄 jap.
    ikonographisches Handbuch, wtl. „Abhandlung in zehn Kapiteln“; siehe Zuzōshō.
  • Jikoku-ten 持国天 jap.
    Der Hüter des Ostens der Shi-Tennō, wtl. „der, der das Reich aufrecht erhält“; skt. Dhritarashtra
  • jingi 神祇 jap.
    wtl. Götter/Geister des Himmels und der Erde, chin. shenqi; in Japan zumeist Synonym von kami
  • jingi-dō 神祇道 jap.
    „Weg der Götter des Himmels und der Erde“; Synonym von Shinto
  • Jingi-kan 神祇官 jap.
    Götteramt, wtl. Amt für Götter des Himmels und der Erde
  • Jingi-shō 神祇省 jap.
    „Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872; s.a. Jingi-kan
  • Jingo-ji 神護寺 jap.
    Tempel nordwestlich von Kyōto, gegr. um 800; wtl. Tempel des göttlichen Schutzes
  • jingū 神宮 jap.
    „Götterpalast“; Ahnenschrein des Kaiserhauses, meist Ise Jingū
  • jingūji 神宮寺 jap.
    an einen Schrein angeschlossener Tempel, Tempel-Schrein Komplex
  • Jingū Kōgō 神功皇后 jap.
    mytholog. Herrscherin; Witwe des 14. Tennō, Chūai, und Mutter des Ōjin Tennō
  • jinja 神社 jap.
    Shintō-Schrein; rel. Gebäude für einheimische Gottheiten (kami)
  • jinja shintō 神社神道 jap.
    Schreinshintō; im Ggs. zu „Sektenshintō“ (kyōha shintō), ...
  • Jinja Taishō 深沙大将 jap.
    wtl. Wüstengeneral; dämonische Erscheinungsform Bishamon-tens
  • Jinmu Tennō 神武天皇 jap.
    wtl. „göttlicher Krieger“; gemäß den japanischen Mythen der erste menschliche Herrscher (Tennō) Japans
  • Jinnō shōtō-ki 神皇正統記 jap.
    „Über die Wahre Abfolge der Göttlichen Herrscher“, Traktat von Kitabatake Chikafusa, 1339
  • jiriki 自力 jap.
    wtl. eigene Kraft; buddhistisches Konzept
  • jisha bugyō 寺社奉行 jap.
    Behörde für Tempel und Schreine; oberste Instanz der religionspolitischen Verwaltung in der Edo-Zeit (ab 1635)
  • Jishu Jinja 地主神社 jap.
    Schrein des Ōkuninushi beim Kiyomizu Tempel in Kyōto; Ōkuninushi wird hier als enmusubi no kami, als Gottheit für Liebende oder Liebesuchende, verehrt
  • Ji-shū 時宗 jap.
    Amida-Schulrichtung aus der Kamakura-Zeit, gegründet von Ippen
  • Jiten 地天 jap.
    Göttin der Erde
  • Jitō Tennō 持統天皇 jap.
    645–703, r. 686–697; 41. japanische Kaiserin
  • jitsu jap.
    wirklich (im Ggs. zu gon, „vorläufig“)
  • jitsu no kami 実神 jap.
    „wahre kami“ = kami ohne buddhistische Urform (honji)
  • Jizō 地蔵 jap.
    wtl. Schatzhaus/Mutterleib der Erde; skr. Kṣitigarbha; populäre Bodhisattva Figur
  • Jizō Bosatsu 地蔵菩薩 jap.
    Bodhisattva (Bosatsu); skr. Kṣitigarbha, „Speicher oder Mutterleib der Erde“ (vgl. Jizō)
  • Jizō jūō-kyō 地蔵十王経 jap.
    „Das Sutra von Jizō und den Zehn Königen“, um 1200?
  • jap.
    Altes japanisches Maß für Längen. 1 = 3,03m.
  • Jōchō 定朝 jap.
     ?–1057; buddhistischer Bildhauer der Heian-Zeit; perfektionierte die yosegi-zukuri-Technik (zusammengesetzte Statuen) und bereitete damit den dynamischen Stil der Kamakura-zeitlichen buddhistischen Plastiken vor
  • jōdo 浄土 jap.
    Reines Land, buddhistisches Paradies; auch gokuraku, Sukhavati
  • Jōdo Shinshū 浄土真宗 jap.
    Shin-Buddhismus, bzw. Jōdo Shin-Buddhismus; wtl. „Wahre Schule des Reinen Landes“
  • Jōdo-shū 浄土宗 jap.
    Schule des Amida-Buddhismus
  • jōin 定印 jap.
    mudrā der Meditation
  • Jōjin 成尋 jap.
    1011–1081; Mönch der Tendai-shū, u.a. für seinen Reisebericht aus China (1072) bekannt; erhielt vom chin. Kaiser nach einem erfolgreichen Regenbittritus den Ehrennamen Zenne Daishi 善慧大師 und blieb bis zu seinem Tod in China
  • Jōjitsu-shū 成實宗 jap.
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • Jōkō-in 常高院 jap.
    1570–1633; Ehefrau von Kyōgoku Takatsugu; wurde nach seinem Tod zur Nonne und gründete ein Kloster
  • Jōmon 縄文 jap.
    Jōmon-Zeit (bis ca. 300 v.u.Z.), jap. Urgeschichte; wtl. „Schnurmuster“, was sich auf die charakteristischen keramischen Ornamente dieser Zeit bezieht
  • jōrokubutsu 丈六仏 jap.
    Standardgröße einer Buddhastatue von einem sechs shaku (4,8m)
  • jōzabu bukkyō 上座部仏教 jap.
    Theravada Buddhismus, wtl. „Lehre der Ordensältesten“
  • ju 寿 jap.
    Langes Leben
  • Juhō-sen 鷲峰山 jap.
    Geierberg; Ort in Indien, wo Buddha seine wichtigsten Predigten abgehalten haben soll; auch Ryōju-sen (vgl. Ryōzen Jōdo)
  • jukkai 十界 jap.
    Zehn Welten des buddhistischen Jenseits; auch jikkai ausgesprochen
  • jukyō 儒教 jap.
    Konfuzianismus, Lehre des Konfuzius (Kong Zi oder Kong Fuzi); wtl. Lehre der Gelehrten
  • Jurakudai 聚楽第 jap.
    Residenz von Toyotomi Hideyoshi in Kyōto, 1587–1595
  • Jurōjin 寿老人 jap.
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • jūdō 柔道 jap.
    Judo Kampfkunst, wtl. Weicher Weg
  • Jūichimen Kannon 十一面観音 jap.
    „Kannon mit den Elf Gesichtern“; geläufige Erscheinungsform von Kannon Bosatsu
  • jūni-kyū 十二宮 jap.
    wtl. „Zwölf Paläste“; traditionelle jap. Bezeichnung für die 12 Sternzeichen der westl. Astrologie
  • jūni shi 十二支 jap.
    Zwölf Erdzweige (chin. Tierkreiszeichen)
  • Jūni Shinshō 十二神将 jap.
    Die Zwölf Göttlichen Generäle
  • Jūō 十王 jap.
    Die Zehn Könige oder Richter der Totenwelt
  • Jūō-kyō 十王経 jap.
    Sutra der Zehn Könige“; apokryphe chinesische Schrift aus China, 8. oder 9.Jh.
  • juzu 数珠 jap.
    Buddhistische Gebetskette; skt. mala
K
  • Kabuki 歌舞伎 jap.
    „Gesang- und Tanzkunst“; Anfang des 17. Jh. aus Musik, Schauspiel und Tanz entwickeltes Theater-Genre
  • Kachi-kachi yama かちかち山 jap.
    wtl. Knisterknister-Berg; jap. Volksmärchen, in dem ein tanuki den Bösewicht abgibt
  • Kada Azumamaro 荷田春満 jap.
    1669–1736; kokugaku-Gelehrter
  • Kadenokōji Kanenaka 勘解由小路兼仲 jap.
    1244–1308; auch Hirobashi Kanenaka; Höfling aus der Fujiwara Linie; Chronist
  • kadomatsu 門松 jap.
    wtl. Pinien[zweige] am Tor; Neujahrsschmuck
  • Kadoya Atsushi 門屋溫 jap.
    1958–; japanischer Shintō-Experte, lehrt unter anderem an der Iwaki Meisei Universität
  • kagamimochi 鏡餅 jap.
    Speiseopfer in Form von Reiskuchen (mochi); wtl. Spiegel-Mochi
  • Kagemusha 影武者 jap.
    wtl. „Schattenkrieger“ oder Doppelgänger; Historienfilm von Kurosawa Akira aus dem Jahr 1980
  • kagura 神楽 jap.
    rituelle Tänze und Gesänge
  • kaidan 怪談 jap.
    Gespenstergeschichte
  • kaidan 戒壇 jap.
    Ordinationsplattform (für Mönchsweihen)
  • kaimyō 戒名 jap.
    buddhistischer Totenname, posthumer Name eines Verstorbenen
  • kakebotoke 懸仏 jap.
    wtl. „Hängebuddha“; Relief des „Urbuddhas“ (honji) einer Shintō-Gottheit, meist an der Rückseite von Bronze-Spiegeln gefertigt, welche in Schreinen dieser Gottheit aufgehängt wurden
  • Kakumei 覚明 jap.
    buddhistischer Mönch der späten Heian-Zeit
  • kakure kirishitan 隠れキリシタン jap.
    „Krypto-Christen“; christliche Geheimbünde
  • Kamakura 鎌倉 jap.
    Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shōgunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)
  • kame jap.
    Schildkröte
  • Kamei Koremi 亀井茲監 jap.
    1825–1885; Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen
  • kami jap.
    Gottheit; im engeren Sinne einheimische oder lokale japanische Gottheit, Schreingottheit (s. jinja), Gottheit des Shintō
  • Kamiaritsuki 神有月 jap.
    Monat der anwesenden Götter (Oktober in Izumo)
  • kamidana 神棚 jap.
    shintōistischer Hausaltar
  • kamidana fūji 神棚封じ jap.
    Verdecken des Shintō-Altars (während häuslicher Totenriten)
  • kamikakushi 神隠し jap.
    übernatürliches Verschwinden“; wtl. „von den kami [hier eher Geister, Dämonen] versteckt“; Ausdruck wurde vor allem mit tengu-Legenden (Nihon kokugo daijiten) in Zusammenhang gebracht.
  • kamikaze 神風 jap.
    Götterwind; urspr. ein poetischer Beinamen der Provinz Ise, wird der Begriff seit den Mongolenangriffen des 13. Jh.s mit göttlichem Schutz im Krieg assoziiert und daher auch mit den Selbstmord-Piloten des 2. Weltkriegs in Verbindung gebracht
  • Kaminari-mon 雷門 jap.
    Kaminari-mon, wtl. Donnertor; Haupttor des Sensō-ji in Tōkyō
  • Kamo Jinja 賀茂神社 jap.
    Bezeichnung für einen Schreinkomplex in Kyōto, der aus dem Kamigamo und Shimogamo Schrein besteht; das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, wird aber im 6.-7. Jhdt. vermutet
  • Kamo no Chōmei 鴨長明 jap.
    1153?–1216; japanischer Poet und Autor, der nach buddh. Lehren als Eremit lebte; auch bekannt unter seinem buddh. Namen Ren’in 蓮胤
  • Kamo no Mabuchi 賀茂真淵 jap.
    1697–1769; kokugaku-Gelehrter
  • kana jap.
    2 japanische Silbenalphabete: hiragana (ひらがな) und katakana (カタカナ); bestehend aus 46 Zeichen
  • kanabō 金棒 jap.
    mit Spitzen versehener Knüppel oder Schlagstock, der im feudalen Japan als Waffe von Samurai gebraucht wurde (in der Mythologie auch von oni)
  • kaname-ishi 要石 jap.
    wtl. „Schlussstein“; Stein im Schrein von Kashima, mit dem der Erdbeben-Wels ruhig gehalten wird; auch: yōseki
  • Kanayama Jinja 金山神社 jap.
    wtl. „Schrein des Eisenberges“; Schrein in Yokohama, berühmt für sein „Fest des Eisenpenis“
  • Kanda Jinja 神田神社 jap.
    Kanda Schrein, einer der bekanntesten Schreine in Tōkyō
  • Kanda Myōjin 神田明神 jap.
    Generelle Bezeichnung für die Gottheiten des Kanda Schreins in Tōkyō bzw. Bezeichnung für den Schrein selbst
  • Kan’ei-ji 寛永寺 jap.
    Tendai-Tempel in Tōkyō; in der Edo-Zeit Zentrum des Tendai Buddhismus in der Kantō Region, gegr. 1625 (Kan’ei 2)
  • Kangan Giin 寒巌義尹 jap.
    1217–1300; Mönch des Zen Buddhismus
  • kanji 漢字 jap.
    chin. Schriftzeichen im japanischen Schriftsystem
  • kanjō 勧請 jap.
    zeremonielle „Einladung“ einer Gottheit; Schreingründungsritual
  • kanme 貫目 jap.
    Gewichts- bzw. Währungseinheit der Edo-Zeit; ca. 3,7 kg
  • kanmuri jap.
    Kanmuri, wtl. „Krone“; Kopfbedeckung von hochrangigen Shintō-Priestern
  • Kanmuryōju-kyō 観無量寿経 jap.
    Meditations Sutra (wtl. „Sutra der Meditation über [den Buddha] des unbegrenzten Lebens“), ein elementarer Text des Amidismus
  • Kanmu Tennō 桓武天皇 jap.
    737–806; 50. japanischer Tennō; (r. 781–806); verantwortlich für Verlegung der Hauptstadt nach Heian (Kyōto)
  • kannagara no michi 随神の道 jap.
    Alternativer Ausdruck für Shintō
  • Kanname-sai 神嘗祭 jap.
    wtl. Fest des göttlichen Kostens [des ersten Reises]; kaiserl. Erntedankfest im zehnten Monat, das parallel am Kaiserpalast und im Ise Schrein durchgeführt wird
  • Kannazuki 神無月 jap.
    „Monat ohne Götter“; volkstümlicher Beiname des 10. Monats, in dem sich die Götter Japans alle nach Izumo begeben sollen
  • Kannon 観音 jap.
    auch Kanzeon 観世音, wtl. der den Klang der Welt erhört; skt. Avalokiteśvara; chin. Guanyin; als Bodhisattva des Mitleids bekannt
  • Kannon Bosatsu 観音菩薩 jap.
    Bodhisattva Avalokiteshvara, wtl. „der den Klang der Welt erhört“; „Bodhisattva des Mitleids“; s.a. Kannon, Guanyin;
  • kannushi 神主 jap.
    Shintō-Priester; wtl. „Meister der Götter“
  • Kanō Mitsunobu 狩野光信 jap.
    1565?–1608?; Hofmaler von Toyotomi Hideyoshi; Vater von Kanō Sadanobu
  • Kanō Sadanobu 狩野貞信 jap.
    1597–1623; jap. Maler; Sohn von Kanō Mitsunobu
  • Kanō Tan'yū 狩野探幽 jap.
    1602–1674; Hofmaler der Tokugawa Shōgune
  • Kanō Tsunenobu 狩野常信 jap.
    1636–1713; Künstler der Kanō-Schule
  • kanshi 干支 jap.
    Sechzigerzyklus des traditionellen Kalenders, wtl. Himmelsstämme (干) und Erdzweige (支)
  • Kanzeon 観世音 jap.
    voller Name von Kannon
  • kaō 花押 jap.
    „Blumensiegel“; individuell stilisierte Unterschriftszeichen
  • kappa 河童 jap.
    Flussgeist, wtl. „Flussjunge“
  • kappa maki かっぱ巻き jap.
    mit Gurken gefüllte Sushi-Röllchen; Gurken gelten als die Lieblingsspeise der Flussgeister (kappa)
  • karagokoro 唐心/漢意 jap.
    „chinesischer Geist“; xenophober Begriff der kokugaku
  • karajishi 唐獅子 jap.
    wtl. „China-Löwe“, auch „Löwenhund“; Wächterfigur vor religiösen Gebäuden; Synonym für komainu; auch karashishi
  • karamon 唐門 jap.
    wtl. chinesisches Tor; Tor mit wellenförmig aufgewölbter Dachkante (meist über dem Eingang); trotz seines Namens ist dieser Baustil spezifisch für die japanische Holzarchitektur; das bekannteste karamon in Nikkō ist darüber hinaus auch tatsächlich mit chinesischen Motiven geschmückt
  • karasu tengu 烏天狗 jap.
    tengu in Krähen-(bzw. Vogel-)Gestalt
  • Kariba Myōjin 狩場明神 jap.
    Schutzgottheit des Kosterbergs Kōya-san; männliche Gottheit in Jägergestalt
  • kariginu 狩衣 jap.
    Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“
  • karitaku 仮宅 jap.
    „vorläufige Wohnung“, Unterschlupf, billiges Bordell (Edo-Zeit)
  • karura 迦楼羅 jap.
    Vogelmensch; von skt. garuda
  • kasagi 笠木 jap.
    Oberer Querbalken eines torii (Schreintors)
  • Kashihara 橿原 jap.
    Ort im Nara-Becken, wo der legendäre erste japanische Kaiser, Jinmu Tennō, seinen Palast errichtet haben soll
  • Kashima Daimyōjin 鹿島大明神 jap.
    Gottheit des Kashima Schreins (Präfektur Ibaraki, n.-östl. von Tokyo); identisch mit dem Schwertgott Takemikazuchi; Ahnengottheit der Fujiwara
  • Kashima Jingū 鹿島神宮 jap.
    Shintō-Schrein in Kashima, Präfektur Ibaraki
  • Kasuga gongen kenki 春日権現験記 jap.
    illustrierte Chronik des Kasuga Taisha, des Ahnenschreins der Adelsfamilie Fujiwara, aus der Kamakura-Zeit (1309); das Original im Besitz des Kaiserhauses ist unzugänglich, existiert aber in Kopien aus dem 19. und 20. Jh.
  • Kasuga Taisha 春日大社 jap.
    Kasuga Schrein, Nara; ehemals Ahnenschrein der Fujiwara
  • katagami 型紙 jap.
    trad. Färbetechnik; Schablonen aus gehärtetem Papier zum Druck von Stoffmustern
  • Kataoka 片岡 jap.
    vermeintlicher Ort — wie im Nihon shoki beschrieben — an dem Shōtoku Taishi der Legende nach einem Bettler half, der eigentlich ein Buddha war
  • katsu jap.
    Ausruf im Zen-Buddhismus, der vom Zen-Meister genutzt wird, um seine Schüler zu einem Status der Erleuchtung zu führen
  • katsuogi 鰹木 jap.
    ornamentale Querhölzer auf dem Schreindach; wörtlich „Bonito-Holz“, abgeleitet von der Form eines beliebten Speisefisches (katsuo = Bonito-Fisch)
  • Katsuragake Jinja 葛懸神社 jap.
    Schrein in Ikenoue, Gifu-ken
  • Katsuragi-san 葛城山 jap.
    Heiliger Berg der yamabushi, südwestl. von Nara; auch Yamato Katsuragi-san
  • Katsura Rikyū 桂離宮 jap.
    kaiserlicher Nebenpalast und -garten aus dem 17. Jahrhundert im Westen Kyōtos
  • Katsushika Hokusai 葛飾北斎 jap.
    1760–1849; Maler und Zeichner. Bekanntester Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts
  • kawaii かわいい jap.
    „süß“, „niedlich“; Kanji (nicht in Gebrauch): 可愛い (vgl. kawaii bunka)
  • kawaii bunka かわいい文科 jap.
    wtl. Niedlich-Kultur; Tendenz zur Verniedlichung in der japanischen Populärkultur (vgl. kawaii)
  • Kawanabe Kyōsai 河鍋暁斎 jap.
    1831–1889; Künstler und Karikaturist Ende Edo-, Anfang Meiji-Zeit
  • kawaraban 瓦版 jap.
    Printmedien der Edo-Zeit, in denen aktuelle Ereignisse angekündigt wurden; Vorläufer der Zeitung in Japan
  • Kayō Fujin 華陽夫人 jap.
    Dame Kayō; legendäre Kaisergemahlin, die eigentlich am Hof der chinesischen Qin-Dynastie (3. Jh. v.u.Z.) lebte, in der Literatur aber in eine indische Gestalt umgedeutet wurde; in jedem Fall soll sie eine Füchsin gewesen sein, die den Herrscher verhexte;
  • kegare 穢れ jap.
    rituelle Verunreinigung, Befleckung, Schande
  • Kegon-kyō 華厳経 jap.
    Avatamsaka Sutra bzw. Blütenkranz Sutra
  • Kegon-shū 華厳宗 jap.
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • Kehi Jingū 氣比神宮 jap.
    alter und prestigereichster Schrein der Provinz Echizen, heute Fukui-ken
  • Keian Genju 桂庵玄樹 jap.
    1427–1508; Zen-Mönch aus West-Honshū, der nach Aufenthalt in China den konfuzianischen Philosophen Zhu Xi in Japan bekannt machte und die japanischen Standards zur Lesung chinesischer Texte reformierte
  • Keichū 契沖 jap.
    1640–1701; philologischer Gelehrter, Vorläufer der kokugaku
  • Kei-ha 慶派 jap.
    Buddh. Bildhauerschule des japanischen Mittelalters; benannt nach ihren berühmtesten Vertretern Unkei und Kaikei
  • Keikō Tennō 景行天皇 jap.
    mythol. Herrscher, offiziell der 12. japanische Tennō, Sohn von Suinin Tennō, Vater von Yamato Takeru; mythol. Daten 71–130 u.Z.
  • Keiran shūyōshū 渓嵐拾葉集 jap.
    wtl. „Gesammelte Blätter aus stürmischen Tälern“; enzyklopädische Textsammlung zu den Lehren des Tendai-Buddhismus, erstellt zwischen 1311 und 1348 vom Mönch Kōshū (1276–1350) auf Berg Hiei.
  • kekkonshiki 結婚式 jap.
    Hochzeitszeremonie
  • ken jap.
    wtl. Faust; auch Bez. für das Spiel „Schere-Stein-Papier“, ken-Spiel
  • Kenchō-ji 建長寺 jap.
    Zen-Tempel in Kamakura
  • kengyō 顕教 jap.
    „offene Lehren“ im Ggs. zu mikkyō, „geheime Lehren“
  • kenmitsu taisei 顕密体制 jap.
    System exoterischer und esoterischer Lehren
  • Kennin-ji 建仁寺 jap.
    Bekannter Zen-Tempel in Kyōto, Gründung 1202
  • Kenrō Jishin 堅牢地神 jap.
    indo-buddhistische Erdgöttin, auch jiten 地天; skt. Prthvi
  • kesa 袈裟 jap.
    äußerstes Gewand der buddh. Mönchstracht, variiert zwischen einem breiten Wickeltuch und einer dünnen Stola; besteht der Theorie nach aus Flicken
  • keshin 化身 jap.
    Manifestation (meist einer buddhistischen Wesenheit); wtl. „verwandelter Körper“
  • Kichijō-ten 吉祥天 jap.
    Hindu-buddhistische Göttin des Glücks; wtl. „Gottheit des Guten Omens“; auch: Kisshōten; skt. Lakshmi
  • Kido Takayoshi 木戸孝允 jap.
    1833–1877; Staatsmann der Meiji-Zeit
  • Kifune Jinja 貴船神社 jap.
    alter Schrein für eine Wassergottheit im Norden Kyotos; Kifune bedeutet wörtlich „edles Schiff“
  • Kigensetsu 紀元節 jap.
    Reichsgründungstag Japans am 11. Februar
  • Kii Hantō 紀伊半島 jap.
    Halbinsel Kii, Wakayama-ken
  • kiki 記紀 jap.
    Sammelbezeichnung für KojiKI und Nihon shoKI (ki, Bericht, ist jeweils mit einem leicht abweichenden Zeichen geschrieben)
  • kimon 鬼門 jap.
    „Dämonentor“, Nord-Osten; nach alter Vorstellung die Richtung, aus der die Dämonen kommen
  • kindai 近代 jap.
    japanische Moderne
  • Kinkaku-ji 金閣寺 jap.
    Goldener Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto, ursp. ein weltliches Teehaus
K (Fortsetzung)
  • kinkishoga 琴棋書画 jap.
    die Vier Eleganten Zerstreuungen des klassischen chinesischen Gelehrten: Laute, Brettspiel (Go), Kalligraphie, Malerei.
  • Kinmei Tennō 欽明天皇 jap.
    509–571; 29. Tennō Japans; r. 540?–571
  • Ki no Tsurayuki 紀貫之 jap.
    872–945; Hofdichter, Herausgeber des Kokinshū
  • Kinpusen-ji 金峯山寺 jap.
    Tempel in der Bergregion Yoshino, Nara-ken; wichtiger Tempel des Shugendō
  • Kinpusen 金峯山 jap.
    Heiliger Gipfel in den Bergen von Yoshino, südl. von Nara
  • Kinryū no mai 金龍の舞 jap.
    Schreinfest, wtl. Tanz des Goldenen Drachens; 1958 anlässlich des Wiederaufbaus der Haupthalle des Sensō-ji gegründet;
  • kinsei 近世 jap.
    japanische Neuzeit, 17.–19. Jh.
  • kintama 金玉 jap.
    wtl. Goldbälle; Hoden
  • kirin 麒麟 jap.
    „Drachenpferd“; mythologisches Tier; Giraffe
  • Kirishitan kanagaki 喜利志袒仮名書 jap.
    „Das Christentum [erklärt] in kana-Schrift“ (oder „Christentum für Dummies“); anti-christliche Schrift in Form einer historischen Erzählung über das Christentum, frühes 17. Jh.
  • kirishitan shūmon キリシタン宗門 jap.
    Christentum im feudalen Japan; wtl. christliche Sekte
  • Kitabatake Chikafusa 北畠親房 jap.
    1293–1354; Krieger und Gelehrter
  • Kitagawa Utamaro 喜多川歌麿 jap.
    1753–1806; ukiyo-e-Meister, vor allem für seine Frauenportraits berühmt
  • Kita-in 喜多院 jap.
    Tendai-Tempel in Kawagoe in der Präfektur Saitama, 830 errichtet
  • kitamakura 北枕 jap.
    wtl. „das Kopfkissen nach Norden drehen“; Brauch, einen Verstorbenen mit dem Kopf nach Norden aufzubahren
  • Kitano tenjin engi 北野天神縁起 jap.
    Schreinchronik des Kitano Tenman-gū, in dem der Hofadelige Sugawara no Michizane (845–903) verehrt wird; besonders ab dem 13. Jahrhundert in illustrierten Querbildrollen (emaki) abgefasst
  • Kitano tenjin engi emaki 北野天神縁起絵巻 jap.
    Sammelbegriff für eine Reihe von illustrierten Herkunftslegenden (engi) des Kitano Tenman-gū, die ab dem 13. Jh. in leicht unterschiedlichen Varianten hergestellt wurden
  • Kitano Tenman-gū 北野天満宮 jap.
    Kitano Tenman Schrein (Kyōto); einer der beiden Hauptschreine des Sugawara no Michizane, gegr. 947
  • Kita Sadakichi 喜田貞吉 jap.
    1871–1939; regime-treuer Historiker und Archäologe der Zwischenkriegszeit
  • kitsune jap.
    Fuchs; Botentier der Gottheit Inari
  • kitsunebi 狐火 jap.
    „Fuchslichter“; mysteriöse Leuchterscheinungen
  • kitsunetsuki 狐憑き jap.
    Fuchsbessenheit; Glaube, dass der Geist eines Fuchses (kitsune) Besitz von einem Menschen ergreifen und ihn verwirren kann
  • kiu 祈雨 jap.
    Regenbitte; Ritus, um Regen zu erwirken; s.a. amagoi, shōu
  • Kiyohime 清姫 jap.
    Heldin einer berühmten Legende aus der Heian-Zeit (10. Jh.); Sinnbild rasender Eifersucht
  • Kiyomizu-dera 清水寺 jap.
    Tempel in Kyōto
  • Kizuki no Ōyashiro 杵築大社 jap.
    Ursprünger Name des Izumo Taisha; kizuki bedeutet in etwa „festes Fundament“
  • Kobayakawa Hideaki 小早川秀秋 jap.
    1577-1602; kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) später an Tokugawa Ieyasus Seite und verriet infolgedessen seinen Verbündeten Ōtani Yoshitsugu; Neffe von Toyotomi Hideyoshi
  • Kobayashi Eitaku 小林永濯 jap.
    1843–1890; Meiji-zeitlicher Maler; auch Sensai Eitaku
  • Kobutori jīsan 瘤取り爺さん jap.
    „Der Alte, dem die Beule genommen wurde“; Märchen aus dem 13. Jh.
  • kodai 古代 jap.
    japanisches Altertum
  • Kodomo no hi 子供の日 jap.
    Kinder- bzw. Knabenfest am 5.5.
  • kofun 古墳 jap.
    Hügelgrab der japanischen Frühzeit (ca. 300–700), wtl. „altes Grab“
  • kogaku 古学 jap.
    „Lehre vom Alten“, neo-konfuzianische Richtung der Edo-Zeit
  • Kogo shūi 古語拾遺 jap.
    Chronik Japans (807)
  • Kohada Koheiji 小幡小平次 jap.
    Figur des Kabuki-Theaters; Totengeist eines betrogenen Ehemannes
  • koi jap.
    Karpfen
  • Koizumi Jun'ichirō 小泉純一郎 jap.
    1942–; japanischer Premierminister; (r. 2001–2006)
  • Kojiki 古事記 jap.
    „Aufzeichnung alter Begebenheiten“; älteste jap. Chronik (712)
  • Kokinshū 古今集 jap.
    erste kaiserlich kommissionierte Anthologie der japanischen waka-Dichtung aus dem 10. Jh.; auch Kokin waka-shū
  • kokka shintō 国家神道 jap.
    Staatsshintō, staatliche Ideologie der Moderne vor dem 2. WK
  • kokubunji 国分寺 jap.
    Provinztempel, Provinzialhaupttempel; in der Nara-Zeit Teil eines landesweiten Tempel-Netzwerks
  • kokugaku 国学 jap.
    „Lehre des Landes“, Nationale Schule, Nativismus; in der Edo-Zeit entstandene Gelehrtentradition, die ihren Fokus auf das nationale Erbe Japans richtete
  • kokuhō 国宝 jap.
    japanischer „Nationalschatz“; offizielle Auszeichnung besonderer Kulturgüter
  • kokumin dōtoku 国民道徳 jap.
    „Nationale Moral“, „Volksmoral“; Schlagwort der nationalistischen Propaganda der Zwischenkriegszeit
  • kokumin seishin 国民精神 jap.
    „Nationaler Geist“, „Volksgeist“; Schlagwort der nationalistischen Propaganda der Zwischenkriegszeit
  • Kokura 小倉 jap.
    Burgstadt und Zentrum der christlichen Mission in der Provinz Buzen, heute Stadtteil von Kitakyūshū
  • kokutai 国体 jap.
    Nationalwesen, wtl. „Landeskörper“
  • Kokutai no hongi 国体の本義 jap.
    Ein Lehrbuch, welches 1937 vom japanischen Bildungsministerium veröffentlicht wurde; wtl. „Grundsätzliche Prinzipien des Japanischen kokutai
  • Komachiya Sōzō 小町谷操三 jap.
    1893–1979, japanischer Anwalt und Kollege bzw. Dolmetscher von Eugen Herrigel
  • komainu 狛犬 jap.
    wtl. „Korea-Hund“, auch „Löwenhund“; Wächterfigur vor religiösen Gebäuden
  • Konchi-in Sūden 金地院崇伝 jap.
    1569–1633; Zen-Abt und religiöser Berater von Tokugawa Ieyasu; Verfasser des ant-christlichen Edikts von 1614 (Hai kirishitan bun) und von diversen Gesetzen zur Neuordnung religiöser Gruppierungen
  • kondō 金堂 jap.
    Haupthalle eines Tempels; Synonym von hondō
  • kongō 金剛 jap.
    skt. Vajra; „Diamant“, magische Waffe, Donnerkeil
  • Kongōbu-ji 金剛峯寺 jap.
    Haupttempel auf Berg Kōya, zentrales Heiligtum des Shingon Buddhismus
  • Kongōkai 金剛界 jap.
    Vajra-Welt, Diamant-Welt; Welt der absoluten Erkenntnis des Dainichi Nyorai; s.a. Taizōkai
  • Kongōkai mandara 金剛界曼陀羅 jap.
    Vajra-Welt-Mandala, Diamant-Welt-Mandala; Mandala des Buddha Dainichi in seiner „Vajra-Welt“ (Kongōkai)
  • Kongō-kyō 金剛経 jap.
    Diamant Sutra, vollst. Name Kongō hannyaharamitsu kyō bzw. skt. Vajracchedikā-prajñāpāramitā-sūtra, erste Übersetzung ins Chinesische Kumārajīva, 403; online-Version inkl. eng. Ü.: Charles Muller
  • kongō rikishi 金剛力士 jap.
    Buddhistische Wächterfigur, „Vajra-Kraftkerl“; Synonym Niō
  • Kongōrin-ji 金剛輪寺 jap.
    Tendai Tempel in der Präfektur Shiga, östl. des Biwa-Sees; laut Gründungslegende bereits in der Nara-Zeit von Gyōki gegründet, später vom Tendai-Mönch Ennin ausgebaut.
  • kongōshu 金剛手 jap.
    Vajra-Hand, skt. Vajrapani; s.a. Niō
  • Kongōyasha Myōō 金剛夜叉 jap.
    skt. Vajrayaksha, einer der Fünf Großen Myōō
  • Konjaku monogatari 今昔物語 jap.
    „Geschichten aus alter und neuer Zeit“ (12. Jh.); umfangreiche Sammlung von Geschichten und Anekdoten, meist aus einem buddhistischen Kontext
  • Konkōmyō-kyō 金光明経 jap.
    Goldglanz Sutra; skt. Suvarṇaprabhāsasottama sūtra; eines von drei „Staatsschutz-Sutren“ des frühen japanischen Staats
  • Konoe Tennō 近衛天皇 jap.
    1139–1155, r. 1142–1155; 76. jap. Kaiser (Heian-Zeit)
  • Konohana Sakuya-hime 許乃波奈佐久夜比賣 jap.
    Prinzessin der aufblühenden Baumblüten; Ehefrau des Ninigi; später auch als Gottheit des Berges Fuji angesehen.
  • Konpira-san 金比羅山 jap.
    vor allem für Seeleute wichtige, gemischt-rel. Kultstätte in Shikoku; seit der Meiji-Zeit offiziell Kotohira-gū, doch hat sich die alte Bezeichnung bis heute gehalten
  • Konsei-sama 金精様 jap.
    phallische, als Gottheit verehrte Steinformationen in Nord-Japan
  • koto jap.
    Mit 13 Saiten bespannte Wölbbrettzither; aus China übernommenes Instrument der klassischen höfischen Musik Japans
  • Kotoshiro-nushi 事代主 jap.
    mythol. Gottheit; Sohn und Thronfolger des Ōkuninushi; in etwa „Meister des Wortwissens“
  • kotsuage 骨上げ jap.
    wtl. Knochenheben (Bestattungsbrauch)
  • kotsutsubo 骨壷 jap.
    Grab-Urne
  • jap.
    „öffentlich“
  • jap.
    Bruderschaft; Bez. f. verschiedenste Arten von religiösen Gruppierungen, bes. in der Edo-Zeit; urspr. buddh. Studiengruppe
  • kōan 公案 jap.
    Koan, paradoxes Zen-Rätsel
  • Kōbō Daishi 弘法大師 jap.
    Ehrentitel von Kūkai
  • Kōdai-ji 高台寺 jap.
    Tempel der Rinzai-Schule des Zen Buddhismus in Kyōto, 1606 errichtet
  • (o)kōden (お)香典 jap.
    Grab-Spende (wtl. „Rauchspende“); Geld, das von Trauergästen gespendet wird
  • kōdō 講堂 jap.
    Predigt- oder Vortragshalle eines Tempels
  • Kōdōkan 弘道館 jap.
    Akademie der konfuzianischen Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki
  • Kōfuku-ji 興福寺 jap.
    Tempel des Hossō-Buddhismus; einer der Sieben Großen Tempel von Nara
  • Kōgyoku Tennō 皇極天皇 jap.
    594–661; weibliche Tennō, r. 642–645; herrschte ein weiteres Mal unter dem Namen Saimei, 655–661
  • Kōken Tennō 孝謙天皇 jap.
    718–770; japanische Kaiserin; r. 749–758 und 764–770 unter dem Namen Shōtoku 称徳
  • Kōmei Tennō 孝明天皇 jap.
    1831–1867; 121. Tennō Japans; (r. 1846–1867); letzter Tennō der Edo-Zeit, Vorgänger und Vater des Meiji Tennō
  • Kōmeitō 公明党 jap.
    „Partei der öffentlichen Sauberkeit“, buddhistisch orientierte politische Parlamentspartei
  • Kōmoku-ten 広目天 jap.
    Wächter des Westens der Shi-Tennō, wtl. „Der, der alles sieht“; skt. Virūpākṣa
  • Kōno Michinobu 河野通信 jap.
    1156–1223, Kriegsherr der Kamakura-Zeit; Großvater des Religionsgründers Ippen
  • (o)kōro (お)香炉 jap.
    Rauchbecken, Gefäß für Rauchopfer
  • kōshin 庚申 jap.
    Kalendereinheit; Kombination von Metall und Affe im 60er Zyklus
  • kōshin-kō 庚申講 jap.
    Bruderschaft des Kōshin-Glaubens
  • kōshin machi 庚申待 jap.
    kōshin-Wache, Durchwachen der kōshin-Nacht
  • kōshin shinkō 庚申信仰 jap.
    Kōshin-Glauben, ein ursprünglich aus dem Daoismus stammender Kult zur Verlängerung des Lebens
  • kōshin-tō 庚申塔 jap.
    wtl. kōshin-Stupa; kōshin-Gedenkstein
  • kōshitsu shintō 皇室神道 jap.
    Imperialer Shintō, Shintō des kaiserlichen Hofes
  • Kōya-san 高野山 jap.
    Klosterberg südl. von Nara; sprituelles Zentrum des Shingon Buddhismus
  • Kōyō Taishi 孝養太子 jap.
    ikonographisches Motiv des „pietätvoll opfernden Prinzen“ Shōtoku Taishi
  • Koyasu Kannon 子安観音 jap.
    Kannon als Beschützer der Kinder
  • Kubira-ten 宮毘羅 jap.
    Anführer der Zwölf Göttlichen Generäle; auch als Konpira 金比羅, Wächtergottheit der Seefahrer und Fischer, bekannt
  • Kubota Mantarō 久保田万太郎 jap.
    1889–1963, japanischer Schriftsteller
  • kuchiyose 口寄せ jap.
    Geisterbeschwörung, wtl. „Herbeirufung des Mundes“
  • kuge 公家 jap.
    Hofadel; die führenden höfischen Familien
  • Kumagai Naozane 熊谷直実 jap.
    1141–1208; berühmter Soldat in Diensten des Minamoto-Clans, der im Genpei-Krieg kämpfte
  • Kumano 熊野 jap.
    Region im Süden der Halbinsel Kii (Wakayama-ken), bekannt für ihre alten Pilgerzentren (s. Kumano Sanzan)
  • kumano bikuni 熊野比丘尼 jap.
    wtl. Nonnen aus Kumano; fahrende Schaustellerinnen, die mit Bildern und Gesängen Spenden für die Schreine von Kumano sammelten
  • Kumano Sanzan 熊野三山 jap.
    „Drei Berge von Kumano“ oder auch drei Klöster von Kumano; zusammenfassende Bez. für drei Pilgerstätten auf der Halbinsel Kii: Kumano Hongū, Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha, die allerdings erst seit 1868 als Shintō-Schreine klassifiziert werden; Zentren des Shugendō
  • Kumazawa Banzan 熊沢蕃山 jap.
    1616–1691; neo-konfuzianischer Gelehrter der frühen Edo-Zeit
  • Kume Kunitake 久米邦武 jap.
    1839–1931, japanischer Gelehrter der Meiji-Zeit; als junger Mann Sekretär der Iwakura Mission (1871–73), später Professor für Geschichte an der Kaiserlichen Universität Tōkyō
  • kuni no miyatsuko 国造 jap.
    frühzeitlicher japanischer Titel, Provinzverwalter; spätere Lesung: kokuzō
  • Kuni no Tokotachi 国常立 jap.
    mythologische Urgottheit des Shintō
  • kuni-tsu-kami 国津神 jap.
    Götter der Erde
  • kuniyuzuri 国譲り jap.
    wtl. Landübergabe, Inbesitznahme des Landes (Japan) durch die Nachfahren des Sonnengeschlechts
  • Kunō-zan 久能山 jap.
    erste Begräbnisstätte und Schrein für Tokugawa Ieyasu; Ieyasu wurde hier unmittelbar nach seinem Tod beigesetzt, nach dem Transfer seiner sterblichen Überreste nach Nikkō wurde hier ein Zweigschrein des Tōshō-gū errichtet
  • Kurama-dera 鞍馬寺 jap.
    Tempel im Norden Kyōtos, wo unter anderem Bishamon-ten, der Hüter des Nordens, als Beschützer der Hauptstadt verehrt wurde.
  • kurobune 黒舟 jap.
    „Schwarze Schiffe“; volkstümliche Bezeichnung für die amerikanischen Kanonenboote, die 1853 die Öffnung Japans erzwangen
  • Kuroda Toshio 黒田俊雄 jap.
    1923–1993; Historiker und Religionswissenschaftler
  • Kurosawa Akira 黒澤明 jap.
    1910–1998; zählt zu den bekanntesten japanischen Filmregisseuren; v.a. bekannt für Historiendramen wie Rashomon (1950), Die Sieben Samurai (1954) oder Ran (1985).
  • kurushii toki no kamidanomi 苦しい時の神頼み jap.
    „sich in Zeiten der Not an die Götter wenden“; jap. Redensart
  • Kusha-shū 倶舎宗 jap.
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • Kushinada-hime 奇稲田姫 jap.
    Ehefrau Susanoos, Mutter bzw. Ahnin Ōkuninushis
  • Kusunoki Masashige 楠木正成 jap.
    1294?–1336; Feldherr und loyaler Gefolgsmann von Go-Daigo Tennō
  • jap.
    Leere, Nichts; im Buddhismus ein wichtiges philosophisches Konzept
  • Kūkai 空海 jap.
    774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishi
  • Kūya 空也 jap.
    Wanderprediger des 10. Jh.s
  • kuyō 供養 jap.
    Opfer(ritus), Spende; auch: Totenritual
  • kuyōsei 九曜星 jap.
    Neun Planeten (Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn und die sog. „Mondknoten“, also die astronomischen Punkte, an denen eine Mondfinsternis eintreten kann); skt. Navagraha
  • Kuzunoha 葛の葉 jap.
    Fuchsgeist in Frauengestalt, wtl. „Rankenblatt“; angebl. Mutter des Magiers Abe no Seimei
  • kyō jap.
    kanonischer Text, wtl. „Kettfaden“; im Buddh.: Sutra (skt. sutra), Lehrrede des Buddha
  • Kyōbu-shō 教部省 jap.
    Ministerium für religiöse Angelegenheiten, 1872–1877
  • kyōdōshoku 教導職 jap.
    „nationale Evangelisten“; Missionare oder Instruktoren der Verbreitung der Großen Lehre
  • kyōgen 狂言 jap.
    komödiantischer Zwischenakt im -Theater
  • Kyōgoku Takatsugu 京極高次 jap.
    1563–1609; Daimyō und Gründer des Kyōgoku-Clans
  • kyōha shintō 教派神道 jap.
    Sektenshinto; im Ggs. zu „Schreinshinto“, ...
  • Kyōiku chokugo 教育勅語 jap.
    Kaiserlicher Erziehungserlass; erlassen am 30. Oktober 1890 durch Meiji Tennō
  • Kyōkai 景戒 jap.
    buddhistischer Mönch des Yakushi-ji 薬師寺 (ein Tempel der Hossō-Schule) zur Nara-Zeit
  • Kyōto 京都 jap.
    von 894 bis 1869 Sitz des Tennō und damit offizielle Hauptstadt Japans. Im Lauf der Zeit unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, u.a. Heian-kyō
  • kyūdō 弓道 jap.
    Kyūdō Bogenschießen, wtl. Weg des Bogens
  • Kyūshū 九州 jap.
    „Neun Provinzen“; süd-westliche der vier japanischen Hauptinseln, drittgrößte und zweitbevölkerungsreichste Insel; heute bestehend aus acht Präfekturen
M
  • mabiki 間引き jap.
    wtl. Ausdünnen, Lichten; Töten von Neugeborenen
  • magatama 勾玉 jap.
    Krummjuwelen; archaischer Schmuck, Teil der Insignien des Tennō
  • mairi 参り jap.
    Schrein- oder Tempelbesuch; meist in Höflichkeitsform: o-mairi
  • Makakara 摩訶迦羅 jap.
    skt. Mahakala, „Großer Schwarzer“; alternativer Name des Glücksgotts Daikoku
  • Makakara-ten 摩訶迦羅天 jap.
    Synonym von Daikoku-ten, skt. Mahakara
  • Makiguchi Tsunesaburō 牧口常三郎 jap.
    1871–1944; Gründer der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Makimuku 纏向 jap.
    Region im Nara-Becken, wo die frühesten Hügelgräber (kofun) des Yamato-Reichs verortet werden
  • makoto jap.
    Wahrheit, Aufrichtigkeit
  • Mame Daishi 魔滅大師 jap.
    „Dämonenvernichtender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
  • mamori 守り jap.
    Talisman, schutzbringender Gegenstand; meist in Höflichkeitsform: o-mamori
  • mandara 曼荼羅 jap.
    Repräsentation eines religiösen Kosmos; japanische Aussprache von skt. mandala
  • mandokoro 政所 jap.
    Verwaltungsgebäude; später wurde der Name für die Verwaltungsabteilung des Shōgunats entlehnt
  • maneki neko 招き猫 jap.
    winkende Katze, Winkekatze; Glücksbringer, besonders für geschäftlichen Erfolg
  • Mangan Zenji 満願禅師 jap.
    „Meditations-Meister Mangan“; buddhistischer Mönch der Nara-Zeit
  • Manpuku-ji 萬福寺 jap.
    Haupttempel des Ōbaku-Zen in Kyōto
  • Manyōshū 萬葉集/万葉集 jap.
    759?; die älteste japanische Gedichtesammlung; wtl. Sammlung der zehntausend Blätter;
  • mappō 末法 jap.
    Endzeit des Dharma
  • marebito 稀人/客人 jap.
    Besuchergottheit, sakraler Besucher
  • Maruyama Masao 丸山眞男 jap.
    1914–1996; jap. Politikwissenschaftler und Historiker
  • Maruyama Ōkyo 円山応挙 jap.
    1733-1795; jap. Maler
  • massha 末社 jap.
    Subschrein oder Nebenschrein innerhalb einer größeren Anlage; oft Miniaturschreine
  • Matsudaira Naomasa 松平直政 jap.
    1601–1666; Daimyō von Izumo
  • Matsunoo Taisha 松尾大社 jap.
    Matsunoo Schrein (auch: Matsuo Schrein), Kyōto; Hauptgottheiten: Ōyamakui und Nakatsushima-hime
  • Matsura 松浦 jap.
    alter Regionalbezirk in Nord-Kyūshū, heute Matsuura; auch Familienname dortiger Fürsten
  • Matsura Sayohime 松浦佐用姫 jap.
    legendäre Figur eines jungen Mädchens, das als Menschenopfer für eine Schlangengottheit ausersehen ist, diese aber Kraft ihrer Tugend aus dem Schlangendasein erlöst
  • matsuri jap.
    religiöses (Volks-)Fest
  • mayoke 魔除け jap.
    Dämonenabwehr; kann auch Talismane oder Amulette bezeichnen
  • mayoke no sakabashira 魔除けの逆柱 jap.
    „umgedrehte Dämonenabwehr-Säule“ des Yōmei-mon im Tōshō-gū Schrein, Nikkō
  • Meiji 明治 jap.
    posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benannt
  • Meiji Ishin 明治維新 jap.
    Meiji Restauration, wtl. Meiji-Erneuerung, umfasst den politischen Umsturz 1867–68 und die nachfolgende Konsolidierung Japans als moderner Nationalstaat
  • Meiji Jingū 明治神宮 jap.
    Schrein des Meiji Tennō in Tōkyō, err. 1920
M (Fortsetzung)
  • Meiji Tennō 明治天皇 jap.
    1852–1912; 122. japanischer Kaiser (r. 1867–1912); Namensgeber und politische Symbolfigur der Meiji-Zeit; Eigenname: Mutsuhito
  • meoto-iwa 夫婦岩 jap.
    wtl. Mann-Frau Felsen, auch „vermählte Felsen“; Felsformationen im Meer oder in den Bergen, die als Liebespaar interpretiert und um eheliche Harmonie, Kindersegen, aber auch um sichere Seefahrt, etc. angebetet werden; auch fūfu-iwa, meoto-ishi, u.ä.
  • mi jap.
    Schlange der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi)
  • Mii-dera 三井寺 jap.
    Tendai-Tempel am Biwa-See in Shiga-ken; wtl. Drei-Quellen-Tempel
  • mikkyō 密教 jap.
    esoterischer Buddhismus, Tantrismus; wtl. geheime Lehre; Gegenstück zu kengyō; in Japan vor allem durch den Shingon, aber auch durch Teile des Tendai Buddhismus vertreten
  • miko 巫女 jap.
    Miko, kami-Priesterin, Schreindienerin; auch: weibliche Shamanin; andere Schreibungen 神子 (Gott-Kind) oder 御子 (erhabenes Kind)
  • mikoshi 神輿 jap.
    tragbarer Schrein
  • Mimana 任那 jap.
    Gebiet auf der koreanischen Halbinsel, das bis 562 mit Japan alliiert war und früher sogar als „japanische Kolonie“ bezeichnet wurde; koreanische Aussprache: Imna (임나); auch bekannt als Gaya oder Kaya (가야)
  • Mimuro 三室 jap.
    anderer Name für Berg Miwa in der heutigen Präfektur Nara
  • Minamoto jap.
    Kriegerfamilie, die 1185 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Kamakura Shōgunat, 1185–1333
  • Minamoto no Tametomo 源為朝 jap.
    1139–1170; auch als Chinzei Hachirō Tametomo bekannt; legendärer Bogenschütze der späten Heian-Zeit aus dem Haus der Minamoto; wurde auf der Halbinsel Izu als Gott verehrt; gilt auch als legendärer Begründer der Herrscherdynastie von Okinawa
  • Minamoto no Yorimitsu 源頼光 jap.
    948–1021, auch Minamoto Raikō; Krieger aus der Dynastie der Minamoto; zusammen mit seinen vier Vasallen, die auch als Shi-Tennō bezeichnet werden, ist er Held zahlreicher Legenden
  • Minamoto no Yoritomo 源頼朝 jap.
    1147–1199; Feldherr, Staatsmann, Begründer des Minamoto Shōgunats
  • Minamoto no Yoriyoshi 源頼義 jap.
    998–1076; Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte in den Kämpfen gegen Rebellen aus dem Norden in den Jahren 1051–1063; unter Yoriyoshi und seinem Sohn Yoshiie etablierten sich die Minamoto als Kriegsherrn in Ostjapan und setzten damit den Grundstein für das spätere Kamakura-Shōgunat
  • Minamoto no Yoshinaka 源義仲 jap.
    1154–1184; General im Genpei Krieg; Cousin und Rivale des Minamoto no Yoritomo
  • Minamoto no Yoshitsune 源義経 jap.
    1159–1189; japanischer Feldherr und Halbbruder von Minamoto no Yoritomo
  • minzoku shintō 民俗神道 jap.
    Volksshintō, Shintō als Volksreligion
  • Miroku 弥勒 jap.
    Bodhisattva Maitreya, „Buddha der Zukunft“
  • misogi jap.
    Purifikation, Reinigungsritus, rituelle Waschung
  • Mito 水戸 jap.
    Fürstentum bzw. Stadt im Nordosten der Kantō-Ebene, heute Teil von Ibaraki-ken.
  • Mito-gaku 水戸学 jap.
    Mito-Schule; konfuzianisch und Tennō-loyalistisch ausgerichtete Gelehrtentradition der Edo-Zeit mit Zentrum in Mito (heute Teil von Ibaraki-ken, nw. von Tōkyō)
  • Mitsumine Jinja 三峰神社 jap.
    Schrein in den Bergen von Chichibu, westlich von Tōkyō
  • Miwa 三輪 jap.
    Ortsname (wtl. Drei Ringe); Kurzbez. für den Ōmiwa Jinja
  • miwa 神酒 jap.
    altertümliche Bezeichnung für Sake, der den Göttern geopfert wird
  • Miwa Jinja 三輪神社 jap.
    Miwa (auch Ōmiwa) Schrein, nahe Nara
  • miwa torii 三輪鳥居 jap.
    Stilvariante der torii (Schreintore): besteht aus drei myōjin torii, ohne Neigung der Pfosten
  • Miwa-yama 三輪山 jap.
    Berg Miwa im Süden von Nara
  • miya jap.
    Shintō-Schrein, andere Lesung:
  • Miyajima 宮島 jap.
    Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schrein
  • Miyazaki Hayao 宮崎駿 jap.
    1941–; Regisseur, Autor und Zeichner von Manga und Anime wie Nausicaä, Totoro oder Chihiros Reise ins Zauberland
  • mizaru, iwazaru, kikazaru 見ざる、言わざる、聞かざる jap.
    „nichts sehen, nichts sagen, nichts hören“
  • mizuko 水子 jap.
    wtl. Wasserkinder; abgetriebene Föten oder Totgeburten
  • mizuko kuyō 水子供養 jap.
    Gedenkriten für abgetriebene Föten (Wasserkinder)
  • Mizuno Morinobu 水野守信 jap.
    1577–1637; Staatsbeamter der frühen Edo-Zeit, 1626–28 Verwalter von Nagasaki (Nagasaki bugyō); für die Einführung von fumie verantwortlich
  • mo jap.
    rock-artiger Bestandteil des buddhistischen Zeremonialgewandes hōmo-shichigesa
  • mochi jap.
    Japanische Reiskuchen bzw. Klöße aus gestampftem Reis, die traditionell vor allem zu Neujahr (O-shōgatsu) gegessen werden.
  • mochitsuki 餅つき jap.
    traditionelles Herstellen von Reisklößen (mochi) für die Neujahrsfeier
  • Mokuren 目連 jap.
    Schüler des Buddha; skt. Maudgalyayana; errettet seine Mutter aus der Hölle
  • mon jap.
    Tor
  • mondō 問答 jap.
    Frage-Antwort Schema; Diskussion, Disput;
  • Mongaku 文覚 jap.
    1139–1203; politisch einflussreicher Shingon-Mönch des japanischen Frühmittelalters
  • Monju 文殊 jap.
    Manjushri, Bodhisattva der Weisheit
  • Monju Bosatsu 文殊菩薩 jap.
    Bodhisattva Manjushri; Schüler des historischen Buddha
  • Monmu Tennō 文武天皇 jap.
    683–707; 42. Tennō Japans (r. 697–707), Enkel des Tenmu Tennō
  • Mononobe 物部 jap.
    wtl. „Sippe der Dinge“; altjap. Klan, der gegen den Buddhismus eingestellt war
  • Mononobe no Moriya 物部守屋 jap.
     ?–587; Staatsmann und Oberhaupt des Mononobe-Clans
  • Mori Sosen 森狙仙 jap.
    1747-1821; jap. Maler; gilt als Meister der Affendarstellung
  • Mori Yoshirō 森喜朗 jap.
    1937–; konservativer japanischer Politiker und Premierminister, 2000–2001
  • Morokoshi kinmōzui 唐土訓蒙図彙 jap.
    wtl. Lehrreiche Bilder über China; Edo-zeitliche Bildenzyklopädie von Hirazumi Sen'an, illustriert von Tachibana Morikuni, 1719
  • Motoori Norinaga 本居宣長 jap.
    1730–1801; Shintō-Gelehrter der „nationalen Schule“ (kokugaku)
  • Mōkō shūrai ekotoba 蒙古襲来絵詞 jap.
    wtl. Illustrierter Bericht der mongolischen Invasion; bestehend aus 2 Bildrollen; entstanden zw. 1275 und 1293; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga
  • mōsu 帽子 jap.
    kapuzenartige Kopfbedeckung buddhistischer Mönche; gleiche Schreibung, aber andere Ausprache wie bōshi („Hut“, „Kappe“)
  • mu jap.
    wtl. „nichts“, Leere; im Buddhismus ein wichtiges philosophisches Konzept
  • muen botoke 無縁仏 jap.
    Verstorbene/ Totenseelen ohne Verwandtschaft
  • Mugaku 無学 jap.
    1226–1286; aus China stammender Zen-Mönch der Kamakura-Zeit
  • Mujū Ichien 無住一円 jap.
    1226–1312; buddh. Mönch und Autor essayistischer und anekdotischer Werke
  • mukaebi 迎え火 jap.
    Begrüßungslicht (für die Geister der Ahnen)
  • muko 無忤 jap.
    wtl. ohne Zwist; Eintracht, Friedfertigkeit; buddhistische Tugend
  • Munakata Taisha 宗像大社 jap.
    Großschrein von Munakata, Kyūshū; besteht aus drei isolierten Teil-Schreinen — Hetsumiya, Nakatsumiya und Okitsumiya — von denen sich die beiden letzteren auf kleinen Inseln befinden; alle drei sind einem Ensemble von weiblichen Meeresgöttinnen geweiht
  • Muromachi 室町 jap.
    Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
  • Murō-ji 室生寺 jap.
    alter Shingon-Tempel südöstlich von Nara, ehem. bekannt für seine Regenriten (amagoi)
  • Muryōju-kyō 無量寿経 jap.
    Großes Amida Sutra
  • mushi jap.
    Insekt, Wurm, Gewürm
  • Myōan Yōsai 明菴榮西 jap.
    1141–1215; Zen-Möch, Begründer des jap. Rinzai Zen. Auch Eisai.
  • myōbu 命婦 jap.
    Hofdame; auch: Fuchswächter
  • Myōhō renge kyō 妙法蓮華経 jap.
    Lotos Sutra (des Wunderbaren Dharma), skt. Saddharma-pundarīka-sūtra (jap. auch Hoke-kyō)
  • Myōjin 明神 jap.
    Titel für eine Schreingottheit (kami), z.B. Kanda Myōjin
  • myōjin torii 明神鳥居 jap.
    Stilvariante der torii (Schreintore) : geschwungene Balken, schräge Pfosten
  • myōō 明王 jap.
    wtl. Licht-König, auch „Mantra-König“ oder „Weisheits-König“; meist zornvoll dargestellte Schutzgottheit; skt. vidyaraja
  • Myōshin-ji 妙心寺 jap.
    Zen Tempel in Kyōto, dem Yakushi Nyorai geweiht
N
  • Nachi no Taki 那智の滝 jap.
    größter frei fallender Wasserfall Japans (133m) in der Region Kumano; rel. Kultstätte, an der sich auch der Großschrein von Nachi (Nachi Taisha) befindet
  • nadebotoke 撫仏 jap.
    wtl. „Streichelbuddha“; buddh. Figur, die von den Gläubigen zwecks Heilung, Abwehr von Krankheit, o.ä. berührt wird
  • nagare kanjō 流灌頂 jap.
    wtl. „fließende Übergießung“; Reinigungsritus; Ritus zur Entfernung von Todesbefleckung durch fließendes Wasser
  • nagare-zukuri 流造 jap.
    wtl. fließender Stil; Baustil von Schreinhallen, charakterisiert durch ein weit nach vor gezogenes Dach an der Vorderfront; seit der Edo-Zeit gängigster Schreinstil
  • Nagashino gassen 長篠合戦 jap.
    Schlacht von Nagashino, 1557, zwischen Oda Nobunaga und Tokugawa Ieyasu auf der einen und dem Haus Takeda auf der anderen Seite; ging dank der Verwendungen von Feuerwaffen zugunsten von Oda/Tokugawa aus
  • Naikū 内宮 jap.
    Innerer Schrein von Ise, Amaterasu geweiht
  • Nakamise 仲見世 jap.
    Zugangsweg und Einkaufsstraße des Tempels Sensō-ji (Asakusa-dera, Tōkyō)
  • Nakamura Hajime 中村元 jap.
    1912–1999; japanischer Philosoph und Buddhologe; Erforscher von vedischen, hinduistischen und buddhistischen Schriften
  • Nakasone Yasuhiro 中曽根康弘 jap.
    1918–2019; japanischer Premierminister, r. 1982–1987
  • Nakatomi 中臣 jap.
    Adelsgeschlecht der Antike
  • Nakatomi no Kamatari 中臣鎌足 jap.
    614–669; Staatsmann und Ahnherr der Fujiwara
  • Nakatsumiya 中津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Göttin Tagitsu-hime geweiht; wtl. „Mittel-Schrein“, auf einer Insel unweit des „Festlands“ von Kyūshū situiert
  • Nakaura Julian 中浦寿理安/ジュリアン jap.
    1568?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später katholischer Priester und Märtyrer
  • Nakayama Miki 中山みき jap.
    1798–1887; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Tenrikyō, 1838
  • nakōdo 仲人 jap.
    Vermittler bei arrangierten Heiraten (o-miai)
  • namazu jap.
    Namazu oder Wels; in der Edo-Zeit als Erdbebengott von religiöser Bedeutung
  • namazue 鯰絵 jap.
    Bild des Erdbeben-Welses; vor allem nach dem Ansei Erdbeben von 1855 sehr populär
  • namu amida butsu 南無阿弥陀仏 jap.
    in etwa: „Gelobt sei Buddha Amida“; Gebetsformel im Buddhismus des Reinen Landes
  • namu butsu 南無仏 jap.
    Lobpreisung Buddhas
  • namu myōhō renge kyō 南無妙法蓮華経 jap.
    „Lobpreis dem Lotos Sutra“; Gebetsformel des Nichiren Buddhismus
  • nanban 南蛮 jap.
    „südliche Barbaren“, Europäer
  • nanban byōbu 南蛮屏風 jap.
    Wandschirme mit Motiven europäischer Händler aus dem 16. und 17. Jh.
  • Nanbokuchō 南北朝 jap.
    Zeit der Nord- und Süd-Dynastie, 1336–1392
  • Nandaimon 南大門 jap.
    Südliches Haupttor einer Tempelanlage
  • Naniwa 難波 jap.
    antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba)
  • nanori 名乗り jap.
    Namensnennung; zeremonielle Selbstvorstellung, z.B. vor einem Kampf
  • nanushi 名主 jap.
    Dorfvorstehender; Dorfoberster zur Edo-Zeit
  • Nanzen-ji 南禅寺 jap.
    Haupttempel der Nanzen-Schule in Kyōto; 1291 errichtet
  • Nara 奈良 jap.
    Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō
  • Nara-bonchi 奈良盆地 jap.
    Becken im Norden der Präfektur Nara in welchem auch die Stadt Nara liegt
  • Nasuno 那須野 jap.
    „Nasu-Ebene“; in der Präfektur Tochigi, westlich der Stadt Nasu
  • ne jap.
    Maus/Ratte der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi)
  • negi 禰宜 jap.
    hochrangiger Schrein-Priester
  • nehanzu 涅槃図 jap.
    Gemalte Darstellung Buddhas nach dem Tode
  • neko jap.
    Katze
  • nekomata 猫又 jap.
    Gespensterkatze
  • nemuri neko 眠猫 jap.
    schlafende Katze; bezeichnet u.a. eine bekannte Figur in den Schreinornamenten von Nikkō, die dem legendären Bildhauer Hidari Jingorō zugeschrieben wird
  • nenbutsu 念仏 jap.
    Anrufung des Namens von Buddha Amida, Gebetsformel der Amida-Anhänger
  • nengō 年号 jap.
    Jahresdevise oder Äraname, Motto der Politik zu dieser Zeit
  • nenjū gyōji 年中行事 jap.
    Jahresfeste
  • Ne no Kuni 根の国 jap.
    wtl. Wurzelland, auch Ne no Katasukuni 根之堅州國; Unterwelt
  • Nichiren 日蓮 jap.
    1222–1282; Begründer des Nichiren Buddhismus
  • Nichiren Shōshū 日蓮正宗 jap.
    wtl. „wahre Schule des Nichiren“; Untergruppe des Nichiren Buddhismus, gegr. 1912
  • nichiren shugi 日蓮主義 jap.
    Nichirenismus; nationalistische Auslegung Nichiren-buddhist. Lehren; insb. Ideologie des Tanaka Chigaku
  • Nichiren-shū 日蓮宗 jap.
    Nichiren Schule; Sammelnamen für den Nichiren Buddhismus, aber auch Namen einer bestimmten Schule innerhalb des heutigen Nichiren Buddhismus; nicht zu verwechseln mit der 1912 gegr. Nichiren Shōshū
  • Nichizō 日像 jap.
    1269-1342; Mönch der Nichiren Schule
  • nigimitama 和魂 jap.
    wtl. milder Geist; wohltätige Natur einer Gottheit (im Ggs. zu aramitama, rauer Geist)
  • Nihon/Nippon 日本 jap.
    Japan; wtl. Sonnenursprungs[land]
  • Nihongi 日本記 jap.
    Kurzbezeichnung für Nihon shoki
  • Nihon-ji 日本寺 jap.
    wtl. „Japan-Tempel“; Tempel auf der Halbinsel Bōso, im Südosten Tōkyōs
  • Nihon kokugo daijiten 日本国語大辞典 jap.
    jap. Wörterbuch aus dem Shōgakukan-Verlag; die erste Ausgabe wurde von 1972 bis 1976 publiziert und umfasst insgesamt 20 Bände, die zweite Ausgabe umfasst 14 Bände und wurde von 2000 bis 2001 veröffentlicht; auch unter der Abkürzung Nikkoku 日国 bekannt.
  • Nihon ryōiki 日本霊異記 jap.
    „Wundersame Begebenheiten aus Japan“; buddhistische Legendensammlung von Kyōkai (Anfang 9. Jh.)
  • Nihon shoki 日本書紀 jap.
    Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720)
  • nihon-zaru 日本猿 jap.
    macaca fuscata, Japanmakak; einzige in Japan beheimatete Affenart, hat von allen Primaten das nördlichste Verbreitungsgebiet
  • Nikkō 日光 jap.
    Tempel-Schreinanlage im Norden der Kantō-Ebene, Präf. Tochigi; beherbergt u.a. den Tōshō-gū Schrein
  • Ningen sengen 人間宣言 jap.
    wtl. Proklamation des Menschseins; Bezeichnung für die erste Rundfunkrede des Shōwa Tennō nach dem 2. Weltkrieg, am 1. 1. 1946, in der dieser bekräftigte, kein Gott, sondern ein normaler Mensch zu sein.
  • Ninigi 瓊瓊杵 jap.
    mytholog. Gottheit, Enkel Amaterasus
  • Ninna-ji 仁和寺 jap.
    Großer, buddhistischer Tempelkomplex der Shingon-shū in Kyōto; 888 errichtet
  • Ninnō-kyō 仁王経 jap.
    Sutra der Barmherzigen Könige; eines von drei „Staatsschutz-Sutren“ des frühen japanischen Staats
  • Ninshō Ryōkan 忍性良観 jap.
    1217–1303; Shingon-Abt in Kamakura
  • Nintoku Tennō 仁徳天皇 jap.
    eig. Ōsazaki; semi-historischer Tennō der Frühzeit, der als Inbegriff des weisen, gerechten Herrschers gilt
  • niō 仁王 jap.
    Wächterfigur, Torwächter
  • niōmon 仁王門 jap.
    Tempeltore mit integrierten niō-Wächterstatuen
  • Nippo jisho 日葡辞書 jap.
    jap.-portugiesisches Wörterbuch, 1603 von jesuitischen Missionaren kompiliert; auch Vocabulario da lingoa de Iapam
  • Nishi Hongan-ji 西本願寺 jap.
    Westlicher Hongan-Tempel in Kyōto; Haupttempel der Honganji-Linie des Jōdo-Shin Buddhismus; s.a. Östlicher Hongan-Tempel (Higashi Hongan-ji)
  • Nishikawa Sukenobu 西川祐信 jap.
    1697?–1756; früher ukiyo-e Meister
  • Nishinomiya Jinja 西宮神社 jap.
    Ebisu Schrein in der Stadt Nishinomiya, Hyōgo-ken, bei Ōsaka
  • Nishizaka 西坂 jap.
    im 17. Jh. Hinrichtungsstätte der Stadt Nagasaki, wo vor allem zahlreiche Christen ihr Ende fanden
  • Niukawakami Jinja 丹生川上神社 jap.
    alter Schrein für eine Wassergottheit im Süden von Nara;
  • Niu Myōjin 丹生明神 jap.
    weibliche Shintō-Gottheit, die laut Legende Kūkai erlaubte seinen Tempel auf Berg Kōya zu errichten
  • Niu-tsu-hime Jinja 丹生都比売神社 jap.
    ehem. Hauptschrein der Provinz Kii (heute Wakayama-ken) und Schutzschrein des Tempelbergs Kōya; auch als Amano Niu Schrein bekannt
  • norito 祝詞 jap.
    Shintō-Gebet
  • jap.
    traditionelles jap. Theater mit charakterstischem Tanz, Gesang und Masken; entwickelte sich im 14. Jh. aus dem volkstümlichen dengaku (Feld- oder Bauern-Theater) und avancierte zur repräsentativen Theaterform der Kriegerelite (bushi)
  • Nōfuku-ji 能福寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Kita Sakasegawa, Kōbe; im Jahr 805 vom Mönch Saichō gegründet.
  • Nōin 能因 jap.
    988-1051?; buddhistischer Dichtermönch
  • nuki jap.
    Unterer Querbalken eines torii (Schreintors)
  • nyoi no tama 如意の玉 jap.
    Wunschperle, Wunschjuwel; auch hōju
  • Nyoirin Kannon 如意輪観音 jap.
    Kannon mit Wunscherfüllungs-Perle (nyoi no tama)
  • nyorai 如来 jap.
    Buddha-Titel; skt. tathagata
  • nyūdō 入道 jap.
    buddhistischer Laienmönch
O
  • o-bake お化け jap.
    Gespenst, Geist; wtl. „Verwandeltes“
  • obi jap.
    Gürtel, der zum Kimono oder zur Kampfsportbekleidung getragen wird
  • O-bon お盆 jap.
    Fest der Ahnen; Bon-Fest
  • Oda Nobunaga 織田信長 jap.
    1534–1582, Kriegsfürst, Reichseiniger
  • o-fuda お札 jap.
    Amulett oder Talisman in Gestalt eines symbolischen Zeichens, meist aus Papier; auch shinsatsu; das Zeichen 札 kann auch „Geldschein“ bedeuten, wird dann aber sinojap. satsu ausgesprochen;
  • Ohara Koson 小原古邨 jap.
    1877-1945; jap. Maler des modernen ukiyo-e-Stils; auch als Shōson 祥邨 oder Hōson 豊屯 bekannt
  • Oiwa お岩 jap.
    weiblicher Totengeist der Edo-Zeit; „Lampiongespenst“
  • Okame おかめ/お亀 jap.
    Volkstümliche Glücksgöttin, auch Otafuku; wird mit der mythologischen Göttin Ame no Uzume gleichgesetzt
  • Okayama-han 岡山藩 jap.
    Daimyat Okayama (Edo-Zeit); heute Präfektur Okayama im Westen der Hauptinsel Honshū
  • okiagari kobōshi 起き上がり小法師 jap.
    „Stehauf-Mönchlein“; Spielzeug bestehend aus Pappmaché
  • Okiku お菊 jap.
    weiblicher Totengeist aus der Edo-Zeit; „Tellergespenst“
  • Okinawa 沖縄 jap.
    südlichste Präfektur Japans; umfasst eine Inselkette, die bis Mitte des 19. Jh.s ein eigenes Königreich, Ryūkyū, darstellte; noch heute sind deutliche sprachliche und kulturelle Unterschiede zur japanischen Mehrheitskultur feststellbar
  • Oki-no-shima 沖ノ島 jap.
    Schreininsel mit dem Schrein Okitsumiya, einem Teilschrein des Munakata Taisha, 60km von der Küste entfernt
  • Okitsumiya 沖津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Meeresgöttin Tagori-hime geweiht; wtl. „Meeres-Schrein“, auf einer kleinen Insel 60 km nördlich des „Festlands“ von Kyūshū situiert; die Insel dürfte im japanischen Altertums einen wichtigen Stützpunkt für die Seefahrt dargestellt haben;
  • (o)kōden (お)香典 jap.
    Grab-Spende (wtl. „Rauchspende“); Geld, das von Trauergästen gespendet wird
  • o-kōro お香炉 jap.
    Rauchopferbecken, Gefäß für Rauchopfer