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Fachbegriffe zum Thema „Geschichte“

61 Treffer

A
  • anatsurushi 穴吊るし (jap.)
    wtl. Grubenhängung; Foltermethode, bei der Delinquenten kopfüber in eine Grube gehängt wurden
B
  • bakumatsu 幕末 (jap.)
    Ende des Tokugawa-Shōgunats, 1853–1867; wtl. Ende der Zeltregierung (bakufu)
  • Bōshin Sensō 戊辰戦争 (jap.)
    Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
  • buke 武家 (jap.)
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
C
  • chūsei 中世 (jap.)
    japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
D
  • Dai Nihon-shi 大日本史 (jap.)
    Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906
  • danka seido 檀家制度 (jap.)
    System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
G
  • Gokajō no go-seimon 五箇条の御誓文 (jap.)
    „5-Artikel-Eid“; erste Grundsatzerklärung der Meiji-Regierung; 6. April 1868
  • gosanke 御三家 (jap.)
    wtl. drei ehrbare Häuser; Sammelbegriff für die drei wichtigsten Seitenlinien der Tokugawa-Dynastie
H
  • han 韓/한 (kor.)
    älteste chin. Bez. für Koreaner bzw. koreanische Reiche (Drei Han), heute Selbstbezeichnung Südkoreas (Hanguk 韓国/한국)
  • hanryō shintō 藩領神道 (jap.)
    Fachbegriff für lokale, Shintō-zentrierte Reformen der Frühen Neuzeit (Edo-Zeit)
I
  • iemoto 家元 (jap.)
    traditionelles System von Handwerkern und Künstlern als hierarchisch organisierte, quasi-familiäre Betriebe
  • ikkō ikki 一向一揆 (jap.)
    Aufstände der Ikkō Anhänger; 15. und 16. Jh.
  • Imjin Waeran 壬辰倭亂/임진왜란 (kor.)
    Imjin-Krieg, 1592–1598; wtl. Japanische Invasion des Imjin-Jahres (Wasser-Drache 壬辰/임진 = 1592); International übliche Bezeichnung für die Invasion Koreas unter Toyotomi Hideyoshi
  • insei 院政 (jap.)
    Regierung der „Klosterkaiser“ (späte Heian-Zeit)
J
  • Jingi-shō 神祇省 (jap.)
    „Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872; s.a. Jingi-kan
  • Joseon Wangjo 朝鮮王朝/조선왕조 (kor.)
    koreanisches Herrschergeschlecht; herrschte über das Kaiserreich Korea von 1392–1910
K
  • kamikaze 神風 (jap.)
    Götterwind; urspr. ein poetischer Beinamen der Provinz Ise, wird der Begriff seit den Mongolenangriffen des 13. Jh.s mit göttlichem Schutz im Krieg assoziiert und daher auch mit den Selbstmord-Piloten des 2. Weltkriegs in Verbindung gebracht
  • karitaku 仮宅 (jap.)
    „vorläufige Wohnung“, Unterschlupf, billiges Bordell (Edo-Zeit)
  • kawaraban 瓦版 (jap.)
    Printmedien der Edo-Zeit, in denen aktuelle Ereignisse angekündigt wurden; Vorläufer der Zeitung in Japan
  • Kigensetsu 紀元節 (jap.)
    Reichsgründungstag Japans am 11. Februar
K (Fortsetzung)
  • kindai 近代 (jap.)
    japanische Moderne
  • kofun 古墳 (jap.)
    Hügelgrab der japanischen Frühzeit (ca. 300–700), wtl. „altes Grab“
  • kokka shintō 国家神道 (jap.)
    Staatsshintō, staatliche Ideologie der Moderne vor dem 2. WK
  • kuniyuzuri 国譲り (jap.)
    wtl. Landübergabe, Inbesitznahme des Landes (Japan) durch die Nachfahren des Sonnengeschlechts
  • kuratsukuri 鞍作 (jap.)
    Sattelmacher; alt-jap. Berufsgruppe
  • kurobune 黒舟 (jap.)
    „Schwarze Schiffe“; volkstümliche Bezeichnung für die amerikanischen Kanonenboote, die 1853 die Öffnung Japans erzwangen
  • Kyōiku chokugo 教育勅語 (jap.)
    Kaiserlicher Erziehungserlass; erlassen am 30. Oktober 1890 durch Meiji Tennō
M
  • Mimana 任那 (jap.)
    Gebiet auf der koreanischen Halbinsel, das bis 562 mit Japan alliiert war und früher sogar als „japanische Kolonie“ bezeichnet wurde; koreanische Aussprache: Imna (임나); auch bekannt als Gaya oder Kaya (가야)
  • Muromachi 室町 (jap.)
    Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
N
  • Naniwa 難波 (jap.)
    antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba)
  • Nara 奈良 (jap.)
    Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō
  • Nishizaka 西坂 (jap.)
    im 17. Jh. Hinrichtungsstätte der Stadt Nagasaki, wo vor allem zahlreiche Christen ihr Ende fanden
O
  • Okayama-han 岡山藩 (jap.)
    Daimyat Okayama (Edo-Zeit); heute Präfektur Okayama im Westen der Hauptinsel Honshū
R
  • ritsuryō 律令 (jap.)
    wtl. Strafen und Verordnungen; Gesetzessammlung des Altertums nach dem Vorbild der chin. Tang-Dynastie
S
  • Samurai 侍 (jap.)
    im Westen übliche Bezeichnung eines Mitgliedes der Krieger-Klasse des vorindustriellen Japans; in Japan schriftspr. bushi
  • san'eiketsu 三英傑 (jap.)
    wtl. „drei ruhmreiche Helden“; ehrenhafte Sammelbezeichnung für die „Reichseiniger“ Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu
  • san meikun 三名君 (jap.)
    wtl. drei namhafte [Landes]herren; in der jap. Geschichtsschreibung Kennzeichnung für energische, reformfreudige Daimyō der Edo-Zeit
  • shakubuku daikōshin 折伏大行進 (jap.)
    Missionierungskampagne der Sōka Gakkai, „Großer Marsch des Brechens und Unterwerfens“
  • shinbutsu bunri no rei 神仏分離の令 (jap.)
    Eine Verfügung aus dem Jahr 1868 zur Trennung von Shintō und Buddhismus
  • shinbutsu bunri rei 神仏分離令 (jap.)
    Verordnungen zur Trennung von kami-[Schreinen] und Buddha-[Tempeln] (ab 1868)
  • shinshūkyō 新宗教 (jap.)
    wtl. neue Religion oder Neureligion, wobei die ältesten der sog. Neureligionen im 19. Jh. entstanden
S (Fortsetzung)
  • shintō-uke 神道請 (jap.)
    Glaubensüberprüfung durch Shintō-Schreine; Sonderform des terauke-Systems in der Edo-Zeit
  • Shirakawa-ke 白川家 (jap.)
    Priesterfamilie, die traditionellerweise das oberste Amt (haku) des höfischen Götteramts (Jingi-kan) innehatte und in der Edo-Zeit zusammen mit den konkurrierenden Yoshida die oberste Instanz der Shinto-Priester darstellte
  • shōen 荘園/庄園 (jap.)
    Lehen, feudale Landbesitzung
  • shūmon aratame 宗門改 (jap.)
    „Glaubensüberprüfung“; religiöse Kontrolle in der Edo-Zeit
  • shūshin 修身 (jap.)
    Moral- bzw. Ethikunterricht im ehemaligen jap. Schulsystem
  • Soga no uji 蘇我氏 (jap.)
    Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
T
  • Taika no Kaishin 大化改新 (jap.)
    „Reformen des großen Wandels“; politischer Umschwung unter Kaiser Kōtoku im Jahre 646; Zentralisierung des Landes und Sinisierung des Staatssystems
  • taikyō senpu undō 大教宣布運動 (jap.)
    Kampagne des Großen Lernens oder auch Große Indoktrinierungs-Kampagne, 1870–1884; staatl. Initiative der frühen Meiji-Zeit zur Verbreitung der Ideale des Tennō-Loyalismus
  • Taira 平 (jap.)
    Kriegerfamilie, die im 12. Jh. um die pol. Vorherrschaft in Japan kämpfte; auch Heike
  • terauke 寺請 (jap.)
    obligatorische Bestätigung der Mitgliedschaft bei einem buddhistischen Tempel; diente in der Edo-Zeit zum Nachweis des nicht-christlichen Status
  • Tokugawa 徳川 (jap.)
    Kriegerdynastie, die während der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1603–1867) das Amt des Militärmachthabers (Shōgun) inne hatte.
  • tozama daimyō 外様大名 (jap.)
    Gruppe von Daimyō die erst nach der Schlacht von Sekigahara zu Vasallen von Tokugawa Ieyasu wurden; ehemalige Gegner der Tokugawa Shōgune
U
  • ujizoku bukkyō 氏族仏教 (jap.)
    Klan-Buddhismus; Buddhismus der Adelsfamilien des jap. Altertums
Y
  • Yamada 山田 (jap.)
    Ehemals Stadt vor dem Äußeren Schrein von Ise (Gekū), heute Teil der Stadt Ise.
  • Yamatai 邪馬台 (jap.)
    Reich der Königin Himiko im Japan des dritten Jhdts; in der chin. Chronik Weizhi beschrieben
  • Yamato 大和/倭 (jap.)
    Kernland der Tennō-Dynastie in Zentraljapan (Präfektur Nara); archaischer Name für Japan
  • Yoshida-ke 吉田家 (jap.)
    höfische Priesterfamilie (urspr. Urabe), die über Jahrhunderte im Götteramt (Jingi-kan) tätig war und Ende des Mittelalters durch eine neue Theologie (Yoshida Shintō) großen Einfluss in der Welt des Shintō gewann
  • Yoshida Urabe 吉田卜部 (jap.)
    höfische Priester Familie; genau genommen die Yoshida-Linie der Urabe Priesterdynastie
  • Yoshiwara 吉原 (jap.)
    Freudenviertel des Edo-zeitlichen Tōkyō