Glossar zum Thema „Person“

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Glossar zum Thema „Person“
Reale und mythologische Personen (535 Einträge)
A
  • Abe no Seimei 安部清明 jap.
    921?–1005; Yin Yang-Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名 jap.
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成 jap.
    fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister
  • Abe Shinzō 安倍晋三 jap.
    1954–; japanischer Premierminister 2006–2007 und 2012–2020
  • Abe Yasurō 阿部泰郎 jap.
    1953–; Spezialist für die buddhistische Literatur des japanischen Mittelalters, Universität Nagoya
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎 jap.
    1782–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Ajātaśatru अजातशत्रु skt.
    König v. Magadha in Nord-Indien (r. 491-461 v.u.Z.) (jap. Ajase 阿闍世)
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀 jap.
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • akusō 悪僧 jap.
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • ama 海女 jap.
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • Amagoi Komachi 雨乞小町 jap.
    „Komachis Bitte um Regen“; Motiv aus dem Leben der Dichterin Ono no Komachi in , Kabuki oder ukiyo-e
  • ame no hito 雨の人 jap.
    „Regenmensch“; jemand, der immer Schlechtwetter mitbringt
  • Amoghavajra अमोघवज्र skt.
    705–774; buddh. Mönch aus Samarkand, Autor und Übersetzer zahlreicher Schriften des esoterischen Buddhismus aus dem Sanskrit ins Chinesische; chin. Bukong Jingang (jap. Fukū Kongō 不空金剛)
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人 jap.
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Ānanda आनन्द skt.
    „Freude“ (jap. Anan 阿難), Schüler des Buddha
  • An Lushan 安禄山 chin.
    703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
  • An Shigao 安世高 chin.
    2. Jh. u.Z.; buddhistische Missionar und früher Übersetzer indischer Texte ins Chinesische; stammte möglicherweise aus dem Partherreich
  • Antoku Tennō 安徳天皇 jap.
    1178–1185; Kindkaiser und Enkel des Taira no Kiyomori, starb in der Seeschlacht von Dan-no-ura, die die Niederlage der Taira besiegelte
  • Antoni, Klaus west.
    1953–; deutscher Japanologe und Kulturwissenschaftler an der Universität Tübingen
  • arahitogami 現人神 jap.
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • arakan 阿羅漢 jap.
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • arhat अर्हत् skt.
    höchste Stufe des Menschseins vor dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf (jap. rakan)
  • Arima Harunobu 有馬晴信 jap.
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • Asahara Shōkō 麻原彰晃 jap.
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Asai Ryōi 浅井了意 jap.
    1612–1691; Samurai und Schriftsteller in der frühen Edo-Zeit
  • Ashikaga 足利 jap.
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Tadayoshi 足利直義 jap.
    1306–1352; Feldherr in der Muromachi-Zeit; jüngerer Bruder von Ashikaga Takauji (erste Ashikaga Shōgun)
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏 jap.
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358; älterer Bruder von Ashikaga Tadayoshi
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満 jap.
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des -Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • Aśoka अशोक skt.
    „Der Unbesorgte“ (jap. Muu 無憂 oder Aikuō 阿育王), 304?–232 v.u.Z., König von Nord-Indien
  • Assmann, Jan west.
    1938–; deutscher Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler
  • Aston, William George west.
    1841–1911; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie; Übersetzer des Nihon shoki
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女 jap.
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Awa Kenzō 阿波研造 jap.
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • azusa miko 梓神子 jap.
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
B
  • Bassui Tokushō 抜隊得勝 jap.
    1327–1387; Zen Mönch der Rinzai Schule;
  • bateren 伴天連 jap.
    christlicher Priester; Missionar
  • Beato, Felice west.
    1832–1909; ital.-brit. Photograph, dokumentierte erstmals das Leben in Ostasien, Japanaufenthalt in den 1860er und 1870er Jahren
  • Benkei 弁慶 jap.
     ?–1189; legendärer Kriegermönch (sōhei) des Genpei-Krieges
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇 jap.
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585)
  • Bimbisāra बिम्बिसार skt.
    bedeutender König des Reiches von Magadha zu Lebzeiten des Buddha (jap. Binbasara 頻婆娑羅)
  • Binzuru 賓頭盧 jap.
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja)
  • biwa hōshi 琵琶法師 jap.
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Blacker, Carmen west.
    1924–2009; britische Japanologin und Kulturanthropologin, lehrte in Cambridge
  • Bodhidharma बोधिधर्म skt.
    legendärer buddh. Mönch aus Indien, in China aktiv; gilt als Begründer des Chan (Zen) Buddhismus (jap. Daruma 達磨 oder Bodaidaruma 菩提達磨)
  • Bodhisena बोधिसेन skt.
    704–760, indischer Mönch, Begründer der japanischen Kegon-Schule (jap. Bodaisena 菩提僊那)
  • Bodiford, William west.
    1955–; Buddhismushistoriker und Japanologe an der University of California, Los Angeles
  • Bohner, Hermann west.
    1884–1963; deutscher Japanologe; ab dem Ersten Weltkrieg in Japan tätig
  • Bosch, Hieronymus west.
    1450–1516; niederländischer Maler, bekannt für seine apokalyptischen Höllendarstellungen
  • Boyi 伯夷 chin.
    legendäre Figur aus der chinesischen Frühzeit (frühe Zhou-Dynastie, 11. Jh. v.u.Z.); zusammen mit seinem Bruder Shuqi ein Inbegriff von Loyalität und Selbstaufopferung
  • Brecht, Bertolt west.
    1898–1956; deutscher Schriftsteller und Dramatiker, dem Ostasien, ohne dass er es näher kannte, häufig zur Inspiration seiner „Lehrstücke“ diente
  • Budai 布袋 chin.
    chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
  • buke 武家 jap.
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • Bunshi Genshō 文之玄昌 jap.
    1555–1620; Mönch der Rinzai-Schule
  • bushi 武士 jap.
    Krieger, Samurai
C
  • Cao Yuanzhong 曹元忠 chin.
    r. 944–974; regierte zur Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche (907–960) als quasi unabhängiger Herrscher die Garnisonsstadt Dunhuang am nordwestlichen Ende der chinesischen Einflusssphäre
  • Castiglione, Giuseppe west.
    1688-1766; ital. Maler und Jesuit; war am chinesischen Hof tätig; verschmolz chinesische und westliche Maltechniken zum sogenannten Qing-Hofstil
  • Chamberlain, Basil Hall west.
    1850–1935, brit. Pionier der Japanforschung
  • Chen Shou 陳壽 chin.
    233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt als Chengzuo 承祚
  • Chijiwa Miguel 千々石弥解瑠/ミゲル jap.
    1569?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshou-Gesandtschaft, später Apostat und Gegner des Christentums; japanischer Eigenname Seizaemon 清左衛門
  • Chiossone, Edoardo west.
    1833–1898; italienischer Graphiker und Drucker, der ab 1872 bis zu seinem Tod in Japan tätig war
  • Chōgen 重源 jap.
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Como, Michael west.
    amerikanischer Shintō-Forscher an der Columbia University, New York
  • Conze, Edward west.
    1904–1979; deutsch-britischer Buddhismusforscher
  • Cooper, Michael west.
    1930–2018; Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert, lehrte an der Sophia Universität, Tōkyō
D
  • Daigo Tennō 醍醐天皇 jap.
    60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
  • Daijō-kan 太政官 jap.
    oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
  • Daimyō 大名 jap.
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • daisōjō 大僧正 jap.
    „Kardinal“; höchstes Amt in der landesweiten Klosterverwaltung (sōgō)
  • daisōzu 大僧都 jap.
    „Erzbischof“; führendes Amt in der landesweiten Klosterverwaltung (sōgō)
  • danna 旦那 jap.
    Gönner, Patron oder einfach Gemeindemitglied eines buddhistischen Tempels, auch danka; davon abgeleitet: Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha); Ehemann
  • Date 伊達 jap.
    Kriegerfamilie; ab der Edo-Zeit mächtige Daimyō-Dynastie in Nord-Japan
  • Date Masamune 伊達政宗 jap.
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
  • Davidson, Ronald west.
    amerikanischer Indologe und Religionswissenschaftler an der Fairfield University in Connecticut
  • Deguchi Nao 出口なお jap.
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Deguchi Onisaburō 出口鬼三郎 jap.
    1871–1948; Mitbegründer der neurel. Bewegung Ōmoto
  • Dengyō Daishi 伝教大師 jap.
    Posthumer Ehrentitel des Mönchs Saichō
  • Dentō 伝燈 jap.
    wtl. „Übertragen der Lampe“; Weiterführen der Lehre [eines buddhistischen Meisters]; wurde 860 zu einem Ehrentitel in vier (später fünf) Abstufungen; implizierte eine Auszeichnung für Mönche außerhalb der staatlichen Mönchsverwaltung (sōgō), die sich um die Ausbreitung der buddhistischen Lehre verdient gemacht hatten
  • Dōgen 道元 jap.
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄 jap.
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子 jap.
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōkyō 道鏡 jap.
    700?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōzō 道蔵 jap.
    koreanischer Mönch aus Baekje, spätes 6. Jh.; im Nihon shoki als Experte des Regenmachens erwähnt
  • Dschingis Khan 成吉思汗 chin.
    ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
  • Dürckheim, Karlfried Graf west.
    1896–1988; Psychologe und Zen-Lehrer, in der Zwischenkriegszeit im Dienst des Nationalsozialismus in Japan tätig
E
  • ebisu kaki 夷かき jap.
    Bezeichnung für Schausteller, die früher vom Nishinomiya Jinja aus mit Puppen durch die Lande zogen
  • Eisai 榮西 jap.
    s. Myōan Yōsai
  • Eizon 叡尊 jap.
    1201–1290; Shingon-Mönch; Abt des Saidai-ji in Nara
  • Eliade, Mircea west.
    1907–1986, rumänischer Religionswissenschaftler und Ethnologe, lehrte an der Universität Chicago
  • Elisonas, Jurgis west.
    1937–; litauisch-amerikanischer Japanologe mit Forschungsschwerpunkt auf Japans christlichem Jahrhundert; publizierte auch als George Elison oder J.S.A. Elisonas
  • Emishi 蝦夷 jap.
    Volksgruppe im Nordwesten Japans, die im Laufe des japanischen Altertums aus Honshū verdrängt bzw. unterworfen und assimiliert wurde; die Zeichen werden auch Ezo oder Ebisu gelesen
  • Enami Nobukuni 江南信國 jap.
    1859–1929; japanischer Photopionier der Meiji-Zeit; wies sich häufig auch als „T.Enami“ aus
  • Endō Shūsaku 遠藤周作 jap.
    1923–1996; japanischer Schriftsteller, der in zahlreichen Romanen zumeist das Christentum in Japan thematisierte
  • Ennin 円仁 jap.
    794–864; Mönch des Tendai Buddhismus, Schüler Saichōs
  • En no Gyōja 役行者 jap.
    Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
  • En no Ozuno 役小角 jap.
    Asket des Altertums, auch En no Ozunu; besser bekannt als En no Gyōja
F
  • Faure, Bernard west.
    1948-; französisch-amerikanischer Religionshistoriker an der Columbia University
  • Faxian 法顯 chin.
    früher chin. Pilgermönch (337?–422?), Autor eines Reiseberichts
  • Fellonosa, Ernest west.
    1853–1908; lehrte in jungen Jahren in Japan Philosophie, entwickelte sich aber bald zu einem Connaisseur japanischer Kunst und stellte im Auftrag der Meiji-Regierung die erste Liste japanischer „Nationalschätze“ zusammen. Seine Kunstsammlung bildet den Grundstock der Japonica im Museum of Fine Arts, Boston.
  • Ferreira, Cristóvão west.
    1580?–1650; portugiesischer Jesuitenmissionar in Japan, der nach Verhaftung und Folter 1633 zur anti-christlichen Inquisition überwechselte
  • Florenz, Karl west.
    1865–1939; Pionier der deutschen Japanforschung
  • Francisco de Xavier west.
    1506–1552; spanischer Mönch und Missionar, Mitbegründer des Jesuitenordens, zuständig für die Missionierung Ostasiens; auch als der Heilige Franz Xaver bekannt
  • Fróis, Luís jap.
    1532—1597; portugiesischer Missionar des Jesuitenordens und bekannter Chronist der japanischen Mission
  • Fujita Tōko 藤田東湖 jap.
    1806–1855; Gelehrter der Mito-Schule
  • Fujiwara 藤原 jap.
    mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
  • Fujiwara no Hirotsugu 藤原広嗣 jap.
     ?–740; Adeliger aus dem Haus der Fujiwara, der 740 die größte Rebellion des 8. Jahrhunderts anführte
  • Fujiwara no Michinori 藤原通憲 jap.
    1106–1160; Staatsmann und wichtiger Verbündeter des Taira no Kiyomori in der Heiji-Rebellion (1159–1160); auch bekannt als Shinzei 信西
  • Fujiwara no Nakamaro 藤原仲麻呂 jap.
    706–764; Staatsmann, Kanzler in der Nara-Zeit; Eigenname Emi no Oshikatsu
  • Fujiwara no Senshi 藤原詮子 jap.
    962-1002; Mutter des Ichijō Tennō; Nonnenweihe 991
  • Fujiwara no Tokihira 藤原時平 jap.
    871–909; japanischer Staatsman, Hofbeamter und Politiker der Heian-Zeit
  • Fujiwara no Yasuhira 藤原泰衡 jap.
    1155–1189; Oberhaupt des Fujiwara-Clans in der Zeit des Genpei-Krieges
  • Fujiwara no Yoshifusa 藤原良房 jap.
    804–872; Staatsmann, Begründer der Fujiwara-Hagemonie
  • Fujiwara Seika 藤原惺窩 jap.
    1561–1619; Gelehrter und Philosoph des Neo-Konfuzianismus
  • Fujiwara Tetsuzō 藤原銕造 jap.
    1876–1966; Töpfermeister in Shigaraki
  • Fukami Tōshū 深見東州 jap.
    1951–; Gründer der Shintō-nahen Neureligion WorldMate; auch bekannt als Handa Haruhisa und Fukami Seizan
  • Fukuba Bisei 福羽美静 jap.
    1831–1907; Gelehrter und Vasall des Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen; Universitätsgründer
  • Fuxi 伏羲 chin.
    Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi
G
  • gakuryo 学侶 jap.
    Mönchsgelehrter
  • Ganzan Daishi 元三大師 jap.
    wtl. Meister des Dritten Ersten; respektvoller Beinamen des Ryōgen mit Bezug auf dessen Sterbedatum
  • Gautama गौतम skt.
    Eigennamen des historischen Buddha; Pali: Gotama (jap. Kudon 瞿曇)
  • Geisha 芸者 jap.
    japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet; wtl. „Person der Künste“; der Begriff war urspr. geschlechtsneutral, wurde also auch auf Männer angewendet
  • Gennō Shinshō 源翁心昭 jap.
    1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden
  • Genshin 源信 jap.
    Tendai-Mönch (942–1017); auch bekannt als Eshin; Autor des Ōjō yōshū; Wegbereiter der Jōdo-shū
  • Go-Daigo 後醍醐 jap.
    1288–1339; Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.
  • Go-Momozono 後桃園 jap.
    1758-1779; 118. Tennō; (r. 1771–1779)
  • Gonçalves, Gaspar west.
    1540–1590, portugiesischer Theologe des Jesuiten Ordens
  • Gongen-sama 権現様 jap.
    volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shōgun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
  • goningumi 五人組 jap.
    Nachbarschaftsgruppe; wtl. „Fünfergruppe“
  • Go-Sakuramachi 後桜町 jap.
    1740–1813; 117. Tennō; (r. 1762–1771); regierte als letzte von acht Kaiserinnen; Vorgänger des Go-Momozono Tennōs
  • gosanke 御三家 jap.
    wtl. drei ehrbare Häuser; Sammelbegriff für die drei wichtigsten Seitenlinien der Tokugawa-Dynastie
  • Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇 jap.
    1127–1192; 77. Kaiser von Japan (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo dar
  • Go-Uda 後宇多天皇 jap.
    1267–1324; 91. Tennō; Regierungszeit 1274–1287
  • Gōma Daishi 降魔大師 jap.
    „Dämonenbezwingender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
  • goze 瞽女 jap.
    blinde Musikerinnen, die sich zu Gilden zusammen schlossen und einen eigenen Rezitationsstil pflegten; bis ins 20. Jh. verbreitet
  • Granada, Luis de west.
    1504–1588; spanischer Dominikanermönch und erfolgreicher theologischer Publizist; Autor zahlreicher populärer Lehrschriften
  • Granet, Marcel jap.
    1884–1940; französischer Sinologe und Soziologe
  • Grapard, Allan G. west.
    1944–; franko-amerikanischer Japanologe und Shintō-Experte, lehrte u.a. an der University of California, St. Barbara
  • Gregor XIII west.
    1502–1585; Pabst von 1572–1585; Geburtsname Ugo Boncompagni; bekannt für die Einführung des Gregorianischen Kalenders, 1582; Förderer des Jesuiten-Ordens
  • Gregor XIII west.
    1502–1585, Papst (1572–1585); geb. als Ugo Boncompagni; machte sich durch eine Kalenderreform 1582 (Gregorianischer Kalender) einen Namen; empfing kurz vor seinem Tod die sog. Tenshō Mission (Tenshō ken'ō shisetsu) aus Japan
  • Groemer, Gerald west.
    1959–; amerikanischer Musikethnologe mit Forschungsschwerpunkt Japan, lehrt an der Universität Yamanashi
  • Guanxiu 貫休 chin.
    buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
  • gūji 宮司 jap.
    kami-Priester
  • Gyōki 行基 jap.
    668–749; Nara-zeitlicher Mönch, Popularisierer des Buddhismus
  • Gyōkyō 行教 jap.
    Mönch im Daian-ji (Nara) der frühen Heian-Zeit; Gründer des Iwashimizu Schreins
H
  • hafuri 祝/祝部 jap.
    kami-Priester der Frühzeit
  • Hakuin Ekaku 白隠慧鶴 jap.
    1685–1768; Zen-Mönch und Reformer der Rinzai-shū; Maler
  • Hanabusa Itchō 英一蝶 jap.
    1652–1724; Maler und Literat; wtl. „der glorreiche Schmetterling“
  • Hara Martinho 原丸知野/マルチノ jap.
    1568?—1629; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später Übersetzer christlicher Texte
  • hare no hito 晴れの人 jap.
    „Schönwettermensch“; jemand, der immer Schönwetter mitbringt
  • Hasekura Tsunenaga 支倉常長 jap.
    1571–1622; Vasall des Date Masamune und Führer einer diplomatischen Mission nach Spanien und Italien in den Jahren 1613 bis 1620
  • Hata no Irogu 秦伊侶具 jap.
    Nara-zeitlicher Vertreter des koreanisch-stämmigen Hata-Klans
  • Hata-uji 秦氏 jap.
    Familienklan des japanischen Altertums mit kontinentalen Wurzeln; der Name schreibt sich mit den gleichen Zeichen wie die chinesische Qin Dynastie (778–207 v.u.Z.) und war von jeher sowohl in China als auch in Korea ein häufiger Familiennamen
  • Hayashi Gahō 林鵞峰 jap.
    1618-1680; war ein Neo-Konfuzianischer Gelehrter und Hof-Konfuzianer des Shōguns
  • Hayashi Razan 林羅山 jap.
    1583–1657; neo-konfuzianischer Gelehrter
  • henro 遍路 jap.
    Pilger; Pilgerschaft
  • Hepburn, James Curtis west.
    1815–1911; amerikanischer Missionar und Pionier der Japanforschung; entwickelte die heute noch gebräuchliche Hepburn-Umschrift des Japanischen
  • Herakles west.
    auch Herkules, Held des antiken Griechenlands, bekannt für seine außergewöhnliche Kraft
  • Herrigel, Eugen west.
    1884–1955, deutscher Philosoph und Autor des Bestsellers Zen und die Kunst des Bogenschießens
  • Hidari Jingorō 左甚五郎 jap.
    sagenumwobener Meisterbildhauer der frühen Edo-Zeit, der Statuen so naturgetreu anfertigte, dass sie zum Leben erwachten
  • Himiko 卑弥呼 jap.
    ca. 170–248; frühgeschichtliche Priesterkönigin; auch Pimiko (wahrscheinliche Bedeutung: „Kind der Sonne“); chin. Pei-mi-hu
  • Hirata Atsutane 平田篤胤 jap.
    1776–1843; kokugaku-Gelehrter
  • Hirata Kanetane 平田鉄胤 jap.
    1799–1880; Kokugaku-Gelehrter
  • Holtom, Daniel Clarence west.
    1884–1962; amerikanischer Missionar und Shintoforscher, der sich insbesondere mit dem Staatsshinto des frühen 20. Jh. auseinandersetzte
  • Holtom, Daniel Clarence west.
    1884–1962; christlicher Missionar, Theologe und Japanologe mit besonderem Schwerpunkt auf Shintō
  • Hoshina Masayuki 保科正之 jap.
    1611–1673; Daimyō von Aizu-han, konfuzianischer Gelehrter
  • Hosokawa Tama 細川玉 jap.
    1563—1600; prominente japanische Christin aus dem Kriegeradel, besser bekannt als Hosokawa Gracia
  • Hōjō 北条 jap.
    Regentenfamilie des Shōgunats von Kamakura; pol. Machthaber der Kamakura-Zeit
H (Fortsetzung)
  • Hōjō Masako 北条政子 jap.
    1157–1225; Tochter des ersten Regenten im Kamakura-Shōgunat und Frau des ersten Shōgun Minamoto no Yoritomo
  • Hōmyō Dōji 法妙童子 jap.
    wtl. Knabe des Wunderbaren Dharma; Held einer in Indien angesiedelten buddhistischen Legende aus dem japanischen Mittelalter
  • Hōnen 法然 jap.
    1133–1212; Gründer der Jōdo-shū, der Schule vom Reinen Land
  • Huangdi 黃帝 chin.
    „Gelber Kaiser“; legendäre Regierungsdaten 2698–2598; Kulturheroe und mytholog. Reichsgründer Chinas
  • Huiguo 惠果 chin.
    746–806; ältere Schreibung Hui-kuo; chin. Lehrer Kūkais
  • Huike 慧可 jap.
    487–593; chin. Chan Patriarch; ältere Umschrift: Hui k‘o
I
  • Ichijō Tennō 一条天皇 jap.
    980-1011; 66. Kaiser von Japan; (r. 986-1011)
  • Ihara Saikaku 井原西鶴 jap.
    1642–1693; Schriftsteller der Edo-Zeit, verfasste zahlreiche erotische Romane
  • Ii Naosuke 井伊直弼 jap.
    1800–1860; Staatsmann des Bakufu; wegen pro-amerikanischer Politik ermordet
  • Ikeda Daisaku 池田大作 jap.
    geb. 1928; Publizist, buddh. Laien-Prediger, dritter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Ikeda Mitsumasa 池田光政 jap.
    1609–1682; Daimyō von Okayama-han; Konfuzianist, religiöser Reformer
  • Ikkyū Sōjun 一休宗純 jap.
    1394–1481; Zen-Mönch und Dichter
  • Inoue Enryō 井上円了 jap.
    1858-1919; buddhistischer Philosoph; verfasste u.a. das Werk Tengu-ron
  • Inoue Tetsujirō 井上哲次郎 jap.
    1856–1944; führender Philosoph und Intellektueller der Meiji-Zeit
  • Ippen jap.
    1239–1289; Amida-Mönch und Gründer der Ji-shū
  • iruman イルマン/以留満 jap.
    christlicher Mönchsbruder/Frater im feudalen Japan; von Portugiesisch irmão
  • itako イタコ jap.
    blinde Priesterin oder Shamanin; früher auch ichiko 市子
  • Itami Jūzō 伊丹十三 jap.
    1933–1997; japanischer Filmregisseur; bekannt für Komödien wie Osōshiki (1984), Tampopo (1985) oder die Steuerfahnderin (1987)
  • Itō Hirobumi 伊藤博文 jap.
    1841–1909; Staatsmann; Premierminister der Meiji-Zeit
  • Itō Jakuchū 伊藤若冲 jap.
    1716–1800; Edo-zeitl. Maler und Literat aus Kyōto; kein Mönch, aber dem Zen-Buddhismus nahe stehend
  • Itō Mancio 伊東満所/マンショ jap.
    1569?—1612; jugendlicher Leiter der Tenshō-Gesandtschaft, später christlicher Priester in Kyūshū; jap. Eigenname Sukemasu 祐益
  • Iwakura Tomomi 岩倉具視 jap.
    1825–1883; Staatsmann der Meiji-Zeit; Leiter der Iwakura Mission (1871–1873)
  • Iyanaga Nobumi 彌永信美 jap.
    1948–; Spezialist für kulturelle Beziehungen innerhalb der buddhistischen Welt; verfasste u.a. eine Studie zu den indischen Wurzeln des japanischen Daikoku
  • I-yü 壹與 chin.
    235–?; Tochter der japanischen Königin Himiko (da der Name nur aus chin. Chroniken bekannt ist, ist die jap. Aussprache unklar)
  • Izumi Shikibu 和泉式部 jap.
    978?–1033?; Hofdame und Dichterin der Heian-Zeit
J
  • Jie Daishi 慈恵大師 jap.
    posthumer Ehrentitel des Tendai-Mönchs Ryōgen
  • Jigen Daishi 慈眼大師 jap.
    Ehrentitel des Tendai-Abts Tenkai
  • Jingū Kōgō 神功皇后 jap.
    mytholog. Herrscherin; Witwe des 14. Tennō, Chūai, und Mutter des Ōjin Tennō
  • Jinmu Tennō 神武天皇 jap.
    wtl. „göttlicher Krieger“; gemäß den japanischen Mythen der erste menschliche Herrscher (Tennō) Japans
  • Jitō Tennō 持統天皇 jap.
    645–703, r. 686–697; 41. japanische Kaiserin
  • Joseon Wangjo 조선왕조 kor.
    koreanisches Herrschergeschlecht; herrschte über das Kaiserreich Korea von 1392–1910
  • Jōchō jap.
     ?- 1057; buddhistischer Bildhauer der Heian-Zeit; perfektionierte die yosegi-zukuri-Technik (zusammengesetzte Statuen) und bereitete damit den dynamischen Stil der Kamakura-zeitlichen buddhistischen Plastiken vor
  • Jōjin 成尋 jap.
    1011–1081; Mönch der Tendai-shū, u.a. für seinen Reisebericht aus China (1072) bekannt; erhielt vom chin. Kaiser nach einem erfolgreichen Regenbittritus den Ehrennamen Zenne Daishi 善慧大師 und blieb bis zu seinem Tod in China
  • Jōkō-in 常高院 jap.
    1570–1633; Ehefrau von Kyōgoku Takatsugu; wurde nach seinem Tod zur Nonne und gründete ein Kloster
K
  • Kada Azumamaro 荷田春満 jap.
    1669–1736; kokugaku-Gelehrter
  • Kadenokōji Kanenaka 勘解由小路兼仲 jap.
    1244–1308; auch Hirobashi Kanenaka; Höfling aus der Fujiwara Linie; Chronist
  • Kadoya Atsushi 門屋溫 jap.
    1958–; japanischer Shintō-Experte, lehrt unter anderem an der Iwaki Meisei Universität
  • Kaempfer, Engelbert west.
    1651–1716; deutscher Arzt und Naturforscher, Japanreisender (1790–1792); Autor einer detaillierten Japanbeschreibung
  • Kagemusha 影武者 jap.
    wtl. „Schattenkrieger“ oder Doppelgänger; Historienfilm von Kurosawa Akira aus dem Jahr 1980
  • kaimyō 戒名 jap.
    buddhistischer Totenname, posthumer Name eines Verstorbenen
  • kakure kirishitan 隠れキリシタン jap.
    „Krypto-Christen“; christliche Geheimbünde
  • Kamei Koremi 亀井茲監 jap.
    1825–1885; Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen
  • Kamo no Chōmei 鴨長明 jap.
    1153?–1216; japanischer Poet und Autor, der nach buddh. Lehren als Eremit lebte; auch bekannt unter seinem buddh. Namen Ren’in 蓮胤
  • Kamo no Mabuchi 賀茂真淵 jap.
    1697–1769; Kokugaku-Gelehrter
  • Kangan Giin 寒巌義尹 jap.
    1217–1300; Mönch des Zen Buddhismus
  • Kāṇiṣka कनिष्क skt.
    ca. 127–163 u.Z., Regent des Kushana Reichs, dessen Zentrum sich in Gandhara im heutigen Pakistan befand. Er spielte eine große Rolle bei der Entwicklung der Seidenstraße und der Übertragung des Buddhismus aus seinem Reich nach China
  • Kanmu Tennō 桓武天皇 jap.
    737–806; 50. japanischer Tennō; (r. 781–806); verantwortlich für Verlegung der Hauptstadt nach Heian (Kyōto)
  • kannushi 神主 jap.
    Shintō- bzw. kami-Priester; wtl. „Meister der Götter“
  • Kanō Mitsunobu 狩野光信 jap.
    1565?-1608?; Hofmaler von Toyotomi Hideyoshi; Vater von Kanō Sadanobu
  • Kanō Sadanobu 狩野貞信 jap.
    1597–1623; jap. Maler; Sohn von Kanō Mitsunobu
  • Kanō Tan'yū 狩野探幽 jap.
    Hofmaler der Tokugawa Shogune, 1602–1674
  • Kanō Tsunenobu 狩野常信 jap.
    1636–1713; Künstler der Kanō-Schule
  • Karow, Otto west.
    1813–1992; linguistisch ausgerichteter Japanologe und Sinologe
  • Katsushika Hokusai 葛飾北斎 jap.
    1760–1849; Maler und Zeichner. Bekanntester Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts
  • Kawanabe Kyōsai 河鍋暁斎 jap.
    1831–1889; Künstler und Karikaturist Ende Edo-, Anfang Meiji-Zeit
  • Keian Genju 桂庵玄樹 jap.
    1427–1508; Zen-Mönch aus West-Honshū, der nach Aufenthalt in China den konfuzianischen Philosophen Zhu Xi in Japan bekannt machte und die japanischen Standards zur Lesung chinesischer Texte reformierte
  • Keichū 契沖 jap.
    1640–1701; philologischer Gelehrter, Vorläufer der kokugaku
  • Kido Takayoshi 木戸孝允 jap.
    1833–1877; Staatsmann der Meiji-Zeit
  • Kinmei Tennō 欽明天皇 jap.
    509–571; 29. Tennō Japans; r. 540?–571
  • Kitabatake Chikafusa 北畠親房 jap.
    1293–1354; Krieger und Gelehrter
  • Kitagawa Utamaro 喜多川歌麿 jap.
    1753–1806; ukiyo-e-Meister, vor allem für seine Frauenportraits berühmt
  • Kita Sadakichi 喜田貞吉 jap.
    1871–1939; regime-treuer Historiker und Archäologe der Zwischenkriegszeit
  • Kiyohime 清姫 jap.
    Heldin einer berühmten Legende aus der Heian-Zeit (10. Jh.); Sinnbild rasender Eifersucht
  • Kobayakawa Hideaki 小早川秀秋 jap.
    1577-1602; kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) später an Tokugawa Ieyasus Seite und verriet infolgedessen seinen Verbündeten Ōtani Yoshitsugu; Neffe von Toyotomi Hideyoshi
  • Kobayashi Eitaku 小林永濯 jap.
    1843–1890; Meiji-zeitlicher Maler; auch Sensai Eitaku
  • Kohada Koheiji 小幡小平次 jap.
    Figur des Kabuki-Theaters; Totengeist eines betrogenen Ehemannes
  • Koizumi Jun'ichirō 小泉純一郎 jap.
    1942–; japanischer Premierminister; (r. 2001–2006)
  • Komachiya Sōzō 小町谷操三 jap.
    1893–1979, japanischer Anwalt und Kollege bzw. Dolmetscher von Eugen Herrigel
  • Konchi-in Sūden 金地院崇伝 jap.
    1569–1633; Zen-Abt und religiöser Berater von Tokugawa Ieyasu; Verfasser des ant-christlichen Edikts von 1614 (Hai kirishitan bun) und von diversen Gesetzen zur Neuordnung religiöser Gruppierungen
  • Kong Zi 孔子 chin.
    verm. 551–479 v.u.Z.; chin. Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie; der latinisierte Name „Konfuzius“ (eine Kreation der Jesuiten des 16. Jh.s) leitet sich ab von Kong Fu Zi 孔夫子 (wtl. Lehrmeister Kong); auch bekannt unter seinem Geburtsnamen Kong Qiu 孔丘
  • Konoe Tennō 近衛天皇 jap.
    1139–1155, r. 1142–1155; 76. jap. Kaiser (Heian-Zeit)
  • Koselleck, Reinhart west.
    1923–2006; deutscher Historiker des 20. Jahrhundert
  • jap.
    Bruderschaft; Bez. f. verschiedenste Arten von religiösen Gruppierungen, bes. in der Edo-Zeit; urspr. buddh. Studiengruppe
  • Kōbō Daishi 弘法大師 jap.
    Ehrentitel von Kūkai
  • Kōgyoku Tennō 皇極天皇 jap.
    594–661; weibliche Tennō, r. 642–645; herrschte ein weiteres Mal unter dem Namen Saimei, 655–661
  • Kōken Tennō 孝謙天皇 jap.
    718–770; japanische Kaiserin; r. 749–758 und 764–770 unter dem Namen Shōtoku 称徳
  • Kōmei Tennō 孝明天皇 jap.
    1831–1867; 121. Tennō Japans; (r. 1846–1867); letzter Tennō der Edo-Zeit, Vorgänger und Vater des Meiji Tennō
  • Kōno Michinobu 河野通信 jap.
    1156–1223, Kriegsherr der Kamakura-Zeit; Großvater des Religionsgründers Ippen
  • Kōyō Taishi 孝養太子 jap.
    ikonographisches Motiv des „pietätvoll opfernden Prinzen“ Shōtoku Taishi
  • Kubilai Khan 元世祖忽必烈 chin.
    1215-1294; Großkhan der Mongolen; Kaiser von China -> Begründer der Yuan-Dynastie
  • Kubota Mantarō 久保田万太郎 jap.
    1889–1963, japanischer Schriftsteller
  • kuge 公家 jap.
    Hofadel; die führenden höfischen Familien
  • Kuiji 窺基 chin.
    632–682; auch Ji 基; posthumer Ehrenname Cien Dashi 慈恩大師 (jap. Jion Daishi); chinesischer Mönch und Schüler von Xuanzang; gilt als Begründer der Schulrichtung Faxiang (jap. Hossō-shū)
  • Kumagai Naozane 熊谷直実 jap.
    1141–1208; berühmter Soldat in Diensten des Minamoto-Clans, der im Genpei-Krieg kämpfte
  • kumano bikuni 熊野比丘尼 jap.
    wtl. Nonnen aus Kumano; fahrende Schaustellerinnen, die mit Bildern und Gesängen Spenden für die Schreine von Kumano sammelten
  • Kumārajīva कुमारजीव skt.
    344–413; buddh. Gelehrter und Übersetzer (jap. Kumaraju 鳩摩羅什)
  • Kumazawa Banzan 熊沢蕃山 jap.
    1616–1691; neo-konfuzianischer Gelehrter der frühen Edo-Zeit
  • Kume Kunitake 久米邦武 jap.
    1839–1931, japanischer Gelehrter der Meiji-Zeit; als junger Mann Sekretär der Iwakura Mission (1871–73), später Professor für Geschichte an der Kaiserlichen Universität Tōkyō
  • kuni no miyatsuko 国造 jap.
    frühzeitlicher japanischer Titel, Provinzverwalter; spätere Lesung: kokuzō
  • Kuroda Toshio 黒田俊雄 jap.
    1923–1993; Historiker und Religionswissenschaftler
  • Kurosawa Akira 黒澤明 jap.
    1910–1998; zählt zu den bekanntesten japanischen Filmregisseuren; v.a. bekannt für Historiendramen wie Rashomon (1950), Die Sieben Samurai (1954) oder Ran (1985).
  • Kushinada-hime 奇稲田姫 jap.
    Ehefrau Susanoos, Mutter bzw. Ahnin Ōkuninushis
  • Kusunoki Masashige 楠木正成 jap.
    1294?–1336; Feldherr und loyaler Gefolgsmann von Go-Daigo Tennō
  • Kūkai 空海 jap.
    774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishi
  • Kūya 空也 jap.
    Wanderprediger des 10. Jh.s
  • Kuzunoha 葛の葉 jap.
    Fuchsgeist in Frauengestalt, wtl. „Rankenblatt“; angebl. Mutter des Magiers Abe no Seimei
  • kyōdōshoku 教導職 jap.
    „nationale Evangelisten“; Missionare oder Instruktoren der Verbreitung der Großen Lehre
  • Kyōgoku Takatsugu 京極高次 jap.
    1563–1609; Daimyō und Gründer des Kyōgoku-Clans
  • Kyōkai 景戒 jap.
    buddhistischer Mönch des Yakushi-ji 薬師寺 (ein Tempel der Hossō-Schule) zur Nara-Zeit
L
  • LaFleur, William west.
    1936–2010; amerikanischer Japanologe und Buddhismusforscher; lehrte u.a. in Princeton
  • Laozi 老子 chin.
    trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; wtl. „alter Knabe“; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus
  • Liang Wu Di 梁武帝 chin.
    464–549; auch: Kaiser Wu, r. 502–549; Gründer der kurzlebigen Liang-Dynastie und bedeutender Förderer des chinesischen Buddhismus
  • Li Ji 李寄 chin.
    schlangentötende Heldin aus der Geschichtensammlung Soushenji 搜神記 („Geistersuche“, 4. Jh.) von Gan Bao 干寶.
  • Li Longmian 李龍眠 chin.
    chinesischer Maler-Mönch der Song-Zeit, 1049–1106; jap. Ri Ryūmin
  • Linji 臨濟 chin.
     ?–866; chin. Chan-Patriarch; jap. Rinzai
  • Linrothe, Rob west.
    1951–; amerikanischer Kunsthistoriker und Professor an der Northwestern University in Evanston, Illinois
  • Li Shengtian 李聖天 chin.
    r. 912–966; auch bekannt als Visa Sambhava; König von Khotan, einer Oase an der Seidenstraße am südlichen Rand des Tarim-Beckens
  • Loyola, Jorge de west.
    1562?–1589; japanischer Mönch (iruman) des Jesuitenordens, Begleiter der Tenshō-Mission
  • Luther, Martin west.
    1483–1546; christlicher Priester und Theologe; bedeutendster Vertreter der protestantischen Reformation im deutschspr. Raum
M
  • Mahākāśyapa महाकाश्यप skt.
    Schüler Buddhas (jap. Daikashō 大迦葉)
  • Makiguchi Tsunesaburō 牧口常三郎 jap.
    1871–1944; Gründer der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Mālānanda skt.
    buddhistischer Mönch des vierten Jahrhunderts, der 384 am Hof des koreanischen Reichs Baekje gelehrt haben soll
  • Mame Daishi 魔滅大師 jap.
    „Dämonenvernichtender Meister“; Beinamen des Tendai-Patriarchen Ryōgen
  • Mangan Zenji 満願禅師 jap.
    „Meditations-Meister Mangan“; buddhistischer Mönch der Nara-Zeit
  • Marco Polo west.
    1254–1324; venezianischer Händler, der durch seine Reiseberichte über China bekannt wurde
  • Maruyama Ōkyo 円山応挙 jap.
    1733-1795; jap. Maler
  • Matsudaira Naomasa 松平直政 jap.
    1601–1666; Daimyō von Izumo
  • Matsura Sayohime 松浦佐用姫 jap.
    legendäre Figur eines jungen Mädchens, das als Menschenopfer für eine Schlangengottheit ausersehen ist, diese aber Kraft ihrer Tugend aus dem Schlangendasein erlöst
  • Maudgalyāyana मौद्गल्यायन skt.
    2. Schüler des Buddha; mit übersinnlichen Fähigkeiten begabt, war es ihm möglich, die Unterwelt zu besuchen; in ostasiatischen Versionen seiner Legende errettet er dort seine Mutter (jap. Mokuren 目連)
  • McMullin, Neil jap.
    1940–; kanadischer Japanologe und Religionshistoriker, Prof. emer. der Universität Toronto
  • Meiji 明治 jap.
    posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benannt
  • Meiji Tennō 明治天皇 jap.
    1852–1912; 122. japanischer Kaiser (r. 1867–1912); Namensgeber und politische Symbolfigur der Meiji-Zeit; Eigenname: Mutsuhito
  • Meister Eckart west.
    1260?–1328?; christlicher Theologe und Mystiker aus Gotha, Thüringen; eig. Eckhart von Hochheim
  • Mesquita, Diogo de west.
    1553–1614; Missionar des Jesuitenordens in Japan, Begleiter der Tenshō-Gesandtschaft, Pädagoge
  • miko 巫女 jap.
    Miko, kami-Priesterin, Schreindienerin; auch: weibliche Shamanin; andere Schreibungen 神子 (Gott-Kind) oder 御子 (erhabenes Kind)
  • Minamoto jap.
    Kriegerfamilie, die 1185 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Kamakura Shōgunat, 1185–1333
  • Minamoto no Tametomo 源為朝 jap.
    1139–1170; auch als Chinzei Hachirō Tametomo bekannt; legendärer Bogenschütze der späten Heian-Zeit aus dem Haus der Minamoto; wurde auf der Halbinsel Izu als Gott verehrt; gilt auch als legendärer Begründer der Herrscherdynastie von Okinawa
  • Minamoto no Yorimitsu 源頼光 jap.
    948–1021, auch Minamoto Raikō; Krieger aus der Dynastie der Minamoto; zusammen mit seinen vier Vasallen, die auch als Shi-Tennō bezeichnet werden, ist er Held zahlreicher Legenden
  • Minamoto no Yoritomo 源頼朝 jap.
    1147–1199; Feldherr, Staatsmann, Begründer des Minamoto Shōgunats
  • Minamoto no Yoriyoshi 源頼義 jap.
    998–1076; Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte in den Kämpfen gegen Rebellen aus dem Norden in den Jahren 1051–1063; unter Yoriyoshi und seinem Sohn Yoshiie etablierten sich die Minamoto als Kriegsherrn in Ostjapan und setzten damit den Grundstein für das spätere Kamakura-Shōgunat
  • Minamoto no Yoshinaka 源義仲 jap.
    1154–1184; General im Genpei Krieg; Cousin und Rivale des Minamoto no Yoritomo
  • Minamoto no Yoshitsune 源義経 jap.
    1159–1189; japanischer Feldherr und Halbbruder von Minamoto no Yoritomo
  • Miyazaki Hayao 宮崎駿 jap.
    1941–; Regisseur, Autor und Zeichner von Manga und Anime wie Nausicaä, Totoro oder Chihiros Reise ins Zauberland
  • Mizuno Morinobu 水野守信 jap.
    1577–1637; Staatsbeamter der frühen Edo-Zeit, 1626–28 Verwalter von Nagasaki (Nagasaki bugyō); für die Einführung von fumie verantwortlich
  • Mokuren 目連 jap.
    Schüler des Buddha; skt. Maudgalyayana; errettet seine Mutter aus der Hölle
  • Mongaku 文覚 jap.
    1139–1203; politisch einflussreicher Shingon-Mönch des japanischen Frühmittelalters
  • Monmu Tennō 文武天皇 jap.
    683–707; 42. Tennō Japans (r. 697–707), Enkel des Tenmu Tennō
  • Mononobe 物部 jap.
    wtl. „Sippe der Dinge“; altjap. Klan, der gegen den Buddhismus eingestellt war
  • Mononobe no Moriya 物部守屋 jap.
     ?–587; Staatsmann und Oberhaupt des Mononobe-Clans
  • Morgenstern, Christian west.
    1871–1914; deutscher Dichter, u.a. bekannt für seine Galgenlieder
  • Motoori Norinaga 本居宣長 jap.
    1730–1801; Shintō-Gelehrter der „nationalen Schule“ (kokugaku)
  • Mugaku 無学 jap.
    1226–1286; aus China stammender Zen-Mönch der Kamakura-Zeit
  • Mujū Ichien 無住一円 jap.
    1226–1312; buddh. Mönch und Autor essayistischer und anekdotischer Werke
  • Myōan Yōsai 明菴榮西 jap.
    1141–1215; Zen-Möch, Begründer des jap. Rinzai Zen. Auch Eisai.
  • myōbu 命婦 jap.
    Hofdame; auch: Fuchswächter
N
  • Nāgārjuna नागार्जुन skt.
    2.–3.Jh. u.Z.; legendenumwobener buddhistischer Denker, der als richtungsweisender Philosoph des Mahayana-Buddhismus angesehen wird und Konzepte wie „Leerheit“ oder „Zwei Wahrheiten“ systematisierte (jap. Ryūju 龍樹)
  • Nakamura Hajime 中村元 jap.
    1912–1999; japanischer Philosoph und Buddhologe; Erforscher von vedischen, hinduistischen und buddhistischen Schriften
  • Nakasone Yasuhiro 中曽根康弘 jap.
    1918– ; japanischer Premierminister, r. 1982–1987
  • Nakatomi 中臣 jap.
    Adelsgeschlecht der Antike
  • Nakatomi no Kamatari 中臣鎌足 jap.
    614–669; Staatsmann und Ahnherr der Fujiwara
  • Nakaura Julian 中浦寿理安/ジュリアン jap.
    1568?—1633; als Jugendlicher Mitglied der Tenshō-Gesandtschaft, später katholischer Priester und Märtyrer
  • Nakayama Miki 中山みき jap.
    1798–1887; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Tenrikyō, 1838
  • nakōdo 仲人 jap.
    Vermittler bei arrangierten Heiraten (o-miai)
  • nanban 南蛮 jap.
    „südliche Barbaren“, Europäer
  • nanushi 名主 jap.
    Dorfvorstehender; Dorfoberster zur Edo-Zeit
  • Naumann, Nelly west.
    1922–2000; deutsche Japanologin und Mythenforscherin
  • Nebukadnezar west.
    ca. 640–562 v.u.Z.; Nebukadnezar II. war König des Neubabylonischen Reiches; ihm werden die Zerstörung des Tempels von Jerusalem und die Errichtung der Babylonischen Gärten zugeschrieben; r. 634–562
  • negi 禰宜 jap.
    hochrangiger Schrein-Priester
  • Nichiren 日蓮 jap.
    1222–1282; Begründer des Nichiren Buddhismus
  • Nichizō 日像 jap.
    1269-1342; Mönch der Nichiren Schule
  • Ninshō Ryōkan 忍性良観 jap.
    1217–1303; Shingon-Abt in Kamakura
  • Nintoku Tennō 仁徳天皇 jap.
    eig. Ōsazaki; semi-historischer Tennō der Frühzeit, der als Inbegriff des weisen, gerechten Herrschers gilt
  • Nishikawa Sukenobu 西川祐信 jap.
    1697?–1756; früher ukiyo-e Meister
  • Nōin 能因 jap.
    988-1051?; buddhistischer Dichtermönch
  • nyūdō 入道 jap.
    buddhistischer Laienmönch
O
  • Oda Nobunaga 織田信長 jap.
    1534–1582, Kriegsfürst, Reichseiniger
  • Odysseus Ὀδυσσεύς west.
    griechische Sagenfigur, bekannt durch seine Rolle im Kampf um Troja (Illias) und seine Irrfahrten (Odyssee)
O (Fortsetzung)
  • Ohara Koson 小原古邨 jap.
    1877-1945; jap. Maler des modernen ukiyo-e-Stils; auch als Shōson 祥邨 oder Hōson 豊屯 bekannt
  • onmyōji 陰陽師 jap.
    Yin Yang Meister
  • onmyō-ryō 陰陽寮 jap.
    wtl. „Amt für Yin und Yang“; höfische Orakelleser
  • Ono no Komachi 小野小町 jap.
    825?–900?; Heian-zeitliche Dichterin und Hofdame
  • Ono no Takamura 小野篁 jap.
    802–853; jap. Dichter und Gelehrter
  • Ōe no Masafusa 大江正房 jap.
    1041–1111; Hofgelehrter der Heian-Zeit
  • Ōkubo Toshimichi 大久保利通 jap.
    1830–1878; Staatsmann der Meiji-Zeit aus Satsuma
  • Ooms, Herman jap.
    belgisch-amerikanischer Japanologe, Prof. emer. der University of California, Los Angeles
  • Ōmura Masujirō 大村益次郎 jap.
    1824–1869; Vizekriegsminister der frühen Meiji Regierung, Reformer des Militärwesens nach westlichem Muster
  • Ōmura Sumitada 大村純忠 jap.
    1533–1587; erster christlicher Daimyō; getauft 1563
  • Ōtataneko 大田田根子 jap.
    Hohepriester und Ahnherr der Priester von Miwa
  • Ōtomo Sōrin 大友宗麟 jap.
    1530–1587; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • Origuchi Shinobu 折口信夫 jap.
    (1887–1953), jap. Volkskundler und Religionswissenschaftler
  • oshi 御師 jap.
    auch onshi; fahrende Priester aus Ise in der Muromachi- und Edo-Zeit, die Gläubige im ganzen Land mit Ise-Devotionalien versorgten und sie zu Pilgerfahrten nach Ise animierten
  • otaku 御宅 jap.
    ugs. für Manga/Anime-Fan; manchmal etwas herablassende Konnotation
  • Oto-goze 乙御前 jap.
    Nonne Oto; komödiantische weibliche Maske des kyōgen-Theaters; Glücksgottheit
  • Ōjin Tennō 応神天皇 jap.
    auch Homuda Wake 誉田別; mytholog. Herrscher, offiziell der 15. Tennō; trad. Lebensdaten: 200–310, r. 270–310
  • Ōshō 応照 jap.
    Asket der Heian-Zeit; bekannt durch Selbstverbrennung
  • Ōta Nanpō 大田南畝 jap.
    1749–1823; jap. Schriftsteller der Edo-Zeit
  • Ōtani Yoshitsugu 大谷吉継 jap.
    1559-1600; Samurai; wurde von seinem Verbündeten Kobayakawa Hideaki verraten und fiel in der Schlacht von Sekigahara (1600); als Totengeist (yūrei) soll er Hideaki heimgesucht haben
  • Ōtomo no ōji 大友皇子 jap.
    648–672; Sohn des Tenji Tennō, später auch als Kōbun Tennō bekannt
P
  • Pei Songzhi 裴松之 chin.
    372–451; chinesischer Historiker der Liu Song-Dynastie; bekannt für seine Überarbeitung der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi) von Chen Shou
  • Perry, Matthew west.
    1794–1858; amerikanischer Admiral (Commodore), der 1853–1854 die Öffnung der japanischen Häfen für amerikanische Schiffe erwirkte
Q
  • Qianlong 乾隆 chin.
    1711–1799; vierter Kaiser der Qing-Dynastie (r. 1735–1796); gilt als mächtigster und bedeutendster Kaiser seiner Dynastie
  • Qici 契此 chin.
    chin. Bettelmönch aus dem 10. Jh., besser bekannt unter seinem Spitznamen Budai, „Jutesack“ (jap. Hotei)
R
S
  • Saga Tennō 嵯峨天皇 jap.
    786–842; 52. japanischer Kaiser; (r. 809–823)
  • Saichō 最澄 jap.
    767–822; Gründer des Tendai-Buddhismus; auch bekannt als Dengyō Daishi
  • Saigyō 西行 jap.
    1118–1190; eigentlich: Satō Norikiyo; japanischer Mönch und Dichter
  • saiō 斎王 jap.
    Kult-Priesterin aus dem Tennō-Haus in den Schreinen Ise und Kamo; auch saigū; in Ise bis 1334 existent
  • saishu 祭主 jap.
     wtl. Zeremonienmeister; spezielles Priesteramt in Ise
  • Sakai Tadakatsu 酒井忠勝 jap.
    1587–1662; Staatsbeamter und Daimyō; 1624–1638 Mitglied des obersten Regierungsrats (rōjū)
  • Sakuma Shōzan 佐久間象山 jap.
    1811–1864; Gelehrter des Konfuzianismus, des Militärwesens und der Rangaku (westliche Wissenschaften)
  • Samurai jap.
    im Westen übliche Bezeichnung eines Mitgliedes der Krieger-Klasse des vorindustriellen Japans; bushi ist die in Japan gängige Bezeichnung
  • san'eiketsu 三英傑 jap.
    wtl. „drei ruhmreiche Helden“; ehrenhafte Sammelbezeichnung für die „Reichseiniger“ Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu
  • saṃgha संघ skt.
    „(Mönchs-)Gemeinde“ (jap. 僧 oder sōgya 僧伽)
  • Sanjō Sanetomi 三条実美 jap.
    1837–1891; Staatsmann der Meiji-Zeit und Unterstützer der Meiji-Restauration
  • san meikun 三名君 jap.
    wtl. drei namhafte [Landes]herren; in der jap. Geschichtsschreibung Kennzeichnung für energische, reformfreudige Daimyō der Edo-Zeit
  • Santō Kyōden 山東京伝 jap.
    1761–1816; Edo-zeitlicher Schriftsteller und Maler
  • sarume 猿女 jap.
    Priestertänzerin; wtl. „Affenfrau“
  • Satow, Ernest west.
    1843–1929; brit. Diplomat und Pionier der Japanologie
  • Seckel, Dietrich west.
    1920–2007; Japanologe und Kunsthistoriker an der Universität Heidelberg
  • Seiwa Tennō 清和天皇 jap.
     850–881; regierte als erster Kindkaiser Japans 858–876
  • Sekisō Soen 石霜楚圓 jap.
    986–1039; chin. Shishuang Chuyuan 石霜楚圓, Chan Patriarch
  • Senge 千家 jap.
    Priestergeschlecht des Großschreins von Izumo
  • Seong Wang 聖王 kor.
     ?-554; König Seong von Baekje (heute Teil Koreas), r. 523–554; auch Seongmyeong Wang 聖明王
  • Shaka 釈迦 jap.
    Buddha Shakyamuni, der historische Buddha; auch Shaka Nyorai
  • Śākyamuni शाक्यमुनि skt.
    „Der Weise des Shakya-Klans“ (jap. Shaka 釈迦 oder Shakamuni 釈迦牟尼), Gautama Siddhartha
  • Shao Fan 邵帆 chin.
    1964–; cinesischer Maler und Designer
  • Śāriputra शारिपुत्र skt.
    Hauptschüler des Buddha (jap. Sharihotsu 舎利佛)
  • Shiba Kōkan 司馬江漢 jap.
    1747–1818; Maler und Gelehrter, Spezialist für „Holland-Wissenschaften“ (rangaku); experimentierte auch mit westl. Ölmalerei
  • shikome 醜女 jap.
    „hässliche Frau“; Figur des -Theaters; Variante der Ama no Uzume; auch: Dämonin der Unterwelt (in der Izanami-Episode)
  • Shimazono Susumu 島薗進 jap.
    1948–; japanischer Religionshistoriker, lehrte an der Universität Tōkyō
  • Shinran 親鸞 jap.
    1173–1262; Gründer der Jōdo Shin-Schule
  • shinshoku 神職 jap.
    kami-Priester
  • Shirakawa-ke 白川家 jap.
    Priesterfamilie, die traditionellerweise das oberste Amt (haku) des höfischen Götteramts (Jingi-kan) innehatte und in der Edo-Zeit zusammen mit den konkurrierenden Yoshida die oberste Instanz der Shinto-Priester darstellte
  • Shirakawa Tennō 白河天皇 jap.
    1053–1129; 72. Kaiser von Japan; (r. 1073–1087); übte ab 1087 als Ex-Kaiser im geistlichen Stand (daijō hōō) reale Macht aus und begründete damit die Regierung der Klosterkaiser (insei)
  • Shōdō 勝道 jap.
    735–817; buddhistischer Mönch aus Ost-Japan, in erster Linie als Gründer des religiösen Zentrums von Nikkō bekannt
  • Shōgun 将軍 jap.
    Shōgun; Titel der Militärherrscher aus dem Kriegeradel (bushi, Samurai)
  • Shōkai 聖海 jap.
    1206–?; kaiserlicher Prinz und Shingon-Abt
  • Shōmu Tennō 聖武天皇 jap.
    701–56; 45. japanischer Kaiser; (r. 724–49); Förderer des Buddhismus
  • Shōtoku Taishi 聖徳太子 jap.
    574–622; Prinz Shōtoku; kaiserlicher Regent
  • Shōun Genkei 松雲元慶 jap.
    1648–1710; Edo-zeitlicher Bildhauer-Mönch der Ōbaku-shū, v.a. für seine fünfhundert rakan bekannt
  • Shōwa Tennō 昭和天皇 jap.
    1901–1989; 124. Kaiser Japans; (r. 1926–1989); Eigenname: Hirohito.
  • Śuddhodana शुद्धोदन skt.
    Vater von Buddha Shakyamuni, König in Nord-Indien (jap. Jōbon-ō 浄飯王)
  • shukke 出家 jap.
    buddh. Mönch; wtl. „der das Haus/die Familie verlässt“
  • Shuqi 叔齊 chin.
    legendäre Figur aus der chinesischen Frühzeit (frühe Zhou-Dynastie, 11. Jh. v.u.Z.); zusammen mit seinem Bruder Boyi Held einer konfuzianischen Erzählung über Loyalität und Opferbereitschaft
  • shūmon aratame yaku 宗門改役 jap.
    frühmoderne Behörde zur Glaubensüberprüfung
  • Siddhārtha सिद्धार्थ skt.
    Eigennamen des historischen Buddha (jap. Shiddatta 悉達多)
  • Siebold, Philipp Franz von west.
    1796–1866; deutscher Arzt, Naturforscher, Japanreisender und Sammler; Pionier der Japanforschung
  • Sima Qian 司馬遷 chin.
    145?–86? v.u.Z.; Han-zeitlicher Historiker, Begründer der chinesischen Historiographie
  • Soga no Iname jap.
    506–570; japanischer Staatsmann unter Kinmei Tennō; festigte durch die Einheirat seiner Töchter ins Kaiserhaus die dominierende Stellung seiner Familie im 6. und 7. Jh.
  • Soga no uji 蘇我氏 jap.
    Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
  • Soga no Umako 蘇我馬子 jap.
    551?–626; Staatsmann; Sohn des Soga no Iname
  • Somin Shōrai 蘇民将来 jap.
    Figur aus einer Legende, die auf das Bingo fudoki (Lokalchronik des 8. Jh.) zurückgeht; Glücksbringer
  • sōgiya 葬儀屋 jap.
    Bestattungsfirma
  • sōgō 僧綱 jap.
    Behörde für buddhistische Angelegenheiten (Altertum)
  • sōhei 僧兵 jap.
    Kriegermönch, Mönchssoldat
  • Sōjōbō 僧正坊 jap.
    wtl. in etwa „Erzabt“; der buddhistische Titel ist aber in erster Line als Eigennamen eines tengu-Königs bekannt; Minamoto no Yoshitsune soll von diesem tengu die Kunst des Schwertkampfes erlernt haben
  • Steinkellner, Ernst jap.
    1937–; Indologe, Tibetologe und Buddhismusforscher an der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • Strong, John west.
    1948-; US-amerikanischer Indologe und Buddhismuskundler
  • Subhūti सुभूति skt.
    einer der Zehn Schüler des Buddha; Fragensteller im Diamant Sutra (jap. Shubodai 須菩提 oder Gekū Daiichi 解空第一)
  • Sueki Fumihiko 末木文美士 jap.
    1949–; Spezialist für japanische Buddhismusgeschichte, Professor emeritus der Universität Tokyo.
  • Sugahara Shinkai 菅原信海 jap.
    1925–2018; japanischer Religionshistoriker an der Waseda Universität; leitender Ordensvertreter (daisōjō) des Tendai-Buddhismus
  • Sugawara no Michizane 菅原道真 jap.
    845–903, Heian-zeitl. Staatsmann und Gelehrter; posthum als Tenman Tenjin vergöttlicht, heute Gott der Gelehrsamkeit
  • Suiko Tennō 推古天皇 jap.
    554–628; Kaiserin(!) Suiko; 33. Tennō Japans (r. 593–628)
  • Suinin Tennō 垂仁天皇 jap.
    11. kaiserl. Herrscher Japans, leg. Regiergungszeit 29 v.–70 n.u.Z.
  • Sujātā सुजाता skt.
    „Die Wohlgeborene“, Magd, die Buddha eine Schale Milchreis darbrachte
  • Sujin Tennō 崇神天皇 jap.
    97–30 v.u.Z. (mythol. Regierungszeit); 10. japanischer Kaiser
  • Sushun Tennō 崇峻天皇 jap.
    553?–592; 32. Tennō, r. 587–592; Bruder von Yōmei Tennō und Suiko Tennō
  • Suzuki Daisetsu 鈴木大拙 jap.
    1870–1966; japanischer Intellektueller und Publizist, der durch englischsprachige Werke den Zen-Buddhismus im Westen bekannt machte; publizierte als Daisetz T. Suzuki
  • Suzuki Harunobu 鈴木春信 jap.
    1725?–1770; führender ukiyo-e Künstler der mittleren Edo-Zeit
T
  • Tachibana Morikuni 橘守国 jap.
    1679–1748; Edo-zeitlicher Künstler und Buchillustrator der Kanō-Schule
  • tachikaerimono 立ち返り者 jap.
    wtl. sofortiger Rückkehrer; rekonvertierter (Christ); Person, die (dem Christentum) abschwört, es aber heimlich weiter praktiziert
  • Taira jap.
    Kriegerfamilie, die im 12. Jh. um die pol. Vorherrschaft in Japan kämpfte
  • Taira no Kiyomori 平清盛 jap.
    1118–1181; Feldherr und Diktator am Ende der Heian-Zeit; unterlag im Genpei-Krieg den Minamoto
  • Taira no Masakado 平将門 jap.
    Heian-zeitlicher Rebel, ?–940
  • Taishō 大正 jap.
    1879–1926; zweiter Tennō des modernen Japan, Sohn des Meiji Tennō; seine Amtszeit (1912–1926) wird als Taishō-Zeit bezeichnet
  • Taishō Tennō 大正天皇 jap.
    1879–1926 (r. 1912–26); Sohn des Meiji Tennō; persönlicher Namen Yoshihito
  • Takai Ranzan 高井蘭山 jap.
    1762–1838; Romanautor der Edo-Zeit
  • Takeda 武田 jap.
    Familie von mächtigen Kriegsherren der Sengoku-Zeit; bekanntester Vertreter Takeda Shingen
  • Takeda Shingen 武田信玄 jap.
    (1521–1573) Feudalfürst und Kriegsherr
  • Takezaki Suenaga 竹崎季長 jap.
    1246 – 1314; kämpfte während der Mongoleninvasion Japans; gab die Mōkō shūrai ekotoba in Auftrag
  • Takuhata-hime 栲幡姫 jap.
    Tochter des semi-historischen Herrschers Yūryaku und Kult-Prinzessin in Ise; wtl. Prinzessin Maulbeer-Webstuhl
  • Tamamo no Mae 玉藻の前 jap.
    legendäre Hofdame und Kurtisane des Toba Tennō; Fuchsgeist
  • Tamura Hachidaiyū 田村八太夫 jap.
    Oberhaupt einer shamanistischen Gilde während der Edo-Zeit mit Sitz in Asakusa; der Begriff war zunächst eine Art Eigenname und entwickelte sich dann zum Titel
  • Tanaka Chigaku 田中智学 jap.
    1861–1939; ausgeb. buddh. Mönch und Schriftsteller; Begründer des Nichirenismus, einer ultra-nationalistischen Auslegung des Nichiren Buddhismus
  • Tange Kenzō 丹下健三 jap.
    1913–2005; japanischer Architekt und Städteplaner
  • Tanuma Okitsugu 田沼意次 jap.
    1719–1788; Berater des Tokugawa-Shōgunats; arbeitete sich vom niederen Samurai in die Regierungsspitze hoch und initiierte eine Währungsreform
  • Taut, Bruno west.
    1880–1938; deutscher Architekt der Zwischenkriegszeit, der unter dem Nationalsozialismus (1933–1936) in Japan Asyl fand
  • Teeuwen, Mark west.
    1966–; niederländischer Japanologe und Shintō-Experte, lehrt an der Universität Oslo
  • Teisai Hokuba 蹄斎北馬 jap.
    1771–1844; Künstler und Schüler des Katsushika Hokusai
  • Tenji Tennō 天智天皇 jap.
    626–672; 38. Kaiser Japans; (r. 661–672); Eigenname: Naka-no-Ōe
  • Tenkai 天海 jap.
    1536?–1634; Abt und Reformer des Tendai Buddhismus, religiöser Berater des Tokugawa Shōgunats; auch: Nankōbō Tenkai; Jigen Daishi
  • Tenmu Tennō 天武天皇 jap.
    631?–686; 40. japanischer Kaiser; (r. 673–686)
  • Tennō 天皇 jap.
    jap. „Kaiser“-Titel, wtl. Herrscher des Himmels
  • tianzi 天子 chin.
    Titel des chinesischen Kaisers
  • Toba Tennō 鳥羽天皇 jap.
    1103–1156, r. 1107–1123; 74. jap. Kaiser (Heian-Zeit); regierte nach seinem Rücktritt als „Klosterkaiser“
  • Toda Jōsei 戸田城聖 jap.
    1900–1958; Mitbegründer und zweiter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • Tokugawa 徳川 jap.
    Kriegerdynastie, die während der Edo- oder Tokugawa-Zeit (1603–1867) das Amt des Militärmachthabers (Shōgun) inne hatte.
  • Tokugawa Iemitsu 徳川家光 jap.
    3. Tokugawa Shōgun (1604–1651), r. 1623–1651
  • Tokugawa Ietsuna 徳川家綱 jap.
    1641–1680; vierter Shōgun und erster minderjähriger Machtinhaber der Tokugawa-Dynastie (r. 1651–1680)
  • Tokugawa Ieyasu 徳川家康 jap.
    1543–1616; Begründer des Tokugawa Shogunats; Reichseiniger
  • Tokugawa Mitsukuni 徳川光圀 jap.
    1628–1701; Daimyō von Mito-han, konfuzianischer Gelehrter und Historiker
  • Tokugawa Nariaki 徳川斉昭 jap.
    1800–1860; Daimyō von Mito; Staatsmann; Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Tokugawa Tsunayoshi jap.
    1646–1709; fünfter Shōgun der Tokugawa Dynastie, wegen seiner Tierliebe auch als dog shōgun bezeichnet
  • Tokugawa Yoshinobu 徳川慶喜 jap.
    1837–1913; letzter Tokugawa-Shōgun aus der Linie der Mito Tokugawa; (r. 1866–1867); auch Tokugawa Keiki
  • Tokuitsu 徳一 jap.
    760?–835?; buddhistischer Mönch der Hossō-Schule
  • Tori Busshi 止利仏師 jap.
    tätig um 600; wtl. Buddhameister Tori; Bildhauer aus der Familie Kuratsukuri-be, einer Sippe von Sattelmachern mit koreanischen Wurzeln
  • Toriyama Sekien 鳥山石燕 jap.
    1712–1788; Künstler und Gelehrter; vor allem bekannt für seine illustrierten Gespenster-Enzyklopädien
  • Tōdō Takatora 藤堂高虎 jap.
    1556–1630; Daimyō der Azuchi-Momoyama- und frühen Edo-Zeit
  • Tōjō Hideki 東條英機 jap.
    1884–1948; General und Premierminister während des 2. WKs; verurteilter Kriegsverbrecher; kami des Yasukuni Schreins
  • Toyota Hokkei 魚屋北渓 jap.
    1780–1850; ukiyo-e-Künstler der Edo-Zeit, erster Schüler des Katsushika Hokusai; auch bekannt unter den Künstlernamen Aiogazono 葵園, Aoigaoka 葵岡 and Kyōsai 拱斎
  • Toyotomi Hideyori 豊臣秀頼 jap.
    1593–1615; Sohn und entmachteter Nachfolger des Kriegsherren und Reichseinigers Toyotomi Hideyoshi
  • Toyotomi Hideyoshi 豊臣秀吉 jap.
    1537–1598, Feldherr, militärischer Machthaber; bekannt als der zweite von drei Reichseinigern am Ende der „Zeit der kämpfenden Länder“ (Sengoku Jidai)
  • Tsongkhapa tib.
    1357–1419; tibetischer Mönchsgelehrter, Begründer der Gelug-Schule, der heute dominanten Richtung des tibetischen Buddhismus
  • Tsuda Sōkichi 津田左右吉 jap.
    Historiker und Religionswissenschaftler, 1873–1961
  • Tsukioka Yoshitoshi 月岡芳年 jap.
    1839–1892; Maler; ukiyo-e-Küstler
  • Tsuno Daishi 角大師 jap.
    wtl. „gehörnter Großmeister“; Beinamen des Mönchs Ryōgen in seiner Gestalt als Dämon
U
  • ubasoku 優婆塞 jap.
    buddhistischer Laienanhänger; abgeleitet von Sanskrit upāsaka; in der Frühzeit des jap. Buddhismus oft für inoffizielle, d.h. nicht ordinierte Mönche gebraucht
  • Üçerler, Antoni west.
    britischer Historiker und Japanologe, Mitglied des Jesuitenordens
  • Uda Tennō 宇多天皇 jap.
    867–931; 59. Tennō Japans, r. 887–897
  • Ueda Akinari 上田秋成 jap.
    1734–1809; Schriftsteller und Gelehrter
  • uji jap.
    altjap. Klan, Sippe, Familie
  • ujiko 氏子 jap.
    (Mitglied einer) Schrein-Gemeinde
  • umazume 不生女 jap.
    kinderlose bzw. gebärunfähige Frau
  • Unkei 運慶 jap.
    ca.1150–1223; berühmtester Bildhauer-Mönch der sog. Kei-Schule (Kei-ha), bekannt für einen besonders realistischen und zugleich dynamischen Stil
  • Urabe 卜部 jap.
    Priester und Orakelleser des Tennō-Hofs
  • Urabe no Suetake 卜部季武 jap.
    950?–1022; Heian-zeitlicher Krieger (Vasall des Minamoto no Yorimitsu) und Held zahlreicher Legenden
  • Urashima Tarō 浦島太郎 jap.
    Held einer berühmten Sage; heiratet eine Meeresprinzessin, verbringt mit ihr drei Jahre im Meerespalast, kehrt nach Hause zurück und stellt fest, dass nicht drei, sondern dreihundert Jahre seit seinem Fortgang vergangen sind.
  • Utagawa Hiroshige 歌川広重 jap.
    1797–1858; einer der stilbildenden Meister des japanischen ukiyo-e-Farbholzschnitts Ende der Edo-Zeit
  • Utagawa Kunisada 歌川国貞 jap.
    1786–1865; Edo-zeitlicher ukiyo-e Meister
  • Utagawa Kuniyoshi 歌川国芳 jap.
    1798–1861; Maler und Zeichner. Bekannter Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnitts
  • Utagawa Yoshitora 歌川芳虎 jap.
    aktiv 1836–1882, ukiyoe-Künstler, Schüler des Utagawa Kuniyoshi
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Religion in JapanMetalogGlossarPerson
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„Glossar zum Thema „Person“.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001