Glossar zum Thema „Ort“

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Glossar zum Thema „Ort“
Reale und imaginäre Orte (185 Einträge)
A
  • Aizu 会津 jap.
    Fürstentum im Norden der Kantō-Ebene, heute zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet von Fukushima-ken
  • Akizuki 秋月 jap.
    ehem. Burgstadt in der Präfektur Fukuoka, Kyūshū
  • Amakusa 天草 jap.
    Insel in Kyūshū (Präf. Kumamoto) mit christlicher Tradition; von 1591–1597 befand sich hier ein Jesuitenkolleg, 1637–1638 Schauplatz der sog. Shimabara (oder Shimabara-Amakusa) Rebellion
  • Anxi 安西 chin.
    wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
  • Arima 有馬 jap.
    Ort in Kyūshū, Präfektur Nagasaki, im späten 16. Jh. Zentrum des christlichen Daimyats Arima
  • Asakusa-dera 浅草寺 jap.
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asuka 飛鳥 jap.
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺 jap.
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮 jap.
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
  • Azuchi 安土 jap.
    Burgstadt und Hauptquartier Oda Nobunagas am Biwa-See, östlich von Kyōto; 1576 errichtet, 1582 im Zuge von Kampfhandlungen abgebrannt
B
  • Baekje 百濟/백제 kor.
    Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
  • Biwa-ko 琵琶湖 jap.
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Borobudur skt.
    größtes buddhistisches Monument in Java, Indonesien, in Gestalt eines dreidimensionalen Mandala
C
  • Changan 長安 chin.
    chin. Hauptstadt, u.a. in der Tang-Dynastie; wtl. „Langer Friede“; heute Xian
  • Chikubushima 竹生島 jap.
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chi no ike 血の池 jap.
    Blutsee; für Frauen vorbehaltener Bereich der buddhistischen Hölle
  • Chion-in 知恩院 jap.
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chōshū 長州 jap.
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰 jap.
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
D
  • Daian-ji 大安寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • Daisen Kofun 大仙古墳 jap.
    Japans größtes Hügelgrab (kofun), in Sakai, Ōsaka; der Legende nach Grabmahl des Nintoku Tennō
  • Darel Shina
    Seitental des Indus im Norden Pakistans, in dem das antike Reich Tuoli vermutet wird, wo sich nach dem Reisebericht Faxians eine fast 20m hohe Statue des Maitreya befunden haben soll
  • daruma ichi 達磨市 jap.
    spezielle Tempel-Märkte, die daruma-Figuren zum Kauf anbieten
  • Dayanta 大雁塔 chin.
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dazaifu 太宰府 jap.
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dejima 出島 jap.
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • Doyōsei 土曜星 jap.
    wtl. Erdplanet, Saturn
  • Dunhuang 敦煌 chin.
    Oasenstadt an der Seidenstraße zwischen dem Tarim-Becken und China; zumeist von China, aber zeitweise auch von Tibet beherrschtes Handelszentrum; buddhistisches Zentrum mit ausgedehnten Höhlentempeln
E
  • Edo 江戸 jap.
    Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
  • Enbudai 閻浮提 jap.
    skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
  • Enoshima 江ノ島 jap.
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Entsū-ji 円通寺 jap.
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
  • Fudaraku 補陀落 jap.
    paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
  • Fuji-san 富士山 jap.
    Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (veraltete Bezeichnung:Fuji-yama)
G
  • Gandhāra गन्धार skt.
    Königreich im heutigen Pakistan bzw. gleichnamige Stadt (auch Purushapura, heute Peshavar); nach den griechischen Eroberungen unter Alexander dem Großen unter dem Einfluss der hellenistischen Kultur, später, im 1.–3. Jh. u.Z. Hauptstadt des buddhistischen Kushana Reichs; frühes Zentrum der buddhistischen Kunst
  • Gangō-ji 元興寺 jap.
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • Goa west.
    1510–1961 portugiesische Kolonie in Indien, heute kleinster Teilstaat indiens
  • gokuraku 極楽 jap.
    wtl. höchstes Glück; Paradies; identisch mit dem Reinen Land ( jōdo)
  • Gṛdhrakūṭa गृध्रकूट skt.
    „Geiergipfel“ (jap. Ryōjusen 霊鷲山), indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte
H
  • Haguro-san 羽黒山 jap.
    Berg Haguro; religiöses Zentrum des Shugendō in der Präfektur Yamagata, Nord-Japan
  • Hakata 博多 jap.
    alte Hafenstadt in Nord-Kyūshū, 1889 mit Fukuoka zusammengeschlossen
  • han jap.
    Lokales Feudalfürstentum, Spätmittelalter bis Edo-Zeit
  • Hase-dera 長谷寺 jap.
    Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
  • Heian 平安 jap.
    auch Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heian-kyō 平安京 jap.
    urspr. Name der Stadt Kyōto; wtl. Stadt des Friedens; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heijō-kyō 平城京 jap.
    urspr. Name der Stadt Nara; wtl. Stadt der Friedensburg
  • Hetsumiya 辺津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Göttin Ichikishima-hime geweiht; auf dem „Festland“ von Kyūshū situiert ist Hetsumiya (auch Hetsugū, wtl Uferschrein) der Hauptrepräsentant von Munakata, während sich die anderen Schreine auf vorgelagerten kleinen Inseln befinden.
  • Hiei-zan 比叡山 jap.
    Klosterberg Hiei bei Kyōto, traditionelles Zentrum des Tendai Buddhismus
  • Hie Taisha 日吉大社 jap.
    Schutzschrein von Berg Hiei bei Kyōto; moderne Aussprache Hiyoshi Taisha; auch: Sannō Schrein
  • higan 彼岸 jap.
    „jenseitiges Ufer“; Jenseits; buddhistischer Name für die Woche der Tag-und-Nacht-Gleiche
  • Hizen 肥前 jap.
    Name einer alten Provinz im Nordwesten von Kyūshū; heute Saga-ken und Nagasaki-ken
  • hokuto 北斗 jap.
    Sternbild des Großen Wagens (chin. Nördlicher Schöpflöffel)
  • Hōjō Kashima 北条鹿島 jap.
    Schreininsel vor dem Hafen Hōjō in Ehime-ken, Shikoku; westlich der Insel befinden sich pittoreske Felsformationen, die jedes Jahr mit einem 45m langen shimenawa geschmückt werden
  • Hōrai 蓬莱 jap.
    daoistische Insel der Unsterblichkeit; chin. Penglai
I
  • Ikaruga-chō 斑鳩町 jap.
    Stadt im Norden der Präfektur Nara; Die Residenz des Shōtoku Taishi befand sich hier, an der Stelle wo heute der Hōryū-ji steht
  • Iki 壱岐 jap.
     Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan
  • Inaba 因幡 jap.
    alte jap. Provinz in Zentraljapan
  • Inasa 伊那佐 jap.
    Strand in der Bucht von Izumo; Ort des Aufeinandertreffens zwischen der mythologischen Gottheit Ōkuninushi und Gottheiten aus anderen Sphären
  • Ise 伊勢 jap.
    vormoderne Provinz (heute Präfektur Mie); Kurzbezeichnung für die Schreinanlage von Ise (Ise Jingū)
  • Itsukushima 厳島 jap.
    auch Miyajima, Schrein bei Hiroshima; der Name bedeutet wtl. „Tabu-Insel“ und dürfte sich von der weiblichen Meeresgottheit Ichikishima-hime herleiten
  • Izumo 出雲 jap.
    alter Namen der Präfektur Shimane in West-Japan; auch kurz für Izumo Taisha
  • Izumo Taisha 出雲大社 jap.
    Großschrein von Izumo (Präfektur Shimane)
J
  • Jambudvīpa जम्बूद्वीप skt.
    „Rosenapfelland“ (jap. Enbudai 閻浮提), in der trad. indischen Kosmologie: Kontinent der irdischen Welt südlich des Weltenbergs Sumeru
  • jigoku 地獄 jap.
    wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle
  • jōdo 浄土 jap.
    Reines Land, Paradies; auch gokuraku, Sukhavati
  • Juhō-sen 鷲峰山 jap.
    Geierberg; Ort in Indien, wo Buddha seine wichtigsten Predigten abgehalten haben soll; auch Ryōju-sen (vgl. Ryōzen Jōdo)
  • jukkai 十界 jap.
    Zehn Welten des buddhistischen Jenseits; auch jikkai ausgesprochen
  • Jurakudai 聚楽第 jap.
    Residenz von Toyotomi Hideyoshi in Kyōto, 1587–1595
  • jūni-kyū 十二宮 jap.
    wtl. „Zwölf Paläste“; traditionelle jap. Bezeichnung für die 12 Sternzeichen der westl. Astrologie
K
  • Kamakura 鎌倉 jap.
    Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shōgunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)
  • karitaku 仮宅 jap.
    „vorläufige Wohnung“, Unterschlupf, billiges Bordell (Edo-Zeit)
  • Kataoka 片岡 jap.
    vermeintlicher Ort — wie im Nihon shoki beschrieben — an dem Shōtoku Taishi der Legende nach einem Bettler half, der eigentlich ein Buddha war
  • Katsuragi-san 葛城山 jap.
    Heiliger Berg der yamabushi, südwestl. von Nara; auch Yamato Katsuragi-san
  • Kenchō-ji 建長寺 jap.
    Zen-Tempel in Kamakura
  • Kii Hantō 紀伊半島 jap.
    Halbinsel Kii, Wakayama-ken
  • kimon 鬼門 jap.
    „Dämonentor“, Nord-Osten; nach alter Vorstellung die Richtung, aus der die Dämonen kommen
  • Kinpusen 金峯山 jap.
    Heiliger Gipfel in den Bergen von Yoshino, südl. von Nara
  • Kiyomizu-dera 清水寺 jap.
    Tempel in Kyōto
  • Kokura 小倉 jap.
    Burgstadt und Zentrum der christlichen Mission in der Provinz Buzen, heute Stadtteil von Kitakyūshū
  • Kongōkai mandara 金剛界曼陀羅 jap.
    Vajra-Welt-Mandala, Diamant-Welt-Mandala, Mandala des Dainichi
  • Konpira-san 金比羅山 jap.
    vor allem für Seeleute wichtige, gemischt-rel. Kultstätte in Shikoku; seit der Meiji-Zeit offiziell Kotohira-gū, doch hat sich die alte Bezeichnung bis heute gehalten
  • Kosala कोसल skt.
    Geburtsland des Buddha Shakyamuni
  • Kōdōkan 弘道館 jap.
    Akademie der konfuzianischen Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki
  • Kōya-san 高野山 jap.
    Klosterberg südl. von Nara; sprituelles Zentrum des Shingon Buddhismus
  • Kumano 熊野 jap.
    Region im Süden der Halbinsel Kii (Wakayama-ken), bekannt für ihre alten Pilgerzentren (s. Kumano Sanzan)
  • Kumano Sanzan 熊野三山 jap.
    „Drei Berge von Kumano“ oder auch drei Klöster von Kumano; zusammenfassende Bez. für drei Pilgerstätten auf der Halbinsel Kii: Kumano Hongū, Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha, die allerdings erst seit 1868 als Shintō-Schreine klassifiziert werden; Zentren des Shugendō
  • Kuśīnagara कुशीनगर skt.
    Ort von Buddhas Ableben (jap. Kushinagara 拘尸那愒羅)
  • Kyōto 京都 jap.
    von 894 bis 1869 Sitz des Tennō und damit offizielle Hauptstadt Japans. Im Lauf der Zeit unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, u.a. Heian-kyō
  • Kyūshū 九州 jap.
    „Neun Provinzen“; süd-westliche der vier japanischen Hauptinseln, drittgrößte und zweitbevölkerungsreichste Insel; heute bestehend aus acht Präfekturen
L
  • Leshan 樂山 chin.
    wtl. Berg der Freude; Ort in Sichuan, China, mit großem Felsenbuddha aus dem 8. Jh.
  • Longmen 龍門 chin.
    Ort in Henan, China, bekannt für eine eindrucksvollen Gruppe von Felsengrotten und Nischen, in denen zehntausende buddhistische Statuen aus dem Felsen herausgeschlagen sind. Die meisten Statuen stammen aus der Wei und Tang-Dynastie, also in etwa aus der Zeit von 400 bis 750, die bedeutendsten aus der Zeit der Kaserin Wu Zetian (r. 690–705).
  • Lumbinī लुम्बिनी skt.
    Geburtsort des Gautama Siddhartha (Buddha Shakyamuni) (jap. Ranbini 藍毘尼)
M
  • Macau west.
    1557–1999 portugiesischer Handelsstützpunkt in Südchina, heute Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China
  • Magadha मगध skt.
    Nordostindisches Königreich das im 6. bis 4. Jh. v.u.Z. seine Blütezeit erreichte
  • Makimuku 纏向 jap.
    Region im Nara-Becken, wo die frühesten Hügelgräber (kofun) des Yamato-Reichs verortet werden
  • Mathurā मथुरा Skt
    Stadt in Nordindien, zur Zeit der Kushana Dynastie (2.–3. Jh. u.Z.), wichtiges buddhistisches Zentrum; gilt auch als Geburtsstätte Krishnas
  • Matsunoo Taisha 松尾大社 jap.
    Matsunoo Schrein (auch: Matsuo Schrein), Kyōto; Hauptgottheiten: Ōyamakui und Nakatsushima-hime
  • Matsura 松浦 jap.
    alter Regionalbezirk in Nord-Kyūshū, heute Matsuura; auch Familienname dortiger Fürsten
  • Mimana 任那 jap.
    Gebiet auf der koreanischen Halbinsel, das bis 562 mit Japan alliiert war und früher sogar als „japanische Kolonie“ bezeichnet wurde; koreanische Aussprache: Imna; auch bekannt als Gaya oder Kaya
  • Mimuro 三室 jap.
    anderer Name für Berg Miwa in der heutigen Präfektur Nara
  • Mito 水戸 jap.
    Fürstentum bzw. Stadt im Nordosten der Kantō-Ebene, heute Teil von Ibaraki-ken.
  • Mito-han 水戸藩 jap.
    Edo-zeitliches Daimyat in Ostjapan, Teil der heutigen Präfektur Ibaraki
  • Miwa 三輪 jap.
    Ortsname (wtl. Drei Ringe); Kurzbez. für den Ōmiwa Jinja
  • Miyajima 宮島 jap.
    Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schrein
  • Muromachi 室町 jap.
    Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
  • Myōshin-ji 妙心寺 jap.
    Zen Tempel in Kyōto, dem Yakushi Nyorai geweiht
N
  • Nachi no Taki 那智の滝 jap.
    größter frei fallender Wasserfall Japans (133m) in der Region Kumano; rel. Kultstätte, an der sich auch der Großschrein von Nachi (Nachi Taisha) befindet
  • Nakatsumiya 中津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Göttin Tagitsu-hime geweiht; wtl. „Mittel-Schrein“, auf einer Insel unweit des „Festlands“ von Kyūshū situiert
  • Naniwa 難波 jap.
    antike Hafenstadt und kaiserliche Residenz auf dem Gebiet des heutigen Ōsaka (Nanba)
  • Nara 奈良 jap.
    Hauptstadt und Sitz des Tennō, 710–784 (= Nara-Zeit); auch: Heijō-kyō
  • Nara-bonchi 奈良盆地 jap.
    Becken im Norden der Präfektur Nara in welchem auch die Stadt Nara liegt
  • Nasuno 那須野 jap.
    „Nasu-Ebene“; in der Präfektur Tochigi, westlich der Stadt Nasu
  • Ne no Kuni 根の国 jap.
    wtl. Wurzelland, auch Ne no Katasukuni (根之堅州國); Unterwelt
  • Nihon/Nippon 日本 jap.
    Japan; wtl. Sonnenursprungs[land]
  • Nirvāṇa निर्वाण skt.
    „Erloschen, ausgelöscht“ (jap. Nehan 涅槃), Ort der Erlösung von allem Leid
  • Nishinomiya Jinja 西宮神社 jap.
    Ebisu Schrein in der Stadt Nishinomiya, Hyōgo-ken, bei Ōsaka
  • Nishizaka 西坂 jap.
    im 17. Jh. Hinrichtungsstätte der Stadt Nagasaki, wo vor allem zahlreiche Christen ihr Ende fanden
O
  • Okayama-han 岡山藩 jap.
    Daimyat Okayama (Edo-Zeit); heute Präfektur Okayama im Westen der Hauptinsel Honshū
  • Okinawa 沖縄 jap.
    südlichste Präfektur Japans; umfasst eine Inselkette, die bis Mitte des 19. Jh.s ein eigenes Königreich, Ryūkyū, darstellte; noch heute sind deutliche sprachliche und kulturelle Unterschiede zur japanischen Mehrheitskultur feststellbar
  • Oki-no-shima  沖ノ島 jap.
    Schreininsel mit dem Schrein Okitsumiya, einem Teilschrein des Munakata Taisha, 60km von der Küste entfernt
  • Okitsumiya 沖津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Meeresgöttin Tagori-hime geweiht; wtl. „Meeres-Schrein“, auf einer kleinen Insel 60 km nördlich des „Festlands“ von Kyūshū situiert; die Insel dürfte im japanischen Altertums einen wichtigen Stützpunkt für die Seefahrt dargestellt haben;
  • Onogoroshima 淤能碁呂島 jap.
    Mythologischer Ursprungsort Japans; die „von selbst geronnene Insel“
  • onsen 温泉 jap.
    wtl. heiße Quelle; auch Thermalbad
  • Ōmura 大村 jap.
    Ort in Kyūshū, Präfektur Nagasaki, im späten 16. Jh. Zentrum des christlichen Daimyats Ōmura
O (Fortsetzung)
  • Osore-zan 恐山 jap.
    „Angst-Berg“; rel. Zentrum in Aomori-ken (Nordjapan), das als Abbild der Totenwelt gilt
  • Ōmi no kuni 近江国 jap.
    Alte Provinz Japans rund um den Biwa-See, heutige Präfektur Shiga 滋賀県; auch unter dem Namen Gōshū 江州 bekannt
  • Ōshū 奥州 jap.
    Bezeichnung für den nordöstlichen Teil der Insel Honshū bzw. die alte Provinz Mutsu
P
  • Penglai 蓬莱 chin.
    daoistische Insel (Berg) der Unsterblichkeit, im Osten gedacht, daher manchmal mit Japan identifiziert; jap. Hōrai
R
  • Rājagṛha कोसल skt.
    Hauptstadt von Magadha und Ort des ersten buddhistischen Konzils, kurz nach dem Ableben Buddhas; heute Rajgir
  • Ryōzen Jōdo 霊山浄土 jap.
    Reines Land im Nichiren Buddhismus; Ryōzen, wtl. mystischer Berg, stellt einen Anspielung auf den Geierberg (auch: Ryōjū-sen 霊鷲山, Berg des mystischen Geiers) dar, wo Buddha u.a. das Lotos Sutra vorgetragen haben soll (s.a. Juhō-sen)
S
  • Sado 佐渡 jap.
    Insel im Nordosten Japans, die von vormodernen Regierungen gern als Verbannungsort politischer Gegner genützt wurde
  • Sai no Kawara 賽の河原 jap.
    Ufer des Flusses der Unterwelt
  • Saitama-ken 埼玉県 jap.
    Präfektur in der Kantō-Region Japans, nördlich von Tōkyō
  • Sakurai 桜井 jap.
    Ort in der Asuka Region, wo der erste buddhistische Tempel, der Asuka-dera (später Gangō-ji) entstand
  • -san jap.
    wtl. „Berg“; als Suffix auch: Tempel- oder Klosteranlage (im Ggs. zu Einzelhalle)
  • Sāñcī सांची skt.
    Ortschaft im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh, bekannt für ihre buddhistischen Grabmonumente (stupa)
  • Sanzu no Kawa 三途の川 jap.
    wtl. Fluss der Drei Furten; Fluss zwischen den Welten der Lebenden und der Toten
  • Sārnāth सार्नाथ् skt.
    Stadt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, 10 km nördlich von Benares (Varanasi), bekannt für den Dhamek Stupa, eines der ältesten buddhistischen Grabmonumente
  • Satsuma 薩摩 jap.
    alte Provinz im Süden der Insel Kyūshū, in der Edo-Zeit Fürstentum (Daimyat), das sich weitgehend mit der heutigen Präfektur Kagoshima deckte.
  • Sekigahara 関ケ原 jap.
    Ort in der Präfektur Gifu, wo Tokugawa Ieyasu im Jahr 1600 eine Entscheidungsschlacht gewann
  • Sensō-ji 浅草寺 jap.
    bekannter Tempel in Tōkyō; auch: Asakusa-dera
  • Shikoku 四国 jap.
    kleinste der vier jap. Hauptinseln; wtl. Vier-Land, da es seit dem Altertum aus vier Provinzen besteht
  • Shikoku hachijū hakkasho 四国八十八箇所 jap.
    Die 88 Pilgerstätten von Shikoku.
  • Shimabara 島原 jap.
    Halbinsel in der Präfektur Nagasaki; bekannt für den Aufstand japanischer Bauern 1637–1638 (Shimabara-Rebellion), bei dem 37.000 überwiegend christliche Aufständische getötet wurden
  • shinkoku 神国 jap.
    wtl. „Götterland“
  • Shinobazu no ike 不忍池 jap.
    Berühmter Teich im Ueno-Park in Tōkyō
  • Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja 信太森葛葉稲荷神社 jap.
    Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsaka
  • Shumisen 須弥山 jap.
    Buddhistischer Weltenberg; skt. Meru oder Sumeru;
  • Sindhu सिन्धु skt.
    Indus; Fluss im heutigen Pakistan (Quellgebiet im tibetischen Himalaya), der lange die Grenze zwischen persischer und indischer Einflusssphäre darstellte
  • Songshan 嵩山 chin.
    Berg Song, Gebirge in Zentralchina, 1500m; zählt trad. zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus;
  • Sukhāvatī सुखावती skt.
    „Reines Land“ (jap. jōdo 浄土)
  • Sumeru सुमेरु skt.
    Weltenberg des indisch-buddhistischen Universums, üblicherweise sanduhrförmig dargestellt; auch: Meru (jap. Shumisen 須弥山)
T
  • tabisho 旅所 jap.
    wtl. „Reiseort“; Ziel einer Prozession mit tragbarem Schrein (mikoshi) bei Schreinfesten
  • Tado Taisha 多度大社 jap.
    Shintō-Schrein in der Stadt Kuwana in der Präfektur Mie
  • Taishan 泰山 chin.
    höchster Berg in der chin. Provinz Shandong und traditionelles rituelles Zentrum; gilt als einer von fünf heiligen Bergen Chinas
  • Takachiho 高千穂 jap.
    Hochland im heutigen Kyūshū, wo der Himmelsenkel Ninigi herabgestiegen sein soll
  • Takama no Hara/ Takamagahara 高天原 jap.
    wtl. „Die himmlischen Gefilde“, mythol. Bez. für das Reich der Himmlischen Götter
  • Takao-san 高尾山 jap.
    Berg Takao, rel. Zentrum im Westen Tōkyōs
  • Takashima 鷹島 jap.
    Insel in der Präfektur Nagasaki in der Bucht vor der Stadt Matsuura
  • tenka 天下 jap.
    Reichsgebiet, Großreich; wtl. [alles Land] unter dem Himmel
  • Tiantai 天台 chin.
    chin. Vorläufer des Tendai Buddhismus; urspr. Name eines chin. Klosterbergs
  • Tiantai-shan 天台山 chin.
    Berg Tiantai; Zentrum des chin. Tiantai Buddhismus, aus dem der japanische Tendai Buddhismus hervorging
  • Togakushi-yama 戸隠山 jap.
    Berg und religiöses Zentrum in der Provinz Nagano
  • Tokoyo 常世 jap.
    Land der Unsterblichkeit, Land der Unvergänglichkeit
  • Tonokōri 都於郡 jap.
    Stammsitz des Hauses Itō 伊東 in der Provinz Hyūga (heute Saito, Präf. Miyazaki)
  • Tosa 土佐 jap.
    ehem. Provinz auf der Insel Shikoku, heute Kōchi-ken
  • Tōdaiji 東大寺 jap.
    Tempel des Großen Buddha von Nara; wtl. Großer Ost-Tempel
  • Tōnomine 多武峰 jap.
    Heiliger Berg südlich von Nara, wo u.a. der Ahnherr der Fujiwara Nakatomi no Kamatari im Tanzan Schrein verehrt wird
  • Tsurugaoka Hachiman-gū 鶴岡八幡宮 jap.
    Tsurugaoka Hachiman Schrein (Kamakura)
  • Tsushima 対馬 jap.
    Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan. Obwohl näher zu Korea gelegen (50 km) wird Tsushima traditionellerweise Japan zugerechnet.
  • Tsuwano 津和野 jap.
    Fürstentum bzw. Stadt im Westen der Hauptinsel Honshū, heute Teil von Shimane-ken.
  • Tuṣita तुषित skt.
    höchster Himmel im indisch-buddhistischen Pantheon (jap. Tosotsu-ten 兜率天)
U
  • Usa 宇佐 jap.
    Region im Norden der Insel Kyūshū, bekannt für den Usa Hachiman Schrein.
  • Usuki 臼杵 jap.
    Stadt in Kyūshū mit eindrucksvollen buddhistischen Felsskulpturen und Resten europäischer Architektur aus der Zeit der christlichen Missionierung (16. Jh.)
V
  • Vaiśālī वैशाली skt.
    Ort des 2. buddhistischen Konzils; Ort eines berühmten buddhistischen Grabmonuments (stupa)
  • Vidiśā विदिशा skt.
    Stadt im Herzen Indiens, 10 km von Sanchi entfernt
Y
  • Yamada 山田 jap.
    Ehemals Stadt vor dem Äußeren Schrein von Ise (Gekū), heute Teil der Stadt Ise.
  • Yamatai 邪馬台 jap.
    Reich der Königin Himiko im Japan des dritten Jhdts; in der chin. Chronik Weizhi beschrieben
  • Yamato 大和/倭 jap.
    Kernland der Tennō-Dynastie in Zentraljapan (Präfektur Nara); archaischer Name für Japan
  • Yangtsekiang 扬子江 chin.
    Außerhalb Chinas geläufiger Name des Jangjiang 長江 („langer Fluss“), drittlängster Fluss der Welt
  • Yokawa 横川 jap.
    trad. Tempelbezirk des Hiei-zan im Nordosten der Anlage
  • Yomi 黄泉 jap.
    mytholog. Unterwelt; geschrieben mit den Zeichen „Gelbe Quellen“, eine chinesiche Bezeichnung für die Unterwelt
  • Yoshino 吉野 jap.
    Bergregion im Süden des Nara-Beckens mit mehreren Zentren der Bergasketen (yamabushi); wichtige Pilgerstätte der Heian-Zeit
  • Yoshiwara 吉原 jap.
    Freudenviertel des Edo-zeitlichen Tōkyō
  • Yungang 雲岡 chin.
    Ort einer Gruppe von buddhistischen Felsstatuen aus der Nördlichen Wei Dynastie (385–535)

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„Glossar zum Thema „Ort“.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001