Glossar zum Thema „Bauwerk“

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Glossar zum Thema „Bauwerk“
Bauwerke und architektonische Details (226 Einträge)
A
  • Anraku-ji 安楽時 jap.
    ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
  • Asakusa-dera 浅草寺 jap.
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社 jap.
    Schrein im Bereich der Tempelanlage von Asakusa. Geweiht den drei Fischern, die den Tempel der Legende nach gründeten.
  • Asuka-dera 飛鳥寺 jap.
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮 jap.
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
B
  • Bamiyan west.
    Einstmals buddhistisches Zentrum im heutigen Afghanistan, berühmt für seine Felsenbuddhas
  • Bodhgayā बोध्गया skt.
    „Ort der Erleuchtung“ (jap. Buddagaya 仏陀伽邪), Ort, an dem Buddha seine Erleuchtungserfahrung hatte
  • Byōdō-in 平等院 jap.
    Amida-Tempel, errichtet 998, zunächst als adelige Residenz. Zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans.
C
D
  • Daian-ji 大安寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • daibutsu-yō 大仏様 jap.
    Stil buddhistischer Tempeltore; wtl. Stil des großen Buddha (Daibutsu) [von Nara]
  • Daigo-ji 醍醐寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Kyōto
  • Daisen Kofun 大仙古墳 jap.
    Japans größtes Hügelgrab (kofun), in Sakai, Ōsaka; der Legende nach Grabmahl des Nintoku Tennō
  • Dayanta 大雁塔 chin.
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮 jap.
    Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
  • Dhāmek धामेक् skt.
    Stupa in Sarnath bei Benares, wo Buddha seine erste Rede hielt; Fundamente stammen aus der Zeit König Ashokas (3. Jh. v.u.Z.)
  • Dōjō-ji 道成寺 jap.
    Tendai-Tempel in der Präfektur Wakayama, südl. von Nara, der seine Gründung bis ins Jahr 701 zurückführt; neben zahlreichen Kunstschätzen berühmt für die Legende der Kiyohime, die sich hier ereignet haben soll.
E
  • Enoshima 江ノ島 jap.
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Enryaku-ji 延暦寺 jap.
    Haupttempel des Hiei Klosterbergs
  • Entsū-ji 円通寺 jap.
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
G
  • gakuzuka 額束 jap.
    Schrifttafel eines torii (Schreintors)
  • Gangō-ji 元興寺 jap.
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • Ganzan Daishi-dō 元三大師堂 jap.
    Halle des Ganzan Daishi (Ryōgen) im Tempelbezirk Yokawa auf Berg Hiei; offiziell Shikidō 四季堂, Halle der vier Jahreszeiten
  • Gekū 外宮 jap.
    Äußerer Schrein von Ise, Toyouke geweiht
  • Ginkaku-ji 銀閣寺 jap.
    Silberner Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto
  • Gohyaku Rakan-ji 五百羅漢寺 jap.
    Tempel der Fünfhundert Rakan (Buddha-Schüler); früher in Honjo, heute in Meguro, Tōkyō
  • gojū-tō 五重塔 jap.
    fünfstöckige Pagode
  • gongen-zukuri 権現造 jap.
    Architekturstil des Tōshō-gū in Nikkō, abgeleitet von Tōshō Daigongen, dem vergöttlichten Tokugawa Ieyasu; der Stil findet sich allerdings auch bei vielen anderen bedeutenden Schreinen der Edo-Zeit
  • gorintō 五輪塔 jap.
    Grabsteinform; „Stupa der Fünf Elemente“
  • Goryō Jinja 御霊神社 jap.
    Schrein in Kyōto, der sich auf eine Seuche unter Kanmu Tennō (737–806) zurückführt, die wiederum dem „Erhabenen [Rache-] Geist“ (goryō) eines im Exil verstorbenen Konkurrenten des Tennō zugeschrieben wurde. Besteht aus zwei räumlich getrennten Anlagen, dem Oberen (Kami-) und dem Unteren (Shimo-) Goryō Schrein. Zahlreiche Zweigschreine sind in ganz Japan zu finden.
  • -gū jap.
    Shinto Schrein, andere Lesung: miya
  • Gyokusen-ji 玉泉寺 jap.
    „Tempel der Juwelenquelle“; Tendai-Tempel am Biwa-See; gegründet um 980 von Ryōgen, der hier geboren wurde und auch den Hauptverehrungsgegenstand des Tempels darstellt
H
  • hachiman-zukuri 八幡造り jap.
    Baustil für Schreine mit zwei parallel-liegenden Giebeln
  • haiden 拝殿 jap.
    Zeremonienhalle eines Schreins
  • haka jap.
    Grab
  • Hase-dera 長谷寺 jap.
    Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
  • Hashihaka 箸墓 jap.
    wtl. Essstäbchen-Grab; Hügelgrab aus dem 4. Jh. nahe Berg Miwa
  • hashira jap.
    Pfeiler, Pfosten; auch: Zählwort für Gottheiten (kami)
  • Heian Jingū 平安神宮 jap.
    Shintō-Schrein in Kyōto; zu Ehren des Kanmu Tennō im Jahr 1895 errichtet; die historisierende Bauweise ist der Palastarchitektur der Heian-Zeit nachempfunden
  • Hie Taisha 日吉大社 jap.
    Schutzschrein von Berg Hiei bei Kyōto; moderne Aussprache Hiyoshi Taisha; auch: Sannō Schrein
  • Higashi Hongan-ji 東本願寺 jap.
    Östlicher Hongan-Tempel in Kyōto; Haupttempel der Ōtani-Linie des Jōdo-Shin Buddhismus; s.a. Westlicher Hongan-Tempel (Nishi Hongan-ji)
  • hokora jap.
    Miniaturschrein (innerhalb einer Schreinanlage oder am Wegrand)
  • honden 本殿 jap.
    Hauptgebäude eines Schreins
  • hondō 本堂 jap.
    Haupthalle eines Tempels
  • Hongan-ji 本願寺 jap.
    Tempel in Kyōto; Haupttempel der Jōdo Shinshū; seit der Aufspaltung dieser Richtung im 17. Jh. gibt es eigentlich zwei, einen östlichen (Higashi Hongan-ji, Ōtani-ha) und einen westlichen (Nishi Hongan-ji, Honganji-ha)
  • hongsalmun 紅箭門/홍전문 kor.
    Koreanisches Zeremonialtor, wtl. „Rotes Pfeiltor“; jap. kōzenmon
  • hōanden 奉安殿 jap.
    Schreine zur Aufbewahrung des kaiserlichen Portraits (1880er Jahre bis 1945); meist in Schulhöfen
  • Hōkō-ji 方広寺 jap.
    Tempel in Kyōto, erbaut 1586-95 als Ahnentempel des Toyotomi Hideyoshi. Einstmals im Besitz der größten Buddha Statue Japans
  • Hōon-ji 報恩寺 jap.
    Tempel der Sōtō-shū in Morioka, Präf. Iwate-ken (Nordjapan); errichtet 1394
  • Hōryū-ji 法隆寺 jap.
    Tempel in Ikaruga bei Nara, gegr. 607; wtl. „Tempel des prosperierenden [Buddha]-Gesetzes“
  • huabiao 華表 chin.
    Chinesische Zeremonialstele; jap. kahyō
I
J
  • -ji jap.
    buddhistischer Tempel; andere Lesung: tera
  • Jiangong Shenshe 建功神社 chin.
    jap. Kenkō Jinja; Schrein zur Verehrung von jap. Kriegshelden in Taipei, welcher 1928, in der Zeit der japanischen Besatzung (1895–1945) errichtet wurde; das Gebäude wurde nach dem Krieg in die staatl. Zentralbibliothek Taiwan umgewandelt
  • jiin 寺院 jap.
    buddhistischer Tempel, Kloster
  • Jingo-ji 神護寺 jap.
    Tempel nordwestlich von Kyōto, gegr. um 800; wtl. Tempel des göttlichen Schutzes
  • jingū 神宮 jap.
    „Götterpalast“; Ahnenschrein des Kaiserhauses, meist Ise Jingū
  • jingūji 神宮寺 jap.
    An einen Schrein angeschlossener Tempel
  • jinja 神社 jap.
    Shintō-Schrein; rel. Gebäude für einheimische Gottheiten (kami)
  • Jishu Jinja 地主神社 jap.
    Schrein des Ōkuninushi beim Kiyomizu Tempel in Kyōto; Ōkuninushi wird hier als enmusubi no kami, als Gottheit für Liebende oder Liebesuchende, verehrt
K
  • kaidan 戒壇 jap.
    Ordinationsplattform (für Mönchsweihen)
  • Kaminari-mon 雷門 jap.
    Kaminari-mon, wtl. Donnertor; Haupttor des Sensō-ji in Tōkyō
  • Kamo Jinja 賀茂神社 jap.
    Bezeichnung für einen Schreinkomplex in Kyōto, der aus dem Kamigamo und Shimogamo Schrein besteht; das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, wird aber im 6.-7. Jhdt. vermutet
  • Kanayama Jinja 金山神社 jap.
    wtl. „Schrein des Eisenberges“; Schrein in Yokohama, berühmt für sein „Fest des Eisenpenis“
  • Kanda Jinja 神田神社 jap.
    Kanda Schrein, einer der bekanntesten Schreine in Tōkyō
  • Kan’ei-ji 寛永寺 jap.
    Tendai-Tempel in Tōkyō; in der Edo-Zeit Zentrum des Tendai Buddhismus in der Kantō Region, gegr. 1625 (Kan’ei 2)
K (Fortsetzung)
  • karamon 唐門 jap.
    wtl. chinesisches Tor; Tor mit wellenförmig aufgewölbter Dachkante (meist über dem Eingang); trotz seines Namens ist dieser Baustil spezifisch für die japanische Holzarchitektur; das bekannteste karamon in Nikkō ist darüber hinaus auch tatsächlich mit chinesischen Motiven geschmückt
  • kasagi 笠木 jap.
    Oberer Querbalken eines torii (Schreintors)
  • Kashima Jingū 鹿島神宮 jap.
    Shintō-Schrein in Kashima, Präfektur Ibaraki
  • Kasuga Taisha 春日大社 jap.
    Kasuga Schrein, Nara; ehemals Ahnenschrein der Fujiwara
  • katsuogi 鰹木 jap.
    ornamentale Querhölzer auf dem Schreindach; wörtlich „Bonito-Holz“, abgeleitet von der Form eines beliebten Speisefisches (katsuo = Bonito-Fisch)
  • Katsura Rikyū 桂離宮 jap.
    kaiserlicher Nebenpalast und -garten aus dem 17. Jahrhundert im Westen Kyōtos
  • Kenchō-ji 建長寺 jap.
    Zen-Tempel in Kamakura
  • Kennin-ji 建仁寺 jap.
    Bekannter Zen-Tempel in Kyōto, Gründung 1202
  • Kifune Jinja 貴船神社 jap.
    alter Schrein für eine Wassergottheit im Norden Kyotos; Kifune bedeutet wörtlich „edles Schiff“
  • Kinkaku-ji 金閣寺 jap.
    Goldener Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto, ursp. ein weltliches Teehaus
  • Kinpusen-ji 金峯山寺 jap.
    Tempel in der Bergregion Yoshino, Nara-ken; wichtiger Tempel des Shugendō
  • Kita-in 喜多院 jap.
    Tendai-Tempel in Kawagoe in der Präfektur Saitama, 830 errichtet
  • Kitano Tenman-gū 北野天満宮 jap.
    Kitano Tenman Schrein (Kyōto); einer der beiden Hauptschreine des Sugawara no Michizane, gegr. 947
  • Kiyomizu-dera 清水寺 jap.
    Tempel in Kyōto
  • Kizuki no Ōyashiro 杵築大社 jap.
    Ursprünger Name des Izumo Taisha; kizuki bedeutet in etwa „festes Fundament“
  • kofun 古墳 jap.
    Hügelgrab der japanischen Frühzeit (ca. 300–700), wtl. „altes Grab“
  • kokubunji 国分寺 jap.
    Provinztempel, Provinzialhaupttempel; in der Nara-Zeit Teil eines landesweiten Tempel-Netzwerks
  • kondō 金堂 jap.
    Haupthalle eines Tempels; Synonym von hondō
  • Kongōbu-ji 金剛峯寺 jap.
    Haupttempel auf Berg Kōya, zentrales Heiligtum des Shingon Buddhismus
  • Kongōrin-ji 金剛輪寺 jap.
    Tendai Tempel in der Präfektur Shiga, östl. des Biwa-Sees; laut Gründungslegende bereits in der Nara-Zeit von Gyōki gegründet, später vom Tendai-Mönch Ennin ausgebaut.
  • Kōdai-ji 高台寺 jap.
    Tempel der Rinzai-Schule des Zen Buddhismus in Kyōto, 1606 errichtet
  • kōdō 講堂 jap.
    Predigt- oder Vortragshalle eines Tempels
  • Kōdōkan 弘道館 jap.
    Akademie der konfuzianischen Mito-Schule; wtl. Schule zur Verbreiterung des Weges; gegr. 1841 von Tokugawa Nariaki
  • Kōfuku-ji 興福寺 jap.
    Tempel des Hossō-Buddhismus; einer der Sieben Großen Tempel von Nara
  • Kōya-san 高野山 jap.
    Klosterberg südl. von Nara; sprituelles Zentrum des Shingon Buddhismus
  • Kunō-zan 久能山 jap.
    erste Begräbnisstätte und Schrein für Tokugawa Ieyasu; Ieyasu wurde hier unmittelbar nach seinem Tod beigesetzt, nach dem Transfer seiner sterblichen Überreste nach Nikkō wurde hier ein Zweigschrein des Tōshō-gū errichtet
  • Kurama-dera 鞍馬寺 jap.
    Tempel im Norden Kyōtos, wo unter anderem Bishamon-ten, der Hüter des Nordens, als Beschützer der Hauptstadt verehrt wurde.
L
  • Lingyin Si 靈隐寺 chin.
    Chan Tempel in Hangzhou, südwestl. von Shanghai; gegr. 328; wtl. Tempel des ruhenden Geistes; u.a. bekannt für zahlreiche Felsskulpturen
M
N
O
  • Okitsumiya 沖津宮 jap.
    Zweigschrein des Munakata-Schreinkomplexes, heute der Meeresgöttin Tagori-hime geweiht; wtl. „Meeres-Schrein“, auf einer kleinen Insel 60 km nördlich des „Festlands“ von Kyūshū situiert; die Insel dürfte im japanischen Altertums einen wichtigen Stützpunkt für die Seefahrt dargestellt haben;
  • Oku-no-in 奥の院 jap.
    wtl. Innerste [Tempel-] Halle; oft auch Mausoleum
  • Ondake Jinja 男岳神社 jap.
     Schrein auf der Insel Iki, Kyūshū
  • Onjō-ji 園城寺 jap.
    auch Mii-dera 三井寺; Tendai-Tempel am Biwa-See, unweit des Hiei-zan; Haupttempel der sogenannten Tempel-Fraktion (jimon 寺門) des Tendai Buddhismus
  • Ōagata Jinja 大縣神社 jap.
    Schrein bei Nagoya, bekannt für seine Fruchtbarkeitsriten (hōnen matsuri)
  • Ōmiwa Jinja 大神神社 jap.
    Ōmiwa Schrein, auch Miwa Schrein, nahe Nara; einer der ältesten Schreine Japans
  • Ōsaki Hachiman-gū 大崎八幡宮 jap.
    Ōsaki Hachiman Schrein in Sendai, Nord-Honshū
  • Ōtoyo Jinja 大豊神社 jap.
    Schrein am „Philosophenweg“ im Osten Kyotos; den mythologischen Gottheiten Sukunabikona und Ōkuninushi geweiht; bekannt für seine Mauswächter
  • Osore-zan 恐山 jap.
    „Angst-Berg“; rel. Zentrum in Aomori-ken (Nordjapan), das als Abbild der Totenwelt gilt
  • o-tsuka お塚 jap.
    Steinaltäre, oder Gedenksteine zur Verehrung der Gottheit Inari; wtl. „Hügel“
P
  • paifang 牌坊 chin.
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch pailou; jap. haibō
  • pailou 牌楼 chin.
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch paifang; jap. hairō
  • pakota 八角塔 chin.
    wtl. Achteck-stupa; möglicherweise der Ausdruck, von dem sich „Pagode“ herleitet
R
  • Rajō-mon 羅城門 jap.
    südl. Haupttor einer klassischen Stadtanlage; insbes. Haupttor von Heian-kyō (heute Kyōto), 980 zerstört
  • Rinnō-ji 輪王寺 jap.
    buddh. Tempel in der rel. Anlage von Nikkō
  • rōmon 楼門 jap.
    wtl. „Turmtor“; buddhistischer Torstil, zweigeschoßig; das Obergeschoß ist durch eine Ballustrade vom Untergeschoß getrennt und meist nicht zugänglich
  • Rozan-ji 廬山寺 jap.
    Tendai-Tempel, gegründet 938 von Ryōgen für den Bedarf der kaiserlichen Familie, später u.a. von Murasaki Shikibu, der Autorin des Genji monogatari, bewohnt
  • Ryōan-ji 龍安寺 jap.
    wtl. Tempel des friedlichen Drachens; Zen-Tempel (Teil des Myōshin-ji) mit bekanntem Steingarten in Kyōto
R (Fortsetzung)
  • ryōbu torii 両部鳥居 jap.
    Stilvariante der torii (Schreintore): besitzt zur Unterstützung der zwei Hauptpfosten vier kleine Zusatzpfosten; der Name (wtl. „torii der zwei Teile“) hat buddhistische Konnotationen (vgl. Ryōbu mandara) und dürfte nichts mit der speziellen architektonischen Bauweise zu tun haben
  • Ryūgū 龍宮 jap.
    Drachenpalast; mythologischer Ort am Meeresgrund
  • ryūgū-mon 龍宮門 jap.
    wtl. Tor des Drachenpalastes; chinesisch angehauchtes Tempeltor
S
  • Saidai-ji 西大寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 765, Haupttempel der Shingon Risshū Schule
  • -san jap.
    wtl. „Berg“; als Suffix auch: Tempel- oder Klosteranlage (im Ggs. zu Einzelhalle)
  • sangedatsu mon 三解脱門 jap.
    Tempeltor; Synonym für sanmon
  • Sanjūsangen-dō 三十三間堂 jap.
    33 Klafter Halle; Kannon-Tempelhalle in Kyōto; offizieller buddhistischer Tempelname: Rengeō-in
  • sanjū-tō 三重塔 jap.
    dreistöckige Pagode
  • sanmon 三門/山門 jap.
    Tempeltor; in der ersten Schreibung (wtl. „Dreitor“) besitzt der Begriff einen metaphysischen Hintersinn: „Tor [der Befreiung von den] drei [Hindernissen]“, auch sangedatsu mon. In der zweiten Schreibung steht san (Berg) für „Tempel“.
  • sannō torii 山王鳥居 jap.
    Stilvariante der torii (Schreintore): myōjin torii mit einem zusätzlichen Giebel
  • senpon torii 千本鳥居 jap.
    „Tausend torii“; Bezeichnung für die zu Tunneln verbundenen Schreintore des Fushimi Inari Taisha und anderer Inari-Schreine
  • Sensō-ji 浅草寺 jap.
    bekannter Tempel in Tōkyō; auch: Asakusa-dera
  • Seokguram 石窟庵/석굴암 kor.
    wtl. Felsenklause; buddhistisches Heiligtum der Silla-Zeit (645–935) aus dem 8. Jh.; künstliche Felsengrotte rund um eine Steinskulptur des Budhha Shakyamuni; Teil der Bulguksa Tempelanlage auf Berg Tohamsan in Gyeongju in Südkorea
  • -sha jap.
    Shinto Schrein, Kurzform von jinja; andere Lesung: yashiro; andere Zeichenbedeutungen: „Gesellschaft“; „Firma“
  • Shaolin Si 少林寺 chin.
    Ursprungskloster des Shaolin-Ordens am Berg Song; Geburtsstätte des Chan Buddhismus
  • shibi 鴟尾 jap.
    dekorativer Endziegel am Ende eines Dachfirstes (siehe shachi). Eine abstarktere Form dieser Dachornamente lässt sich am Dach des Tōdaiji erkennen
  • shimetorii 注連鳥居 jap.
    Torii (Schreintor) bestehend aus zwei Pfosten und einem Seil; auch chūren torii gelesen
  • shinbashira 心柱/真柱 jap.
    Bezeichnet die zentrale Säule einer Pagode, wtl. Herz-Pfeiler oder wahrer Pfeiler
  • shinmei torii 神明鳥居 jap.
    Stilvariante des torii (Schreintors) im sogenanten shinmei-Stil: gerade Balken, lotrechte Pfosten
  • shinmei-zukuri 神明造 jap.
    Baustil der Schreine von Ise bzw. Stil der torii von Ise; auch shinmei torii
  • shinmon 神門 jap.
    wtl. Göttertor; Eingangsstrukturen von Shintō-Schreinen nach dem Muster von Palästen und buddh. Tempeln; nicht zu verwechseln mit torii
  • shin no mihashira 神の御柱 jap.
    „Herz-Pfeiler“; symbolischer Bauteil ohne statische Funktion unterhalb von Schreingebäuden, z.B. in Ise
  • Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja 信太森葛葉稲荷神社 jap.
    Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsaka
  • Shinsen’en 神泉苑 jap.
    „Garten der göttlichen Quelle“, im Süden des ehem. Kaiserpalastes in Kyōto gelegen;
  • Shiratori Jinja 白鳥神社 jap.
    wtl. Weißvogel Schrein; in vielen Landesteilen Japans vorkommende Schreine; meist Yamato Takeru geweiht, der sich nach seinem Tod in einen weißen Vogel verwandelt haben soll
  • Shiratori Misasagi 白鳥陵 jap.
    Hügelgrab des mythol. Helden Yamato Takeru
  • Shitennō-ji 四天王寺 jap.
    buddh. Tempel im heutigen Ōsaka; zählt zusammen mit dem Asuka-dera zu den beiden ältesten Tempeln Japans (Gründung 593)
  • Shōkon-sha 招魂社 jap.
    wtl. „Schrein zur Herbeirufung der [Helden]seelen“; Schrein zum Gedenken an gefallene Sodaten, ab der Meiji-Zeit in Gebrauch; berühmtester Vertreter ist der Yasukuni Jinja in Tōkyō
  • Sōfuku-ji 崇福寺 jap.
    Buddhistischer Tempel in Nagasaki; 1629 errichtet
  • sōrin 相輪 jap.
    Stab an der Spitze einer Pagode, üblicherweise mit neun Ringen versehen
  • stūpa स्तूप skt.
    „Hügel“ (jap. 塔 oder sotoba 卒塔婆), Grabmonument
  • Svayambhūnātha स्वयम्भूनाथ skt.
    Tempel in Kathmandu, Nepal, mit einem der ältesten buddhistischen stupas; auch als „Affentempel“ bekannt
T
U
Y
Z
  • Zenkō-ji 善光寺 jap.
    Tempel in Nagano
  • Zōjō-ji 増上寺 jap.
    Jōdo-Tempel in Tōkyō, einst Ahnentempel der Tokugawa, gegr. 1393

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„Glossar zum Thema „Bauwerk“.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001